Mandari Insight

V/0090/2012

Ergebnisorientierte Darstellung der Arbeit des Zahnärztlichen Dienstes

Vorlagen 07.02.2012

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung, Sitzung am 29.02.2012, TOP 10

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

4635 Zeichen

V/0090/2012 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Gesundheitsamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Ergebnisorientierte Darstellung der Arbeit des Zahnärztlichen Dienstes 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
29.02.2012 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 Der zahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes führt jährlich ca. 17.000 Vorsorge -
Untersuchungen in 230 Einrichtun gen durch (Kindergärten, Grund - und Förderschulen), 
unternimmt ca. 300 Veranstaltungen zu den Themen Zahnpflege, Fluoridierung, Ernä h-
rung und wirkt mit beim Abbau von Zahnbehandlungs -Ängsten. Des weiteren führt er die 
Geschäftsstelle des Arbeitskreises Zah ngesundheit (Zusammenschluss von Öffentlichem 
Gesundheitsdienst, Zahnarztpraxen und Krankenkassen); von hier erfolgt die Materialver-
sorgung aller interessierten Kindergärten und die Organisation der ca. 60 Betreuung s-
zahnärztInnen, die im Rahmen des Arbeits kreises in der Gru ppenprophylaxe mitarbeiten. 
Der Vorsitz liegt ebenfalls beim zahnärztlichen Dienst und beinhaltet die Leitung der Si t-
zungen und Erstellung der Haushaltspläne. 
Außerdem werden jährlich ca. 110 gutachterliche Stellungnahmen für Sozialämter und 
Beihilfestellen angefertigt. 
 
• Der zahnärztliche Dienst leistet seit Jahren in Kooperation mit dem Arbeitskreis Zah n-
gesundheit eine erfolgreiche Arbeit in der zahnärztlichen Gruppenprophylaxe, die sich 
auch in den Untersuchungsergebnissen positiv niederschlägt: Münster liegt hier auf einem 
stabilisierten, guten Niveau, wenn man die Durchschnitts – Kenndaten zur Zahngesun d-
heit betrachtet. 
Die in den regelmäßig durchgeführten Studien der DAJ (Deutsche Arbeitsgemeinschaft 
für Jugendzahnpflege) erhobenen Dat en zeigen insbesondere bei den 12 - und 15 -
Jährigen eine deutliche Verbesserung bezüglich der Anzahl kariöser und gefüllter Ble i-
bender Zähne: Hier zeigt sich für Münster fast eine Halbierung der Anzahl kariöser Zähne 
im 5-Jahresabstand und übertrifft damit den Rückgang im Landesteil Westfalen-Lippe, der 
im bundesweiten Trend liegt ; offenbar machen sich die vielfältigen Prophylaxe - Maßnah-
men im for tgeschrittenen Kindesalter besonders bemerkbar und spiegeln die schon im 
frühen Kinderga rtenalter gelegten Grundl agen zur Aufklärung wieder, die als 4 -Säulen-
Programm Mundhygiene, Ernährung, Fluoridierung und Zahnarztbesuch umfassen. 
 
• In Kindergärten und Grundschulen stabilisieren sich die prozentualen Werte für die natu r-
gesunden (keine Karies, keine Füllungen) und d ie behandlungsbedürftigen (kariösen) 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0090/2012 
Auskunft erteilt: 
Herr Dr. Noch 
Ruf: 
492-5440 
E-Mail: 
NochP@stadt-muenster.de 
Datum: 
09.02.2012 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0090/2012 
 
Gebisse auf einer erfreulichen Ebene: Im Durchschnitt liegt die Anzahl der naturgesunden 
Gebisse im Kindergarten bei über 70 %, während ca. 15% der Kinder kariöse Läsionen 
aufweisen. 
 
• Ein wichtiger Indikator ist auch de r sog. dmf -t Wert (durchschnittliche Anzahl von kari ö-
sen, entfernten und gefüllten Milchzähnen pro Gebiss): dieser liegt in Münster bei sehr 
guten 1,32 – während er in Westfalen-Lippe bei 1,9 und bundesweit bei 1,87 liegt. 
 
• Nichtsdestotrotz ist die Zahnges undheit in Münster stark polarisiert, abhängig vom jewe i-
ligen sozialen Umfeld: So variiert die Anzahl der behandlungsbedürftigen Kinder im Ki n-
dergarten zwischen 2 und 60 %; ebenso schwankt der dmf -t Wert (s. o.) in den Grun d-
schulen zwischen 0,90 und 2,4. In den entsprechenden sozial belasteten Regionen finden 
sich zudem die meisten Kinder mit einem Karieshochrisiko (viele bereits behandelte sowie 
kariöse Zähne). Hier gilt es, besonders frühzeitig in einem multiprofessionellen Team mit 
spezifischen Angeboten anzusetzen, um weitere Schäden, auch für die Gesamtentwic k-
lung der Kinder, abzuwenden; dabei werden  alle Aspekte von der Zahnpflege und Fluor i-
dierung über die Ernährung bis zur  Hinführung auf eine zahnärztliche  Behandlung abge-
deckt, um möglichst frühzeitig gegenzusteuern und weitere Schäden zu vermeiden: Hie r-
zu gehören auch logopädische und kieferorthopädische Befunde und entsprechende 
Empfehlungen bzw. Maßnahmen. 
 
• Die Zahngesundheit in Münster ist dank jahrelanger intensiver Bemühungen durch rege l-
mäßige Untersuchungen, gruppen- und individualprophylaktische sowie sozialkompens a-
torische Maßnahmen auf einem guten Niveau angekommen, was durch die Gesamte r-
gebnisse dokumentiert ist. 
 
• In einem mündlichen Vortrag mit PP-Präsentation erfolgt eine ausführliche Darstellung zu 
allen angesprochenen Themenbereichen. 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtrat

Beratungsverlauf (1)

29.02.2012 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 10 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0090/2012
Typ
Vorlagen
Datum
07.02.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37