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2008/0485

Frauenförderplan 2008 des Klinikums Darmstadt

Magistratsvorlage 11.12.2008

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2008/0485

1645 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
11.12.2008 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat IV  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Klinikum Darmstadt  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0485 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Frauenförderplan 2008 des Klinikums Darmstadt 
 
Vorlage vom: 11.12.2008 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Frauenförderplan 2008 des Klinikums Darmstadt wird beschlossen. 
 
 
 
Anlagen: Frauenförderplan 2008 des Klinikums Darmstadt 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Magistratvorlage vom 05.11.2008  
 
 
Das Klinikum Darmstadt ist aufgrund des § 4 Abs. 3 des Hessischen 
Gleichberechtigungsgesetzes verpflichtet, über einen Zeitraum von jeweils 6 Jahren einen 
Frauenförderplan zu erstellen. 
 
Der nunmehr vorliegende Frauenförderplan 2008 wurde von den beiden 
Frauenbeauftragten des Klinikums Darmstadt (für den nicht-ärztlichen Bereich sowie für 
den ärztlichen Bereich) erstellt.  
 
Die Krankenhausbetriebskommission hat dem Frauenförderplan 2008 in Ihrer Sitzung am 
11.12.2008 zugestimmt. 
 
Die Beteiligungsrechte des Personalrats des Klinikums Darmstadt wurden gewahrt. 
 
 
 
Darmstadt, den 11.12.2008 
AZ.: 17 01 11 
 
 
 
Dezernat IV 
 
 
 
Dr. Dierk Molter 
Stadtrat 
 
 
 
 
Anlage

anlage 1

35725 Zeichen

Frauenförderplan 2008 
 
des Klinikums Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
.

Vorwort der Frauenbeauftragten 
 
 
Bereits zum dritten Mal legen die Frauenbeauftragten den Frauenförderplan für das Klinikum 
Darmstadt vor. 
 
 
Nach dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz (HGLG) in der Fassung vom 31.08.2007, § 4 
Abs.1, sind von jeder Dienststelle Frauenförderpläne für jeweils sechs Jahre aufzustellen. 
 
Seit Aufstellung des Frauenförderplanes im  April 2002 haben sich eine Vielzahl von 
gesetzlichen Vorgaben sowie die betrieblichen Rahmenbedingungen geändert. Auf diese 
Veränderungen wird in den einschlägigen Kapiteln eingegangen. 
 
Weiterhin wird der Frauenförderplan des Klin ikums, wie in der Vergangenheit, in einen 
ärztlichen und nicht-ärztlichen Bereich unterteilt. 
 
Der Frauenförderplan wird aber nicht nur de n gesetzlichen Vorgaben gerecht, sondern 
orientiert sich auch am Leitbild des Klinikums Darmstadt: 
 
"Wir unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Ausbau ihrer individuellen 
Kompetenzen durch ein umfassendes internes und externes Fort- und Weiterbildungsangebot. 
 
Unsere Führungskräfte sind sich ihre r Vorbildfunktion bewusst. Sie schaffen 
Rahmenbedingungen, die es den Mitarbeiteri nnen und Mitarbeitern ermöglichen, ihre 
individuellen Fähigkeiten zu entwickeln und umzusetzen und sich mit eigenen Ideen und 
Vorstellungen einzubringen." 
 
 
 
Darmstadt, den 01. Oktober 2008 
 
 
 
Die Frauenbeauftragten des Klinikums Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
Dr. med. Gabriele Wiest     Ingrid Tovar 
Ärztlicher Bereich      Nicht-ärztlicher Bereich

Inhaltsverzeichnis 
 
 
 
1. Rechtsgrundlagen 
 
1.1 Hessisches Gleichberechtigungsgesetz (HGLG) 
1.2 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) 
 
 
 
2. Geltungsbereich 
 
2.1 Ärztlicher Dienst 
 
2.1.1 Legende  
2.1.2 Arztstellen Bestandsaufnahme und Vergleich 1996 - 2007 
 Stichtag 30.09.2007 
2.1.3 Anteil der Ärztinnen im Vergleich 1996, 2005 und 2007 
in absoluten Zahlen, Prozentwerten und fachbereichsbezogen 
2.1.4 Anteil der Ärztinnen in nerhalb der Vergütungsgruppen 
Anteil der Ärztinnen in Elternzeit und Teilzeit  
2.1.5 Situation der Ärztinnen 
2.1.6 Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils/Tätigkeitsbericht und  Stellungnahme 
der Frauenbeauftragten  
 
 
2.2 Nicht-ärztlicher Dienst 
 
2.2.1 Erläuterung zu den Berufsgruppen 
2.2.2 Bestandsaufnahme für den nicht-är ztlichen Dienst zum Stichtag 01.07.2007 
sowie den Frauenanteil in absoluten Zahlen und Prozentwerten 
2.2.3 Vergütungsgruppen 
nach Einführung des Tarifvertrages für den Öffentlichen Dienst (TVÖD) sowie 
den Frauenanteil in absoluten Zahlen und Prozentwerten 
auch im Vergleich von Voll- und Teilzeitbeschäftigung 
2.2.4 Aktives/inaktives Dienstverhältnis 
 Vergleich der Frauenanteile in absoluten Zahlen und Prozentwerten im 
 Vergleich 1996, 2005 und 2007 
2.2.5 Vergleich der Frauenanteile 
in den Ausbildungsberufen im Klinikum Darmstadt 2005 und 2007 
in absoluten Zahlen 
2.2.6 Situationen des nicht-ärztlichen Dienstes 
2.2.7 Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenante ils und zur Verbesserung der Vereinbarkeit 
von Beruf und Familie/Stellungnahme der Frauenbeauftragten

1. Rechtsgrundlagen  
 
Im Weiteren werden die gesetzlichen Grundlagen für die Erstellung des Frauenförderplans 
dargelegt.  
 
 
1.1 Hessisches Gleichberechtigungsgesetz (HGLG) 
 
Hessisches Gesetz über die Gleichberechtigu ng von Frauen und Männern und zum Abbau von 
Diskriminierungen von Frauen in der öffentlichen Verwaltung. 
 
