V/0546/2012
Aufhebung des Beschlusses zur Einrichtung der Bushaltestelle "Am Burloh" an der Grevener Straße
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Beschlussvorlage
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V/0546/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Aufhebung des Beschlusses zur Einrichtung der Bushaltestelle "Am Burloh" an der Grevener Straße Beratungsfolge 13.11.2012 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 22.11.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Umsetzung des Beschlusses des Ausschusses für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Ve r- kehr und Wirtschaft (ASSVW) vom 02.02.2012 zur Vorlage Nr. V/0568/2011 wird ausgesetzt. Zunächst werden die Beratungen des in Aufstellung befindlichen 3. Nahverkehrsplans in der 1. Jahreshälfte 2013 abgewartet. In diesem Zusammenhang soll entschieden werden, ob die Hal- testelle in der vorgesehenen Form eingerichtet wird. 2. Die Anregung Nr. 61/2012 nach § 24 Gemeindeordnu ng des Landes Nordrhein -Westfalen ist damit erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: keine Begründung: Die Planung der neuen Halteposition Am Burloh geht zurück auf die Überplanung der Linienfü h- rung im Stadtteil Kinderhaus, die die Stadtwerke Münster mit dem Fahrplanwechsel 2007 umg e- setzt haben. Dabei wurde die Linie 6 in die Westhoffstraße verlegt und die Linie 15 von der Krist ia- nsandstraße kommend über die Grevener Straße und den Bröderichweg weiter in das Gewerb e- gebiet Nienkamp geführt. Mit dieser Führung konnte die südlich des Knotens Grevener Straße / Bröderichweg stadteinwärts g elegene Haltestelle Am Burloh nicht mehr bedient werden. In der Diskussion um die neue Linienführung in Kinderhaus wurde dieses Erschließungsdefizit von Polit i- kern und Bürgern kritisiert. Daraufhin haben die Stadtwerke Münster und die Verwaltung zugesagt, Vorlagen-Nr.: V/0546/2012 Auskunft erteilt: Herr Böhme Ruf: 492 61 56 E-Mail: Boehme@stadt-muenster.de Datum: 10.10.2012 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0546/2012 die Einrichtung einer neuen Halteposition nördlich des Knotens Grevener Straße / Br öderichweg zu prüfen. Mit der Vorlage V/0568/2011 wurde die Planung der neuen Halteposi tion Am Burloh als Busbucht der Politik vorgestellt. Auf Nachfrage bei der Verwaltung wurde zusätzlich die Einrichtung der Ha l- testelle als Buskap geprüft. Prinzipiell ist dies möglich, aber seitens der Verwaltung wird die Ei n- richtung der Haltestelle als Bu skap nicht befürwortet. Der ASSVW hat in seiner Sitzung am 02.02.2012 die Bedenken der Verwaltung zum Neubau der Haltestelle als Buskap nicht geteilt und sich in Abwägung der Vor - und Nachteile sowie aus Kostengründen für die Einrichtung der Halt e- stelle als Buskap entschieden. Im Rahmen der aktuell anstehenden Fortschreibung des Nahverkehrsplanes wird das ÖPNV - Angebot im Stadtgebiet, unter anderem auch im Stadtteil Kinderhaus, überprüft und gegebene n- falls überplant. Mit einer Umsetzung der Maßnahmen ist j e nach Infrastrukturaufwand frühestens ab 2014 zu rechnen. Die heutige Linienführung der Linie 15 und die Bedienung der geplanten Ha l- testelle Am Burloh mit der Linie 15 wird somit voraussichtlich auch in den nächsten Jahren weiter Bestand haben. Darüber hi naus ist, vorbehaltlich der politischen Beschlüsse, im Rahmen des Nahverkehrsplanes die Bedienung der neuen Haltestelle Am Burloh durch die Tangentialverbi n- dung Kinderhaus - Coerde vorgesehen. Zur Optimierung der Erschließung des Bereichs Am Burloh wäre dann aus Sicht der Stadtwerke Münster und der Verwaltung die Einrichtung der Haltestelle Am Burloh auf der Grevener Straße nördlich des Knotens auch perspektivisch geboten. Die Verwaltung empfiehlt, zunächst die Beratungen des 3. Nahverkehrsplans abzuwarte n und in diesem Kontext über die Einrichtung der Haltestelle zu entscheiden. Die Verwaltung teilt die Bedenken des Antragstellers, dass durch die Einrichtung der Haltestelle der Verkehrsfluss auf der Grevener Straße gestört werden kann. Allerdings werden die Beeinträch- tigungen als zeitlich begrenzt und insgesamt vertretbar eingeschätzt. Ein erhöhtes Unfallrisiko bzw. eine erhöhte Umweltbelastung infolge von Fahrspurwechseln wird jedoch nicht gesehen. Die Kosten für die Haltestelle sind bei dem Haltestelle nkap (ca. 