2009/0225
Regionale Kooperation zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Odenwaldkreis
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55124 Zeichen
Regionale Kooperation
zwischen
der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
dem Landkreis Darmstadt-Dieburg
und dem Odenwaldkreis
Sachstandsbericht 2008 – 2009
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung 05/2009
Regionale Kooperation
in Rhein-Main-Neckar
e a
N ck r
Ne karc
Rhein
Rhein
Main
Main
Main
HessenHessen
BayernBayern
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz
Baden-WürttembergBaden-Württemberg
OdenwaldkreisOdenwaldkreis
Kreis
Groß-Gerau
Kreis
Groß-Gerau
Kreis
Offenbach
Kreis
Offenbach
Landkreis
Darmstadt-Dieburg
Landkreis
Darmstadt-Dieburg
Kreis BergstraßeKreis Bergstraße
Offenbach
Wiesbaden
Mainz
Aschaffenburg
Mannheim
Heidelberg
Ludwigshafen
HanauFrankfurt a.M.
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Worms
Regionale Kooperation zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dem Landkreis
Darmstadt-Dieburg und dem Odenwaldkreis
Zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem
Odenwaldkreis wurde am 20. Mai 2008 in Ober-Ramstadt der Kooperationsvertrag über die
vertiefte Zusammenarbeit in den Aufgabenfeldern „Schulentwicklungsplanung“, „Mobilität und
Verkehrsinfrastruktur“ und „Einzelhandelsentwicklung“ geschlossen.
Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung wurde der Kooperationsvertrag um weitere
Aufgabenfelder ergänzt, wie z.B. dem Thema „Biomassentechnologie“.
Bei einem weiteren Treffen der Vertreter der Gebietskörperschaften am 29. Oktober 2008
wurde zu allen Themenfeldern im Rahmen der o.g. Kooperation eine Zuordnung des jeweils
politisch Verantwortlichen vereinbart, die sich der folgenden Aufstellung entnehmen lässt.
Thema Dezernat Gebietskörperschaft
Schulentwicklungsplanung Stadtrat Dr. Molter Wissenschaftsstadt Darmstadt
Regionales Medienzentrum Kreisbeigeordneter
Fleischmann
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Einzelhandelsentwicklung Oberbürgermeister
Hoffmann
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Tourismusmarketing und –
wirtschaft
Landrat Schnur Odenwaldkreis
Standortmarketing Oberbürgermeister
Hoffmann
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Mobilität und
Verkehrsinfrastruktur
Stadtrat Wenzel Wissenschaftsstadt Darmstadt
Veterinärwesen und
Verbraucherschutz
Landrat Jakoubek Landkreis Darmstadt-Dieburg
Klima- und Umweltschutz Stadtrat Feuchtinger Wissenschaftsstadt Darmstadt
Biomassentechnologie Landrat Schnur Odenwaldkreis
Soziales Stadtrat Partsch Wissenschaftsstadt Darmstadt
Bündnis für Familien Erster
Kreisbeigeordneter
Schellhaas
Landkreis Darmstadt-Dieburg
FrankfurtRheinMain GmbH Oberbürgermeister
Hoffmann
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Ausbildung und Beruf Erster
Kreisbeigeordneter Will
Landkreis Groß-Gerau
Die Verantwortlichen wurden gebeten, Sachstandsberichte zu ihren jeweiligen Themenfeldern
zu verfassen.
Ein Jahr nach Vertragsabschluss wird nunmehr ein Bericht der Regionalen Kooperation, der
sich aus den in der Zwischenzeit eingegangenen Ergebnissen und Informationen zum
laufenden Prozess aus den Themenfeldern zusammensetzt, vorgelegt.
Der Kreis Groß-Gerau, der dem Kooperationsvertrag zunächst nicht beigetreten ist, hat die
Federführung für das Thema „Ausbildung und Beruf“ übernommen.
Darüber hinaus ist zu bemerken, dass Vertreter der Kreise Groß-Gerau und auch der
Bergstraße in weitere Projekte der Regionalen Kooperation eingebunden sind.
Der Bericht wird durch eine kartografische Darstellung sowie eine Auswahl statistischer Daten
zur Beschreibung der Lage im Raum und mit Strukturdaten aus Bevölkerung und Wirtschaft
der Regionalen Kooperation ergänzt.
Gebiet und Bevölkerungsstand
Bevölkerung am 31.12.2007
Fläche
am davon Zu- bzw. Abnahme Einwohner
1.1.2007 insgesamt gegenüber je km²
in km² männlich weiblich 31.12.200
6
abs. %
Wissenschaftsstadt Darmstadt 122,23 142.191 70.394 71.797 934 0,7 1.163
Kreis Darmstadt-Dieburg 658,51 289.071 143.029 146.042 -564 -0,2 439
Odenwaldkreis 623,97 98.954 48.735 50.219 -686 -0,7 159
Regionale Kooperation 1.404,71 530.216 262.158 268.058 -316 -0,1 377
Reg.-Bez. Darmstadt 7.444,82 3. 780.232 1.851.272 1.928.960 7.326 0,2 508
Hessen 21.114,84 6.072.555 2 .972.646 3.099.909 -2.804 0,0 288
Quelle: Hessische Kreiszahlen, Hessisches Statistischen Landesamt, Wiesbaden, Band 2, 2008
Bevölkerungsbewegung
2007
Eheschließungen Lebend Geborene Gestorbene Wanderungssaldo
(üb. Kreisgrenzen)
auf auf auf auf
Anzahl 1000 Anzahl 1000 Anzahl 1000 Anzahl 1000
Ein- Ein- Ein- Ein-
wohner wohner wohner wohner
Wissenschaftsstadt Darmstadt 810 5,8 1.537 10,9 1.446 10,3 692 4,9
Kreis Darmstadt-Dieburg 1.228 4,2 2.398 8,3 2.500 8,6 -612 -2,1
Odenwaldkreis 438 4,4 737 7,4 1.092 10,9 -357 -3,6
Regionale Kooperation 2.476 4,7 4.672 8,8 5.038 9,5 -277 -0,5
Reg.-Bez. Darmstadt 16.522 4,4 34.479 9,1 34.924 9,3 4.375 1,2
Hessen 26.928 4,4 52.616 8,7 59.137 9,7 -404 -0,1
Quelle: Hessische Kreiszahlen, Hessisches Statistischen Landesamt, Wiesbaden, Band 2, 2008
Bevölkerung am 31.12.2007 nach
Altersgruppen
Bevöl- davon waren ... Jahre alt
kerung
unter 6 6 bis unter 15 15 bis unter 65 65 und mehr
ins-
gesamt Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl %
Wissenschaftsstadt Darmstadt 142.191 8.101 5,7 10.689 7,5 97.300 68,4 26.101 18,4
Kreis Darmstadt-Dieburg 289.071 15.088 5,2 27.412 9,5 194.133 67,2 52.438 18,1
Odenwaldkreis 98.954 4.831 4,9 9.463 9,6 64.172 64,9 20.488 20,7
Regionale Kooperation 530.216 28.020 5,3 47.564 9,0 355.605 67,1 99.027 18,7
Reg.-Bez. Darmstadt 3.780.232 206.147 5 ,5 330.072 8,7 2.526.952 66,8 717.061 19,0
Hessen 6.072.555 320.155 5,3 540.201 8 ,9 4.024.475 66,6 1.187.724 19,6
Quelle: Hessische Kreiszahlen, Hessisches Statistischen Landesamt, Wiesbaden, Band 2, 2008
Deutsche und nichtdeutsche Bevölkerung 2007
Bevölkerung Mehr bzw. weniger Wanderungsgewinn
am Geborene bzw. -verlust
31.12.2007 als Gestorbene (üb. Kreisgrenzen)
Nicht- Nicht- Nicht-
Deutsche deutsche Deutsche deutsche Deutsche deutsche
Wissenschaftsstadt Darmstadt 120.392 21.799 21 70 359 333
Kreis Darmstadt-Dieburg 239.450 24.930 -138 36 -710 98
Odenwaldkreis 88.919 10.035 -359 4 -318 -39
Regionale Kooperation 448.761 56.764 -476 110 -669 392
Reg.-Bez. Darmstadt 3.246.139 534.093 -1.458 1.013 -2.343 6.718
Hessen 5.390.030 682.525 - 7.793 1.272 -8.483 8.079
Quelle: Hessische Kreiszahlen, Hessisches Statistischen Landesamt, Wiesbaden, Band 2, 2008
Wohnungen und
Bautätigkeit
Wohnungen Baufertigstellungen 2007 Baugenehmigungen
am 31.12.2007 2007
Wohn- Wohnungen Wohnungen
insgesamt auf 1000 gebäude insgesam t auf 10.000 insgesamt auf 10.000
Ein- Ein- Ein-
wohner wohner wohner
Wissenschaftsstadt Darmstadt 76.509 538 203 506 36 263 18
Kreis Darmstadt-Dieburg 126.020 436 476 790 27 737 25
