0061/2021
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln - Kostenerhöhung
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Anlage 2 - Nachtragskostenberechnung DreesSommer 2021
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Anlage 2 Stand: 07.03.2021 Drees & Sommer Projektmanagement und bautechnische Beratung GmbH Habsburgerring 2 50674 Köln Telefon +49 221 13050-0 Telefax +49 221 13050-155 info.koeln@dreso.com www.dreso.com Bearbeiter: Herr Könings Herr Tepner MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anlage zur Ratsvorlage MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 07.03.2021 Mehrkosten Ratsvorlage 2017: Kostenfortschreibung 2021: Gründe für die Mehrkosten, die in der Kostenprognose 2021 enthalten sind: Mit Vorlage 1679/2017 vom 12.06.2017 wurde einer Erhöhung der Kosten von 61,578 Mio. brutto auf 77 Mio. Euro brutto vom Rat am 11.07.2017 zugestimmt. Diese Vorlage beinhaltet die Kostenfortschreibung seit 2017 bis zum voraussichtlichen Fertigstellungstermin 2024 inkl. eines angepassten Risikobudgets. Erläuterung der Gründe für die Kostenerhöhungen von 03/2020 zu 03/2021 (95 Mio. zu 127 Mio. €) - Im Frühjahr 2020 wurde in den Gremienterminen im Zusammenhang mit der Bekanntgabe des neuen Fertigstellungstermins 2024 mitgeteilt, dass sich die Kosten für das Projekt MiQua voraussichtlich auf 95 Mio. € erhöhen. Es wurde bereits damals darauf hingewiesen, dass es sich hierbei noch um eine vorläufige Prognose handelt und dass die konkreten Gesamtkosten im Herbst 2020 mitgeteilt werden, wenn die Neuausschreibungen der 7 Schlüsselgewerke für Dach, Fassade und TGA erfolgt sind. - Die Prognose i.H.v. 95 Mio. € von 03/2020 stellte einen IST-Stand der Kostenprognose im Februar 2020 dar. Die Auswirkungen der Terminverschiebung der Fertigstellung auf 03/2024 sind seinerzeit noch nicht in die Kostenprognose eingeflossen. - Die monetäre Bewertung der Auswirkungen der Terminverschiebung (Baupreissteigerung in allen Gewerken) wurde erst im Laufe des Jahres 2020 durchgeführt und floss in die aktuelle Prognose i.H.v. 127,0 Mio. € ein. - Neue monetäre Erkenntnisse aus 2020 sind in der Kostenprognose 127 Mio. € enthalten: Auswirkungen der Coronapandemie, größere Kostensteigerungen als in den Vorjahren. - Zusätzliche Erkenntnisse aus weiteren 12 Monaten Sandabsaugung und Freilegen der Archäologie wurden ebenfalls in der neue Kostenprognose 2021 berücksichtigt. Durch die verzögerten Tiefbauarbeiten und längeren Kampfmittelsondierungen aufgrund von fehlenden Freigaben, unzureichenden Bestandsplänen und neuen Befundsituationen folgte eine Bauzeitenverschiebung von 2 Jahren. Die Verschiebungen der Tiefbauarbeiten hatten zur Folge, dass die nachfolgenden Gewerke nach geltendem Baurecht nicht mehr an die ursprünglich vertraglich vereinbarten Termine und Preise gebunden waren. Eine Kostenerhöhung ist unvermeidbar gewesen. MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 07.03.2021 Die Preissteigerungen bei den neu ausgeschriebenen Gewerken im Vergleich zu den alten Submissionsergebnissen begründen sich in der langen Zeitspanne, die zwischen den ersten Ausschreibungen im Jahr 2016/2017 und den zweiten Submissionen im Jahr 2020 liegt. Die Preise sind aufgrund von Baupreissteigerungen, extremer Auslastung der Firmen und der finanziellen Unsicherheit in Bezug auf die Corona-Pandemie