§ 4 - Frauenförderplan 
 
(1)  "Frauenförderpläne werden für jeweils 6 Jahre für jede Dienststelle aufgestellt". 
 
 
§ 5 - Inhalt des Frauenförderplanes 
 
(1)  "Gegenstand des Frauenförderplanes sind die Förderung der Gleichstellung von Frauen und 
Männern und die Beseitigung der Unterr epräsentanz von Frauen innerhalb des 
Geltungsbereiches des Frauenförderplanes". 
 
(2)  "Grundlage des Frauenförderplanes ist eine Bestandsaufnahme und Analyse der 
Beschäftigtenstruktur sowie eine Schätzung der im Geltungsbereich des Frauenförderplanes zu 
besetzenden Personalstellen und möglichen Beförderungen". 
 
Eine Bestandsaufnahme und Analyse der Strukturdaten und zu besetzenden Personalstellen ist 
Grundlage einer zielorientierten Personalentwicklung durch folgende Maßnahmen: 
 
1. Potentialerkennung und -förderung 
2. Personalauswahlkriterien 
3. Veränderung des Beurteilungswesens unter Anerkennung der Unterschiede in den 
Erwerbsbiografien von Frauen und Männern 
4. Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen 
5. Übernahme von qualifizierenden Aufgaben wie Leitung von Arbeitsgruppen und 
Stellvertretungsfunktionen 
6. Erprobung von Teilzeitbeschäftigung in Führungspositionen 
7. Familienfreundliche Rotationsmöglichkeiten 
8. Verbesserung der Integration bei Rückkehr aus Beurlaubungen 
 
 
1.2 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz 
 
Mit Datum 18.08.2006 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft getreten. 
Mit diesem Gesetz setzt Deutschland nicht nur die entsprechenden Europäischen Richtlinien 
zum Schutz vor Diskriminierung um, sondern das Gesetz zielt vor allem darauf ab, sinnvolle 
Strategien zur Vermeidung von Benachteiligungen einerseits und andererseits wirksame 
Möglichkeiten zur Beseitigung der Folgen von Benachteiligungen zu schaffen.  
 
 
 
2. Geltungsbereich  
 
Dieser Frauenförderplan gilt für das Klinikum Darmstadt einschließlich Alten- und Pflegeheim 
Emilstrasse/Lilienpalais.

2.1. Ärztlicher Dienst 
 
2.1.1 Legende 
 
Ausgewiesen wird in der ersten Tabelle die Anzahl der Arztstellen. 
 
Die Gesamtzahl bezieht sich auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Stichtag im 
Klinikum in einem aktiven Dienstverhältnis standen. 
 
Zwei Arztstellen (Neurologie) sind der Kinderklinik Prinzessin Margaret gestellt. 
 
Im Weiteren der Anteil der Ärztinnen in absoluten Zahlen und Prozentwerten im Zeitraum von 
1996 bis 2007 sowie eine Darstellung nach Fachabteilungen.  
 
Die Tabellen bzgl. der Vergütungsgruppen I - IV weisen die Vergütung nach dem Tarifvertrag 
des öffentlichen Dienstes für Ärztinnen und Ärzte (TV Ärzte/VKA) aus. 
"BAT" bzw. "HTAT" bezieht sich auf die Vergütung von Chefärzten, die keinen Vertrag mit dem 
Klinikum, sondern mit der Stadt Darmstad t haben. Für diese gilt weiterhin der 
Bundesangestelltentarif bzw. der Haustarif für die nach dem Jahr 2005 eingestellten Chefärzte. 
 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit, Teilzeit bzw. Altersteilzeit oder aus sonstigen 
Gründen dienstbefreit, werden in den entsprec henden Tabellen gesondert ausgewiesen - sind 
jedoch in der Gesamtzahl enthalten. 
Teilzeit umfasst einen Bereich von minimal 13  und maximal 38,5 Wochenstunden (bei einer 
Regelarbeitszeit von 40 Wochenstunden nach TV Ärzte/VKA).In einzelnen Abteilungen kann 
auch eine längere Arbeitszeit ("Opt out") vereinbart werden. 
 
 
2.1.2 Arztstellen Bestandsaufnahme und Vergleich 1996 - 2007 
Stichtag 30.09.2007 
 
Bereich 1996 2005 2007 
Anästhesie 32 29 36 
Augenklinik 10 12 14 
Chirurgie I 16 16 15 
Chirurgie II 19 15 18 
Frauenklinik 18 19 19 
Hautklinik 14 12 11 
HNO-Klinik 12 12 13 
Labormedizin 8 8 7 
Med. Kl. I 23 28 24 
Med. Kl. II 16 18 19 
Med. Kl. III 7 8 10 
Med. Kl. IV 8 6 6 
Med. Kl. V 13 15 14 
Neurologie 16 21 20 
Pathologie 8 7 8 
Radiologie 16 17 16 
Radioonkologie 12 15 13 
Urologie 12 10 11 
Sonstige 3 5 7 
Neonatologie 0 2 2 
Psychosomatik 0 0 2 
     
Summe 263 275 285

2.1.3 Anteil der Ärztinnen im Vergleic h 1996, 2005 und 2007 in absoluten Zahlen, 
Prozentwerten und fachbereichsbezogen 
 
Bereich 1996 2005 2007 
Anästhesie 14 14 22 
Augenklinik 4 6 7 
Chirurgie I 6 7 6 
Chirurgie II 5 4 4 
Frauenklinik 10 14 14 
Hautklinik 6 6 4 
HNO-Klinik 6 6 8 
Labormedizin 1 1 1 
Med. Kl. I 9 11 9 
Med. Kl. II 6 10 11 
Med. Kl. III 1 2 7 
Med. Kl. IV 2 3 3 
Med. Kl. V 6 10 8 
Neurologie 5 4 8 
Pathologie 5 4 4 
Radiologie 5 7 6 
Radioonkologie 5 9 7 
Urologie 2 1 0 
Sonstige 1 2 1 
Neonatologie 0 1 1 
Psychosomatik 0 0 2 
     
Summe 99 122 136 
 
 
 
