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V/0250/2018

Abfallstatistik 2017

Vorlagen 22.03.2018

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe, Sitzung am 13.06.2018, TOP 10

Anlage A

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Anlage: Abfallbilanz 2017

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Berichtsvorlage

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Anlage A

1517 Zeichen

Anlage A zur V/0250/2018 
Kurzüberblick 
Jährlicher Bericht an den Betriebsausschuss über die verwerteten / entsorgten Abfallmengen des 
vergangenen Kalenderjahres 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Information des Betriebsausschusses  über die wesentlichen Fakten der kommunalen Abfallwirt-
schaft in Münster im Jahr 2017. 
In komprimierter und übersichtlicher Form wird entsprechend über Art, Menge und Verbleib der 
im Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster angefallenen Abfälle und Wert-
stoffe berichtet.  
 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe:  Wirtschaftsplan der AWM 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
x überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Die pflichtigen, detaillierten Bilanzdaten gemäß § 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie § 5 c Lan-
desabfallgesetz für 2017 wurden den Aufsichtsbehörden vorgelegt. 
Die Daten werden im Rahmen des AWM-Berichtswesens für den Betriebsausschuss aufbereitet 
und jährlich in diesem Gremium diskutiert.  
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
keine.

Anlage: Abfallbilanz 2017

21592 Zeichen

Saubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 1
Abfallbilanz
2017
Saubere
Lösung

Saubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 1
Vorwort  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .    3
1 . Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle . . . . . . . . . . . . . .    4
 1 .1 Verwertung und Behandlung  . . . . . . . . . . . . . . . . . .    4
 1 .2 Grünabfallkompostierungsanlage  . . . . . . . . . . . . .    5
 1 .3 Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle  . . .    5
 1 .4 Restabfallbehandlungsanlage  . . . . . . . . . . . . . . . . .    6
2 . Abfälle aus Privathaushalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .    9
 Grafik Verwertung der Abfälle 
 aus Privathaushalten 2017 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  10
3 . Sammlung über Holsysteme  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  13
4 . Sammlung über Bringsysteme  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  14
 4 .1 Recyclinghöfe  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  14
 4 .2 Depotcontainer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  16
5 . Stadtreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  17
6 . Zusammenfassung und Vergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . .  18
Ausblick  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  19
Impressum  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  20
Inhalt

Saubere Lösung

Saubere LösungSaubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 3
Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Um­
setzung, zum Beispiel durch das neue Verpackungsgesetz. 
Auf lokaler Ebene tragen die Abfallwirtschaftsbetriebe 
Münster maßgeblich zum effizienten Ressourcenschutz 
bei. Zum Beispiel, indem sie die Münsteraner/innen durch 
gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Nachhaltigkeitspädagogik 
zur Abfallvermeidung und richtigen Abfalltrennung motivie­
ren. Eine sehr kleinteilige Abfallwirtschaft, ein dichtes Netz 
mit 11 Recyclinghöfen, Serviceangebote wie die zahlreichen 
E­Schrott­Container im Stadtgebiet oder die Abholung von 
Elektrogroßgeräten sind nur einige Beispiele dafür, dass wir 
es den Münsteraner/innen leicht machen, sich entsprechend 
unseres nachhaltigen Abfallwirtschaftskonzepts und damit 
im Sinne eines starken Ressourcenschutzes zu verhalten. 
Mit der nachfolgenden Bilanz berichten wir über die wesent­
lichen Fakten der kommunalen Abfallwirtschaft in Münster 
2017. In komprimierter und übersichtlicher Form wird 
entsprechend § 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie § 5 c 
Landesabfallgesetz über Art, Menge und Verbleib der im Ver­
antwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
angefallenen Abfälle und Wertstoffe berichtet. Die detaillier­
ten Bilanzdaten wurden der Aufsichtsbehörde vorgelegt. 
Vorwort
Seit 2003 berechnet das Global Footprint Network jährlich 
den Welterschöpfungstag. Das ist der Tag, an dem die für ein 
Jahr verfügbaren Ressourcen verbraucht sind. 2016 war es 
der 8. August, 2017 bereits der 2. August. 
Dass unsere Ressourcen endlich sind, ist keine neue Erkennt­
nis. Genauso wenig wie die Tatsache, dass die Kreislaufwirt­
schaft einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz 
leistet. Klar ist aber auch, dass das Potenzial hier noch lange 
nicht ausgeschöpft ist. 
Am 18. April hat das Europäische Parlament das EU­Kreis­
laufwirtschaftspaket verabschiedet. Das Ziel ist unter 
anderem, Recycling in der EU durch höhere verbindliche 
Quoten zu fördern. Konkret heißt das: Im Jahr 2025 sollen 
die EU­Mitgliedsstaaten 55 Prozent ihres Siedlungsab­
fallaufkommens recyceln, 2030 sollen es 60 Prozent,  
2035 dann 65 Prozent sein. 
Ein besonderes Augenmerk hat die EU dabei auf Verpa­
ckungsabfälle gelegt und für diesen Materialstrom höhere 
Quoten angesetzt. Ab 2025 müssen 65 Prozent recycelt  
werden, ab 2030 sogar 70 Prozent. Ambitionierte und rich­
tungsweisende Ziele, die nur dann erreicht werden können, 
wenn auch die Industrie in die Pflicht genommen wird.  
Denn tatsächlich sind viele Kunststoffverpackungen 
aufgrund ihrer Materialzusammensetzung derzeit nicht 
recycelbar. Nicht vergessen werden darf außerdem, dass der 
effektivste Ressourcenschutz die Abfallvermeidung ist.  
Aufgabe der Industrie ist es auch, Produkte möglichst lang­
lebig zu gestalten. Es bleibt zu hoffen, dass die im Januar 
2018 vorgestellte EU­Plastikstrategie hier Erfolge erzielt. 
In diesen Aktionsplan will die EU die gesamte Wertschöp­
fungskette von Kunststoffen – von der Gestaltung über die 
Herstellung bis zum Recycling – einbinden. 
Das EU­Kreislaufwirtschaftspaket ist ein wichtiger und  
richtiger Schritt zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft. 
Durch die nationale Umsetzung der Vorgaben bestimmt die