15.000 Euro, Eigenanteil: 3.000 Euro) im Vergleich zum Nutzen verhältnismäßig gering. Der Bau der Haltestelle als Busbucht, wie es die Verwaltung empfohlen hatte, kostet wesentlich mehr (ca. 133.500 Euro, Eigenanteil: 26.700 Euro). Die Befürchtung des Antragstellers, dass durch den Wegfall von 4 Stellplätzen 5 Arbeitsplätze ver- loren gehen, teilt die Verwaltung nicht. Für die Kunden der Apotheke stehen in unmittelbarer Nähe noch mehr als 10 Stellplät ze zur Verfügung. Zudem wäre gerade für ältere oder in ihrer Bew e- gungsfreiheit eingeschränkte Menschen die Apotheke durch den ÖPNV -Anschluss leichter zu e r- reichen. Der Antragsteller erhält ein abschließendes Antwortschreiben. i.V. gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlage: 1 Anregung Nr. 61/2012 vom 02.06.2012
Anlage 1-V-0546-2012
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Anlage 1 Blatt 1 zur Vorlage V/0546/2012 Anregung Nr. 61/2012 Anden Rat der Stadt Münster 48127 Münster Stadt Münster 086. JUNI 2012 Anregung gem. 8 24 der Gemeindeordnung für das Land NRW Rücknahme des Beschlusses des Planungsausschusses zum Bau einer Bushaltestelle Grevener Str. 313 (V/0568 /2011) Anweisung an die Verwaltung das Verfahren bis auf weiteres nicht weiter zu Verfolgen. Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Ratsfrauen und Ratsherren, hiermit beantrage ich, dass die Maßnahe zur Errichtung einer Bushaltestelle an der Grevener Str. gemäß der Vorlage V/0568 /2011, die in der Sitzung des Planungsausschuss seine Zustimmung gefunden hat, vom Rat der Stadt Münster nicht umgesetzt wird. Des Weiteren beantrage ich, dass dieses Verfahren durch die Verwaltung nicht weiter verfolgt wird. Zur Begründung möchte ich folgende Ausführungen machen: Zunächst einmal haben die Vertreten der politischen Parteien in der Bezirksvertretung Nord die oben genannte Vorlage zwei mal einstimmig abgelehnt. Die Ablehnung erfolgte ausschließlich aufgrund von Sachargumenten. Hierzu möchte ich später weiter Ausführen. Darüber hinaus entspricht die in der Vorlage geplante Haltstelle nicht nur nicht dem Willen der Mehrheit der Mitglieder der Bezirksvertretung Nord, sie wird auch von über 330 Bürgerinnen und Bürger unseres Stadtviertels, als direkte Anwohner, abgelehnt und nicht gewollt, Eine Unterschriftenliste wurde der Bezirksverwaltung Nord, als auch den Damen und Herren Bezirksvertretern in der Sitzung vom 17.01.2012 zur Kenntnis gebracht. Alle Anwohner der Grevener Str. (Ecke Grevener Str. / Janningsweg stadteinwärts bis Ecke Grevener Str. / Am Burloh) lehnen die Errichtung der Haltestelle, als originäre Nutzer, ab. Die Unterschriftenliste haben ich diesem Antrag beigefügt. In der Sache selber stehen einer Errichtung einer Bußhaltestelle an dieser Stelle nachfolgende Argument entgegen . 1. Keine Planungssicherheit (Nahverkehrsplan noch nicht erstellt) Für das Jahr 2014 ist ein neuer Nahverkehrsplan in Aussicht gestellt worden. Hierbei soll wieder eine Buslinie von der Haltstelle Janningweg Richtung Stadtmitte auf der Grevenerstraße fahren. In diesem Fall könnte die von dem Haus 311 nur 100 Meter entfernt liegende und bereits existierende Haltestelle "Villa Zimmermann" reaktiviert bzw. genutzt werden. Eine neu zu errichtende Haltestelle vor dem Haus Nr. 311 auf Anlage 1 Blatt 2 zur Vorlage V/0546/201 2 Anregung Nr. 61/2012 der Grevener Str. wäre. somit unnötig. Dies zumal da ca. 180 Meter vor dem Haus Grevenstr. 311 bereits eine Haltestelle ist. Sollte die Linienführung aufgrund des Nahverkehrsplan 2014 nicht geändert werden und eine Buslinie, die die neu zu errichtende Haltstelle Grevenerstraße 311 anfahren soll, nicht geradeaus in die Stadt weiterfahren, sondern, wie bisher, links in den Bröderichweg abbiegen, wird ein Bus nicht ohne weitere LZA an der Kreuzung Grever Str. / Bröderichweg in die vorgesehne Linksabbiegerspur hineinkommen. Der Bus müsste innerhalb einer Strecke von ca. 150 Metern von der Bushaltstelle- über die rechte und die linke Geradeausspur in die Linksabbiegerspur wechseln. Gerade in den.Morgenstunden ist dies.ohne zweite LZA aufgrund des Rückstaus der Linksabbieger bis weit über die Linksabbiegerspur hinaus nicht möglich. Ein Rückstau auf der Linksabbiegerspur von der Grevener Str. stadteinwärts in den Bräderichweg ist wochentags gerade in den Morgenstunden, wegen der Mitarbeiter der