Mandari Insight

2010/0437

Strategische Weiterentwicklung der Institut Wohnen und Umwelt GmbH (IWU GmbH)

Magistratsvorlage 29.09.2010

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

anlage 2

50.6 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 1

52.0 KB · application/pdf

Ansehen

2010/0437

24.7 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 2

32148 Zeichen

Weiterentwicklung des  
Instituts Wohnen und Umwelt  
 
Teil B:  Mittelfristiges Forschungsprogramm  
bis 2015 
 
 
 
 
 
 
 
Teil A: Strategiepapier  
Teil B: Mittelfristiges Forschungsprogramm bis 2015 
Teil C: Internes Forschungsmanagement 
Teil D: Einordnung des IWU in die nationale und internationale  
Forschungslandschaft

2 
Inhalt 
1 Forschungsfelder und Forschungsschwerpunkte.............................. 3 
2 Forschungsfeld Wohnen ....................................................................... 4 
2.1 Vision und Gesamtstrategie............................................................................ 4  
2.2 Forschungsschwerpunkte ............................................................................... 4 
Verzahnung von Wohnungsmarktpolitik und kommunaler Standort- und 
Stadtentwicklungspolitik ........................................................................................................4  
Wohnungspolitische Instrumente gestalten und evaluieren.................................................. 5 
Fundierte und genaue Prognosen erstellen .......................................................................... 5 
Datenpool Wohnungsanbieterstruktur generieren ................................................................ 5 
Preisanalysen weiterentwickeln ............................................................................................ 6 
3 Forschungsfeld Energie........................................................................ 7  
3.1 Vision und Gesamtstrategie............................................................................ 7  
3.2 Forschungsschwerpunkte ............................................................................... 7 
Wirksame Instrumente für Energieeinsparung und Klimaschutz gestalten........................... 7 
Gebäude energetisch optimieren .......................................................................................... 8 
Konzepte für Niedrigstenergiegebäude entwickeln............................................................... 8 
Integrale Gebäudeplanung voranbringen.............................................................................. 9 
4 Übergreifendes Forschungsfeld: Integrierte nachhaltige 
Entwicklung.......................................................................................... 10  
4.1 Vision und Gesamtstrategie.......................................................................... 10  
4.2 Forschungsschwerpunkte ............................................................................. 10 
Nachhaltige Stadt- und Stadtteilentwicklung....................................................................... 10 
Integrierte Konzepte zu Klimaschutz und Klimaanpassung................................................ 11 
Verknüpfung der Modernisierung von Wohnungsbeständen und der integrierten 
Quartiersentwicklung...........................................................................................................12 
Nachhaltige Konzepte für neue Stadtteile........................................................................... 12 
Nutzerverhalten und Nutzerakzeptanz fördern.................................................................... 13 
Preiseinfluss energetischer Merkmale messen................................................................... 13 
Berücksichtigung von Umweltbelangen beim nachhaltigen Bauen .................................... 13 
Nachhaltigkeitszertifizierung weiterentwickeln .................................................................... 14

3 
1 Forschungsfelder und 
Forschungsschwerpunkte  
Auf der Grundlage unseres Institutsauftrags und als Beitrag zu einer nachhaltigen 
integrierten Gebäude und Gebietsentwicklung konkretisieren wir unser 
Forschungsprofil  in einem mittelfristigen Forschungsprogramm (5 Jahre) mit unseren 
Forschungsschwerpunkten und den aktuellen Themen. Dabei lässt es Raum für 
kurzfristig auftretende Forschungsfragen. Das Programm wird im Abstand von zwei 
Jahren evaluiert und fortgeschrieben. 
Das Forschungsprogramm enthält auch Angaben zur Finanzierung aus der 
institutionellen Förderung und den eingeworbenen Drittmitteln. 
Wir verfügen über Kernkompetenzen in den Forschungsfeldern 
 Wohnen, sozial-ökonomische Entwicklung  
 Energie, energieeffiziente Gebäude, CO2-neutrale-Entwicklung sowie  
 Integrierte nachhaltige Entwicklung. 
Zum Alleinstellungsmerkmal des IWU gehört die Bearbeitung der drei 
Forschungsfelder in einem Haus. Dies ermöglicht und verpflichtet uns, übergreifende 
und komplexe Forschungsansätze zu verfolgen und integrierte, nachhaltige 
Forschungsergebnisse zu erzielen und deren Implementierung zu unterstützen.

4 
2 Forschungsfeld Wohnen 
2.1 Vision und Gesamtstrategie 
 
Durch den quantitativen und strukturellen demografischen Wandel, die zunehmende 
Individualisierung der Gesellschaft, steigende Energiepreise und eine sich öffnende 
Schere zwischen Arm und Reich differenziert sich der Wohnungsmarkt stark aus.  
Ziel der Wohnungspolitik sind ausgeglichene Märkte, die Vermeidung von Segregation 
und  eine bezahlbare Wohnraumversorgung für alle.  Die Anpassung der Bestände an 
die künftige Nachfrage sowie die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes 
sind weitere Herausforderungen. 
Das IWU fördert durch seine Expertisen die Transparenz auf dem Wohnungsmarkt. 
Hierzu stellt es Analysen und Prognosen zu Angebot, Nachfrage, Preisen und 
Leerständen zur Verfügung. Daraus leitet es Konzepte und Handlungsempfehlungen 
ab. Sie setzen Bund, Land und Kommunen in die Lage, im Rahmen der Wohnungs- 
und Stadtentwicklungspolitik die eingangs genannten politischen Ziele umzusetzen. In 
zunehmendem Maße sollen Analysen, Prognosen und Konzepte auch für Verbände, 
Bestandshalter und Immobilienfinanzierer erarbeitet werden. 
Als Forschungsinstitut hebt sich das IWU durch sein wissenschaftliches und 
methodisches Niveau insbesondere gegenüber privatwirtschaftlichen Konkurrenten ab. 
Dies soll nach außen stärker kommuniziert werden. Breite methodische Kompetenzen 
insbesondere bei Primärerhebungen, repräsentativen Stichprobenziehungen, 
Ökonometrie, Mikrosimulation und Geoinformationssystemen sichern die schnelle 
Reaktionsfähigkeit des Instituts auf neue inhaltliche Herausforderungen.  
 
2.2 Forschungsschwerpunkte 
Im Rahmen dieser Gesamtstrategie werden in den nächsten fünf Jahren die folgenden 
Schwerpunkte gesetzt: 
Verzahnung von Wohnungsmarktpolitik und kommunaler Standort- und 
Stadtentwicklungspolitik 
Wohnungspolitik sorgt traditionell durch die Förderinstrumente und die Steuerpolitik für 
eine adäquate und bezahlbare Wohnraumversorgung breiter Schichten. Die stark 
räumlich ausgerichtete Stadtentwicklungspolitik verfolgt übergeordnete städtebauliche, 
sozialräumliche und ökologische Ziele. Sie können sich parallel mit den Zielen der 
Wohnungspolitik verwirklichen lassen oder aber Konflikte hervorrufen. Probleme 
könnten bspw. sein: Eine Förderung von Neubauten in schrumpfenden Regionen, ein 
fehlendes Engagement kommunaler Wohnungsunternehmen und anderer

5 
Wohnungseigentümer für stadtentwicklungspolitische Ziele oder die Förderung der 
sozialräumlichen Segregation durch nicht ausreichend differenzierte 
Angemessenheitsgrenzen der Kosten der Unterkunft. Das IWU beobachtet die Wirkung 
der verschiedenen Fachpolitiken und bietet eine räumliche differenzierte Analyse der 
Wirkungen an. 
Wohnungspolitische Instrumente gestalten und evaluieren 
Die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland werden auch in den nächsten Jahren 
weiter reformiert werden. Auf Basis der Erfahrungen bei der Simulation zur Anzahl und 
Struktur der Wohngeldempfänger und eines aktuellen Konzeptes zur 
angebotsbasierten Festlegung der Kosten der Unterkunft wird das IWU seine Expertise 
auch in die weitere Diskussion um die Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme 
einbringen.  
In den kommenden Jahren muss sich das Wohnungsangebot an neue 
Nachfragestrukturen anpassen. Durch neue Lebensmuster aber auch durch den 
demografischen Wandel wird die Nachfrage nach Wohnraum vielfältiger. Die Anbieter 
müssen ihre Bestände an die sich differenzierende Nachfrage anpassen, um weiterhin 
wettbewerbsfähig zu sein. Auch die wohnungspolitischen Instrumente müssen auf 
diese Weise reagieren. Das IWU kann hierbei unterstützend tätig werden. 
Fundierte und genaue Prognosen erstellen 
Der demografische Wandel und energetische Anforderungen sowie sich wandelnde 
Wohnpräferenzen der Nachfrager, wie bspw. ein zu beobachtender Trend zurück in die 
Städte, werden in der Zukunft für groß- und kleinräumige Verschiebungen auf dem 
Immobilienmarkt sorgen. Das IWU erarbeitet seit Langem Bedarfsprognosen. Diese 
werden im Hinblick auf den räumlichen Detaillierungsgrad, den Gebäudetyp und die 
Wohnungsgröße verfeinert und auf spezielle Nachfragegruppen, wie Pflegebedürftige, 
ausgedehnt. Diese Ergebnisse werden verknüpft mit den klassischerweise im Institut 
erstellten Wanderungsmotiv- und Mieterbefragungen. So können bspw. 
Immobilientypen identifiziert werden, die leerstandsgefährdet sind, und Strategien für 
die zukünftige Baulandausweisung abgeleitet werden. Der Zusammenhang zwischen 
Angebot, Nachfrage und Preisen soll in den nächsten Jahren vertieft untersucht 
werden, so dass auch preisliche Auswirkungen prognostiziert werden können. Diese 
Prognosen werden verstärkt auch privatwirtschaftlichen Kunden angeboten. 
Datenpool Wohnungsanbieterstruktur generieren 
Deutschland ist ein Mieterland. Die derzeitigen Zahlen über die Anbieterstruktur sind 
hochgradig ungenau. Privatvermieter stellen ca. 40 % des deutschen 
Wohnungsbestandes bzw. 60% des Mietwohnungsbestandes, ohne dass über diese 
Gruppe, ihre Struktur, Einstellungen und Ziele ein vertieftes Wissen vorliegt. Im 
Rahmen zweier Projekte für das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung werden 
derzeit am IWU technische und wohnungswirtschaftliche Aspekte der Privatvermieter

