3328/2019
Verlängerung Auszugsmanagement
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/562 Vorlagen-Nummer 3328/2019 Freigabedatum 17.10.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Verlängerung Auszugsmanagement Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat beschließt auf Grundlage seiner Beschlüsse vom 14.11.2011 (Vorlage 1891/2011 Maßnah- menübersicht), 12.05.2015 (Vorlage 0925/2015 vorzeitige Verlängerung und Erweiterung), 28.06.2016 (Vorlage 1450/2016 Erweiterung) und 14.11.2017 (Vorlage 2338/2017 Entfristung von drei Vollzeitstellen - eine pro Träger - und Befristungsverlängerung von vier Vollzeitstellen bis 31.12.2019), vorbehaltlich der Finanzierung aus dem Haushaltsplan 2020/2021 1. die Verlängerung der Finanzierung von vier bei Trägern bis zum 31.12.2019 befristeten Stellen für zwei weitere Jahre bis zum 31.12.2021. 2. Zur Finanzierung der konsumtiven Aufwendungen in Höhe von 292.000 € im Haushaltsjahr 2020 und in Höhe von 292.000 € im Haushaltsjahr 2021 sind im Planentwurf für den Doppelhaushalt 2020/2021 im Teilplan 1004, Bereitstellung und Bewirtschaftung von Wohnraum, in Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, entsprechende Aufwendungen veranschlagt. Zur Finanzierung des Gesamtvolumens des Projekts in Höhe von 511.000 € p. a., das insgesamt sieben Stellen umfasst, stehen vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung Mittel in aus- reichender Höhe in den Haushaltsjahren 2020 und 2021 im Doppelhaushalt 2020/2021 im Teil- plan 1004, Bereitstellung und Bewirtschaftung von Wohnraum, in Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, zur Verfügung. Ausschuss Soziales und Senioren 31.10.2019 Finanzausschuss 04.11.2019 Rat 07.11.2019 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 292.000 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Mit Ratsbeschluss vom 14.11.2017 ist das Auszugsmanagement als unbefristete Aufgabe eingerich- tet worden. Mit der Durchführung beauftragt sind der Caritasverband, das Deutsches Rotes Kreuz und der Kölner Flüchtlingsrat. Die Finanzierung von drei unbefristeten Vollzeitstellen (je Träger eine) ist gesichert. Weitere vier Stellen sind auf zwei Jahre befristet bis 31.12.2019. Eine Vielzahl der zum Stand 30.06.2019 (Stichtag korrespondiert mit dem Auswertungsdatum des Controllings zum Auszugsmanagement) von der Stadt Köln untergebrachten 7.669 Geflüchteten wird längerfristig in Köln Schutz finden. Die langfristige Integration der geflüchteten Menschen startet häu- fig mit einer eigenen regulären Wohnung und stellt damit eine Grundvoraussetzung für die nächsten erfolgreichen Integrationsschritte dar. Die damit verbundene Notwendigkeit, neue Wohnraumressour- cen zu akquirieren, macht es weiterhin erforderlich, ein angemessenes Betreuungsangebot für die unterzubringenden Menschen sowie für die unterstützenden Organisationen sicherzustellen und ste- tig zu verbessern. Die Betreuung (Versorgung) dieser Geflüchteten als Pflichtaufgabe nach § 4 Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) stellt die Stadtverwaltung vor eine langfristige und dauerhafte Herausforderung. Die Priorität muss nach wie vor darauf gelegt werden, die hier lebenden Menschen in eigenen Wohnraum zu vermitteln, um so kostenintensive oder nicht mehr zeitgemäße Objekte au- ßer Betrieb setzen zu können. Das Auszugsmanagement trägt hierzu maßgeblich bei