0609/2020
Veranstaltungen der Stadt Köln zum 75. Jahrestag des Endes II. Weltkrieg
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Anlage 2 Wording LUX in tenebris
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Dompropstei ⬧ Margarethenkloster 5 ⬧ 50667 Köln ⬧ Tel. 0221/1642-2523 und 17940-100 ⬧ Fax 0221/17940-199 www.koelner-dom.de ⬧ dompropstei@metropolitankapitel-koeln.de Metropolitankapitel der Hohen Domkirche zu Köln Köln, den 16. Januar 2020 Dompropstei * Margarethenkloster 5 * 50667 Köln Faktsheet zu „LUX IN TENEBRIS“: Ein Oratorium für den Frieden Basisinfo: Ein Abend darüber, wie Frieden möglich wird: Zum Gedenken an das Ende des Zweiten Welt- krieges und den Frieden, der sich im Mai 2020 zum 75. Mal jährt, wird im Kölner Dom das Ora- torium „LUX IN TENEBRIS“ von Helge Burggrabe aufgeführt. Lichtkunst, Chöre, Solisten, Strei- cher, Percussion und Bibeltexte verschmelzen mit Lyrik, vorgetragen von Julia Jentsch, und Bil- dern des zerstörten Kölner Domes zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk. Ein Werk über Krieg und die Sehnsucht nach Frieden, das die Vision eines anderen Miteinanders entwickelt und so Mut macht und Hoffnung gibt. Was ist LUX IN TENEBRIS? • „LUX IN TENEBRIS“ (Licht in der Finsternis) ist ein Friedensoratorium (Dauer: ca. 110 Mi- nuten), das Musik und Sprache, Architektur und Lichtkunst vereint. • Es ist als Hommage an den Mariendom in Hildesheim entstanden und dort 2015 zum 1200-jährigen Jubiläum des Bistums Hildesheim ur- und insgesamt viermal aufge- führt worden. Es folgten weitere drei Aufführungen des Werkes in Hildesheim 2017. Zu- letzt war das Werk im September 2019 im Dom zu Stendal zu hören. Wer hat LUX IN TENEBRIS komponiert? • LUX IN TENEBRIS stammt aus der Feder des Komponisten Helge Burggrabe, der an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg studiert hat und dessen innovative Kultur- projekte inzwischen europaweit aufgeführt werden. • Die Kölner Dommusik hat bereits seine Oratorien STELLA MARIS und JEHOSCHUA zur Aufführung gebracht. Zudem gestaltete Burggrabe zwei Mal sein Mitsingprojekt HAGIOS im Kölner Dom. • Burggrabes besonderes Anliegen ist es, die Musik in Resonanz mit sakraler Architektur und weiteren Kunstformen wie Tanz, Malerei, Installationen und Lichtkunst zu bringen. Worum geht es in LUX IN TENEBRIS? • Ausgehend von den Darstellungen und Themen der Hildesheimer Bernwardstür erzählt das Werk vom Fall des Menschen in die Dunkelheit und seiner Suche nach dem neuen Licht. • Biblische Stationen des Alten und Neuen Testaments werden mit Reflexionen über die spirituelle Dimension von Licht und Finsternis in Bezug gesetzt. • Das Libretto, das Licht und Finsternis mit der Zerstörung und Wiederaufbau des Hildes- heimer Domes sowie den Tausendjährigen Rosenstock thematisiert, hat Helge Burggrabe Dompropstei ⬧ Margarethenkloster 5 ⬧ 50667 Köln ⬧ Tel. 0221 / 1642 2523 und 17940 100 ⬧ Fax. 0221 / 17940 199 www.koelner-dom.de ⬧ dompropstei@metropolitankapitel-koeln.de 2 in Zusammenarbeit mit dem Theologen Dr. Reinhard Göllner und der Journalistin Angela Krumpen verfasst und anschließend für Solisten, Instrumentalisten und Chöre vertont. • Es stellt das „Licht als Person“ auf die Bühne – und besteht aus biblischen Texten, aus der Urkunde des Grundsteins und aus der Inschrift des Heziloleuchters des Hildesheimer Doms, lyrischen Texten von Rose Ausländer, Hilde Domin, Rainer