6 
und ihrer Bestände untersucht. Diese Grundlagen sollen genutzt werden, um im IWU 
den deutschlandweit führenden Datenpool zur Struktur des Wohnungsangebots 
aufzubauen. Er dient als Entscheidungsgrundlage für die Wohnungs- und 
Stadtentwicklungspolitik in Bund und Land, ist aber auch für Verbände von Interesse. 
Aufbauend darauf werden Konzepte zur stärkeren Einbindung verschiedener 
Eigentümergruppen bspw. in die Stadtumbauprozesse erarbeitet und 
Umsetzungsstrategien entwickelt.  
Preisanalysen weiterentwickeln 
Deutschland wird in den nächsten Jahren teilräumlich und lagespezifisch sowohl von 
steigenden als auch von fallenden Immobilienpreisen geprägt sein. Durch die 
Erstellung von Mietspiegeln, Wohngeldtabellen und Untersuchungen zu den 
Angemessenheitsgrenzen der Kosten der Unterkunft hat das Institut eine fundierte 
methodische Erfahrung bei der Preisanalyse von Wohnungsmieten. Sie soll auch bei 
Kaufpreisen und Büromieten zum Einsatz kommen. Durch die Zusammenarbeit mit 
Preisdatenbanken oder Internetportalen wird das IWU bessere Datengrundlagen im 
Institut vorhalten. Hiermit werden bestehende Untersuchungskonzepte wie das 
Wohnraumversorgungskonzept aufgewertet, standardisiert und billiger. Preisanalysen 
werden verstärkt auch privatwirtschaftlichen Kunden angeboten.

7 
3 Forschungsfeld Energie 
3.1 Vision und Gesamtstrategie 
 
Die Klimaproblematik erfordert entschiedene, zielgerichtete Maßnahmen zur Reduktion 
des Verbrauchs fossiler Energieressourcen. Der Gebäudesektor ist einer der Bereiche, 
in denen erhebliche Einsparungen ohne Einschränkungen des Lebensstandards oder 
Komforts allein durch technische Maßnahmen möglich sind. Durch hochwirksamen 
Wärmeschutz wird der Energiebedarf so weit reduziert, dass eine Deckung durch 
regenerative Energieträger auch in der Breite möglich ist.  
Das IWU versteht es als eine seiner Aufgaben, hierzu einen Beitrag zu leisten. Es wirkt 
bei der Entwicklung entsprechender technischer Lösungen mit und trägt zu deren 
Markteinführung bei. Im Rahmen von Modell- und Demonstrationsprojekten werden 
neue Technologien unter realen Bedingungen auf ihre tatsächliche Energieeffizienz 
und ihren Gewinn für die Gebäudenutzer hin überprüft. Darüber hinaus werden 
Methoden und Werkzeuge erarbeitet, die eine effiziente Integration des Energie-
Aspekts in der Planungs- und Beratungspraxis sowie in der Immobilienwirtschaft 
fördern. Parallel analysiert das IWU die Rahmenbedingungen für die Entscheidungen 
der verschiedenen im Gebäudebereich tätigen Akteure (selbstnutzende, vermietende 
Eigentümer, Miet- und Kaufinteressenten) und erarbeitet Konzepte für die 
Verbesserung auf unterschiedlichen Ebenen.  
Das IWU beteiligt sich außerdem an der Erarbeitung umfassender Gesamtstrategien 
zur Reduktion des Energieverbrauchs von Gebäuden auf regionaler, nationaler und 
internationaler Ebene. Die existierenden Energiespar- und Klimaschutzinstrumente 
(z.B. Förderprogramme) werden evaluiert, Szenarienanalysen durchgeführt und 
zielgerichtete Verbesserungen vorgeschlagen.  
 
3.2 Forschungsschwerpunkte 
Im Rahmen dieser Gesamtstrategie werden in den nächsten fünf Jahren die folgenden 
Schwerpunkte gesetzt: 
Wirksame Instrumente für Energieeinsparung und Klimaschutz gestalten 
Das IWU wirkt auf verschiedenen Ebenen an der Evaluation und Weiterentwicklung der 
Energiespar- und Klimaschutzinstrumente für den Gesamtbestand von Gebäuden und 
Immobilien-Portfolios mit. Hierzu gehört die Bewertung der Regelungen auf EU-Ebene 
(EU-Gebäuderichtlinie) und auf Bundesebene (für 2012 anstehende Novelle der EnEV, 
erneuerbare Energien-Wärme-Gesetz, Heizkostenverordnung). Dabei müssen 
zunächst die Datengrundlagen über den Gebäudebestand verbessert werden (Zustand 
der Gebäude sowie Investitions- und Modernisierungsprozesse abhängig von

8 
Regionen, Gebäudetypen und Eigentümerstruktur). Das IWU möchte verstärkt Akzente 
in Richtung auf ein systematisches Monitoring des Gebäudebestandes setzen und hat 
diese Entwicklung bereits durch verschiedene Projekte eingeleitet (Evaluation des 
KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“, umfassende Datenerhebung im 
Wohngebäudesektor „Datenbasis Gebäudebestand“, Datenerhebung 
„Privateigentümer von Mehrfamilienhäusern“, BBSR-Projekt zur Evaluation von realen 
Investitionskosten). Innerhalb des laufenden EU-Projekts TABULA wird die deutsche 
Gebäudetypologie fortgeschrieben und entsprechende Ansätze für die  Modellierung 
des nationalen  Wohngebäudebestands werden auf EU-Ebene abgestimmt. Im 
nächsten Schritt stehen verfeinerte Szenarien-Berechnungen an (z. B. innerhalb des 
geplanten LOEWE-Gemeinschaftsprojekts „Urban Energies“, das durch das Land 
Hessen finanziert werden soll).  
Gebäude energetisch optimieren 
Einen Schwerpunkt der Tätigkeit im Themenfeld „Energie“ stellt die Unterstützung der 
Hessischen Landesregierung in ihren Bestrebungen zur „CO2-neutralen 
Landesverwaltung“ und der Umsetzung des „Hessischen Modells“ für 
Energieeffizienzstandards im staatlichen Hochbau dar. Unter anderem wird ein 
strategisches Konzept für die Realisierung dieses anspruchsvollen Ziels für die 
Hessischen Hochschulen erstellt und die Umsetzung unterstützt. Hierzu werden die 
methodischen Grundlagen für die Analysen von größeren Gebäudebeständen und für 
die zeit-effiziente Energieberatung verbessert. Dabei kann auf die für Wohngebäude 
(Kurzverfahren Energieprofil) sowie auf die für Zweckbauten (MEG, Vereinfachungen 
Luxemburg) vorliegenden Erfahrungen aufgebaut werden. Solche strategischen 
Ansätze sind auch grundsätzlich tauglich für den Gebäudebestand von privaten 
Unternehmen, insbesondere KMUs. 
Im Rahmen des Projekts „Teilenergiekennwerte“ wird ein Verfahren für die vereinfachte 
energetische Gebäudeanalyse von Zweckbauten entwickelt und an realen Objekten 
getestet (finanziert durch Bundeswirtschaftsministerium). Es werden weiterhin 
Hilfsmittel zur Identifizierung der Verbrauchsanteile unterschiedlicher Gewerke 
(Beleuchtung, Lüftung, etc.) am Gesamtverbrauch eines Gebäudes erarbeitet 
(laufendes Projekt: Verbrauchsstrukturanalyse für Nicht-Wohngebäude). Weiterhin 
arbeitet das IWU an einer Typologie für Nicht-Wohngebäude (Auftrag des Landes 
Hessen: typologiegestützte Analyseinstrumente für Nicht-Wohngebäude, EU-Projekt 
TABULA). 
Konzepte für Niedrigstenergiegebäude entwickeln 
Im Hinblick auf die Energiespar-Technologien im Neubau geht die Zielstellung 
längerfristig in Richtung auf das „Niedrigstenergiegebäude“, in dem die Energieverluste 
durch hocheffizienten Wärmeschutz und Anlagentechnik minimiert (Passivhaus-
Ansatz) und der geringe Restenergiebedarf durch regenerative Energien gedeckt 
werden. Für konkrete Neubauprojekte der Landesregierung wird dieser Ansatz auf der 
Basis vorliegender Erkenntnisse durch das IWU mit betreut und zum Beispiel die