4 | AWM-Abfallbilanz 2017 
Saubere Lösung
1. Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle
2017 verzeichnen die AWM ein Gesamtaufkommen von 
177.024 t an Siedlungsabfällen, also Abfällen aus privaten 
Haushalten sowie vergleichbaren Einrichtungen, haus­
müllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie und  
Straßenkehricht/Papierkorbabfälle. 
Zusammensetzung Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle:
1 .1 Verwertung und Behandlung 
Grundsätzlich wird bei der Verwertung von Abfällen unter­
schieden in stoffliche Verwertung (Recycling), energetische 
Verwertung und thermische Behandlung. 
Bei der stofflichen Verwertung werden aus den Abfällen 
Sekundärrohstoffe hergestellt. Entweder werkstofflich –  
so entstehen z. B. Papier­Recyclate oder Kompost aus Grün­/
Bioabfall – oder rohstofflich. Bei der rohstofflichen Ver­
wertung werden die Abfälle zunächst so behandelt, dass 
ihre einzelnen Bestandteile im Anschluss wieder als Roh­
stoffersatz eingesetzt werden können. 
Die energetische Verwertung nutzt Abfälle mit hohem  
Heizwert zur Strom­ und Wärmeproduktion. Als so genannte 
Ersatzbrennstoffe ersetzen sie damit fossile Energieträger 
und tragen maßgeblich zum Ressourcenschutz bei. Aufgrund 
der knapper werdenden Ressourcen und des kontinuierlich 
fortschreitenden Klimawandels, kommt der energetischen 
Verwertung von Abfällen eine immer höhere Bedeutung zu. 
Abfälle, die nicht stofflich oder energetisch genutzt werden  
können, gehen in die thermische Behandlung, sodass Schad­
stoffe zerstört werden. Gleichzeitig ist es Ziel, ver wertbare 
(z. B. Schlacke, die als Baumaterial verwendet werden kann) 
oder ablagerungsfähige Fraktionen und auch hier Energie zu 
gewinnen. 
Ziel der sehr kleinteiligen Abfallwirtschaft in Münster ist, 
möglichst viele Wertstoffe getrennt zu erfassen und so einer 
stofflichen oder hochwertigen energetischen Verwertung 
zuzuführen. Wir erreichen so seit Jahren konstant eine 
Verwertungsquote (stoffliche und energetische Verwertung) 
von rd. 80 Prozent. 
  Hausmüll: 117 .392 t
  Sperrmülll: 18 .102 t
  Gewerbe- und Baustellen-
abfälle: 35 .341 t
  Straßenkehricht und  
Papierkorbabfälle: 6 .189 t

