Mandari Insight

V/0027/2016

Mehr Qualität im Offenen Ganztag - mehr Chancen auf gute Bildung sicher stellen - CDU-Antrag A-R/0053/2015

Vorlagen 18.05.2016

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Schule und Weiterbildung, Sitzung am 28.06.2016, TOP 5

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

a-r-0053-2015 - CDU Mehr Qualität im Ganztag_1

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

5337 Zeichen

V/0027/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Mehr Qualität im Offenen Ganztag - mehr Chancen auf gute Bildung sicher stellen - CDU-Antrag 
A-R/0053/2015 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
08.06.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Entscheidung 
28.06.2016 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Anhörung 
 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, mit den münsterschen Hochschulen nach Wegen zu suchen, 
künftig für Lehramtsstudierende ein studienbegleitendes Praktikum in den offenen Ganztagsschulen 
(OGS) zu ermöglichen.   
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der unteren Schulaufsicht und den münsterschen 
Grundschulen eine Handlungsstrategie zu erarbeiten, die eine stärkere Verankerung der mathema-
tisch-naturwissenschaftlichen Bildung im Offenen Ganztag absichert.  
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Die Entscheidungen haben keine finanziellen Auswirkungen. 
 
 
 
Begründung: 
 
Am 16.09.2015 wurde der Antrag der CDU „A-R/0053/2015 Mehr Qualität im offenen Ganztag – mehr 
Chancen auf gute Bildung sicherstellen“ an den Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien ve r-
wiesen. Ziel des Antrages ist die qualitative Aufwertung der Offenen Ganztagsschule (OGS). Zukün f-
tig solle es möglich sein, dass Lehramtsstudierende ein studienbegleitendes  Praktikum in der OGS 
absolvieren können. Außerdem sollen OGS -Kinder im Bereich der Naturwisse nschaften (MINT -
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0027/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Kentrup 
Frau Must 
Ruf: 
492-5894 
492-5543 
E-Mail: 
kentrup@stadt-muenster.de 
must@stadt-muenster.de 
Datum: 
18.05.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0027/2016 
Bildung), wie es z.B. durch das Q.UNI Camp der Westfälischen Wilhelms -Universität Münster (WWU) 
geschieht, individuell gefördert werden. 
 
Die Verwaltung hat in der Zwischenzeit Gespräche mit der WWU geführt. Bislang können Lehramt s-
studierende der Westfälischen Wilhelms -Universität Münster kein studienbegleitendendes Praktikum 
im offenen Ganztag absolvieren. Die WWU prüft derzeit, ob die Prüfungsordn ung geändert werden 
kann. Voraussetzung für die Anerkennung eines Praktikums im Nachmittagsbereich ist die Sicherstel-
lung der Präsenz und Anleitung durch Lehrpersonal. 
 
