4226/2018
Stimmung im Keller: Feiern wir bald alle in Düsseldorf? - AN/1846/2018
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Beantwortung einer Anfrage (Rat)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/32/327 Vorlagen-Nummer 4226/2018 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Rat 18.12.2018 Stimmung im Keller: Feiern wir bald alle in Düsseldorf? - AN/1846/2018 Mit o.g. Anfrage vom 12.12.2018 teilt die Ratsgruppe BUNT mit, dass die Bilanz des 11.11. im Jahr 2018, je nachdem, aus welcher Richtung man guckt, gemischt ausgefallen sei: Zwar habe es bei die- ser Sessionseröffnung für Feuerwehr und Polizei deutl ich weniger Einsätze gegeben, und die prob- lematischen großen Saufgelage waren gegenüber dem letzten Jahr deutlich reduziert. Gleichzeitig gab es aber, wie der Stadt -Anzeiger am 13.11.2018 berichtete, Frust bei Wi rten und Veranstaltern über die städtischen Maßnahmen: Von Umsatzeinbußen in Höhe von 30 % sei die Rede. Außerdem sei Personal nicht oder teilweise nur gegen Bestechung durch Absperrungen gekommen. Auch für die diesjährige Silvesternacht kündige die Stadt zwar teils erweiterte Sicherheitsmaßnahmen wie eine vergrößerte Böller-Verbotszone an. Gleichzeitig solle aber das Kulturprogramm der letzten zwei Jahre, das als Gegengewicht zur Silvesternacht 2015/16 dienen sollte, peu à peu heruntergefah- ren werden. Von „Normalität“ werde gesprochen, aber die großen Sicherheitsvorkehrungen und damit teils auch Behinderungen der Kölner Feierlaune blieben bestehen. Vor diesem Hintergrund stellt die Ratsgruppe folgende Fragen an die Stadtverwaltung: 1. Wie hat die Stadt Köln auf die Beschwerden der Wirte und Wirtinnen rund um den Session s- auftakt reagiert? 2. Wurden die geplanten Maßnahmen im Rahmen der Sitzungen des „Runden Tischs Karneval“ be- sprochen? Wurde das Sicherheitskonzept im Konsens mit allen Beteiligten erarbeitet? 3. Sieht die Stadtverwaltung einen Widerspruch d arin, dass sie einerseits sehr hohe und vorau s- sichtlich die Stimmung beeinträchtigende Sicherheitsmaßnahmen durchführt, aber andererseits das Kulturprogramm zu Silvester herunterfährt? Die Fragen werden von der Verwaltung wie folgt beantwortet: Zu Frage 1: Die Anregungen aus dem offenen Brief der Wirtinnen und Wirte werden im kommenden „Runder Tisch Straßenkarneval“ aufgegriffen und diskutiert und fließen in die Planungen für den Straßenkar- neval 2019 mit ein. Zu Frage 2: Ja, die Maßnahmen wurden am 23.10.18 am Runden Tisch, zu dem die Oberbürgermeisterin einge- laden hatte, vorgestellt. Die Vertreterinnen und Vertreter der Gastronomie Altstadt und Südstadt nahmen am Runden Tisch teil. Die Gastronomievertreterinnen und -vertreter aus dem Zülpicher Vier- tel/Kwartier Latäng sind der Einladung leider nicht gefolgt. 2 Das Sicherheitskonzept für das Zülpicher Viertel wurde vorab am „kleinen Runden Tisch Kwartier Latäng/Zülpicherstraße“ am 16.10.2018 unter Beteiligung der Vertreterinnen und Vertreter der Gast- ronomie, der Anwohnerinitiativen und der Verwaltung diskutiert und nach einem gemeinsamen Orts- termin am 04.10.2018 mit Vertretern der Verwaltung und der Gastronomie als übereinstimmendes Ergebnis dort präsentiert. Zu Frage 3: Zum einen wird das Kulturprogramm nur hinsichtlich der kostenintensiven Illumination der vergange- nen beiden Jahre reduziert auf eine stimmungsvolle Ausleuchtung der Domumgebung, zumal auch der derzeitige Bauzustand des Domhotels keine attraktive Projektionsfläche darstellt. Die musikali- schen Beiträge bleiben qualitativ und quantitativ unverändert. Zum anderen beeinträchtigen die Sicherheitsmaßnahmen nicht die Stimmung. Insbesondere Silvester 2017 hat mit einer ca. 90 %igen Auslastung des Roncalliplatzes während des Auftritts des Gospel- chores gezeigt, dass die Besucherinnen und Besucher die Sicherheitsmaßnahmen nicht als störend empfanden. Vielmehr hat die Verwaltung Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten, dass die Sicherheitsmaßnahmen für einige Besucherinnen und Besucher den Aufenthalt in der Domumgebung erst wieder attraktiv gemacht haben. Auch handelt es sich bei der temporären Erweiterung der Schutzzone um die einzige Änderung im Sicherheitskonzept. Diese wurde notwendig, weil leider immer noch genügend Feiernde bewusst oder unbewusst Feuerwerk aus dem Kreuzungsbereich Komödienstraße/Trankgasse/Marzellenstraße in die Schutzzone abgefeuert haben. Diese Maßnahme hat wenn überhaupt nur einen positiven Einfluss auf die Stimmung in der Schutzzone. Allgemeiner Hinweis: In der Anfrage wird die Unterstellung wiederholt, dass teilweise Zutritt in das Zülpicher Viertel nur ge- gen Bestechung gewährt worden wäre. Sollten hierfür stichhaltige Beweise vorliegen, bittet die Verwaltung um Vorlage dieser, da sowohl sie als auch der Dienstleister der Verwaltung sehr an der Aufklärung solcher Anschuldigungen interes- siert ist. Der Verwaltung und dem Dienstleister der Verwaltung sind solche Vorfälle nicht bekannt und außer in dem zitierten Schreiben auch bisher nicht geäußert worden. Sollten derartige Beweise nicht vorliegen, bittet die Verwaltung eindringlich darum, von solchen Be- hauptungen oder deren Wiedergabe abzusehen.
Beratungsverlauf (1)
Orte (3)
- Marzellenstraße
- Komödienstraße
- Trankgasse
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Details
- Aktenzeichen
- 4226/2018
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA)
- Datum
- 18.12.2018
- Erstellt
- 17.12.2018 12:41