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AN/0092/2018

Gegen jeden Antisemitsmus – welche Projekte fördert Köln?

Parteilos Anfrage nach § 4 18.01.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 23.01.2018, TOP 11.3

Bunt Anfrage nach § 4

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Bunt Anfrage nach § 4

2939 Zeichen

An die Vorsitzende  
des Ausschusses Kunst und Kultur 
Frau Dr. Eva Bürgermeister 
 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
Thomas Hegenbarth 
Lisa Gerlach 
Rathaus - Spanischer Bau 
50667 Köln 
Tel.: +49 (221) 221 - 25541 
Mail: Thomas.Hegenbarth@stadt-koeln.de 
Mail: Lisa.Gerlach@stadt-koeln.de 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 18.01.2018 
 
AN/0092/2018 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Kunst und Kultur 23.01.2018 
 
Gegen jeden Antisemitsmus – welche Projekte fördert Köln? 
Sehr geehrte Frau Dr. Bürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Antragsteller bitten sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten  Sitzung des Au s-
schusses Kunst und Kultur aufzunehmen.  
 
 
Die Stadträte von München und Frankfurt sowie der Senat von Hamburg haben sich in den letzten 
Monaten intensiv mit dem Phänomen Antisemitismus auseinandergesetzt. Dabei fällt auf, dass sich 
in der D efinition von Antisemitismus in den letzten Jahren einiges verändert hat. Heutzutage muss 
stärker differenziert werden in klassischen, sekundären und israelbezogenen Antisemitismus. Den 
unterschiedlichen Formen des Antisemitismus liegen verschiedene Motive  zugrunde, denen mit 
passgenauen Strategien begegnet werden muss. Laut der Statistik politisch motivierte Kriminalität - 
Rechts (PMK-Rechts) steigt die Zahl antisemitischer Straftaten in Nordrhein -Westfalen. Der größte 
Teil wird dabei von rechten Straftäte rn und -täterinnen begangen. Allerdings kam es in den Jahren 
2014 und 2017 zu antisemitischen Ausschreitungen: So wurden im Dezember 2017 auf Demonstr a-
tionen im Zusammenhang mit der geplanten Verlegung der US -Botschaft von Tel Aviv nach Jerus a-
lem Israel-Flaggen oder Davidsterne angezündet. 
 
Jüdische Gemeinden in Deutschland fühlen sich zunehmend unsicher. Der Geschäftsführer der S y-
nagogen-Gemeinde Köln, David Klapheck, sagte in der Kölner Rundschau, dass immer mehr Eltern 
zu ihm kämen, deren Kinder in der Schule gemobbt würden, weil sie jüdisch seien. 
 
In Hamburg und in Duisburg gibt es Projekte gegen Antisemitismus, die neue Ansätze und Konze p-
te für eine Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen des Ant i-

- 2 - 
 
semitismus entwickeln und erproben. In Duisburg fahren z. B. im Rahmen des Projekts „Junge Mus-
lime in Auschwitz“ zum ehemaligen KZ in Auschwitz. 
 
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: 
 
1. Welche Projekte gegen Antisemitismus, die sich speziell an Jugendliche wenden , fördert die 
Stadt Köln? 
 
2. Gibt es in Köln ein Projekt wie in Duisburg, und wenn nicht, was spricht für oder gegen die Eta b-
lierung eines ähnlichen Projekts – z. B. in Zusammenarbeit mit dem NS -
Dokumentationszentrum? 
 
 
Wir bitten darum, dass diese Anfrage auch im Jugendhilfeausschuss beraten wird.  
 
 
Gez. Thomas Hegenbarth     gez. Lisa Hanna Gerlach

Beratungsverlauf (1)

23.01.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 11.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0092/2018
Typ
Parteilos Anfrage nach § 4
Datum
18.01.2018
Erstellt
18.01.2018 11:52