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3328/2019

Verlängerung Auszugsmanagement

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 17.10.2019

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 07.11.2019, TOP 10.16

Beschlussvorlage Rat

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Anlage 2 - Pilotprojekt Auszugsmangement und Ehrenamt

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Anlage 1 - Infoblatt Sprechenstunden der Träger für Ehrenamtliche

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Beschlussvorlage Rat

13819 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/562 
 
Vorlagen-Nummer 
 3328/2019 
Freigabedatum 
 17.10.2019 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Verlängerung Auszugsmanagement 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat beschließt auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 14.11.2011 (Vorlage 1891/2011 Maßnah-
menübersicht), 12.05.2015 (Vorlage 0925/2015 vorzeitige Verlängerung und Erweiterung), 
28.06.2016 (Vorlage 1450/2016 Erweiterung) und 14.11.2017 (Vorlage 2338/2017 Entfristung von 
drei Vollzeitstellen - eine pro Träger - und Befristungsverlängerung von vier Vollzeitstellen bis 
31.12.2019), vorbehaltlich der Finanzierung aus dem Haushaltsplan 2020/2021 
 
1. die Verlängerung der Finanzierung von vier bei Trägern bis zum 31.12.2019 befristeten Stellen für 
zwei weitere Jahre bis zum 31.12.2021. 
 
2. Zur Finanzierung der konsumtiven Aufwendungen in Höhe von 292.000 € im Haushaltsjahr 2020 
und in Höhe von 292.000 € im Haushaltsjahr 2021 sind im Planentwurf für den Doppelhaushalt 
2020/2021 im Teilplan 1004, Bereitstellung und Bewirtschaftung von Wohnraum, in Teilplanzeile 
13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, entsprechende Aufwendungen veranschlagt. 
 
Zur Finanzierung des Gesamtvolumens des Projekts in Höhe von 511.000 € p. a., das insgesamt 
sieben Stellen umfasst, stehen vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung Mittel in aus-
reichender Höhe in den Haushaltsjahren 2020 und 2021 im Doppelhaushalt 2020/2021 im Teil-
plan 1004, Bereitstellung und Bewirtschaftung von Wohnraum, in Teilplanzeile 13, Aufwendungen 
für Sach- und Dienstleistungen, zur Verfügung.  
 
 
 
 
Ausschuss Soziales und Senioren 31.10.2019 
Finanzausschuss 04.11.2019 
Rat 07.11.2019

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.    292.000 € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung 
Mit Ratsbeschluss vom 14.11.2017 ist das Auszugsmanagement als unbefristete Aufgabe eingerich-
tet worden. Mit der Durchführung beauftragt sind der Caritasverband, das Deutsches Rotes Kreuz 
und der Kölner Flüchtlingsrat. Die Finanzierung von drei unbefristeten Vollzeitstellen (je Träger eine) 
ist gesichert. Weitere vier Stellen sind auf zwei Jahre befristet bis 31.12.2019. 
Eine Vielzahl der zum Stand 30.06.2019 (Stichtag korrespondiert mit dem Auswertungsdatum des 
Controllings zum Auszugsmanagement) von der Stadt Köln untergebrachten 7.669 Geflüchteten wird 
längerfristig in Köln Schutz finden. Die langfristige Integration der geflüchteten Menschen startet häu-
fig mit einer eigenen regulären Wohnung und stellt damit eine Grundvoraussetzung für die nächsten 
erfolgreichen Integrationsschritte dar. Die damit verbundene Notwendigkeit, neue Wohnraumressour-
cen zu akquirieren, macht es weiterhin erforderlich, ein angemessenes Betreuungsangebot für die 
unterzubringenden Menschen sowie für die unterstützenden Organisationen sicherzustellen und ste-
tig zu verbessern. Die Betreuung (Versorgung) dieser Geflüchteten als Pflichtaufgabe nach § 4 
Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) stellt die Stadtverwaltung vor eine langfristige und dauerhafte 
Herausforderung. Die Priorität muss nach wie vor darauf gelegt werden, die hier lebenden Menschen 
in eigenen Wohnraum zu vermitteln, um so kostenintensive oder nicht mehr zeitgemäße Objekte au-
ßer Betrieb setzen zu können.  
Das Auszugsmanagement trägt hierzu maßgeblich bei und zeichnet sich durch erfolgreiche Unter-
stützung insbesondere für die Geflüchteten und für die Stadtverwaltung bei der Bewältigung der ihr 
obliegenden Pflichtaufgaben im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung nach dem FlüAG aus. 
 
