V/0718/2012
Zentrale Ergebnisse der Fortzugsumfrage 2011 (Fortzug aus Münster in die Stadtregion)
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Berichtsvorlage
5964 Zeichen
V/0718/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Zentrale Ergebnisse der Fortzugsumfrage 2011 (Fortzug aus Münster in die Stadtregion) Beratungsfolge 06.12.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht Bericht: Im Rahmen der Fortschreibung des „Handlu ngsprogramms Wohnen“ zu einem „Kommunalen Handlungskonzept Wohnen“ (vgl. V/0041/2011/1. Erg.) hat das Amt für Stadtentwicklung, Stad t- planung, Verkehrsplanung die „Fortzugsumfrage 2011“ durchgeführt. Die Umfrage hat sich auf die Nahwanderungen konzentriert, da diese in hohem Maß wohnungsmarktorientiert erfolgen. Befragt wurden alle Haushalte, die zwischen 2007 und 2010 in eine der 11 Nachbarkommunen gezogen sind. Das methodische Vorgehen und der Rücklauf sind in Anlage 1 beschrieben. Die „Fortzugsumfrage 2011“ wurde wie bereits die „Wanderungsumfrage 2000“ der Stadt Mün s- ter im Einvernehmen mit den Umlandkommunen durchgeführt. Diese haben das Vorhaben durch eine begleitende Pressearbeit unterstützt, was sehr zum Gelingen der Umfrage beigetragen hat. Die Ergeb nisse der Umfrage werden damit auch in die stadtregionale Zusammenarbeit einfli e- ßen. Im Einzelnen hat sich die Umfrage auf folgende Fragenkomplexe konzentriert: Soziodemografische und sozioökonomische Strukturen der Fortgezogenen Gründe für die Wanderungsentscheidung und Motive für die Wohnstandortwahl Veränderung der Wohnsituation im Rahmen des Fortzugs Zufriedenheit mit Münster und mit dem neuen Wohnstandort Verbleibende Verbindungen zu Münster und Pläne für die Zukunft Die Ergebnisse der Umfrage sind in dem beigefügten kompakten Bericht anhand von Grafiken aufbereitet und kurz erläutert (vgl. Anlage 1). Um die Ergebnisse besser einordnen zu können, werden darüber hinaus auch Bezüge zu früheren Umfragen hergestellt. Hinsichtlich der o. g. Fragenkomplexe lassen sich folgende zentrale Ergebnisse festhalten: Der Fortzug in das Umland wurde 2007 – 2010 wesentlich von Familien mit Kindern getragen. Gegenüber der Wanderungsumfrage 2000 haben Paarhaushalte mittleren Alters an Gewicht gewonnen. Insgesamt weiche n die Fortgezogenen hinsichtlich der Alters -, Haushalts - und Einkommensstruktur deutlich von der Münsteraner Bevölkerung ab (vgl. Anlage 1, S. 12ff.). Vorlagen-Nr.: V/0718/2012 Auskunft erteilt: Herr Dr. Hauff Ruf: 492 6135 E-Mail: HauffTho@stadt-muenster.de Datum: 19.11.2012 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0718/2012 Auslöser für den Auszug aus der bisherigen Wohnung waren vor allem persönliche und fina n- zielle Gründe sowie der Wunsch nach Eigentumserwerb (vgl. Anlage 1, S. 18). Wohnungsb e- zogene und wohnumfeldbezogene Gründe waren demgegenüber nachgeordnet. Mit dem Auszug war bei über der Hälfte der Haushalte ursprünglich nicht der Wunsch verbunden, auch aus Münster fortzuziehen. Lediglich 44 % haben von vornherein nicht in Münster gesucht. Von denjenigen, die gezielt in Münster bzw. parallel in Münster und im Umland gesucht haben, und schließlich fortgezogen sind, werden vor allem finanzielle Gründe dafür angeführt, das s es nicht zu einem Verbleib in Münster gekommen ist. Im Rahmen des vorhandenen finanziellen Budgets fiel dann die En t- scheidung für den jetzigen Wohnstandort (vgl. Anlage 1, S. 21). Im Rahmen des Fortzugs ist es bei vielen Haushalten zu einer deutlichen Veränderung der Wohnsituation gekommen, die mit einer Zunahme der Haushaltsgrößen einherging (vgl. Anl a- ge 1, S. 25ff.). Die Wohnfläche stieg durchschnittlich von 80 m² auf 119 m², die Zahl der Rä u- me von 3,2 auf 4,6. 