2013/0144
Umbau Stadion Darmstadt
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2013/0144
18178 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
12.07.2013
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II Dezernat I
Dezernat III
Dezernat IV
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat II
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2013/0144
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Umbau Stadion Darmstadt
Vorlage vom: 02.07.2013
Beschlussvorschlag:
1. Die Machbarkeitsstudie der ISF – Institut für Sportstättenberatung GmbH – vom 27.6.2013 wird
zur Kenntnis genommen.
2. Von der Errichtung eines Stadions an den Alternativstandorten Arheilgen und Eschollbrücker
Straße wird Abstand genommen.
3. Dem Umbau/Ausbau des Stadions am Standort Böllenfalltor in der in der Machbarkeitsstudie
vorgeschlagenen Form sowie der Auslösung der in der Begründung zur Magistratsvorlage unter
Ziffer IV. dargestellten Schritte wird zugestimmt.
Die Zustimmung steht unter der Bedingung, dass durch den Magistrat sichergestellt wird, dass
Baukosten i. H. von 14 Mio. Euro entweder durch Landeszuschuss oder/und durch einen
Investor/Sponsor finanziert werden.
4. Der Magistrat wird beauftragt, verbindlich abzuklären, ob und in welcher Höhe das Land Hessen
einen Zuschuss gewährt.
- 2 -
5. Über die Gründung der Bau- und Projektgesellschaft ist mit gesonderter Magistratsvorlage zu
beschließen. Das gilt auch für das zu erarbeitende Finanzierungskonzept (inklusive Business-
Plan) und eine eventuell notwendig werdende Bürgschaft der Stadt.
6. Eine angemessene Bürgerbeteiligung ist sicherzustellen.
Anlagen: Machbarkeitsstudie Stand: 27.06.13
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 02.07.2013
I. Derzeitiger Zustand des Stadions am Böllenfalltor
Das städtische Stadion am Böllenfalltor entspricht in keiner Weise den Anforderungen, die an ein
modernes Stadion gestellt werden müssen.
In den vergangenen Jahren musste die Stadt erhebliche finanzielle Aufwendungen erbringen, um die
Verkehrssicherheit des Stadions sicherzustellen und seine Nutzung zu ermöglichen.
So mussten allein in den letzten drei Jahren rund 1,3 Mio. Euro in die Substanz des Stadions
investiert werden, u. a. 220.000,00 Euro für Flutlicht, 120.000,00 Euro für Sitzplätze im Gästeblock,
240.000,00 Euro für den Gästezugang und 80.000,00 Euro für die Stufen der Stehtribüne.
Im derzeitigen Bestand wären unverzüglich Maßnahmen i. H. von 3,4 Mio. Euro aufgrund rechtlicher
Vorgaben (Versammlungsstättenrichtlinien) einzuleiten, um eine weitere verkehrssichere Nutzung zu
gewährleisten:
Haupttribüne: 1.230.000,00 € brutto inkl. Baunebenkosten
- Lüftungsanlage einschl. Brandschutzklappen
- Panikverriegelung/Brandschutztüren
- Elektrohauptverteilung
- Abtrennung Lagerraum F90 unter Tribüne
- Sanierung Tribünendach
- bauliche Maßnahmen
Gegentribüne: 250.000,00 € brutto inkl. Baunebenkosten
- Toilettencontainer Gästeblock
- Überarbeitung der Sektorenzäune
- Wellenbrecher
Nordkurve: 540.000,00 € brutto inkl. Baunebenkosten
- Wellenbrecher
- Umfahrung Rettungswege
- Sanierung Marathontor
Südkurve: 470.000,00 € brutto inkl. Baunebenkosten
- Wellenbrecher
- Umfahrung Rettungswege
Sonstiges: 930.000,00 € brutto inkl. Baunebenkosten
- Beleuchtung Böllenfalltorweg/Atzwinkelweg
- Überflurhydrant, Löschwasserversorgung
- Maßnahmen zur Erfüllung der Technikprüfverordnung
- Feuerwehrzufahrten
Gesamtkosten: 3.420.000,00 € brutto inkl. Baunebenkosten
Trotz angenommener Durchführung dieser unaufschiebbaren kurzfristigen Maßnahmen ist eine
weitere dauerhafte Nutzung des städtischen Stadions in Zukunft nicht mehr möglich.
. . .
- 4 -
Die Genehmigung auf der Grundlage der Versammlungsstättenrichtlinie (Sicherheit) würde nicht mehr
erteilt werden. Darüber hinaus ist ein wirtschaftliches Betreiben des jetzigen Stadions nicht möglich (z.
B. ohne VIP-Räume).
Darüber hinaus sind Investitionen in neue Sanitäranlagen (insbesondere Damentoiletten), zur
Befestigung der abgängigen Stufen auf der Gegengeraden sowie zur Anpassung des Haupt-
spielfeldes an geforderte Standards notwendig. Die Kosten dafür sind mit 120.000,00 Euro zu
veranschlagen.
Für den reinen laufenden Betrieb des Stadions einschließlich Unterhaltungs- und Instand-
setzungsmaßnahmen (ohne Investitionskosten) fallen zur Zeit jährlich 500.000,00 Euro an, die sich
wie folgt zusammensetzen:
– Personalkosten ca. 165.000,00 Euro
– Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen ca. 295.000,00 Euro (Energiekosten, Wasser,
Materialaufwand für Außenanlagen und Gebäude, Instandhaltung, Unterhaltung der Fahrzeuge,
Wartungen, Versicherungen usw.)
– Abschreibungen ca. 9.000,00 Euro
– Sonstiges ca. 31.000,00 Euro (bei wiederkehrender Reparatur der Mähwerke, die älter als 20
Jahre sind, Wassereinbruch in den Räumen unter der Tribüne, Duschanlagen, die nach
Jahrzehnten nicht mehr funktionieren usw.).
II. Wesentlicher Inhalt der Machbarkeitsstudie
Aufgrund des erheblichen Sanierungsbedarfs stellt sich die Frage, ob das Stadion am bisherigen Ort
in dem vor beschriebenen Umfang saniert werden soll oder der grundlegende Umbau des Stadions
am Standort oder der Neubau eines Stadions an einem Alternativstandort die ökonomischste Lösung
ist.
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 11.10.2012 wurde daher das Institut für
Sportstättenberatung GmbH (IFS) beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für ein künftiges Stadion in
Darmstadt zu erstellen.
