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1044/2019

Ist Braunkohleverbrennung in Köln verzichtbar?

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 19.03.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 21.03.2019, TOP 1.5.1

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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2330 Zeichen

Presseinformationen - RheinEnergie AG
https://www.rheinenergie.com/de/unternehmensportal/presse/presseinformationen/presseinformationen_121280.php 1/1
RheinEnergie begrüßt den Kohlekompromiss –
Kraft-Wärme-Kopplung und Wärmenetze als
wesentlicher Baustein bestätigt.
28.01.2019
Aus Sicht der RheinEnergie ist der von der Kommission Wachstum,
Strukturwandel und Beschäftigung erzielte Vorschlag für die zukünftige
Ausgestaltung des Energiesektors insgesamt eine gute Lösung.
„Wir begrüßen diesen Kompromiss, weil damit langfristig die politischen
Rahmenbedingungen abgesteckt sind; setzt die Bundesregierung diese jetzt
konkret um, so entsteht daraus Planungssicherheit für alle Beteiligten“, sagte Dr.
Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie. „Die Aspekte
Versorgungssicherheit und Sozialverträglichkeit spielen eine wichtige Rolle im
Plan. Ebenso ist zu begrüßen, dass neben einem weiteren konsequenten Ausbau
der Erneuerbaren Energien die gasbasierte Kraft-Wärme-Kopplung und mit ihr die
Fernwärme eine wichtige Rolle auch in Zukunft spielen. Das bestätigt unsere
Doppelstrategie: Regional und überregional in Erneuerbare Energie zu investieren
und im Ballungsraum Rheinland ortsnah Klimaschutz insbesondere im
Wärmemarkt über hoch effiziente Kraft-Wärme-Kopplung zu realisieren.“
„Energiewende muss für die Menschen bezahlbar bleiben“
Insbesondere für die Versorgungssicherheit spiele die Kraft-Wärme-Kopplung eine
große Rolle, und dort liege auch das kostendämpfende Potential für die
Energiewelt der kommenden Jahre. „Denn wir müssen auch darauf achten, dass
die Energiewende dauerhaft für die Menschen bezahlbar bleibt“, so Steinkamp
weiter.
Positiv beurteilt die RheinEnergie, dass die Verknüpfung der Sektoren Wärme,
Strom und Mobilität weiter voranschreiten soll; nur durch eine intelligente
Verknüpfung dieser Bereiche lassen sich die Klimaschutzziele erreichen. Lokal
und regional arbeitet das Unternehmen bereits seit geraumer Zeit daran.
Einen Kritikpunkt sieht die RheinEnergie: „Der entscheidende Maßstab für einen
Stilllegungsfahrplan von Kohleanlagen sollte unter Berücksichtigung der
Versorgungssicherheit vor allem der Kohlendioxidausstoß sein; außerdem sehen
wir dabei auch reine Stromkraftwerke zeitlich vor den Anlagen, die gleichzeitig
Wärme mit produzieren“, so Dr. Steinkamp abschließend.

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

3168 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
II/20/201/2 
 
Vorlagen-Nummer 19.03.2019 
 1044/2019 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Umwelt und Grün 21.03.2019 
 
Ist Braunkohleverbrennung in Köln verzichtbar? 
hier: Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln (AN/0141/2019) vom 28.01.2019 
Welche Möglichkeiten gibt es bereits heute, auf Kohle als Brennstoff im Kraftwerk Merkenich 
zu verzichten? 
Im Zusammenhang mit der Anfrage der  Fraktion Die LINKE im Rat der Stadt Köln vom 13.09.2018 
(AN/1319/2018) und der Beantwortung zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Grün am 
20.11.2018 (Session-Nr. 3771/2018) hat die Fraktion Die LINKE mit Schreiben vom 28.01.2019 
(AN/0141/2019) um Beantwortung folgender weiterer Fragen gebeten: 
 
1. Ist es bereits heute technisch möglich, so wie z.B. im Winter 2014/2015 als der 
Braunkohleblock mehrere Monate ausfiel, die erforderlichen Mengen an Fernwärme und 
Dampf im Heizkraftwerk Merkenich nur mit dem Block 4/Kessel 4, der GuD-Anlage und dem 
Reservekessel herzustellen? Wenn nein, bitten wir um Erläuterung. 
 
2. Falls dies nicht möglich ist, ist es technisch möglich unter Einbeziehung der 
Dampfkapazität der Müllverbrennungsanlage auf Block 6/ Kessel 6 im Heizk raftwerk 
Merkenich und damit auf die Kohleverbrennung zu verzichten?  Hier bitten wir in jedem 
Falle um Erläuterung. 
 
3. Gibt es noch andere technische Möglichkeiten auf die Verwendung von klimaschädlicher 
Braunkohle im Heizkraftwerk Merkenich schon jetzt zu verzichten? Wenn ja, welche? 
 
Die Verwaltung hat hierzu die RheinEnergie AG um Stellungnahme gebeten. Deren Antwort lautet wie 
folgt: 
 
„Zu 1.: 
 
Eine sichere Wärmeversorgung kann mit diesen Kraftwerksanlagen nicht dargestellt werden. 
 
 
Zu 2.: 
 
Einen Großtei l des Jahres könnte die Wärmeversorgung technisch mit den in dieser Frage 
angesprochenen Erzeugungskapazitäten dargestellt werden. Jedoch ist dies nicht über das ganze 
Jahr gesehen möglich. 
 
Zu 3.: 
 
Die RheinEnergie AG geht davon aus, dass der Abschlussber icht vom 26.01.2019 der von der 
Bundesregierung eingesetzten Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ mit den 
vielfältigen Empfehlungen größtenteils umgesetzt wird. Wie aus der Pressemitteilung der

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RheinEnergie AG zu dem Thema ersichtlich is t, unterstützt das Unternehmen zum großen Teil die 
Empfehlungen der sogenannten Kohlekommission.   Damit ist auch deutlich, dass es nicht darum 
geht, ob im HKW Merkenich der Braunkohleblock stillgelegt wird, sondern wann der richtige Zeitpunkt 
ist. Wie bere its mehrfach geschrieben, untersucht die RheinEnergie technische Möglichkeiten zur 
Aufrechterhaltung einer langfristigen sowie nachhaltigen und insbesondere wirtschaftlichen 
(bezahlbaren) Wärmeversorgung der Industrie- und Haushaltskunden im Kölner Norden auch ohne 
Einsatz von Braunkohle. Diese Arbeiten laufen noch. Eine in Prüfung befindliche Möglichkeit wird z.B. 
der Neubau einer GuD-Anlage anstelle des Braunkohleblockes sein. 
 
Die angesprochene Pressemitteilung finden Sie im Anhang.“ 
 
 
Anlage 
 
Gez. Prof. Dr. Diemert

Beratungsverlauf (1)

21.03.2019 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1044/2019
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
19.03.2019
Erstellt
18.03.2019 09:29