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V/1058/2005

Antrag der Fraktion UWG/ödp an den Rat Nr. A-R/0038/2005 vom 13.09.2005: "miteinander, respektvoll,

Vorlage 19.01.2006

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 15.02.2006, TOP 3.4

Beschlussvorlage

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Anlage

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Beschlussvorlage

5458 Zeichen

V/1058/2005 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Sozialamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der Fraktion UWG/ödp an den Rat Nr. A-R/0038/2005 vom 13.09.2005:  
"miteinander, respektvoll, angemessen 
neues Seniorenwohnen in Münster" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
15.02.2006 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1.  Die Verwaltung wird beauftragt, Investitionsabsichten Dritter zur Errichtung innovativer alters- 
     gerechter Wohnformen auf geeignete Weise zu unterstützten. Dabei sind in der Einzelfallprü-     
fung sowohl städtebauliche Verträglichkeitsgesichtspunkte als auch infrastrukturelle Gege-
benheiten zu beachten. 
     
2. Mit diesen Maßgaben ist der Antrag der UWG/ödp, A-R/0038/2005 vom 13.09.2005 erledigt. 
 
 
 
 
 
Begründung: 
 
1. Antrags- und Beschlusslage 
 
Mit der Vorlage „Wohnen im Alter, Fortschreibung 2005“ (Vorlage Nr. V/0798/2005) vom 
30.09.2005 schreibt die Stadt Münster das Handlungskonzept eines integrierten und handlungsbe-
zogenen Ansatzes zum Thema Wohnen im Alter fort. Mit seinem Beschluss zur Vorlage hat der 
Rat die Verwaltung beauftragt, im Rahmen der Bauleitplanung für jedes neue Baugebiet zu prüfen, 
ob für die vorgesehenen Stadtteile ein Bedarf für seniorengerechtes Bauen besteht und ggf. ent-
sprechende Sonderwohnformen vorzusehen. 
 
Ferner wurde die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft und den Stiftun-
gen zu prüfen, inwieweit konkrete Projektansätze für beispielhafte neue Wohnformen für Seniorin-
nen und Senioren sowohl im Bereich „Wohnen im Bestand“ als auch in Neubaugebieten zu reali-
sieren sind. 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/1058/2005 
Auskunft erteilt: 
Herr  Schulze auf´m Hofe 
Ruf: 
492 50 25 
E-Mail: 
SchulzeaufmHofe@stadt-
muenster.de  
Datum: 
20.12.2005 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/1058/2005 
Im thematischen Zusammenhang der genannten Vorlage weist der Antrag der Fraktion der 
UWG/ödp auf die Strukturprobleme älterer Einfamilienhaussiedlungen hin. Seniorinnen und Senio-
ren haben den Wunsch, die nicht altersgerecht ausgestatteten großen Wohnbereiche, den Mangel 
an sozialen Kontakten und an Versorgungssicherheit durch einen Wohnungswechsel auszuglei-
chen. Der Antrag beschreibt ebenerdige Seniorenwohnhäuser in Atriumbauweise als eine mögli-
che Bauform, allerdings werden konkrete Investitionsabsichten für eine Realisierung nicht genannt. 
 
 
 
2. Fachliche Bewertung des Anliegens 
 
Die Bereitschaft der Seniorinnen u
nd Senioren, sich von den für Familienzwecke erbauten Häu-
sern zu trennen, wächst; darüber hinaus wird barrierefreier Wohnraum verstärkt nachgefragt. Der 
Wandel der Wohnbedürfnisse im Alter wird durch den Wunsch nach selbstorganisierten, generati-
onenübergreifenden und integrierten Wohnformen vieler Seniorinnen und Senioren dokumentiert. 
Zum Ausdruck kommt dieses Interesse u.a. an der Beteiligung vieler Bürgerinnen und Bürger am 
Runden Tisch für Wohnprojekte und Initiativen für private Wohnprojekte. 
 
Das von der Fraktionsgemeinschaft der UWG/ödp vorgestellte Projekt der ebenerdigen, zusam-
menhängenden und barrierefreien Wohneinheiten, die durch die Atriumbauweise Anbindungsmög-
lichkeiten an angrenzende Wohnbauflächen ermöglicht, stellt eine weitere Alternative im Spektrum 
der neuen Wohnformen im Alter dar.  
 
 
Es ist sinnvoll und effektiv, bei deutlich erkennbarem Investitionsinteresse für spezialisierte Wohn- 
und Bauformen im Allgemeinen, einen potenziellen In vestor stadtgebietsweit bzgl. eines städte-
baulich verträglichen und eines von der Infrastrukturausstattung lageangemessenen Standortes so 
weit als möglich zu unterstützen. 
 
 
 
3. Baugebiet Handorf/Dorbaum 
 
Der Antrag regt an, im Rahmen eines Pilotprojekt es für investitionsbereite Seniorinnen und Senio-
ren in einem Neubaugebiet für Einfamilienhausbebauung entsprechende Grundstücksflächen für 
den Bau von Seniorenwohnhäusern in Atriumbauweise auszuweisen. Als Beispiel wurde das Neu-
baugebiet Handorf/Dorbaum genannt. 
 