Folgende drei Standorte sollten untersucht werden:
• Sportpark Böllenfalltor
• Konversionsgrundstück an der Eschollbrücker Straße
• Arheilgen-West südlich Weiterstädter Straße/Röntgenstraße
Unter Einbeziehung der städtischen Verwaltung, der Polizei und der TU Darmstadt hat das Institut
Bedarfs- und Nutzungskonzepte erarbeitet und in die Machbarkeitsstudie, die jetzt den Gremien
vorgelegt werden kann, eingearbeitet.
a)
Die Machbarkeitsstudie des Instituts für Sportstättenberatung vom 27.06.2013 empfiehlt keinen
Neubau, sondern den Umbau am Standort Böllenfalltor.
. . .
- 5 -
Zur Begründung werden in der Studie im Wesentlichen die folgenden Punkte aufgeführt:
Am vorhandenen Standort im Sportpark Böllenfalltor ist ein Stadionbau/Umbau zu den
niedrigsten Kosten realisierbar.
Er ist der einzige Standort, an dem keine neuen planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen
werden müssen, so dass eine Realisierung in der kürzesten Zeit im Vergleich zu den
Alternativstandorten realistisch ist (vgl. S. 14, 49).
Für den Umbau des vorhandenen Stadions sind Herstellungskosten inkl. der Baunebenkosten in
Höhe von 27,6 Mio. Euro zu veranschlagen. Zur Zusammensetzung dieser Kosten wird verwiesen auf
das Baukonzept auf den Seiten 30 bis 32 der Studie von IFS. Grunderwerbs- und
Erschließungskosten werden nicht in die Berechnung einbezogen, da die Stadt Eigentümerin des
erschlossenen Grundstückes ist.
In den Berechnungen für die Alternativstandorte werden neben den gleichbleibenden Kosten für die
Erstellung des Stadions auch Grunderwerbs- und Erschließungskosten in Ansatz gebracht. Die
Gesamtkosten für die Errichtung eines Stadions am Standort in Arheilgen betragen gemäß der
Machbarkeitsstudie knapp 33 Mio. Euro (Baukonzept Seite 33) und für den Standort an der
Eschollbrücker Straße 38,5 Mio. Euro (Baukonzept Seite 34).
Im Falle des Neubaus an einem der Alternativstandorte wurde darüber hinaus die Aufgabe gestellt,
den abgängigen Standort Böllenfalltor hinsichtlich seiner immobilienwirtschaftlichen Verwertbarkeit zu
untersuchen. Dieser Ansatz geht von der Annahme einer Räumung des gesamten Umfeldes des
Stadions aus, das sich im städtischen Eigentum befindet.
Die Studie bezieht daher in einem zweiten Schritt kalkulatorische Kosten für die Verlagerung von
komplementären Nutzungen aus dem Sportpark Böllenfalltor mit ein. Dazu gehören die erforderlichen
Nebenplätze für den allgemeinen Spiel- und Trainingsbetrieb, insbesondere im Jugendbereich und für
den Breitensport, und auch der Neubau einer Sporthalle.
Die entsprechenden Kosten sind an den alternativen Standorten zu berücksichtigen und werden als
erweiterte Berechnung in der Untersuchung (Seite 36 bis 39) dargestellt.
Die Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass infolge der dadurch ausgelösten zusätzlichen
Grundstücks- und Baukosten die Gesamt-Herstellungskosten am Standort Eschollbrücker Straße auf
57,9 Mio. Euro steigen und in Arheilgen auf 44,7 Mio. Euro anwachsen.
Untersucht wurde im Gegenzug der mögliche Erlös aus dem Verkauf der sich im Eigentum der Stadt
befindlichen Flächen am Böllenfalltor von ca. 93.000 qm, die nach Änderung der städtischen
Flächennutzungsplanung einer Wohnnutzung zugeführt werden könnten.
In der Studie wird ausgeführt, dass nach Aussagen eines unabhängigen Projektentwicklers der bei
Veräußerung verbleibende Gewinn (Erlös) nach Abzug von Kosten für die öffentliche Erschließung auf
ca. 15 Mio. Euro geschätzt wird (Seite 37 bzw. Seite 39).
. . .
- 6 -
Dieser Erlös deckt die zusätzlichen aus der Verlagerung resultierenden Kosten nicht ab und reicht
auch für den Bau des eigentlichen Stadions nicht aus. Selbst bei günstiger
Grundstücksbeschaffung, die beim Standort Arheilgen angesetzt wird, stellt die Studie keine
zusätzlichen Kompensationsmittel im Fall der Komplettverlagerung und immobilien-wirtschaftlicher
Verwertung der städtischen Liegenschaften am Böllenfalltor in Aussicht.
b)
Neben den geschilderten wirtschaftlichen sprechen auch die zeitlichen Überlegungen gegen eine
Verlagerung des Stadions an einen der grundsätzlich für eine solche Nutzung geeigneten
Alternativstandorte an der Eschollbrücker Straße und Arheilgen-West.
Die Machbarkeitsstudie geht davon aus, dass der Umbau im Sportpark Böllenfalltor am gleichen Ort
planungsrechtlich zulässig ist. Durch die geschlossene Form des neuen Baukörpers wird eine
Verringerung der Immissionsbelastung der angrenzenden Wohnbebauung erreicht werden können.
An den Alternativstandorten fehlen jegliche planungsrechtliche Voraussetzungen für die künftige
Nutzung als Fußballstadion. Daher ist jeweils ein zeitintensives Bauleitplanverfahren bis zum
Satzungsbeschluss eines Bebauungsplans dem eigentlichen Baugenehmigungsverfahren
vorzuschalten.