Saubere LösungSaubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 5
1 .2 Grünabfallkompostierungsanlage 
Über die Grünabfallkompostierungsanlage wurden 2017 
rund 11.389 t Grünabfälle verarbeitet. Der Wert ist damit 
im Vergleich zu 2016 (rd. 30.024 t) um rund 62 % gesunken. 
Hintergrund dafür ist, dass in der neuen Behandlungsanlage 
für Bio­ und Grünabfälle (Inbetriebnahme Anfang 2017,  
s. 1.3) ein T eil der Grünabfälle gemeinsam mit den Bioabfällen 
verarbeitet wird. Da die Verarbeitung so in eingehausten 
Abschnitten erfolgt, ist sie weitaus emissionsärmer als in der 
offenen Kompostierung. Mit dem gemeinsamen Verarbeiten 
wird ein weiteres Ziel verfolgt: Den Mengendurchsatz in der 
Vergärungsstufe der Behandlungsanlage für Bio­ und Grün­
abfälle zu erhöhen und damit mehr Biogas zur Produktion 
von Strom und Wärme zu gewinnen. Das bewirkt wiederum 
weitere CO
2­Einsparungen. 
Aus den Grün­ und Bioabfällen stellen die AWM Qualitäts­
kompost her. 
1 .3 Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle 
Mit der Inbetriebnahme der neuen Behandlungsanlage für 
Bio­ und Grünabfälle wurde die Bioabfallvergärungsanlage 
zum Jahreswechsel 2016/2017 geschlossen. Bioabfälle und 
ein T eil der Grünabfälle werden seitdem über die Behand­
lungsanlage für Bio­ und Grünabfälle verarbeitet, die im 
Zusammenhang des Umbaus der ehemaligen mechanisch­
biologischen Restabfallbehandlungsanlage gebaut und 
Anfang 2017 in Betrieb genommen wurde. 
Verwertung und Behandlung Siedlungsabfälle 2017: Input Behandlungsanlage für Bio- und Grünabfälle 2017
22 .128 Tonnen Kompost haben die AWM 
2017 aus den angelieferten Grünabfällen 
von Privatleuten und Gewerbebetrieben 
hergestellt. 2016 waren es 18.082 t Kom­
post.

6 | AWM-Abfallbilanz 2017 
Saubere Lösung
1 .4 Restabfallbehandlungsanlage 
Über die mechanische Sortierung der Abfälle werden die 
noch im Restabfall enthaltenen Wertstoffe (Metalle, Kunst­
stoffe, Papier und Holz) abgetrennt. Entsprechend der Markt­
lage werden diese abgetrennten Fraktionen extern stofflich, 
energetisch oder thermisch verwertet. Die Sortierreste 
(Feinfraktion) werden extern thermisch behandelt. 
Mengenfluss 2017:
Input
Abfälle
Abfälle zur 
Verwertung AWM 1 .096 t
Baustellenabfälle und 
sonstige Abfälle 228 t
Reste Kompostierung 1 .251 t
Reste BVA 3 .506 t
Hausmüll/Recyclinghöfe 42 .898 t
Gewerbeabfall  
Direktanlieferer/ 
AWM Container 2 .366 t
Reinigungsabfälle 555 t
Marktabfälle 58 t
Sperrmüll 7 .061 t
Gesamtinput
Mechanische Stufe
Mechanische Restabfallbehand­
lungsanlage Abfallwirtschafts­
betriebe Münster (AWM) 59 .019 t
Straßenkehricht 4 .924 t

Saubere LösungSaubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 7
Output
Mechanische Stufe
191207 Holz 5,2 %
191201 Papier 2,3 %
191204 Kunststoffe 11,2 %
191202 FE­Metalle 2,5 %
191203 NE­Metalle 0,5 %
191212 Schwerstoffe/ 
Mittelkalorik 24,6 %
bezogen auf 59 .019 t 46,3 %
191212 Feinfraktion 51 %
Verbleib  
der Mengen
Biomassekraftwerk
Energetische Verwertung
Energetische Verwertung
Stoffliche Verwertung
Stoffliche Verwertung
Thermische Verwertung/MVA
Thermische Verwertung/MVA
Externe Verwertung

