AN/0658/2020
Änderungsantrag zu TOP 4.1 „Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung Köln 2020“ (0418/2020) - Gesamtschule für Rondorf !
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SPD Änderungsantrag nach § 13
3770 Zeichen
An den Vorsitzenden des Ausschusses Schule und Weiterbildung Dr. Helge Schlieben Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 22.05.2020 AN/0658/2020 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.05.2020 Änderungsantrag zu TOP 4.1 „Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung Köln 2020„ (0418/2020) - Gesamtschule für Rondorf ! Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, die Verwaltung macht in der vorgelegten Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung 2020 deutlich, dass sie die Schulplatzbedarfe bei Gesamtschulen als ebenso dringlich bewertet wie die durch Rückkehr zu G 9 perspektivisch fehlenden Gymnasialplätze. Vorrangiges Handlungsziel für die Verwaltung ist demnach in den ersten Schritten gleichbe- rechtigt die Errichtung von neuen Gesamtschulen und Gymnasien, bevor nachrangig die Errichtung von weiteren fünf Gesamtschulen vor allem in großen neuen Wohnbaugebieten verfolgt werden soll. Bei allem Verständnis für die notwendigen Vorkehrungen zur Abmilderung der drangvollen Enge an Gymnasien, die sich im Schuljahr 2026/27 durch die zusätzlich im System verblei- benden 4.300 Schüler*innen ergeben wird, sollte dies nicht den Blick dafür verstellen, dass die schwierige Situation der Gymnasien hauptsächlich durch die seit vielen Jahren fehlenden Gesamtschulplätze entstanden ist. Die in den vergangenen Jahren zusätzlich gegründeten sieben Gesamtschulen konnten aufgrund der stark ansteigenden Schüler*innenzahlen nicht verhindern, dass in Köln jedes Jahr etwa 900 Kinder – mal mehr mal weniger - bei ihrem Wechsel auf die weiterführende Schule von den Gesamtschulen abgelehnt werden mussten! Neue Gesamtschulen müssen entstehen – erst dann wird der Druck auf die Gymnasien nachlassen! Dies gilt insbesondere für die großen neuen Wohngebiete. SPD-Fraktion bittet Sie vor diesem Hintergrund, folgenden Änderungsantrag auf die Tages- ordnung des Ausschusses Schule und Weiterbildung am 25.05.2020 aufzunehmen. Ergänzend zum vorliegenden interfraktionellen Antrag wird die Verwaltung beauftragt, - 2 - im Bereich Rondorf Nordwest anstelle eines dreizügigen Gymnasiums eine Gesamt- schule zu planen, um den Bedarf an geeigneten Schulplätzen im Einzugsgebiet der zu errichtenden Schule gerecht zu werden. Begründung: Für das rund. 36 ha (Bruttobauland) umfassende städtebauliche Plangebiet Rondorf Nord- west werden nach Angaben der Verwaltung zwischen 3.000 und 4.500 Einwohner*innen erwartet. Zum Einzugsgebiet der weiterführenden Schule gehören neben Rondorf außerdem die be- nachbarten Stadtteile im linksrheinischen Süden. Es zeigt sich schon jetzt – wie schon bei der Diskussion über die Schulform im Herbst 2018 – dass das Interesse an einem integrier- ten Schulsystem, wie es eine Gesamtschule bietet, in der Bürgerschaft, den benachbarten Schulen, der Elternschaft und in der Bezirksvertretung groß ist. Eine Gesamtschule wird dem großen Einzugsbereich und der damit verbundenen heteroge- nen Schüler*innen-Struktur besser gerecht als das dort eingeplante Gymnasium mit drei Zü- gen in der Sekundarstufe I und fünf Zügen in der Sekundarstufe II. Der Schulausschuss unterstützt daher den von der Bezirksvertretung 2 eingebrachten Ände- rungsantrag AN/0587/2020 und spricht sich für eine vier- bis sechszügige Gesamtschule aus. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0658/2020
- Typ
- SPD Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 22.05.2020
- Erstellt
- 22.05.2020 09:02