Maria Rilke, Paul Celan, Mohammed, Meister Eckhart, Hildegard von Bingen und neuen Texten von Angela Krumpen. Das Werk ist für einen konkreten Ort und Anlass geschaffen worden. Lässt es sich so einfach auf den Kölner Dom übertragen? • Anlass des Werkes war zwar das Jubiläum in Hildesheim, doch der Ansatz des Werkes war von Anfang an, dass es aufgrund seiner universellen Thematik mit kleinen Adaptio- nen an jedem Ort stimmig aufgeführt werden kann, vor allem an Orten mit einer drama- tischen Kriegshistorie wie Köln. Auch das Werk STELLA MARIS von Helge Burggrabe wur- de für einen bestimmten Ort (Chartres) komponiert und mittlerweile europaweit in vie- len Kathedralen und Kirchen aufgeführt. Warum kommt LUX IN TENEBRIS nach Köln? • Am 8. Mai wird LUX IN TENEBRIS zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren zeitgleich im Kölner Dom und im Bremer Dom aufgeführt. • Veranstaltet wird die Kölner Aufführung vom Kölner Domkapitel in Kooperation mit der Stadt Köln, Schirmherren sind Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Stadt- dechant Robert Kleine, die die Aufführung am 8. Mai mit Grußworten eröffnen werden. • Das Domkapitel möchte mit der Aufführung von LUX IN TENEBRIS an das Ende des Zwei- ten Weltkriegs erinnern. 1945 – vor 75 Jahren – verkündete die Petersglocke des Domes über den Ruinen der Stadt das Ende des Zweiten Weltkriegs. 262 Mal war die Stadt wäh- rend des Kriegs bombardiert worden – mehr als jede andere Stadt. 1945 waren 95 Pro- zent Kölns zerstört. Auch der Dom wies große Schäden auf, ragte allerdings dennoch als Symbol der Hoffnung aus dem Trümmerfeld. Auch LUX IN TENEBRIS ist ein Werk, das nichts beschönigt und den Weg in die Zerstörung beschreibt und erforscht. Dann aber dabei nicht stehen bleibt, sondern eine eigene, neue Vision des Friedens anbietet und die zentrale Frage stellt, mit den Worten der Lyrikerin Hilde Domin formuliert: "Wie kann ich Dein Hüter sein, Bruder?" • Mit LUX IN TENEBRIS will das Domkapitel aber nicht nur an das Kriegsende erinnern, sondern auch jenen historisch einmaligen Frieden feiern, der seit 1945 Europa eint. Über Jahrhunderte gehörten Kriege zu Europa dazu. Allein im Zweiten Weltkrieg mindestens 55 Millionen Menschen, das alte Europa brach zusammen. Heute ist Krieg innerhalb der EU unvorstellbar, Ost- und Westeuropa sind vereint. Das gemeinsame Haus Europa si- chert den Frieden. Und das in einer Welt, in der rings um uns herum über 40 bewaffnete Konflikte schwelen, die jedes Jahr mindestens 170.000 Menschenleben fordern. • Und doch ist dieser Friede ein fragiles Gut. In jüngster Zeit bedrohen Populismus und Na- tionalismus Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in Europa. So will die Auffüh- rung von LUX IN TENEBRIS auch den Blick in die Gegenwart und nach vorne richten: Auf unsere gemeinsame Verantwortung, den Frieden zu erhalten. Mit LUX IN TENEBRIS will der Kölner Dom aus geistlicher Sicht einen Beitrag zum aktuellen gesellschaftlichen Dis- Dompropstei ⬧ Margarethenkloster 5 ⬧ 50667 Köln ⬧ Tel. 0221 / 1642 2523 und 17940 100 ⬧ Fax. 0221 / 17940 199 www.koelner-dom.de ⬧ dompropstei@metropolitankapitel-koeln.de 3 kurs beisteuern. Er knüpft dabei – nur mit anderen künstlerischen Mitteln – unmittelbar an die Bewegtbildprojektion „Dona nobis pacem“ an, mit der der Dom im Herbst 2018 auf der Südfassade des Domes einen überzeitlichen Friedensappell ausgesandt hat. Wer sind die