8 | AWM-Abfallbilanz 2017 
Saubere Lösung

Saubere LösungSaubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 9
2. Abfälle aus Privathaushalten
Bio­, Papiertonne, Gelber Sack, Grüngutabfuhr, Abholung 
großer Elektrogeräte, Depotcontainer für Glas und E­Schrott 
und 11 Recyclinghöfe: Die Münsteraner/innen nutzen die 
Möglichkeiten der getrennten Erfassung von Wertstoffen. 
Bei einem Pro­Kopf­Aufkommen von rund 428 kg in 2017 
(435 kg in 2016) haben sie im Durchschnitt 266 kg Wertstof­
fe (270 kg in 2016) getrennt vom Restmüll entsorgt. 
Abfälle aus Privathaushalten:
Rund 131 .775 Tonnen Haus­ und Sperrmüll 
sind im Jahr 2017 in den Münsteraner 
Privathaushalten angefallen. Umgerechnet 
lag das Pro­Kopf­Aufkommen damit bei 
rund 428 kg. 
  Hausmüll ohne Wertstoffe: 42 .898 t
  Papier: 22 .140 t
  Grünabfälle: 16 .730 t
 Bioabfälle: 15 .609 t
 Verpackungen: 9 .806 t
 Glas: 7 .525 t
  Sperrmüll ohne Wertstoffe: 7 .061 t
 Altholz: 3 .879 t
 Elektronikgeräte: 2 .153 t
 Altmetall: 1 .370 t
 Sonstige Wertstoffe: 1 .297 t 
 Altkleider: 1 .308 t

10 | AWM-Abfallbilanz 2017 
Saubere Lösung
Gesamtaufkommen der Abfälle aus Privathaushalten  
in Münster 2017: rd . 131 .775 t  
Verwertung der Abfälle aus Privathaushalten 2017
Getrennte Erfassung: 81 .815 t
Restabfallbehandlungsanlage: rd . 49 .960 t
* Im Zuge der stofflichen Verwertung von Bio- und Grünabfällen zu Kompost wird gleichzeitig Biogas gewonnen, das zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt wird.  
** Altholz geht zur energetischen Verwertung in ein Biomassekraftwerk
Getrennte Erfassung
Altholz**
• rd . 3 .879 t
•  Erfassung über 
Recyclinghöfe
Sonstige 
Wertstoffe
• rd . 1 .296 t
•  Erfassung über 
Recyclinghöfe
Verpackungen 
(DSD)
• rd . 9 .806 t
•  Erfassung über 
Gelber Sack, 
Wertstofftonne, 
Recyclinghöfe
Altkleider
• rd . 1 .308 t
•  Erfassung über 
Depotcontainer
Altmetall
• rd . 1 .370 t
•  Erfassung über 
Recyclinghöfe
Elektronik-
geräte
• rd . 2 .153 t
•  Erfassung über 
Recyclinghöfe, 
Depotcontainer, 
Sperrgut
Papier
• 22 .139 t
•  Erfassung über 
Papiertonne und 
Recyclinghöfe
Grünabfall
• rd . 16 .730 t
•  Erfassung über 
Recyclinghöfe 
und Grüngut­
abfuhr*
Bioabfall
• rd . 15 .609 t
•  Erfassung über 
Biotonne*
Glas
• rd . 7 .525 t
•  Erfassung über 
Depotcontainer
stoffliche/energetische Verwertung
81 .815 t

Saubere LösungSaubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 11
Rund 62 Prozent des Abfallaufkommens 
aus den Münsteraner Privathaushalten 
wurden 2017 als Wertstoffe getrennt 
erfasst und einer stofflichen oder energe­
tischen Verwertung zugeführt. 38 Prozent 
gingen als inhomogenes Abfallgemisch 
zur Aufbereitung in die mechanische 
Restabfallbehandlungsanlage. 
Restabfallbehandlungsanlage
rd . 49 .960 t
rd . 49 .960 t
Restabfall (Haus­ und Sperrmüll ohne 
Wertstoffe) aus Privathaushalten in 
Münster gingen in die Behandlungs­
anlage für Restabfälle
Holz**
(2.390 t) 
Kunststoff
(6.790 t) 
Schwerstoffe
( 13.060 t) 
Papier
(1.330 t) 
= 23 .570 t  
energetisch  
verwertet
FE­Metalle
(1.250 t) 
NE­Metall
(330 t) 
 
