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3466/2025

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Gleichstellungsausschusses vom 26.05.2025 betreffend "Geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung und Datenlage

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 15.12.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 02.02.2026

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

6845 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
Vorlagen-Nummer          15.12.2025 
 3466/2025 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 15.12.2025 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des 
Gleichstellungsausschusses vom 26.05.2025 (AN/0696/2025) betreffend 
"Geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung und Datenlage" 
  
Mit Anfrage AN/0696/2025 stellt SPD-Fraktion die nachfolgenden Fragen: 
 
1. Welche Gesundheitsdaten erhebt oder nutzt die Stadt Köln geschlechtsspezifisch, insbe-
sondere in den Bereichen Häufigkeit von Krankheiten, Inanspruchnahme medizinischer 
Leistungen, psychische Gesundheit, Pflege und Prävention? 
2. Wie werden geschlechtsspezifische Aspekte in der kommunalen Gesundheitsberichterstat-
tung berücksichtigt, z. B. bei der Analyse von Versorgungslagen oder der Entwicklung ge-
sundheitsfördernder Maßnahmen? 
3. Welche Maßnahmen oder Fortbildungen bietet oder unterstützt die Stadt Köln, um medizi-
nisches und soziales Fachpersonal sowie Verwaltung für geschlechtersensible Gesund-
heitsthemen zu sensibilisieren? 
4. Welche Strategien verfolgt die Stadt Köln, um bestehende geschlechtsbedingte Ungleich-
heiten in der gesundheitlichen Versorgung zu identifizieren und abzubauen? 
5. Arbeitet die Verwaltung weiterhin daran, Endometriose als Krankheit bekannter zu machen, 
und wenn ja, wie?  
 
Die Verwaltung antwortet wie folgt: 
 
Zu 1 
 
Das Gesundheitsamt der Stadt Köln erhebt jährlich geschlechterspezifische Angebots- und Nut-
zungsdaten im Rahmen der Kita Zahngesundheitsprophylaxe, der Schuleingangsuntersuchung 
(SEU), der Kölner Drogenkonsumräume, des Beratungs- und Orientierungsangebots für junge 
Erwachsene (B.O.J.E.), des Sozialpsychiatrischen Dienstes, des Mobilen Medizinischen Diens-
tes (MMD) und der ps ychosozialen Beratungsangebote (Kontext sexueller und reproduktiver 
Gesundheit). Weitere geschlechterspezifische Daten werden im Rahmen der Beratung von In-
fektionserkrankungen, niederschwelliger medizinischer Versorgungsangebote, der amtsärztli-
chen Versorgung/Überprüfung und der medizinischen Krisenprävention erhoben. 
 
Zu 2 
 
In der Gesundheitsberichterstattung werden geschlechtsspezifische Unterschiede grundsätz-
lich für jeden Indikator überprüft und falls vorhanden auch kommuniziert. Falls entsprechende 
Daten verfügbar sind, werden alle relevanten Unterschiede besonders hervorgehoben, um ge-
gebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

2 
 
Für eine Neu- oder Weiterentwicklung von Angeboten werden neben eigenen Daten auch Er-
kenntnisse aus externen Datenquellen/ Studienerkenntnissen genutzt (z.B. Krankenkassenda-
ten, Robert-Koch-Institut, Landes- und Bundesberichte). 
 
Zu 3 
 
Es gibt keine direkten Angebote in der zentralen Personalentwicklung. Anbei finden Sie wei-
tere Ergebnisse aus anderen Ämtern (es gibt nämlich teilweise eine amtsinterne Personalent-
wicklung): 
 Im Amt für Kinder, Jugend und Familie wurde bis zuletzt 2023 die Fortbildung „Gender-
fragen in der Sozialen Arbeit und Pädagogik“ angeboten. Diese war allerdings gering 
nachgefragt und wurde daher wegen zu geringen Bedarfs eingestellt. 
 Nachfolgend eine Übersicht der Maßnahmen aus dem Amt für Integration und Vielfalt 
zu dem Themenspektrum: 
o Die Abteilung Vielfalt förderte im Rahmen des LSBTI Förderprogramms fol-
gende Veranstaltung für Fachpersonal aus dem Bereich Gynäkologie am 
10.10.2025: „Geschlechtliche Vielfalt in der gynäkologischen Praxis: trans* und 
nicht-binäre Personen sensibel und informiert begleiten 
o Förderung einer Veranstaltung in 2023:  Regenbogenfamilien zwischen Kinder-
wunsch und Wochenbett 
o Zudem haben am 21.03.2024 und am 25.04.2024 Schulungen zu dem Thema 
„Queeres Leben findet Stadt Sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der städ-
tischen Verwaltung kompetent begegnen“ von/mit 161 und 536 stattgefunden. 
 
