3240/2016
Schenkungsannahme für das Werk "Einsturzstelle" (Hinweisschild) des Künstlers Mischa Kuball
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Anlage 2 (Fotografie des Werkes)
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ANLAGE 2 Werk „Einsturzstelle“ des Konzeptkünstlers Mischa Kuball
Anlage 1 (Schreiben zur Schenkung)
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Anlage 3 (Lageplan)
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E 32356572 N 5644445 E 32356232N 5643965 Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Die Geoinformationen sind gesetzlich geschützt und nur für den Dienstgebrauch zu verwenden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit sind die jeweiligen Herausgeber verantwortlich. Diese sind auch für die Genehmigung weitergehender Nutzung zuständig. Auszug aus: Flurstuecke, Gebaeude, Bauwerke u.a. Maßstab 1:2000 Datum: 17.5.2016 KölnGIS 100 m
Anlage 4 Auszug Kunstbeirat vom 26.01.2017
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Anlage 4 Geschäftsführung Kunstbeirat Frau Rönn Telefon: (0221) 221-23146 Fax : (0221) 221-24141 E-Mail: brigitte.roenn@stadt-koeln.de Datum: 08.02.2017 Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Kunstbeirates vom 26.01.2017 öffentlich 3.1 Schenkungsannahme für das Werk "Einsturzstelle" (Hinweisschild) des Künstlers Mischa Kuball 3240/2016 Der Kunstbeirat begrüßt die Annahme der Schenkung des Werks „Einsturzstelle“ des Künstlers Mischa Kuball durch den Rat der Stadt Köln und macht angesichts der aktuellen Presseberichterstattung deutlich, dass das Schild die offiziellen Hinweisge- ber auf Sehenswürdigkeiten entlang der Autobahnen ironisierend zitiert, um den katastrophalen Einsturz des Historischen Archivs an diesem Ort mit seiner noch immer nicht abgeschlossenen Aufklärung im allgemeinen Bewusstsein zu halten. Einstimmig beschlossen.
Beschlussvorlage Rat .
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61 611/2 kuhn ma Vorlagen-Nummer 3240/2016 Freigabedatum 20.01.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Schenkungsannahme für das Werk "Einsturzstelle" (Hinweisschild) des Künstlers Mischa Kuball Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat beschließt, das Werk "Einsturzstelle" (Schild) des Künstlers Mischa Kuball als Schenkung durch die Initiative ArchivKomplex anzunehmen und stimmt der Aufstellung im öffentlichen Raum für die Dauer der Baumaßnahmen im Bereich der Einsturzstelle zu. Alternative: Der Rat beschließt, das Werk "Einsturzstelle" des Künstlers Mischa Kuball nicht anzunehmen und es an die Initiative ArchivKomplex zurückzugeben. Kunstbeirat 26.01.2017 Ausschuss Kunst und Kultur 31.01.2017 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.02.2017 Stadtentwicklungsausschuss 09.02.2017 Rat 14.02.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2017 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. ca.1.550 € c) bilanzielle Abschreibungen ________€ Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: _____ a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung: Anlass Zum siebten Jahrestag des Archiveinsturzes am 03.03.2016 überreichte die Initiative ArchivKomplex der Stadt Köln, vertreten durch die Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, als Schenkung ein Werk des Düsseldorfer Konzeptkünstlers Mischa Kuball mit dem Titel "Einsturzstelle". Die Stadtverwaltung ist verpflichtet, bei der Aufstellung von als Kunst bezeichneten Objekten im öffent- lichen Raum das förmliche Verfahren zur Annahme von Schenkungen durchzuführen. Dabei gibt der Kunstbeirat das fachliche Votum für die Deklaration als Kunst ab und berät den Rat bei der Annahme. Schenkung - Auszüge aus dem Schreiben von ArchivKomplex (vergleiche Anlage 1) "Die Kunstaktion nimmt am Ort des eingestürzten Historischen Archivs der Stadt Köln eine deutliche Markierung vor, die den Ort auch für Außenstehende kenntlich macht. Dabei wird die öffentlich be- kannte 'Schildersprache' benutzt, die