 
= 1 .580 t  
stofflich  
verwertet
Feinfraktion
(24.810 t)
 
 
= 24 .810 t  
thermisch  
verwertet

12 | AWM-Abfallbilanz 2017 
Saubere Lösung

Saubere LösungSaubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 13
Sperrgutabfuhr: 7 .328 t
267 t Wertstoffe 
(Elektrogeräte/Kühlgeräte), 
7.061 t Restabfälle 
Verpackungen (DSD): 9 .052 t
3. Sammlung über Holsysteme 
Nachfolgend sind die Wertstoff­ und Abfallmengen dar­
gestellt, die über die Holsysteme in 2017 eingesammelt 
wurden. 
Die feste monatliche Sperrgut­ und Grüngutabfuhr ist ein 
Service der AWM, den deutschlandweit nur sehr wenige 
Kommunen anbieten. Rund 3.750 Ladepunkte werden pro 
Woche angefahren. Die Kosten sind bereits in den Abfall­
gebühren enthalten. 
Große Elektrogeräte wie Fernseher, 
Computer­Monitore, Waschmaschinen 
und Kühl­ und Gefriergeräte holen die 
AWM nach vorheriger Anmeldung vom 
Straßenrand bzw. gegen Entgelt aus der 
Wohnung ab. 
Biotonne: 15 .609 t
Papiertonne: 19 .385 t
Grüngutabfuhr: 5 .307 t 
Restabfalltonne: 36 .473 t

14 | AWM-Abfallbilanz 2017 
Saubere Lösung
4. Sammlung über Bringsysteme
4 .1 Recyclinghöfe 
Elf Recyclinghöfe gibt es in Münster – das heißt für den 
Großteil der Münsteraner/innen, dass sie von der Haustür 
bis zum nächsten Recyclinghof nicht weiter als drei Kilome­
ter fahren müssen – ganz im Sinne der möglichst hohen ge­
trennten Erfassung von Wertstoffen. Kostenfrei angenommen  
werden alle Wertstoffe, Problemabfälle/Schadstoffe und 
Sperrgut aus Privathaushalten. Kostenpflichtig sind Rest­
abfall, Bau­ und Renovierungsabfälle sowie – mit Ausnahme 
von Möbeln – behandeltes Holz. Insgesamt haben die Müns­
teraner/innen 2017 rund 20.940 t Wertstoffe angeliefert 
(2016: rd. 21.465 t), die Fraktion Grünabfälle nimmt mit  
43 Prozent den größten Anteil ein. 
Rund 567 .860 Kundenkontakte gab es 
2017 insgesamt an unseren 11 Recycling­
höfen!
Recyclinghöfe: 20 .940 t
Wertstoffsammlung über Recyclinghöfe 2017:
 Grünabfälle: 9 .117 t
  Altholz, behandeltes Holz: 3 .879 t
 Papier: 2 .755 t
 Metalle, Kabelabfälle: 1 .370 t
 Elektronikgeräte: 1 .172 t
 Verpackungsabfälle (DSD): 753 t
 Bauschutt: 411 t
 Kühlgeräte: 255 t
 Problemabfälle: 338 t
 Elektronikgroßgeräte: 346 t
 Hartkunststoffe: 269 t
 Altreifen: 147 t
 Flachglas: 130 t

Saubere LösungSaubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 15
Problemabfallsammlung über Recyclinghöfe (rd . 338 t) und 
Gewerbeanlieferung (rd . 36 t) 2017: 
Restabfallsammlung über Recyclinghöfe 2017:
 Sperrmüll: 4 .186 t
 Hausmüll: 1 .395 t
  Gewerbeabfälle  
(Entsorgungszentrum): 843 t
 Dispersionsfarbe: 135 t
  Altlacke und Löse-, Holzschutz- 
und Klebemittel: 81 t
  Altöl: 36 t
 ölhaltige Abfälle: 41 t
 sonstige Problemabfälle: 33 t
 Batterien inkl . Knopfzellen: 27 t
 Akkumulatoren: 21 t

16 | AWM-Abfallbilanz 2017 
Saubere Lösung
Altkleider: 1 .308 tElektrokleingeräte: 111 t 
Glas: 7 .525 t
In Münster gibt es: 
rd. 290 Glascontainerstandorte 
rd. 108 Altkleidercontainerstandorte
45 E-Schrott-Container
4 .2 Depotcontainer
Nachfolgend sind die Wertstoffmengen aufgelistet, die über 
die jeweiligen Depotcontainer 2017 gesammelt wurden.