9 
funktionale Ausschreibung für das Public-Private-Partnership-Ausschreibungsverfahren 
begleitet werden. Bei der anstehenden Umsetzung wird das Hessische 
Immobilienmanagement durch das IWU unterstützt. Die entsprechenden Erfahrungen 
sollen auf nationaler und auf EU-Ebene in die Diskussion des von der neu gefassten 
EU-Gebäuderichtlinie EPBD eingeführten Standards „nearly zero-energy building“ 
(übersetzt ins Deutsche als „Niedrigstenergiegebäude“) eingebracht werden. Eine 
Finanzierung wäre durch das Förderprogramm „Intelligent Energy Europe“ möglich. 
Integrale Gebäudeplanung voranbringen 
Im Gebäudebestand behandelt das IWU insbesondere die Frage, wie hier durch 
integrale Planung für das Gesamtgebäude wirklich nachhaltige Zielwerte für den 
Energieverbrauch erreicht werden. Dabei zeichnet sich bereits in aktuellen Projekten 
ab, dass neben dem „traditionellen“ IWU-Thema Wärmeschutz (Weiterentwicklung 
Dämmsysteme, Vakuumdämmung, besondere Aspekte historischer Gebäude) auch 
die energieeffiziente Gebäudetechnik und der Aspekt der „CO2-Neutralität“ ins Auge 
gefasst werden. Dies gilt für den Einschluss der Lüftungssysteme („Heizsysteme für 
Niedrigenergiehäuser“, „Kombisysteme“, „Luftqualitätssensor“) und vor allem für die  
Berücksichtigung meist dezentral gewonnener regenerativer Energien. Dabei soll die 
Kooperation mit der Energiewirtschaft verstärkt werden. Entsprechende 
Umsetzungsstrategien werden durch Realisierung konkreter Projekte unterstützt. 
Im Wohngebäudebereich kann auf die Erfahrungen bei der Modernisierung auf „Zero-
Emission“-Standard (Frankfurt Rotlintstraße) aufgebaut werden. Neben den 
technischen und ökonomischen Aspekten werden bei den Bauprojekten auch soziale 
Indikatoren der Nachhaltigkeit berücksichtigt, da für eine Weiterverbreitung des 
Niedrigstenergie- oder Null-Emissions-Ansatzes die Akzeptanz durch Nutzer und die 
Wertschätzung durch Kauf- bzw. Mietinteressenten entscheidend sind. Der Ansatz der 
integralen Gebäudeplanung schließt zudem ein, dass die Optimierung der 
Energieeffizienz mit einer Optimierung der Umweltqualität von Gebäuden insgesamt 
einhergeht.

10 
4 Übergreifendes Forschungsfeld: Integrierte 
nachhaltige Entwicklung 
4.1 Vision und Gesamtstrategie 
 
Die Forschung des IWU gründet auf dem  Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung, bei 
der soziale, ökonomische und ökologische Belange aufeinander bezogen und 
miteinander verbunden werden. Dabei gehen wir von der Prämisse aus, dass eine 
nachhaltige Entwicklung nur dann erfolgreich sein kann, wenn die integrierte 
Entwicklungs- und Umgestaltungsprozesse im Zusammenwirken von Akteuren des 
öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Sektors gesteuert werden.  
Die Umsetzung dieses Leitbildes ist in besonderer Weise an den von den 
demografischen, ökonomischen und ökologischen Veränderungen geprägten 
städtischen Raum geknüpft. Die Städte sind die Antriebsräume der gesellschaftlichen 
und wirtschaftlichen Entwicklung und zugleich die zentralen Orte für den sie 
umgebenden stadtregionalen Raum. Sie beanspruchen aber auch überproportional die 
natürlichen Ressourcen und sind zu 80 % Verursacher der CO2-Emissionen. 
Die verschiedenen Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung werden in Analysen, 
Konzepten und Modellvorhaben problembezogen integriert und Lösungskonzepte über 
verschiedene Maßstabsebenen hinweg, vom einzelnen Gebäude über das Quartier bis 
hin zur Region, erarbeitet und miteinander in Bezug gesetzt. Das Institut wird dabei 
Effizienz-, Suffizienz- und Konsistenzstrategien miteinander verknüpfen. 
Die fachlichen Stärken des Instituts sind im Hinblick auf das Forschungsfeld integrierte 
nachhaltige  Entwicklung auszubauen. Dabei gilt es, sektorale Ansätze aus den 
Bereichen Wohnen und Energie als unsere Kernkompetenzen einzubringen. Die 
vorhandene interdisziplinäre Struktur stellt dabei ein großes Potenzial und ein 
Alleinstellungsmerkmal in Deutschland dar. 
 
4.2 Forschungsschwerpunkte 
Im Rahmen dieser Gesamtstrategie werden in den nächsten fünf Jahren die folgenden 
Schwerpunkte gesetzt: 
Nachhaltige Stadt- und Stadtteilentwicklung 
Die Stadtentwicklung ist auch in Europa durch die Parallelität von Wachstum und 
Schrumpfung nicht nur zwischen den Regionen sondern auch zwischen Städten und 
Stadtteilen geprägt. Die Herausforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung 
werden für die Menschen  besonders auf der Ebene von Stadtquartieren mit dem

11 
alltäglichen Wohn- und Lebensumfeld deutlich. Die Förderprogramme für die 
Stadtentwicklung konzentrieren sich daher auf die Gestaltung von einzelnen 
städtischen Teilräumen bzw. Stadtquartieren, allerdings in einem gesamtstädtischen 
und auch interkommunalen Entwicklungskontext.  
Das Institut nimmt als Forschungseinrichtung aktiv an diesen Entwicklungsprozessen 
teil. Es erbringt dabei u. a. folgende Leistungen: Konzepte zur Steuerung der 
nachhaltigen Entwicklung im Sinne von Urban Governance, integrierte städtebauliche, 
ökologische und sozialräumliche Problemanalysen, Begleitforschung und Analysen zur 
städtebaulichen und verfahrensmäßigen Gestaltung von Umbauprozessen, 
insbesondere von Modellvorhaben, sowie Ausarbeitung von Teilkonzepten Wohnen 
und Energie für integrierte Handlungskonzepte. Das Institut unterstützt nachhaltige 
Stadtentwicklungsprojekte und begleitet sie im Rahmen von  Monitoring-  und 
Evaluationsverfahren, insbesondere im Bereich „Soziale Stadt“ und der Umnutzung 
von Flächen (Konversionsflächen)  für die Entwicklung von neuen Stadtteilen. 
Das Konzept der Null-Emissionsstadt ist ein wesentlicher Baustein in der Strategie für 
eine nachhaltige Stadtentwicklung. Zu dem Konzept Null-Emissionsstadt hat das IWU 
maßgebliche Vorarbeiten geleistet, die Aktualität des Konzeptes ist weiter gestiegen. 
Es gilt, dieses Konzept weiterzuentwickeln, praxistauglich zu machen und in 
Stadtentwicklungsprojekte einzubringen und zu erproben. 
Integrierte Konzepte zu Klimaschutz und Klimaanpassung 
Die Herausforderungen des Klimawandels verlangen vielfältige Aktivitäten von der 
globalen bis zur lokalen Ebene. Der Bund und das Land Hessen haben 
Rahmenbedingungen geschaffen, um integrierte Konzepte auf lokaler und regionaler 
Ebene zu unterstützen. Dort erfolgt die Konkretisierung politischer Vorgaben. Vorrangig 
gilt es Vermeidungsstrategien und -maßnahmen zu ergreifen, das heißt den 
Klimaschutz zu unterstützen. Das Institut unterstützt Kommunen und kommunale 
Verbände bei der Erstellung von diesen Konzepten. Es wird die Erfahrungen 
evaluieren und Vorschläge zur Weiterentwicklung von Klimaschutzkonzepten 
ausarbeiten. Bilanzierungen von CO2-Emissionen sind dabei ein notwendiges 
Instrument. Hier wird das IWU Entwicklungsarbeit leisten, um den Kommunen und 
Regionen verbesserte Bilanzierungen zu ermöglichen.  
Beim Klimawandel gewinnt zunehmend die Notwendigkeit der Verbindung von 
Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien an Bedeutung. Das Institut ist vielfältig 
und vielseitig in diesem Forschungsschwerpunkt tätig. Im Zusammenhang mit urbanen 
Strategien zum Klimawandel begleitet das Institut Modellvorhaben und lokale und 
regionale Entwicklungsprozesse, bei denen neben dem Klimaschutz insbesondere 
Maßnahmen und Konzepte für Klimaanpassungsstrategien entwickelt werden. Das 
IWU wird die Projekte wissenschaftlich evaluieren, sowohl konkrete als auch 
strategische Handlungsvorschläge erarbeiten und das eigene Wissen in die Vorhaben 
und Prozesse einbringen. Es kann dabei auf die konkreten Erfahrungen aus dem 
Bereich Energie und auf ein Netzwerk von Partnerinstitutionen zurückgreifen.