Anteil der Ärztinnen im Vergleich 1996, 2005 und 2007 in Prozentwerten 
 
Stand Gesamt Frauen Prozent 
1996 263 99 37 
2005 275 122 44 
2007 285 136 48 
 
 
 
Anteil der Ärztinnen in Prozent nach Fachbereichen aufgeschlüsselt im Vergleich 1996, 2005 
und 2007 
 
Bereich 1996 2005 2007 
Anästhesie 43 48 61 
Augenklinik 40 50 50 
Chirurgie I 38 44 40 
Chirurgie II 26 27 22 
Frauenklinik 56 74 74 
Hautklinik 50 50 36 
HNO-Klinik 50 50 62 
Labormedizin 13 12 14 
Med. Kl. I 39 39 64 
Med. Kl. II 38 56 58 
Med. Kl. III 14 25 70 
Med. Kl. IV 25 50 50

Med. Kl. V 46 67 57 
Neurologie 31 19 40 
Pathologie 63 57 50 
Radiologie 31 41 38 
Radioonkologie 50 60 54 
Urologie 17 10 0 
Sonstige 33 40 57 
Neonatologie 0 50 50 
Psychosomatik 0 0 100 
 
 
2.1.4 Anteil der Ärztinnen in nerhalb der Vergütungsgruppen 
 Anteil der Ärztinnen in Elternzeit und Teilzeit 
 
Anmerkung: 
Vergleiche mit den Jahren 1996 und 2005 mit 2007 in Bezug auf Vergütungsgruppen sind 
nicht sinnvoll, da 2005 der Bundesangestelltenta rif (BAT) durch den TV Ärzte/VKA (Tarif für 
Ärzte des öffentlichen Dienstes) abgelöst wurde. Hiervon sind die Chefarztstellen nicht 
betroffen (BAT/HTAT blieb erhalten). 
 
 I II III IV BAT/HTAT 
Männer 53 26 36 14 18 
Frauen 87 36 11 4 0 
Summe 140 62 47 18 18 
Prozent Frauen 62 58 23 22 0 
 
 
Ärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit unter Berücksichtigung der 
Vergütungsgruppe 
 
Am Stichtag waren 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit (entsprechend 5% aller 
Beschäftigten) - davon 14 Frauen (94%). 
 
BAT/ 
HTAT 
Gesamt 
absolut 
Frauen 
absolut 
Frauen 
Prozent 
I 6 6 100 
II 7 7 100 
III 2 1 50 
IV 0 0 0 
 
 
Ärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit (einschließlich Altersteilzeit bzw. 
sonstige Dienstbefreiung) unter Berücksichtigung der Vergütungsgruppe 
 
Am Stichtag waren 42 Beschäftigte (15%) in (Alters-)Teilzeit. - davon 34 Frauen (81%) 
 
BAT/ 
HTAT 
Gesamt 
absolut 
Frauen 
absolut 
Frauen 
Prozent 
I 17 16 94 
II 17 15 88 
III 8 3 38 
IV 0 0 0

2.1.5 Situation der Ärztinnen 
 
Die Zielvorgabe lautet unverä ndert das Anstreben eines Frauenanteils von 50% in den 
jeweiligen Bereichen. 
 
Seit 1996 erfolgte ein Anstieg des Frauenanteils in der Ärzteschaft des Klinikums um 11% auf 
nunmehr 48%. Somit besteht rechnerisch nahezu ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis. 
 
Betrachtet man jedoch den Frauenanteil innerh alb der Vergütungsgruppen so fällt auf, dass 
Frauen in den Vergütungsgruppen I und II des TV Ärzte/VKA deutlich überrepräsentiert, jedoch 
in den Gruppen III und IV deutlich unterrepräsentiert sind. 
Dies bedeutet, dass in den Bereichen Assistenz- oder Facharzt die Zielvorgabe mit 62 bzw. 
58% Frauenanteil erfüllt ist, hingegen in den Gruppen III und IV, entsprechend Oberarzt 
einschließlich Position des Leitenden Oberarztes, weiterhin die Zielvorgabe deutlich 
unterschritten wird (23 bzw. 22% Frauenanteil).  
 
Nach wie vor gab es zum Stichtag der Erhebung an keiner Klinik und an keinem Institut eine 
Chefärztin. 
 
In Elternzeit befanden sich am Stichtag 15 (entsprechend 5%) aller ärztlichen Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter - davon 14 Frauen (entsprechend 94%). 
In (Alters-)Teilzeit einschließlich sonstiger Di enstbefreiung befanden sich am Stichtag 42 
(entsprechend 15%) aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - davon 34 Frauen (entsprechend 
81% - keine Leitende Oberärztin/kein Leitender Oberarzt, keine Chefärztin/kein Chefarzt). 
 
Diese Zahlen zeigen, dass auch im Ärztlichen Dienst immer noch fast ausschließlich Frauen auf 
eine Erwerbstätigkeit zu Gunsten der Familie, zumindest zeitweise, verzichten. 
 
Bezogen auf die Gesamtanzahl der Ärztinnen war am Stichtag der Frauenanteil am höchsten in 
der Psychosomatik (Eröffnung de r Abteilung 2005 mit 2 Arztstellen - beide Frauen); in den 
größeren Kliniken liegt erneut die Frauenklinik mit einem Anteil der Ärztinnen von 74% an der 
Spitze, gefolgt von der Medizinischen Klinik III mit 70%. In weiteren 9 Kliniken beträgt der 
Frauenanteil in der Ärzteschaft 50 bzw. mehr al s 50%. Den geringsten Frauenanteil weist die 
Urologische Klinik auf (0%). Tendenziell bewerb en sich jedoch auch in den so genannten 
"traditionellen Männerfächern" (wie z. B. Urol ogie oder Chirurgie) weniger Frauen für eine 
Weiterbildung zur Fachärztin. Dies erst recht,  wenn es um die Übernahme einer Fach- oder 
Oberarztposition in jenen Fächern geht. Auch bei der Besetzung von Chefarztpositionen liegen 
generell wesentlich weniger - manchmal sogar kei ne - Bewerbungen von qualifizierten Frauen 
(Habilitierten bzw. Professorinnen) als von qualifizierten Männern vor. 
 