Odenwaldkreis 43.892 444 173 424 43 169 17
Regionale Kooperation 246.421 465 852 1.720 32 1.169 22
Reg.-Bez. Darmstadt 1.802.31 1 477 4.923 10.983 29 11.195 30
Hessen 2.853.853 470 7.607 15.559 26 14.441 24
Quelle: Hessische Kreiszahlen, Hessisches Statistischen Landesamt, Wiesbaden, Band 2, 2008
Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer am Wohnort am
30.06.2007
Sozialvers.pfl. beschäftigte Arbeitnehmer Sozialversicherungs-
pflichtig
beschäftigte darunter beschäftigte Pendler
Arbeitnehmer Teilzeit- über die
beschäftigte Gemeindegrenzen
insgesamt weiblich insgesamt weiblich Ein- Aus- Pendler-
pendler pendler saldo
Wissenschaftsstadt Darmstadt 47.085 21.491 10.639 7.783 59.355 21.136 38.219
Kreis Darmstadt-Dieburg 98.936 43.898 18.936 16.002 43.425 81.628 -38.203
Odenwaldkreis 32.103 13.581 5.580 4.863 15.149 23.848 -8.699
Regionale Kooperation 178.124 78.970 35.155 28.648 117.929 126.612 -8.683
Reg.-Bez. Darmstadt 1.276.977 583.440 235.686 190.444 992.230 839.517 152.713
Hessen 2.000.686 900.226 385.255 317. 990 1.453.092 1.324.160 128.932
Quelle: Hessische Gemeindestatistik 2008, Hessisches Statistischen Landesamt, Wiesbaden 2008
Regionale Kooperation zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dem
Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Odenwaldkreis
Schulentwicklungsplanung
Stadtrat Dr. Molter, Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die von dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt beabsichtigte
Aufstellung eines nicht nur abgestimmten, sondern ge meinsam, d. h. gebietskörperschafts-übergreifend
zusammen erstellten Schulentwicklungsplans im Bereich der allgemeinbildenden Schulen ist ein Novum
in der Hessischen Bildungsplanung und darüber hinaus auch bundesweit im Rahmen der
Schulentwicklung beachtenswert.
Profitieren werden von dem Gemeinsamen Schul entwicklungsplan rund 47.000 Schülerinnen und
Schüler in fast 120 Schulen aller Schulformen (außer Berufsschulen) in Stadt und Landkreis.
Angestrebt wird eine moderne, leistungsstarke Bild ungsregion, die den Erfordernissen aller Beteiligten
gerecht wird. Eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung soll insbesondere in den Bereichen
„Übergänge von Grundschulen in weiterführende Sc hulen“, „Beschulung von Bildungsgangwechslern“
sowie „Beschulung in Förderschulen“ vorgenommen werden.
Ende des Jahres 2008 wurde von Stadt und Landkreis gemeinsam ein auf dem Gebiet der
Schulentwicklungsplanung erfahrenes Beratungsunternehmen beauftragt, die Erstellung eines
gemeinsamen Schulentwicklungsplans moderierend zu begleiten (Firma PP: Die Bildungsagentur
GmbH, Frankfurt am Main).
Nach entsprechenden Vorarbeiten wurde auf Grundlage einer Anfang Februar stattgefundenen ersten
Steuerungsgruppensitzung unter Beteiligung der beiden Schuldezernenten, Mitarbeitern der Verwaltung
aus beiden Gebietskörperschaften sowie der beauftragten Bildungsagentur ein Masterplan sowie ein
Steuerungsmodell für das weitere Vorgehen erstellt.
Seither fanden mehrere turnusmäßi ge Beratungssitzungen der Steuerungsgruppe st att, die regelmäßig
fortgesetzt werden.
Die offizielle Kick-off-Veranstaltung wurde mit einer gemeinsamen Sitzung der Schulausschüsse des
Kreistages Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaf tsstadt Darmstadt am 02.04.2009 durchgeführt.
Dabei wurde von Herrn Kreisbeigeordneten Fleischmann und mir als jeweiligem Schuldezernenten
thematisch in das Thema eingeführt und von der beauftragten Bildungsagentur die operativen und
zeitlichen Planung en dargestellt und gegenüber den Mitgli edern der Schulaussch üsse zur Diskussion
gestellt.
Die anlässlich der gemeinsamen Ausschusssitzung erst ellten Präsentationsunterlagen übersende ich
zur weiteren Information anbei.
Neben ersten Beratungssitzungen mit einzelnen Sc hulleitungen fand am 28.04.2009 im Staatlichen
Schulamt eine Dienstvers ammlung für alle Sc hulleitungen aus beiden Gebi etskörperschaften statt, in
denen über das Vorhaben und die weiteren Planungen informiert wurde.
Ziel ist es, bis Ende 2009 zu einer Feinabstimmung mit den Schulen unter Beteiligung des
Kultusministeriums und des Staatlichen Schulamtes zu gelangen. Bis Ende 2010 soll der fertige
Schulentwicklungsplan vorgelegt werden.
Regionales Medienzentrum
Kreisbeigeordneter Fleischmann, Kreis Darmstadt-Dieburg
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie der Landkreis Darmstadt-Dieburg haben sich entsprechende
Gremienvorlagen erstellt, die im Januar 2009 beschlossen wurden.
Die Beschlussvorlage lautet:
„Der Einrichtung eines von der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie dem
Staatlichen Schulamt in Darmstadt gemeinsam getragenen Medienzentrums für die Informationstechnik
an Schulen (ausschließlich für die im pädagogischen Bereich eingesetzte IT) wird grundsätzlich
zugestimmt.
Vor einer endgültigen Beschlussfassung durch die Gremien des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der
Stadt Darmstadt sind durch die Verwaltungen der beiden Schulträger auf der Grundlage des vorliegenden,
vom Büro die Bildungsgesellschaft GmbH, im Auftrag des Präsidiums des Regionalverbandes
Starkenburg, erstellten Grundkonzeptes Medienzentrum-IT, konkrete Vorschläge für die Einrichtung des
Medienzentrums vorzulegen und die dazu erforderlichen vorbereitenden Arbeiten durchzuführen:
Vorlage eines Masterplanes (Darstellung der zeitlichen Abläufe)
Synoptische Darstellung der möglichen Rech ts- bzw. Gesellschaftsformen mit Vor- und
Nachteilen unter besonderer Berücksichtigung der Beteiligungsmöglichkeit des betroffenen
Staatlichen Schulamtes
Konkrete Aussagen zur geplanten Aufgabenübertragung und zu deren Finanzierung durch die
jeweiligen Beteiligten
Vorlage eines Entwurfs für einen Kooperationsvertrag
Der Beitritt des Odenwaldkreises zu einem späteren Zeitpunkt bleibt offen.“
Einzelhandelsentwicklung
Oberbürgermeister Hoffmann, Wissenschaftsstadt Darmstadt
Eine Arbeitsgruppe wurde installiert. Bisher haben zwei Sitzungen der Arbeitsgruppe stattgefunden, die
sich aus Vertretern der Kooperationspartner und der Landkreise Groß-Gerau und Bergstraße
zusammensetzt.
Darüber hinaus wurde in der ersten Sitzung beschlossen, den RP Darmstadt, Regionalplanung sowie
einen Vertreter der Verbände, der IHK, Handw erkskammer und Einzelha ndelsverband gemeinsam
vertritt, einzubeziehen.
Folgende Ergebnisse wurden erarbeitet:
- Die Runde ist der einhelligen Meinung, dass der Kreis der Teilnehmer fachlich und räumlich in
jedem Fall auch die Kreise Groß-Gerau und Bergstraße umfassen sollte.
- Die allgemeine Situation des Einzelhandels und seiner flächenwirksamen Standortentscheidungen
wird intensiv diskutiert. Die Runde kommt zu der Einschätzung, dass ein regelmäßiger fachlicher
Austausch in Anbetracht der Einzelhandelslandschaft und Zentrenstruktur in Südhessen
anzustreben ist.