Aufführenden? • Mehr als 150 Künstler wirken an diesem Großprojekt mit, darunter die Chöre am Kölner Dom und die Schola der Berliner Domkantorei, die Gesangssolisten Ingeborg Schilling (Sopran), Anne Bierwirth (Alt), Maximilian Fieth (Tenor) und Manfred Bittner (Bass), dazu Streicher, Bläser, zwei Organisten, Percussionisten. Die musikalische Leitung obliegt Winfried Krane. • Die Video- und Lichtgestaltung liegt in den Händen von Michael Suhr, der seit 10 Jahren die Kulturprojekte von Helge Burggrabe visuell umsetzt. Er wird die Architektur des Do- mes in Abstimmung zur Musik und zur Handlung des Oratoriums in verschiedensten Farbnuancen und -temperaturen akzentuieren und Bilder des zerstörten Kölns als Pro- jektionen zum Einsatz bringen. • Als Sprecherin konnte die bekannte Filmschauspielerin Julia Jentsch gewonnen werden. Wann finden die Aufführungen statt? • Das Oratorium wird am Donnerstag, 7. Mai, und am Freitag, 8. Mai 2020 jeweils ab 21 Uhr im Kölner Dom aufgeführt. Wie kommt man an Karten? • Kostenlose Tickets für die beiden Aufführungen werden zwischen dem 16. Und dem 20. März 2020 verlost. Interessenten haben eine Woche lang die Möglichkeit, auf koelner- dom.de ihren Kartenwunsch anzugeben. Die Gewinner der Verlosung werden anschlie- ßend benachrichtigt. Wird die Aufführung live übertragen? • DOMRADIO.DE überträgt die Aufführung am 7. Und am 8. Mai live im Internet, am 8. Mai auch auf eine Großleinwand am DOMFORUM. • Bibel TV und EWTN übertragen das Oratorium zudem am 8. Mai über Satellit und Kabel. • Das Übertragungssignal von DOMRADIO.DE wird für die Gestaltung lokaler Gedenkver- anstaltungen zur Verfügung gestellt. Dafür arbeiten die Veranstalter mit der KBE, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, zusammen. Das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e.V. hat für die Gestaltung von Begleitprogrammen zum Ende des Zwei- ten Weltkriegs und aktuellen Fragen aufgrund des Wiedererstarkens des Rechtspopulis- mus‘ eine Planungshilfe erstellt. Darüber hinaus schlägt das Bildungswerk vor, o mit einem ökumenischen Gottesdienst zu beginnen, o Erzählcafés einzurichten, mit/für Menschen, die den Krieg erlebt haben, o einen Videopodcast mit dem Journalisten Heribert Prantl einzubetten, der ein Kurz- referat zu Grundwerten, Grundrechten, Freiheit und Frieden hält, o die Werkseinführung zu Beginn der Übertragung durch den Komponisten Helge Burggrabe aufzugreifen. Dompropstei ⬧ Margarethenkloster 5 ⬧ 50667 Köln ⬧ Tel. 0221 / 1642 2523 und 17940 100 ⬧ Fax. 0221 / 17940 199 www.koelner-dom.de ⬧ dompropstei@metropolitankapitel-koeln.de 4 Gibt es ein Rahmenprogramm? • Am 9. Mai wird der Journalist Heribert Prantl um 20 Uhr einen Vortrag zu Frieden und Versöhnung, Grundrechten und Demokratie halten – vom Balkon im 1. Stock des DOMFORUMS aus. Anschließend werden – zur Erinnerung und Mahnung – Impressionen der zerstörten Stadt Köln auf die Großleinwand projiziert („Köln im Krieg und im Wieder- aufbau“). • An den beiden Konzerttagen finden von 14 Uhr bis 17 Uhr jeweils Werkseminare von Helge Burggrabe und Angela Krumpen in der Minoritenkirche statt. • Am 8. Mai findet um 18 Uhr in der Minoritenkirche ein Ökumenischer Gottesdienst der ACK statt. • Am Freitag, 8.5., 17h-20.30h, und am 9.6., 9.30h-17h, lädt das Katholisches Bildungswerk Köln zur Multiplikator*innen-Schulung "Wir übernehmen Verantwortung!“ ins Zentrum Groß St. Martin ein.
