A-R/0003/2008
Zu: Einrichten einer Umweltzone in Münster "Innerstädtische Feinstaubbelastung senken"
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Originalantrag
2410 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0003/2008
Fraktionsvorsitzender:
stellvertretender Fraktionsvorsitzender:
Fraktionsgeschäftsstelle:
Fraktionsgemeinschaft
im Rat
der Stadt Münster
Fritz Pfau
Gerd Kersting
Junkerstraße 3, 48153 Münster
fraktion.uwg-oedp@citykom.net
Münster, 30.01.2008
Antrag
an den Rat der Stadt Münster
Zu: Einrichten einer Umweltzone in Münster
„Innerstädtische Feinstaubbelastung senken“
Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah die Möglichkeit der Einrichtung einer Umweltzone
für Münsters Innenstadt zu prüfen.
Begründung:
So genannte Umweltzonen stehen in ursächlichen Zusammenhang mit der erkannten Belastung
durch Feinstaub und Gase wie Kohlen- und Stickstoffoxide in Folge des Individualverkehrs und
ÖPNV (bes. Busse). Im Gegenzug sehen insbesondere europäische Richtlinien immer strengere
Grenzwerte für solche Schadstoffe vor. Insofern sind die Kommunen schon sachlich angehalten,
geeignete Maßnahmen gegen eine die Gesundheit gefährdende Schadstoffbelastung zu treffen.
Rechtsgrundlage hierfür sind die 22. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) vom
11. September 2002 sowie die am 1. März 2007 in Kraft getretene Feinstaubverordnung. Diese
legen Tagesmittelwerte fest:
• für PM
10 * beträgt 50 µg/m³ bei 35 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr.
• ab dem 1. Januar 2010 für PM 10 weiterhin 50 µg/m³ bei jedoch nur noch 7 zugelassenen
Überschreitungen im Kalenderjahr. Ab dem Jahr 2010 darf der Jahresmittelwert für PM 10
jedoch nur noch 20 µg/m³ betragen.
Erste deutsche Kommunen wie Berlin, Hannover und Köln haben solche Zonen bereits
eingerichtet. Etwa 30 weitere Kommunen planen nach eigenen Angaben derzeit eine solche
Einrichtung. In unmittelbarer Nachbarschaft gibt es künftig in Bochum sowie in Dortmund derartige
Zonen (Stand: Januar 2008). Mit Blick auf Münsters bundesweite Darstellung als „Klimahauptstadt“
ist zumindest eine Prüfung für eine Umweltzone angeraten. Da Münsters Innenstadt ohnehin
schon weiträumig für den Individualverkehr gesperrt ist, wäre ein solcher Schritt nur konsequent.
Über weitere Schritte ist dann nach Vorlage der Ergebnisse zu beraten.
Fraktionsgemeinschaft UWG-MS/ödp
gez. Fritz Pfau
gez. Gerd Kersting
gez. Hannelore Wiesenack-Hauß
* PM 10 - Partikel mit einem Durchmesser von 10 Mikrometern
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Junkerstraße 3
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0003/2008
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 31.01.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37