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass seit 1996 eine deutliche, seit 2005 eine 
geringe Zunahme des Frauenanteils im Ärztlichen Dienst stattgefunden hat - jedoch 
unverändert Frauen in Chefarztpositionen nich t vertreten sind. In leitender Oberarztposition 
sind Frauen ebenso deutlich unterrepräsentiert (maximal 23% Frauenanteil). 
 
 
2.1.6. Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenan teils/Tätigkeitsbericht und Stellungnahme 
der Frauenbeauftragten 
 
Soll die Zielvorgabe eines Frauenanteils von 50% vor allem in den leitenden Positionen 
umgesetzt werden, sind die konkret vor Ort existierenden Strukturen für die Ärztinnen und die 
sich daraus ergebenden Probleme zu analysieren. 
 
In persönlichen Gesprächen mit den Kolleginne n wird deutlich, dass die Vereinbarkeit von 
Beruf und Familie am besten durch eine quantitativ ausreichende und qualifizierte 
Kinderbetreuung in Nähe zum Arbeitsplatz zu verwirklichen wäre und, außerhalb von 
Notfallsituationen, Arbeitszeiten verlässlich eingehalten werden könnten.

Gerade hier stößt jedoch das Engagement der Ko lleginnen in der Realität an seine Grenzen. 
Für das gesamte Klinikum stehen 20 der insgesamt 60 Kinderbetreuungsplätze in der auf dem 
Klinikgelände befindlichen Kindertagesstätte "Rasp-Nuri-Haus" zur Verfügung. Die Nachfrage 
nach Krippenplätzen (insgesamt 10 Plätze für Kinder zwischen 1 und 3 Jahren, die an Kinder 
von Klinikmitarbeiterinnen und Mitarbeiter ve rgeben werden können) unterliegt zwar 
Schwankungen; ganz überwiegend besteht jedo ch eine deutlich höhere Nachfrage als ein 
Angebot vorhanden ist. In der letzten Sitzung des Arbeitskreises Kita am 31.08.2007 lag das 
Verhältnis Nachfrage/Erhalt eines Krippenplatzes bei 11,5: 1 im laufenden Jahr, d. h. es 
konnten bei insgesamt 23 Anfragen ärztlicher und nicht-ärztlicher Beschäftigter bzgl. eines 
Krippenplatzes lediglich 2 Kinder neu in die Krippe aufgenommen werden. 
 
Da die Platzvergabe gemäß den Vorgaben des Trägers der Einrichtung, der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt, nach sozialen Kriterien zu erfolgen hat (Alleinerziehende, sozial Schwache, 
Geringverdiener haben Vorrang vor doppelverdi enendem Ehepaar), steht für (Fach-)Ärztinnen 
nicht immer der gewünschte Krippenbetreuungsplatz zum anvisierten Zeitpunkt zur Verfügung.  
In Einzelfällen kann dies bedeuten, dass de m Klinikum wertvolle ärztliche Ressourcen 
hinsichtlich der Personal-Akquise verloren gehe n können; hochqualifizierte Mitarbeiterinnen 
bewerben sich an anderen Kliniken mit besseren Aussichten auf einen Betreuungsplatz. 
 
Ein weiteres Problem ergibt sich selbst nach Erhalt eines Betreuungsplatzes daraus, dass die 
reguläre Arbeitszeit nicht immer eingehal ten werden kann (Notfälle, unvorhersehbare 
Änderungen im täglichen Ablauf, nicht vorau ssehbare Schwankungen des Arbeitsanfalles, 
Dienstbesprechungen am Rande der Arbeitszeiten, etc.). 
 
Wünschenswert wäre hier eine Bereitschaft  der Klinik- und Institutsleitungen zur 
organisatorischen Umstrukturierung vor a llem im Bereich der interdisziplinären 
Zusammenarbeit. So sollten z. B. fixe Ko nferenztermine nach Rücksprache mit allen 
Beteiligten auf für alle Mitarbeiterinnen umsetz bare Zeitpunkte, d.h. auf einen bestimmten 
Zeitpunkt innerhalb der Kerndienstzeiten gelegt werden (dies umso mehr, als ein Teil dieser 
Termine auch als zertifizierte Weiterbildung angerechnet werden kann). 
Auch für Teilzeitmitarbeiterinnen sollte die Mö glichkeit zur Teilnahme bestehen. Evtl. können 
auch Veranstaltungen außerhalb der Dien stzeiten mit einer Kinderbetreuung am 
Veranstaltungsort angeboten werden. 
 
Mittlerweile gibt es an der hiesigen Kindertagesstätte flexible Betreuungszeiten, d. h. ein fester 
Sockelbetrag für 4 Stunden täglich mit "Z ukauf" von Betreuungsstunden nach (un)-
vorhersehbarem Bedarf. Spontan zugekaufte Stunden sind entsprechend teurer (pro 
zugekaufter Stunde 2,50 Euro gegenüber 50 Cent bei im Voraus vereinbarten 
Betreuungszeiten). 
 
Für Kinder von 3 - 6 Jahren ist das Betreuungs angebot mit der Nachfrage im Kindergarten auf 
dem Klinikgelände kompatibel. Wünschenswert wäre jedoch eine Erweiterung des 
Betreuungsangebotes im Grundschulbereich (E vtl. in Abstimmung mit der prospektiven 
Einrichtung von Ganztagsschulen); denn auch für Schulkinder werden immer wieder vergeblich 
Plätze gesucht. 
 
Das Betreuungsproblem betrifft übrigens keineswegs nur Frauen. Im zunehmenden Maß fragen 
auch Männer aus dem Ärztekollegium nach Angeboten. 
 
Anfragen von Mitarbeiterinnen bzgl. einer Redu ktion der Arbeitszeit oder fixen Arbeitszeit 
aufgrund von Betreuungspflichten gegenüber erwachsenen pflegebedürftigen Angehörigen sind 
selten. 
 