III. Aspekte zur Standortbewertung
a) Der Standort Sportpark Böllenfalltor ist ein etablierter und funktionaler Standort in
harmonischer Nachbarschaft, beginnend mit dem Schul- und Sportgelände der Georg-
Büchner-Schule über das gerade in den letzten Jahren aufgewertete Hochschulstadion mit
neuem Bad, das Kletterzentrum des Alpenvereins, den Klettergarten und das Tennis- und
Hockeygelände des TEC Darmstadt mit der städtischen Sportanlage Stadion mit
Nebenplätzen und Sporthalle. Dieses sinnvolle, gewachsene und traditionelle Ganze kann mit
dem Umbau/Ausbau des Stadions am Böllenfalltor erhalten werden.
b) Für die Nutzung als Sportstadion muss am Standort Böllenfalltor keine neue Grundlage durch
Bauleitplanung geschaffen werden. Die bauordnungs- und bauplanungsrechtliche Zulässigkeit
der im Nutzungskonzept beschriebenen – über eine rein sportliche Nutzung hinausgehenden
– (Neben-)Veranstaltungen ist allerdings zu prüfen.
c) Die Bewertungen der Studie für das Konversionsareal an der Eschollbrücker Straße beruhen
auf Angaben des Vermessungsamtes aus der Bewertung ehemals militärischer Flächen in
Darmstadt im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen für eine städtebauliche
Entwicklungsmaßnahme. Für den Bereich der Kelley-Barracks an der Eschollbrücker Straße
wurden dabei erschließungsbeitragsfreie Werte aus der direkten, das Bewertungsgebiet
umgebenden Nachbarschaft (Gewerbe) für die Berechnungen angesetzt.
. . .
Selbst wenn dem Grunderwerbspreis – entgegen der Annahme in der Studie – hier keine
Gewerbeflächen zugrunde zu legen wären, ist dieser Standort für einen Neubau aus folgenden
Gründen ungeeignet:
- 7 -
Für die Zukunftssicherung der Stadt und des Wirtschaftsstandortes ist eine ausreichende
Verfügbarkeit attraktiver Gewerbeflächen notwendig, um bestehenden Unternehmen eine
Erweiterungsmöglichkeit zu bieten und auch in Zukunft Neuansiedlungen zu ermöglichen.
Da Flächenneuausweisungen im Stadtgebiet aus bekannten Gründen ausscheiden, ist die
Stadtentwicklung auf die Verwertung bereits genutzter und zur Konversion verfügbarer Flächen
angewiesen.
Die Flächen der ehemaligen Kelley-Barracks und des Nathan-Hale-Depots sind dafür bereitzuhalten
und liegen auch bereits im Focus konkreter Flächennachfragen durch ortsansässige und externe
Unternehmen.
d) Nach Angaben des Vermessungsamtes sind die in der Studie genannten, auf Angaben eines
Projektentwicklers beruhenden Verwertungserlöse für die städtischen Grundstücke am
Böllenfalltor am oberen Rande einer realistischen Bandbreite angesetzt. Voraussetzung für
eine Wohnbebauung ist aber eine Umwandlung der im Flächennutzungsplan derzeit als
Waldfläche ausgewiesenen Flächen in Wohnnutzung.
Ferner ist es aus städtebaulicher Sicht für die Ausweisung eines neuen Wohnquartiers
geboten, dass das gesamte Gebiet nördlich des Traisaer Weges in Wohnbauland
umgewandelt wird. Das bedeutet, dass auch die Nutzungen auf den Landesflächen (TEC
Darmstadt) in die Verlagerungsüberlegungen mit einbezogen werden müssten. Eine
kurzfristige Realisierungsperspektive erscheint aus diesen Gründen ausgeschlossen.
Nicht berücksichtigt in der Studie ist bei den möglichen Verkaufserlösen schließlich, dass
infolge der Wohnnutzung Folgekosten für die Schaffung von sozialer Infrastruktur
(Grundschule, Kita-Plätze) entstehen. Wie allgemein bei der Neuausweisung von
Wohngebieten politisch gefordert, sind diese Kosten nicht dem allgemeinen Haushalt
anzulasten, sondern über den Grundstückswertzuwachs zu bestreiten und damit auch von
dem o. g. Ertrag von 15 Mio. Euro in Abzug zu bringen.
Unter Berücksichtigung der genannten Aspekte wird empfohlen, von einer Errichtung eines neuen
Stadions an einem der Alternativstandorte Abstand zu nehmen und für den Standort im Sportpark
Böllenfalltor die 2. Phase der Arbeitsschritte aus der Machbarkeitsstudie (Projektentwicklung)
einzuleiten. Diese Zustimmung sollte allerdings unter dem Vorbehalt erteilt werden, dass durch den
Magistrat sichergestellt wird, dass Baukosten in Höhe von 14 Mio. Euro entweder durch
Landeszuschuss oder/ und durch einen Investor/Sponsor finanziert werden. Wie sich aus der
Finanzierungsübersicht auf Seite 45 der Studie ergibt, ist das Projekt ohne diesen
Finanzierungsbaustein nicht realisierbar.
. . .
IV. Auslösung der Phase 2
Die wichtigsten Schritte in Phase 2 sind:
- 8 -
a) Errichtung einer Bau- und Projektgesellschaft
b) Entwicklung des Finanzierungskonzeptes (inklusive Business-Plan) durch die Bau- und
Projektgesellschaft
c) Lösung der Problemfelder am Standort Böllenfalltor:
/square4 Prüfung der bauordnungs- und bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit
/square4 Verbesserte ÖPNV-Anbindung
/square4 Parkkonzept für Heim- und Gästefans
/square4 Entwicklung und Umsetzung Anwohnerschutzkonzept
d) Ausschreibung und Vergabeverfahren für Planung und den Bau durch die Projektgesellschaft
Zu a) und b)
Hinsichtlich der in der Machbarkeitsstudie (Seite 41) vorgesehenen Gründung einer Bau- und
Projektgesellschaft sind die üblichen kommunalrechtlichen Vorgaben zu berücksichtigen, die erfüllt
werden können.
Ob die Stadt Mit- oder Alleingesellschafterin wird, bedarf ebenso der Prüfung wie die Frage der
gesellschaftsrechtlichen Ausgestaltung im Übrigen.
Als in der Machbarkeitsstudie vorgesehene Bauherrin und Betreiberin ist es Aufgabe der Gesellschaft,
als erstes ein detailliertes Finanzierungskonzept aufzustellen. Liegt dieses vor und wird es von der
Stadt als dominierende Gesellschafterin genehmigt, sind anschließend die Ausschreibung und die
weiteren Bauherrenaufgaben durchzuführen. Der notwendige Einfluss und die
Überwachungsmöglichkeiten der Stadt diesbezüglich sind gesellschaftsvertraglich sicherzustellen.
Hierzu und zu allen übrigen mit der Gesellschaftsgründung verbundenen Fragen wird das
Beteiligungsmanagement der Stadt eingebunden.
