V/1027/2018
„Tierschutz in Münster stärken“, Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL und CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0017/2017
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Beschlussvorlage
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V/1027/2018
V/1027/2018
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
„Tierschutz in Münster stärken“, Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL und CDU-
Fraktion an den Rat Nr. A-R/0017/2017
Beratungsfolge
29.01.2019 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Das Handlungskonzept Kiebitzschutz wird fortgeführt. Bei Bedarf werden weitere Flächen in au s-
reichender Größe für den Kiebitz bereitgestellt und nach fachlichen Kriterien entwickelt.
2. Über die Entwicklung des Kiebitzbestandes in Münster wird zukünftig im Abstand von 2 Jahren
im Rahmen der Vorlage zu den Umweltdaten Münster berichtet.
3. Der Antrag der Ratsfraktionen von Bündnis 90 / Die Grünen / GAL und CDU Nr. A -R/0017/2017
an den Rat ist damit erledigt.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen.
Begründung:
Der o. g. Ratsantrag fordert die Bereitstellung und ökologische Aufwertung von Ausgleichsflächen für
den Kiebitz. Ferner wird ein j ährlicher Bericht an de n AUKB über die Bestandserfassungen, B e-
standsentwicklungen und eingeleitete Schutzmaßnahmen zum Kiebitzschutz angefordert.
Bestandsentwicklung des Kiebitzes
Die Situation des Kiebitzes in Münster muss vor dem allgemein negativen Trend gesehen werden.
Der Kiebitz geht - wie andere Vogelarten der offenen Feldflur - landesweit zurück und ist inzwisch en
in der Roten Liste NRW als „stark gefährdet“ eingestuft. Nach einem erheblichen Rückgang seit den
1970er-Jahren hatten sich die Bestände zwischenzeitlich stabilisiert. Jedoch wird in den letzten Ja h-
ren erneut ein starker Rückgang festgestellt. Der Gesam tbestand wird vom Landesamt für Natur,
Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein -Westfalen auf weniger als 12.000 Brutpaare in NRW g e-
schätzt (2015).
Amt für Grünflächen, Umwelt
und Nachhaltigkeit
15.01.2019
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Dreier
Telefon: 492-6727
DreierD@stadt-muenster.de
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Bestandsentwicklung in Münster
Noch 2003 wurden bei einer stadtweiten Erfassung 346 Brutpaare erfasst. In 2014 waren es nur noch
139 Brutpaare. Die Bestandsentwicklung folgt somit dem oben beschriebenen landesweiten Trend.
Der Rückgang hat sich auch in den letzten Jahren fortgesetzt. Für den benachbarten Kreis Warendorf
sind ähnliche Rückgänge zu verzeichnen.
Der Kiebitz kam früher im Münsterland in feuchten Wiesen und Weiden vor . Vor allem durch Entwäs-
serung und Nutzungsintensivierung besiedelt er nunmehr fast ausschließlich Ackerflächen und So n-
derbiotope.
Bespielhaft werden zwei sehr unterschiedliche Gebiete mit unterschiedlicher Bestandsentwicklung im
Umfeld der Loddenheide vorgestellt:
Südlich Heumannsweg
Die Ackerflächen am Heumannsweg erlebten - vermutlich aufgrund von Verdrängungsprozessen aus
der Loddenheide - einen kurzen Höhepunkt in der Kiebitzbesiedlung. Im Jahr 2011 wurden bei der
stadtweiten Erfassung dort keine Kiebitze erfasst. In 2014 brüteten zwei Kiebitzpaare mit gutem Brut-
erfolg, in 2015 acht Brutpaare, allerdings ohne Bruterfolg, in 2016 vier Brutpaare mit 0 -2 flüggen
Jungvögeln. Seit 2017 brüten dort keine Kiebitze mehr, obwohl sich die Flächenbewirtschaftung nicht
geändert hat und die Bewirtschaftungszeiten auf Grund von Vereinbarungen auf den Kiebitzbestand
Rücksicht genommen haben.
