2161/2020
Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2019 im Stadtbezirk Innenstadt
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/660/1 660/12 Vorlagen-Nummer 2161/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 26.08.2020 Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2019 im Stadtbezirk Innenstadt In der als Anlage beigefügten Liste sind alle Unfallhäufungsstellen des Jahres 2019 im Gebiet des Bezirks Innenstadt aufgeführt. Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung vom 11.03.2008 liegt eine Unfallhäufungsstelle innerhalb der 1-Jahres- Betrachtung grundsätzlich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Kategorie 1 – 4 des gleichen Typs ereignen. Sofern dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch die Polizei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Aufgrund der Verkehrsbelastung ei- nes Knotens kann sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungsstelle führt, erhöhen. Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt: Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden Kategorien 5 – 7: Sonstige Sachschadenunfälle Nach Meldung der Unfallhäufungsstelle tritt die Unfallkommission, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Köln und der Polizei zusammensetzt, zusammen und entscheidet – meistens unter direkter Beteiligung der Bezirksregierung – über Maßnahmen, die zur Reduzierung des Unfal- laufkommens geeignet sind. Neben diesen Einjahresbetrachtungen meldet die Polizei grundsätzlich seit dem 01.01.2018 Unfälle nach der Dreijahresbetrachtung. Bei dieser Betrachtung sind die Richtwerte für die Meldung als Un- fallhäufung sehr niedrig angesetzt. Treten beispielsweise in einem Knoten innerhalb von drei Jahren fünf Unfälle auf, bei denen Radfahrende oder zu Fuß Gehende leicht verletzt wurden, führt diese Zahl – unabhängig von den Ursachen oder von der Verkehrsbelastung – zur Meldung. Eine Meldung in- nerhalb der Dreijahresbetrachtung erfolgt ebenfalls, wenn innerhalb dieses Zeitraums in einem Kno- ten drei Verkehrsteilnehmende schwer verletzt oder getötet wurden. Im Jahr 2019 wurden für den Stadtbezirk Innenstadt die folgenden Kreuzungen im Zuge der Dreijah- resbetrachtung gemeldet: - Innere Kanalstraße/Aachener Straße/Universitätsstraße (Neustadt-Nord) - Venloer Straße/Brüsseler Straße/Spichernstraße (Neustadt-Nord) Beide Kreuzungen wurden durch die Unfallkommission Köln besichtigt und in der Unfallkommission 2 mit einem Vertreter des Fahrradbeauftragten besprochen. Bei der Kreuzung Innere Kanalstra- ße/Aachener Straße/Universitätsstraße soll der Rechtsabbieger von der Aachener Straße in die Uni- versitätsstraße in Fahrtrichtung Dürener Straße in die Signalisierung mit einbezogen werden. Die üb- rigen Rechtsabbieger in der Kreuzung werden ebenfalls untersucht. Diese Maßnahmen werden in einem gesamtstädtischen Projekt verfolgt, über das die Verwaltung laufend berichtet. Im Bereich der Venloer Straße/Spichernstraße/Brüsseler Straße soll die Signalisierung durch alternative Betriebs- formen ersetzt werden und dann auch eine Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn erfolgen. Das entsprechende Planungsverfahren wird bearbeitet. Sofortige Maßnahmen