- Folgende Themenfelder sollen in der Arbeitsgruppe vertieft behandelt werden:
- Regionales Einzelhandelskonzept als Bestandteil des Regionalplanes
- Aktuelle Trends und Entwicklung des Einzelhandels
- Unterversorgte Ortsteile in lä ndlich strukturierten Gebieten
- Regionale Produktvermarktung
Ergebnisse der 2. Sitzung:
- Vertreter des RP Darmstadt berichten zum Stand des Aufstellungsverfahrens Regionalplan
Südhessen und den Grundzügen eines Regionalen Einzelhandelskonzeptes für die
Planungsregion Südhessen.
- Beschluss in der Regionalversammlung zur erneuten Offenlage ist für März 2009 vorgesehen.
- Die zweite Offenlage soll dann im Sommer 2009 erfolgen.
- RP Darmstadt hat mit den Ober- und Mittelzentren der Planungsregion die kommunalen,
einzelhandelsspezifischen Versorgungsbereiche in kartographischer Darstellung abgestimmt – auf
der Grundlage des bereits von der Regionalversammlung beschlossenen Einzelhandelskonzeptes
– .
- Eine Einsicht in die Karten kann der Arbeitsgruppe nicht gewährt werden und wird erst mit der
Offenlage erfolgen!
- Die bisherigen Aktivitäten der in der Arbeitsgruppe beteiligten Gebietskörperschaften im
Themenfeld "Strategische Einzelhandelsentwicklung“ stellen sich sehr unterschiedlich dar:
- In Darmstadt wurde ein von der Verwaltung er arbeitetes Einzelhandelskonzept/Zentrenkonzept in
den Geschäftsgang der parlamentarischen Abstimmung eingebracht.
- Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde eine umfangreiche Bestandsaufnahme des Einzelhandels
für alle Kommunen bis auf die Ebene der Ortsteile erarbeitet und auch mit den Bürgermeistern der
Städte und Gemeinden abgestimmt.
- Der Kreis Bergstraße ist Mitglied im Verband Rhein-Neckar, der ein beschlossenes
Einzelhandelskonzept - als strategische Vorgabe, aber noch ohne planungsrechtliche
Verbindlichkeit - bereits verabschiedet hat.
- Die „Ausuferungen“ des Einzelhandels im Verd ichtungsraum kehren sich in den ländlichen
Bereichen des Odenwaldes komplett um. Fast alle Kommunen des Odenwaldkreises sind
unterversorgt, bis auf den Siedlungskörper Erbach-Michelstadt.
- Im Kreis Groß-Gerau gibt es kein strategisches Einzelhandelskonzept für das Kreisgebiet
insgesamt, jedoch für einzelne Kommunen. Die Wirtschaftsförderung des Kreises führt
regelmäßige Abstimmungen zum Thema mit den St ädten und Gemeinden des Landkreises durch.
- Betroffen von Tendenzen der Unterversorgung sind neben dem Odenwaldkreis auch die ländlichen
Bereiche der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Bergstraße. Die Vertreter vereinbaren ein
gesondertes Gespräch, um insbesondere die Entwicklungen in den Übergangsbereichen (z.B.
Fürth-Reichelsheim oder Lautertal) aufeinander abzustimmen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass alle fünf vertretenen Gebietskörperschaften die Einrichtung
der Arbeitsgruppe sehr begrüßt haben, sehr konstruktiv mitarbeiten und ein großes Interesse an einer
weiteren Zusammenarbeit und Abstimmung zum Them a der „Regionalen Einzelhandelsentwicklung“
und den in der ersten Sitzung qualifizierten Themenenfeldern haben.
Aufgrund der Tatsache, dass eine Einsicht in de n Entwurf des Regionalplanes für das Regionale
Einzelhandelskonzept für den Gesamtraum vor der 2. Offenlage nicht möglich ist, kann das Thema auf
Ebene der Arbeitsgruppe erst weiterbetrieben werden, wenn die entsprechende Diskussionsgrundlage
(2. Offenlage) vorliegt.
Zu den Themenfeldern „Untersuchung ländlich strukturierter Gebiete“ und „Regionale
Produktvermarktung“ ist der nächste Arbeitsgruppen-Termin vereinbart. Hierzu werden der Kreis
Darmstadt-Dieburg und der Odenwaldkreis inhaltliche Vorschläge melden.
Tourismusmarketing und –wirtschaft
Landrat Schnur, Odenwaldkreis
Im Zuge der Umsetzung des touristischen Marketing- und Organisationskonzeptes Odenwald hat am 01.
August 2008 die Odenwald Tourismus GmbH mit der Geschäftsführerin, Frau Kornelia Brauer, ihre Arbeit
aufgenommen.
Zu den Kernaufgaben der Tourismus GmbH gehören:
Die Profilierung des Odenwaldes als Tourismusregion über 4 Themen „Wanderwald Odenwald“, „Geopark
Odenwald“, „Odenwälder Jahreszeiten“, „Sagenwald Odenwald“,
Entwicklung von buchbaren Angeboten zu den Profilthemen,
Aufbau eines effizienten Vertriebssystems,
Umsetzung eines einheitlichen, landkreisübergreifenden Tourismusmarketings.
Touristische Arbeitsgemeinschaften (TAG)
Folgende Arbeitsgemeinschaften haben die Tätigkeit aufgenommen:
TAG Beerfelder Land
TAG Hessisch-Fränkischer Odenwald
TAG Nördlicher Odenwald
Folgende TAG`s werden gegründet:
TAG Neckartal-Überwald-Weschnitztal
TAG Rund um Lindenfels
Perspektivisch:
TAG Grube Messel
Mitglieder der TAGs sind Kommunen, Touristinformationen und touristische Leistungsanbieter. Die TAGs
sollen folgende Aufgaben übernehmen:
Gewährleistung der Gästebetreuung und –information vor Ort
Bündelung und Koordination aller Marketingaktionen
Zusammenarbeit mit der Tourismus GmbH in der Angebotsentwicklung
Bereitstellung und Ausbau der notwendigen touristischen Infrastruktur
Die Odenwald Tourismus GmbH übernahm für 2008/2009 weitere strukturelle Aufgaben:
Installation von Steuerungsgruppe, Arbeitsgruppen, Facharbeitskreisen
Optimierung der Organisationsstrukturen, d.h. die Zusammenführung der Geschäftsstellen des
TouristikService Odenwald Bergstrasse e.V. und der Odenwald Tourismus GmbH ab 01.01.2009
Erwerb von Gesellschafteranteilen durch den TouristikService Odenwald Bergstrasse e.V.
Gründung des odenwaldweiten Tourismusverbandes Odenwald e.V. für touristische Leistungsanbieter
Erwerb von Gesellschafteranteilen durch die Tourismuswirtschaft
Im Bereich Tourismusmarketing waren bis Herbst 2009 folgende Ziele angestrebt:
Aufbau der im Tourismuskonzept festgeschriebenen Profilthemen und Produktentwicklung
Darstellung der Profilthemen und touristischen Angebote in Broschüren (Imagebroschüre,
Produktkataloge, Sales Guide für Gruppenreisen)
Neuaufbau der touristischen Inhalte der Internetseite odenwald.de
Aufbau effizienter Vertriebsstrukturen (Einführung eines odenwaldweiten Buchungssystems, Umwandlung
der Touristinformationen in Buchungszentren)
Dazu wurde in enger Zusammenarbeit mit dem TouristikService Odenwald Bergstrasse e.V. ein
Marketingplan bis Ende 2009 erarbeitet. Ab diesem Zeitpunkt soll das zukünftige Marketing entsprechend
dem Tourismuskonzept Odenwald umgestellt werden.
Um alle am Tourismus beteiligten Akteure auf die Umsetzungsphase des Tourismuskonzeptes Odenwald
einzustimmen, fand am 16. Dezember 2008 in Mossautal unter dem Motto „Der Odenwald – Die
Wanderregion mit Ausblicken!“ eine Tourismuskonferenz statt. Ziel war es, mit informativen und zur
Diskussion anregenden Beiträgen Impulse für die zukünftige Arbeit zu geben.