Obwohl die Landesärztekammer Hessen eine Weiterbildung zum Facharzt in Teilzeit prinzipiell 
anerkennt, ist - in Abhängigkeit von ärztlichen Aufgaben - nicht jeder Arbeitsbereich 
teilzeitgeeignet. Grund dafür ist, dass der Arbeitsanfall naturgemäß nicht immer vorhersehbar 
ist und ein häufiger Wechsel der Ärztinnen vo r Ort mehr Übergabezeiten erfordert und die 
Kontinuität behindert.

Ebenso müssen Nicht-Fachärztinnen von Fachärzt innen und -ärzten angeleitet und kontrolliert 
werden, so dass aus Gründen der Wirtschaftlichk eit für Teilzeit in manchen Bereichen eher 
Fachärztinnen und Fachärzte als Ärztinnen in Weiterbildung in Betracht kommen. 
 
Zum Stichtag arbeiteten 15% der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen in Teilzeit, einschließlich 
Altersteilzeit. Hierbei betrug der Anteil der Frauen 81%. In persönlichen Gesprächen wird 
deutlich, dass die Teilzeitarbeit nicht immer in Einklang mit der Lebensplanung und den 
persönlichen Wünschen der Ärztinnen stehen mu ss; vielmehr gibt es Äußerungen in dem 
Sinne, dass eine Vollzeitbeschä ftigung angestrebt werden würde, sofern ein ausreichendes 
Kinderbetreuungsangebot am Arbeitsplatz und zeitnah zu Verfügung stünde.  
 
Nichtsdestoweniger sollten im Einzelfall vor Ort mit Teilzeitwilligen individuelle Vereinbarungen 
bzgl. der Arbeitszeiten getroffen werden, sofern dies in Einklang mit den dienstlichen Belangen 
gebracht und strukturell umgesetzt werden kann. 
 
Nach dem bundesweiten Ärztestreik wurde zum 01.09.2005 die wöchentliche Regelarbeitszeit 
auf 40 Wochenstunden festgelegt. Dadurch wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie 
zusätzlich erschwert, da die Arbeitszeitverlängerung ohne eine gleichzeitige Verlängerung der 
Kita-Öffnungszeiten erfolgte. 
 
Unabhängig von den Problemen, die sich fü r die Ärztinnen aus dem häufigen zeitlichen 
Zusammenfall der Weiterbildungszeit und der Fam ilienplanungs- bzw. Elternzeit ergeben, fällt 
auf, dass zwar am Stichtag im Klinikum ei ne nahezu ausgeglichene Repräsentanz der 
Ärztinnen bzgl. der Gesamtärztezahl besteht (48% Frauen vs. 52% Männer), demgegenüber 
jedoch in den oberen Vergütungsgruppen (Oberärzte und Leitende Oberärzte, entsprechend 
Chefarztvertreterinnen) nur ein knappes Viertel der Ärzte (Frauen: 22 bzw. 23% Oberärzte 
einschließlich Leitende Oberärzte). Die Chefarztpositionen waren am Stichtag zu 100% durch 
Männer besetzt. 
 
Weitere Tätigkeitsfelder der Frauenbeauftragten liegen in der Möglichkeit, jederzeit 
Bewerbungsunterlagen vollständig einsehen zu können und bei den Bewerbungsgesprächen 
anwesend zu sein. Die Auswahl der Bewerberinne n/Bewerber wird in allererster Linie nach 
Qualifikation zu treffen sein. Bei Ausschreibungen von Chefarzt- oder Oberarztpositionen ist 
jedoch im Allgemeinen ein geringer oder se hr geringer Anteil vo n weiblichen Bewerbern 
feststellbar. 
 
Außerdem nehmen die Frauenbeauftragten an den Personalerörterungsgesprächen des 
Personalrates teil. Ebenso sind sie in Projek te der Stadt Darmstadt zur Frauenförderung in 
Form von regelmäßiger Teilnahme an Veransta ltungen (z. B. Arbeitsgruppe HGlG) und deren 
Vorbereitungen eingebunden. 
 
Ein weiteres Projekt in diesem Bereich ist die Organisation und Durchführung des "girls-Day" 
einmal im Jahr, an dem sich das Klinikum be teiligt. Im zurückliegenden Jahr fand diese 
Veranstaltung reges Interesse bei Mädchen und jungen Frauen, die sich über "traditionelle 
Männerberufe" am Klinikum ebenso informieren konnten wie Anregungen hinsichtlich der 
Berufswahl fanden. 
 
 
 
 
 
Dr. Gabriele Wiest 
Frauenbeauftragte für den Ärztlichen Dienst Klinikum Darmstadt

2.2 Nicht-ärztlicher Dienst 
 
2.2.1 Erläuterungen zu den Berufsgruppen 
 
Im nicht-ärztlichen Dienst wurden die Beschäftigten in folgende Berufsgruppen unterteilt: 
 
1. Pflegedienst 
- Krankenschwestern und -pfleger, Stationsleitungen, Oberschwestern 
- Pflegedienstleitung 
2. Hauptnachtwachen 
3. Versorgungsgehilfinnen 
4. Stationssekretärinnen 
5. Medizinisch-Technischer Dienst 
- Anwendungsprogramm Datenverarbeitung, Radiologie, Labor 
- Apotheke , Physiotherapie,  Masseure, Pathologie,  Herzkatheter 
- Ultraschall 
6. Medizinisch-Technisches Hilfspersonal 
- Sekretariate, Schreibdienst, Aufnahmekräfte und Sonstige 
7. Funktionsdienst 
- Hilfspersonal im Kreiß-Saal, OP, Endoskopie, Hygiene, Zentralsterilisation 
8. Funktionsdienst 
- Krankenschwestern und -pfleger mit Zusatzausbildung, Kreiß-Saal 
- OP-Bereitschaft, Onkologische Ambulanz, Endoskopie, Notaufnahmen 
- Hygienedienst, Zentralsterilisation 
9. Klinisches Hauspersonal 
- Vorarbeiterinnen im Reinigungsdienst, Reinigungskräfte-Aushilfen 
- Hauspersonal 
10. Wirtschafts-Versorgungsdienst/ Logistik 
- Reinigung-Leitungsfunktion, Bettenaufbereitung, Hygienedienst 
- Desinfektion, Gerätewartung, Mechaniker, Sektionsgehilfen 
11. Technischer Dienst 
- Betriebstechnik, Instandhaltung, Bauabteilung, Brandschutzbeauftragter 
12. Verwaltung 
- incl. Pforte, Poststelle 
13. Personal der Ausbildungsstätten 
- Krankenschwestern und -pfleger mit Zusatzausbildung, Schreibkräfte 
- Praxisanleiterinnen 
 
