V/0250/2018
Abfallstatistik 2017
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Anlage A
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Anlage A zur V/0250/2018 Kurzüberblick Jährlicher Bericht an den Betriebsausschuss über die verwerteten / entsorgten Abfallmengen des vergangenen Kalenderjahres Ziele/Teilziele/Zielerreichung Information des Betriebsausschusses über die wesentlichen Fakten der kommunalen Abfallwirt- schaft in Münster im Jahr 2017. In komprimierter und übersichtlicher Form wird entsprechend über Art, Menge und Verbleib der im Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster angefallenen Abfälle und Wert- stoffe berichtet. Finanzierung Produktgruppe: Wirtschaftsplan der AWM Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig x überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Die pflichtigen, detaillierten Bilanzdaten gemäß § 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie § 5 c Lan- desabfallgesetz für 2017 wurden den Aufsichtsbehörden vorgelegt. Die Daten werden im Rahmen des AWM-Berichtswesens für den Betriebsausschuss aufbereitet und jährlich in diesem Gremium diskutiert. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) keine.
Anlage: Abfallbilanz 2017
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Saubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 1 Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung Saubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 1 Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 1 . Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle . . . . . . . . . . . . . . 4 1 .1 Verwertung und Behandlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 1 .2 Grünabfallkompostierungsanlage . . . . . . . . . . . . . 5 1 .3 Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle . . . 5 1 .4 Restabfallbehandlungsanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 2 . Abfälle aus Privathaushalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Grafik Verwertung der Abfälle aus Privathaushalten 2017 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 3 . Sammlung über Holsysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 4 . Sammlung über Bringsysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 4 .1 Recyclinghöfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 4 .2 Depotcontainer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 5 . Stadtreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 6 . Zusammenfassung und Vergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Inhalt Saubere Lösung Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 3 Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Um setzung, zum Beispiel durch das neue Verpackungsgesetz. Auf lokaler Ebene tragen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster maßgeblich zum effizienten Ressourcenschutz bei. Zum Beispiel, indem sie die Münsteraner/innen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Nachhaltigkeitspädagogik zur Abfallvermeidung und richtigen Abfalltrennung motivie ren. Eine sehr kleinteilige Abfallwirtschaft, ein dichtes Netz mit 11 Recyclinghöfen, Serviceangebote wie die zahlreichen ESchrottContainer im Stadtgebiet oder die Abholung von Elektrogroßgeräten sind nur einige Beispiele dafür, dass wir es den Münsteraner/innen leicht machen, sich entsprechend unseres nachhaltigen Abfallwirtschaftskonzepts und damit im Sinne eines starken Ressourcenschutzes zu verhalten. Mit der nachfolgenden Bilanz berichten wir über die wesent lichen Fakten der kommunalen Abfallwirtschaft in Münster 2017. In komprimierter und übersichtlicher Form wird entsprechend § 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie § 5 c Landesabfallgesetz über Art, Menge und Verbleib der im Ver antwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster angefallenen Abfälle und Wertstoffe berichtet. Die detaillier ten Bilanzdaten wurden der Aufsichtsbehörde vorgelegt. Vorwort Seit 