Anlage 1 NS-DOK-Übersicht 75 Jahre Kriegsende in Köln
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NS-DOKUMENTATIONSZENTRUM DER STADT KÖLN VERANSTALTUNGEN MÄRZ – MAI 2020 Ein Museum der Do 05.03. 19 Uhr Ausstellungseröffnung Kriegsenden in Köln – Stadt und Menschen zwischen dem 6. März und dem 8. Mai 1945 19 Uhr Neptunplatz & 20:15 Uhr EL-DE-Haus Eintritt frei Do 12.03. 19 Uhr Ausstellungseröffnung Die I.G. Farben und das Konzentrations- lager Buna-Monowitz. Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus EL-DE-Haus Eintritt frei So 15.03. 15 Uhr Führung mit Dr. Katja Lambert Die I.G. Farben und das Konzentrations- lager Buna-Monowitz. EL-DE-Haus Eintritt plus 2 € Führungsgeb. Mo 16.03. 1 7 Uhr Exklusiv-Führung mit Dr. M. Rüther für Mitglieder des Vereins EL-DE-Haus e.V. Kriegsenden in Köln EL-DE-Haus Di 17.03. 18 Uhr Gespräch Der Kampf um historische Gerechtigkeit und darum, Erinnerung lebendig zu halten – Beate Klarsfeld im Gespräch EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Do 19.03. 19 Uhr Vortrag Lynchjustiz an Piloten der Royal Air Force im Rheinland und Westfalen 1944/45 EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Do 26.03. 19 Uhr Filmvorführung & Gespräch Der Kampf um die Innenstadt – Recherchen, Zeitzeug*innen und Film EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € So 29.03. 14 Uhr Kuratorenführung Kriegsenden in Köln mit Dr. Martin Rüther und Kane Kampmann EL-DE-Haus Eintritt plus 2 € Führungsgeb. Do 02.04. 19 Uhr Lesung Die Familie Ganz und die Lengfeld’sche Buchhandlung. Lebensgeschichten einer jüdischen Buchhändlerfamilie EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Do 23.04. 19 Uhr Multimedialer Vortrag Die »Kriegsenden« in Köln EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Do 30.04. 19 Uhr Vortrag Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern. EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Do 07.05. 19 Uhr Vortrag Dr. Max Samuel – ein Kölner Gynäkologe als Häftlingsarzt in Auschwitz EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Fr 08.05. 21 Uhr Projektion im öffentlichen Raum Das endgültige Ende Treffpunkt: Alte Universität in der Südstadt Sa 09.05. 18:30 Uhr & 20:30 Uhr Autorenlesung Madonnas letzter Traum mit Doğan Akhanlı EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Di 12.05. 19 Uhr Vortrag & Gespräch Die Türkei, die Juden und der Holocaust – Zur Bedeutung eines kritischen Geschichtsbewusstseins in der Migrationsgesellschaft EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Do 14.05. 19 Uhr Vortrag Extremismus | Gefahren der (online) Radikalisierung EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € So 17.05. Museumstag Führungen 1 1 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr & 1 7 Uhr Gedenkstätte und Dauerausstellung 13 Uhr Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz. 15 Uhr Kriegsenden in Köln EL-DE-Haus Eintritt frei Do 21.05. 19 Uhr Vorstellung Internetprojekt & Lesung Jugend 1945 – Jugend im Umbruch EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Di 26.05. 19 Uhr Filmvorführung Keine Kameraden EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € Do 28.05. 19 Uhr Buchpräsentation zur Studie Judenhass im Internet. EL-DE-Haus Eintritt: 4,50 €, erm. 2 € EL-DE-HAUS APPELLHOFPLATZ 23–25 | 50667 KÖLN www.nsdok.de