Zur Umsetzung der ehrgeizigen Ziele wurde die Tourismus GmbH für 2008 mit folgenden finanziellen
Mitteln ausgestattet:
25.000 Euro Stammkapital
25.000 Euro Investitionszulage vom Odenwaldkreis
50.000 Euro Anschubfinanzierung vom TouristikService Odenwald Bergstrasse e.V.
Für 2009 sind folgende finanzielle Mittel für die Tourismus GmbH bereitgestellt:
100.000 Euro Anschubfinanzierung vom Odenwaldkreis
100.000 Euro Anschubfinanzierung vom TouristikService Odenwald Bergstrasse e.V.
Die Geschäftsführerin wird seit 01.01.2009 durch eine Projektassistentin unterstützt, die vor allem im
Bereich Produktentwicklung tätig sein soll.
Die zwei Mitarbeiterinnen des TouristikService Odenwald Bergstrasse e.V bearbeiten bereits seit Januar
2009 vor allem Buchungsanfragen und Frau Holuscha, die Geschäftsführerin des TouristikService
Odenwald Bergstrasse e.V. übernimmt weiterhin den Bereich Tourismusmarketing.
Die ersten umfassenden und buchbaren Angebote im Profilthemen „Wandern“ bieten Wanderung ohne
Gepäck entlang der Gesamtstrecke des Alemannenwegs, Etappenwanderungen ohne Gepäck sowie
Sternwanderungen auf den einzelnen Strecken.
Die Angebotsentwicklung zum Alemannenweg hatte in 4 Arbeitsgruppen begonnen
Nördlicher Alemannenweg
Von der Burg Frankenstein zu Veste Otzberg
Westlicher Alemannenweg
Vom Felsenmeer zur Burg Frankenstein
Östlicher Alemannenweg
Von der Veste Otzberg nach Michelstadt
Südlicher Alemannenweg
Vom Felsenmeer nach Michelstadt
Touristica
Die Odenwald Tourismus GmbH und die OREG mbH haben auch im Jahr 2009 den Odenwaldkreis mit
seinen touristischen Leistungsanbietern und Direktvermarktern vom 27.03. bis 29.03.09 auf der
Reisemesse Touristica in Darmstadt vertreten. Die Messe erfreute sich großer Beliebtheit. Die
Besucherzahlen vom letzten Jahr in Höhe von ca. 9.000 Gästen konnten auch in diesem Jahr gehalten
werden. Entsprechend großen Zuspruch fand die Präsentation des Odenwaldkreises, die erstmals
gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg gestaltet wurde.
Der Messeauftritt wurde nach dem gleichen erfolgreichen Konzept wie im Jahr 2008 organisiert unter
Verwendung der bereits vorhandenen Standelemente. Auf einer Fläche von 98,50 m² wurden die
Besucher zudem mit regionaltypischen Gerichten bewirtet.
Standortmarketing
Oberbürgermeister Hoffmann, Wissenschaftsstadt Darmstadt
Mit einem gemeinsamen Messeauftritt während der Internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien
EXPO REAL präsentierten sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Engineering Region Darmstadt
RheinMainNeckar vom 6. bis 8. Oktober 2008 in München.
Das Konzept, nicht nur Stadt und Region als Ganzes zu präsentieren, sondern auch einzelnen
Kommunen eine Plattform zu bieten, wurde fortgesetzt und ausgebaut. Der Messeauftritt erreichte eine
neue Dimension. Unter den Dachmarken Wissenschaftsstadt Darmstadt und Engineering Region
Darmstadt RheinMainNeckar präsentierten sich auf rund 120 Quadratmetern neben der Stadt auch der
Landkreis Darmstadt-Dieburg mit den Kommunen Babenhausen, Dieburg, Griesheim, Groß-Umstadt,
Ober-Ramstadt, Pfungstadt, Weiterstadt, sowie der Kreis Groß-Gerau mit den Kommunen Groß-Gerau,
Mörfelden-Walldorf, Riedstadt, Rüsselsheim, um in München gemeinsam für eine starke Region zu
werben.
Eine Kernbotschaft des Standortmarketings ist die Verknüpfung der Begriffe "Wissenschaft" und
"Technologie" mit der Region. Sie hebt die internationale Ausrichtung der Wirtschaftsförderung auf High-
Tech-Cluster hervor und dokumentiert die Rolle der Stadt und der Region. Ebenso wichtig ist die
Darstellung der weichen Standortfaktoren, die Lebensqualität als Standortvorteil vermitteln. Hauptthema
Darmstadts sind die Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Darmstädter Konversionsflächen.
Während der drei Messetage gab es am Stand der Region verschiedene Informationsangebote,
Präsentationen und Events für Messebesucher.
Der Stand der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Engineering Region Darmstadt RheinMainNeckar
war eingebunden in die RheinMain Straße. Gemeinsam mit Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und der
Wirtschaftsförderung Region Frankfurt RheinMain wurde in Halle C1 mit Veranstaltungen für die Region
und ihre Wirtschaftskraft geworben.
Die EXPO REAL hat sich seit ihrer Premiere 1998 zu einer führenden Fachmesse in Europa entwickelt.
Die Veranstaltung ist Plattform für branchen- und länderübergreifende Immobilienprojekte, Networking,
Investments und Finanzierung. Alle wichtigen Immobilienmärkte und -standorte sowie die internationalen
Key Player der Immobilienwirtschaft sind präsent.
Auch im Jahre 2009 ist ein gemeinsamer Auftritt vorgesehen.
Die EXPO REAL findet vom 5. bis 7. Okt. 2009 in München statt.
Mobilität und Verkehrsinfrastruktur
Stadtrat Wenzel, Wissenschaftsstadt Darmstadt
Auf Einladung von Stadtrat Wenzel findet am 18. Mai 2009 ein Treffen der regionalen Arbeitsgruppe zum
Thema Mobilität und Verkehrsinfrastruktur statt.
Ziele:
• Regelmäßiger Austausch über Fragen des Verkehrs und der Mobilität auf Arbeits- und
Leitungsebene.
• Gemeinsame Bearbeitung von Projekten, die
- den regionalen Verkehr betreffen
- Verkehr und Mobilität auf lokaler Ebene betreffen und durch gemeinsame Bearbeitung besondere
Synergien erwarten lassen.
Themenvorschläge für Projekte:
• Kontaktbörse Südhessen für verladende Wirtschaft und Privatbahnen
Alte Idee – neuer Schwung durch regionale Dimension? (relevant auch für den Odenwaldkreis?)
• Schulisches Mobilitätsmanagement
Regional einheitliches und gemeinsames Vorgehen um z.B.
- Schulwegpläne auf den neuesten Stand zu bringen
- Busbegleiter auszubilden und
- die Mobilitätsbildung in den Schulen durch Lernmittel- und Projektangebote und durch Angebote
an „außerschulischen Lernorten“ zu verbessern (Unterstützung der Schulen, nicht Übernahme
von deren Aufgaben!)
• „Südhessen fährt Rad“
Groß angelegte Kampagne zur Förderung des Fahrrads im Alltagsverkehr, z.B. bestehend aus
- Imagekampagnen
- plakativen Infrastrukturverbesserungen (Bike + Ride, Fahrradabstellanlagen in Stadt- und
Dorfkernen)
- Etablierung eines Servicenetzes der Fahrradhändler
- Selbstverpflichtung der Kommunen zur Verankerung fahrradfreundlicher Elememte in Satzungen
und Bebauungsplänen
- u.v.a.m.
• Weiterentwicklung Bike + Ride, Park + Ride und Parken + Mitnehmen
Die DADINA hat eine Bestandsaufnahme von B+R durchgeführt: es gibt bereits ein ansehnliches
Angebot, aber auch Verbesserungsnotwendigkeiten. Ähnlich sieht es in Darmstadt aus. Im
Arbeitskreis zur gemeinsamen Verkehrsmanagementplanung DA/DA-DI haben sich die
Kreiskommunen deutlich dafür ausgesprochen, auf Basis der DADINA-Bestandsaufnahme nun auch
eine Planung zur Weiterentwicklung in Angriff zu nehmen.
P+R könnte jenseits der Odenwaldbahn ein Thema sein.
Parken + Mitnehmen ist in der Region absolut unterentwickelt.
• Betriebliches Mobilitätsmanagement
Etablierung eines Beratungsangebotes für Unternehmen analog zu dem erfolgreich laufenden,
gemeinsamen Projekt von Stadt und Kreis Offenbach.
Arbeitsstruktur
• Jährliche Treffen auf Arbeitsebene
- Zum Austausch von Informationen über allgemeine Probleme, Aktivitäten, Projekte, usw. in den
einzelnen Gebietskörperschaften
- Zur Definition gemeinsamer Projekte (unter Berücksichtigung der politischen Vorgaben)
Einbeziehung der Kreise Offenbach, Groß-Gerau und Bergstraße, falls dort noch Interesse auf
Arbeitsebene vorhanden ist.