und zeichnet sich durch erfolgreiche Unter- stützung insbesondere für die Geflüchteten und für die Stadtverwaltung bei der Bewältigung der ihr obliegenden Pflichtaufgaben im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung nach dem FlüAG aus. Aufgaben des Auszugsmanagements Die Hauptaufgabe des Auszugsmanagements ist die Unterstützung und Begleitung der Geflüchteten bei Bezug einer Privatwohnung. Hierzu gehören das Erstberatungsgespräch, die Unterstützung bei der Wohnungsfindung, die Beglei- 3 tung zu Besichtigungsterminen und die Regelung der notwendigen Anträge bei den Ämtern. Weitere Aufgaben sind die Nachbetreuung insbesondere in Problemsituationen, das Angebot von Informationsveranstaltungen in den Unterbringungseinrichtungen und aktuell eine intensivere Zu- sammenarbeit mit ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern. Die Installierung der städtischen Koordinationsstelle im Jahr 2015 hat sich für die Zusammen-arbeit zwischen städtischen Dienststellen und Trägern als förderlich erwiesen. Die intensive Zusammenar- beit wird über die städtische Koordinationsstelle gesteuert. Sie zeichnet sich auch verantwortlich für die Initiierung von Öffentlichkeitsarbeit, so dass ein Zusetzen von Arbeitskraft bei den Trägern in die- sem Bereich nicht erforderlich ist. Die Unterstützung des Klientels zur eigenständigen Wohnungssuche sowie das Organisieren von Gruppenveranstaltungen in den städtischen Objekten sind ebenfalls Bestandteil der Leistungsverein- barung. Zusätzlich unterstützen hier die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des Amtes für Woh- nungswesen. Für Bewohnerinnen und Bewohner stehen diese als direkte Ansprechpartner zur Verfü- gung. Im Jahr 2018 standen neben der Wohnungsakquise die Planung, Organisation und Durchführung von Workshops für Geflüchtete im Vordergrund. Hier wird der Fokus auf die Vermittlung von Kompeten- zen gelegt: unabhängig kultureller Hintergründe, Alter, Geschlecht und Sprachkenntnissen wird den Geflüchteten erläutert, welche Wege bei der Wohnungssuche zu beachten sind. Die Veranstaltungen zielen darauf ab, zur eigenständigen Suche auf dem Wohnungsmarkt zu motivieren und zu befähigen - besonders unter dem Gesichtspunkt, dass es in Köln ein langwieriger Prozess ist, Wohnraum in Anlehnung an den Mietrichtwert zu finden. Die Workshops werden zum Teil in den städtischen Unter- bringungseinrichtungen mit vorhandenen Gemeinschaftsräumen oder in umliegenden Bildungszen- tren durchgeführt. In der Vergangenheit haben sich die in Köln ehrenamtlich tätigen Akteurinnen und Akteure oftmals mehr fachliche und personelle Unterstützung gewünscht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die ehren- amtlich Engagierten eine große Hilfe für die von ihnen betreuten Geflüchteten sind. Ehrenamtlich täti- ge Menschen sind in ihren Stadtteilen sehr gut vernetzt und helfen den Geflüchteten u.a. dabei, Zu- gang zum Kölner Wohnungsmarkt zu bekommen. Daher wird das Auszugsmanagement ausgedehnt um die Komponente einer erweiterten Unterstüt- zung der ehrenamtlichen Arbeit. Insbesondere stehen die Träger den sogenannten Tandems (Ge- flüchtete in ehrenamtlicher Begleitung) bei der Erledigung der Formalitäten zur Seite, wenn eine Wohnungsvermittlung in Aussicht steht. Die Träger bieten neben offenen Sprechstunden und Beratungsgesprächen für Geflüchtete in Tan- dem mit ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern in regelmäßigen Abständen Workshops zu verschiedenen Themen an, die sich rund um die Wohnungssuche drehen. Mit dem neu erarbeiteten Konzept bringt die Stadt Köln gemeinsam mit den Trägern ihre Wertschät- zung für den Beitrag der ehrenamtlichen Arbeit zum Ausdruck. Aufbau Controlling 2018 Mit dem Jahr 2018 wurde durch die städtische Koordinierungsstelle ein Controlling implementiert. Ziel dieses Controllings ist, für das Auszugsmanagement sinnvolle und aussagefähige Kennzahlen zu entwickeln, um langfristig Aussagen über die Wirkungsweise des Auszugsmanagements tätigen zu können. Zunächst wurde dazu die Einzelfallaufzeichnung der Träger herangezogen und die Fallzahlstatistik überarbeitet. Zeitgleich mit der Auswertung erfolgt nun ein Datenabgleich zwischen den Trägern und der städtischen Koordinierungsstelle, um die Datenqualität zu steigern und Inkonsistenzen zu vermei- den. Diese Auswertung ist inzwischen etabliert und wird laufend fortgeschrieben: Fallzahlen: Jahr Personenanzahl Anzahl Wohnungen 2018 426 144 2019 (bis 30.06.) 164 53 4 Erweiterung Controlling 2019 Der Auswertungskatalog wurde für 2019 erweitert und neue Kategorien hinzugefügt, so dass weitere interessante Kennzahlen entwickelt werden konnten wie zum Beispiel Herkunft der Wohnungsangebote, differenzierte Angaben zu wahrgenommenen Terminen und noch in Beratung befindliche Fälle etc. Wurde in einem ersten Schritt in 2018 auf allgemeine Fallzahlen abgestellt, so ist nun das gesamte Tätigkeitsspektrum der Auszugsmanagerinnen und Auszugsmanager in den Fokus genommen wor- den. Zum Stichtag 30.06.2019 liegen folgende Zahlen vor: Workshops für Geflüchtete zum Thema „Wohnungssuche“ durchgeführte Veranstaltungen 17 Teilnehmer 159 Erstberatung zum Auszugsmanagement persönliche Gespräche 195 Gespräche und Begleitung zu Terminen durch die Auszugsmanager Beratungsgespräche 2.379 Begleitung bei Behördengängen 162 Begleitung bei Wohnungsbesichtigungen 99 53mal folgten auf die 99 Wohnungsbesichtigungen eine erfolgreiche Vermittlungen und der Abschluss eines Mietvertrages, das ergibt eine Erfolgsquote von rund 54%. Herkunft der Wohnungsangebote (erfolgreiche Vermittlung) Herkunft Wohnungsangebot Anzahl Prozent GAG 24 45% Privat 21 40% Andere 8 15% Mit einem Anteil von 45% an den erfolgreichen Vermittlungen zeigt sich, dass die GAG wichtigster Partner in der Zusammenarbeit mit dem Auszugsmanagement ist. Nachbetreuung Tätigwerden nach erfolgreicher Vermittlung 284 Außerdem haben zur Kooperationsförderung die Mitarbeitenden des Auszugsmanagements an zahl- reichen Netzwerktreffen teilgenommen. Die Vernetzung u.a. mit Willkommensinitiativen, mit Vertre- tern von Arbeitskreisen (z.B. AK Politik, AK Asyl) oder der UAG Wohnen sowie mit dem Interkulturel- len Dienst ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Ausblick Controlling Nächster Schritt ist, die oben genannte Erweiterung der Kennzahlen auf ihre Aussagekraft hin zu veri- fizieren und dauerhaft zu etablieren. Dabei gewonnene Erkenntnisse fließen in diesen Prozess ein und bewirken eine Weiterentwicklung des Controllings. Eine jahresbezogene Darstellung mit Erläuterung von Hintergründen und Zusammenhängen erfolgt 5 im Jahresbericht zur Situation Geflüchteter in Köln, der jeweils im Frühjahr erscheint. Wirtschaftlichkeit des Projektes Die Wirtschaftlichkeit wurde von Projektbeginn an