2009 veröffentlichte die K ultusministerkonferenz „ Empfehlungen zur Stärkung der mathema tisch-
naturwissenschaftlichen Bildung“  für MINT -Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und 
Technik). Die WWU hat darauf reagiert und das Projekt Q.UNI entwickelt. Dies ist ein freiwilliges A n-
gebot für alle Kinder und Jugendlichen Münsters, das a n verschiedenen Standorten der Unive rsität 
besucht werden kann.  Damit möchte die WWU Münster das Interesse und die Neugier für wisse n-
schaftliche Phänomene wecken sowie Begeisterung für Wissenschaft und Forschung in allen Fächern 
fördern. So ermöglicht Q.UNI allen Kindern und Jugendlichen, Forschung aus einer neuen und spa n-
nenden Perspektive kennenzulernen. Das Angebot wird einmal im Jahr durch das Q.UNI Sommer-
camp als besonderes Highlight erweitert, das in diesem Jahr vom 11. Bis zum 31. Juli stattfindet . Au-
ßerdem können Lehrkräfte der Primarstufe im Fach Sachunterricht über die Q.UNI „Klasse(n)kisten“ 
mit erprobtem Experimentiermaterial bestellen, um diese im Unterricht einzusetzen. Daneben gibt es 
zahlreiche Fortbildungsangebote für Lehrkräfte, die über ve rschiedene Institute der WWU angeboten 
werden. Besonders zu nennen ist hier das Seminar für Dida ktik des Sachunterrichts, das sich mit der 
Weiterbildung KiNT:P und Veranstaltungen zur naturwi ssenschaftlichen und technischen Bildung im 
Primarbereich dem hie r angesprochenen Bildungsschwerpunkt mit verschiedensten Ansätzen z u-
wendet. Ebenfalls besonders zu nennen sind die Forscherwerkstätten an Grundschulen, die seit ein i-
gen Jahren in Kooperation von WWU und dem Amt für Schule und Weiterbildungen einige Fortbi l-
dungsmodule den Grundschulen anbieten. Zur Steigerung der Qualität im Rahmen des offenen Ganz-
tages kann ferner im Rahmen von freiwilligen Experimentier -AGs in den naturwissenschaftlichen F ä-
chern eine Förderung durchgeführt werden.  
Lehramtsstudierende könn en als Honorarkräfte im Rahmen einer MINT -AG angeworben we rden. 
Hierfür stehen allen Grundschulen Mittel im Rahmen des OGS -Förderbudgets zur Verf ügung. Der 
Fachdienst OGS des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien plant für die Schulen eine Inform a-
tionsveranstaltung und wird für das kommende Schuljahr verstärkt den Bereich der Mint AG`s in den 
Schulen bewerben.   
Die wirksame Implementierung einer verstärkten mathematischen, naturwissenschaftlichen und tec h-
nischen Bildung im Offenen Ganztag setzt voraus , dass dieser Bildungsschwerpunkt Teil des schul i-
schen Ganztagskonzepts ist und nicht nur ein „Nachmittagsangebot“. Das kann nur im Dialog mit den 
Schulen gelingen. Mit der unteren Schulaufsicht und den Münsterschen Grundschulen soll daher eine 
grundsätzliche Handlungsstrategie zum weiteren Verfahren erarbeitet werden und su kzessive in den 
nächsten Schuljahren umgesetzt werden. Die Verwaltung wird dem Ausschuss nach Ende des Schul-
jahres 2016/2017 eine Auswertung vorlegen.  
 
 
I.V. 
 
 
 
 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
 
Anlagen: 
CDU-Antrag

a-r-0053-2015 - CDU Mehr Qualität im Ganztag_1

5030 Zeichen

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0053/2015 
 
 
 
 Münster, 31.08.2015 
 
ANTRAG 
 
 
 
 
 
 
MEHR QUALITÄT IM OFFENEN GANZTAG -  
MEHR CHANCEN AUF  
GUTE BILDUNG SICHER STELLEN 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt: 
 
1. 
 Zur Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts “Offene Ganztagsschule“ nimmt die 
Verwaltung Gespräche u.a. mit den Münsteranern Hochschulen auf, um zu prüfen, 
inwiefern dauerhafte Kooperationen mit unterschiedlichen Studienfachrichtungen möglich 
sind, die zukünftige Lehr- und sozialpädagogische Kräfte ausbilden, damit 
Lehramtsstudierende sich an der inhaltlichen Begleitung der OGS im Rahmen eines 
studienbegleitenden Praktikums beteiligen. 
 
2. 
 Die individuelle Förderung der Kinder, die ihre Interessen, Stärken und persönliche 
Fähigkeiten berücksichtigt, wird ausgebaut. Neben der vielfach unerlässlichen 
Sprachförderung wird das Augenmerk auf gezielte Förderung im Bereich der 
Naturwissenschaften (MINT-Bildung) als verlässlichen Bestandteil des Nachmittags 
gelegt, die Neugier wecken und zum eigenständigen Experimentieren führen soll. Als 
Beispiel kann hier der Q.UNI Camp dienen, der als naturwissenschaftliche 
Entdeckungsreise für Grundschulkinder und Jugendliche konzipiert wurde. (s. 
http://www.uni-muenster.de/quni/) 
 
 
 
Begründung:

Seit der Einführung der offenen Ganztagsschulen vor gut zehn Jahren sind neue Bedarfe 
entstanden, die eine Neuausrichtung und Weiterentwicklung des bisherigen OGS-Modells 
erforderlich machen. Der vielfache Elternwunsch ist, dass die Kinder qualitativ und gezielt 
gefördert werden. Zudem stehen die OGS vor einer neuen Aufgabe, zur Integration der aus 
anderen Ländern zugereisten oder geflüchteten Kindern beizutragen. 
 
