A-W/0030/2017
Wiedereinrichtung eines Wertstoffhofes in Albachten
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Originalantrag
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Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West Mitglieder der SPD-Fraktion: Beate Kretzschmar, Vorsitzende Stephan Brinktrine Raimund Köster Elke Kraut-Kleinschmidt Nico Schmitz Herrn Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster – West A-W/0030/2017 Herrn Stephan Brinktrine Pantaleonplatz 7 48161 Münster Münster, 31.07.2017 Die Bezirksvertretung Münster – West möge beschließen: Die Verwaltung der Stadt Münster und die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster werden beauftragt: die Wiedereinrichtung eines Wertstoffhofes in Albachten konzeptionell zu erarbeiten, der BV-West und dem Werksausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen das Konzept rechtzeitig zur Bebauung der neuen Wohngebiete umzusetzen Begründung: In Albachten werden in den nächsten Jahren drei neue Wohngebiete (Albachten Ost, Südlich des Bahnhofes, Lindenallee) erschlossen und bebaut werden. Damit wird Albachten zu einem deutlichen Siedlungsschwerpunkt in Münsters Westen spürbar wachsen. Vor diesem Hintergrund ist die Investition in die Wiedereinrichtung des Recyclinghofes in Albachten notwendig und sinnvoll. Ein so stark wachsender Stadtteil benötigt eine vollständige Infrastruktur und somit auch die dazu gehörigen Entsorgungsmöglichkeiten. Gerade für den wachsenden Stadtteil muss das Ziel einer wohnungs- und verkehrsnahen, attraktiven Entsor- gungsmöglichkeit gelten. Weniger PKW-Fahrzeiten und weniger Fahrkilometer bedeuten auch weniger CO2 -, Feinstaub- und weniger NOx- Ausstoss. Reaktionen aus der Bevölkerung zeigen uns immer wieder, dass die Albachtener Bürgerinnen und Bürger es für notwendig erachten, dass Albachten über eine solche Einrichtung verfügt. Es war eindeutig ein Fehler, im Jahr 2002 den Recyclinghof aufzulösen, denn der 1986 in Betrieb genommene Recyclinghof wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Das Argument der möglichen Nutzung der Wertstoffhöfe in Roxel und Mecklenbeck taugt nur bedingt. Die Wege sind zu lang, die Höfe somit nur mit dem Pkw zu erreichen und sie sind so gut besucht, dass es zu längeren Wartezeiten kommt. Für Mecklenbeck wird sich die Situation nach der Bebauung des ehemaligen Beresa- Geländes noch verschärfen. Es ist daher dringend erforderlich, mit den Planungen für einen neuen Recyclinghof in Albachten zu beginnen. Für die Fraktion: Raimund Köster Ein gleichlautender Antrag geht an den Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster.
Stellungnahme der Verwaltung
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R-uTonGo] 2007 AWM 320001 25.09.2017 60 52 560 Bezirksvertretung Münster-West über Herrn Stadtrat Peck |! Ta Recyclinghof Münster-Albachten . Antrag der SPD vom 31.07.2017 Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster begannen 1984 mit der Errichtung von Recyclinghöfen, an denen die Bürgerinnen und Bürger die in den Haushalten anfallenden Wertstoffe, Garten- und Problemabfälle sowie Sperrgut kostenlos abgeben können. Ziel war es, den Bürgerinnen und Bür- gern eine komfortable, und attraktive Entsorgungsmöglichkeit zu bieten. Die Entfernung zu den Recyclinghöfen sollte in der Regel 3 km nicht überschreiten. Die große Inanspruchnahme sowie das damit verbundene hohe Aufkommen an Wertstoffen (2016: 21.463 t), die ohne weitere Sortierung einer Wiederverwertung zugeführt werden konnten, rechtfer- tigte in den folgenden Jahren die zügige Errichtung weiterer Anlagen, so dass seit 2002 ein. na- hezu lückenloses Entsorgungsnetz im Stadtgebiet Münster entstand ist. . Im selben Jahr musste allerdings der Recyclinghof im Stadtteil Albachten aufgrund der fehlenden Bau- und Betriebsgenehmigung schließen. Der seit 1986 bestehende Recyclinghof, der zurzeit seinen Standort am Nordrand des Gewerbegebietes Steinbrede unmittelbar südlich der Bahnstre- cke Münster - Essen