Auszubildende: 
 
14. Altenpflege 
15. Bürokauffrau/-mann 
16 Operationstechnische Assistentin (OTA) 
17. Medizinische Fachangestellte - Arzthelferin 
18. Kranken- und Gesundheitspflege 
 
Bereich Altenheim und Pflegeheim Emilstrasse/Lilienpalais: 
 
19. Pflegedienst  
20. Medizinisch Technischer Dienst 
21. Klinisches Hauspersonal 
22. Wirtschafts-Versorgungsdienst 
23. Verwaltung

2.2.2 Bestandsaufnahme für den nicht-ärz tlichen Dienst zum Stichtag 01.07.2007 
sowie den Frauenanteil in absoluten Zahlen und Prozentwerten 
 
Nr. Bezeichnung Gesamtzahl Frauen 
absolute Zahlen 
% 
1. Pflegedienst 543 470 87 
2. Hauptnachtwachen 14 13 93 
3. Versorgungs- 
Gehilfinnen 
12 12 100 
4. Stationssekretärinnen 34 34 100 
     
5. Med. Techn. Dienst 218 189 87 
6. Med. Techn. Hilfspersonal 125 120 96 
7. Funktionsdienst-Hilfspersonal 3 3 100 
8. Funktionsdienst 156 127 81 
9. Klin. Hauspersonal 86 78 91 
 Aushilfen-Hauspersonal 19 19 100 
10. Wirtschafts-Versorgungsdienst/ 
Logistik 
84 48 57 
11. Technischer Dienst 34 4 12* 
12. Verwaltung 96 75 78 
13. Personal der Ausb ildungsstätten 11 8 73 
Auszubildende     
14. Altenpflege  7 7 100 
15. Bürokauffrau/ -mann 2 1 50 
16. OTA 9 7 63 
17. Medizinische Fachangestellte  13 13 100 
18. Pflege 164 134 82 
Alten- und 
Pflegeheim 
Emilstrasse/ 
Lilienpalais 
    
19. Pflegedienst 78 65 83 
20. Med. Techn. Dienst 5 4 75 
21. Klin. Hauspersonal 5 5 100 
22. Wirtschafts- 
Versorgungsdienst 
7 5 71 
23. Verwaltung  4 4 100 
 
Erklärung: * Frauenanteil unter 50% 
 
 
2.2.3 Vergütungsgruppen nach Einführung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst 
(TVÖD) sowie den Frauenanteil in absoluten Zahlen und Prozentwerten 
auch im Vergleich von Voll- und Teilzeitbeschäftigung   
 
Ein Mehrjahresvergleich oder -verlauf ist nicht möglich, da 2005 der Tarifvertrag von BAT auf 
TVÖD umgestellt wurde. 
Durch diese Umstellung gibt es im Klinikum unterschiedliche Tarifstrukturen. 
 
1. TVöD für die Berufsgruppen 1 - 23 
 
2. TVöK (Tarifvertrag Öffentlicher Dienst/Son derteil Krankenhäuser) für die Berufsgruppen 
 1, 2, 5, 19 und 23 (reine Pflegeberufe, übergeleitet aus den KR-Eingruppierungen des BAT) 
 
3. BAT für die Berufsgruppe5 ( gestellt es Personal anderer Einrichtungen) 
 
Im Allgemeinen ist der Frauenanteil in den nied rigeren Lohngruppen höher als in den oberen 
Lohngruppen.

Eingruppierung 
nach TVöD 
Vollzeitbeschäftigte 
Gesamtzahl 
 
Teilzeitbeschäftigte 
Gesamtzahl 
Gesamtzahl Frauenanteil 
absolut 
Frauenanteil 
in Prozent 
1 1 13 14 14 100 
2 2 0 2 2 100 
2a 69 57 130 117 97 
3 42 5 47 24 48 
4 8 0 8 1 13 
5 62 61 123 117 94 
6 73 37 110 91 81 
7 7 0 7 0 0 
8 41 24 65 61 93 
9 102 47 149 112 72 
10 12 4 16 13 79 
11 14 3 17 11 63 
12 1 0 1 0 0 
13 7 4 11 5 41 
14 8 2 10 6 58 
15 4 0 4 1 25 
15a 0 2 2 1 20 
 
 
 
Eingruppierung 
nach TVöK 
Vollzeit- 
beschäftigte 
Gesamtzahl 
absolut 
Teilzeit- 
beschäftigte 
Gesamtzahl 
absolut 
Gesamtzahl 
der 
Beschäftigten 
Frauenanteil in 
dieser 
Eingruppierung 
absolut 
Frauenanteil 
in dieser 
Eingruppierung/ 
Prozent 
 
3a 4 7 11 10 90 
4a 8 8 16 15 92 
7a 208 161 369 333 89 
7as 17 17 34 30 86 
8a 54 22 76 60 76 
8as 10 13 23 22 95 
9a 62 37 99 73 71 
9b 34 7 41 34 82 
9c 23 23 46 27 78 
9d 6 1 7 4 56 
10a 6 - 6 4 67 
11b - - - - - 
12a - - - - -

Eingruppierung 
nach BAT 
 
 
Vollzeit- 
beschäftigte 
Gesamtzahl 
absolut 
Teilzeit- 
beschäftigte 
Gesamtzahl 
absolut 
Gesamtzahl 
Absolut 
 
 
Frauenanteil 
Absolut 
 
 
Frauenanteil 
Prozent 
I 1 0 1 0 0 
Ia 0 1 1 1 100 
Ib 0 3 3 2 61 
IVb 1 0 1 1 100 
Vb 1 1 2 2 100 
Vc 0 1 1 1 100 
VIb 0 1 1 1 100 
VII 1 0 1 1 100 
VIII 1 0 1 1 100 
 
 
2.2.4 Aktives/inaktives Dienstverhältnis 
 Vergleich der Frauenanteile in abso luten Zahlen und Prozentwerten im  
 Vergleich 1996, 2005 und 2007  
 
Erklärung: Inaktives Dienstverhältnis beinhaltet Elternzeit, Altersteilzeit und Sonderurlaube. 
Stand 2007: kein Mann in Elternzeit. 
 
