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1932/2019

Beantwortung einer Anfrage der BV Rodenkirchen (SPD) zur Eindämmung der nächtlichen Beleuchtung

Beantwortung einer Anfrage (BV) 04.06.2019

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen), Sitzung am 01.07.2019, TOP 7.1.3

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

3773 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 1932/2019 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)  
 
Beantwortung einer Anfrage der BV Rodenkirchen (SPD) zur Eindämmung der nächtlichen 
Beleuchtung (AN/0724/2019) 
Beantwortung der Anfrage der BV Rodenkirchen zur Eindämmung der nächtlichen Beleuch-
tung 
Fragen der BV 2: 
1. Gibt es Erhebungen zu Lichtemissionen im Kölner Süden? 
2. Gibt es einen Aktionsplan oder Maßnahmenkatalog der Stadt Köln zur Reduzierung 
der Lichtemissionen durch öffentliche, gewerbliche und private Verursacher? Wenn ja, 
bitten wir um Zusendung der Ergebnisse. 
3. Welche Maßnahmen wurden in Bereich, wo nächtliche Beleuchtung unerlässlich ist, 
bisher getroffen? 
z.B. Umrüstung von Lampen, Einengung des Strahlungsbereiches, Regulierung der 
Beleuchtungsdauer etc. 
4. Werden bei der Planung und Installation von neuen Lichtanlagen in Gebäuden, Ge-
werbegebieten, Wohngebieten Aspekte des Vogel- und Insektenschutzes berücksich-
tigt? 
 
Beantwortung durch die Verwaltung: 
Vorbemerkungen: 
Nächtliche Beleuchtung hat (neben negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen) eine 
Reihe gravierender negativer Konsequenzen für die Tierwelt und damit auf die Biodiversität (Rück-
gang von Insekten, Fehlleitung von Vögeln, Verdrängung von Fledermäusen etc.). Das Bundesum-
weltministerium, die Landesumweltministerin Frau Heinen-Esser und viele andere nennen die Licht-
verschmutzung neben der intensiven Landwirtschaft und der Lebensraumvernichtung als Hauptursa-
che für den Rückgang der Artenvielfalt. Hierzu gibt es bereits grundsätzliche Empfehlungen zur Ver-
meidung von Lichtverschmutzung, um den Rückgang von Insekten, Vögeln, Fledermäusen und ande-
ren Arten aufzuhalten.  
 
 
Zu 1: 
Bisher gibt es noch keine Erhebungen zur Lichtemissionen für das Kölner Stadtgebiet. Da es sich 
aber um ein naturschutzfachlich wichtiges Thema handelt, ist die Identifikation von schädlichen 
Lichtemissionen sowie noch dunkler Bereiche über die Erstellung von Luftbildern beabsichtigt mit 
dem Ziel Lichtverschmutzung zu bekämpfen und noch dunkle Bereiche von  weiterer Beleuchtung frei 
zu halten. Sie sollen durch den novellierten Landschaftsplan entsprechend als Lichtschutzgebiete 
geschützt und damit von Lichtverschmutzung freigehalten werden.

2 
 
 
Zu 2: 
Einen Aktionsplan o.ä. gibt es bisher noch nicht, ein solcher ist aber grundsätzlich zu befürworten. Bei 
den bisherigen Planungen zu städtischer Beleuchtung wurde die aktuelle Problemstellung nicht be-
rücksichtigt. Lediglich städtische Parkanlagen sollen von zusätzlicher Beleuchtung freigehalten wer-
den. Da Beleuchtungsanlagen in der Regel nicht genehmigungspflichtig sind, ist die Einflussnahme 
auf Private schwierig. 
Aktuell ist ein aus der Politik initiiertes Gutachten zum Schutz von Insekten in Erarbeitung, das das 
Thema Lichtverschmutzung sicher ebenfalls aufgreifen wird. 
 
 
Zu 3: 
Wo eine Beleuchtung unerlässlich ist, wurden Maßnahmen entsprechend der Empfehlungen des 
Länderausschuss für Immissionsschutz (Beschluss vom 10.05.2000) so weit möglich umgesetzt. (Be-
leuchtung nur nach unten, reduzierte Lichtstärke, geringe Leuchtenhöhe, möglichst langwelliger 
Spektralbereich etc.). Dies betrifft zumeist Beleuchtung in Schutzgebieten, die zumeist genehmi-
gungspflichtig sind. Seitdem der  Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde durch einen Fachvortrag 
(Herr Harald Bardenhagen) besonders sensibilisiert wurde fordert auch dieser regelmäßig die Ver-
meidung von Lichtverschmutzung ein.  
 
Zu 4: 
Bisher geschieht dies nicht durchgängig, insbesondere da hierzu keine verbindlichen  
Vorgaben des Artenschutzrechtes existieren.

Beratungsverlauf (1)

01.07.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 7.1.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1932/2019
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
04.06.2019
Erstellt
03.06.2019 10:32