AN/1280/2022
Ausländeramt zur Willkommensbehörde umgestalten
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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Kölner Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 29.06.2022 AN/1280/2022 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Hauptausschuss 11.07.2022 Ausländeramt zur Willkommensbehörde umgestalten Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Hauptausschusses am 11.07.2022 zu setzen. Beschluss: 1. Die bisher schon eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung des Zielbildes des Ausländeramts werden ausdrücklich begrüßt (s. Mitteilung 1996/2022). 2. Eine*n externe*n Dienstleister*in mit Expertise im Bereich der interkulturellen Öffnung soll die Ausländerbehörde bei ihrem Entwicklungsprozess fachlich begleiten. Die er- forderlichen Finanzmittel für die externe Vergabe stehen im Haushaltsjahr 2022 im Teilplan 0209 Ausländerangelegenheiten in Höhe von 60.000 € zur Verfügung. 3. Die Verwaltung wird dabei unterstützt sich in ihrer Dienstleistungsorientierung zu ei- ner Willkommensbehörde zu entwickeln. Zur Weiterentwicklung und Optimierung der Prozesse und des Servicegedankens sollen alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen und mit hoher Priorität umgesetzt werden. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, bis Ende September 2022 die Kriterien für die Aus- schreibung festzulegen. Hierfür soll ein geeignetes Gremium gebildet werden unter Hinzuziehung von externen Akteur*innen. Das Gremium begleitet den gesamten Prozess. 5. Das Begleitgremium soll vorab dem Integrationsrat, dem Ausschuss Allgemeine Ver- waltung und Rechtsfragen/Vergabe/Internationales sowie dem Ausschuss Soziales, Seniorinnen und Senioren vorgestellt werden. Das Ergebnis des Gesamtprozesses und etwaige Zwischenergebnisse werden den genannten Ausschüssen sowie dem Integrationsrat ebenso vorgelegt. - 2 - Begründung: Menschen mit anderer als der Deutschen Staatsangehörigkeit insbesondere, wenn sie nicht einem der Länder der Europäischen Union angehören, sind in der Regel besonders abhän- gig von vertrauensvollen, zuverlässigen und serviceorientierten Anlaufstellen. Zahlreiche Kölner Träger und Ehrenamtliche engagieren sich auf beeindruckende Weise in der Bera- tung von zugewanderten und geflüchteten Menschen, die in Köln eine neue Heimat sehen. Da Köln als „Sicherer Hafen“ gilt, ist es daher nur folgerichtig, diese Werte als Stadtverwal- tung zu leben und zu vermitteln. Die Krisenherde der Welt werden Bund, Länder und Kom- munen weiterhin vor Herausforderungen stellen, weshalb mit Zuwanderung und Flucht auch in den nächsten Jahrzehnten gerechnet werden kann. Auch der aktuelle und prognostizierte steigende Fachkräftemangel in Deutschland und auch in Köln ist dabei nicht außer Acht zu lassen und wird zugewanderte (künftige) Fachkräfte in vielen Bereichen unentbehrlich ma- chen. Einwanderung bedeutet für Köln einen Zugewinn an Potenzialen und Chancen! Da die Ausländerbehörden die ersten Anlaufstellen für zugewanderte und geflüchtete Menschen sind, soll eine externe Vergabe aufzeigen, welche Chancen und Potenziale, die o.g. Heraus- forderungen bewältigen können. Dabei spielen zielgruppengerechte Prozesse und Materia- lien, Servicementalität sowie eine vertrauensvolle, humanitäre, rassismuskritische Atmo- sphäre (innerhalb der Behörde sowie ggü. Kund*innen) eine Rolle. Aus Studien ist bekannt, dass sich diese Faktoren positiv auf das Wohlbefinden und somit die Integration von Men- schen auswirken. Im Rahmen des Landesförderprogrammes KIM soll außerdem die intra- und interkommunale Zusammenarbeit gestärkt werden, wobei eine engere Zusammenarbeit der Ämter innerhalb der Stadt Köln wichtige Arbeits- und Informationsprozesse entbürokrati- sieren könnte. Ziel der externen Untersuchung und Konzeptvergabe ist es daher, auf Grund- lage der Analyse, ein mit professioneller externer Expertise und mit Hilfe des Kölner Ex- pert*innengremiums ein Konzept zu erarbeiten, dass konkrete Maßnahmen uns Strategien zur Umsetzung benennt. Mit freundlichen Grüßen gez. Lino Hammer gez. Niklas Kienitz Grüne-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. Lucas Sickmöller Volt-Fraktionsgeschäftsführe
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1280/2022
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
- Datum
- 29.06.2022
- Erstellt
- 29.06.2022 13:52