jedes Jahr sichergestellt. Die Kosten je Vollzeitstel- le und Jahr belaufen sich auf 73.000 €. Für sieben Stellen werden insgesamt 511.000 € aufgewendet. Dem gegenüber stehen die Kosten zur Unterbringung der Geflüchteten in städtischen Objekten inkl. Versorgung, sozialarbeiterischer Betreuung, Sicherheitsdienstleistung etc.. Anhaltspunkt für die Ermittlung dieser Kosten ist die Kalkulation zur kostendeckenden Nutzungsge- bühr, da sie auf die realen Kosten zum Betrieb dieser Unterkünfte zurückgreift. Die ortsübliche Ver- gleichsmiete wird je qm ausgewiesen. Daher wurde für die konkreten Personen, die 2018 durch das Auszugsmanagement erfolgreich in eine Privatwohnung vermittelt wurden, eine durchschnittliche Nutzungsgebühr ermittelt. Diese drückt die annähernd vergleichbaren Kosten der Unterbringung je qm aus. Mit ca. 32 Euro je qm übersteigt diese deutlich jeglichen qm-Mietpreis. Diese Aufwendungen werden durch die Vermittlung in eine private Wohnung eingespart. Weiterführung des Projektes – Fazit und Ausblick Der Forderung nach einer Verstetigung des Projektes ist die Verwaltung durch die unbefristete Fort- führung des Projektes nachgekommen. Insbesondere mit Blick auf die angespannte Situation am Kölner Wohnungsmarkt kann auch bei rückläufigen Zahlen Geflüchteter nur durch das Auszugsma- nagement eine wirksame Entlastung der städtischen Unterkünfte erzielt werden. Die Arbeit des Auszugsmanagement vor allem für die längerfristige Integration notwendig und erfor- dert deshalb eine Kontinuität in ihrer Existenz. Eine Veränderung des Arbeitsaufkommens ist nicht zu erkennen. Die unterstützende Arbeit des Auszugsmanagements ist und bleibt von großer Bedeutung. Zurzeit ist tendenziell mit sinkenden Zugangszahlen zu rechnen, sodass die Stadt zwar weniger Men- schen in ihren Einrichtungen unterbringen muss, das ambitionierte Ziel, alle Geflüchteten mit abge- schlossenen Unterkunftseinheiten zu versorgen, aber noch lange nicht erreicht ist. Derzeit ist dieser Anteil erst zu 70% erfüllt. Neben dem bereits dargestellten Kostenaspekt ist dies ein weiterer Hand- lungszwang, der vom Auszugsmanagement positiv beeinflusst wird. Daher hält es die Verwaltung für geboten, die Finanzierung der vier Trägerstellen um zwei weitere Jahre bis zum 31.12.2021 zu verlängern. Hinweis zur Dringlichkeit Zur kontinuierlichen Fortsetzung des Projektes benötigen die drei beauftragten Träger eine Planungs- sicherheit für ihre Personalressourcen, so dass diese Vorlage nicht in die nächste Sitzungsfolge ge- schoben werden kann. Auf eine Vorberatung in der Sitzung des Integrationsrats am 07.10.2019 muss verzichtet werden, da die erforderlichen Angaben und Abstimmungen nicht rechtzeitig vorlagen / ab- geschlossen werden konnten. Die Verwaltung bedauert dies. Anlagen Sprechstunden der Träger für Ehrenamtliche Pilotprojekt zur erweiterten ehrenamtlichen Unterstützung
Anlage 2 - Pilotprojekt Auszugsmangement und Ehrenamt