 
Aufgaben des Auszugsmanagements 
Die Hauptaufgabe des Auszugsmanagements ist die Unterstützung und Begleitung der Geflüchteten 
bei Bezug einer Privatwohnung.  
Hierzu gehören das Erstberatungsgespräch, die Unterstützung bei der Wohnungsfindung, die Beglei-

3 
tung zu Besichtigungsterminen und die Regelung der notwendigen Anträge bei den Ämtern.  
Weitere Aufgaben sind die Nachbetreuung insbesondere in Problemsituationen, das Angebot von 
Informationsveranstaltungen in den Unterbringungseinrichtungen und aktuell eine intensivere Zu-
sammenarbeit mit ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern.  
Die Installierung der städtischen Koordinationsstelle im Jahr 2015 hat sich für die Zusammen-arbeit 
zwischen städtischen Dienststellen und Trägern als förderlich erwiesen. Die intensive Zusammenar-
beit wird über die städtische Koordinationsstelle gesteuert. Sie zeichnet sich auch verantwortlich für 
die Initiierung von Öffentlichkeitsarbeit, so dass ein Zusetzen von Arbeitskraft bei den Trägern in die-
sem Bereich nicht erforderlich ist.  
Die Unterstützung des Klientels zur eigenständigen Wohnungssuche sowie das Organisieren von 
Gruppenveranstaltungen in den städtischen Objekten sind ebenfalls Bestandteil der Leistungsverein-
barung. Zusätzlich unterstützen hier die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des Amtes für Woh-
nungswesen. Für Bewohnerinnen und Bewohner stehen diese als direkte Ansprechpartner zur Verfü-
gung.  
Im Jahr 2018 standen neben der Wohnungsakquise die Planung, Organisation und Durchführung von 
Workshops für Geflüchtete im Vordergrund. Hier wird der Fokus auf die Vermittlung von Kompeten-
zen gelegt: unabhängig kultureller Hintergründe, Alter, Geschlecht und Sprachkenntnissen wird den 
Geflüchteten erläutert, welche Wege bei der Wohnungssuche zu beachten sind. Die Veranstaltungen 
zielen darauf ab, zur eigenständigen Suche auf dem Wohnungsmarkt zu motivieren und zu befähigen 
- besonders unter dem Gesichtspunkt, dass es in Köln ein langwieriger Prozess ist, Wohnraum in 
Anlehnung an den Mietrichtwert zu finden. Die Workshops werden zum Teil in den städtischen Unter-
bringungseinrichtungen mit vorhandenen Gemeinschaftsräumen oder in umliegenden Bildungszen-
tren durchgeführt. 
In der Vergangenheit haben sich die in Köln ehrenamtlich tätigen Akteurinnen und Akteure oftmals 
mehr fachliche und personelle Unterstützung gewünscht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die ehren-
amtlich Engagierten eine große Hilfe für die von ihnen betreuten Geflüchteten sind. Ehrenamtlich täti-
ge Menschen sind in ihren Stadtteilen sehr gut vernetzt und helfen den Geflüchteten u.a. dabei, Zu-
gang zum Kölner Wohnungsmarkt zu bekommen.  
Daher wird das Auszugsmanagement ausgedehnt um die Komponente einer erweiterten Unterstüt-
zung der ehrenamtlichen Arbeit. Insbesondere stehen die Träger den sogenannten Tandems (Ge-
flüchtete in ehrenamtlicher Begleitung) bei der Erledigung der Formalitäten zur Seite, wenn eine 
Wohnungsvermittlung in Aussicht steht. 
Die Träger bieten neben offenen Sprechstunden und Beratungsgesprächen für Geflüchtete in Tan-
dem mit ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern in regelmäßigen Abständen Workshops 
zu verschiedenen Themen an, die sich rund um die Wohnungssuche drehen.  
Mit dem neu erarbeiteten Konzept bringt die Stadt Köln gemeinsam mit den Trägern ihre Wertschät-
zung für den Beitrag der ehrenamtlichen Arbeit zum Ausdruck. 
 