12 
Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte sind ein Baustein für eine 
nachhaltig umweltgerechte Stadtentwicklung. In diesem Sinne unterstützt das IWU 
durch fachliche Beiträge und Beratung die Kommunen auch bei der Umsetzung einer 
umweltgerechten Planung (z. B. in den Bereichen verantwortungsvoller Umgang mit 
Flächen, Lärmminderung, Erhalt der biologischen Vielfalt). 
Verknüpfung der Modernisierung von Wohnungsbeständen und der 
integrierten Quartiersentwicklung  
Demografischer und sozioökonomischer Wandel erzwingen eine Anpassung des 
Wohnungsbestandes der Wohnungsunternehmen aber auch anderer Privatvermieter.  
Die bauliche und energetische Sanierung des Wohnungsbestandes verlangt zugleich 
eine Auseinandersetzung mit den ökologischen und sozialen Herausforderungen, die 
aus dem Sozialraum Quartier kommen und die Kooperation mit der Kommune und den 
anderen Quartiersakteuren erfordern. Energetische Sanierungsmaßnahmen werden 
vorrangig dort durchgeführt, wo sie aufgrund der Wohnungsnachfrage refinanzierbar 
sind. Dies birgt die Gefahr, dass sich der soziale Abstieg von Quartieren und ein 
schlechter energetischer Zustand gegenseitig verstärken („fuel poverty“). 
Fehlentwicklungen verursachen für die öffentliche Hand Kosten bei der 
Städtebauförderung und bei den erhöhten Heizkosten für Transferleistungsempfänger. 
Das IWU wird diesen Zusammenhang verstärkt empirisch beobachten und 
gegebenenfalls Handlungsstrategien entwickeln. 
Die energetischen Sanierungsmaßnahmen lassen sich in Verbindung mit partizipativen 
Ansätzen als Baustein in die Quartierentwicklung integrieren. So soll der Gefahr der 
Förderung von Segregation bei Durchführung energetischer Maßnahmen begegnet 
werden. Das IWU hat im Rahmen einer Forschungsassistenz den entsprechenden 
Wettbewerb des Bundesbauministeriums begleitet und verfügt über eine umfangreiche 
Erfahrung bei der Evaluation von Strategien zur Quartiersentwicklung. Es kann zudem 
die Ergebnisse aus den Forschungsfeldern Wohnen und Energie in die Beratung von 
Wohnungsunternehmen, Verbänden und der hessischen Landesregierung einbringen.  
Nachhaltige Konzepte für neue Stadtteile  
Beim Neubau ganzer Quartiere insbesondere im Rahmen großer Flächenkonversionen 
bieten sich städtebauliche Neuentwicklungen als Experimentierfeld und Vorbild einer 
integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung an. Hierbei sind soziale und 
wohnungswirtschaftliche Ziele wie die Anpassung an eine veränderte 
Nachfragestruktur, klimapolitische Ziele wie die Null-Emissionsstadt, umweltpolitische 
Ziele wie das nachhaltige Bauen sowie städtebauliche Ziele wie der sparsame Umgang 
mit Flächen und die verkehrlichen Implikationen einer Stadt der kurzen Wege einschl. 
Perspektiven der Elektromobilität und der Telekommunikation zu verbinden. Das IWU 
verfügt hinsichtlich dieser Ziele über eine breite Abdeckung der notwendigen 
Fachkompetenzen und wird sich bei inter- und transdisziplinärer Forschung und der

13 
Initiierung und Betreuung von Modellvorhaben auf regionaler, lokaler und 
Quartiersebene einbringen. 
Nutzerverhalten und Nutzerakzeptanz fördern 
Angesichts des großen Anteils der privaten Haushalte am Endenergieverbrauch 
können ein energiebewusstes Nutzerverhalten und die gezielte Nachfrage nach 
energetisch optimierten Gebäuden spürbare Beiträge zur Erreichung der 
Klimaschutzziele leisten. Für Verhaltensänderungen besonders Erfolg versprechend 
sind Informationsangebote zum Energieverbrauch auf der Basis moderner IuK-
Technologien, wie sie bspw. für die Zielgruppe Mieter im EU-Projekt eSESH entwickelt 
und evaluiert werden. Hierbei verknüpft das IWU seine sozialwissenschaftliche und 
technische Kompetenz. In weiteren Projekten (z.B. Komfortlüftungsanlage) wird das 
IWU die Nutzerakzeptanz gegenüber hocheffizienten technischen Lösungen messen, 
um einen hohen Wohnkomfort zu gewährleisten. Mit einem energiebewussten 
Verbrauchsverhalten eng verwoben sind die Themen Verkehrmittelwahl und 
Mobilitätsverhalten. Im Zentrum dieser Forschungsthematik steht die Förderung der 
Nutzung des Umweltverbunds mit besonderem Schwerpunkt auf der Fahrradnutzung. 
Preiseinfluss energetischer Merkmale messen 
Eine gute energetische Qualität von Gebäude reduziert die Nebenkosten und erhöht 
den Wohnkomfort und die Langlebigkeit des Gebäudes. Deshalb sind am Markt höhere 
Kaltmieten oder Verkaufspreise zu erzielen. Das IWU ist durch die Erstellung 
energetisch differenzierter Mietspiegel („ökologischer Mietspiegel“) Vorreiter bei der 
empirischen Bestimmung des Einflusses der wärmetechnischen Beschaffenheit auf 
das Mietpreisniveau. Das IWU unterstützt die Verbreitung energetisch differenzierter 
Mietspiegel durch Modellprojekte und Workshops. Gleichzeitig überträgt es die 
gewonnenen Erfahrungen auf die Diskussion um die energetische Differenzierung von 
Wertermittlungsverfahren, Kaufpreissammlungen und Preisdatenbanken. 
Berücksichtigung von Umweltbelangen beim nachhaltigen Bauen  
Neben den Zielen einer rationellen Energienutzung und der Reduktion der CO2-
Emissionen sind beim Bauen weitere Umweltschutzziele in Bezug auf Boden, Wasser 
und Luft relevant. Die dauerhafte Sicherung der Trinkwasservorräte, die Reinhaltung 
der Gewässer, der Schutz der Böden, die Schonung der Landschaft vor Eingriffen zur 
Rohstoffgewinnung oder zur Deponierung von Abfällen sind unverzichtbare Ziele zur 
Bewahrung der Lebensgrundlagen künftiger Generationen. 
Potenziale der Nutzung nachhaltiger Ressourcen bestehen z.B. bei Bauprodukten aus 
nachwachsenden Rohstoffen. Bei der üblichen langen Lebensdauer von 
Wohngebäuden müssen Umweltauswirkungen stärker über den gesamten 
Lebenszyklus betrachtet werden; zu untersuchen steht, wie sich durch geeignete 
Planungskonzepte, z.B. durch Variabilität und Flexibilität, Flächen- und 
Ressourcenverbrauch über die Zeit reduzieren lassen. Beim nachhaltigen Bauen und

14 
Wohnen müssen neben den ökologischen die wirtschaftlichen und sozialen 
Rahmenbedingungen berücksichtigt werden und die zu treffenden Maßnahmen auf die 
Lebensbedingungen breiter Kreise der Bevölkerung zugeschnitten sein. Nachhaltiger 
Wohnungsbau muss zugleich „sozialer“ Wohnungsbau sein. 
Ähnlich wie bei der Erschließung regenerativer Energiequellen kann auch in diesen 
Bereichen der Umwelttechnik ein technologischer Vorsprung auch wirtschaftlich neue 
Perspektiven eröffnen. Durch Wissenstransfer und die Begleitung von 
Modellbauvorhaben wird das IWU die Praxis des nachhaltigen Bauens weiter 
voranbringen. 
Nachhaltigkeitszertifizierung weiterentwickeln 
Es gibt gute Gründe, sich jenseits der Marketingaspekte von Zertifikaten mit der 
Messbarkeit von Nachhaltigkeit auch wissenschaftlich intensiv auseinanderzusetzen. 
Die Vieldimensionalität der ökologischen, ökonomischen und sozio-kulturellen 
Faktoren, die eine nachhaltige Entwicklung ausmachen und deren Wichtigkeit 
unbestritten ist, bringen unweigerlich Zielkonflikte mit sich. Diese müssen zum einen 
durch die Verbesserung der „Messverfahren“ für quantitativ erfassbare Kriterien und 
zum anderen durch die Entwicklung geeigneter Bewertungs- und 
Gewichtungsverfahren der Einzelkriterien untereinander gelöst werden. 
Wissenschaftliche Analyse in interdisziplinären Teams ist erforderlich, um zu 
befriedigenden Werkzeugen in der Nachhaltigkeitszertifizierung zu kommen. 
Immobilienbesitzer wie unsere Gesellschafter Land Hessen und Stadt Darmstadt aber 
auch die vom IWU beratenen Wohnungsunternehmen werden sich über kurz oder lang 
mit dem Thema konfrontiert sehen. Aufgabe des IWU wird es sein, bei der Einführung 
der Zertifizierungssysteme zu beraten, ihre Anwendung wissenschaftlich zu begleiten 
und auszuwerten und zur Fortentwicklung beizutragen.

anlage 1

25806 Zeichen

Weiterentwicklung des  
Instituts Wohnen und Umwelt  
 
Teil A: Strategiepapier 
 
 
 
 
 
 
 
Teil A: Strategiepapier  
Teil B: Mittelfristiges Forschungsprogramm bis 2015 
Teil C: Internes Forschungsmanagement 
Teil D: Einordnung des IWU in die nationale und internationale  
Forschungslandschaft