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Pilotprojekt Erweiterte Unterstützung der ehrenamtlich, freiwillig Aktiven durch das Auszugsmanagement Ziel und Auftrag Die Beratung der ehrenamtlich Aktiven und Tandems (geflüchtete Person mit ehrenamtlicher Person) gestaltet sich im Prozess der Wohnungssuche, Wohnungsfindung und in der Umzugsphase. Im Prozess der Beratung werden die Bedarfe, Ressourcen und Kompetenzen geklärt und durch Fachwissen der Berater*innen ergänzt. Die Beratung gestaltet sich stets ressourcenorientiert und lösungsorientiert. So werden die Personen in ihrem gesellschaftlich sehr wertvollen Engagement optimal unterstützt. Konzeptionell ist die Beratung eingebettet in das Konzept Auszugsmanagement. Der Datenschutz ist durch die einzelnen Träger sicherzustellen. - Die Beratung hat jederzeit aktivierenden und motivierenden Charakter. - Sie stärkt und unterstützt die ehrenamtlich Aktiven in ihrem Anliegen, eine Wohnung für und mit den Geflüchteten zu finden und den Umzug gut zu gestalten. - Die Beratung stellt die Verbindung im Stadtteil zu weiteren Ressourcen, Vereinen, Organisationen und Netzwerken her. Die Kooperationspartner*innen des Auszugsmanagements - Wohnungsamt der Stadt Köln, Deutsches Rotes Kreuz , Flüchtlingsrat und Caritas – bieten für ehrenamtlich Aktive und Tandems ein Beratungsangebot an. Beratungsangebot des Auszugsmanagements für ehrenamtlich Aktive Zielgruppe Ehrenamtlich Aktive und Tandems (geflüchtete Person mit Begleitung) Beratungsinhalte 1. Informationsvermittlung unter anderem zu den Themen: - Aspekte einer zielorientierten Wohnungssuche - Aspekte des Asylverfahrensgesetzes AsylVfG, des Aufenthaltsgesetzes AufenthG des Sozialhilfegesetzes hinsichtlich Wohnungssuche und Wohnungsmiete - 2. Beratung zur Vorbereitung für eine Bewerbung auf eine Wohnung: - Unterstützung bei der Zusammenstellung der Unterlagen und Formulare - Terminplanung bei einer Wohnungsbewerbung - Entscheidungskriterien für die Suche : 3. Beratung nach dem Finden einer Wohnung und nach dem Umzug zu den Themen: - Meldeangelegenheiten (BAMF, Verwaltungsgericht, Jobcenter, Bundesagentur, Ausländerbehörde, Krankenkasse, Rechtsanwält*innen, Ärzt*innen u.a.) - Erläutern des Mietvertrages und der Hausordnung - Neubeantragung von Leistungen - Daueraufträge bei der Bank - Nachsendungsantrag bei der Post - Mitteilungen an Arbeitgeber - Ummeldung in Kindergarten und Schule - Erste Informationen zur Orientierung im neuen Stadtteil - und weitere Themen Beratungsform 1. Clearing : Offene Sprechstunde für ehrenamtlich Aktive und Tandems: In der offenen Sprechstunde findet eine erste Orientierung beider Seiten statt. Die beratende Person macht sich ein erstes Bild von dem Beratungsbedarf der Klient*innen Zum Abschluss des Clearing-Gespräches findet bei Bedarf eine Terminvereinbarung für ein Beratungsgespräch statt. 2. Beratungsgespräch für ehrenamtlich Aktive und Tandems Im Beratungsgespräch werden entsprechend dem Bedarf des*der Klient*en*in die wesentlichen Themen (s. oben Themen der Beratung) beraten. Für eine weitere Formularbearbeitung findet eine hilfestellende Beratung statt. Die Möglichkeiten zur Vernetzung (Vereine, IK Dienst u.a.) im Stadtteil werden angesprochen. 3. Telefonische Beratung und Unterstützung bei der Durchsetzung von Leistungsansprüchen. 4. Workshops für ehrenamtlich Aktive und Tandems Das Auszugsmanagement bietet stadtteilbezogen bei Bedarf 4 mal pro Halbjahr und Träger speziell für die Zielgruppe ehrenamtlich Aktive und Tandems zielgruppenspezifische Informationsveranstaltungen an, in denen die ehrenamtlich Aktiven ressourcen- und lösungsorientiert informiert und unterstützt werden. 