 
Aufbau Controlling 2018 
Mit dem Jahr 2018 wurde durch die städtische Koordinierungsstelle ein Controlling implementiert. Ziel 
dieses Controllings ist, für das Auszugsmanagement sinnvolle und aussagefähige Kennzahlen zu 
entwickeln, um langfristig Aussagen über die Wirkungsweise des Auszugsmanagements tätigen zu 
können. 
Zunächst wurde dazu die Einzelfallaufzeichnung der Träger herangezogen und die Fallzahlstatistik 
überarbeitet. Zeitgleich mit der Auswertung erfolgt nun ein Datenabgleich zwischen den Trägern und 
der städtischen Koordinierungsstelle, um die Datenqualität zu steigern und Inkonsistenzen zu vermei-
den. Diese Auswertung ist inzwischen etabliert und wird laufend fortgeschrieben:  
 
Fallzahlen: 
Jahr Personenanzahl Anzahl Wohnungen 
2018 426 144 
2019 (bis 30.06.) 164 53

4 
 
Erweiterung Controlling 2019 
 
Der Auswertungskatalog wurde für 2019 erweitert und neue Kategorien hinzugefügt, so dass weitere 
interessante Kennzahlen entwickelt werden konnten wie zum Beispiel  
 Herkunft der Wohnungsangebote, 
 differenzierte Angaben zu wahrgenommenen Terminen und 
 noch in Beratung befindliche Fälle etc. 
Wurde in einem ersten Schritt in 2018 auf allgemeine Fallzahlen abgestellt, so ist nun das gesamte 
Tätigkeitsspektrum der Auszugsmanagerinnen und Auszugsmanager in den Fokus genommen wor-
den. Zum Stichtag 30.06.2019 liegen folgende Zahlen vor: 
 
Workshops für Geflüchtete zum Thema „Wohnungssuche“ 
durchgeführte Veranstaltungen        17 
Teilnehmer         159 
 
Erstberatung zum Auszugsmanagement 
persönliche Gespräche       195 
 
Gespräche und Begleitung zu Terminen durch die Auszugsmanager 
Beratungsgespräche     2.379 
Begleitung bei Behördengängen      162 
Begleitung bei Wohnungsbesichtigungen       99 
 
53mal folgten auf die 99 Wohnungsbesichtigungen eine erfolgreiche Vermittlungen und der Abschluss 
eines Mietvertrages, das ergibt eine Erfolgsquote von rund 54%. 
 
Herkunft der Wohnungsangebote (erfolgreiche Vermittlung) 
 
Herkunft  
Wohnungsangebot 
Anzahl Prozent 
GAG 24 45% 
Privat 21 40% 
Andere 8 15% 
 
 
 
 
 
Mit einem Anteil von 45% an den erfolgreichen Vermittlungen zeigt sich, dass die GAG wichtigster 
Partner in der Zusammenarbeit mit dem Auszugsmanagement ist. 
 
Nachbetreuung 
Tätigwerden nach erfolgreicher Vermittlung     284 
 
Außerdem haben zur Kooperationsförderung die Mitarbeitenden des Auszugsmanagements an zahl-
reichen Netzwerktreffen teilgenommen. Die Vernetzung u.a. mit Willkommensinitiativen, mit Vertre-
tern von Arbeitskreisen (z.B. AK Politik, AK Asyl) oder der UAG Wohnen sowie mit dem Interkulturel-
len Dienst ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. 
 
 
Ausblick Controlling 
Nächster Schritt ist, die oben genannte Erweiterung der Kennzahlen auf ihre Aussagekraft hin zu veri-
fizieren und dauerhaft zu etablieren. Dabei gewonnene Erkenntnisse fließen in diesen Prozess ein 
und bewirken eine Weiterentwicklung des Controllings. 
Eine jahresbezogene Darstellung mit Erläuterung von Hintergründen und Zusammenhängen erfolgt

5 
im Jahresbericht zur Situation Geflüchteter in Köln, der jeweils im Frühjahr erscheint. 
 
 
Wirtschaftlichkeit des Projektes  
Die Wirtschaftlichkeit wurde von Projektbeginn an jedes Jahr sichergestellt. Die Kosten je Vollzeitstel-
le und Jahr belaufen sich auf 73.000 €. Für sieben Stellen werden insgesamt 511.000 € aufgewendet.  
Dem gegenüber stehen die Kosten zur Unterbringung der Geflüchteten in städtischen Objekten inkl. 
Versorgung, sozialarbeiterischer Betreuung, Sicherheitsdienstleistung etc.. 
 