2 
Inhalt 
Präambel ........................................................................................................... 3 
1 Unser Leitbild...................................................................................... 4 
2 Unsere Forschung .............................................................................. 5 
2.1 Forschungsmarkt ............................................................................................ 5 
2.2 Alleinstellungsmerkmal ................................................................................... 5 
2.3 Forschungsfelder ............................................................................................ 6 
2.3.1 Forschungsfeld Wohnen ..................................................................................... 6 
2.3.2 Forschungsfeld Energie ...................................................................................... 7 
2.3.3 Übergreifendes Forschungsfeld: Integrierte nachhaltige Entwicklung................ 7 
2.4 Energieberatung: "Hessische Energiespar-Aktion"......................................... 8  
3 Unsere Kooperationen ....................................................................... 9 
3.1 Kooperationen mit den Gesellschaftern.......................................................... 9  
3.2 Lokale Forschungskooperationen................................................................. 10  
3.3 Nationale und internationale  Forschungs- kooperation................................ 10 
3.4 Strategische Partnerschaften........................................................................ 11  
3.5 Mitarbeit in Gremien...................................................................................... 11  
4 Qualitätsentwicklung........................................................................ 11 
4.1 Forschungsprogramm und Evaluation .......................................................... 11 
4.2 Beirat............................................................................................................. 11  
4.3 Leibniz-Gemeinschaft ................................................................................... 12 
5 Personalentwicklung........................................................................ 12 
5.1 Kontakte zu Hochschulen / Wissenschaftlicher Nachwuchs......................... 12  
5.2 Stellenentwicklung ........................................................................................ 12 
6 Finanzierung ..................................................................................... 12 
7 Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit..................................... 13 
7.1 Fachöffentlichkeit/Berichte aus der Forschung............................................. 13  
7.2 Veröffentlichungen in Fachzeitschriften ........................................................ 13 
7.3 Newsletter ..................................................................................................... 13 
7.4 Veranstaltungen/Forschergespräche............................................................ 13  
7.5 Pressearbeit.................................................................................................. 13

3 
Präambel 
Gemäß §2 des Gesellschaftsvertrags lautet unser Auftrag:  
 
Die Gesellschaft soll durch wissenschaftliche Forschung und Beratung in interdiszipli-
närer Zusammenarbeit die gegenwärtigen und zukünftigen Formen des Wohnens und 
der Umwelt untersuchen, Forschungsergebnisse und Reformvorschläge für Politik, 
Bürger und Wirtschaft unterbreiten, um insbesondere eine nachhaltige Verbesserung 
der Lebensverhältnisse förderungswürdiger und benachteiligter Menschen zu errei-
chen. Außerdem sollen die effiziente, sozialverträgliche Nutzung von Energie und Um-
welt sowie deren Auswirkungen erforscht werden. Zudem sollen Leitlinien aus den ge-
wonnenen Ergebnissen und Erfahrungen entwickelt werden.  
Sie soll aufzeigen, welche politischen und ideologischen, sozialen, wirtschaftlichen und 
finanziellen, technischen sowie rechtlichen und administrativen Hindernisse und Ab-
hängigkeiten der Verwirklichung der Ziele entgegenstehen. 
Aus den Ergebnissen der Grundlagenforschung soll in Vorschlägen, insbesondere für 
die Hessische Landesregierung, aufgezeigt werden, welche Maßnahmen für die Über-
windung dieser Hindernisse notwendig sind. Die Gesellschaft soll bei der Umsetzung 
dieser aus der Grundlagenforschung entwickelten Vorschläge durch die Hessische 
Landesregierung auf deren Anforderung beratend mitwirken. 
Im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit soll sie konkrete Aufgaben und Planungsproble-
me, speziell im Bereich der Erneuerung und Erweiterung der Städte, bearbeiten und 
nach Möglichkeit die Hessische Landesentwicklungsplanung berücksichtigen.

4 
1 Unser Leitbild 
Um unseren Auftrag zu erfüllen, geben wir uns das folgende Leitbild. 
  
Unsere Stärken der interdisziplinären und integrierten Forschung werden wir im natio-
nalen und internationalen Kontext ausbauen. 
Unser Alleinstellungsmerkmal sind unsere Kernkompetenzen in den Forschungsfeldern 
Wohnen, Energieeffizienz und Integrierte nachhaltige Entwicklung.  
Durch gezielte Kooperation mit Forschungspartnern bearbeiten wir komplexe For-
schungsaufgaben und ergänzen unsere Kernkompetenzen. 
Wir entwickeln die Forschungsfragen in enger Zusammenarbeit mit den Gesellschaf-
tern, Auftraggebern und Nutzern. 
Wir werden weiterhin Wegbereiter für Innovationen sein und unser Profil durch heraus-
ragende Arbeiten ausprägen.  
Wir haben eine zukunftsgerichtete Institutskultur mit einer klar definierten und kommu-
nizierten Forschungsstrategie. 
Die Qualität unserer Arbeit ist konstitutiv für unser Institut und damit für unseren Erfolg.  
Die Mitarbeiter sind das Potenzial des Instituts. Wir betreiben daher eine gezielte Per-
sonalentwicklung. 
Wir haben eine klare Organisation und Rollenteilung sowie ein gut organisiertes Res-
sourcenmanagement. 
Wir bauen Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit nach Zielgruppen aus.

5 
2 Unsere Forschung 
2.1 Forschungsmarkt 
Wir erbringen unsere Forschungs- und Beratungsleistungen auf einem Forschungs-
markt mit Auftraggebern, Partnern und Konkurrenten.  
Als Forschungseinrichtung des Landes Hessen und der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
sind wir gemeinnützig und arbeiten für den öffentlichen Sektor (Kommune, Land, Bund, 
EU, etc.) sowie für den privaten und zivilgesellschaftlichen Sektor. 
Wir arbeiten in der Grundlagenforschung und in der angewandten Forschung wissen-
schaftlich (methodisch, fachlich) auf hohem Niveau, das wir sichern und fortentwickeln.  
Wir erstellen Analysen und Prognosen für Entscheidungsträger in Politik und Wirt-
schaft. Wir unterstützen sie bei der Implementierung mit Vorschlägen zur Veränderung 
von Rahmenbedingungen, mit Konzepten, Leitlinien und Instrumenten. 
Unsere wissenschaftliche Arbeit sehen wir im Kontext eines Verständnisses von Regie-
rung und Verwaltung im Sinne von Good Governance, das eine Gesamtsteuerung von 
gesellschaftlicher Entwicklung unter Einbeziehung der privaten und zivilgesellschaftli-
chen Akteure (Wirtschaftsunternehmen,Verbände der Sozialpartner, Sozial- und Um-
weltverbände, Kirchen- und Religionsgemeinschaften und andere Nichtregierungsor-
ganisationen) im Sinne von Offenheit, Partizipation, Verantwortung und Effektivität um-
fasst. Mit unseren Forschungsleistungen unterstützen wir einen aktivierenden Staat mit 
einer aktiven Bürgergesellschaft.  In diesem Sinne werden wir unser wissenschaftli-
ches Leistungsangebot weiterentwickeln und unsere Kompetenz bei prozessbegleiten-
den Steuerungsinstrumenten wie Monitoring und Evaluation ausbauen. 
Diese Grundsätze stehen im Einklang sowohl mit der von der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt beschlossenen Stadtwirtschaftsstrategie als auch mit den Zielen und Eck-
punkten des Energiekonzepts für den Bereich Energieeffizienz und Erneuerbare Ener-
gien der Hessischen Landesregierung. 
2.2 Alleinstellungsmerkmal  
Unseren Beitrag zum Schutz vor sowie zur Bewältigung der Folgen der globalen und 
teilräumlichen Veränderungen in den Bereichen Klima, Demografie, Wirtschaft und 
Gesellschaft leisten wir durch unsere Forschungsergebnisse und unsere Unterstützung 
bei deren Umsetzung im Bereich der baulichen und räumlichen Entwicklung (EU, 
Bund, Land, Region, Gemeinde und Stadtteil/Quartier).

6 
Wir verfügen über Kernkompetenzen bei 
 Wohnen, sozial-ökonomische Entwicklung  
 Energie, energieeffiziente Gebäude, CO2-neutrale-Entwicklung sowie  
 Integrierte nachhaltige Entwicklung. 
Zum Alleinstellungsmerkmal des IWU gehört die Bearbeitung der drei Forschungsfel-
der in einem Haus. Dies ermöglicht und verpflichtet uns, übergreifende und komplexe 
Forschungsansätze zu verfolgen und integrierte, nachhaltige Forschungsergebnisse zu 
erzielen und deren Implementierung zu unterstützen.  
2.3 Forschungsfelder  
2.3.1 Forschungsfeld Wohnen 
 
Vision und Gesamtstrategie 
Durch den quantitativen und strukturellen demografischen Wandel, die zunehmende 
Individualisierung der Gesellschaft, steigende Energiepreise und eine sich öffnende 
Schere zwischen Arm und Reich differenziert sich der Wohnungsmarkt stark aus.  
Ziel der Wohnungspolitik sind ausgeglichene Märkte, die Vermeidung von Segregation 
und  eine bezahlbare Wohnraumversorgung für alle.  Die Anpassung der Bestände an 
die künftige Nachfrage sowie die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes 
sind weitere Herausforderungen. 
Das IWU fördert durch seine Expertisen die Transparenz auf dem Wohnungsmarkt. 
Hierzu stellt es Analysen und Prognosen zu Angebot, Nachfrage, Preisen und Leer-
ständen zur Verfügung. Daraus leitet es Konzepte und Handlungsempfehlungen ab. 
Sie setzen Bund, Land und Kommunen in die Lage, im Rahmen der Wohnungs- und 
Stadtentwicklungspolitik die eingangs genannten politischen Ziele umzusetzen. In zu-
nehmendem Maße sollen Analysen, Prognosen und Konzepte auch für Verbände, Be-
standshalter und Immobilienfinanzierer erarbeitet werden. 
Als Forschungsinstitut hebt sich das IWU durch sein wissenschaftliches und methodi-
sches Niveau insbesondere gegenüber privatwirtschaftlichen Konkurrenten ab. Dies 
soll nach außen stärker kommuniziert werden. Breite methodische Kompetenzen ins-
besondere bei Primärerhebungen, repräsentativen Stichprobenziehungen, Ökono-
metrie, Mikrosimulation und Geoinformationssystemen sichern die schnelle Reaktions-
fähigkeit des Instituts auf neue inhaltliche Herausforderungen.