hatte, entsprach nicht mehr den Anforderungen an eine solche Einrichtung. Bei dem Recyclinghof handelte es sich um die letzte Einrichtung dieser Art im Stadtgebiet Münster, die bis Ende 2002 noch nicht entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen genehmigt und nach dem Stand der Technik saniert wurde. Das von der Deutschen Bahn AG gepachtete Gelände war mit knapp 1.000 m? Fläche zu klein und wegen des ungünstig schmalen Grundstückszuschnitts eine Erschließung problematisch. Ein Re- cyclinghof gemäß heutigen Anforderungen (u. a. gern. TRGS 520) sollte über je ein getrennte Ein- und Ausfahrt sowie über eine Mindestgröße von ca. 1.500 m? Nutzfläche verfügen. Zudem ist der Standort noch immer mit einer Altlast belastet. Der Standortausbau würde für die AWM neben den Grunderwerbskosten erhebliche Zusatzkosten für die Altlastensanierung erzeugen. Weiterhin wä- re die erforderliche Herstellung einer privaten Zuwegung und der entwässerungstechnischen An- lagen hin zu dieser Fläche mit erheblichen Ausbaukosten verbunden. Seitens.der Verwaltung wurden folgende 12 Standorte intensiv geprüft: Erweiterung des bestehenden Standortes westlich des Bahnhaltepunktes Dreiecksfläche südlich Straße Steinbrede, nördlich Lärmschutzwall Ehemalige Kläranlage Albachten (westlich GE-Gebiet Steinbrede) Fläche im GE-Gebiet Steinbrede, westlich Damm Osthofstraße Freie Gewerbegrundstücke im GE-Gebiet Steinbrede (mehrere Flächen) Fläche südlich des bestehenden Recyclinghofes, Anbindung über bestehende Erschließung Fläche.der ehemaligen Kläranlage „Am Wierling" Fläche südlich Straße „Haus Forkenbeck" Grundstück GE-Gebiet Steinbrede, nördlich Fa. Gautzsch 10. Fläche östlich Straße „Meerhook" 11. Fläche nördlich Straße „Möselerhook" 12. Fläche südlich Straße „Möselerhook" OR NDGPONDZA Bei der Abwägung aller privaten und öffentlichen Belange der vorgenannten untersuchten Stand- orte kam aus damaliger Sicht der Verwaltung allein der Standort 2 „Dreiecksfläche südlich Straße Steinbrede, nördlich Lärmschutzwall", für einen ortsnahen Recyclinghof im Stadtteil Albachten in Frage. Nach Bekanntwerden dieser Entscheidung gingen verstärkt Bedenken. der Anlieger gegen den Standortvorschlag der Verwaltung ein. Im Wesentlichen wandten sich die Bedenken der Anwohner gegen das zu erwartende erhöhte Verkehrsaufkommen (ca. 200 Pkw inkl. Lkw) und dem damit verbunden Gefährdungspotenzial für Kinder und ältere Anwohner der Steinbrede. Weiterhin wur- den die Befürchtungen geäußert, dass der Neubau des Recyclinghofes auf der Dreiecksfläche eine erhebliche Wertminderung der angrenzenden Grundstücksflächen mit sich zieht. Die BV-West schloss sich den Bedenken der Anwohner an und stimmte der von der Verwaltung vorgeschlagenen Ersatzfläche nicht zu. Eine Ersatzfläche zum Neubau eines Recyclinghofes in MS-Albachten steht somit auch zurzeit nicht zur Verfügung. Von den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster wurde kontinuierlich, angesichts der anstehenden Be- völkerungszunahme in Münster-Albachten u. a. durch die Realisierung neuer Baugebiete, intensiv geprüft inwieweit durch die Eröffnung bzw. Nutzung des Recyclinghofes in Mecklenbeck der ab- fallwirtschaftliche Bedarf des Stadtteils Albachten mit abgedeckt werden kann. Eine signifikante Erhöhung der Anlieferungen im beobachteten Zeitraum konnte nicht festgestellt werden. Um der Entwicklung des Stadtteils Albachten Rechnung zu tragen, werden die AWM, soll- te die Politik dies für notwendig erachten, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Immobilienma- nagement und dem Amt für Stadtentwicklung/ -planung und Verkehrsplanung die Styandortdiskus- sion, wieder aufnehmen. [ul Wedki
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (7)
- Lindenallee
- Haus Forkenbeck
- Osthofstraße
- Möselerhook
- Steinbrede
- Wierling
- Meerhook
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Details
- Aktenzeichen
- A-W/0030/2017
- Typ
- Antrag an die BV West
- Datum
- 01.08.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37