Nach Abschluss aller Prüfungen wird die Zustimmung der städtischen Gremien zur
Gesellschaftsgründung eingeholt.
Die Stadtverordnetenversammlung ist bei der Freigabe des Finanzierungskonzeptes ebenso zu
beteiligen.
Soweit das von der Gesellschaft zu erstellende Finanzierungskonzept wegen der Aufnahme von
Darlehen/Bürgschaften der Stadt dies erfordert, werden hierzu ebenfalls gesonderte Vorlagen zur
Zustimmung durch Magistrat und Stadtverordnetenversammlung erstellt.
Zu c)
Ein erster Ansatz zur Verbesserung der ÖPNV-Maßnahmen ist mit dem Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung am 27.6.2013 zur Errichtung einer Straßenbahnlinie Campus TU-
Lichtwiese getroffen worden.
. . .
Diese neue Straßenbahnlinie kann die Gäste-Fans befördern, damit diese über den Waldeingang ins
Stadion gelangen können.
- 9 -
Zur Verbesserung der Parkplatzsituation sind bereits Gespräche mit der TU Darmstadt geführt
worden.
Zu d)
Für die Ausschreibung und das Vergabeverfahren für Planung und Bau benötigt die Gesellschaft ca.
400.000,00 Euro, die sie und nicht die Stadt aufbringen muss.
Darmstadt, den 2.7.2013
Dezernent I Dezernent II Dezernent III Dezernent IV
i . V .
Jochen Partsch Rafael Reißer Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Oberbürgermeister Stadtkämmerer
anlage 1
24401 Zeichen
Neu-/Umbau Stadion Darmstadt
Machbarkeitsstudie
27. Juni 2013
Inhaltsübersicht
Einleitung
Markt- und Bedarfsanalyse
Standortanalyse
Nutzungskonzept
Baukonzept
Realisierungsstruktur
Finanzierungskonzept
Zusammenfassung und Empfehlung
2
1. Bauliche Situation
Das Stadion am Böllenfalltor hat einen erheblichen Sanierungsbedarf (Bausubstanz, Wellenbrecher)
Um eine nachhaltige Nutzung zu erreichen muss es modernisiert/ertüchtigt werden
(Drittnutzungsmöglichkeiten, fehlende Konkurrenzfähigkeit Verein)
2. Infrastruktur
Der Standort hat eine unbefriedigende Erschließungssituation (z.B. Gästeführung/Sicherheit,
Verkehrsführung, Parken, Anwohnerschutz)
Die infrastrukturellen Probleme sind bei Neubau zu lösen
3. Betrieb
Zur Zeit verursacht das Stadion der Stadt jährliche Betriebskosten (ohne Sanierung und
Modernisierung) von ca. 0,5 Mio. €
Mit einem modernisierten Stadion könnte eine ausgeglichenes Betriebsergebnis erreicht werden
4. Schlussfolgerung
Ohne Investition ist die zukünftige Nutzung des Stadions gefährdet
3
Einleitung
Begründung der Machbarkeitsstudie
4
Markt- und Bedarfsanalyse
5
Markt- und Bedarfsanalyse
30 Km / 50 Km - Radius
*Frankfurt am Main, Bergstraße,
Darmstadt-Dieburg, Groß Gerau,
Odenwaldkreis, Landkreis Offenbach
Benachbarte Kreise und Städte*:
ca. 1,9 Mio. Einwohner
30 Km Radius:
ca. 1,7 Mio. Einwohner
Wissenschaftsstadt Darmstadt:
ca. 150.000 Einwohner
50 Km Radius:
ca. 2,65 Mio. Einwohner
0
400000
800000
1200000
1600000
2000000
2400000
2800000
Tagungs-, Messe-, Kongress- und Veranstaltungsstätten
Einrichtung Größte Besucherkapazität Erläuterung
Böllenfalltorhalle 2.000 Auch für Großveranstaltungen geeignet, Catering möglich
Wissenschafts- und Kongresszentrum
Darmstadt 1.677 Gastronomie vorhanden, kein Fremdcatering
Bürgermeister-Pohl-Haus Wixhausen 700 gehobene Gastronomie (keine Eigenversorgung möglich), Restaurant
im Nebengebäude (direkter Zugang)
Maritim Konferenzhotel Darmstadt 620 Gastronomie auf Anfrage
Orangerie 468 gehobene Gastronomie (keine Eigenversorgung möglich), Restaurant
im Nebengebäude (direkter Zugang)
Centralstation Kultur 398 integrierte Gastronomie vorhanden
Cinemaxx Darmstadt 378 Gastronomie vorhanden
Maritim Rhein-Main Hotel Darmstadt 300 Gastronomie auf Anfrage
Altes Schalthaus 299 Gastronomie vorhanden
Justus-Liebig-Haus 285
Ernst-Ludwig-Saal Eberstadt
(Schwanensaal) 256 Gastronomieküche zur Eigenversorgung (Brauereibindung)
Bürgerzentrum Zum Goldnen Löwen 250 Gastronomieküche zur Eigenversorgung (Brauereibindung)
Welcome Hotel Darmstadt 221 Gastronomie vorhanden
Comedy Hall 210 Gastronomie vorhanden
Bessunger Jagdhofkeller 200 Historisches Kellergewölbe, französische Gastronomie
InterCityHotel Darmstadt 190 Gastronomie vorhanden
Staatsarchiv, Karolinensaal, Vortragssaal 180 Gastronomie vorhanden, kein Fremdcatering
Weststadtbar 160 Gastronomie vorhanden
Burg Frankenstein Restaurant und Event 120 Große Spiel- und Eventfläche in der Burgruine, Gastronomie
vorhanden
Schlösschen im Prinz-Emil-Garten 100 Nur Fremdcatering möglich
Jugendherberge am Woog 80 Gastronomie vorhanden
Best Western Hotel Darmstadt 60 Catering möglich
Bockshaut Historisches Hotel Restaurant 60 Gastronomie vorhanden
Ramada Hotel Darmstadt 40 Gastronomie vorhanden 6
Markt- und Bedarfsanalyse
Infrastruktur Veranstaltungsstätten
Beschäftigungsgrößenklassen
1 bis 9
sozialversicherungs
-pflichtig
Beschäftigte
10 bis 49
sozialversicherungs
-pflichtig
Beschäftigte
50 bis 249
sozialversicherungs
-pflichtig
Beschäftigte
250 und mehr
sozialversicherungs
-pflichtige
Beschäftigte
Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe
Darmstadt, Wissenschaftsstadt 7.388 745 218 41
Bergstraße 12.774 951 166 17
Darmstadt Dieburg, Landkreis 12.655 877 149 19
Groß-Gerau 9.605 795 210 35
Odenwaldkreis 4.250 298 51 9
Landkreis Offenbach 17.528 1.254 308 44
Summe 64.200 4.920 1.102 165
7
Markt- und Bedarfsanalyse
Wirtschaftsstruktur Darmstadt (Stand: 31.12.2011)
8
Verkehrliche Infrastruktur
Markt- und Bedarfsanalyse
Pkw-Anbindung über die Autobahnen 5, 67 und 661
Zweitgrößter Fernverkehrsbahnhof in Hessen
Überörtlicher ÖPNV hat eine sehr gute Anbindung an den DB-Regionalverkehr (S-Bahn-Netz)
Sehr gutes ÖPNV Nahverkehrsnetz mit Straßenbahn- und Buslinien
25 Km Entfernung zum Flughafen Frankfurt
Bevölkerungspotential im Einzugsgebiet mit ca. 2,65 Millionen Menschen (50 Km) bzw. 1,7
Millionen Menschen (30 Km)
Die Zahl der Kleinbetriebe (ca. 70.000) und der Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern (ca.