2003 berechnet das Global Footprint Network jährlich den Welterschöpfungstag. Das ist der Tag, an dem die für ein Jahr verfügbaren Ressourcen verbraucht sind. 2016 war es der 8. August, 2017 bereits der 2. August. Dass unsere Ressourcen endlich sind, ist keine neue Erkennt nis. Genauso wenig wie die Tatsache, dass die Kreislaufwirt schaft einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz leistet. Klar ist aber auch, dass das Potenzial hier noch lange nicht ausgeschöpft ist. Am 18. April hat das Europäische Parlament das EUKreis laufwirtschaftspaket verabschiedet. Das Ziel ist unter anderem, Recycling in der EU durch höhere verbindliche Quoten zu fördern. Konkret heißt das: Im Jahr 2025 sollen die EUMitgliedsstaaten 55 Prozent ihres Siedlungsab fallaufkommens recyceln, 2030 sollen es 60 Prozent, 2035 dann 65 Prozent sein. Ein besonderes Augenmerk hat die EU dabei auf Verpa ckungsabfälle gelegt und für diesen Materialstrom höhere Quoten angesetzt. Ab 2025 müssen 65 Prozent recycelt werden, ab 2030 sogar 70 Prozent. Ambitionierte und rich tungsweisende Ziele, die nur dann erreicht werden können, wenn auch die Industrie in die Pflicht genommen wird. Denn tatsächlich sind viele Kunststoffverpackungen aufgrund ihrer Materialzusammensetzung derzeit nicht recycelbar. Nicht vergessen werden darf außerdem, dass der effektivste Ressourcenschutz die Abfallvermeidung ist. Aufgabe der Industrie ist es auch, Produkte möglichst lang lebig zu gestalten. Es bleibt zu hoffen, dass die im Januar 2018 vorgestellte EUPlastikstrategie hier Erfolge erzielt. In diesen Aktionsplan will die EU die gesamte Wertschöp fungskette von Kunststoffen – von der Gestaltung über die Herstellung bis zum Recycling – einbinden. Das EUKreislaufwirtschaftspaket ist ein wichtiger und richtiger Schritt zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Durch die nationale Umsetzung der Vorgaben bestimmt die 4 | AWM-Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung 1. Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle 2017 verzeichnen die AWM ein Gesamtaufkommen von 177.024 t an Siedlungsabfällen, also Abfällen aus privaten Haushalten sowie vergleichbaren Einrichtungen, haus müllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie und Straßenkehricht/Papierkorbabfälle. Zusammensetzung Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle: 1 .1 Verwertung und Behandlung Grundsätzlich wird bei der Verwertung von Abfällen unter schieden in stoffliche Verwertung (Recycling), energetische Verwertung und thermische Behandlung. Bei der stofflichen Verwertung werden aus den Abfällen Sekundärrohstoffe hergestellt. Entweder werkstofflich – so entstehen z. B. PapierRecyclate oder Kompost aus Grün/ Bioabfall – oder rohstofflich. Bei der rohstofflichen Ver wertung werden die Abfälle zunächst so behandelt, dass ihre einzelnen Bestandteile im Anschluss wieder als Roh stoffersatz eingesetzt werden können. Die energetische Verwertung nutzt Abfälle mit hohem Heizwert zur Strom und Wärmeproduktion. Als so genannte Ersatzbrennstoffe ersetzen sie damit fossile Energieträger und tragen maßgeblich zum Ressourcenschutz bei. Aufgrund der knapper werdenden Ressourcen und des kontinuierlich fortschreitenden Klimawandels, kommt der energetischen Verwertung von Abfällen eine immer höhere Bedeutung zu. Abfälle, die nicht stofflich oder energetisch genutzt werden können, gehen in die thermische Behandlung, sodass Schad stoffe zerstört werden. Gleichzeitig ist es Ziel, ver wertbare (z. B. Schlacke, die als Baumaterial verwendet werden kann) oder ablagerungsfähige Fraktionen und auch hier Energie zu gewinnen. Ziel der sehr kleinteiligen Abfallwirtschaft in Münster ist, möglichst viele Wertstoffe getrennt zu erfassen und so einer stofflichen oder hochwertigen energetischen Verwertung zuzuführen. Wir erreichen so seit Jahren konstant eine Verwertungsquote (stoffliche und energetische Verwertung) von rd. 80 Prozent. Hausmüll: 117 .392 