Jahr weiblich Prozent Männlich Prozent 
1996     
Aktives Dienstverhältnis/Vollzeit 894 75,3 294 25,7 
Aktives Dienstverhältnis/Teilzeit 454 95,6 20 4,2 
Inaktives Dienstverhältnis 216 93,9 14 6,1 
 
2005     
Aktives Dienstverhältnis/Vollzeit 687 75 229 25 
Aktives Dienstverhältnis/Teilzeit 539 96 22 4 
Inaktives Dienstverhältnis 218 88,6 28 11,4 
 
2007     
Aktives Dienstverhältnis/Vollzeit 683 75,7 220 24,4 
Aktives Dienstverhältnis/Teilzeit 532 96,7 18 3,3 
Inaktives Dienstverhältnis 230 90,2 25 9,8

2.2.5 Vergleich der Frauenanteile in den Ausb ildungsberufen im Klinikum Darmstadt für 
die Jahre 2005 und 2007 in absoluten Zahlen 
 
Jahr 
 
Altenpflege 
 
Bürokauffrau/ 
-mann 
OTA 
 
Medizinische 
Fachangestellte 
Pflege 
 
2005      
Weiblich 9 2 0 24 145 
Männlich 0 1 0 0 41 
 
2007      
Weiblich 7 1 7 13 134 
Männlich 0 1 2 0 30 
 
Erklärung: Der Ausbildungsberuf OTA (Operati ons-Technische-Assistentin) wurde nach 2005 
etabliert. 
 
 
2.2.6 Situationen des nicht-ärztlichen Dienstes 
 
Stellenreduzierungen und eine immer kürzere Verweildauer der Patienten haben in den letzten 
Jahren zu einer zunehmenden Arbeitsverdichtung geführt. 
Die führt auch dazu, dass diagnostische und therapeutische Maßnahmen am Patienten in 
immer kürzerer Zeit erbracht werden müssen. 
Hinzu kam in 2006 und 2007 die Zertifizierung nach KTQ für das gesamte Krankenhaus, die 
ebenfalls Personalressourcen gebunden hat. 
Die notwendigen Baumaßnahmen, insbesondere während des laufenden Betriebes in ihrem 
ganz eigenen Rhythmus und Umfang, sind eine zusätzliche Belastung für die Beschäftigten. 
 
Der Rechtsanspruch und die Inanspruchnahme auf Teilzeit, vor allem bei Pflege und Betreuung 
von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen durch die Beschäftigten des Klinikums, stellen 
eine weitere Herausforderung im Hinblick auf die Flexibilität auf allen Ebenen dar. 
 
Dabei ist insbesondere die Führungsebene gefragt, die im direkten Dialog mit den 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern individuelle Lösungen für persönliche Situationen finden und 
umsetzen muss. 
 
 
2.2.7 Maßnahmen zur Erhöhung des Frau enanteils und zur Verbesserung der 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Stellungnahme der Frauenbeauftragten 
 
Die finanzielle Situation des Klinikums ist - wi e im gesamten Gesundheitswesen - angespannt. 
Die Stellenreduzierungen, die daraus resultierende Arbeitsverdichtung, der hohe Überstunden- 
und Mehrstundenstand, aber auch der teilweise gestiegene Krankenstand, ist vor dem 
Hintergrund einer sich stetig verschärfenden Arbeitsbelastung - vor allem in der Pflege - zu 
sehen. 
Durch die Tarifveränderungen durch den TVÖD kam es bei einigen Beschäftigten, bedingt 
durch die Umsetzung der EU-Richtlinie (Bereitsch aftsdienst ist Arbeitszeit), zu finanziellen 
Einbußen (bei gleichzeitig zusätzlichem Freizeitausgleich). 
Auch die Zertifizierung des Klinikums, mit Einrichten von Qualitätsstandards und SOPs, mit 
Veränderungen in den bis dahin gewachsenen Strukturen, führte zur Mehrbelastung der 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies hat auch zu einer gewissen Unruhe geführt. 
Grundsätzlich ist aber das  Ziel der Zertifizierung eine Verbesserung der betrieblichen Abläufe, 
eine Entlastung der Beschäftigten und eine Qualitätsverbesserung.

Familienfreundlichere Arbeitszeiten: 
Mit Umsetzung des so  genannten Teilzeitgesetzes, dem rechtlichen Anspruch der 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine Teil zeitbeschäftigung, strebt das Klinikum auch 
weiterhin an, seinen Beschäftigten unter Berü cksichtigung betrieblicher Notwendigkeiten 
flexible und individuelle Arbeitszeiten zu ermöglichen. Vor allem im Hinblick darauf, dass die 
Familienstrukturen der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr unterschiedlich sind. 
 
Das durchschnittliche Lebensalter der Beschäftigten liegt nach Auskunft der Personalabteilung 
bei über 40 Jahren. Wenn also von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen wird, 
ist nachvollziehbar, dass vor allem pflegerische Tätigkeiten im privaten Umfeld, also die Pflege 
und Betreuung von Familienangehörigen, noch immer von Frauen geleistet wird.  
Nichtsdestotrotz müssen auch männliche Besc häftigte in der Lage sein, Familienarbeit 
jeglicher Art und Form in gleichem Umfang zu übernehmen.  
 
Sicherheit: 
Das Klinikum Darmstadt ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung und ein 24-
Stundenbetrieb. Nachtdienst (i n medizinischen Bereichen) wi rd überwiegend von Frauen 
geleistet, da sich die Arbeit im Rahmen von Nachtschichten mit den familiären Gegebenheiten 
oft gut vereinbaren lässt. 
 