• Gemeinsame Projektbearbeitung nach Bedarf.
Auf der Projektebene kann auch die laufende „gemeinsame Verkehrsmanagementplanung DA/DA-DI“
unter Moderation der ivm in die Gesamtsystematik der regionalen Kooperation integriert werden.
Am 18. Mai 2009 fand ein erstes Treffen der Arbeitsgruppe auf Einladung von Stadtrat Wenzel statt.
Die Tagesordnung umfasste die folgenden Punkte:
• ICE-Neubaustrecke
• Nordostumgehung
• Gemeinsame Verkehrsmanagementplanung Darmstadt/Darmstadt-Dieburg
• Ausblick Luftreinhaltung
• Weiterentwicklung Verkehrsentwicklungsplan
Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Landrat Jakoubek, Kreis Darmstadt-Dieburg
Die räumliche Zusammenlegung der Veterinärämter der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des
Landkreises Darmstadt-Dieburg an einem gemeinsamen Standort ist beabsichtigt. Derzeit ist das Amt für
Veterinärwesen und Verbraucherschutz der Stadt Darmstadt in der Darmstädter Innenstadt, Adelungstr.
30 a untergebracht. Die Hauptabteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises
Darmstadt-Dieburg hat ihren Sitz ebenfalls in Darmstadt. An diesem Standort – Haardtring 369 – besteht
die Möglichkeit, beide Verwaltungen in einem gemeinsamen Gebäude unterzubringen.
Durch diese Zusammenlegung werden Synergieeffekte erwartet, die beiden Partnern helfen können, den
Service weiter zu verbessern. Angefangen von kurzen Wegen bis hin zu abgestimmten Beratungen gibt
es zahlreiche Ansatzpunkte für gemeinsame Projekte.
Die Gremien der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden in Kürze über einen entsprechenden Umzug
befinden.
Klima- und Umweltschutz
Stadtrat Feuchtinger, Wissenschaftsstadt Darmstadt
Am 16.10.2008 diskutierten Teilnehmer aus den Kreisen Darmstadt-Dieburg und dem Odenwaldkreis
sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt über die Möglichkeiten zur Umsetzung des
Kooperationsvertrages vom 20.05.2008 und der hierzu ergangenen Gremienbeschlüsse zur
projektbezogenen Zusammenarbeit aus Sicht der jeweiligen Gebietskörperschaften.
Als potenzielle Arbeitsfelder werden diskutiert:
- BioRegio Holz
- Vermarktung Holzschnitzel
- Hearings und Informationsveranstaltungen
- Förderung von Photovoltaik-Anlagen (inkl. Bürgersolaranlagen)
- Internet und andere Medien (Luise 21)
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind verschiedene Biomasse-Heizanlagen (Pellet und Hackschnitzel)
bereits vom Da-Di-Werk realisiert bzw. sind in Planung. Gegenwärtig wird über eine Potenzialanalyse
(Straßenbegleitgrün, Landschaftspflegeholz aus Kompostierungsanlagen) nachgedacht.
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg werden seit Oktober 2007 per Beschluss des Kreisausschusses Dächer
der kreiseigenen Liegenschaften (z. B. Schuldächer) zur Nutzung für Solarstrom verpachtet. Sieben PV-
Anlagen von privaten Investoren aus der Region sind bereits realisiert, weitere in Planung. In einem Flyer
sind die wichtigsten Informationen für interessierte Investoren zusammengefasst.
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat im Wettbewerb Bioenergie-Regionen (www.bioenergie-regionen.de
)
die 1. Hürde geschafft. Mit 50 anderen Regionen erhielt er den Zuschlag von 3.000,- € zur Erstellung
eines detaillierten Konzeptes auf der Grundlage der eingebrachten Projektskizze. Die daraus erwählten 25
Gewinner-Regionen erhalten finanzielle Unterstützung von bis zu 400.000,- € zur Realisierung ihres
Konzeptes.
Im Odenwaldbereich hat ein relativ altes Bioenergie-Region-Konzept zur Gründung der RenErgo
(http://www.renergo.de/) und zu Prädikatsverleihungen wie Region-Bioenergie-Hessen oder BioRegio
Holz geführt. Aktuell ist eine Clusterbildung erneuerbarer Energien Odenwald erfolgt.
Internetplattformen in diesem Bereich sind teilweise vorhanden und könnten im Sinne der Kooperation
ausgebaut werden.
Auch im Odenwaldkreis sind einige Holzhackschnitzelanlagen installiert, es gibt das Bioenergiedorf Rai-
Breitenbach (http://www.bioenergiedorf-odenwald.de) und einen Grundsatzbeschluss zu
Solarenergieanlagen auf Schulen.
Ähnliches gibt es auch für Darmstadt, die erste Bürgersolaranlage wird im Oktober 2008 errichtet, weitere
Solaranlagen auch mit bürgerschaftlicher Beteiligung werden in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe
Photovoltaik (mit Einbindung der Heag-AG) gegenwärtig vorbereitet.
Die Gründung des NaturPur-Institutes Klimaschutz und Umweltschutz hat das Thema Klimaschutz positiv
vorangetrieben und Darmstadt ist Modellkommune Klimaschutz gemeinsam mit Eisenach und Rheinberg
(moderiert durch die Fachhochschule Erfurt).
Die Idee einer gemeinschaftlichen Website wird von allen drei Beteiligten als zielführend erwogen.
Die Partizipationsmöglichkeiten durch Ausdehnung der Nachhaltigkeitszeitung Luise 21 werden von den
beiden Kreisen geprüft.
Bezogen auf die Formulierung in den Darmstädter Beschlüssen werden allerdings Probleme hinsichtlich
der Umsetzung gesehen.
Eine Zusammenführung der Agenda21-Prozesse ist auf Grund der strukturbedingten Unterschiede
zwischen Stadt Darmstadt und den Kreisverwaltungen eher schwierig einzustufen.
Alle Teilnehmer verständigen sich darauf, die Beschlusslage sowie den Kooperationsvertrag dahingehend
zu interpretieren, dass alle drei Gebietskörperschaften projektbezogen zur Umsetzung von Maßnahmen
und Aktionsprogrammen kooperieren. Dies betrifft grundsätzlich alle Belange des Agenda21-Prozesses
(Ökologie, Ökonomie, Kultur und Soziales, Bürgerpartizipation), wobei auftragsgemäß der Schwerpunkt
vorerst auf Klima- und Umweltschutz gelegt wird.
Den Einstieg in eine entsprechende konzeptionelle und projektbezogene Zusammenarbeit soll ein Hearing
mit Best-Practise-Beispielen aus allen drei Regionen, mittlerweile ergänzt um den Landkreis Groß-Gerau,
liefern, damit insbesondere die Entscheidungsträger in den Gebietskörperschaften auf einen
gemeinsamen Kenntnisstand gebracht werden.
Ziel ist, in der Diskussion erste sehr konkrete Ansätze für weitergehende konzeptionelle und
projektbezogene Arbeiten mit Praxisbezug zu generieren.
Das Hearing wird am 9. Juli 2009 im Sitzungssaal der Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg stattfinden.
Lärmminderungsplanung
Die Vermittlung einer umfangreichen Wissensbasis „Umwelt/Luft/Lärm“ fand im Rahmen eines Workshops
am 18.2.2008 statt. Zur weiteren Bearbeitung der Themenfelder wurden ein Lenkungskreis
(Planungsebene) und ein Arbeitskreis (Fachebene) gebildet.
Die Ziele des Lenkungskreises sind: Informationsaustausch und Abstimmung.
Die Ziele des Arbeitskreises sind:
Prüfung von Maßnahmen zur Verringerung von verkehrsbedingten Lärm- und Luftschadstoffimmissionen.
Auswahl von Strategien und Maßnahmen, die in der eigenen Zuständigkeit der Beteiligten liegen und die
diese gemeinsam verfolgen möchten.
Die Themenschwerpunkte im Arbeitskreis sind derzeit:
Lärmminderungsplanung und
Mobilitätsmanagement an Schulen.
Sitzungen der Arbeitsgruppe haben am 26.9.2008 und am 15.4.2009 stattgefunden.