t Sperrmülll: 18 .102 t Gewerbe- und Baustellen- abfälle: 35 .341 t Straßenkehricht und Papierkorbabfälle: 6 .189 t Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 5 1 .2 Grünabfallkompostierungsanlage Über die Grünabfallkompostierungsanlage wurden 2017 rund 11.389 t Grünabfälle verarbeitet. Der Wert ist damit im Vergleich zu 2016 (rd. 30.024 t) um rund 62 % gesunken. Hintergrund dafür ist, dass in der neuen Behandlungsanlage für Bio und Grünabfälle (Inbetriebnahme Anfang 2017, s. 1.3) ein T eil der Grünabfälle gemeinsam mit den Bioabfällen verarbeitet wird. Da die Verarbeitung so in eingehausten Abschnitten erfolgt, ist sie weitaus emissionsärmer als in der offenen Kompostierung. Mit dem gemeinsamen Verarbeiten wird ein weiteres Ziel verfolgt: Den Mengendurchsatz in der Vergärungsstufe der Behandlungsanlage für Bio und Grün abfälle zu erhöhen und damit mehr Biogas zur Produktion von Strom und Wärme zu gewinnen. Das bewirkt wiederum weitere CO 2Einsparungen. Aus den Grün und Bioabfällen stellen die AWM Qualitäts kompost her. 1 .3 Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle Mit der Inbetriebnahme der neuen Behandlungsanlage für Bio und Grünabfälle wurde die Bioabfallvergärungsanlage zum Jahreswechsel 2016/2017 geschlossen. Bioabfälle und ein T eil der Grünabfälle werden seitdem über die Behand lungsanlage für Bio und Grünabfälle verarbeitet, die im Zusammenhang des Umbaus der ehemaligen mechanisch biologischen Restabfallbehandlungsanlage gebaut und Anfang 2017 in Betrieb genommen wurde. Verwertung und Behandlung Siedlungsabfälle 2017: Input Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle 2017 22 .128 Tonnen Kompost haben die AWM 2017 aus den angelieferten Grünabfällen von Privatleuten und Gewerbebetrieben hergestellt. 2016 waren es 18.082 t Kom post. 6 | AWM-Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung 1 .4 Restabfallbehandlungsanlage Über die mechanische Sortierung der Abfälle werden die noch im Restabfall enthaltenen Wertstoffe (Metalle, Kunst stoffe, Papier und Holz) abgetrennt. Entsprechend der Markt lage werden diese abgetrennten Fraktionen extern stofflich, energetisch oder thermisch verwertet. Die Sortierreste (Feinfraktion) werden extern thermisch behandelt. Mengenfluss 2017: Input Abfälle Abfälle zur Verwertung AWM 1 .096 t Baustellenabfälle und sonstige Abfälle 228 t Reste Kompostierung 1 .251 t Reste BVA 3 .506 t Hausmüll/Recyclinghöfe 42 .898 t Gewerbeabfall Direktanlieferer/ AWM Container 2 .366 t Reinigungsabfälle 555 t Marktabfälle 58 t Sperrmüll 7 .061 t Gesamtinput Mechanische Stufe Mechanische Restabfallbehand lungsanlage Abfallwirtschafts betriebe Münster (AWM) 59 .019 t Straßenkehricht 4 .924 t Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 7 Output Mechanische Stufe 191207 Holz 5,2 % 191201 Papier 2,3 % 191204 Kunststoffe 11,2 % 191202 FEMetalle 2,5 % 191203 NEMetalle 0,5 % 191212 Schwerstoffe/ Mittelkalorik 24,6 % bezogen auf 59 .019 t 46,3 % 191212 Feinfraktion 51 % Verbleib der Mengen Biomassekraftwerk Energetische Verwertung Energetische Verwertung Stoffliche Verwertung Stoffliche Verwertung Thermische Verwertung/MVA Thermische Verwertung/MVA Externe Verwertung 8 | AWM-Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 9 2. Abfälle aus Privathaushalten Bio, Papiertonne, Gelber Sack, Grüngutabfuhr, Abholung großer Elektrogeräte, Depotcontainer für Glas und ESchrott und 11 Recyclinghöfe: Die Münsteraner/innen nutzen die Möglichkeiten der getrennten Erfassung von Wertstoffen. Bei einem ProKopfAufkommen von rund 428 kg in 2017 (435 kg in 2016) haben sie im Durchschnitt 266 kg Wertstof fe (270 kg in 2016) getrennt vom Restmüll entsorgt. Abfälle aus Privathaushalten: Rund 131 .775 Tonnen Haus und Sperrmüll sind im Jahr 2017 in den Münsteraner Privathaushalten angefallen. Umgerechnet lag das ProKopfAufkommen damit bei rund 428 kg. Hausmüll ohne Wertstoffe: 42 .898 t Papier: 22 .140 t Grünabfälle: 16 .730 t Bioabfälle: 15 .609 t Verpackungen: 9 .806 t Glas: 7 .525 t Sperrmüll ohne Wertstoffe: 7 .061 t Altholz: 3 .879 t Elektronikgeräte: 2 .153 t Altmetall: 1 .370 t Sonstige Wertstoffe: 1 .297 t Altkleider: 1 .308 t 10 | AWM-Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung Gesamtaufkommen der Abfälle aus Privathaushalten in Münster 2017: rd . 