7 
2.3.2 Forschungsfeld Energie 
 
Vision und Gesamtstrategie 
Die Klimaproblematik erfordert entschiedene, zielgerichtete Maßnahmen zur Reduktion 
des Verbrauchs fossiler Energieressourcen. Der Gebäudesektor ist einer der Bereiche, 
in denen erhebliche Einsparungen ohne Einschränkungen des Lebensstandards oder 
Komforts allein durch technische Maßnahmen möglich sind. Durch hochwirksamen 
Wärmeschutz wird der Energiebedarf so weit reduziert, dass eine Deckung durch re-
generative Energieträger auch in der Breite möglich ist.  
Das IWU versteht es als eine seiner Aufgaben, hierzu einen Beitrag zu leisten. Es wirkt 
bei der Entwicklung entsprechender technischer Lösungen mit und trägt zu deren 
Markteinführung bei. Im Rahmen von Modell- und Demonstrationsprojekten werden 
neue Technologien unter realen Bedingungen auf ihre tatsächliche Energieeffizienz 
und ihren Gewinn für die Gebäudenutzer hin überprüft. Darüber hinaus werden Metho-
den und Werkzeuge erarbeitet, die eine effiziente Integration des Energie-Aspekts in 
der Planungs- und Beratungspraxis sowie in der Immobilienwirtschaft fördern. Parallel 
analysiert das IWU die Rahmenbedingungen für die Entscheidungen der verschiede-
nen im Gebäudebereich tätigen Akteure (selbstnutzende, vermietende Eigentümer, 
Miet- und Kaufinteressenten) und erarbeitet Konzepte für die Verbesserung auf unter-
schiedlichen Ebenen.  
Das IWU beteiligt sich außerdem an der Erarbeitung umfassender Gesamtstrategien 
zur Reduktion des Energieverbrauchs von Gebäuden auf regionaler, nationaler und 
internationaler Ebene. Die existierenden Energiespar- und Klimaschutzinstrumente 
(z.B. Förderprogramme) werden evaluiert, Szenarienanalysen durchgeführt und zielge-
richtete Verbesserungen vorgeschlagen.  
 
2.3.3 Übergreifendes Forschungsfe ld: Integrierte nachhaltige Ent-
wicklung 
 
Vision und Gesamtstrategie 
Die Forschung des IWU gründet auf dem  Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung, bei 
der soziale, ökonomische und ökologische Belange aufeinander bezogen und mitein-
ander verbunden werden. Dabei gehen wir von der Prämisse aus, dass eine nachhalti-
ge Entwicklung nur dann erfolgreich sein kann, wenn die integrierte Entwicklungs- und 
Umgestaltungsprozesse im Zusammenwirken von Akteuren des öffentlichen, privaten 
und zivilgesellschaftlichen Sektors gesteuert werden.  
Die Umsetzung dieses Leitbildes ist in besonderer Weise an den von den demografi-
schen, ökonomischen und ökologischen Veränderungen geprägten städtischen Raum 
geknüpft. Die Städte sind die Antriebsräume der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen 
Entwicklung und zugleich die zentralen Orte für den sie umgebenden stadtregionalen

8 
Raum. Sie beanspruchen aber auch überproportional die natürlichen Ressourcen und 
sind zu 80 % Verursacher der CO2-Emissionen. 
Die verschiedenen Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung werden in Analysen, 
Konzepten und Modellvorhaben problembezogen integriert und Lösungskonzepte über 
verschiedene Maßstabsebenen hinweg, vom einzelnen Gebäude über das Quartier bis 
hin zur Region, erarbeitet und miteinander in Bezug gesetzt. Das Institut wird dabei 
Effizienz-, Suffizienz- und Konsistenzstrategien miteinander verknüpfen. 
Die fachlichen Stärken des Instituts sind im Hinblick auf das Forschungsfeld integrierte 
nachhaltige  Entwicklung auszubauen. Dabei gilt es, sektorale Ansätze aus den Berei-
chen Wohnen und Energie als unsere Kernkompetenzen einzubringen. Die vorhande-
ne interdisziplinäre Struktur stellt dabei ein großes Potenzial und ein Alleinstellungs-
merkmal in Deutschland dar. 
 
2.4 Energieberatung: "Hessische Energiespar-Aktion"  
Für rund 1 Million hessische Hauseigentümer stellt die "Hessische Energiespar-Aktion" 
Entscheidungsgrundlagen für das energiesparende Sanieren bereit. In 1,3 Millionen 
Wohn- und 0,2 Millionen Nichtwohngebäuden Hessens existiert ein Einsparpotenzial 
von über 50 %. Zusammen mit 40 Kooperationspartnern aus planenden Berufen, den 
Bauhandwerken und der Kreditwirtschaft werden Hauseigentümer mit vielfältigen In-
formationsinstrumenten über ihre Handlungsmöglichkeiten, die sinnvollen Einspartech-
niken, die Kosten des Energiesparens und dessen Randbedingungen informiert. Mit 
dem "Energiepass Hessen" kann für jedes hessische Wohnhaus ein Energiesparpro-
gramm entwickelt werden. Durch den neutralen Auftritt der Aktion werden Handwerker 
und Planer in vielfältigen Aktionen direkt unterstützt. Die "Hessische Energiespar-
Aktion" ist damit ein modernes Instrument der Wirtschaftsförderung. Kaufkraftabfluss in 
die Energieförderregionen wird ersetzt durch örtliche Investitionen in die Gebäudesa-
nierung, Einsatz heimischer Energieträger und die Erhöhung der örtlich wirksamen 
Kaufkraft. Bis 2015 wirkt die "Hessische Energiespar-Aktion" in vielfältiger Form durch 
regelmäßige Pressearbeit, Fernseh- und Rundfunkauftritte, Messestände vor allem auf 
den örtlichen Kleinmessen, Zusammenarbeit mit Gemeinden, gemeinsame Veranstal-
tungen mit der hessischen Kreditwirtschaft, direkte Unterstützung des Handwerks in 
seinen Aktionen, sowie durch Weiterbildungsseminare und den hessischen Energiebe-
ratertag auf die verstärkte Ausschöpfung des Einsparpotenzials in Hessen.

9 
3 Unsere Kooperationen 
Wir werden das Netzwerk der Akteure gezielt gestalten. 
Kooperationen erweitern den Handlungsspielraum durch Ergänzung von Kompetenzen 
und schaffen darüber hinaus wertvolle Synergien.  
Forschungslandschaft
Auftraggeber
Gesellschafter
Land Hessen / Stadt Darmstadt
Kooperationspartner
Verbände
Interessenvertreter
ÖffentlichkeitForschungslandschaft
Auftraggeber
Gesellschafter
Land Hessen / Stadt Darmstadt
Kooperationspartner
Verbände
Interessenvertreter
Öffentlichkeit
 
3.1 Kooperationen mit den Gesellschaftern  
Das IWU unterstützt die Gesellschafter bei der Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben.  
Bezogen auf das  Land Hessen gilt dies insbesondere für die Weiterentwicklung der 
hessischen Nachhaltigkeitsstrategie, der Gestaltung der CO2-neutralen Landesverwal-
tung, der energetische Modernisierung der Landesliegenschaften und der Verbesse-
rung der Energieeffizienz. Wir unterstützen das Land bei Entwicklungen im Bereich der 
Städtebau- und Wohnungspolitik  infolge des demografischen Wandels zusammen mit 
den Kommunen, der Wohnungswirtschaft und anderer Akteure.   
Bezogen auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt geht es um die  nachhaltige Stadt-
entwicklung, insbesondere um die Entwicklung der Konversionsstandorte, die (energe-
tische) Modernisierung der Wohnungen  sowie deren Bezahlbarkeit.  Ökologischer 
Mietspiegel und Modelle zur Bemessung der Kosten der Unterkunft tragen dazu bei.

10 
3.2 Lokale Forschungskooperationen  
Wir werden die Kooperation mit der Darmstädter Hochschullandschaft fachlich intensi-
vieren; unterstützt wird dies durch eine gemeinsame Besetzung einer einschlägigen  
Professur einer Hochschule und der Stelle des Geschäftsführers des IWU.  
Dies stärkt den Forschungsaustausch und die je vorhandenen Personalkapazitäten bei 
Akquisition und Durchführung von Forschungsvorhaben. Die durch die gemeinsame 
Berufung institutionalisierte  Kooperation eröffnet neue Perspektiven für die Wissen-
schaftler des IWU in der Lehre sowie für die Einbindung von Praktikanten, Diploman-
den und Doktoranden in die Arbeit des Instituts.  
Angestrebt wird eine darüber hinaus gehende Vernetzung, die Schaffung eines Darm-
städter Forschungs-Clusters "Nachhaltige (Raum)Entwicklung", das Stadtteile, Stadt 
und Region umfasst. Neben wissenschaftlichen Einrichtungen sollen dem Cluster ins-
besondere auch Akteure aus der Wohnungswirtschaft (z.B. bauverein AG, Nassaui-
sche Heimstätte, LUWOGE, Verband der Südwestdeutschen  Wohnungs-wirtschaft) 
sowie der Energiewirtschaft angehören. 
Wir erwarten von dem Cluster die Stärkung des Wissenschaftsstandorts Darmstadt. 
Durch die weitere Verankerung in der Darmstädter und südhessischen Forschungs- 
und Wissenschaftslandschaft gewinnt das IWU an Kompetenz. Das Cluster fügt sich 
ein in die Planungen des Gesellschafters Land, universitäre und außeruniversitäre For-
schung besser zu vernetzen und stärker in die europäische Forschungspolitik zu integ-
rieren sowie Forschungs- und Technologie-Cluster mit regionalen Akteuren zu schaf-
fen.  
 
