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1236/2017

Werkstattverfahren zur Erstellung einer Nutzungsanalyse im Stadtteil Kalk; hier: Einbeziehung der Hallen Kalk

Mitteilung Ausschuss 25.04.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 02.05.2017, TOP 8.8

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

8190 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/VII/2 
 
Vorlagen-Nummer  25.04.2017 
 1236/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 02.05.2017 
 
Werkstattverfahren zur Erstellung einer Nutzungsanalyse im Stadtteil Kalk; hier: Einbeziehung 
der Hallen Kalk 
Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 30.03.2017 unter anderem die Durchfüh-
rung eines interdisziplinären, dialogischen Werkstattverfahrens zur Erstellung einer Nutzungsanalyse, 
eines Entwicklungskonzeptes sowie eines Vermarktungskonzeptes für das Areal zwischen der Kalker 
Hauptstraße und der Dillenburger Straße im Stadtteil Kalk beschlossen. Ebenso hat er den Bedarf für 
die Durchführung des interdisziplinären, dialogischen Werkstattverfahrens zur Erstellung einer Ent-
wicklungskonzeption für das Areal zwischen der Kalker Hauptstraße und der Dillenburger Straße im 
Stadtteil Kalk festgestellt. Der Aufwand für das Verfahren wurde auf ca. 186.853 € netto geschätzt.  
 
In der Begründung dazu heißt es: 
 
1. Anlass und Ziel  
 
Am 23.06.2016 hat der Stadtentwicklungsausschuss die Verwaltung beauftragt, im Bereich zwischen 
Rolshover Straße im Westen, Wiersbergstraße im Osten, Kalker Hauptstraße im Norden Dillenburger 
Straße im Süden im rechtsrheinischen Stadtteil Köln-Kalk, ein geeignetes Verfahren vorzuschlagen, 
welches eine Nutzungsanalyse, ein zeitnah umsetzbares städtebauliches Entwicklungskonzept und 
ein darauf beruhendes Vermarktungskonzept beinhaltet. Die dafür notwendigen finanziellen Ressour-
cen sind im Haushaltsplan vorgesehen worden. 
 
Gleichzeitig wurde für den genannten Bereich ein Verkaufs-, Vermietungs- und Verpachtungsmorato-
rium für die städtischen Liegenschaften beschlossen. Dieses sichert bestehende Flächen und soll 
Fehlentwicklungen verhindern, solange keine Planungen erarbeitet wurden. Das Moratorium bedingt 
jedoch auch Mietausfälle der Hallen in nennenswerter Höhe. Um die Entwicklung des Standorts nicht 
dauerhaft zu blockieren, ist eine zügige Umsetzung der Planungen vorgesehen. 
 
Bei dem Plangebiet handelt es sich um einen Teil des ehemaligen Werksgeländes der Klöckner-
Humboldt-Deutz AG (KHD) in Köln-Kalk. Das Gelände ist noch heute durch stadträumlich prägende 
Werkshallen bestimmt, welche überwiegend im ausgehenden 19. Jahrhundert zum Zwecke des in-
dustriellen Anlagenbaus errichtet wurden. Die Hallen und angrenzenden Freiflächen werden größten-
teils mindergenutzt und bieten sowohl durch Umnutzungen als auch ergänzende Neubauten, ein gro-
ßes Entwicklungspotential für den Standort. Aufgrund der Lage in direkter Nachbarschaft zum Be-
zirkszentrum Kalker Hauptstraße, der stadträumlichen Bedeutung und der seid Aufgabe der umfas-
senden Produktionsnutzung Mitte der 1990er Jahre steht die städtebauliche Entwicklung dieses Be-
reichs im öffentlichen Fokus. Insbesondere auf bezirklicher Ebene ist der Stellenwert dieses Stadt-
raumes und seine Bedeutung für die weitere Entwicklung Kalks in der Öffentlichkeit breit verankert. 
 
Das vorgeschlagene Werkstattverfahren bietet die Chance eine breite öffentliche Diskussion der Pla-
nungsziele und -ansätze mit einer fundierten fachlichen Auseinandersetzung der relevanten Pla-
nungsdisziplinen zu verbinden.

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Die Planung soll durch drei interdisziplinär besetzte Teams erfolgen. Sie werden sich aus Teilnehme-
rinnen und Teilnehmern aus den Bereichen Städtebau, Verkehrsplanung, Freiraumplanung und Pro-
jektentwicklung zusammensetzen. Innerhalb des Werkstattverfahrens ist eine zweistufige Planungs-
phase von circa 2 Monaten vorgesehen. In diesem Zeitraum werden durch öffentliche Veranstaltun-
gen (Auftakt, Halbzeit, Finale) die Anregungen aus der Öffentlichkeit, von Schlüsselakteurinnen und 
Schlüsselakteuren, und Fachexpertinnen und Fachexperten (Begleitgremium) aufgenommen. In den 
Arbeitsphasen zwischen den öffentlichen Veranstaltungen wird Berücksichtigung der Anregungen ein 
nachweislich realisierbares Nutzungskonzept für das Areal erstellt und abschließend vorgestellt. (sie-
he Anlage 2) 
 
