3912/2022
Velosichere Schiene- Kein Sturz durch Querung
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle III/68/681/1 Vorlagen-Nummer 21.11.2022 3912/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 22.11.2022 Velosichere Schiene- Kein Sturz durch Querung Anfrage von Die Fraktion aus der Sitzung des Verkehrsausschusses am 27.09.2022, AN/1681/2022 In der Sitzung des Verkehrsausschusses am 27.09.2022 hat die Fraktion „Die Fraktion“ unter der Num- mer AN/1681/2022 eine Anfrage zum Thema „Velosichere Schiene“ gestellt. Auf die darin enthaltenen Fragen nimmt die Verwaltung nach inhaltlicher Zulieferung der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) wie folgt Stellung: Frage 1: „Wie steht es derzeit aktuell um den Test „Velosichere Schiene“ in Weidenpesch? Besteht Anlass zur Sorge, dass der Verschleiß aufgrund des verspäteten Einsetzens der Gummis, beispielsweise durch Probleme bei der Säuberung oder Ähnlichem, verursacht wurde und somit zu fehlerhaften Ergebnissen führt?“ Antwort der Verwaltung: Der Praxisversuch der KVB zur velosicheren Schiene läuft derzeit noch. Die kurze Versuchsstrecke im Bereich der Zufahrt zur neuen Abstellanlage in Köln-Weidenpesch wurde erst am 28.07.2022 fertigge- stellt. Zuvor war lediglich die Vorrichtung eingebaut, es fehlten noch die Gummis. Es stimmt, dass die anfangs eingebauten Gummiprofile bereits nach wenigen Überfahrten erhebliche Schäden/Mängel aufwiesen. Der Hersteller wurde daher von der KVB aufgefordert, die Mängel zu besei- tigen bzw. nachzubessern. Die unter anderem in den sozialen Medien nachzulesenden Gründe für die Schäden am Gummiprofil sind laut KVB unzutreffend. Dass die Gummiprofile bereits nach kurzer Liegedauer massive Schäden aufweisen, ist laut KVB nicht in einem fehlerhaften Einbau, Verschmutzungen bzw. unsachgemäßer Reinigung oder ähnlichem zu suchen. Ähnliche Probleme gibt es laut KVB auch bei den anderen Praxisversuchen des Systems in Basel und Düsseldorf. Frage 2: „Trifft es zu, dass das um ca. zwei Jahre verspätete Einsetzen der Gummis die Folge der ausstehenden Zulassung bei der TBA oder anderer Stellen ist? Falls ja: woran lag das denn?“ Antwort der Verwaltung: Hierzu teilt die KVB mit, dass sie keinen Einfluss auf die Bearbeitungszeiten der Technischen Aufsichts- behörde (TAB) hat. Frage 3: 2 „Wird der Versuch erneut mit der neuen Generation Gummis durchgeführt? Und falls ja: wie soll sicher- gestellt werden das eventuelle Fehler des ersten Gummiversuches nicht wiederholt und diesmal valide Ergebnisse erzeugt werden?“ Antwort der Verwaltung: Der Versuch wird wie geplant fortgesetzt und soll keineswegs abgebrochen werden. Sowohl der KVB als auch der Verwaltung ist sehr daran gelegen, eine wirksame technische Lösung zu finden, die geeignet ist, die Anzahl der Unfälle im Zusammenhang Rad/Schiene an besonders neuralgischen Stellen zuver- lässig zu reduzieren. Die Bereitschaft der KVB einen entsprechenden Praxistest durchzuführen, ist Aus- weis dieser Haltung. Eine Bewertung des Systems erfolgt dem entsprechend erst nach Abschluss des ergebnisoffenen Pra- xistests. Es muss aber gesagt werden, dass seitens KVB und Verwaltung der klare Anspruch besteht, dass ein System, welches sowohl mit einem hohen Aufwand hinsichtlich des Einbaus als auch der War- tung einhergeht, in der Praxis dann, wie vom Hersteller versprochen, technisch einwandfrei und zuver- lässig funktionieren muss, um in den Regelbetrieb gehen zu können. Frage 4: „Hat die Verwaltung bereits eine Prioritätenliste von Gefahrenstellen erstellt oder vorliegen, mittels derer bei einem erfolgreichen Test diese zeitnah durch Gummis entschärft werden können?“ Antwort der Verwaltung: Die Verwaltung hat keine entsprechende Prioritätenliste erstellt. Sofern sich die velosicheren Schienen als praxistauglich erweisen, wären aufgrund der Erkenntnisse der Unfallkommission vor allem Bereiche der Zülpicher Straße zu priorisieren. Es ist aber auch darauf hinzuweisen, dass das System nicht alle bestehenden Problemstellen wird beheben können. Zu denken ist hierbei vor allem an Problemstellen im Zusammenhang mit Weichen sowie an Stellen, an denen sich verschiedene Gleisstränge kreuzen (z.B. Zülpicher Platz). Die potenziellen Einsatzorte müssen jeweils genau überprüft werden. Frage 5: Liegen der Verwaltung zu Unfallschäden durch Rad-Schienen-Kontakte Zahlen aus den Kölner Notauf- nahmen der Krankenhäuser vor? Falls nicht, von welcher Dunkelziffer ist hier auszugehen? Antwort der Verwaltung: Krankenhäuser unterliegen den Richtlinien des Datenschutzes und geben daher keine Zählung zu Fahr- radunfällen weiter. Eine seriöse Abschätzung der Dunkelziffer ist nicht möglich, da die Besonderheit ei- ner Dunkelziffer nun einmal darin liegt, dass etwaige Zahlen im Dunkeln liegen. Ob diese den Faktor drei, fünf oder zehn hat, ist letztlich auch unerheblich, da jeder Unfall, bei dem ein Mensch unverschuldet zu Schaden kommt, ein Unfall zu viel ist. Gez. Egerer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungOrte (2)
- Zülpicher Straße
- Zülpicher Platz
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Details
- Aktenzeichen
- 3912/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 21.11.2022
- Erstellt
- 17.11.2022 10:38