auf die besondere 'geschichtliche Sehenswürdigkeit' verweist. Die Schenkung ist gebunden an den Ort der Einsturzstelle des Historischen Archivs der Stadt Köln in der Severinstraße. Eine Veränderung des Standorts ist in Absprache mit der Initiative ArchivKomplex und dem Künstler möglich, da sich dieser Raum weiter verändert und entwickelt und das Kunstwerk dann städtebaulich eingebunden werden kann. Das Werk besitzt einen symbolischen Wert und kei- nen Versicherungswert." Initiative/Künstler Bei der Initiative ArchivKomplex handelt es sich um eine unabhängige Gruppe von Künstlern, Archi- tekten, Autoren und anderen engagierten Bürgerinne und Bürgern, die im Bereich der ehemaligen Einsturzstelle durch temporäre Aktionen und Interventionen die Diskussion über den Archiveinsturz, den Umgang mit der Einsturzstelle und das mögliche Potential des Orts belebt. 3 Der Künstler Mischa Kuball ist seit 2007 Professor an der Kunsthochschule für Medien Köln. 2015 wurde er in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt. Er ist aktueller Preisträger des Deutschen Lichtkunstpreises 2016. Daten/Maße Bei dem Werk "Einsturzstelle" handelt es sich um eine Hinweistafel - in Analogie zu den touristischen Hinweisschildern zum Beispiel an Autobahnen - in der Größe von circa 1,60 x 1,30 m (vgl. Anlage 2). Standort (während der Baumaßnahmen im Bereich Waidmarkt/Einsturzstelle) Bei dem Standort der Hinweistafel handelt es sich um den öffentlichen Raum der Severinstraße im Bereich der Einsturzstelle des ehemaligen historischen Archivs (vgl. Anlage 3) Im Rahmen der Baumaßnahme wird es durch Veränderungen im Baustellenbereich jedoch erforder- lich werden, das Hinweisschild bei Bedarf zu versetzen. Die Ausführung der erforderlichen Arbeiten soll durch die Baustelle Waidmarkt/Gleiswechselbauwerk erfolgen. In diesem Zusammenhang wer- den die KVB aufgefordert, die notwendigen Verlagerungen während des Weiterbaus und der damit einhergehenden Baustellenveränderung in Abstimmung mit der Stadt Köln sowie der Initiative Archiv- Komplex und dem Künstler Mischa Kuball rechtzeitig vorzunehmen beziehungsweise die Stadt Köln (hier: das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau sowie das Amt für Straßen und Verkehrstech- nik) wird von der Bauherrin KVB/Projektleitung in die Abstimmungen zu notwendigen Versetzungen und Standorten des Schildes eingebunden. Die informelle Anbindung der Bürgerinitiative ArchivKom- plex und des Dezernates VI/61 erfolgt über das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau. Bezüglich der folgenden Ausführung aus dem Schreiben von ArchivKomplex (vgl. auch vorstehend): "Eine Veränderung des Standorts ist in Absprache mit der Initiative ArchivKomplex und dem Künstler möglich …" bleibt dabei festzuhalten, dass eine Einbeziehung des Künstlers und der Initiative bei er- forderlicher Veränderung des Standortes vorgesehen wird, jedoch bei einer Versetzung des Schildes die ungehinderte Nutzung und Funktion des öffentlichen Straßenlandes Vorrang besitzt. Das heißt unter anderem, dass einer Aufstellung (heute im Bereich der Fahrbahn) nur so lange zugestimmt werden kann, wie die Nutzung der Fahrbahn nicht möglich ist. Die Kosten für diese Maßnahme sollen von der Baustelle übernommen werden. Finanzielle Auswirkungen Durch Annahme des Werks wird die Stadt Köln Eigentümerin der Hinweistafel, die zukünftig vom Dezernat VII/Kunst und Kultur verwaltet wird. Der Stadt Köln entstehen dabei die nachstehenden Fol- gekosten: Pflege/Reinigung des Objekts (Schild): keine (*), Wartung der konstruktiv-statischen Bauteile: ohne zusätzliche Folgekosten (die Wartung wird von der Verwaltung, dem Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau durch- geführt), regelmäßiger Standsicherheitsnachweis: ohne zusätzliche Folgekosten (dieser wird von Verwaltung, dem Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau durchgeführt), Versetzung des Schildes (durch Veränderungen der Baustelle am Waidmarkt): circa 775 € (brutto) pro Versetzung, das heißt bei geschätzten 12 Versetzungen bis 2022 à 775 € circa 9.300 € (brutto) insgesamt beziehungsweise 1.550 € (brutto) pro Jahr(**). Für die im Zusammenhang mit den notwendigen Versetzungen des Schildes entstehenden Aufwen- dungen sind die entsprechenden Mittel im Teilergebnisplan 1202 – Brücken, Tunnel, Stadtbahn. ÖPNV, in der Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen ab dem Haushaltsjahr 2017 entsprechend berücksichtigt. 