131 .775 t Verwertung der Abfälle aus Privathaushalten 2017 Getrennte Erfassung: 81 .815 t Restabfallbehandlungsanlage: rd . 49 .960 t * Im Zuge der stofflichen Verwertung von Bio- und Grünabfällen zu Kompost wird gleichzeitig Biogas gewonnen, das zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt wird. ** Altholz geht zur energetischen Verwertung in ein Biomassekraftwerk Getrennte Erfassung Altholz** • rd . 3 .879 t • Erfassung über Recyclinghöfe Sonstige Wertstoffe • rd . 1 .296 t • Erfassung über Recyclinghöfe Verpackungen (DSD) • rd . 9 .806 t • Erfassung über Gelber Sack, Wertstofftonne, Recyclinghöfe Altkleider • rd . 1 .308 t • Erfassung über Depotcontainer Altmetall • rd . 1 .370 t • Erfassung über Recyclinghöfe Elektronik- geräte • rd . 2 .153 t • Erfassung über Recyclinghöfe, Depotcontainer, Sperrgut Papier • 22 .139 t • Erfassung über Papiertonne und Recyclinghöfe Grünabfall • rd . 16 .730 t • Erfassung über Recyclinghöfe und Grüngut abfuhr* Bioabfall • rd . 15 .609 t • Erfassung über Biotonne* Glas • rd . 7 .525 t • Erfassung über Depotcontainer stoffliche/energetische Verwertung 81 .815 t Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 11 Rund 62 Prozent des Abfallaufkommens aus den Münsteraner Privathaushalten wurden 2017 als Wertstoffe getrennt erfasst und einer stofflichen oder energe tischen Verwertung zugeführt. 38 Prozent gingen als inhomogenes Abfallgemisch zur Aufbereitung in die mechanische Restabfallbehandlungsanlage. Restabfallbehandlungsanlage rd . 49 .960 t rd . 49 .960 t Restabfall (Haus und Sperrmüll ohne Wertstoffe) aus Privathaushalten in Münster gingen in die Behandlungs anlage für Restabfälle Holz** (2.390 t) Kunststoff (6.790 t) Schwerstoffe ( 13.060 t) Papier (1.330 t) = 23 .570 t energetisch verwertet FEMetalle (1.250 t) NEMetall (330 t) = 1 .580 t stofflich verwertet Feinfraktion (24.810 t) = 24 .810 t thermisch verwertet 12 | AWM-Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 13 Sperrgutabfuhr: 7 .328 t 267 t Wertstoffe (Elektrogeräte/Kühlgeräte), 7.061 t Restabfälle Verpackungen (DSD): 9 .052 t 3. Sammlung über Holsysteme Nachfolgend sind die Wertstoff und Abfallmengen dar gestellt, die über die Holsysteme in 2017 eingesammelt wurden. Die feste monatliche Sperrgut und Grüngutabfuhr ist ein Service der AWM, den deutschlandweit nur sehr wenige Kommunen anbieten. Rund 3.750 Ladepunkte werden pro Woche angefahren. Die Kosten sind bereits in den Abfall gebühren enthalten. Große Elektrogeräte wie Fernseher, ComputerMonitore, Waschmaschinen und Kühl und Gefriergeräte holen die AWM nach vorheriger Anmeldung vom Straßenrand bzw. gegen Entgelt aus der Wohnung ab. Biotonne: 15 .609 t Papiertonne: 19 .385 t Grüngutabfuhr: 5 .307 t Restabfalltonne: 36 .473 t 14 | AWM-Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung 4. Sammlung über Bringsysteme 4 .1 Recyclinghöfe Elf Recyclinghöfe gibt es in Münster – das heißt für den Großteil der Münsteraner/innen, dass sie von der Haustür bis zum nächsten Recyclinghof nicht weiter als drei Kilome ter fahren müssen – ganz im Sinne der möglichst hohen ge trennten Erfassung von Wertstoffen. Kostenfrei angenommen werden alle Wertstoffe, Problemabfälle/Schadstoffe und Sperrgut aus Privathaushalten. Kostenpflichtig sind Rest abfall, Bau und Renovierungsabfälle sowie – mit Ausnahme von Möbeln – behandeltes Holz. Insgesamt haben die Müns teraner/innen 2017 rund 20.940 t Wertstoffe angeliefert (2016: rd. 21.465 t), die Fraktion Grünabfälle nimmt mit 43 Prozent den größten Anteil ein. Rund 567 .860 Kundenkontakte gab es 2017 insgesamt an unseren 11 Recycling höfen! Recyclinghöfe: 20 .940 t Wertstoffsammlung über Recyclinghöfe 2017: Grünabfälle: 9 .117 t Altholz, behandeltes Holz: 3 .879 t Papier: 2 .755 t Metalle, Kabelabfälle: 1 .370 t Elektronikgeräte: 1 .172 t Verpackungsabfälle (DSD): 753 t Bauschutt: 411 t Kühlgeräte: 255 t Problemabfälle: 338 t Elektronikgroßgeräte: 346 t Hartkunststoffe: 269 t Altreifen: 147 t Flachglas: 130 t Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 15 Problemabfallsammlung über Recyclinghöfe (rd . 