1.250) im unmittelbarer Umgebung von Darmstadt lassen auf hohes Vermarktungspotential für
qualifizierte Zuschauerangebote und Drittnutzungen schließen
Sehr gutes überörtliches Straßennetz, gute ÖPNV-Anbindung
Veranstaltungsraumangebot für bis zu 2.000 Besucher bestuhlt (Böllenfalltorhalle), aber
Angebotslücke im Bereich 500 – 1.500 Besucher und für mehr als 2.000 Besucher
9
Markt- und Bedarfsanalyse
Zusammenfassende Bewertung
10
Standortanalyse
11
Größe und Zuschnitt der vorhandenen Fläche ausreichend
Erschließungssituation (Medien, ÖPNV, Individualverkehr, PKW-Stellplätze, Sicherheit) )
Grundstücksverfügbarkeit und -kosten
Planungsrechtliche Situation, insbesondere Immissionsschutz
Wirtschaftliche Potentiale für Betreiber (Synergien, komplementäre Nutzungen)
01
02
03
04
05
Standortanalyse
Standortkriterien
Arheilgen West
12
Standortanalyse
Übersicht Standorte
Am Böllenfalltor
Eschollbrücker
Straße
13
Standortanalyse
Am Böllenfalltor
14
Standortanalyse
Am Böllenfalltor
Grundstück grundsätzlich geeignet und verfügbar
Erschließungssituation für den Individualverkehr nicht optimal, keine direkte Autobahnanbindung
Geringe Anzahl Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Stadionnähe
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmittel ist gut (15 min mit der Straßenbahn vom Hbf.)
Höchstaufwendige Gästeführung durch die Polizei vom Bhf. Darmstadt Süd zum Stadion; unter
Sicherheitsaspekten schwierig
Planungsrechtlich zulässig, Verringerung der Immissionsbelastung der angrenzenden Wohnbebauung
-> Aufstellung B-Plan nicht notwendig
Synergieeffekte mit der benachbarten Böllenfalltorhalle
15
Standortanalyse
Eschollbrücker Straße
16
Standortanalyse
Eschollbrücker Straße
Grundstück grundsätzlich geeignet aber nicht im Eigentum der Stadt
Erschließungssituation für den Individualverkehr ist gut, unmittelbare Nähe zur Autobahn 5
Geringe Anzahl Pkw-Stellplätze in unmittelbarer Stadionnähe
Erstellung von Pkw-Stellplätzen auf dem Grundstück möglich
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmittel ist gut (Bhf. Darmstadt Süd in 1 Km Entfernung,
Bushaltestelle Darmstadt Haardtring 750m entfernt)
Voraussichtlich planungsrechtlich umsetzbar, Immissionsbelästigung für angrenzende
Wohnbebauung (Heimstättensiedlung) muss begutachtet werden -> Aufstellung B-Plan notwendig
17
Standortanalyse
Arheilgen West
18
Standortanalyse
Arheilgen West
Grundstück grundsätzlich geeignet aber Verfügbarkeit fraglich, da mehrere Eigentümer (5)
Grundstück nicht im Eigentum der Stadt und noch zu erschließen -> hohe Kosten zu erwarten
Erschließungssituation für den Individualverkehr ist sehr gut, unmittelbare Nähe zur Autobahn 5
Geringe Anzahl Pkw-Stellplätzen in unmittelbarer Stadionnähe, Stellplätze vor Ort sind zu schaffen und ggf.