3.3 Nationale und internationale  Forschungs- 
kooperation  
Eine Vielzahl projektbezogener Forschungskooperationen bestehen zwischen dem 
IWU und deutschen bzw. europäischen Partnern. Auf nationaler Ebene können da-
durch Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen zusammengeführt werden und über 
die Kernkompetenzen der einzelnen Partner hinausgehende Forschungsaufgaben be-
wältigt werden. Wir werden den Forschungsmarkt auch in Zukunft genau beobachten 
und unsere Kernkompetenzen gezielt in Kooperationen einsetzen.  
Im Gegensatz zu nationalen Kooperationen stellen Forschungsinstitute aus anderen 
Ländern im nationalen Forschungsmarkt keine Konkurrenz dar. Die Zusammenarbeit 
auf europäischer Ebene ist daher durch einen sehr offenen Austausch geprägt, wobei 
die Ergebnisse durchaus auch für Deutschland und Hessen relevant sind. Das IWU 
besitzt gute Kontakte zu Forschungseinrichtungen in den Nachbarländern Belgien, den 
Niederlanden, Frankreich, Polen, Österreich, Dänemark, Luxemburg sowie auch zu 
ausländischen Wohnungsunternehmen und Kommunen und wird diese auch in Zukunft

11 
– unter Nutzung europäischer Forschungsmittel – zur Bewältigung der in Deutschland 
und Europa anstehenden Forschungsaufgaben nutzen.  
Im Bereich unserer Forschungsfelder werden wir verstärkt in nationalen und internatio-
nalen Forschungsnetzwerken mitwirken. 
3.4 Strategische Partnerschaften 
Unsere Erfahrungen mit themen- und projektbezogenen Kooperationen sind vielfältig, 
positiv und werden weitergeführt. 
Die Potentiale der Kooperation lassen sich oft besser erschließen, wenn verbindliche 
Formen der Kooperation über einen definierten längeren Zeitraum verabredet werden. 
Denkbar sind strategische Partnerschaften im Bereich komplementärer Forschungsein-
richtungen und mit Partnern aus Unternehmen und Verbänden (insbes. Wohnungs-, 
Energie-, Bauwirtschaft).  
Solche Kooperationen bestehen mit der bauverein AG; andere sind in Vorbereitung (z. 
B. mit der NH ProjektStadt). 
3.5 Mitarbeit in Gremien 
Das wissenschaftliche Personal und die Geschäftsführung sind in einer Vielzahl von 
Beiräten, Kommissionen und Fachgremien vertreten. 
Dies ermöglicht die Teilhabe an neuen Erkenntnissen und die Mitgestaltung von In-
strumenten, Normen  u. ä. Hierfür wird das IWU auch in Zukunft (institutionelle) Kapazi-
täten zur Verfügung stellen. 
4 Qualitätsentwicklung 
Wir werden unseren hohen wissenschaftlichen Qualitätsstandard durch interne und 
durch externe Maßnahmen weiterentwickeln. 
4.1 Forschungsprogramm und Evaluation 
Auf der Grundlage unseres Institutsauftrags und als Beitrag zu einer nachhaltigen in-
tegrierten Gebäude und Gebietsentwicklung konkretisieren wir unser Forschungsprofil 
in einem mittelfristigen Forschungsprogramm (5 Jahre) mit unseren Forschungs-
schwerpunkten und den aktuellen Themen. Dabei lässt es Raum für kurzfristig auftre-
tende Forschungsfragen. Das Programm wird im Abstand von zwei Jahren evaluiert 
und fortgeschrieben. 
4.2 Beirat 
Wir befürworten die Einrichtung eines wissenschaftlichen Beirates, der das Institut bei 
der Formulierung der Forschungsstrategie sowie der Aufstellung und Umsetzung des

12 
Forschungsprogramms unterstützt, Kontakte zu potentiellen Auftrag- und Fördermittel-
gebern herstellt und den Bekanntheitsgrad des Instituts in der Forschungslandschaft, 
aber auch in der (Fach-) Öffentlichkeit zu steigern mithilft. Bei der Besetzung des Bei-
rats ist darauf zu achten, dass dieser in seiner personellen Struktur die fachliche Inter-
disziplinarität des Instituts adäquat widerspiegelt. 
4.3 Leibniz-Gemeinschaft 
Mittelfristig streben wir die Aufnahme als (assoziiertes) Mitglied in die Leibniz Gemein-
schaft an. Die Einrichtung eines wissenschaftlichen Beirates stellt auch einen wichtigen 
Schritt hin zu diesem Ziel dar. 
5 Personalentwicklung 
5.1 Kontakte zu Hochschulen / Wissenschaftlicher Nach-
wuchs 
Die gemeinsame Besetzung einer Hochschulprofessur und der Geschäftsführung des 
Instituts schafft eine personelle Vernetzung beider Bereiche. Durch Mitwirkung an der 
Hochschullehre, Annahme von Lehraufträgen und Durchführung gemeinsamer For-
schungsprojekte werden die Sammlung und der Austausch von Wissen gefördert. 
Die Einbindung von Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden in die Institutsarbeit 
ergänzt die personellen Kapazitäten und dient der wissenschaftlichen Nachwuchsför-
derung. 
5.2 Stellenentwicklung 
Bei Neueinstellungen und Personalentwicklung wird die Verbesserung der Vereinbar-
keit von Beruf und Familie für Männer und Frauen und die Beseitigung bestehender 
Unterrepräsentanz von Wissenschaftlerinnen angestrebt. Auf eine ausgewogene Al-
tersstruktur bei wissenschaftlichen Mitarbeitern und in der Verwaltung wird geachtet. 
6 Finanzierung 
Die Forschungsarbeit des Instituts wird vom Land Hessen und von der Wissenschafts-
stadt Darmstadt finanziert. Neben der institutionellen Förderung finanziert sich das In-
stitut aus Drittmitteln. Dabei wird künftig die Drittmitteleinwerbung aus dem Bereich der 
Wirtschaftsunternehmen, auch der kommunalen Unternehmen, an Bedeutung gewin-
nen.

13 
7 Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit  
Der Arbeitsauftrag des Instituts verpflichtet zu einem Wissenstransfer der Arbeitser-
gebnisse in den Bereich der Fachöffentlichkeit und der allgemeinen Öffentlichkeit 
(Pressearbeit). 
7.1 Fachöffentlichkeit/Berichte aus der Forschung 
Die Ergebnisse der Forschungsprojekte werden  in Form von broschierten Berichten 
und im Internet veröffentlicht. Printmedien können gegen eine Schutzgebühr bezogen 
werden. 
7.2 Veröffentlichungen in Fachzeitschriften 
Ein wesentliches Kriterium für den Wissenstransfer von Forschungsergebnissen ist die 
Veröffentlichung in Fachzeitschriften. Hierfür wird eine Regel erstellt, die auch die Fi-
nanzierung der Erstellung solcher Artikel enthält. 
7.3 Newsletter 
Aktuelle Kurzberichte und Statements sowie Hinweise auf wichtige Ereignisse / Veran-
staltungen im Kontext unserer Forschungen werden in regelmäßig erscheinenden 
Newslettern gegeben. 
7.4 Veranstaltungen/Forschergespräche 
Für die Vermittlung der Ergebnisse aus Forschung und Untersuchungen werden Ver-
anstaltungen in der Regel mit Auftraggebern und Partnern durchgeführt. 
Das Institut lädt regelmäßig Wissenschaftler zu Forschergesprächen ein, die auch die 
interessierte Öffentlichkeit einbeziehen. 
Das IWU beteiligt sich auch an Veranstaltungen im Bereich der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt, die geeignet sind, Themen der Stadtforschung zu kommunizieren. 
7.5 Pressearbeit 
Die Arbeit des Instituts und die Ergebnisse von Forschungen sollen verstärkt in den 
lokalen und überlokalen  Medien (Presse, elektronische Medien) bekannt gemacht 
werden. Die Pressearbeit wird daher weiter entwickelt.

2010/0437

9480 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
06.10.2010 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I, Dezernat V  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Amt für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2010/0437  
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Strategische Weiteren twicklung der Institut Wohnen und Umwelt GmbH (IWU GmbH) 
 
Vorlage vom: 29.09.2010 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Die Stadt begrüßt und unterstützt nach den ersten, aus Magistratsvorlage Nr. 2009/0360 resultie-
renden und von der Stadt positiv begleiteten Schritten zur Modernisierung der Gesellschafts-
struktur der IWU GmbH den Ansatz einer praktizierten strategischen Weiterentwicklung der IWU 
GmbH im Einvernehmen mit dem Land Hessen. 
 
2. Die vorgelegten Teile A Strategiepapier und B Mittelfristiges Forschungsprogramm des Konzept-
papiers zur Weiterentwicklung der IWU GmbH werden zur Kenntnis genommen. 
 
3. Die Vertreter der Stadt in der Gesellschafterversammlung werden aufgefordert, den in der Vorla-
ge vorgestellten Ansatz zur strategischen Positionierung der IWU GmbH in der Gesellschafter-
versammlung selbst und darüber hinaus aktiv zu begleiten und alle notwendigen Maßnahmen zu 
ergreifen, um diese umzusetzen. 
 
4. Sobald zur Frage der zukünftigen Geschäftsführung, die als zentral für die Einbindung des Insti-
tuts in die lokale Wissenschaftslandschaft angesehen wird, die Verhandlungen abgeschlossen 
sind und ein formell kommunizierbares Ergebnis vorliegt, ist dazu ebenso wie zur Thematik der 
Kooperation mit den beiden Darmstädter Hochschulen erneut zu berichten.