Saubere LösungSaubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 17
5. Stadtreinigung
Täglich im Einsatz für eine saubere Stadt – mit 30 Kehr­
maschinen, zwei E­Gluttons und rund 60 Mitarbeitenden 
reinigen wir insgesamt jährlich rund 70.000 km Straßen, 
Rad­ und Gehwege. Zusammen mit den Abfällen aus den 
über 2.000 Papierkörben in Münster kamen dabei 2017 
5.597 t Abfall zusammen, ein leichter Anstieg im
Vergleich zu 2016 (5.409)
Straßenkehricht und Papier-
korbabfälle: 5 .597 t

18 | AWM-Abfallbilanz 2017 
Saubere Lösung
Entwicklung des Abfallaufkommens in kg pro Einwohner/Jahr1
1 Zugrunde gelegt ist jeweils die Zahl der wohnberechtigten Bevölkerung 
zum 31.12. des Vorjahres
6. Zusammenfassung und Vergleich
2017 2016 2015
Gesamtabfall­ und Wertstoffaufkommen 177.024 t 176.834 t 168.550 t
Verwertungsquote (stofflich und energetisch) Rd. 80 % Rd. 80 % Rd. 80 %
Haus­ und Sperrmüllaufkommen 131.775 t 132.690 t 130.118 t
Abfallaufkommen pro Einwohner 428 kg 435 kg 426 kg
Sammlung über Holsysteme 93.154 t 93.519 t 92.977 t
Wertstoffsammlung Recyclinghöfe 20.943 t 21.465 t 19.610 t
Restabfallsammlung Recyclinghöfe 6.425 t 6.437 t 6.481 t
Sammlung über Depotcontainer 8.844 t 8.886 t 8.758 t
Input Restabfallbehandlungsanlage 59.019 t 58.313 t 64.888 t
Gesamt Wertstoffe   % Restabfall 
Gesamt Wertstoffe   % Restabfall 
2006 476 298 63 % 178 
2007 485 305 63 % 180 
2008 478 301 63 % 177
2009 475 303 64 % 172
2010 468 295 63 % 173
2011 459 289 63 % 170
2012 438 277 63 % 161
2013 431 272 63 % 159
2014 479 284 59 % 195
2015 426 266 62 % 160
2016 435 270 62 % 165
2017 428 266 62 % 162

