0557/2023
Berichtszahlen der Bundesstatistik § 8a SGB VIII Meldungen 2. Halbjahr 2022
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 16.02.2023 0557/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 14.03.2023 Berichtszahlen der Bundesstatistik § 8a SGB VIII Meldungen 2. Halbjahr 2022 Seit dem Jahr 2012 erfasst die amtliche Kinder- und Jugendhilfestatistik (KJH-Statistik) die hier kurz als „8a-Verfahren“ bezeichneten Tätigkeiten des Jugendamtes, die in § 8a Abs. 1 SGB VIII geregelt werden. Statistisch nicht erfasst werden diejenigen Fälle, die dem Jugend- amt nicht bekannt werden. Darunter können auch solche Situationen sein, in denen anderen Personen – beispielsweise Erzieher*innen, Kinderärzt*innen oder Lehrkräfte/-n – Anzeichen für Vernachlässigungen aufgefallen sind und sie ohne Beteiligung des Jugendamtes darauf hingewirkt haben, dass die Situation verbessert wurde. Das „8a-Verfahren“ ist Teil der statistischen Erfassung im Rahmen des Fallmanagement SGB VIII (FMG8) in AKDN. Der Jugendhilfeausschuss wird regelmäßig über die Berichtszahlen aus dem abgelaufenen Halbjahr unterrichtet. Entwicklung 8a-Verfahrensanzahl und Abschlussergebnisse für das 2. Hj. 2022 Abschlussergebnis Innenstadt Rodenkirchen Lindenthal Ehrenfeld Nippes Chorweiler Porz Kalk Mülheim Ortsfremde Kinder und Jugendliche Jugendamt Köln Keine KWG, keine Hilfe 10 75 53 65 120 73 295 244 242 60 1.237 Keine KWG, aber Hilfe 13 29 44 35 43 33 36 136 178 4 551 Latente Kindeswohlgefährdung - 9 16 16 2 11 13 38 123 2 230 Kindeswohlgefährdung 7 16 22 11 3 23 25 92 93 6 298 ohne Abschlussergebnis 2 5 3 31 23 4 58 17 12 - 155 Verfahrenssumme 32 134 138 158 191 144 427 527 648 72 2.471 Zum Vergleich: Entwicklung 8a-Verfahrensanzahl und Abschlussergebnisse für das 1. Hj. 2022 Abschlussergebnis Innenstadt Rodenkirchen Lindenthal Ehrenfeld Nippes Chorweiler Porz Kalk Mülheim Ortsfremde Kinder und Jugendliche Jugendamt Köln Keine KWG, keine Hilfe 9 113 38 55 93 59 233 161 230 11 1.002 Keine KWG, aber Hilfe 23 16 50 19 21 40 40 167 167 5 548 Latente Kindeswohlgefährdung 3 4 13 68 7 11 14 55 101 6 282 Kindeswohlgefährdung 3 14 25 26 15 16 27 80 86 6 298 ohne Abschlussergebnis 2 4 - 25 18 4 39 11 7 3 113 Verfahrenssumme 40 151 126 193 154 130 353 474 591 31 2.243 Bei der letzten Auswertung 1. Hj. 2022 kam es bedauerlicherw eise zu einem Datenfehler, w eshalb hier die korrigierten Werte dargestellt w erden und im Vergleich zu denen des Vorberichts abweichen. 2 Entwicklung 8a-Verfahrensanzahl und Abschlussergebnisse für das 2. Hj. 2021 Abschlussergebnis Innenstadt Rodenkirchen Lindenthal Ehrenfeld Nippes Chorweiler Porz Kalk Mülheim Ortsfremde Kinder und Jugendliche Jugendamt Köln Keine KWG, keine Hilfe 11 99 50 62 64 37 176 174 171 14 858 Keine KWG, aber Hilfe 5 21 41 18 31 23 16 81 166 13 415 Latente Kindeswohlgefährdung 8 1 12 125 5 6 31 19 53 2 262 Kindeswohlgefährdung 5 9 20 15 8 13 23 50 68 1 212 ohne Abschlussergebnis 5 4 12 21 5 7 24 15 26 - 119 Verfahrenssumme 34 134 135 241 113 86 270 339 484 30 1.866 Entwicklung 8a-Verfahrensanzahl und Abschlussergebnisse für das 1. Hj. 2021 Abschlussergebnis Innenstadt Rodenkirchen Lindenthal Ehrenfeld Nippes Chorweiler Porz Kalk Mülheim Ortsfremde Kinder und Jugendliche Jugendamt Köln Keine KWG, keine Hilfe 9 113 58 19 44 49 234 256 234 18 1.034 Keine KWG, aber Hilfe 15 25 25 19 34 45 29 144 177 17 530 Latente Kindeswohlgefährdung 3 8 2 120 7 20 12 26 53 1 252 Kindeswohlgefährdung 3 4 4 19 4 17 42 51 71 1 216 ohne Abschlussergebnis - 5 7 5 8 6 25 17 22 2 97 Verfahrenssumme 30 155 96 182 97 137 342 494 557 39 2.129 Jahresauswertung Anzahl 8a Verfahren nach Abschlussergebnissen 8a-Datenbestand aus dem FMG, vom 12.01.2023 2019 2020 2021 2022 Keine KWG, keine Hilfe 1.922 2.041 2.027 2.220 Keine KWG, aber Hilfe 1.104 1.107 1.029 1.076 Latente Kindeswohlgefährdung 505 535 529 506 Kindeswohlgefährdung 510 500 450 586 ohne Abschlussergebnis 236 164 187 267 Gesamtergebnis 4.277 4.347 4.222 4.655 Abweichungen zwischen den Summen der Halbjahresberichte und dieser Jahresauswertung ergeben sich aus den unterschiedlichen FMG-Datenbeständen (Fallmanager) zum Zeitpunkt der Erstellung der jeweiligen Auswertung (z.B. im Jahr 2022: Gesamtergebnis 4.714 vs 4.655 8a-Verfahren). Die Fallzahlentwicklung in 2022 scheint den Eindruck zu bestätigen, dass der Rückgang der Anzahl der Meldungen von gewichtigen Anhaltspunkten für eine mögliche Kindeswohlgefährdung gem. § 8a SGB VIII in 2021 auf die Schließungen von Kitas und Schulen zurückzuführen sind. Durch die Schließungen waren offensichtlich weniger Kindeswohlgefährdungen aufgefallen und daher weniger gemeldet worden. Ein tatsächlicher Rückgang von Gefährdungsmeldungen kann nicht beschrieben werden. Vielmehr deutet der Fallanstieg auf eine höhere Belastung von Familien hin. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0557/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.02.2023
- Erstellt
- 13.02.2023 09:30