Brache am Stadthafen 2
Eine feuchte Brachfläche am Stadthafen 2 wird seit einigen Jahren von Kiebitzen besiedelt . T rotz
zahlreicher Störungen durch Freizeitnutzungen gab es fünf Brutpaare in 2016, fünf Brutpaare in 2017
und vier Brutpaare in 2018 mit einigen flüggen Jungvögeln.
Bestandsentwicklung im Gewerbegebiet Loddenheide
In der Loddenheide wurden 2013 noch 38 Brutpaare gezählt. Bis dahin bestand die Möglichkeit bei
Bebauung von Grundstücken auf benachbarte Flächen auszuweichen - die ökologische Funktion der
Lebensstätte blieb im räumlichen Zusammenhang gewahrt. Dies haben die hohen Brutzahlen belegt.
Seit 2014 war das mit fortschreitender Bebauung nicht mehr gegeben.
Die Bestandsentwicklung in der Loddenheide wird seit 2014 jährlich durch eine extern vergebene
Kartierung dokumentiert, die im Falle einer Bebauung von Gelegestandorten Grundlage für die durch-
zuführenden Ausgleichsmaßnahmen ist.
Nach Auswertung der Bauanträge wurden seit 2014 bis zum Herbst 2018 21 Gelegestandorte übe r-
plant. Auch durch die teilweise fortschreit ende Vegetationsentwicklung hat sich die Anzahl auf nu n-
mehr sechs Brutpaare verringert. Durch spezielle Artenschutzmaßnahmen (CEF -Maßnahmen, conti-
nuous ecological functionality-measures) wird versucht diesen Verlust auszugleichen.
Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Anzahl der
Kiebitzpaare
bis zu 38 23 12 - 16 8 - 10 10 - 11 6
Brutvogelerfassung Loddenheide 2018
Aktuelle Entwicklung des Kiebitzbestandes in
Münster, NABU-Naturschutzstation Münsterland, Pro-
jektbericht Kiebitzschutz 2018
Hinweis:
Da nicht im jeden Jahr flächendeckend kartiert wird,
liefern die aktuellen Ergebnisse keine 100%ig
genauen Ergebnisse.
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Aktivitäten und Maßnahmen zum Kiebitzschutz in Münster
Kiebitzprojekt der NABU-Naturschutzstation
Seit 2014 erfasst die NABU-Naturschutzstation im Rahmen des vom Land NRW und der Stadt Mün s-
ter geförderten Projektes „Rettung der Kiebitzbestände in Münster“ die Brutbestände in Münster (o h-
ne Loddenheide). Weitere Projektbausteine sind die Beratung der Landwirte, die Markierung von Ge-
legestandorten und die Bewerbung von Kiebitzschutzmaßnahmen.
Runder Tisch Biodiversität
Der Runde Tisch Biodiversität tagt seit 2015 zweimal jährlich. Teilnehmer in Münster sind u. a. Vertre-
ter der NABU-Naturschutzstation, der unteren Naturschutzbehörde, des Kreisverbandes des Westf ä-
lisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes WLV sowie der Landwirtschaftskammer. Die Thematik
Kiebitzschutz steht regelmäßig auf der Tagesordnung. Über den Verteiler des WLV werden die Mi t-
glieder mit entsprechenden Informationen versorgt.
Abschluss von Bewirtschaftungspaketen
Durch Beratung der NABU-Naturschutzstation und der unteren Naturschutzbehörde konnten in Müns-
ter im Jahr 2018 drei Verträge zu Feldvogelinseln abgeschlossen werden. Dies sind einjährige B e-
wirtschaftungsverträge für Flächen auf denen nachweislich mehrere Feldvogelarten (Feldlerche, Ki e-
bitz, u. a.) vorkommen. Bewilligungsbehörde ist die Bezirksregierung Münster. Verträge mit einer
Laufzeit von fünf Jahren (Vertragsnaturschutz) fanden keinen Anklang bei der Landwirtschaft.