Saubere LösungSaubere Lösung
 AWM-Abfallbilanz 2017 | 19
Mit Inkrafttreten des Verpackungsgesetztes am 1. Januar 
2019 wird es aller Voraussicht nach zumindest eine T onne 
für die Leichtverpackungen, die jetzt über den Gelben Sack 
entsorgt werden, geben. Ob aus der „Gelben T onne“ eine 
„ Wertstofftonne“ wird, über die auch die stoffgleichen Nicht­
verpackungen (z. B. der Kunststoffeimer oder der Kochtopf) 
entsorgt werden dürfen, bleibt abzuwarten. 
Weiter verfestigen und ausbauen wollen die AWM die 
Zusammenarbeit mit der Twence. Das niederländische 
Entsorgungsunternehmen, in Trägerschaft von 14 nieder­
ländischen Kommunen, verwertet seit dem Jahreswechsel 
2016/2017 die Sortierreste aus der mechanischen Rest­
abfallbehandlungsanlage aus Münster. Über innovative, 
hocheffiziente Prozesse entsteht so wertvolle Energie. 
Da die Abfallwirtschaftskonzepte der AWM und der 
Twence sehr ähnlich sind, könnten über einen Ausbau 
der Zusammen arbeit weitere Synergien zukunftsweisend 
genutzt werden. Das ist gleichermaßen ökonomisch wie 
gesamtökologisch sinnvoll. Eine längerfristige grenzüber­
schreitende Kooperation würde stark dazu beitragen, eine 
nachhaltige und gemeinsame Ressourcenwirtschaft im 
Euregio­Bereich zu schaffen.
Ausblick
Mit konkreten Angeboten und gezielter Öffentlichkeitsarbeit  
motivieren die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster die  
Münsteraner/innen, Abfälle möglichst erst gar nicht ent­
stehen zu lassen und entstandene Abfälle für eine optimale 
Wiederverwertung sortenrein zu trennen. 
Das Angebot für Kinder und Jugendliche zur Information, 
Aufklärung und Motivation – von Recyclinghofführungen 
über Lehrmaterialien bis zum Einsatz des AWM­Wertstoff­
königs Manfred Mehrwert in Schulen und Kitas – wird jetzt 
mit dem Deponie­Erlebnispfad ausgeweitet. 
Der Deponie­Erlebnispfad richtet sich besonders an Schul­
klassen und ist ein effizientes Medium, Schülerinnen und 
Schülern inmitten der realen Anlagen der Abfallentsorgung 
in Münster ökologische Zusammenhänge aufzuzeigen und 
die Leitgedanken moderner, ressourcenschonender Kreis­
laufwirtschaft altersgerecht und handlungsorientiert zu ver­
mitteln. An 12 Lernstationen haben sie im selbstbestimmten 
Lernprozess die Möglichkeit, anhand vorgegebener Auf­
gabenstellungen gemeinsam handelnd in Kleingruppen 
Wissen und Informationen zu den Themen Abfall, Energie 
und Klima zu erarbeiten und diese Themen in Beziehung 
zueinander zu setzen. 
In Zukunft wollen die AWM außerdem gezielt ihre Angebote 
für die Erwachsenenbildung zu ihren Schwerpunkt themen 
ausweiten und haben 2018 entsprechend eine Nachhaltig­
keitspädagogin für Erwachsenenbildung eingestellt.  
Dem besonderen Beratungsbedarf von Geflüchteten wollen 
die AWM über die nachhaltige Weiterentwicklung des Kon­
zepts „Abfallberatung in Flüchtlingsunterkünften“ gerecht 
werden. Dazu wurde eine Projektstelle, zunächst für einen 
Zeitraum von zwei Jahren, eingerichtet. 
Ziel der AWM ist weiterhin die stadtweite Einführung einer 
Wertstofftonne, über die Verpackungen und stoffgleiche 
Nichtverpackungen – die aktuell noch größtenteils in den 
Restmüll gehen – entsorgt werden. In jahrelangen Verhand­
lungen mit den Dualen Systemen zur T onnengröße und zum 
Abfuhrrhythmus konnte kein Konsens für ein System im  
Sinne der Münsteraner/innen erzielt werden.  
Das 2017 verabschiedete Verpackungsgesetz gibt den AWM 
jetzt zumindest in gewissem Umfang die Möglichkeit, ein­
seitig Vorgaben zum Sammelsystem festzulegen.

20 | AWM-Abfallbilanz 2017 
Saubere Lösung
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
awm@stadt­muenster.de
www.awm.muenster.de
Mai 2018, 200

Saubere Lösung

Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
T elefon: 0251/605253
T elefax: 0251/605248
awm@stadt­muenster.de
www.awm.muenster.de
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Berichtsvorlage

901 Zeichen

V/0250/2018 
V/0250/2018 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Abfallstatistik 2017 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   13.06.2018 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Im Rahmen des Berichtswesens der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird dem Betriebsausschuss 
mit der Anlage die Abfallbilanz 2017 vorgelegt. 
 
Die nachfolgende Bilanz informiert über die wesentlichen Fakten der kommunalen Abfallwirtschaft in 
Münster im Jahr 2017. In komprimierter und übersichtlicher Form wird über Art, Menge und Verbleib 
der im Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster angefallenen Abfälle und W ert-
stoffe berichtet.   
 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Peck 
Stadtrat 
 
 
Anlagen: Abfallbilanz 2017 
  Anlage A 
 
 
 
  
Abfallwirtschaftsbetriebe 
Münster 
 
28.05.2018 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Beutel 
Telefon: 60 52 44 
Beutel@awm.stadt-
muenster.de

Beratungsverlauf (1)

13.06.2018 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 10 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Rösnerstraße 10

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Details

Aktenzeichen
V/0250/2018
Typ
Vorlagen
Datum
22.03.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37