338 t) und Gewerbeanlieferung (rd . 36 t) 2017: Restabfallsammlung über Recyclinghöfe 2017: Sperrmüll: 4 .186 t Hausmüll: 1 .395 t Gewerbeabfälle (Entsorgungszentrum): 843 t Dispersionsfarbe: 135 t Altlacke und Löse-, Holzschutz- und Klebemittel: 81 t Altöl: 36 t ölhaltige Abfälle: 41 t sonstige Problemabfälle: 33 t Batterien inkl . Knopfzellen: 27 t Akkumulatoren: 21 t 16 | AWM-Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung Altkleider: 1 .308 tElektrokleingeräte: 111 t Glas: 7 .525 t In Münster gibt es: rd. 290 Glascontainerstandorte rd. 108 Altkleidercontainerstandorte 45 E-Schrott-Container 4 .2 Depotcontainer Nachfolgend sind die Wertstoffmengen aufgelistet, die über die jeweiligen Depotcontainer 2017 gesammelt wurden. Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 17 5. Stadtreinigung Täglich im Einsatz für eine saubere Stadt – mit 30 Kehr maschinen, zwei EGluttons und rund 60 Mitarbeitenden reinigen wir insgesamt jährlich rund 70.000 km Straßen, Rad und Gehwege. Zusammen mit den Abfällen aus den über 2.000 Papierkörben in Münster kamen dabei 2017 5.597 t Abfall zusammen, ein leichter Anstieg im Vergleich zu 2016 (5.409) Straßenkehricht und Papier- korbabfälle: 5 .597 t 18 | AWM-Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung Entwicklung des Abfallaufkommens in kg pro Einwohner/Jahr1 1 Zugrunde gelegt ist jeweils die Zahl der wohnberechtigten Bevölkerung zum 31.12. des Vorjahres 6. Zusammenfassung und Vergleich 2017 2016 2015 Gesamtabfall und Wertstoffaufkommen 177.024 t 176.834 t 168.550 t Verwertungsquote (stofflich und energetisch) Rd. 80 % Rd. 80 % Rd. 80 % Haus und Sperrmüllaufkommen 131.775 t 132.690 t 130.118 t Abfallaufkommen pro Einwohner 428 kg 435 kg 426 kg Sammlung über Holsysteme 93.154 t 93.519 t 92.977 t Wertstoffsammlung Recyclinghöfe 20.943 t 21.465 t 19.610 t Restabfallsammlung Recyclinghöfe 6.425 t 6.437 t 6.481 t Sammlung über Depotcontainer 8.844 t 8.886 t 8.758 t Input Restabfallbehandlungsanlage 59.019 t 58.313 t 64.888 t Gesamt Wertstoffe % Restabfall Gesamt Wertstoffe % Restabfall 2006 476 298 63 % 178 2007 485 305 63 % 180 2008 478 301 63 % 177 2009 475 303 64 % 172 2010 468 295 63 % 173 2011 459 289 63 % 170 2012 438 277 63 % 161 2013 431 272 63 % 159 2014 479 284 59 % 195 2015 426 266 62 % 160 2016 435 270 62 % 165 2017 428 266 62 % 162 Saubere LösungSaubere Lösung AWM-Abfallbilanz 2017 | 19 Mit Inkrafttreten des Verpackungsgesetztes am 1. Januar 2019 wird es aller Voraussicht nach zumindest eine T onne für die Leichtverpackungen, die jetzt über den Gelben Sack entsorgt werden, geben. Ob aus der „Gelben T onne“ eine „ Wertstofftonne“ wird, über die auch die stoffgleichen Nicht verpackungen (z. B. der Kunststoffeimer oder der Kochtopf) entsorgt werden dürfen, bleibt abzuwarten. Weiter verfestigen und ausbauen wollen die AWM die Zusammenarbeit mit der Twence. Das niederländische Entsorgungsunternehmen, in Trägerschaft von 14 nieder ländischen Kommunen, verwertet seit dem Jahreswechsel 2016/2017 die Sortierreste aus der mechanischen Rest abfallbehandlungsanlage aus Münster. Über innovative, hocheffiziente Prozesse entsteht so wertvolle Energie. Da die Abfallwirtschaftskonzepte der AWM und der Twence sehr ähnlich sind, könnten über einen Ausbau der Zusammen arbeit weitere Synergien zukunftsweisend genutzt werden. Das ist gleichermaßen ökonomisch wie gesamtökologisch sinnvoll. Eine längerfristige grenzüber schreitende Kooperation würde stark dazu beitragen, eine