Biomassentechnologie
Landrat Schnur, Odenwaldkreis
Regionale Kooperationen des Odenwaldkreises im Bereich Erneuerbare Energien:
BIOREGIO Holz Odenwald-Bergstraße
Die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Odenwaldkreis und Bergstraße haben sich für den Projektzeitraum
2007 bis 2009 zur BIOREGIO Holz Odenwald-Bergstraße zusammengeschlossen.
Das Leuchtturmprojekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz
(HMULV) hat das Ziel, in ausgewählten Projektregionen systematisch die nachhaltige Nutzung von
Holzbrennstoffen voranzutreiben. Hierbei sollen vor allem die Wärmeversorgung von kreiseigenen
Liegenschaften auf Holzhackschnitzel- oder Pelletheizanlagen umgerüstet werden und neuen
Logistikketten für diese regenerativen Brennstoffe entstehen.
Durch diese Auszeichnung erhält die Region kostenlose Beratungsleistungen des Ministeriums und der
hessenENERGIE sowie ein erstes Zugriffsrecht auf die Fördertöpfe des Landes im Bereich der
Holzfeuerungsanlagen.
CLEO – Cluster Erneuerbare Energien Odenwald
Das Hessische Wirtschaftsministerium zeichnete das Cluster Erneuerbare Energien Odenwald (CLEO) im
1. Clusterwettbewerb des Landes Hessen aus. Das Cluster bringt regionale Firmen aus den Bereichen
Erneuerbare Energien, Nachwachsende Rohstoffe und Energie-Effizienz zusammen und organisiert den
Wissenstransfer, wirtschaftliche Synergieeffekte und eine gemeinsame Außendarstellung. Ziel ist es, die
Region Odenwald zur Kompetenzregion für zukunftsweisende Energie-Nutzung zu entwickeln.
Ab 2009 fördert das Ministerium ein professionelles Clustermanagement mit dem Ziel ein eigenständiges
und zukunftsfähiges Wirtschaftscluster zu etablieren. Das Cluster steht dabei allen interessierten Firmen
der genannten Branchen in der Region offen und wird u.a. über die Arbeitsgremien der BIOREGIO und
über die Kontakte des Wirtschaftsservice kommuniziert und koordiniert.
Bioenergie-Regionen
Der Wettbewerb des Bundesumweltministeriums zur Bioenergie-Region wurde in der Region mit zwei
Wettbewerbsbeiträgen begleitet:
Die Interessengemeinschaft Odenwald (IGO e.V.) bewarb sich mit der Region Odenwald in den
Abgrenzungen und auf Basis des Regionalen Entwicklungskonzeptes an der Ausschreibung. Leider
wurde diese thematisch breit aufgestellte Bewerbung nicht in die finale Wettbewerbsrunde aufgenommen.
Die Bewerbung der LEADER-Region Darmstadt-Dieburg erreichte mit ihrer Bewerbung die letzte
Ausscheidungsrunde und wird bei ihrem Konzept zur Hebung freier Rohstoffpotentiale bei der
energetischen Holznutzung durch die Partner der BIOREGIO unterstützt.
Hainhaus – Park für grüne Technologien
Die Entwicklung des Technologieparks auf dem Gelände des ehemaligen Munitionslagers Hainhaus wird
weiter vorangetrieben. Der entstehende Biomassehof für Holzbrennstoffe, die Möglichkeiten für
Forschung und Lehre sowie die Investitions- und Repräsentationsmöglichkeiten für Firmen aus den
Bereichen Erneuerbare Energien, Nachwachsende Rohstoffe und Energie-Effizienz werden mit der
BIOREGIO, dem CLEO und der Bioenergie-Region kommuniziert und koordiniert.
Ein Highlight des Technologieparks wird das Pyrolyse-Projekt in Kooperation mit der Aston
University/Birmingham. Hier wird durch eine innovative Verschaltung verschiedener Bio-Reaktoren am
Standort Hainhaus eine Anlage zur CO2-negative Verstromung aschereicher Biomasse errichtet und
wissenschaftlich begleitet.
Dieses Pilotprojekt wird die Region mit einem europäischen Netzwerk der energetischen Biomasse-
Forschung verbinden und die Entwicklung zur Kompetenzregion unterstützen. Zudem ergeben sich durch
die Anlage am Hainhaus und ihre Multiplizierbarkeit in der Region hervorragende Möglichkeiten für die
lokale Land- und Forstwirtschaft und die regionale Wertschöpfung durch dezentrale Energieversorgung
Die Arbeitsgruppe Klimaschutz der Kooperation der Landkreise Darmstadt-Dieburg, Odenwaldkreis
sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich sowohl am Mittwoch, 7. Januar 2009 in Darmstadt als
auch am 4. Februar 2009 im Landkreises Darmstadt-Dieburg getroffen, um Informationen auszutauschen
und gemeinsame Projekte vorzubereiten.
Voraussichtlich am 9. Juli 2009 findet in der Zeit von 15 bis 20 Uhr im Kreistagssitzungssaal des
Landkreis Darmstadt-Dieburg in Kranichstein eine Veranstaltung mit „Best Practice Projektvorstellungen“
zum Thema „Klimaschutz“ statt. Kurzreferate zu ausgewählten Klimaschutzthemen sowie ein
Klimaschutzmarktplatz im Foyer sind derzeit angedacht
.
Bündnis für Familien
Erster Kreisbeigeordneter Schellhaas, Kreis Darmstadt-Dieburg
Kurzbericht zum Kreisbündnis für Familie
für die Sitzung der Regionalen Kooperation am 05.02.2009
(Rahmen-) Daten
• Gründung im Oktober 2005 im Rahmen der ersten kreisweiten Familienmesse gegründet
• Konzept der wandelnden Familienmessen alle zwei Jahre (2005: Griesheim, 2007: Reinheim; 2009:
Pfungstadt; 2011: Groß-Umstadt)
• derzeit besteht das Kreisbündnis aus 38 Bündnispartnerinnen und Bündnispartnern aus Kommunen,
Vereinen, Verbänden, der Privatwirtschaft sowie Abteilungen der Kreisverwaltung
• es handelt sich um ein freiwilliges Netzwerk familienpolitischer Akteure
• neben dem Kreisbündnis gibt es im Landkreis Da rmstadt-Dieburg 7 Lokale Bündnisse vor Ort, von
denen 4 auch dem Kreisbündnis angehören
• seit 2008 Etablierung einer Geschäftsstelle in der Kreisverwaltung (HA Familie und Soziales)
• seit 2008 jährliche themat ische Schwerpunktsetzung („roter Faden“)
• in 2009 erstmals im Kreishaushalt etatisiert (2000,- €)
• seit 2008 erscheint alle 2 Monate ein interner Newsletter
• Homepage www.familienbuendnisdadi.de in System der Kreisverwaltung integriert
Ziele
• Balance von Familie und Arbeitswelt
• Stärkung der Fa milienkompetenz
• Bedarfsgerechte Betreuungsangebote
• Gesundheitsförderung für Familien
• Familienfreundlicher Lebensraum
Zielgruppen
• Kinder und Jugendliche
• Eltern
• Seniorinnen und Senioren
Aktuelles
• Themenschwerpunkt „Generation+++“ im Jahr 2009
- Lesung „Am Ende ein Anfang“ mit Barbara Bronnen am 06.02. in Griesheim
- Rockkonzert Ü50: „Die Rollators“, eine hessische Castingband mit Mitglieder zwischen 65 und 85
Jahren spielen in der Rehberghalle Roßdorf am 13.03.
• 3. Kreisweite Familienmesse am 05.04. in Pfungs tadt mit Bundesjustizministerin Zypries auch mit
Themenschwerpunkt „Generation+++“; knapp 30 Aussteller – Highlights: „Alterssimulatorenanzüge“;
Seniorensketchgruppe, Märchenstunde (Vorlesen von Senioren für Kinder)
Vorhaben
- noch offen ist eine Vernetzung in die Region! Vordringliche Aufgabe in 2008 war es zunächst, das
Kreisbündnis zu etablieren und ins Bewusstsein zu bringen (erst in 2008 wurde eine Geschäftsstelle
eingerichtet, vorher gab es lediglich eine Koordinationsstelle).
FrankfurtRheinMain GmbH
Oberbürgermeister Hoffmann, Wissenschaftsstadt Darmstadt
FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region ist die Standortmarketinggesellschaft der
Region FrankfurtRheinMain.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg sind Gesellschafter.