Handlungskonzept Kiebitzschutz
Um den Verlust an Kiebitzbrutflächen vor allem durch die fortschreitende Bebauung im Gewerbeg e-
biet Loddenheide auszugleichen, hat die Stadt Münster 2013 ein Handlungskonzept zum Schutz des
Kiebitzes entwickelt.
Bestandteil ist eine Auswahl von Flächen, die als Kiebitzhabitate geeignet sind. Diese sind entweder
bereits von Kiebitzen besiedelt oder der Kiebitz brütet auf benachbarten Flächen. Wesentliches Krit e-
rium ist die Flächenverfügbarkeit. Ferner wird darauf geachtet, dass möglichst geringe Flächenverlus-
te für die Landwirtschaft entstehen.
Die Flächen werden nach einschlägigen Kriterien für den Kiebitz aufgewertet. Durch ein kontinuierl i-
ches Monitoring im Rahmen des Kiebitz-Projektes der NABU-Naturschutzstation besteht die Möglich-
keit bei evtl. Fehlentwicklungen nachzusteuern.
Von der Stadt Münster wurden für den Kiebitz folgende CEF-Maßnahmen umgesetzt:
CEF-Flächen Anzahl der Brutpaare (BP)*
2014 2015 2016 2017 2018
Vennheide (Acker) 7 BP 7 BP 12 BP 6 BP 2 BP
Dingbängerweg (Acker) - 5 BP 1 BP 1 BP 1 BP
Hülshoffstraße (Acker) 4 BP 3 BP 5 BP 2 BP -
Vogelschutzgebiet Rieselfelder
nordöstlicher Bereich (einjährige Brache)
2 BP - - - -
Realisierung 2018
„Altarwiese“ an der Umgehung Wolbeck,
Umsetzung 2017/18, Entwicklung extensives
Grünland, Blänke
- -
Deponie Liekfor Amelsbüren
Entwicklung extensives Grünland
-
Realisierung ab 2019
Krummer Bach / NSG Aa-Aue:
Hochwasserrückhaltebecken, nach Fertig-
stellung extensives Grünland mit Blänken
2 BP -
Vogelschutzgebiet Rieselfelder, teilw. vernässter
Bereich südlich NSG Huronensee, Entwicklung
von extensivem Grünland mit Blänken
2 BP
*gemäß Kartierung der NABU-Naturschutzstation und der Biologischen Station Rieselfelder
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Ackerfläche in der Vennheide (ca. 6,8 ha)
Für die städtische Ackerfläche wurden 2014 mit dem Bewirtschafter Regelungen zum Schutz der Kie-
bitze getroffen. Sie liegt in nur ca. 2,5 km Entfernung von der Loddenheide. Neben der Ackernutzung
gibt es dort auch Ufer- und Blühstreifen sowie Wildacker, so dass ein ausreichendes Nahrungsange-
bot gegeben ist. Südlich befindet sich feuchtes Grünland. Der Kiebitzbestand schwankt jedoch sehr
stark (s. Tab.). Eine Ursache könnten Störungen durch Spaziergänger mit Hunden sein. Für 2019
sind Hinweisschilder vorgesehen und die Nutzung der Fläche wird so erfolgen, dass ein Betreten e r-
schwert ist.
Ackerfläche östlich Dingbängerweg (ca. 9,5 ha)
Für die städtische Ackerfläche wurden 2014 mit dem Bewirtschafter Regelungen zum Schutz der Kie-
bitze getroffen. Nach fünf Brutpaaren im Jahr 2015 wurde in 2018 ein Brutpaar beobachtet, jedoch
kein Nest festgestellt. Evtl. wirken sich die zahlreichen Weißstörche au s dem Zoo, die hier zeitweise
auf Nahrungssuche sind, negativ aus.
Da die Fläche aufgrund der Benachbarung zu den extensiven Grünlandflächen im NSG Aa -Aue idea-
le Voraussetzungen bietet, soll an den Bewirtschaftungsauflagen bis auf weiteres festgehalten we r-
den. Mit dem Bewirtschafter wurde ferner vereinbart, das Nahrungsangebot durch zusätzliche Blü h-
streifen zu verbessern.