nachhaltige und gemeinsame Ressourcenwirtschaft im EuregioBereich zu schaffen. Ausblick Mit konkreten Angeboten und gezielter Öffentlichkeitsarbeit motivieren die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster die Münsteraner/innen, Abfälle möglichst erst gar nicht ent stehen zu lassen und entstandene Abfälle für eine optimale Wiederverwertung sortenrein zu trennen. Das Angebot für Kinder und Jugendliche zur Information, Aufklärung und Motivation – von Recyclinghofführungen über Lehrmaterialien bis zum Einsatz des AWMWertstoff königs Manfred Mehrwert in Schulen und Kitas – wird jetzt mit dem DeponieErlebnispfad ausgeweitet. Der DeponieErlebnispfad richtet sich besonders an Schul klassen und ist ein effizientes Medium, Schülerinnen und Schülern inmitten der realen Anlagen der Abfallentsorgung in Münster ökologische Zusammenhänge aufzuzeigen und die Leitgedanken moderner, ressourcenschonender Kreis laufwirtschaft altersgerecht und handlungsorientiert zu ver mitteln. An 12 Lernstationen haben sie im selbstbestimmten Lernprozess die Möglichkeit, anhand vorgegebener Auf gabenstellungen gemeinsam handelnd in Kleingruppen Wissen und Informationen zu den Themen Abfall, Energie und Klima zu erarbeiten und diese Themen in Beziehung zueinander zu setzen. In Zukunft wollen die AWM außerdem gezielt ihre Angebote für die Erwachsenenbildung zu ihren Schwerpunkt themen ausweiten und haben 2018 entsprechend eine Nachhaltig keitspädagogin für Erwachsenenbildung eingestellt. Dem besonderen Beratungsbedarf von Geflüchteten wollen die AWM über die nachhaltige Weiterentwicklung des Kon zepts „Abfallberatung in Flüchtlingsunterkünften“ gerecht werden. Dazu wurde eine Projektstelle, zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren, eingerichtet. Ziel der AWM ist weiterhin die stadtweite Einführung einer Wertstofftonne, über die Verpackungen und stoffgleiche Nichtverpackungen – die aktuell noch größtenteils in den Restmüll gehen – entsorgt werden. In jahrelangen Verhand lungen mit den Dualen Systemen zur T onnengröße und zum Abfuhrrhythmus konnte kein Konsens für ein System im Sinne der Münsteraner/innen erzielt werden. Das 2017 verabschiedete Verpackungsgesetz gibt den AWM jetzt zumindest in gewissem Umfang die Möglichkeit, ein seitig Vorgaben zum Sammelsystem festzulegen. 20 | AWM-Abfallbilanz 2017 Saubere Lösung Herausgeberin Stadt Münster Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster awm@stadtmuenster.de www.awm.muenster.de Mai 2018, 200 Saubere Lösung Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster T elefon: 0251/605253 T elefax: 0251/605248 awm@stadtmuenster.de www.awm.muenster.de Saubere Lösung Recyclingpapier aus 100 % Altpapier X & Y Design | Münster
Berichtsvorlage
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V/0250/2018 V/0250/2018 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Abfallstatistik 2017 Beratungsfolge 13.06.2018 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht Bericht: Im Rahmen des Berichtswesens der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird dem Betriebsausschuss mit der Anlage die Abfallbilanz 2017 vorgelegt. Die nachfolgende Bilanz informiert über die wesentlichen Fakten der kommunalen Abfallwirtschaft in Münster im Jahr 2017. In komprimierter und übersichtlicher Form wird über Art, Menge und Verbleib der im Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster angefallenen Abfälle und W ert- stoffe berichtet. I. V. gez. Peck Stadtrat Anlagen: Abfallbilanz 2017 Anlage A Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 28.05.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Beutel Telefon: 60 52 44 Beutel@awm.stadt- muenster.de
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Rösnerstraße 10
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Details
- Aktenzeichen
- V/0250/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 22.03.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37