Anhaltspunkt für die Ermittlung dieser Kosten ist die Kalkulation zur kostendeckenden Nutzungsge-
bühr, da sie auf die realen Kosten zum Betrieb dieser Unterkünfte zurückgreift. Die ortsübliche Ver-
gleichsmiete wird je qm ausgewiesen. Daher wurde für die konkreten Personen, die 2018 durch das 
Auszugsmanagement erfolgreich in eine Privatwohnung vermittelt wurden, eine durchschnittliche 
Nutzungsgebühr ermittelt. Diese drückt die annähernd vergleichbaren Kosten der Unterbringung je 
qm aus.  
Mit ca. 32 Euro je qm übersteigt diese deutlich jeglichen qm-Mietpreis. Diese Aufwendungen werden 
durch die Vermittlung in eine private Wohnung eingespart.  
 
 
Weiterführung des Projektes – Fazit und Ausblick 
Der Forderung nach einer Verstetigung des Projektes ist die Verwaltung durch die unbefristete Fort-
führung des Projektes nachgekommen. Insbesondere mit Blick auf die angespannte Situation am 
Kölner Wohnungsmarkt kann auch bei rückläufigen Zahlen Geflüchteter nur durch das Auszugsma-
nagement eine wirksame Entlastung der städtischen Unterkünfte erzielt werden.  
Die Arbeit des Auszugsmanagement vor allem für die längerfristige Integration notwendig und erfor-
dert deshalb eine Kontinuität in ihrer Existenz. Eine Veränderung des Arbeitsaufkommens ist nicht zu 
erkennen. Die unterstützende Arbeit des Auszugsmanagements ist und bleibt von großer Bedeutung. 
Zurzeit ist tendenziell mit sinkenden Zugangszahlen zu rechnen, sodass die Stadt zwar weniger Men-
schen in ihren Einrichtungen unterbringen muss, das ambitionierte Ziel, alle Geflüchteten mit abge-
schlossenen Unterkunftseinheiten zu versorgen, aber noch lange nicht erreicht ist. Derzeit ist dieser 
Anteil erst zu 70% erfüllt. Neben dem bereits dargestellten Kostenaspekt ist dies ein weiterer Hand-
lungszwang, der vom Auszugsmanagement positiv beeinflusst wird. 
Daher hält es die Verwaltung für geboten, die Finanzierung der vier Trägerstellen um zwei weitere 
Jahre bis zum 31.12.2021 zu verlängern. 
 
 
Hinweis zur Dringlichkeit 
Zur kontinuierlichen Fortsetzung des Projektes benötigen die drei beauftragten Träger eine Planungs-
sicherheit für ihre Personalressourcen, so dass diese Vorlage nicht in die nächste Sitzungsfolge ge-
schoben werden kann. Auf eine Vorberatung in der Sitzung des Integrationsrats am 07.10.2019 muss 
verzichtet werden, da die erforderlichen Angaben und Abstimmungen nicht rechtzeitig vorlagen / ab-
geschlossen werden konnten. Die Verwaltung bedauert dies. 
 
 
Anlagen 
Sprechstunden der Träger für Ehrenamtliche 
Pilotprojekt zur erweiterten ehrenamtlichen Unterstützung

Anlage 2 - Pilotprojekt Auszugsmangement und Ehrenamt

5324 Zeichen

Pilotprojekt  
Erweiterte Unterstützung der ehrenamtlich, freiwillig 
Aktiven durch das Auszugsmanagement 
Ziel und Auftrag 
Die Beratung der ehrenamtlich Aktiven und Tandems (geflüchtete Person mit 
ehrenamtlicher Person) gestaltet sich im Prozess der Wohnungssuche, Wohnungsfindung 
und in der Umzugsphase. Im Prozess der Beratung werden die Bedarfe, Ressourcen  und 
Kompetenzen geklärt und durch Fachwissen der  Berater*innen ergänzt. Die Beratung 
gestaltet sich stets ressourcenorientiert und lösungsorientiert. So werden die Personen  in 
ihrem gesellschaftlich sehr wertvollen Engagement optimal unterstützt. 
Konzeptionell ist die Beratung eingebettet in das Konzept Auszugsmanagement. Der 
Datenschutz ist durch die einzelnen Träger sicherzustellen.  
 