5. Bei Fragen kann zudem die städtische Koordinationsstelle sowohl per Mail als auch telefonisch (9-12 Uhr) kontaktiert werden. Beratungszeiten 1. Für die offene Clearing Sprechstunde stellt jeder Träger ein wöchentliches Zeit-Fenster von 2 Stunden, idealerweise nachmittags (Erreichbarkeit für ehrenamtlich Aktive ), zur Verfügung. Zu dieser offenen Sprechstunde können interessierte Personen ohne Voranmeldung kommen. Es ist ein offener Zugang unabhängig von der Meldung der Geflüchteten auf der „Klient*innen-Liste“ des Auszugsmanagements. 2. Für die fest vereinbarte Einzelberatung stellt jeder Träger zusätzlich ein wöchentliches Zeitfenster von weiteren 3 bis 4 Stunden zur Verfügung. Als Orientierungswert pro Beratung ist an ein Zeitfenster von ca. einer Stunde pro Termin gedacht. Durchführung Durch die Träger findet 1mal wöchentlich eine offene Clearing Sprechstunde + bis zu 4h wöchentlich eine intensive Einzelberatung nach Terminvergabe statt. 1. DRK-Kreisverband Köln e.V.: Stadtbezirk Nippes, Boltensternstraße 10, 50735 Köln 2. Caritasverband für die Stadt Köln e.V., Stadtbezirk Lindenthal, Zülpicher Str. 273b, 50937 Köln 3. Kölner Flüchtlingsrat e.V.: Stadtbezirk Innenstadt, Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln 4. Koordinationsstelle Stadt Köln: Telefon: 0221/221-23397 auszugsmanagement@stadt-koeln.de Evaluation nach 6 Monaten erfolgt eine Evaluation, in der die Statistik und der erstellte Bericht ausgewertet werden. Bei positiver Resonanz kann das Pilotprojekt stadtweit ausgedehnt werden. Nach 2 Monaten erfolgt eine erste Zwischenbilanz.
Anlage 1 - Infoblatt Sprechenstunden der Träger für Ehrenamtliche
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Erweiterte Unterstützung der ehrenamtlich / freiwillig Aktiven durch das Sie sind ehrenamtlich / freiwillig im Flüchtingsbereich aktiv und haben Bedarf an Fachkompetenz zum Thema Wohnungssuche, Wohnungsfindung und Umzug? Wir helfen Ihnen gerne weiter! Insbesondere zu den Themen: - Zielorientierte Wohnungssuche - Asylgesetz (AsylG), Aufenthaltsgesetz (AufenthG) und Leistungsgesetze (AsylbLG, SGB II) hinsichtlich Wohnsitznahme, Wohnungssuche und Wohnungsmiete - Erforderliche Unterlagen, Formulare und Meldeangelegenheiten (BAMF, Verwaltungsgericht, Jobcenter, Bundesarbeitsagentur, Ausländerbehörde, Krankenkasse, Rechtsanwält*innen, Ärzt*innen u.a.) - Neubeantragung von Leistungen - Daueraufträge bei der Bank, Nachsendungsantrag bei der Post, Ummeldung in Kindergarten und Schule - Mitteilungen an Arbeitgeber - Erste Informationen zur Orientierung im neuen Stadtteil Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns oder kommen Sie in unsere offenen Sprechstunden! Caritasverband für die Stadt Köln e.V. Sprechzeiten Zülpicher Straße 273b, 50937 Köln mittwochs von 11:00 – 13:00 Uhr Tel. 0221 / 84 64 13 20 info-auszugsmanagement@caritas-koeln.de DRK-Kreisverband Köln e.V. Sprechzeiten Boltensternstraße 10, 50735 Köln dienstags von 10:00 – 12:00 Uhr Tel. 0221 / 47 44 10 711 info.auszugsmanagement@drk-koeln.de Kölner Flüchtlingsrat e.V. Sprechzeiten c/o Ev. Kirchenverband Köln und Region donnerstags von 10:00-12:00 Uhr Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln Tel. 0157 / 35 41 58 26 auszugsmanagement@koelner-fluechtlingsrat.de Für telefonische Rückfragen: Koordinationsstelle Stadt Köln: Tel. 0221 / 221 23397 auszugsmanagement@stadt-koeln.de Eine Kooperation von:
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3328/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 17.10.2019
- Erstellt
- 23.09.2019 08:20