Ackerfläche südlich der Hülshoffstraße (ca. 6,9 ha)
Für die städt. Ackerfläche wurden 2014 mit dem Bewirtschafter Regelungen zum Schutz der Kiebitze
getroffen. In den letzten beiden Jahren wurde die Fläche allerdings nicht mehr besiedelt. Dies kann
damit zusammenhängen, dass in unmittelbarer N achbarschaft sich im Ho chwasserrückhaltebecken
am Krummen Bach (s. u.) vorübergehend ein attraktiveres Bruthabitat entwickelt hat. Da die Fläche
aufgrund der Benachbarung zu extensiven Grünlandflächen im NSG Aa-Aue gute Voraussetzungen
bietet, soll an den Bewirtschaftungsauflagen bis auf weiteres festgehalten werden.
Brache im Nordosten des Vogelschutzgebietes Rieselfelder, Nähe Hessenweg (ca. 0,8 ha)
Die Fläche wurde in den vergangenen Jahren für den Kiebitz im Herbst / Winter von der Biologischen
Station gegrubbert. 2014 fanden dort zwei Bruten statt, in 2017 und 2018 jedoch nicht. Die Maßna h-
me wird dennoch weitergeführt.
„Altarwiese“ nördlich der Eschstraße westlich der Umgehung Wolbeck (ca. 1,1 ha)
Um eine neu angelegte große Blänke und ein Kleingewässer soll sich künftig extensiv genutztes
Feuchtgrünland entwickeln.
Eigentlich ist die Fl äche aufgrund der relativ geringen Größe und des nördlich benachbarten Waldes
nur bedingt für den Kiebitz geeignet, andererseits brüten in der Nähe im Regenrückhaltebecken an
der Münsterstraße in ähnlicher Situation seit einigen Jahren erfolgreich Kiebitze.
Ackerflächen im Vogelschutzgebiet Rieselfelder südlich des NSG Huronensee (ca. 10,3 ha)
Die Flächen wurden in den letzten Jahren als Acker genutzt. Stark vernässte Bereiche blieben brach
liegen. Nach Aussage der Biologi schen Station Rieselfelder gab e s dort im Jahr 2018 zwei Kiebitz -
Brutpaare.
Ab Sommer 2019 ist u. a. die Anlage mehrere großer Blänken in Verbindung mit extensiv genutztem
Grünland vorgesehen. Die Fläche dient sowohl dem artenschutzrechtlichen Ausgleich für den Kiebitz
als auch dem Ausgleich für verschiedene andere Eingriffe (z. B. Gewerbegebiet Heumannsweg).
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Deponie Liekfor nördlich Amelsbüren (ca. 5 ha)
Die ehemalige Deponie musste mit einer neuen Abdichtung versehen werden, da Sickerwässer au s-
traten. Im Zuge der Sanierungsplanung wurde die Fläche 2017/18 so hergerichtet, dass sie als Hab i-
tat für Kiebitze geeignet ist. Geplant ist eine extensive Schafbeweidung. Die Fläche wurde Anfang der
Brutsaison 2018 von 2 - 3 Kiebitzen besiedelt, jedoch dann wieder verlassen ohne dass es zu ein er
Brut kam.
Hochwasserrückhaltebecken am Krummen Bach / NSG Aa-Aue (ca.1,2 ha)
Kurz nach der Fertigstellung im Jahr 2017 brüteten zwei Kiebitzpaare auf niedrigwüchsigen bzw. v e-
getationsarmen Flächen. In 2018 waren fünf Kiebitzpaare - vermutlich durch den rasch aufkommen-
den Aufwuchs auf eine benachbarte Ackerfläche im Kreis Coesfeld umgezogen, wobei unklar ist, ob
die Küken flügge wurden.
