V/0277/2006
Freigabe von Personalkosten für DataClearing NRW
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Beschlussvorlage
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V/0277/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER citeq Betrifft Freigabe von Personalkosten für DataClearing NRW Beratungsfolge 27.04.2006 Werksausschuss der citeq Entscheidung Beschlussvorschlag: Der Werksausschuss stimmt der Übernahme der Aufgabe einer Clearingstelle in NRW zu. Der Betrieb soll zu gleichen Teilen von der KRZN Moers und der citeq Münster unter DataClearing NRW erfolgen. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass anteilige Kosten und anteilige Erlöse in Höhe von 375.600 € entstehen. Finanzierung/Mittelbereitstellung Mittel in Höhe von 320.000 € sind bereits im Wirtschaftsplan der citeq eingestellt. Begründung: Im Zuge der weiteren Entwicklung des E-Government in Deutschland ist mit der Novellierung des Melderechtes und der Einführung einer länderübergreifenden standardisierten elektronischen Rückmeldung zum 01.01.2007 ein nächster wichtiger Schritt erfolgt. Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe und der Aufgabenzuweisung des Landes an den kom- munalen Bereich beinhaltet für diese Aufgabe zwei Aspekte: 1. Aufbau der Infrastruktur OSCI Der Protokollstandard OSCI (Online Services Co mputer Interface) ist vom Kooperationsausschuss ADV Bund, Länder, Kommunaler Bereich verabschiedet worden. Die Kommunikation über OSCI setzt zwingend einen sog. Intermediär und einen Verzeichnisdienst voraus. Vorlagen-Nr.: V/0277/2006 Auskunft erteilt: Herr Tewes Ruf: 492 18 00 E-Mail: Tewes@citeq.de Datum: 11.04.2006 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0277/2006 Die Kommunen des Landes NRW beauftragen die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen IT- Dienstleister in NRW (AKDN) derzeit, den Pflegevertrag für die Intermediärssoftware Governikus über 2006 hinaus fortzuführen. Damit setzen die Kommunen NRW auf dieselbe Lösungen wie das Land NRW, der Bund und 12 weitere Bundesländer. Der Verzeichnisdienst wird über das beim Bundesverwaltungsamt bundeseinheitlich geführte Deutsche Verwaltungsdiensteverzeichnis (DVDV) realisiert. Zur Sicherstellung der Ausfallsicher- heit hat das Land NRW die citeq gebeten, im Rahmen von DataClearing NRW den zentralen Pro- duktionsmaster des DVDV für NRW zu betreiben. 2. Betrieb von DataClearing NRW Auf Grundlage der OSCI-Standards bieten die kommunalen Rechenzentren KRZN Moers und ci- teq Münster im Auftrag der AKDN gemeinsam die Clearingstellenfunktion für NRW unter dem Na- men DataClearing NRW an. DataClearing NRW wird im ersten Schritt die elektronische Rückmeldung realisieren, ist aber be- reits auf weitere Datenübertragungsdienste ausgelegt (bspw. Mammographiescreening gem. Krebsregistergesetz NRW, Steuer-Identifikationsnummer gem. Abgabenordnung) KRZN und citeq werden die Aufgabe jedoch nur wahrnehmen, wenn die Finanzierung durch die Kommunen des Landes NRW gesichert ist. Da die Kosten unabhängig von der Anzahl der teil- nehmenden Kommunen und damit nahezu 100%ig Fixkosten sind, hat DataClearing das auf der Anzahl der angebundenen Einwohner basierendes gestaffeltes Preismodell entwickelt: Anzahl der angebun- denen Einwohner Preis je Einwohner und Jahr je- weils zzgl. einer 20%igen Umlage für Landkreise Höhe der gedeckten Kos ten 18 Mio. 0,026 Euro 524.900 € 16 Mio. 0,030 Euro 524.900 € 14 Mio. 0,034 Euro 524.900 € 12 Mio. 0,039 Euro 524.900 € 9 Mio. 0,052 Euro 524.900 € Auf der Basis des technischen Modells und des Preismodells liegen derzeit bereits folgende Be- schlüsse zur Beauftragung und zur Unterstützung von DataClearing NRW vor: - KDN Beschluss - AKDN-Beschluss - POA des Städtetages Parallel zur Sitzung Werksausschuss finden Sitzungen der Präsidien Städtetag und Landkreistag sowie des Verbandsausschusses StGB NRW statt mit dem Ziel einer Empfehlung zugunsten DataClearing NRW. Auf Basis des Angebotes und der Beschlusslage haben bereits viele Kommunen in NRW eine Er- klärung zur Beauftragung DataClearing abgegeben: Erklärungen liegen für ca. 8 Mio Einwohner bereits vor, es ist von einer deutlich über 50 % liegenden Beteiligung der Kommunen in NRW aus- zugehen, so dass DataClearing wirtschaftlich betrieben werden kann. - 3 - V/0277/2006 Kosten und Erlöse Die Kosten und Erlöse werden zwischen KRZN Moers und citeq Münster jeweils 50% betragen. Dabei stellt sich die Kosten- und Erlösgegenüberstellung für die citeq wie folgt dar: Erlöse Kosten DataClearing NRW 0,026 € pro Einwohner und Jahr 262.450 € Personal (Vertragswesen, Weiterentwicklung, Mana- gement, Systemadministrati- on, Anwenderbetreuung) 185.000 € Hardware (Server, Infrastruk- tur, Wartung) 36.500 € Software (Betriebssystem, Betriebsinfrastruktur, Pflege) 40.950 € DVDV 0,0018 € pro Einwohner und Jahr 18.150 € Personal (Datenpflege, ma- nagement, Systemadminist- ration) 11.000 € Technik (Hard- und Software Server, Wartung, Pflege, Betrieb) 7.150 € EU-Zuschuss PICTURE 25.000 € Personal (Prozessaufnah- men, Tollintegration) 25.000 € Zuschuss KDV 60.000 € Personal (Prozessaufnah- men, eGovernment- Umsetzung) 60.000 € Summe 375.600 € 375.600 € - 4 - V/0277/2006 Personalbedarf citeq Für die Erfüllung der o.a. Aufgaben ergibt sich bei der citeq folgender Personalbedarf: Profil Bedarf bis 01.01.2007 Bedarf ab 01.01.2007 Vertragswesen, Aquise, Ab- rechnung 1,5 Stellen 1,0 Stellen Management, Weiterentwick- lung, Prozessgestaltung 1,0 Stellen 2,0 Stellen Verfahrensbetreuung 1,0 Stellen 1,0 Stellen Systemadministration Server 1,0 Stellen 1,5 Stellen Prozessaufnahmen, Toolin- tegration, eGovernment- Umsetzungen 1,5 Stellen 1,0 Stellen Summe 6,0 Stellen 6,5 Stellen Hierfür stehen Personalkostenerlöse in Höhe von 281.000 € (s.o.) bei der citeq zur Verfügung. Zusätzliche Sachkosten fallen nur in geringem Umfang an. Die Stellen sollen alle nur befristet und jeweils erst zum Zeitpunkt des tatsächlichen Arbeitsanfalls besetzt werden. Alle Personalentscheidungen werden von den erzielten Erlösen abhängig ge- macht. Weitere Entwicklung Über die we itere Entwicklung von DataClearing NRW wird die citeq im Werksausschuss regelmä- ßig berichten. i.V. gez. Bickeböller
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0277/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 11.04.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37