über Doppelnutzung im angrenzenden Industriegebiet zu nutzen
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmittel ist gut (S-Bhf. Darmstadt-Arheilgen in 1 Km Entfernung)
Voraussichtlich planungsrechtlich umsetzbar, Immissionsbelästigung für angrenzende Wohnbebauung muss
begutachtet werden -> Aufstellung B-Plan notwendig
Synergien mit geplantem Tauchcenter und Hotel
Standortkriterien / Standorte Am Böllenfalltor Eschollbrücker Straße Arheilgen West
Grundstückseignung( Größe und Zuschnitt) +++ +++ +++
Vorhandene Erschließungssituation (Medien,
ÖPNV, Individualverkehr, PKW-Stellplätze) ++(+) + o
Sicherheit - +++ +++
Grundstücksverfügbarkeit +++ + ---
Grundstückskosten +++ --- --
Planungsrechtliche Situation, insbesondere
Immissionsschutz ++ - o
Wirtschaftliche Potentiale für Betreiber
(Synergien, komplementäre Nutzungen) + + +
19
Standortanalyse
Vorläufige Standortbewertung
Hinsichtlich Planungsrecht und Finanzierbarkeit günstigster Standort
Infrastrukturelle Probleme im nächsten Projektentwicklungsschritt lösbar
Verbesserte ÖPNV-Anbindung durch geplante Straßenbahnlinie HBF-Hochschulcampus
und Nutzung S-Bahnhalt Lichtwiese für Gästefans
Neues Parkkonzept für Heim- und Gästefans auf Hochschulcampus
Entwicklung und Umsetzung Anwohnerschutzkonzept
20
Standortanalyse
Begründung Standortempfehlung Böllenfalltor
Nutzungskonzept
Ort / Art
Anzahl
Veranstaltung
en pro Jahr
Innenraumveranstaltungen
Fußball Erläuterung / Beispiele
Spielbetrieb
1. Mannschaft SV Darmstadt 98
19 Ligaspiele
2 DFB-Pokal
2 Freundschaftsspiele
23
Länderspiele Nachwuchs / Frauen 1
24
22
Nutzungskonzept
Veranstaltungsübersicht 1/3
Tribünenveranstaltungen
Tribünenveranstaltungen
Firmenveranstaltungen
Großtagungen 1.000 – 1.500 Teilnehmer 1
Kleintagungen 100 – 300 Teilnehmer 8
Produktpräsentationen 2
Mitarbeiterschulungen / Kundenworkshop 3
Hausmessen 1
Betriebsversammlungen Infoveranstaltung für bis zu 2.000 Teilnehmer 2
Betriebsfeste bis 1.500 Teilnehmer 2
Hauptversammlungen JHV AG 1
Incentives Veranstaltung mit Unterhaltungsprogramm und gastronomischer Versorgung 5
Businessmeetings (Logen) Nutzung der Logen für Besprechungen durch Logenmieter und andere
Interessenten 20
45
Gesellschaftliche Veranstaltungen
Privatfeiern
Viele Fans und Menschen aus dem Umfeld des Vereins finden es sehr reizvoll,
private Feiern wie z.B. Geburtstage, Jubiläum, Taufen, Trauerfeiern und Hochzeiten
in der Spielstätte ihres Clubs zu veranstalten.
6
Bälle z.B. Abschlussball Tanzschule 1
Sportlerehrung 1
Vereinsveranstaltungen 2
10
23
Veranstaltungsübersicht 2/3
Nutzungskonzept
Ausstellungen
Themenausstellungen
In allen multifunktionalen Veranstaltungsstätten sind Ausstellungen ein
wirtschaftlich sehr interessantes Segment. Es handelt sich dabei um
Endverbraucherausstellungen, wie z.B. eine Autoausstellung, eine Tourismusbörse
oder ein Immobilienmarkt.
2
Antik- / Trödelmärkte Die witterungsgeschützte Zuschauerpromenade eignet sich sehr gut als
Veranstaltungsort für einen regelmäßig stattfindenden Antik- / Trödelmarkt. 4
6
Unterhaltungsveranstaltungen
Kleinkonzerte Konzert mit 100 – 1.500 Besuchern 5
themengastronomischen Veranstaltungen z.B. Oktoberfest 2
Kabarett / Comedy / Talk Die größte Zahl dieser Veranstaltungen liegt im Bereich 500 – 1.000 Besucher, so
dass die neue Haupttribüne sehr gute Rahmenbedingungen dafür bietet. 1
8
Dauerangebote, ganzjährig
Geschäftsstelle SV98
Fanshop SV98
Gesamtanzahl 93
24
Veranstaltungsübersicht 3/3
Nutzungskonzept
Art der Veranstaltung Anzahl
Veranstaltungen
Fußball 24
Firmenveranstaltungen 45
Gesellschaftliche Veranstaltungen 10
Ausstellungen 6
Unterhaltungsveranstaltungen 8
Gesamtanzahl 93
25
Zusammenfassung Veranstaltungen
Nutzungskonzept
Art der Veranstaltung Mainz Heidenheim Prognose
Darmstadt
Fußball 23 24 24
Firmenveranstaltungen 216 104 45
Gesellschaftliche Veranstaltungen 15 20 10
Ausstellungen 0 0 6
Unterhaltungsveranstaltungen 9 3 8
Gesamtanzahl 263 151 93
26
Vergleich mit bestehenden Neubauten
Nutzungskonzept
Baukonzept
Zuschauerplätze gesamt
Haupttribüne
Gegentribüne (u.a. Family, Rollis)
Kopftribüne Heim
Kopftribüne Gast
28
Zuschauerplätze gesamt
Baukonzept
ca. 18.000
ca. 3.900 Sitzplätze (800 Business-Seats,
……...340 Logenplätze,
ca. 2.760 Sitzplätze Heim)
ca. 4.850 Sitzplätze Heim
ca. 5.500 Stehplätze Heim
ca. 3.750 Plätze (ca. 400 Sitzplätze Gast,
ca. 1.400 Stehplätze Gast,
ca. 1.950 Sitzplätze Heim)
Haupttribüne
Business-Club
Logen
Fanshop
Büros Betreibergesellschaft
Geschäftsstelle SV98
Haupttribüne
ca. 2.000 qm
20 + 2 Eventlogen
ca. 100 qm
ca. 100 qm
ca. 200 qm
29
Baukonzept
Tribünenaufteilung
2.760 Sitzplätze
4.850 Sitzplätze Heim
5.500
Stehplätze
Heim
1.950
Sitzplätze
Heim
340 Logenplätze
800 Business-Seats
Haupttribüne + 2.000qm Business-Club
Gegentribüne
Kopftribüne Heim
Kopftribüne Gast
400 Sitzplätze
Gast
1.400
Stehplätze
Gast
Gesamtkostenschätzung mit Kostengruppe 700 und Bauherrenkosten:
ca. 27,6 Mio. € netto
In Kosten enthalten:
- Abbruch Bestand und Geländemodellierung - Stadion mit technischer Infrastruktur
- Außenanlagen: Überarbeitung Vorplatz Haupttribüne, Zaunanlage, Pflasterflächen im Umgang
- neues Naturrasenspielfeld mit Rasenheizung - 2 LED-Videowände
- NEA nach Richtlinien DFB - Projektsteuerung Bauherr, Gutachter
- Kosten für öffentliche Erschließung - Baugenehmigungskosten
- Prüfgebühren für Prüfstatik - Zwischenfinanzierungskosten
- Unvorhergesehenes 12-15% - Bauen bei laufendem Betrieb
In den Kosten nicht enthalten:
- Zutritts- und Payment-Systeme - Möblierung und Gastroausstattung
- Logeneinrichtungen
30
Baukosten, Standort Böllenfalltor
Baukonzept
Kostengruppe Betrag [€]
KG 100 0,00 €
KG 200 1.047.460,00 €
KG 300 14.679.225,00 €
KG 400 6.396.750,00 €
KG 500 1.419.200,00 €
KG 600 0,00 €
KG 700 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Gesamt 27.592.635,00 €
31
Baukonzept
Baukosten Standort Böllenfalltor nach Kostengruppen (DIN 276)
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 0 m² €/m² 0,00 €
VIP-Parkplätze 0 m² €/m² 0,00 €
Summe 0 m² 0,00 €
Kostenzusammenstellung Betrag [€]
Erschließung Grundstück 0,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 850.000,00 €
Grundstück 0,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 1.000.000,00 €
Bauherrnkosten (einschl.