In Münster beteiligen sich zurzeit (Schuljahr 2014/2015) 45 Grund- und Förderschulen an 
der OGS, an denen 4.645 Plätze zur Verfügung stehen. Berücksichtigt werden müssen die 
neuen Schülerprognosen, die bis zum Schuljahr 2020/21 von einem Zuwachs von rd. 1200 
Schülerinnen und Schülern ausgehen. (s. V/0111/2015 „Schülerprognose für die städtischen 
Grundschulen und sich daraus ergebende Handlungsbedarfe“). Die unterschiedlichen Bedarfe 
werden ebenfalls steigern. 
Individuelle Förderung der Kinder, so wie sie im Idealfall gedacht ist, scheitert oft am 
fehlenden qualifizierten Personal. Basierend auf dem Gedanken, der in der Verwaltung diskutiert 
wird, den stets steigenden Bedarf an sprachlicher Förderung über Studierende mit dem 
Schwerpunkt DaF (Deutsch als Fremdsprache) zumindest teilweise zu decken, bietet sich an, 
eine solche Förderung auch auf andere Bereiche auszudehnen. Die Verwaltung soll daher 
prüfen, inwiefern es umsetzbar wäre, Lehramtsstudierende in die inhaltliche Betreuung am 
offenen Ganztag im Rahmen eines berufsbegleitenden Praktikums dauerhaft einzubinden.  
Die Attraktivität der OGS muss dabei gewährleistet werden. Gerade der Ganztag bietet viele 
lernunterstützende Möglichkeiten, Situationen zu schaffen, in denen sich Kinder ausprobieren 
können. Mädchen und Jungen mit höherem Förderbedarf können sich so öfter als Könner 
erleben, wenn sie gezielt ihren eigenen Interessen nachgehen dürfen. Ebenfalls kann der 
individuelle Lernprozess bei den Kindern optimal unterstützt werden, die über das in der Schule 
Gelernte hinaus wollen. Insbesondere die MINT-Fächer, die sich sehr gut zum selbständigen 
Experimentieren eigenen, zeigen laut Studie des SINUS-Projekts ein deutliches Unterangebot im 
außerschulischen Bereich von Primarschulen. Hier kann in Kooperation mit den Münsteranern 
Hochschulen ein dauerhaftes Angebot für den OGS-Bereich geschaffen werden, ähnlich dem 
Q.UNI Camp, mit dem die WWU bereits seit Jahren ein stetig wachsendes, bundesweit 
einzigartiges Programm für Kinder und Jugendliche verschiedenster Altersklassen – von der Kita 
bis zur Oberstufe, vom ersten Entdecken bis hin zur Unterstützung bei Hausarbeiten und 
Abiturvorbereitung bietet. Mit zahlreichen Attraktionen und Seminaren sollen Grundschulkinder und 
Jugendliche dazu angeregt werden, selbst die Welt zu erkunden und die Wissenschaft hautnah 
zu erleben. Erfolgreiche Formate wie das Experimentierlabor "MExLab ExperiMINTe" oder die 
Materialsammlung "Klasse(n)kisten" könnten dauerhaft als Lernangebot im Rahmen des OGS 
ihren Platz finden. Die OGS wird den Kindern gerechter, wenn sie nach dem Prinzip „Fördern 
und Fordern“ konzipiert wird. Für MINT-Forschung können die vorhandenen Räumlichkeiten 
genutzt werden, da die Klassen in diesem Fall multifunktional problemlos zur Verfügung stehen.

gez. 
Stefan Weber 
Frank Baumann 
Horst Beitelhoff 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Olaf Bloch 
Peter Börgel 
Heinz-G. Buddenbäumer 
 
 
Olaf Dreßen 
Dr. Dietmar Erber  
Sven Gotthal 
Walter von Göwels 
Richard Halberstadt 
Gilbert Hartmann 
Jens Christian Heinemann 
Bruno Kleine Borgmann 
 
 
Jan Leiße 
Stefan Leschniok 
Christel Loschelder 
Hans Neumann 
Andreas Nicklas 
Karin Reismann 
Josef Schliemann 
Angela Stähler 
Manfred Wenzel

Beratungsverlauf (2)

08.06.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 19 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.06.2016 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0027/2016
Typ
Vorlagen
Datum
18.05.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37