0894/2017
Beantwortung einer Anfrage zur Mitteilung "Wegweiser für die Palliativ- und Hospizversorgung in Köln" 2382/2016
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/53/530/1 Vorlagen-Nummer 0894/2017 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 25.04.2017 Beantwortung einer Anfrage zur Mitteilung "Wegweiser für die Palliativ- und Hospizversorgung in Köln" 2382/2016 Für die Sitzung des Integrationsrates am 20.03.2017 bittet der AK 4 – Gesundheit, Soziales und Se- nioren mit Schreiben vom 10.03.2017 um die Beantwortung von Fragen zum im September 2016 vor- gestellten „Wegweiser für die Palliativ- und Hospizversorgung in Köln“ Die Verwaltung beantwortet die Fragen wie folgt: Frage: Wo wurde der Wegweiser ausgelegt? Wurden hierbei auch die Interkulturellen Zentren der Stadt berücksichtigt? Antwort: Der Wegweiser für die Palliativ- und Hospizversorgung in Köln liegt als Printversion (Broschüre) vor und kann darüber hinaus über die Internetseite des Gesundheitsamtes (http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/gesundheit/palliativ-und-hospizversorgung-koeln) aufgerufen werden. Die Bürgerinnen und Bürger wurden mit einer Pressemitteilung darüber informiert, dass sie den Wegweiser entweder über die Internetseite des Gesundheitsamtes der Stadt Köln (http://www.stadt- koeln.de/leben-in-koeln/gesundheit/) aufrufen können oder ein Printexemplar per E-Mail unter (53-Gesundheitskoordination@stadt-koeln.de) sowie per Post beim Gesundheitsamt Köln anfordern können. Die erste Auflage beträgt 1000 Stück. Der Wegweiser liegt wie folgt aus bzw. wurde / wird zur Verfügung gestellt: in allen neun Bürgerämtern im Gesundheitsamt allen Kölner Krankenhäusern zur Verfügung gestellt den Seniorenberaterinnen und -beratern in den neun Stadtbezirken dem Palliativ- und Hospiznetzwerk Köln e. V. in der Selbsthilfekontaktstelle Köln den Interkulturellen Zentren http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/integration/interkulturelle-zentren-1 den Mitgliedern der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln (bei der nächsten Sitzung am 19.06.2017) dem Mobilen Medizinischen Dienst des Gesundheitsamtes dem Sozialpsychiatrischen Dienst in allen neun Stadtbezirken. Darüber hinaus ist, wie oben erwähnt, das Abrufen bzw. der Ausdruck der benötigten Informationen über die städtische Internetseite möglich. 2 Frage: Kann der Wegweiser in die vier meistgesprochenen Sprachen übersetzt und an entsprechenden Stel- len ausgelegt werden? Antwort: Der Wegweiser für die Palliativ- und Hospizversorgung in Köln war ursprünglich aufgrund einer Aus- schussanfrage als Information für die Mitglieder des Gesundheitsausschusses gedacht. Hieraus ist die Idee entstanden, die Beantwortung der Anfrage so auszurichten, dass eine Broschüre zur Nut- zung durch die Fachkräfte entsteht. Daher sind sowohl die aktuelle Printversion des Wegweisers (Broschüre) als auch die entsprechende Internetseite in deutscher Sprache abgefasst. Hinzu kommt, dass der Wegweiser zwar grundsätzlich allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung steht, jedoch erfahrungsgemäß überwiegend von (Beratungs-) Fachkräften genutzt wird. Mehrsprachige Versionen sind daher aktuell nicht geplant. Zudem erfordern Übersetzungen entsprechende personelle und fi- nanzielle Ressourcen, die der Verwaltung nicht zur Verfügung stehen. Vor der Übersetzung in diverse Sprachen sollten zunächst die Erfahrungen mit der deutschen Version des Wegweisers und der ent- sprechenden Internetseite abgewartet werden. Die Verwaltung sieht den Wegweiser für die Palliativ- und Hospizversorgung in Köln in einem Ent- wicklungsprozess, der nun mit der ersten Auflage der Broschüre und der entsprechenden Internetsei- te gestartet ist. Beides soll in angemessenen zeitlichen Abständen überarbeitet/ weiterentwickelt und neu aufgelegt werden. Hier könnten dann auch neue Nutzerinnen- und Nutzerkreise, Adressänderun- gen, neue Angebote, Abfragen nach sprachlichen und kulturellen Kompetenzen etc. berücksichtigt werden. Sicherlich hängen Umfang und Intervalle dieser Weiterentwicklung maßgeblich von den zur Verfügung stehenden personellen und finanziellen Ressourcen ab. Frage: Wie viele dieser Mitarbeiter*innen verfügen über die erforderlichen sprachlichen und kulturellen Kom- petenzen, um auf Patienten mit Migrationshintergrund angemessen eingehen zu können? Antwort: Der Wegweiser soll in komprimierter Form einen Überblick über das in Köln sehr differenzierte und umfangreiche Angebot der vorhandenen Einrichtungen, Dienste sowie qualifizierten Palliativmedizine- rinnen und – mediziner geben. Die sprachlichen und kulturellen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Angebote sind der Verwaltung nicht bekannt und dürften einem kontinu- ierlichen Wechsel unterliegen. Die Angebote der Palliativ- und die Hospizversorgung werden in der Regel nicht ohne hausärztliche Begleitung in Anspruch genommen – man benötigt Kenntnisse der unterschiedlichen Angebote, um in der individuellen Situation die passende Versorgungsform zu finden. Zudem ist schon die deutsche Version ein Kompromiss zwischen Information und Aktualität. Wie oben erwähnt, könnte bei einer Weiterentwicklung bzw. Überarbeitung des Wegweisers die sprachlichen und kulturellen Kompetenzen mit abgefragt werden. Frage: Welche Konzepte gibt es um Kölner*innen mit Migrationshintergrund zur ehrenamtlichen Mitarbeit in den Hospizen zu gewinnen? Wenn nein – gibt es diesbezügliche Planungen? Antwort: In Köln gibt es diverse Ehrenamt- und Freiwilligenagenturen in freier Trägerschaft, die in unterschied- lichem Maße Ehrenamtler/Freiwillige in den verschiedenen Arbeitsfeldern suchen und einsetzen. Wer sich für Flüchtlinge engagieren möchte, hat dazu viele Möglichkeiten. Es wird davon ausgegangen, dass die Träger, die Kölnerinnen und Kölner mit Migrationshintergrund zur ehrenamtlichen Mitarbeit akquirieren/einsetzen, auch über entsprechende Konzepte verfügen. Diese liegen der Verwaltung allerdings nicht vor. Die Kölner Freiwilligen Agentur e. V. beispielsweise wirbt ausdrücklich um „Geflüchtete im Freiwilli- gendienst“ (http://www.koeln-freiwillig.de/gif). Soweit bekannt, beschäftigt der Hospizdienst Köln-Mülheim e. V. Migrantinnen und Migran- ten(http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/st_clemens-liebfrauen/Hospizverein/index1.html).
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0894/2017
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 25.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27