öffentliche Erschließung) 1.750.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Gesamt 27.600.000,00 €
32
Baukonzept
Baukosten Standort Böllenfalltor
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 26.000 m² 35 €/m² 910.000,00 €
VIP-Parkplätze (550 Stellplätze
für 1.100 VIP – Besucher) 16.500 m² 35 €/m² 577.000,00 €
Summe 42.500 m² 1.487.500,00 €
Kostenzusammenstellung Betrag [€]
Erschließung Grundstück (70 €/m²) 2.975.000,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 0,00 €
Grundstück 1.487.500,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 2.970.000,00 €
Bauherrnkosten 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Gesamt 32.982.500,00 €
33
Baukonzept
Baukosten Standort Arheilgen
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 26.000 m² 235 €/m² 6.110.000,00 €
VIP-Parkplätze (550 Stellplätze
für 1.100 VIP – Besucher) 16.500 m² 235 €/m² 3.877.500,00 €
Summe 42.500 m² 9.987.500,00 €
Kostenzusammenstellung Betrag [€]
Erschließung Grundstück 0,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 0,00 €
Grundstück 9.987.500,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 2.970.000,00 €
Bauherrnkosten 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Gesamt 38.507.500,00 €
34
Baukonzept
Baukosten Standort Eschollbrücker Straße
35
Baukonzept
Grundstück Böllenfalltor 93.000 m² für Wohnbebauung
Grundstück Stadt Grundstück Land
Stadion
Trainingszentrum
4 x Naturrasen
2 x Kunstrasen
Umkleide-, Aufenthalts- und Wohngebäude
Parkplätze
Gesamtbedarf
36
Grundstücksbedarf
Baukonzept Komplettverlagerung Eschollbrücker Str.
ca. 26.000 qm
ca. 45.000 qm
ca. 16.500 qm
ca. 87.500 qm
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 26.000 m² 235 €/m² 6.110.000,00 €
VIP-Parkplätze (550 Stellplätze
für 1.100 VIP – Besucher) 16.500 m² 235 €/m² 3.877.500,00 €
Trainingsgelände 45.000 m² 235 €/m² 10.575.000,00 €
Summe 87.500 m² 20.562.500,00 €
Kostenzusammenstellung Betrag [€]
Erschließung Grundstück 0,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 0,00 €
Grundstück 20.562.500,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 2.970.000,00 €
Trainingsplätze 2.800.000,00 €
Bauherrnkosten 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 3.500.000,00 €
Ersatz Böllenfalltorhalle 5.000.000,00 €
Gesamt 57.882.500,00 €
37
Baukonzept
Baukosten Standort Eschollbrücker Straße Komplettverlagerung
Verwertungserlös Grundstück Böllenfalltor (93.000 m²) für Wohnbebauung:
(Basis: Aussage Projektentwickler) 20-25 Mio. €
./. Erschließung , Freimachung, Straßen- und Wegebau
Vorbehalt: Sicherung Endinvestition (Ertrag ca. 15 Mio. €)
Trainings
-gelände
Var. A
38
Grundstücksbedarf
Baukonzept Komplettverlagerung Arheilgen
Stadion
Trainingszentrum
4 x Naturrasen
2 x Kunstrasen
Umkleide-, Aufenthalts- und Wohngebäude
Parkplätze
Gesamtbedarf
ca. 26.000 qm
ca. 45.000 qm
ca. 16.500 qm
ca. 87.500 qm
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 26.000 m² 35 €/m² 910.000,00 €
VIP-Parkplätze (550 Stellplätze
für 1.100 VIP – Besucher) 16.500 m² 35 €/m² 577.500,00 €
Trainingsgelände 45.000 m² 35 €/m² 1.575.000,00 €
Summe 87.500 m² 2.243.500,00 €
Kostenzusammenstellung Betrag [€]
Erschließung Grundstück (70 €/m²) 6.125.000,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 0,00 €
Grundstück 2.243.500,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 2.970.000,00 €
Trainingsplätze 2.800.000,00 €
Bauherrnkosten 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Ersatz Böllenfalltorhalle 5.000.000,00 €
Gesamt 44.688.500,00 €
39
Baukonzept
Baukosten Standort Arheilgen Komplettverlagerung
Verwertungserlös Grundstück Böllenfalltor (93.000 m²) für Wohnbebauung:
(Basis: Aussage Projektentwickler) 20-25 Mio. €
./. Erschließung , Freimachung, Straßen- und Wegebau
Vorbehalt: Sicherung Endinvestition (Ertrag ca. 15 Mio. €)
40
Realisierungsstruktur
41
Realisierungsstruktur
Projektgesellschaft
Bauherr und Betreiber Namensrechtevertrag
Dienstleister /
Lieferanten
Managementvertrag
Drittnutzung
Sonstige Nutzer /
Veranstalter
Bauauftrag
Totalübernehmer
Land Hessen Stadt Darmstadt
Betreibergesellschaft
Betreibervertrag
Verein
42
2 Monate Konzept für Nutzung, Betrieb, Raumprogramm, Budgetbildung
Phase I
Konzeptentwicklung +
Machbarkeitsuntersuchung
Entscheidung des Auftraggebers zur Auslösung Phase II
Entscheidung Beauftragung
Phase II
Ausschreibung + Vergabe
Kosten: ca. 400.000 €
8 Monate
Pflichtenheft Bau, Ausschreibung und
Vergabeverfahren für Planung und Bau
8 Monate
Implementierung Betreiberkonzept,
Gesellschaftsstrukturen
Phase III
Bau +Betrieb
18 Monate Planung und Bauausführung
