AN/1855/2023
Solidaritätsaufruf für die Beschäftigten des DuMont Druckzentrums
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Gem. Dringlichkeitsantrag (Grüne BV5)
2778 Zeichen
Grüne SPD Gut/Klima Freunde FDP Linke Frau Bezirksbürgermeisterin Dr. Diana Siebert Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 18.10.2023 AN/1855/2023 Dringlichkeitsantrag gem. §§ 12 und 38 der Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 5 (Nippes) Solidaritätsaufruf für die Beschäftigten des DuMont Druckzentrums - Aufruf von Grünen, SPD, Gut/Klima Freunde, FDP und Linke - Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Bezirksvertretung möge folgenden Aufruf unterstützen: Solidarität mit den Beschäftigten des DuMont Druckzentrums In einer beispiellosen Aktion wurde am 3. Oktober 2023 der Druck der Kölner Zeitungen Stadtanzeiger, Rundschau und Express in eine nicht tarifgebundene Druckerei nach Koblenz verlagert. Am nächsten Tag wurden die 200 Beschäftigten von der Geschäftsleitung mit die- ser Entscheidung konfrontiert, von der Arbeit freigestellt und erhielten Hausverbot. Sämtliche Informations-, Beratungs- und Beteiligungsrechte des Betriebsrates nach dem Betriebsver- fassungsgesetz wurden missachtet. Dieses Vorgehen ist eine ungeheure Demütigung aller Beschäftigten des traditionsreichen Kölner Druckunternehmens. Es bedroht die Existenz der meist langjährig beschäftigten Mitarbeitenden und ihrer Familien. Dieses skandalöse Vorge- hen des Verlagshauses M. DuMont Schauberg untergräbt das Vertrauen der Kölner Stadtge- sellschaft in das seit 400 Jahren in unserer Stadt ansässige Unternehmen, das mit der Ver- leihung der Ehrenbürgerschaft an Alfred und Hedwig Neven-DuMont gewürdigt wurde. - 2 - Das Dumont-Haus, in dem sich die Druckerei befindet, liegt im zum Stadtbezirk Nippes ge- hörenden Stadtteil Niehl. Wir, die Bezirksvertretung Nippes, wissen, dass die Menschen hier ganz besonders von den sogenannten Freistellungen betroffen sind -- direkt und indirekt. Wir fordern das Unternehmen und die Gesellschafter auf, ihrer Verbundenheit mit der Stadt- gesellschaft und ihrer sozialen Verantwortung für ihre Beschäftigten gerecht zu werden: Einhaltung aller Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes Fairer und transparenter Umgang mit den Mitarbeitenden und ihren Betriebsräten Das Verlagshaus wird aufgefordert, die sozialen Folgen und finanziellen Einbußen der betroffenen Beschäftigten im Rahmen eines fairen Interessenausgleichs und Sozialplans vollständig auszugleichen und zu tragen. Begründung der Dringlichkeit: Die Entscheidung von DuMont und ihre Tragweite wurde erst bekannt, als der vorliegende Antrag nicht mehr fristgerecht eingereicht werden konnte gez. Spieß gez. Müller gez. Feuser gez. Urmetzer gez. Frank
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1855/2023
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag BV5 (Grüne)
- Datum
- 17.10.2023
- Erstellt
- 18.10.2023 11:25