4 (*) - siehe Seite 3 - Mit dem Künstler Herrn Prof. Kuball fand ein Austausch zum Thema der Reinigung des Objekts (ins- besondere vor dem Hintergrund von Graffiti) statt. Das Schild wurde ohne Graffiti Schutz an die Stadt Köln übergeben. Ein nachträglicher Graffiti-Schutz beider Seiten mit einem Keramik-Lack läge bei circa 800 € (brutto). Der Künstler hat die Nacharbeit gegenüber der Stadt Köln beziehungsweise dem Rat der Stadt Köln freigestellt. Seitens des Künstlers wird bevorzugt, eine Reinigung des Objekts als Werk im öffentlichen Raum zu vermeiden. Sofern das Werk tatsächlich mit Graffiti besprüht würde, so müsste im konkreten Fall gesondert mit dem Künstler beraten werden. Die Verwaltung hält dies - bei Verzicht auf einen ergänzenden Schutz - für eine denkbare Lösung. Entsprechend der vorstehenden Ausführungen zur Verwaltung des Objekts ergibt sich für den Fall, dass Reinigungsarbeiten doch erforderlich werden sollten, folgende Zuständigkeit: Die Federführung der Abstimmung sowie die Kostenübernahme zur Reinigung des Werks liegen bei VII. (**) - siehe Seite 3 - Es wird davon ausgegangen, dass zwei Versetzungen pro Jahr erforderlich werden. Bei einer ge- schätzten Bauzeit bis 2022 (6 Jahre) ist somit von 12 Versetzungen insgesamt auszugehen. Anschlussverbleib (nach Abschluss der Baumaßnahmen im Bereich Waidmarkt/Einsturzstelle) Die Thematik des Gedenkens an den Einsturz des Historischen Archivs wurde im Rahmen des 2012 durchgeführten Wettbewerbsverfahrens "Erweiterung des Gymnasiums Kaiserin-Augusta-Schule und städtebauliche Entwicklung des Georgsviertels", in dessen Aufgabenstellung Ergebnisse aus dem vorauslaufenden neunmonatigen Bürgerbeteiligungsverfahren eingeflossen sind, aufgenommen. Das Thema Gedenken und Erinnerung an den Archiveinsturz sollte auf Basis der ausgewerteten Er- gebnisse aus dem Bürgerbeteiligungsverfahren 2011 in vorgenanntem Wettbewerbsverfahren zu- nächst räumlich verortet, jedoch nicht im Detail ausgestaltet werden. Dies entspricht der Beschlussla- ge aus Dezember 2011 (vergleiche Session 4166/2011). Mit Abschluss des Wettbewerbes in 2012 liegen neben dem Ergebnis zur Schulerweiterung der Kai- serin-Augusta-Schule die städtebaulichen und stadträumlichen Rahmenbedingungen der zukünftigen Entwicklung für den Bereich der ehemaligen Archivflächen vor. Auf Grundlage des Wettbewerbs aus 2012 wird die Planung zur Erweiterung und Sanierung der Kai- serin-Augusta-Schule vorangetrieben. Der städtebauliche Ideenteil, der auch die Verortung des Ge- denkens und Erinnerung beinhaltete, ist zunächst weiter stadträumlich zu vertiefen, bevor ein künstle- rischer Wettbewerb mit internationaler Beteiligung zeitlich konkretisiert und ausgelobt werden kann (vergleiche auch Mitteilung Session 0762/2014). Dieser Prozess ist aktuell ausgesetzt und soll dann wieder aufgenommen werden, sobald sich konk- ret abzeichnet, wann mit einer Wiederbebauung/-nutzung des entsprechenden Grundstücks entlang der Severinstraße gerechnet werden kann. In Zusammenhang mit dem Ende der Baustelle und der weiteren zukünftigen Entwicklung wird dann der weitere Verbleib des Schildes zu klären sein. Hierzu sollen zu gegebener Zeit die Initiative und der Künstler eingebunden werden. Anlagen 1 Schreiben zur Schenkung von der Initiative ArchivKomplex vom 02.03.2016 2 Fotografie des Werkes 3 Lageplan
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3240/2016
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 09.02.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27