Die Gründung der FrankfurtRheinMain GmbH erfolgte aufgrund der Erkenntnis, dass sich die Region
FrankfurtRheinMain im immer stärker werdenden Wettbewerb um Ansiedlung international tätiger
Unternehmen offensiv international vermarkten muss. Seit Anfang 2008 stehen damit strategisch
gleichberechtigt das Binnenmarketing sowie die Internationalisierung der Wirtschaftsstrukturen in der
Region.
Aufgabe der Gesellschaft ist es, ausländische Unternehmen über Standortvorteile zu informieren, die
internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region zu fördern und die Wahrnehmung im Ausland zu stärken.
Mit Gründung der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region stellt sich der
Wirtschaftsstandort selbstbewusst dem internationalen Wettbewerb.
Die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region versorgt potenzielle Investoren mit
umfangreichen Standortinformationen sowie detaillierten Branchendaten, koordiniert
Standortauswahlprozesse in Zusammenarbeit mit lokalen Wirtschaftsförderungen und hilft Unternehmern
bei der Kontaktaufnahme mit den richtigen Ansprechpartnern.
Die Unterstützung lokaler Wirtschaftsförderungen bei der Ansiedlung von Institutionen und Unternehmen
gehört ebenfalls zum Aufgabenspektrum.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Horst Schneider und der Geschäftsführer Dr. Hartmut Schwesinger
zogen für das Geschäftsjahr 2008 eine positive Bilanz:
Die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region kann trotz eines wirtschaftlich
schwierigen 4. Quartals insgesamt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 zurückblicken. Bei
Delegationsreisen, Standortseminaren, Roadshows und auf Messen hat das Unternehmen den
Wirtschaftsstandort FrankfurtRheinMain international erfolgreich vertreten und positioniert. Positives
Ergebnis: Mit 223 Unternehmen wurden intensive Ansiedlungsgespräche geführt. Damit konnte die
FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region ihr Vorjahresergebnis erneut übertreffen.
2007 führten die Projektleiter der Standortmarketinggesellschaft 159 Ansiedlungsgespräche. Die
FrankfurtRheinMain GmbH begleitete im vergangenen Jahr zudem die Ansiedlung von 29 Unternehmen in
der Region.
„Trotz der wirtschaftlichen Krise geht das Wirtschaftsleben in FrankfurtRheinMain weiter. Nicht alle
Branchen und Firmen sind gleichermaßen betroffen. Erfreulich ist, dass die Mehrheit der
Wirtschaftsexperten für Deutschland aufgrund einer vielfältigen Wirtschafts- und der hervorragenden
Infrastruktur große Chancen sieht, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Und für FrankfurtRheinMain
gelten diese Stärken in besonderer Weise. Die Region ist somit bestens für die Zukunft gewappnet“, so
Oberbürgermeister Horst Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender der FrankfurtRheinMain GmbH
International Marketing of the Region.
Dr. Hartmut Schwesinger, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the
Region, ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir dazu beitragen konnten, die Region international noch stärker
zu positionieren. Die Zahl der geführten Ansiedlungsgespräche belegt eindrucksvoll, wie attraktiv der
Wirtschaftsstandort FrankfurtRheinMain trotz aller Schwierigkeiten der Weltwirtschaft für ausländische
Investoren ist.“
Ausbildung und Beruf
Erster Kreisbeigeordneter Will, Kreis Groß-Gerau
Bericht zu den regionsweiten Aktivitäten im Bereich Übergang Schule und Beruf
Im Bereich der ehemaligen Region Starkenburg sind nach Beendigung des offiziellen
Kooperationsvertrages die interdisziplinären Aktivitäten im Bereich Übergang Schule und Beruf weiter
geführt worden. Allerdings ist nicht in allen Landkreisen hierfür eine für alle Zielgruppen zuständige
Ansprechperson vorhanden. Der Fokus SGB II ist lediglich ein ganz kleiner Ausschnitt der Thematik. Der
weitaus größte Teil junger Menschen, die Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf
haben, sind nicht Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft/ALG II Empfänger. Die Agentur für Arbeit berät
zwar die Jugendlichen, sie koordiniert/moderiert aber nicht die zahlreichen Akteure im Übergangssystem.
Diese Aufgabe wird in der Regel nur von Trägern oder Dritten akzeptiert, wenn die kommunale Seite sie
übernimmt.
Wir haben es zurzeit weniger mit einem Mangel an Angeboten im Übergangssystem zu tun, als mit einem
relativ unkoordinierten Nebeneinander unterschiedlichster Angebote und Aktivitäten. Für benachteiligte
Zielgruppen gibt es zurzeit eher ein Überangebot, während z.B Zielgruppen wie „schlechte Realschüler“
von den Angeboten des Übergangssystems nicht im nötigen Umfang profitieren können.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass in den vergangenen zwei Jahren ein drastisches
Missverhältnis zwischen Programmaktivitäten auf der Bundesebene, sinkendem Personaleinsatz in der
Region und überforderten Schulen auf der anderen Seite anzutreffen ist.
Insofern mussten die Anstrengungen für den bereits seit langem angestrebten und immer noch
hochgradig sinnvollen Aufbau einer regionalen integrierten Ausbildungsstatistik aufgeschoben werden.
Die Fachebene steht in Kommunikation mit dem federführenden Ministerium.
Im Rahmen des Hessischen Ausbildungspaktes wurde über eine flächendeckende Erfassung des
Standes der Koordinations-Systeme im Übergang Schule Beruf die Optimierung lokaler
Vermittlungsaktivitäten (OloV) durch das Land ins Leben gerufen. Jedoch bestanden solche Strukturen
bereits mit den Fachstellen Jugendberufshilfe. Entsprechend unterschiedlich waren die Reaktionen der
Gebietskörperschaften. Ein Teil hat die Initiative aufgegriffen und die bereits bestehenden Aktivitäten mit
unter das OloV-Dach eingebracht, andere zeigten sich distanziert. Zumal keine Personalkosten für die
Koordination zur Verfügung stehen, sondern nur Mittel für den Zweck des Netzwerkaufbaus/der Pflege
sowie Lehrerstunden für SEK I Schulen (bis zu 35.000.- € ). Diese Form der Wertschätzung der
innerschulischen Arbeit hat sich jedoch positiv auf die Bereitschaft der Schulen ausgewirkt, an
übergeordneten Fragestellungen mitzuarbeiten.
Für 2009 ergeben sich hieraus folgende Aufgabenstellungen:
Einstieg in die Diskussion der regionalen Ausbildungsmarktstatistik erst wenn das Land hierfür ein Signal
gibt; das Wirtschaftsministerium ist informiert, dass es in der Region ein starkes Anliegen gibt, möglichst
zeitnah über solide Informationen für Politik und Fachebene zu verfügen.
Die schon seit Jahren bestehende AG Jugendberufshilfe Starkenburg sieht es als ihre Aufgabe an, die
unterschiedlichen Stränge im Bereich Übergang Schule und Beruf transparent zu machen; hierfür wurde
bereits mit der völligen Überarbeitung der bestehenden Internetseite www.bo-starkenburg.de
begonnen;
diese Arbeit wird 2009 fortgesetzt; Mittel für einen Relaunch und die Ausweitung wurden über OloV durch
den Kreis Groß-Gerau beantragt und kommen der Gesamtseite und somit der Region zugute.
Das zentrale Anliegen der AG Jugendberufshilfe Starkenburg, gelungene Methoden, Verfahren und
Ansätze im Übergang von der Schule in den Beruf für die gesamte Region zugänglich zu machen wird
auch 2009 weiter verfolgt.
Soziales
Stadtrat Partsch, Wissenschaftsstadt Darmstadt
(siehe Tabelle im Anhang)
Dezernat V
Sozial- und Jugendhilfeplanung Darmstadt, 25.05.09
ME Nst. 2168
Fax 13 – 2309
markus.emanuel@darmstadt.de
Regionale Kooperation
Amt Titel des Gremiums /
Projektes
Arbeitsfeld (z.B.
Jugendarbeit)
Einmalig /
Regelmäßig
Teilnehmende LK
LK DA DI
LK ODW
LK GG
Anmerkungen
Amt für
Wohnungswesen AK Wohngeld Wohngeld Sporadisch DA DI
GG Erfahrungsaustausch
Amt für Soziales und
Prävention
Ausgleichswesen
Öffentlich-rechltiche
Vereinbarung
5.12.06/15.0307
Übernahme
Lastenausgleich
Seit 3.8.07
(Verkündung
Rechtsverordnung)
LK ODW
Nach
Aufgabenerledigung in
voraussichtl. 2010
Kooperation beendet
Amt für Soziales und
Prävention
Sucht- und Drogenhilfe
Gemeinsame Verträge
Cafe Scentral
Notschlafstätten
Substitutionsambulanz
hier in Kooperation mit
dem ZSP Heppenheim
(Kreis Bergstraße)
.