18 Monate
baubegleitenden Vermarktung,
Veranstaltungsakquise
30 Jahre
Phase IV
Betrieb Betrieb
Arbeitsschritte und Zeitplan
43
Arbeitsschritte Phase II + III
Phase III
europaweiter Teilnahmewettbewerb
Verhandlungsverfahren Planen und
Bauen aus einer Hand
Vergabeentscheidung Bauauftrag
Bauausführung Vermarktung, Veranstaltungsakquisition
Phase II
Bau Betreibung
Erarbeitung Ausschreibung
Umsetzung Betreiberkonzept
Einrichtung Projektgesellschaft
Finanzierungskonzept
Finanzierungskonzept
45
Ergebnis Betreiber: 210.000 (3.Liga) – 900.000 (2.Liga) p.a. (0,4 Mio. € -> 6 Mio. €
finanzierbar für 20 Jahre oder 5 Mio. € finanzierbar für 15 Jahre bei 3% Zinsen)
städtischer Zuschuss = aktuelle Kosten Stadion Böllenfalltor (0,5 Mio. € -> 7,5 Mio. €
finanzierbar für 20 Jahre oder 6 Mio. € finanzierbar für 15 Jahre bei 3% Zinsen)
Zuschuss Land 14 Mio. € (Offenbach = 11 Mio. €), höhere Förderung begründbar
Vermarktungserlös Böllenfalltor (Investor)
Finanzierungsbausteine
Ausgangssituation 2.+3. Liga:
Zuschauerschnitt ca. 7.000 Zuschauer pro Spiel (zzgl. Logen und Business-Seats)
Ausgangssituation 4. Liga:
Zuschauerschnitt ca. 3.500 Zuschauer pro Spiel (zzgl. Logen und Business-Seats)
46
Betreibung
Verein Betreiber
Erlös 4. Liga 3. Liga 2. Liga 4. Liga 3. Liga 2. Liga
Ticketing ohne VIP und
Business-Seats 735.000,00 € 1.837.179,41 € 2.388.333,24 € 0 € 0 € 0 €
Hospitality 746.460,00 € 1.867.320,00 € 2.427.516,00 € 61.740,00 € 142.380,00 € 185.094,00 €
Werbeflächen 250.000,00 € 500.000,00 € 750.000,00 € 332.500,00 € 665.000,00 € 997.500,00 €
Beteiligung Catering 51.780,75 € 111.753,52 € 150.867,25 € 91.780,75 € 211.753,52 € 275.279,57 €
Mieterlöse 0 € 0 € 0 € 200.000,00 € 300.000,00 € 600.000,00 €
Erlöse Drittnutzung 0 € 0 € 0 € 250.000,00 € 300.000,00 € 400.000,00 €
Summe Erlös 1.783.240,75 € 4.316.252,93 € 5.716.716,48 € 936.020,75 € 1.619.133,52 € 2.457.873,57 €
Aufwand 4. Liga 3. Liga 2. Liga 4. Liga 3. Liga 2. Liga
Stand-By Kosten Stadion 0 € 0 € 0 € 1.269.600,00 € 1.409.000,00 € 1.583.100,00 €
Variable Spieltagskosten 211.050,00 € 234.500,00 € 257.950,00 € 0 € 0 € 0 €
Cateringkosten 363.146,70 € 562.837,80 € 619.121,58 € 0 € 0 € 0 €
Ticketing 14.000,00 € 20.000,00 € 26.000,00 € 0 € 0 € 0 €
Miete / Pacht 200.000,00 € 300.000,00 € 600.000,00 € 0 € 0 € 0 €
Summe Aufwand 788.196,70 € 1.117.337,80 € 1.503.071,58 € 1.269.600,00 € 1.409.000,00 € 1.583.100,00 €
Ergebnis 995.044,05 € 3.198.915,13 € 4.213.644,90 € - 333.579,25 € 210.133,52 € 874.773,57 €
Ergebnis Businessplanung
Ø 3.500
Zuschauer * Ø 7.000 Zuschauer * Ø 10.000 Zuschauer *
Liga 4. Liga 3. Liga 2. Liga 3. Liga 2. Liga
Ergebnis Verein 1,00 Mio. € 3,20 Mio. € 4,21 Mio. € 3,98 Mio. € 5,24 Mio. €
Ergebnis
Betreiber - 0,33 Mio. € 0,21 Mio. € 0,87 Mio. € 0,26 Mio. € 0,94 Mio. €
47
Betriebsergebnis neues Stadion Darmstadt
* zzgl. Logen und Business-Seats
Betriebsergebnis
48
Zusammenfassung und Empfehlung
Zusammenfassung und Empfehlung
49
-> Umbau am Standort Böllenfalltor
Für den Standort Böllenfalltor sollte die 2. Phase (Projektentwicklung) ausgeführt werden.
Begründung:
Am Standort Böllenfalltor ist ein Stadionneubau zu den niedrigsten Kosten realisierbar
Er ist der einzige Standort, für den kein Bebauungsplan aufgestellt werden muss, so dass
eine Realisierung in kürzerer Zeit möglich ist.
In der Phase 2 lassen sich für die Schwachpunkte dieses Standortes „Stellplatzkonzept“,
„Gästeführung“ / „Sicherheitskonzept“ und „Anwohnerschutz“ Lösungen finden.
Für das notwendige Budget sollte ein realisierbares Finanzierungskonzept zu entwickeln
sein.
Das Konzept der Komplettverlagerung mit Quersubventionierung ist am Standort
Eschollbrücker Straße zu Kosten von 43Mio. €
Arheilgen zu Kosten von 30 Mio. €
realisierbar, würde aber voraussichtlich den Zeitbedarf für die Realisierung in etwa
verdoppeln
Aus der Studie ergibt sich folgende Empfehlung:
Nächste Schritte
50
Verbindliche Klärung Landesförderung
Gremienbeteiligung, eventuell Vorbehaltsbeschluss
Einrichtung Projektgesellschaft
Entwicklung Lösung offene Punkte
Entwicklung Finanzierungskonzept
Durchführung europaweiter Teilnahmewettbewerb
Kombinierter Planungs- und Bauwettbewerb als Verhandlungsverfahren
Vorbereitung Baugenehmigung
Nächste Schritte bei Auslösung Phase 2
Beratungsverlauf (6)
Orte (6)
- Eschollbrücker Straße 38
- Weiterstädter Straße
- Böllenfalltorweg
- Atzwinkelweg
- Röntgenstraße
- Haardtring 750m
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2013/0144
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 02.07.2013
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00