Sparkassenakademie, der Provinzial Versicherung und der Eltern die Ihre Kinder zur Schule bringen müssen, die Regel. Hierbei bitte ich auch zu bedenken, dass es sich bei der Grevener Str. um eine Haupteinfallstraße für Münster handelt. Eine weitere LZA bedeutet für die Stadt weitere Kosten und, für die Grevener Straße noch mehr Rückstau aufgrund zweiter LZA. Erhöhtes Unfallrisiko und erhöht Umweltbelastung Nach meiner Meinung ist auch zu beachten, dass die Büskap Lösung, unabhängig von der Linienführung, in den Verkehrsspitzen, zu einem erhöhten Unfallrisiko dahingehend führt, dass mit einem derartigen Rückstau, auf Grund der temporären "Vollsperrung”, nicht zu rechnen ist und die Fahrzeugführer durch häufiges Spurwechseln versuchen schneller durch dieses dann entstandene Nadelöhr zu kommen. Dies erhöht jedoch die Gefahr von Auffahrunfällen bzw. Unfällen beim schnellen Wechsel der Fahrspur erheblich. Darüber hinaus wird die Atemiuft durch den Rückstau erheblich mehr mit Feinstaub belastet, als wenn der Verkehr weiterhin "schnell" und kontinuierlich durchfließen könnte. Dies wäre aber der Buskap - Lösung nicht mehr gewährleistet, so dass sich die. Lebensqualität der Anwohner der Grevener Str. erheblich verringern würde. Keine hohe Nutzerfrequenz / unverhältnismäßige Kosten Auf der Grevenerstraße stadteinwärts fährt die Linie 15 und hält an der Haltstelle Janningsweg. Nach Aussage des Stadtplanungsamtes steigen dort ca. 70 Einsteiger täglich ein. Die Haltestelle der Linie 17 ( Haltstelle Am Burloh) wird nach Aussage des Stadtplanungsamtes von 40 Einsteigern täglich genutzt. In der Verkehrsspitze zwischen 7 und 8 Uhr werden diese beiden Haltestellen nach Aussage der Stadtwerke ca. 10 % der Nutzer frequentiert. Da diese Haltestellen jeweils in den Morgenstunden von drei Bussen angefahren werden bedeutet dies im Schnitt einen Zustieg am Janningsweg von 2,3 bzw. am Burloh von 1,3 Personen pro ‚Halt, auf die verbleibende Tageszeit verblieben nach Aussagen der Stadtwerke Münster 1,9 (Janningsweg) bzw. 1,1 (Am Burloh) Einsteiger je Fahrt. Diese eh schon kleine Nutzeranzahl müsste dann auch noch auf die neu zu errichtende Haltestelle aufgeteilt werden, da durch eine weitere Haltestelle ja nur die schon vorhandenen Busnutzer anders verteilt werden.-Dies wäre nach meiner Ansicht bei den zu erwartenden Kosten unverhältnismäßig. Anlage 1 Blatt 3 zur Vorlage 10546/2012 Anregung Nr. 61/2012 4. Wegfall von Parkplätzen für den einzigen Gewerbetreibenden / Gefahr von Verlust von 5 Arbeitsplätzen. Die im Planungsausschuss beschlossene Buskap - Lösung führt zum Verlust der vor der Apotheke befindlichen Parkplätze. Dieser Wegfall der Parkplätze bedroht somit auch den Erhalt von 5 Arbeitsplätzen sowie die Versorgung der örtlichen Wohnbevölkerung mit Arzneimitteln und Medikamenten; was besonders ältere und / oder in ihrer Bewegungsfreiheit besonders eingeschränkte Menschen hart treffen würde. 5. --Zur-Zeit-kein-Handlungsbedarf,-siehe-Purkt-1—— Es sollte zunächst abgewartet werden, wie die Linienführung des Nahverkehrsplan aussieht. Sollte sich herausstellen, dass die Linienführung geradeaus als Direktverbindung in das Zentrum verlegt wird, wäre durch die Verwaltung zu prüfen, ob mit einem kostengünstigeren Umbau der Haltstelle Villa Zimmermann nicht ein gleicher Effekt erzielt werden könnte. Insofern ist ein überstürztes Handeln nicht angezeigt. Dies mag auch nicht durch das Argument entkräftet werden, dass hierdurch möglicherweise Zuschüsse des Landes verlustig gingen. Auch bei den Zuschüssen des Landes handelt es sich um Steuergelder die sinnvoll eingesetzt werden sollten. Wo dies nicht möglich ist, sollte man daraüf verzichten und die Steuergelder an anderer sinnvoller Stelle verwenden. Aus den oben genannten Gründen bitte ich den Rat der Stadt Münster, der Vorlage V 0568/2011 nicht zuzustimmen, bzw. deren Umsetzung trotz Zustimmung des Bauausschusses auszusetzen und die Verwaltung anzuweisen, dass Verfahren nicht weiter zu Verfolgen. Mit freundlichen Grüßen
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Grevener Straße 313
- Westhoffstraße
- Bröderichweg
- Nienkamp
- Janningsweg
- Am Burloh
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0546/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.10.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37