Dauerhaft durch
Vertrag LK DA-Di
Im Bereich Sucht- und
Drogenhilfe und
Suchtprävention gibt
es darüber hinaus
auch Projekte mit
Freien Trägern der
Suchthilfe in
umliegenden Kreisen
Amt für Soziales und
Prävention
Förderverein
Prävention
Gemeinsame Satzung Unterstützung von
Präventionsprojekten dauerhaft LK Da-Di und
Polizeipräsident
Kooperation darüber
hinaus mit
Vertreter/innen der
freien Wirtschaft
Amt für Soziales und
Prävention
Fachdienst für
besondere Soziale
Angelegenheiten
Kooperation im
Bereich Asyl und
Obdachlosigkeit
Asyl
Obdachlosenhilfe
SGBXII
Obdachlosigkeit
Regelmäßig LK DA DI keine
Amt für Soziales und
Prävention
Beratungs- und
Servicezentrum für
Ältere und Menschen
mit Behinderungen
Bündnis für Menschen
mit Behinderung Inklusionsstrategien Regelmäßig LK DA-DI keine
Amt für Soziales und
Prävention
Beratungs- und
Servicezentrum für
Ältere und Menschen
mit Behinderungen
Seniorenstudien-
programm Ältere regelmäßig LK DA-DI keine
Amt für Soziales und
Prävention
Beratungs- und
Servicezentrum für
Ältere und Menschen
mit Behinderungen
Seniorencard
gemeinsame
Vereinbarung
Ältere nach Bedarf LK DA-DI keine
Amt für Soziales und
Prävention
Beratungs- und
Servicezentrum für
Ältere und Menschen
mit Behinderungen
Urlaub von der Pflege Angehörige von
Pflegebedürftigen nach Bedarf LK DA-DI keine
Amt für Soziales und
Prävention
Betreuungsstelle
Treffen der
südhessischen
Betreuungsstellen
Betreuungswesen 3-4 mal/Jahr LK DA-DI, GG, HP,
ODW keine
Interkulturelles Büro Projekt
„Integration durch
Bildung“
Bildungsarbeit mit
Migranten-
Communities
Seit 2007 ein Mal im
Jahr
LK GG
Interkulturelles Büro Projekt
„Integration braucht
Partnerschaft“
Integrations-
begleitung regelmäßig seit 2007
bis Ende 2009
LK DA-DI
LK ODW
LK GG
Zusätzlich:
LK Bergstraße
LK Offenbach
Interkulturelles Büro Fachtagung
„Migration“
Integrationsarbeit
Jährlich seit 2008
LK DA-DI
Interkulturelles Büro Ak “Migration und
Sozialarbeit“
Vernetzung d.
Integrationsarbeit regelmäßig
LK DA-DI
Interkulturelles Büro Ak “Migration und
Gesundheit“
Vernetzung d.
Integrationsarbeit regelmäßig
LK DA-DI
Interkulturelles Büro AK der hessischen
Integrationsbeauftragt
en
Vernetzung,
Austausch über
kommunale
Integrationsarbeit
Regelmäßig (zwei Mal
im Jahr)
Alle hessischen LK
Interkulturelles Büro
Landestreffen der
Hessischen Lokalen
Aktionspläne Jugend
für Vielfalt
Vernetzung,
Austausch über
kommunale LAPs
(Antirassismusarbeit) regelmäßig
LK Vogelsberg
LK Limburg Weilburg
Jugendamt
Kinder- und
Jugendförderung
AK Jugendarbeit,
Jugendbildung und
Jugendsozialarbeit im
Hessischen
Landkreistag und im
Hessischen Städtetag
Jugendarbeit,
Jugendbildung,
Jugendsozialarbeit
regelmäßig alle erwähnten
Jugendamt
Kinder- und
Jugendförderung
Regionaltreffen Region
Starkenburg
Jugendarbeit
Jugendberufshilfe
Jugendbildung
regelmäßig alle erwähnten
Jugendamt
Kinder- und
Jugendförderung
AGJ der
Wissenschaftsstadt
Darmstadt/Landkreis
Darmstadt-Dieburg
Jungenarbeit regelmäßig LA DA DI
Jugendamt
Kinder- und
Jugendförderung
LAG Kinder- und
Jugendbeteiligung
Hessen
Jugendbildung regelmäßig alle erwähnten
Jugendamt
Kinder- und
Jugendförderung
Erfahrungsaustausch
OloV Hessen Jugendberufshilfe regelmäßig alle erwähnten
Jugendamt
Kinder- und
Jugendförderung
Berufsbildungsnetzwe
rk
Südhessen
Jugendberufshilfe regelmäßig alle erwähnten
Jugendamt
Vormundschaften /
Beistandschaften
Regionaler
Arbeitskreis der
Beistände und
Vormünder
Vormundschaften und
Beistandschaften ca. 2 x im Jahr
LK ODW
LK Bergstrasse
LK DA DI
LK GG
LK OF
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Stadt Rüsselsheim
Jugendamt
Jugendgerichtshilfe
Arbeitsgemeinschaft
Südhessischer
Jugendgerichtshilfen
Jugendgerichtshilfe ca. 4 bis 5 Treffen
jährlich
LK DA DI
LK ODW
LKGG
Jugendamt
Jugendgerichtshilfe Seminar „Jugend und
Gewalt“ Jugendgerichtshilfe
zur Zeit 5
Seminartermine
jährlich; Durchführung
erfolgt abwechselnd
durch die JGH
Darmstadt bzw. die
beteiligten Landkreise
LK DA DI
LK ODW
LKGG
Massnahme ist
fremdvergeben an den
Verein für Kinder- und
Jugendarbeit
Frankfurt am Main e.
V.
Jugendamt
Jugendgerichtshilfe
Training „Soziale
Kompetenz für
Mädchen“
Jugendgerichtshilfe
zur Zeit 2 bis 3
Seminartermine
jährlich; federführend
bezüglich der
Durchführung ist der
LA DA DI
LA DA DI
LK GG
Massnahme ist
fremdvergeben an den
Verein „VAUST“ aus
Wiesbaden
Jugendamt
Jugendgerichtshilfe
Landesarbeitsge-
meinschaft „Täter-
Opfer-Ausgleich“
Hessen
Jugendgerichtshilfe 2 Treffen pro Jahr
u. a.
LK GG
Jugendamt
Städtischer
Sozialdienst
Wird nachgeliefert
Jugendamt
Wirtschaftliche
Jugendhilfe
Wird nachgeliefert
Frauenbüro AK Frauenbeauftragte
der Region
Starkenburg
Zielbereich
Frauenförderung:
im Fokus
Erwerbsarbeit
keine
Stadt DA
LK DA DI
LK ODW
LK GG
Dieser AK hat sich
nach Auflösung der
Region Starkenburg
ebenfalls aufgelöst.
Seit dem finden
projektbezogene
Kooperationen in
unterschiedlicher
Zusammensetzung
statt.
Frauenbüro Netzwerk
Gewaltschutz
Zielbereich
Gewaltschutz:
Prävention und Schutz
vor häuslicher und
sexualisierter Gewalt
regelmäßig
Stadt DA
LK DA DI
und Träger
Geschäftsführung:
Frauenbüro der Stadt
und Abteilung für
Chancengleichheit des
LK DA DI
Frauenbüro AK Existenzsicherung
Zielbereich
Erwerbsarbeit:
Erwerbsarbeit und
Existenzsicherung von
Frauen
regelmäßig
Stadt DA
LK DA DI
und Träger
2009/0225
1444 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 15.06.2009 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2009/0225 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Regionale Kooperation zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Odenwaldkreis Vorlage vom: 3. 6.2009 Beschlussvorschlag: Der Magistrat nimmt den Sachstandsbericht der Regionalen Kooperation zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Odenwaldkreis zur Kenntnis. Anlagen: Regionale Kooperation - Sachstandsbericht Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung: Der Sachstandsbericht der Regionalen Kooperation zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Odenwaldkreis wird dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnisnahme vorgelegt. Darmstadt, den 3. Juni 2009 Walter Hoffmann Oberbürgermeister
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Haardtring 369
- Adelungstraße 30a
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2009/0225
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 03.06.2009
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00