Das Thema Sicherheit ist für viele Frauen ein sehr wichtiges Thema.  
Die externe Sicherheitsfirma, die beim Klinikum unter Vertrag steht, hat in der Vergangenheit 
sehr gute Arbeit geleistet und zur Deeskalation bei diversen Situationen - vor allem im 
Nachtdienst - beigetragen.  
Weiterhin wurden einschlägige Veranstaltun gen zum Thema Sicherhei t von der örtlichen 
Polizeidienststelle im Rahmen der innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung durchgeführt.  
Diese Veranstaltungen waren se hr gut besucht, es kam zu einem regen Gedanken- und 
Erfahrungsaustausch. Auch Einiges "was Fr au selbst tun kann", kam sehr konkret und 
qualifiziert zum Ausdruck. 
 
Trotzdem gilt es in diesem Bereich weiterzu arbeiten - insbesondere im Hinblick auf die 
persönliche Wahrnehmung, Beurteilung und das Verhalten in Gefahrensituationen. 
 
So gehört es auch zu den Aufgaben einer Führ ungskraft ein Gespür für das sehr individuelle 
und berechtigte Sicherheitsbedürfnis von Mitarbeiterinnen zu entwickeln. Dies bedeutet z. B. in 
der betrieblichen Praxis die Ei nführung von Diensthandys für die Hauptnachtwachen und eine 
ausreichende Beleuchtung in den Außenbereichen.  
 
Sonstiges: 
Zur Erhöhung des Frauenanteils in den unterrepräsentierten Bereichen und der Führungsebene 
besteht die Möglichkeit, dass die Frauenbeauftragten des Klinikums jederzeit 
Bewerbungsunterlagen vollständig einsehen und an Bewerbungsgesprächen teilnehmen 
können. Dies bezieht sich ebenso auf die Teilnahme an den Erörterungsgesprächen zwischen 
Personalrat und Verwaltungsdirektion. Weiterhin besteht für die Frauenbeauftragten das Recht, 
an allen Ausschüssen und Arbeitskreisen, an denen auch der Personalrat beteiligt ist, 
teilzunehmen.  
 
Letztlich ist es die Pflicht und das Recht der Frauenbeauftragten, im Rahmen des 
Gleichstellungsgesetzes, den Arbeitgeber bei der Einhaltung der gese tzlichen Vorgaben zu 
unterstützen und zu beraten.  
 
Die Frauenbeauftragten nehmen ihr Recht, an personellen, sozialen und organisatorischen 
Maßnahmen der Dienststelle für die sie bestellt wurden, beteiligt zu werden, wahr.  
 
Sie bieten Sprechstunden zu festen Zeiten (Montag bis Donnerstag, zwischen 07:30 Uhr und 
12:30 Uhr) in einem eigenen Büro an.

Einmal im Jahr können die Frauenbeauftragten eine Teilpersonalversammlung für weibliche 
Beschäftigte einberufen.  
Für das Jahr 2007 fand am 24.10. im Just us-Liebig-Haus diese Versammlung in 
Zusammenarbeit mit allen städtischen Frauenbeauftragten statt.  
 
Die weiblichen Beschäftigten haben das Rech t, sich jederzeit ohne Einhaltung des 
Dienstweges, an die Frauenbeauftragten zu wenden.  
Im Moment stellt sich nur für einen Arbeitsb ereich die dringende Maßgabe der Förderung der 
Frauenquote (für den Technischen Dienst) der mit einer Frauenquote von 12% (* Tabelle der 
Berufsgruppen (unter 2.2.2.) weit unter den geforderten 50% zurückliegt.  
 
Allerdings kann der vorgelegte Plan nicht bis in  die kleinsten Abteilungen  differenziert werden 
und stellt so eine eher grobe Übersicht dar. 
Konkrete Möglichkeiten den Frauenanteil zu halt en bzw. zu erhöhen, die Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf zu verbessern und dem Leitbild des Klinikums näher zu kommen, sind 
folgende Maßnahmen: 
 
1. Es ist bei jeder Stellenbesetzung konsequent auf ein ausgewogenes Verhältnis der 
Geschlechter zu achten. Bei Bewerbungsgesprächen sind auch Fähigkeiten und Kenntnisse, 
Qualifikationen mit in Betracht ziehen, wie sie gerade Frauen in Familienzeiten erwerben.  
2. Mitarbeiterinnen, die sich in Elternzeit befinden, sind über stattfindende Fort- und 
Weiterbildungsmaßnahmen des Klinikums regelmäßig zu informieren, ihre Teilnahme zu 
fördern. Wünschenswert ist es, ein Betreuungsangebot während der ganzen Schulungszeit 
anzubieten. 
3. Beteiligung am "girl´s-Day", vor allem in Hinblick auf "Männer-Berufe"! 
4. Mitarbeiterinnen, die sich in Elternzeit befinden, ist die Möglichkeit zu geben, als Aushilfe 
nach Bedarf im Beruf und in Verbindung mit ihren Abteilungen zu bleiben.  
5. Die Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes für Kinder zwischen 0 und 12 Jahren ist 
und bleibt weiterhin ein Thema.  
 
Das Klinikum Darmstadt ist ein Ausbildungsbetrieb. 
Beschäftigte sind in der Regel dem Klinikum sehr verbunden, viele Kolleginnen kommen nach 
der Elternzeit wieder ans Klinikum zurück. Mitarbeiterinnen, die sehr engagiert und motiviert 
sind - das zeigen die Statistiken über geleistete Mehrarbeit und Überstunden. 
Hier ist ein Fachwissen vorhanden, ein Wissen was das Klinikum betrifft, welches über Jahre 
der Betriebszugehörigkeit erarbeitet wurde. 
Wir können unsere eigenen Ress ourcen viel besser nutzen, wenn wir die Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf in allen Bereichen konsequent umsetzen.  
 
 
 
 
 
Ingrid Tovar 
Frauenbeauftragte nicht-ärztlicher Dienst Klinikum Darmstadt

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Vorlagen-Nr.
2008/0485
Typ
Magistratsvorlage
Datum
11.12.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00