2 
... 
Anlagen: Anlage 1 - Weiterentwicklung IWU Teil A Strategiepapier 
Anlage 2 - Weiterentwicklung IWU Teil B Mittelfristiges Forschungsprogramm 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

3 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 29.09.10  
 
Mit Magistratsvorlage Nr. 2009/0360 „Modernisierung der Gesellschaftsstruktur der Institut Wohnen 
und Umwelt GmbH“ waren umfängliche Regelungen zur Änderung des Gesellschaftsvertrags der 
IWU GmbH, zur Standortfrage und Arbeitsaufträge zur Strategie der IWU GmbH ergangen. 
 
Die Änderungen des Gesellschaftsvertrags, insbesondere die zweischrittige Stammkapitalerhöhung 
zur Vermeidung einer Unterkapitalisierung der Gesellschaft, werden in 2010 abgeschlossen.    
 
Zur Umsetzung von Beschlusspunkt 9 (Erweiterungsantrag) der Vorlage Nr. 2009/0360 hat die Ge-
schäftsführung mit der Mitarbeiterschaft der IWU GmbH in ausführlicher Kooperation und Diskussi-
on mit Vertretern der Gesellschafter Land Hessen und Wissenschaftsstadt Darmstadt ein vierteiliges 
Konzeptpapier zur Weiterentwicklung der IWU GmbH entwickelt. Dies enthält als Teil A ein Strate-
giepapier, als Teil B ein Mittelfristiges Forschungsprogramm bis 2015, als Teil C ein Kapitel zum 
Internen Forschungsmanagement und als Teil D ein Kapitel zur Einordnung der IWU GmbH in die 
nationale und internationale Forschungslandschaft. 
Die Teile A und B beziehen sich unmittelbar auf die Umsetzung des oben genannten Beschluss-
punkts und werden hier vorgelegt (Anlagen 1 und 2). Teil C beschäftigt sich vorwiegend mit der 
internen Personaldisposition und Stellenentwicklung. Teil D hat derzeit nach Aussage aus der Ge-
schäftsführung der IWU GmbH noch den Charakter einer Selbsteinschätzung und ist damit erst 
später zur Veröffentlichung geeignet.       
 
Insbesondere in Teil A Strategiepapier (Anlage 1) gibt sich die IWU GmbH ein Leitbild, benennt 
seine Alleinstellungsmerkmale und formuliert Ziele für seine Qualitätsentwicklung.    
Unter den Inhalten herauszuheben ist hinsichtlich der Zielsetzungen der Wissenschaftsstadt Darm-
stadt als Gesellschafterin der IWU GmbH z.B. das Kap. 3.2  Lokale Forschungskooperationen (s. 
Anlage 1, S. 10). Hier wird festgelegt, dass die IWU GmbH im Sinne des Leitbildes Wissenschafts-
stadt als Knotenpunkt eines Clusters „Nachhaltige Raumentwicklung“ innerhalb der Darmstädter 
Wissenschaftslandschaft wirken soll. 
Dieses Thema integriert z.B. Fragestellungen des energieeffizienten Bauen und Planens, der er-
neuerbaren Energien und der allgemeinen Stadtforschung interdisziplinär. Darmstadt hat sich hier-
bei als „Geburtsort“ des Passivhauses und (zweimalig) des Solar Decathlon-Gewinnerhauses in 
einem Bogen, der vom TUD Energy Center, dem LOEWE-Schwerpunkt „Eigenlogik der Städte“ an 
der Technischen Universität (TUD), dem 2008 gegründeten NATURpur Institut für Klima- und Um-
weltschutz bis hin zu den Arbeitsschwerpunkten an der Hochschule Darmstadt (h_da) reicht, – um 
nur wenige Bespiele aus einem größeren Portfolio zu nennen – zum international anerkannten und 
national führenden wissenschaftlichen Zentrum mit rasch voranschreitender wirtschaftlicher Kom-
ponente herausgebildet. 
Es ist ein Vitalinteresse der Stadt, dieses Cluster mit seinen hohen wissenschaftlichen, wirtschaftli-
chen und gesellschaftlichen Potentialen weiter zu entwickeln. Nicht zuletzt im Sinne der Stadtwirt-
schaftsstrategie ist es sinnvoll, dazu eine städtische Beteiligung, also die IWU GmbH, deren Kern-
kompetenzen exakt in diesem Feld verortet sind, aktiv zu nutzen und zu befähigen.                                  
 
Dies greift mit der Empfehlung im zweiten Teil des Beschlusspunktes 9 ineinander, die Kooperatio-
nen sowohl mit der h_da als auch mit der TUD zu intensivieren und gemeinsame Berufungen von 
Wissenschaftlern zu erwägen. Dazu haben seither intensive Verhandlungen gleichberechtigt mit 
beiden Hochschulen stattgefunden, die in Kooperationsverträgen münden sollen. Die Geschäftsfüh-
rungsposition der IWU GmbH wird demnach im Sinne des städtischen Beschlusses in Zukunft in 
Personalunion mit einer Professur an einer Hochschule stehen. Die Verhandlungen stehen nach 
derzeitigem Ermessen kurz vor dem Abschluss. Es wird mit getrennter Vorlage über das Ergebnis

4 
... 
berichtet werden. Eine wichtige Zielsetzung der Gespräche ist es, die mittelfristigen Qualitätsziele 
der IWU GmbH und die Rolle des Instituts im Cluster auch über die vernetzte Institutsleitung abzu-
sichern. 
Eines der Ziele auf einer mittleren Zeitebene ist es dabei, in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenom-
men zu werden (vgl. Anlage 1, Kap. 4.3., S. 12) – ein Weg, der in jedem Fall als anspruchsvoll und 
hürdenreich zu bezeichnen ist, hier jedoch im Grundsatz als Beleg der Ambitioniertheit IWU GmbH 
als städtischer Beteiligung IWU GmbH zu verstehen ist.                    
 
Ein weiteres Element der strategischen Weiterentwicklung der IWU GmbH und damit der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt ist die Unterbringung des Instituts. Bisher befindet sich die IWU GmbH in einer 
architektonisch zwar ansprechenden, energetisch jedoch keineswegs dem Ruf des Instituts entspre-
chenden Immobilie. Die IWU GmbH ist hinsichtlich der Begleitung von Passivhausprojekten seit Be-
ginn der Entwicklung Pionier ebenso wie wissenschaftliche Speerspitze gewesen und ist dies bis heu-
te. Damit leistet die IWU GmbH einen wesentlichen Beitrag dazu, Darmstadt als anerkanntes Kompe-
tenzzentrum für nachhaltiges Bauen und Energieeffizienz (s.o.) zu positionieren. Dieses Alleinstel-
lungsmerkmal ist nicht nur ein Kennzeichen des Leitbildes Wissenschaftsstadt, es gewinnt, wie darge-
stellt, auch mehr und mehr an wirtschaftlicher Bedeutung und wird Teil der praktizierten Stadtplanung 
in Darmstadt. 
Der IWU GmbH und der Bauverein AG als Bauherr und Vermieter – mithin also zwei städtische 
Töchter in Kooperation – haben den Umbau der Liegenschaft Rheinstraße 65/67 konzeptionell und 
vertraglich so gestaltet, dass die IWU GmbH gemäß auf Auftrag der Gesellschafterversammlung in 
ein Gebäude einziehen kann, dass nach Passivhausstandard 1 umgebaut wird. Der Umzug der IWU 
GmbH in ein Passivhaus ist in diesem Kontext als Leuchtturmprojekt zu bewerten, erhöht die Repu-
tation und damit mittelbar den Auftragszufluss des Instituts und hat eine besondere Symbolkraft für 
Darmstadt insgesamt. Hinsichtlich des Mitgesellschafters Land Hessen passt sich dies in die Inten-
tion seines Projekts "CO2-neutrale Landesverwaltung" ein. 
Ein Leuchtturmprojekt liegt insbesondere deshalb vor, weil es das erste Bürogebäude nach Passiv-
hausstandard in Darmstadt und zudem eines der ersten Projekte dieser Art im Altbestand überhaupt 
wäre. Stellt man die Fertigstellungsraten von Bürogebäuden (z.B. auf nationaler Ebene) dem Be-
stand an Altimmobilien, die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zwangsläufig zur energeti-
schen Sanierung anstehen, gegenüber, so wird deutlich, welches Potenzial, aber auch welche Her-
ausforderung in diesem Segment besteht. Hier mit einer Altimmobilie ein bewusstes Zeichen zu 
setzen, zeigt einseits bautechnische Expertise bei der Bauverein AG und der IWU GmbH und soll 
andererseits als Pilotprojekt zur Nachahmung anleiten.   
 
29.09.10 
Dez. I     Dez. II     Dez. V 
 
 
 
 
Walter Hoffmann   Wolfgang Glenz   Jochen Partsch 
Oberbürgermeister   Bürgermeister    Stadtrat 
                                                
1
 Exakte Bezeichnung: „Sanierung mit passivhaustauglichen Komponenten“ nach den Förderstandards des Landes Hessen

Beratungsverlauf (11)

TOP 19
TOP 3
TOP 15
TOP 8
TOP 31
TOP 30
TOP 5
TOP 2
TOP 6
TOP 13
TOP 540

Orte (1)

  • Rheinstraße 65

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2010/0437
Typ
Magistratsvorlage
Datum
29.09.2010
Erstellt
29.09.2026 00:00