Mitteilung Hauptausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/01 Vorlagen-Nummer 27.02.2020 0609/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Hauptausschuss 02.03.2020 Veranstaltungen der Stadt Köln zum 75. Jahrestag des Endes II. Weltkrieg Aus Anlass des Gedenkens an das Ende des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren organisiert die Stadt Köln ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Im Zentrum der städtischen Veranstaltungen steht die Son- derausstellung des NS-Dokumentationszentrums mit dem Titel „Kriegsenden in Köln – Stadt und Menschen zwischen dem 6. März und dem 8. Mai 1945“ vom 06.03. – 24.05.2020 und zahlreichen Begleitveranstaltungen (siehe Anlage 1). Am 6. März des Jahres 1945 wurde das linksrheinische Köln durch die US-Armee von der NS-Diktatur befreit. Am 3. Mai organisiert das Büro für Europäische und Internationale Angelegenheiten im Amt der Oberbürgermeisterin zusammen mit Recherche international e.V., FilmInitaitiv Köln e.V. / Afrika Film Festival Köln die Filmveranstaltung “Ein anderer 8. Mai” im Filmforum Museum Ludwig. In diesem thematischen Kontext lädt die Oberbürgermeisterin am 8. Mai zu einer Veranstaltung in der Piazzetta des Historischen Rathauses ein. Thema: „Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges im globa- len Süden, besonders in Afrika“. Während die Kriegsgeschehnisse und Opfer des Zweiten Weltkrie- ges in Europa recht bekannt sind, sind die Auswirkungen und Opfer im globalen Süden, vor allem in Afrika, nur wenigen bekannt. Viele Afrikaner kämpften aber auf Seiten der Alliierten – damals ihrer Kolonialmächte – gegen das Deutsche Reich und hatten große Opfer zu beklagen. Die Veranstaltung soll dies sichtbar machen und zugleich eine Brücke in die Gegenwart schlagen, sich also auch mit dem Thema „Krieg und Frieden heute“ auseinandersetzen. Zu dieser Veranstaltung wird die Ober- bürgermeisterin aus Tunis eingeladen, ebenso der äthiopische Premierminister, der zugleich Frie- densnobelpreisträger ist. In die Veranstaltungsplanung ist die afrikanische Community (Bündnis14 Afrika) eingebunden, ebenso wie verschiedene Vereine in Köln, die zur Thematik arbeiten. Vom 11.05. – 14.06.2020 wird in der Volkshochschule Köln (VHS) die Antiatomwaffenausstellung „Die Würde des Lebens beschützen. Für eine Welt ohne Atomwaffen“ gezeigt. Die Ausstellung wird organisiert von der Soka Gakkai International-Deutschland e. V. in Kooperation mit der VHS und dem Büro für Europäische und Internationale Angelegenheiten im Amt der Oberbürgermeisterin. Darüber hinaus wird am 7. und 8. Mai jeweils ab 21.00 Uhr in Verantwortung der Hohen Domkirche und unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie des Dom- und Stadt- dechanten Monsignore Robert Kleine im Kölner Dom das Oratorium „LUX IN TENEBRIS“ von Helge Burggrabe aufgeführt (Beschreibung siehe Anlage 2). Das Domkapitel wird hierfür vom 16. – 20. März Karten verlosen. Das Oratorium wird zudem – vorbehaltlich eines entsprechenden Beschluss im Aus- schuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales am 16.03.2020 - live auf eine Leinwand auf dem Roncalliplatz übertragen werden. Am 8. Mai wird die Oberbürgermeisterin vor Beginn des Oratoriums im Dom eine Rede zum 75. Jahrestag des Kriegsendes halten. Da der Verwaltung bis heute zu der auch schon öffentlich diskutierten Projektidee „Ruinenteppich“ kein prüffähiges Konzept vorliegt, aus Fachkreisen zudem inhaltliche Bedenken hinsichtlich der allei- nigen Fokussierung auf die Zerstörungen Kölns durch die Alliierten im 2. Weltkrieg geäußert wurden 2 und schließlich der Roncalliplatz am 07./08. Mai durch die geplante Veranstaltung der Hohen Domkir- che belegt wäre, erscheint das Projekt „Ruinenteppich“ derzeit nicht realisierbar. Anlagen gez. Reker
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0609/2020
- Typ
- Mitteilung Hauptausschuss
- Datum
- 27.02.2020
- Erstellt
- 19.02.2020 16:28