44 % der Haushalte sind aus einem Mehrfa milienhaus in ein Einfamilie n- haus (freistehend, Doppel-/Reihenhaus) gezogen. Nach dem Fortzug wohnen 54 % zu Miete, hiervon 24 % in einem Einfamilienhaus; 43 % wohnen im Eigentum. Mit dem Fortzug haben 34 % der Haushalte Eigentum gebildet, was die Bedeutun g dieses Wanderungsmotivs unte r- streicht. Die fortgezogenen Haushalte waren mit Münster als Wohnort überaus zufrieden (50 % sehr zufrieden, 37 % zufrieden). Auch mit dem jetzigen Wohnort besteht eine hohe Zufriedenheit (45 % sehr zufrieden, 40 % zufrieden) . Hinsichtlich der Wohnumgebung erfährt der jetzige Wohnort allerdings eine deutlich bessere Bewertung als das frühere Wohnviertel in Münster (vgl. Anlage 1, S. 31ff.). Dies geht vor allem auf Verbesserungen im Bereich der Wohnung, des Wohnumfelds und bei Infrastrukturangeboten zurück. Den Haushalten ist es somit beim Fortzug gelungen, ihre Wohnsituation im Rahmen des finanziellen Budgets zu optimieren. Auch nach dem Fortzug bestehen für viele Haushalte noch vielfältige Verbindungen zu Mün s- ter. 50 % kommen täglich zum „Arbeiten“ nach Münster, so dass viele Fortgezogene damit zu Einpendlern geworden sind. Bei einer Reihe der befragten Haushalte besteht darüber hinaus eine grundsätzliche Offenheit für einen möglichen Rückzug nach Münster (21 % „Ja, auf jeden Fall“, 32 % „Ja, vielleicht“). Abhängig gemacht wird diese Entscheidung vor allem von den Kosten und von der persönlichen bzw. familiären Situation (vgl. Anlage 1, S. 36ff.). Die Umfrage liefert somit differenziert nach verschiedenen Haushaltstypen wicht ige Erkenntnisse zum Wanderungsverhalten, die nicht der Bevölkerungsstatistik zu entnehmen sind. Die Ergebnis- se sind nicht nur für die Erarbeitung des „Kommunalen Handlungskonzeptes Wohnen“ der Stadt Münster von zentraler Bedeutung, sondern auch für den we iteren fachplanerischen Austausch mit den Kommunen der Stadtregion Münster. Für 2013 ist geplant, als Gegenstück zur „For t- zugsumfrage 2011“ eine Zuzugsumfrage durchzuführen, um auch die Einschätzungen der Zuzi e- henden für das weitere Verwaltungshandeln nutzbar zu machen. I.V. gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Bericht „Zentrale Ergebnisse der Fortzugsumfrage 2011“ 3 V/0718/2012
V_0718_2012_Anlage_1
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Alle fortgezogenen Haushalte,
Hauptwohnsitz, ab 18 Jahre
• Grundgesamtheit:
6.470 Personen über 18 Jahre;
Generierung: 4.793 Haushalte
• Durchführung der Umfrage:
20.09. – 08.11.2011
• Ziel der Umfrage:
Informationsgrundlage zur
Erarbeitung des „Kommunalen
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bis unter 1.100 EURO
1.100 - < 2.000 EURO
2.000 - < 2.600 EURO
2.600 - < 3.200 EURO
3.200 EURO und mehr
ohne Angabe
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Fortzugsumfrage 2011
( n = 914 )
Mikrozensus NRW 2010 /
Ergebnis für Münster
( n = ca. 1.500 )
3.200 - < 4.000 EURO
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4.000 - < 5.000 E.
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2011
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Expansion (+ Kind/er < 6 J.) Konsolidierung (+ Kind/er 6-17 J.)
jung (< 35 J.) mittel (35-44 J.) älter (ab 45 J.)
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Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0718/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.11.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37