- Die Beratung hat jederzeit aktivierenden und motivierenden Charakter.  
 
- Sie stärkt und unterstützt die ehrenamtlich Aktiven in ihrem Anliegen, eine Wohnung 
für und mit den Geflüchteten zu finden und den Umzug gut zu gestalten. 
 
- Die Beratung stellt die Verbindung im Stadtteil zu weiteren Ressourcen, Vereinen, 
Organisationen und Netzwerken her. 
 
Die  Kooperationspartner*innen des Auszugsmanagements -  Wohnungsamt der Stadt Köln, 
Deutsches Rotes Kreuz , Flüchtlingsrat und Caritas – bieten für ehrenamtlich Aktive und 
Tandems ein Beratungsangebot an.  
Beratungsangebot des Auszugsmanagements für ehrenamtlich Aktive  
 
Zielgruppe 
 
Ehrenamtlich Aktive  und Tandems (geflüchtete Person mit Begleitung)  
 
Beratungsinhalte 
 
1. Informationsvermittlung unter anderem zu den Themen: 
- Aspekte einer zielorientierten Wohnungssuche 
- Aspekte des Asylverfahrensgesetzes AsylVfG, des Aufenthaltsgesetzes AufenthG  
des Sozialhilfegesetzes hinsichtlich Wohnungssuche und Wohnungsmiete  
- 2. Beratung zur Vorbereitung für eine Bewerbung auf eine Wohnung: 
- Unterstützung bei der Zusammenstellung der Unterlagen und Formulare    
- Terminplanung bei einer Wohnungsbewerbung  
- Entscheidungskriterien für die Suche : 
3. Beratung nach dem Finden einer Wohnung und nach dem Umzug zu den Themen: 
- Meldeangelegenheiten (BAMF, Verwaltungsgericht, Jobcenter, Bundesagentur, 
Ausländerbehörde, Krankenkasse, Rechtsanwält*innen, Ärzt*innen u.a.) 
- Erläutern des Mietvertrages und der Hausordnung  
- Neubeantragung von Leistungen 
- Daueraufträge bei der Bank

- Nachsendungsantrag bei der Post 
- Mitteilungen an Arbeitgeber  
- Ummeldung in Kindergarten und Schule  
- Erste Informationen zur Orientierung im neuen Stadtteil 
- und weitere Themen 
 
Beratungsform 
 
1. Clearing : Offene Sprechstunde für ehrenamtlich Aktive und Tandems: 
In der offenen Sprechstunde findet eine erste Orientierung beider Seiten statt. Die 
beratende Person macht sich ein erstes Bild von dem Beratungsbedarf der Klient*innen 
Zum Abschluss des Clearing-Gespräches findet bei Bedarf eine Terminvereinbarung 
für ein Beratungsgespräch statt. 
2. Beratungsgespräch für ehrenamtlich Aktive und Tandems  
Im Beratungsgespräch werden entsprechend dem Bedarf des*der Klient*en*in die 
wesentlichen Themen (s. oben Themen der Beratung) beraten. Für eine weitere 
Formularbearbeitung findet eine hilfestellende Beratung statt.  Die Möglichkeiten zur 
Vernetzung (Vereine, IK Dienst u.a.) im Stadtteil werden angesprochen.  
3. Telefonische Beratung und Unterstützung bei der Durchsetzung von 
Leistungsansprüchen. 
4. Workshops für ehrenamtlich Aktive und Tandems 
Das Auszugsmanagement bietet stadtteilbezogen bei Bedarf 4 mal pro Halbjahr und 
Träger speziell für die Zielgruppe ehrenamtlich Aktive und Tandems 
zielgruppenspezifische Informationsveranstaltungen an, in denen die ehrenamtlich  
Aktiven ressourcen- und lösungsorientiert informiert und unterstützt werden. 
5. Bei Fragen kann zudem die städtische Koordinationsstelle sowohl per Mail als auch 
telefonisch (9-12 Uhr) kontaktiert werden. 
 