Die Stadt Köln stellt den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung in Kooperation mit Laura Fröhlich 
(https://www.froehlichimtext.de/) eine Mental Load Broschüre zur Verfügung. Diese klärt dar-
über auf, was Mental Load ist und gibt praktische Tipps, wie Mental Load im Alltag besser be-
wältigt werden kann. Darüber hinaus enthält die Broschüre einen Mental Load-Test zum Aus-
füllen und verweist auf verschiedene Kontaktstellen innerhalb der Stadtverwaltung, die zusätz-
liche Unterstützung anbieten. Ergänzend werden zum Thema Mental Load verschiedene Ver-
anstaltungen angeboten. Hier werden auch unterschiedliche Schwerpunkte berücksichtigt 
zum Beispiel Mental Load für Alleinerziehende. Im Intranet stehen die Aufzeichnungen ver-
gangener Veranstaltungen zur Verfügung.    
 
Link zur Intranetseite #mentalload: https://intranet.verwaltung.stadtkoeln.de/intranet/news/the-
men/personal/sozia-
les/2024/05/27/12019/news.html?rate=3d568b9f472d3ce4276c06046833289c  
Broschüre: https://intranet.verwaltung.stadtkoeln.de/imperia/md/content/aemteronline/03/men-
tal_load_l_webdatei.pdf“ 
 
Zu 4 
 
Ärzt*innen des Gesundheitsamts der Stadt Köln sind an die Berufsordnung für die nordrheini-
schen Ärztinnen und Ärzte gebunden (vgl. https://www.aekno.de/aerzte/berufsordnung). Das 
Genfer Gelöbnis als Teil der Berufsordnung ist eine weitere Selbstverpflichtung, welche bei der 
Weiterbildung von Ärzt*innen im Gesundheitsamt strikt eingehalten wird (vgl. https://www.bun-
desaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Themen/Internationales/Bundesaerzte-
kammer_Deklaration_von_Genf_04.pdf). 
Zudem entwickelt die Stadt Köln regelmäßig Aktionspläne, welche von den verschiedenen Äm-
tern unterstützt werden. In den jeweiligen Aktionsplänen, werden gezielt Maßnahmen gefördert 
und umgesetzt, welche zur Herstellung gesundheitlicher Ch ancengleichheit notwendig sind 
(vgl. https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf-dezernat1/gleichstellung/drit-
ter_gleichstellungsaktionsplan.pdf). 
Abschließend richtet sich das Gesundheitsamt im Handlungsfeld Gesundheit nach dem Mas-
terplan des Dezernats V zum strategischen Management (0190/2021). Der Masterplan bezieht 
alle Geschlechter in gleicher Weise mit ein, wobei in den Zielen „(G3) psychische Gesundheit

3 
 
und Wohlergehen sind gefördert“ und „(G4) Prävention und Behandlung des Suchtmittelmiss-
brauchs sind gefördert“, besondere Schwerpunkte auf geschlechtsspezifische Besonderheiten 
gesetzt werden. 
 
Zu 5 
 
Der von der SPD-Fraktion nach § 3 gestellte Antrag betreffend „Endometriose als Krankheit 
bekannter machen“ (siehe AN/0099/2023) wurde in der Sitzung GFM/0018/2023 am 06.02.23 
endgültig abgelehnt. Unabhängig davon wird im Rahmen der Multiplikator*Innen-Schulungen, 
die 536 im Arbeitsbereich Sexualpädagogik/Youthwork anbietet, auch das Thema Endometri-
ose bereits thematisiert. 
 
 
 
gez. BG Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

02.02.2026 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3466/2025
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
15.12.2025
Erstellt
04.12.2025 10:10