zur Erhöhung der Ver- kehrssicherheit waren nicht ersichtlich. Innerhalb der Einjahresbetrachtung wurden dreizehn Kreuzungen als Unfallhäufungsstelle gemeldet: Bei verschiedenen Knoten erfolgten bereits Maßnahmen der Unfallkommission: Bei dem Knoten Bayardsgasse/Fleischmengergasse wurden die Standorte der Vorfahrtsbeschilde- rung optimiert. Eine Überplanung des Kreisels ist langfristig vorgesehen. Aufgrund der leichten Unfall- folgen (Sechs Unfälle mit Leichtverletzten) ist zum jetzigen Stand keine Priorisierung vermerkt. Am Eifelplatz wurde die Abgrenzung zwischen dem Inneren Ring und der Fahrbahn, die bisher nur markiert wurde, mittels Markierungsnägeln taktiler gestaltet, damit so Überholvorgänge im Kreisel erschwert werden. Die Verwaltung prüft ferner, ob die Führung für die Radfahrenden im Ausfahrbe- reich Eifelplatz/Eifelstraße verdeutlicht werden kann. Im Bereich der Deutz-Kalker-Straße/Messekreisel ergab sich eine Konzentration des Unfallgesche- hens, bei der Pkw-Fahrende, die den Kreisel in Richtung Pfälzischer Ring geradeaus befahren woll- ten gegen die Rotsignalisierung verstießen und mit dem signaltechnisch bevorrechtigten Verkehr kol- lidierten. Hier veranlasste die Verwaltung bereits, dass das Rotsignal vergrößert wurde. Geprüft wird noch, ob eine Rotlichtüberwachung installiert werden kann. Die Ampeln im Kreisverkehr werden seit den Sommerferien dieses Jahres durch LED-Anlagen mit höherer Leuchtkraft und flexiblerer Schal- tung ersetzt. Auf der Luxemburger Straße/Moselstraße ereigneten sich ebenfalls Unfälle, bei denen Pkw-Fahrende auf der Luxemburger Straße gegen die Rotsignalisierung verstießen und mit dem Querverkehr aus der Moselstraße kollidierten. Hier erfolgte in 2019 bereits eine Erneuerung der Anlagen, so dass die- se Unfallhäufungsstelle abgeschlossen ist. Im Bereich des Neumarktes erfolgte ebenfalls in 2019 bereits eine Änderung der Radverkehrsfüh- rung. An der Subbelrather Straße/Venloer Wall erfolgte die Optimierung der Standorte der Vorfahrtbeschil- derung. Bei anderen Unfallhäufungsstellen werden noch Verbesserungen geprüft bzw. stehen Umgestaltun- gen an: An der Kleinen Spitzengasse/Löwenstraße/Severinstraße erfolgt eine generelle Umgestaltung. Im Bereich der Kyotostraße/Klingelpütz/Victoriastraße kollidierten Pkw-Fahrende, die von der Kyo- tostraße aus nach links in den Klingelpütz abbiegen wollten, mit dem bevorrechtigten Gegenverkehr. Hier prüft die Verwaltung, ob eine eigene Grünphase für die Linksabbieger eingerichtet werden und der vorhandene Schutzblinker vergrößert werden kann. Am Fußgängerüberweg bzw. am kreuzenden Radweg der Vogelsanger Straße – Höhe Carola- Williams-Park kollidierten kreuzende Radfahrende mit vorfahrtsberechtigen Pkw-Fahrenden auf der Vogelsanger Straße. Die Verwaltung prüft hier eine Änderung der Vorfahrtsregelung zugunsten der Radfahrenden. Eine Verdeutlichung der Vorfahrtsbeschilderung ist ebenfalls erfolgt. Im Kreuzungsbereich Zülpicher Straße/Dasselstraße/Kyffhäuser Straße/Meister-Gerhard-Straße er- 3 eigneten sich verschieden Stürze von Rad- oder E-Scooter-Fahrenden. Die Kölner Verkehrs-Betriebe veranlassten hier bereits die Reparatur von Fahrbahnschäden, verfolgen aber auch zeitnah die