Beratungszeiten 
 
1. Für die offene Clearing Sprechstunde stellt jeder Träger ein wöchentliches Zeit-Fenster 
von 2 Stunden, idealerweise nachmittags (Erreichbarkeit für ehrenamtlich Aktive ), zur 
Verfügung. Zu dieser offenen Sprechstunde können interessierte Personen ohne 
Voranmeldung kommen. Es ist ein offener Zugang unabhängig von der Meldung der 
Geflüchteten auf der „Klient*innen-Liste“ des Auszugsmanagements. 
2. Für die fest vereinbarte Einzelberatung stellt jeder Träger zusätzlich ein wöchentliches 
Zeitfenster von weiteren 3 bis 4 Stunden zur Verfügung. Als Orientierungswert pro 
Beratung ist an ein Zeitfenster von ca. einer Stunde pro Termin gedacht. 
  
 
Durchführung 
 
Durch die Träger findet 1mal wöchentlich eine offene Clearing Sprechstunde + bis zu 4h 
wöchentlich eine intensive Einzelberatung nach Terminvergabe statt. 
1. DRK-Kreisverband Köln e.V.: Stadtbezirk Nippes, Boltensternstraße 10, 50735 Köln 
2. Caritasverband für die Stadt Köln e.V., Stadtbezirk Lindenthal, Zülpicher Str. 273b, 
50937 Köln 
3. Kölner Flüchtlingsrat e.V.: Stadtbezirk Innenstadt, Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln 
4. Koordinationsstelle Stadt Köln: Telefon: 0221/221-23397 
auszugsmanagement@stadt-koeln.de 
Evaluation 
 
nach 6 Monaten erfolgt eine Evaluation, in der die Statistik und der erstellte Bericht 
ausgewertet werden. Bei positiver Resonanz kann das Pilotprojekt stadtweit ausgedehnt 
werden. Nach 2 Monaten erfolgt eine erste Zwischenbilanz.

Anlage 1 - Infoblatt Sprechenstunden der Träger für Ehrenamtliche

1744 Zeichen

Erweiterte Unterstützung der ehrenamtlich / freiwillig Aktiven 
durch das 
 
 
 
Sie sind ehrenamtlich / freiwillig im Flüchtingsbereich aktiv und haben Bedarf an Fachkompetenz 
zum Thema Wohnungssuche, Wohnungsfindung und Umzug? 
 
Wir helfen Ihnen gerne weiter! Insbesondere zu den Themen: 
 
- Zielorientierte Wohnungssuche  
- Asylgesetz (AsylG), Aufenthaltsgesetz (AufenthG) und Leistungsgesetze (AsylbLG, SGB II) 
hinsichtlich Wohnsitznahme, Wohnungssuche und Wohnungsmiete  
- Erforderliche Unterlagen, Formulare und Meldeangelegenheiten (BAMF, 
Verwaltungsgericht, Jobcenter, Bundesarbeitsagentur, Ausländerbehörde, Krankenkasse, 
Rechtsanwält*innen, Ärzt*innen  u.a.)  
- Neubeantragung von Leistungen 
- Daueraufträge bei der Bank, Nachsendungsantrag bei der Post, Ummeldung in 
Kindergarten und Schule  
- Mitteilungen an Arbeitgeber  
- Erste Informationen zur Orientierung im neuen Stadtteil 
 
Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns oder kommen Sie in unsere offenen Sprechstunden! 
 
 
Caritasverband für die Stadt Köln e.V.   Sprechzeiten  
Zülpicher Straße 273b, 50937 Köln   mittwochs von 11:00 – 13:00 Uhr 
Tel. 0221 / 84 64 13 20 
info-auszugsmanagement@caritas-koeln.de 
 
DRK-Kreisverband Köln e.V.    Sprechzeiten 
Boltensternstraße 10, 50735 Köln    dienstags von 10:00 – 12:00 Uhr 
Tel. 0221 / 47 44 10 711 
info.auszugsmanagement@drk-koeln.de 
 
Kölner Flüchtlingsrat e.V.    Sprechzeiten 
c/o Ev. Kirchenverband Köln und Region  donnerstags von 10:00-12:00 Uhr 
Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln 
Tel. 0157 / 35 41 58 26 
auszugsmanagement@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
 
Für telefonische Rückfragen: 
Koordinationsstelle Stadt Köln: 
Tel. 0221 / 221 23397 
auszugsmanagement@stadt-koeln.de 
 
Eine Kooperation von:

Beratungsverlauf (3)

31.10.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 4.5 Vorberatung (Fachausschuss)

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
04.11.2019 Finanzausschuss
TOP 10.16 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
07.11.2019 Rat
TOP 10.16 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3328/2019
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
17.10.2019
Erstellt
23.09.2019 08:20