2147/2023
Beantwortung einer mündlichen Anfrage der FDP-Fraktion, Herrn Görzel, aus der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 06.06.2023 betreffend „Besucherzahlen der Städtischen Museen"
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Anlage 1 Besucherstatistik
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Anlage 1 2022 konnten die Museen insgesamt 663.519 Gäste zählen. Damit wurden ca. 73% des Gesamtergebnisses aus 2019 erreicht (2019 gesamt: 905.597; der Coronajahre 2020 und 2021: 374.506 bzw. 296.208). Die einzelnen Häuser verzeichnen folgende Anteile: 2022 Gesamt Anteil Wallraf-Richartz-Museum 95.565 14,4% Museum Ludwig 266.078 40,1% Römisch-Germanisches Museum 42.875 6,5% Rautenstrauch-Joest-Museum 60.370 9,1% Museum für Angewandte Kunst Köln 59.540 9,0% Museum für Ostasiatische Kunst 26.336 4,0% Museum Schnütgen 34.372 5,2% Kölnisches Stadtmuseum 17.613 2,6% NS-Dokumentationszentrum 60.770 9,1% Damit zeigt sich eine deutliche Verschiebung gegenüber 2019, dem Referenzjahr vor Ausbruch der Coronapandemie im März 2020 (Archäologische Zone von April 2019 angeschlossen): 2019 Gesamt Anteil Wallraf-Richartz-Museum 194.460 21,5% Museum Ludwig 242.144 26,7% Römisch-Germanisches Museum 46.352 5,1% Rautenstrauch-Joest-Museum 85.486 9,4% Museum für Angewandte Kunst Köln 92.752 10,2% Museum für Ostasiatische Kunst 17.101 1,9% Museum Schnütgen 31.707 3,5% Kölnisches Stadtmuseum 85.199 9,5% NS-Dokumentationszentrum 97.196 10,7% Archäologische Zone 13.200 1,4% Die drei meistbesuchten Museen sind das Museum Ludwig, das WRM und das NS- Dokumentationszentrum. Das KSM war 2022 nur mit externen Sonderausstellungen am Markt und ansonsten geschlossen. Das erste Tertial 2023 lässt erkennen, dass sich die Besuchszahlen deutlich erholen: Jan Feb März April 2019 111.243 103.676 94.980 60.081 2020 101.637 86.587 24.046 0 2021 0 0 12.598 10.059 2022 58.434 36.579 38.520 53.674 2023 72.654 62.830 70.765 62.005 Eine exakte Analyse und Bewertung dieser Zahlen ist dann möglich, wenn ein konsistentes, digital gestütztes Ticketsystem mit entsprechenden Auswertungsmöglichkeiten vorliegt. Zudem sind sie mit Ergebnissen der Publikumsforschung in Verbindung zu bringen, die derzeit zusammen mit KulMon ®, dem größten Besucher*innenforschungsprojekt im deutschsprachigen Raum, erhoben werden (Kooperationspartner: Institut für Kulturelle Teilhabeforschung, Berlin). Es ist jedoch erkennbar, dass die Nachfrage stark vom jeweiligen Ausstellungs- und Veranstaltungsangebot abhängt.
Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/4522 Vorlagen-Nummer 18.07.2023 2147/2023 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 29.08.2023 Beantwortung einer mündlichen Anfrage der FDP-Fraktion, Herrn Görzel, aus der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 06.06.2023 betreffend „Besucherzahlen der Städtischen Museen" Herr Görzel (FDP-Fraktion) beanstandet, dass die Fragen (Bezug: Vorlage 1870/2023) nicht hinreichend beantwortet wurden und hat weitere Nachfragen: Zu Frage 1: Er bittet um die Begründung, warum die Zahlen nicht aufbereitet und ermittelt werden können? Zu Frage 3: Welche relevanten Faktoren im Jahresbericht sind konkret gemeint? Antwort der Verwaltung Herr Görzel bittet um die Begründung, warum die Zahlen nicht aufbereitet und ermittelt wer- den können. (Bezug: Frage 1 der Vorlage 1870/2023) Die Kassen in den Museen waren vor geraumer Zeit als Stand alone-System eingeführt wor- den, und seit dieser Zeit wurden mangels Alternativen die Zahlen zu den Besucher*innen durch die Museen händisch ermittelt anhand der durch das Dezernat Kunst und Kultur vorge- gebenen Parameter. Zwischenzeitlich sind Punkte wie die notwendige kassenrechtliche Freigabe durch das Rech- nungsprüfungsamt und eine automatisierte Datenübertragung in das städtische SAP-System zur Ablösung des veralteten Accesssystems der Kämmerei abgeschlossen. Sobald das Sys- tem für alle Museen freigegeben ist, können die Auswertungen aus der Datenbank gezogen werden. Voraussetzungen hierfür sind: 1. Vervollständigung der Verantwortung für das Ticketing der Museen durch Übergabe der Verantwortlichkeit für die statistischen Auswertungen und Interpretationen für den Museumsstandort auf Basis der Ergebnisse von bspw. Kulmon an den Museumsdienst 2. Erarbeitung relevanter statistischer Werte für ein Berichtswesen, um Fehlinterpretatio- nen zu verhindern 3. Vorgabe an die Museen zur einheitlichen Erfassung, bspw. sog. Nulltickets. 2 Welche relevanten Faktoren im Jahresbericht sind konkret gemeint? (Bezug: Frage 3 der Vor- lage 1870/2023) Wie in der Antwort zu Frage 1 dargelegt, erfordert die Analyse von Museumsleistungen not- wendigerweise eine umfassendere Betrachtung und die Einbeziehung verschiedener relevan- ter Faktoren. Ziel muss immer eine aussagekräftige Bewertung musealer Relevanz sein. Eine solche Interpretation von Informationen erfordert nicht nur langjährige Erfahrung in muse- alem Marketing und musealer Kommunikation, sondern vor allem ein vertieftes Verständnis für die Wechselwirkungen unterschiedlicher Einflussfaktoren auf den aktiven Museumsbetrieb, wozu neben bspw. hausinternen Faktoren wie Ressourcenverfügbarkeiten auch die nachfol- genden Punkte gehören: Kontextualisierung zum Verständnis der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Museen durch Berücksichtigung von Faktoren wie Größe, Lage, Ausstattung, Öffnungszeiten, Sammlungsschwerpunkte, Qualität der Ausstellungen, kulturelles (Bildungs-)Angebot, inhaltlich-strategische Zielsetzungen, museale Marketingstrategien und Gästezufrie- denheit Berücksichtigung diverser Schwankungen durch Veranstaltungen, Sonderausstellun- gen, Renovierungen oder auch Wetterbedingungen oder Tourismustrends alternative relevante Kennzahlen wie bspw. mehrdimensionale Informationen zu o Besuchszufriedenheit o Bildungsprogrammen o Forschungsaktivitäten o Einwerbung von Drittmitteln o Kooperationen und Netzwerken o Sichtbarkeit Rückkoppelung der Daten im Zuge essentieller Aktivitätenzyklen für den gesamten Standort wie o Positionierung des Standortes o Zielgruppenanalyse und Audience Development o Kommunikationsstrategien und Kanäleauswahl, insbesondere in Kongruenz mit Strategien anderer Dezernate bspw. im Bereich Senioren o Erweiterungen der Museen in den digitalen Raum. Eine regelmäßige Kommunikation in den Ausschuss Kunst und Kultur ist im Rahmen eines aussagekräftigen Jahresberichts möglich, der zudem Steuerungsmaßnahmen aufzeigt, sofern notwendig. Das Dezernat Kunst und Kultur hat einen solchen museumsübergreifenden Jahresbericht an- gekündigt. Struktur und Inhalt müssen mit dem ausstehenden Berichtswesen bzw. Konzept zum Kulturmarketing harmonisiert werden, um ein umfassendes Bild vom Kulturstandort Köln zu zeichnen. Gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2147/2023
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 29.08.2023
- Erstellt
- 05.07.2023 10:34