Sa- nierung dieses Bereiches. Im Hinblick auf das Verfüllen von Straßenbahnschienen und ein neues Verfahren aus der Schweiz, das möglicherweise das Stürzen von Zweiradfahrenden verhindern kann, stimmen sich die Verkehrs-Betriebe mit dem Team des Radfahrbeauftragten ab. Die bisherigen Ver- fahren konnten nicht eingesetzt werden, da die Schienen bei der Befüllung neu einzusetzen oder auszutauschen waren und die Lebensdauer der Füllmasse nur kurz währte. Im Jahr 2019 ereignete sich im Bezirk Innenstadt ein tödlicher Verkehrsunfall. Der Fahrer eines Mo- torrollers verlor auf der Zoobrücke bei einer Bremsung die Kontrolle über sein Fahrzeug, stürzte und erlitt tödliche Verletzungen. Dieser Unfall wäre mit angemessenen verkehrstechnischen Maßnahmen nicht zu verhindern gewesen. Anlagen 1. Unfallhäufungen 2019
Anlage 1 - Unfallhäufungen 2019
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Standort Stadtteil Verkehrs- unfälle der Kategorie 1 - 4* davon Verkehrs- unfälle mit zu Fuß Gehenden davon Verkehrs- unfälle mit Rad- fahrenden Unfallfolgen (T - Getötet / SV - Schwer- verletzt / LV - Leicht- verletzt Maßnahmen sind erfolgt Maßnahmen in Vor- bereitung / werden geprüft Kreuzung wurde überprüft - keine geeigneten Maßnahmen ersichtlich Bayardsgasse/Fleischmengergasse Altstadt-Süd 7 0 7 1 SV, 6 LV X Eifelplatz gesamt Neustadt-Süd 9 0 5 7 LV X Deutz-Mülheimer Straße/Messe-Kreise/Pfälzischer Ring Deutz 16 0 0 4 SV, 11 LV X X Hohenstaufenring/Jahnstraße/Zülpicher Straße Neustad t-Süd 5 0 4 2 SV, 3 LV X Kleine Spitzengasse/Löwen- gasse/Severinstraße Altst adt-Süd 3 0 3 3 LV X Kyotostraße/Klingelpütz/Victoriastraße Altstadt-Nord 5 0 1 6 LV X Luxemburger Straße/Moselstraße Neustadt-Süd 6 0 2 2 LV X Neumarkt Altstadt-Süd 16 3 7 19 LV X Unter Sachsenhausen/Tunisstraße Altstadt-Nord 6 0 0 4 LV X Subbelrather Straße/Venloer Wall Neustadt-Nord 3 0 2 3 LV X Vogelsanger Straße - Querung/Fußgängerüberweg Höhe Carola-Williams-Park Neustadt-Nord 3 0 3 1 SV, 2 LV X Zülpicher Straße/Dasselstraße/Kyffhäuser Straße/Moselstraße/Meister-Gerhard-Straße Neustadt- Süd 6 0 3 1 SV, 5 LV X Zülpicher Straße/Zülpicher Wall Neustadt-Süd 7 1 6 3 SV, 3 LV X * Unfallkategorien 1 - Unfall mit einer getöteten Person 2 - Unfall mit einer schwer verletzten Person 3 - Unfall mit einer leicht verletzten Person 4 - Unfall mit erheblichem Sachschaden Anlage 1 Unfallhäufungsstellen 2019 im Stadtbezirk Innenstadt
Beratungsverlauf (1)
Orte (33)
- Innere Kanalstraße
- Venloer Straße
- Aachener Straße
- Luxemburger Straße
- Moselstraße
- Subbelrather Straße
- Vogelsanger Straße
- Bayardsgasse
- Deutz-Mülheimer Straße
- Kleine Spitzengasse
- Kyotostraße
- Zülpicher Straße
- Eifelplatz
- Hohenstaufenring
- Meister-Gerhard-Straße
- Universitätsstraße
- Deutz-Kalker Straße
- Unter Sachsenhausen
- Brüsseler Straße
- Fleischmengergasse
- Pfälzischer Ring
- Dürener Straße
- Spichernstraße
- Victoriastraße
- Severinstraße
- Zülpicher Wall
- Venloer Wall
- Dasselstraße
- Tunisstraße
- Klingelpütz
- Jahnstraße
- Zoobrücke
- Neumarkt
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Details
- Aktenzeichen
- 2161/2020
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 29.07.2020
- Erstellt
- 15.07.2020 15:29