 
Folgende Termine sind für das Werkstattverfahren vorgesehen: 
 
 
1) Samstag 13 Mai 2017   Werkstatt Auftakt 
(Einführungsveranstaltung) 
 
2) Freitag  9 Juni 2017   Werkstatt Halbzeit 
(Zwischenkolloquium) 
 
3) Samstag  8 Juli 2017   Werkstatt Finale 
(Abschlusspräsentation) 
 
 
2. Durchführung des Verfahrens 
 
Folgende Leistungen sind extern zu vergeben: 
 
a) Erstellung eines städtebaulichen Konzeptes mit entwurflicher Vertiefung der Umnutzungen der 
Hallen einschließlich einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung 
 
Drei interdisziplinäre Planungsteams sollen in einer ersten Planungsphase, bis zu der öffentlichen 
Veranstaltung „Werkstatt Halbzeit“, ein städtebaulichen Konzept entwickeln, welches konkrete Nut-
zungsvorschläge für die einzelnen Hallen und brachgefallene Freiflächen beinhaltet. In einem zweiten 
Schritt, bis zu der Veranstaltung „Werkstatt Finale“ sollen die Nutzungsvorschläge durch eine entwurf-
liche Vertiefung ausgearbeitet werden, welche als Grundlage für eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung 
dient. Im Rahmen der städtebaulichen Kalkulation ist das gesamte Plangebiet zu betrachten, um ein 
möglichst wirtschaftliches Ergebnis zu erhalten. Neben längerfristigen strategischen Überlegungen 
sollen ebenfalls temporäre Übergangsnutzungen einbezogen werden. 
Drei Büros mit dem Schwerpunkt Städtebau sollen jeweils mit Partnern aus den Bereichen Freiraum-
planung, Verkehrsplanung und Projektentwicklung ein Bearbeitungsteam bilden  
 
 
b) Moderation des öffentlichen Dialogs 
 
Die Moderation soll das Mitwirken von Öffentlichkeit, Schlüsselakteurinnen und Schlüsselakteuren, 
Begleitgremium, Fachverwaltung sowie der Politik an dem Planungsprozess der drei Teams koordi-
nieren und fördern. 
Daher soll die Leitung der Veranstaltungen unabhängig und fachlich uneingebunden erfolgen. 
 
 
c) Expertentätigkeiten im Beratungs- und Begleitgremium 
 
Zur Gewährleistung der fachlichen Kontinuität bei der interdisziplinären städtebaulichen Planung für 
den Betrachtungsraum ist es besonders bedeutsam, dass die Erarbeitung des städtebaulichen Kon-
zepts nicht nur von der Fachverwaltung, sondern auch  
von einem Beratungs- und Begleitgremium fachlich fundiert flankiert wird. Die Fachplanerinnen und 
Fachplaner können ihre Expertise durch einschlägige Erfahrungen und Referenzen belegen.

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d). Durchführung eines Stadtspaziergangs 
 
Zum Einstieg in die Planungsaufgabe und Annäherung an den Planungsraum soll ein Stadtspazier-
gang mit der Öffentlichkeit, den Planungsteams und dem Begleitgremium im Kalker Süden stattfin-
den. 
 
 
e) „Regieleistungen“ zur Durchführung des Verfahrens 
 
Zur Durchführung der Veranstaltungen besteht der Bedarf weitere Leistungen, wie die Anmietung von 
Räumlichkeiten, Möblierung, Catering, Technik aber auch Druckarbeiten, extern zu vergeben. 
 
 
f) Modellbau 
 
Durch ein Umgebungsmodell soll die räumliche Situation dargestellt und den Planungsteams die 
Möglichkeit geboten werden, ihre städtebauliche Lösung im räumlichen Kontext anhand eines eige-
nen Arbeitsmodells auszuprobieren und zu erläutern. Darüber hinaus dienen die Modelle der An-
schaulichkeit und Vergleichbarkeit der präsentierten Konzepte.  
 
 
3. Kosten  
 
Der Aufwand für die Durchführung des interdisziplinären, dialogischen Werkstattverfahrens zur Erstel-
lung einer Nutzungsanalyse, eines Entwicklungskonzeptes sowie eines Vermarktungskonzeptes für 
das Areal zwischen der Kalker Hauptstraße und der Dillenburger Straße im Stadtteil Kalk wird auf 
circa 186.853€ netto geschätzt. 
 
 
Die formale, konzeptionelle und inhaltliche Vor- und Nachbereitung sowie die Begleitung des Verfah-
rens erfolgt durch das Dezernat VI/Stadtplanungsamt. 
 
Das Stadtplanungsamt hat die Nutzer der Hallen Kalk, das Museum Ludwig und die Bühnen der Stadt 
Köln gebeten, Rahmenbedingungen für die zukünftige Nutzung der Hallen Kalk darzustellen. Dies ist 
ebenso geschehen, wie eine Nennung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Verfahren. Die 
Peter und Irene Ludwig Stiftung wird durch Frau Dr. Franzen vertreten und ebenfalls an dem Verfah-
ren beteiligt. 
 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

02.05.2017 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.8 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
1236/2017
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
25.04.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27