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1500/2021

Sachstandsbericht zum Umzug des Kölnischen Stadtmuseums in das Haus Sauer, Minoritenstr.

Mitteilung Ausschuss 23.04.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 27.04.2021, TOP 8.10

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

4680 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4518 
 
Vorlagen-Nummer  23.04.2021 
 1500/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 27.04.2021 
 
 
Bericht über den bevorstehenden Umzug des Kölnischen Stadtmuseums in das Haus Sauer, 
Minoritenstraße 
 
 
Ausgangslage 
 
Bedingt durch die bauliche Situation, verschärft durch einen Wasserschaden im Jahr 2017, ist die 
gesamte Dauerausstellung aus dem Zeughaus evakuiert worden. Die bauliche Situation erlaubt es 
nicht mehr, künftig im Zeughaus eine neue Dauerausstellung zu präsentieren. 
Der Rat der Stadt Köln hat im Dezember 2018 den Umzug des Kölnischen Stadtmuseums in das 
ehem. Modekaufhaus Sauer in der Minoritenstraße, als Interim bis zur Fertigstellung der Historischen 
Mitte (nach derzeitigen Planungen frühestens 2028) beschlossen. 
Ein Mietvertrag wurde 2019 mit dem Eigentümer und der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln geschlos-
sen, das Kölnische Stadtmuseum ist lediglich Nutzer. Seit Erteilung der Baugenehmigung im Novem-
ber 2020 erfolgt der Umbau von Haus Sauer durch den Eigentümer. 
 
Die nächsten Schritte 
 
Die Übergabe des Hauses durch den Eigentümer an die Stadt Köln ist geplant nach Abschluss der 
Bauarbeiten im 3. Quartal 2021. 
Nach Übergabe des Hauses Sauer im 3. Quartal 2021 erfolgt sukzessive der komplette Auszug des 
Kölnischen Stadtmuseums aus den Gebäuden in der Zeughausstraße und der Einzug der Verwal-
tung, der Graphischen Sammlung, der Bibliothek, der Museumspädagogik und der Restaurierungs-
werkstätten in das Haus Sauer. Mietzahlungen an den Eigentümer werden erst mit Schlüsselüberga-
be fällig. 
Gleichzeitig kann mit der Herrichtung und Inszenierung der neuen Dauerausstellung in den dafür vor-
gesehenen, aber noch völlig leeren Räumen begonnen werden. Diese umfassen zusammen eine 
Fläche von etwa 750 Quadratmetern, hinzu kommt noch der Eingangsbereich mit großzügigem Fo-
yer. Hierfür wird seit einiger Zeit ein umfangreiches und detailliertes Ausstellungskonzept erarbeitet. 
Bereits im Herbst 2021 präsentiert das Museum im Haus Sauer eine erste Sonderausstellung „auf der 
Baustelle“: „Modehaus goes Museum“ – zur Geschichte und Verwandlung des Hauses. Gleichzeitig 
gibt es eine Öffnung für Programme, etwa mit einer „Bar“ in der Museumsnacht. 
Ab dem 3. Quartal 2021 erfolgt die Herrichtung der Ausstellungsflächen, der Bau der Dauerausstel-
lung, die Einrichtung von Didaktik und Museumspädagogik, schließlich die Einbringung der Objekte. 
Geplant ist die Eröffnung der neuen Dauerausstellung im 2. Quartal 2022 (abhängig vom Zeitplan 
aufgrund der pandemiebedingten Lage). 
 
Einige kurze Einblicke 
 
Im Foyer wird eine Ausstellungsfläche, der „Open Space“, als Forum der Stadtgesellschaft entstehen. 
Hier werden gemeinsam mit externen Partner*innen künftig Ausstellungen zu aktuellen und gesell-
schaftlich relevanten Themen präsentiert – als neue intensive Kooperation mit unterschiedlichsten

2 
 
gesellschaftlichen Gruppen (Künstler*innen, Vereine, Organisationen, Firmen, Ämter usw.). 
Als Entree dient ein zentral gelegener Auftaktraum, in dem die Geschichte Kölns anhand von weni-
gen, aber aussagekräftigen Objekten – von der Gründung bis zur Gegenwart – erzählt wird. Für 
Kurzbesucher*innen ein schneller Überblick, gleichzeitig idealer Einstieg und Ausgangspunkt für wei-
tere, individuelle Entdeckungstouren. 
Die übrigen Räume der Dauerausstellung folgen jedoch nicht der Chronologie. Den Leitfaden bilden 
hier an die Besucher*innen gestellte Fragen und damit verbundene Emotionen. Dadurch werden die 
erzählten Geschichte(n) begreifbar und fordern das Publikum auf, sich mit dem jeweiligen Thema 
auseinanderzusetzen. Aktuelle Fragen spannen die Brücke von der Vergangenheit über die Gegen-
wart zur Zukunft. Hierbei werden überraschende Parallelitäten von Objekten und Geschichten aller 
Jahrhunderte sichtbar. Ungewöhnliche Themen werden miteinander verbunden und Sichergeglaubtes 
hinterfragt, stadtgeschichtliche Ereignisse auf völlig neuartige Weise erzählt: „Was macht uns Angst?“ 
oder „Was verbindet uns?“ – Was bewegte die Menschen im Mittelalter, was vor 200, was vor 50 Jah-
ren? Wovor haben wir heute Angst? Wovor fürchteten sich die Kölner*innen früher? 
Hinzu kommt das Projekt der Köln-Expert*innen, entwickelt im partizipativen Dialog mit einer hetero-
genen, diversen Gruppe von Kölner*innen, die ihre persönlichen Objekte und Geschichten zu The-
men der Ausstellung machen, mit ihren aktuellen Antworten auf die emotionalen Fragestellungen. 
Vorgesehen ist, das gesamte Konzept der neuen Dauerausstellung den politischen Gremien im 
Sommer 2021 vorzustellen. 
 
 
gez.: Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

27.04.2021 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Minoritenstraße
  • Zeughausstraße

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Details

Aktenzeichen
1500/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
23.04.2021
Erstellt
21.04.2021 08:33