Im vorhabenbezogenen Bebauungsplan für Handorf/Dorbaum sind Seniorenwohnungen vorgese-
hen. Die Verwaltung hat bereits den Vorhabenträger Wohn+Stadtbau für das Baugebiet Han-
dorf/Dorbaum über den Inhalt des Antrages der Fraktionsgemeinschaft UWG/ödp informiert. Von 
der Errichtung ebenerdiger und zusammenhängender  Seniorenwohnhäuser in Atriumbauweise, 
wie im Antrag beschrieben, sieht der Vorhabenträger, mit Hinweis auf die bestehende Bebauungs-
planung, allerdings ab. Eine Realisierung barrierefreier bzw. seniorengerechter Wohnungen bzw. 
Wohneinheiten ist dennoch weiterhin möglich. 
 
 
 
4. Fazit und weiteres Verfahren 
 
Der im Antrag formulierte Prüfauftrag wird - in abstrakter Form und nicht bezogen auf eine be-
stimmte Bauform bzw. ein einzelnes Baugebiet - von der Verwaltung weiterhin umgesetzt und res-
sortübergreifend von der Planungs- und Sozialverw altung durchgeführt. Im Rahmen der Aufstel-
lung von Bauleitplänen mit Wohnungsbaubezug erfolgt eine formelle Bedarfsprüfung durch die 
Sozialverwaltung. Die Um- und Durchsetzbarkeit der allgemeinen Ziele zur Wohnraumversorgung

- 3 - 
V/1058/2005 
wird, soweit als nötig und soweit als umsetz- und durchsetzbar, planungsrechtlich (Durchführungs-
vertrag/Städtebaulicher Vertrag) und liegenschaftlich (Grundstücksvorhaltung-/vergabe) gesteuert. 
 
Über die weiteren Planungsstände wird die Verwaltung die Fachausschüsse entsprechend infor-
mieren. 
 
 
 
In Vertretung 
 
 
gez. 
Dr. Klein 
Stadträtin

Anlage

2159 Zeichen

Fraktionsvorsitzender: Fritz Pfau   
 Stellvertreter:  Gerd Kersting 
 Fraktionsgeschäftsstelle:  Junkerstraße 3, 48143 M ünster  
  Tel:  686 7510    Fax:  686 7512 
Fraktionsgemeinschaft 
im Rat 
der Stadt Münster 
 
 
Ratsantrag                  Münster, 05.09.2005  
 
 
miteinander, respektvoll, angemessen 
neues Seniorenwohnen in Münster  
 
 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
 
Die Verwaltung wird beauftragt, zu überprüfen, ob in einem Neubaugebiet für 
Einfamilienhausbebauung (z.B. Handorf / Dorbaum), als Pilotprojekt ein 
angemessen großer Flächenanteil der Grundstücksflächen für den Bau von 
zusammenhängenden, ebenerdigen Seniorenwohnhäusern in Atriumbauweise 
ausgewiesen werden kann. 
 
Begründung: 
 
 
Die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft zwingt u.a. zur Orientierung hin zu 
neuen Wohnformen für Senioren. Die steigende Nachfrage nach seniorengerechtem 
Wohnraum kommt von Senioren, die sich auf Grund zunehmender Belastungen von 
ihren für Familienzwecke erbauten Häusern trennen wollen. Gleichwohl wollen diese 
Senioren ihren Lebensabend nicht in seniorengerechten Geschosswohnungen, 
sondern in kleinen Eigenwohneinheiten, möglichst in direkter Nachbarschaft zu 
anderen Senioren verbringen. Durch den Verkauf der Häuser oder Übergabe an die 
Nachfolgegeneration verfügen diese Senioren auch regelmäßig über Mittel, ein 
solches Seniorenwohnen auch finanzieren zu können. 
 
Wichtig ist für das seniorengerechte Wohnen ein kleinerer Wohnraum, nur geringe und 
pflegeleichte Zier-Gartenfläche, barriere- und treppenfreie Wohnbereiche sowie die 
Anbindung an Wohnbauflächen, in denen gegebenenfalls auch die eigenen Kinder und 
Enkel familiengerechtes Bauen verwirklichen können. Die räumliche Anbindung an ein 
neues Baugebiet bietet neben der Möglichkeit des familiären Zusammenlebens auch 
eine erhöhte individuelle Sicherheit für die Senioren; die Verfügbarkeit bestehender 
oder durch das Gebiet wachsender Infrastrukturen sorgt darüber hinaus für 
größtmögliche Selbständigkeit durch dauerhafte Selbstversorgung für Senioren. 
 
 
 
gez. 
Fritz Pfau 
Gerd Kersting 
Hannelore Wiesenack-Hauß 
 
Fraktion.uwg-oedp@muenster.net

Beratungsverlauf (1)

15.02.2006 Hauptausschuss
TOP 3.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Junkerstraße 3

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Details

Vorlagen-Nr.
V/1058/2005
Typ
Vorlage
Datum
19.01.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37