Ein 2017 für das NSG Aa -Aue erstelltes avifaunistisches Gutachten empfiehlt diese Fläche offen zu
halten. Geplant si nd daher die Entwicklung von extensivem Feuchtgrünland und eine Schafbewe i-
dung. Damit die Kiebitze bereits im Frühjahr 2019 die Fläche annehmen, wurden größere Teilbere i-
che im Herbst 2018 gemulcht.
Umsetzung zukünftiger CEF-Maßnahmen
In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Rieselfelder ist geplant im südöstlichen Bereich der
Rieselfelder nördlich des Rieselfeldhofes verpachtete Grünlandflächen durch eine weitere Extensivi e-
rung (Verzicht auf Düngung, Anlage mehrerer großer Blänken, Einsaat von Reg iosaatgut) aufzuwer-
ten, um auch dort Angebote für den Kiebitz zu schaffen.
Fazit:
Durch die umgesetzten Maßnahmen wird versucht, den Verlust an Brutplätzen in der Loddenheide
auszugleichen. Es gibt dabei sowohl Erfolge als auch Rückschläge. Auffällig sind große Schwankun-
gen auf einigen Flächen. Durch Anpassungen und Optimierungen sollen Fehlentwicklungen korrigiert
werden.
Problematisch sind dabei auch die landesweit stark rückläufigen Bestandszahlen.
Daneben können auch klimatische Faktoren (nasses kaltes Frühjahr 2017, große Trockenheit i m
Sommer 2018) eine Rolle spielen, so dass man nur über einen längeren Zeitraum Entwicklungen b e-
urteilen kann. Deswegen schlägt die Verwaltung vor, alle 2 Jahre zu berichten.
Großes Potenzial zum Kiebitzschutz wird zukünftig im Vogelschutzgebiet Rieselfelder gesehen sowie
in der Einrichtung von „Feldvogelinseln“.
In Vertretung
gez.
Matthias Peck
Stadtrat
Anlage: Anlage A
Anlage A
2107 Zeichen
Anlage A zur V/1027/2018 Kurzüberblick Der Ratsantrag fordert die Bereitstellung und ökologische Aufwertung von Ausgleichsflächen für den Kiebitz. Es wird ein jährlicher Bericht angefordert. Die Berichtsvorlage gibt einen Überblick über die Bestandsentwicklung des Kiebitzes in Münster sowie über Aktivitäten und Maßnahmen zum Kiebitzschutz in Münster. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage wird das Ziel „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität / mit hoher Umwelt- und Naturqualität weiterentwickeln“ verfolgt. Das Teilziel lautet „ Stopp des Bestandsrückgangs des Kiebitzes in Münster“. Zumindest sollen die durch Überbauung entfallenen Brutplätze an anderer Stelle entwickelt werden. Zielerreichung: Das Projekt wird seit 2014 umgesetzt. Finanzierung Produktgruppe: 1303 Natur, Landschaft, Erholung, Wasserschutz Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2019 enthalten? Ja x Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja x Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja x Nein Bereits veranschlagt? Ja x Nein Das Handlungskonzept Kiebitzschutz in Münster schafft die Grundlage für die Umsetzung von Maß- nahmen, die dann jeweils objektbezogen, z.B. Loddenheide, umzusetzen sind. Die Höhe der Kosten von zukünftig durchzuführenden vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen lassen sich jetzt noch nicht bestimmen, da nicht klar ist, für wie viele Kiebitz-Brutpaare Maßnahmen durchgeführt werden müs- sen und welche konkreten Maßnahmen dann realisierbar sind. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig x überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Regelungen zum Artenschutz sind u.a. im Bundesnaturschutzgesetz enthalten. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Es gibt keine unmittelbare, grundsätzliche Relevanz zu den o.g. Querschnittsthemen.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (8)
- Hülshoffstraße
- Eschstraße
- Münsterstraße
- Heumannsweg
- Dingbängerweg
- Loddenheide 2018
- Hessenweg
- Liekfor
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Details
- Aktenzeichen
- V/1027/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.01.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37