gestiegen. Abgesehen von Preissteigerungen aufgrund von Neuausschreibungen begründen sich die Mehrkosten in den Kostengruppen 300/400/500 durch: Im Jahr 2019 wurden intensive Verhandlungen mit den Firmen über die Bauzeitverschiebung und daraus resultierende Nachtragsansprüche als auch über Beschleunigungszahlungen geführt. Mit den beauftragten Firmen für die Stahlbetonarbeiten und Stahlbauarbeiten konnte man sich einigen. Zusätzliche Leistungen waren durch mehrfache Änderungen zur bereichsweisen Optimierung des Bauablaufs erforderlich, um einen Baustopp zu vermeiden. Durch einvernehmliche Auflösungen von 5 Verträgen, einer Insolvenz und einer Vergabeaufhebung mussten 7 Gewerke neu ausgeschrieben werden. Zusätzlich wurden 8 Ausschreibungen geteilt, um im Zuge einer Beschleunigungsmaßnahme die Arbeiten im Praetorium vorzuziehen. - Nachträge im Bereich der Stahlbetonarbeiten aufgrund von geänderten Ausführungen als Reaktion auf neue Bestandssituationen und vorgefundene Altschäden der angrenzenden Bauteile sowie aufgrund dessen technisch angepasste Lösungen und ein mehrfach ange-passter Bauablauf (z.B. Sanierung Bestandswände Praetorium, Fundament Hansasaal) - Aufwendige Unterfangungen der archäologischen Befunde (z.B. durch Spezial-Pfähle / Fa. ERKA-Pfahl) - Höhere Kosten für die aufwendigen Durchbrüche des Parcours innerhalb der archäologischen Befunde; da der Aufwand erst nach Freilegung der Befunde ermittelt werden konnte (sensibles Vorgehen durch komplizierte Sägeschnitttechnik) - Interimslüftung im Prätorium zum konservatorischen Schutz der archäologischen Befunde - Mehraufwand bei der Sandabsaugung durch das Abschlagen der Sauberkeitsschicht unterhalb des Stahlbetondeckels - erhöhten Sicherheitsanforderungen in den Räumlichkeiten der Museumspädagogik MPZ (Sicherheitsleitstelle, durchschusssichere Fenster, Lüftungsanlage, Schleusenausbildung des Eingangsbereiches und Gepäckkontrolle) - zusätzliche Sicherheitsanforderungen auf der Baustelle, um die archäologischen Befunde gegen Vandalismus zu schützen (Videoüberwachung, fester Holzbauzaun, Wachdienst mit Sicherheitsschleuse) MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 07.03.2021 - Stegstellung zur Entfluchtung des Historischen Rathauses bei Veranstaltungen - Honorarkosten wegen der Anpassungen der Technik und Leitungsführungen im MPZ aufgrund von neuen Bestandssituationen, die erst nach Auszug der Büros festgestellt werden konnten - Honorarkosten für die Umplanung der technischen Anlagen im MPZ zur vorzeitigen Fertigstellung und möglichen Nutzung - Verlängerte Vorhaltezeit für die Messeinrichtungen und Betreuung der Alarmierung durch Bauwerksbewegungen und Schwingungen - Laufzeitverlängerung Planerhonorare aufgrund von Bauzeitverlängerung / Projektlaufzeitverlängerung Den baulichen Mehrkosten gehen Honorarkosten in der Planung voraus: - Honorarkosten wegen Zweiteilung der Ausschreibungen aufgrund des Vorziehens der Baumaßnahme Prätorium (Zeitersparnis) - zusätzliche Honorarkosten bei der Statik wegen erneuter statischer Berechnung der Wände zum Prätorium nach Freilegen der Bestandswände sowie geänderter Parcoursführung zwischen in archäologischen Befunden - Honorare für verschiedene Sachverständige (Barrierefreiheit, Stahlbau, Dachabdichtungen, Fassade, Sicherheitskonzept etc.) - Honorarkosten Ausstellungsplaner durch geänderte Befundlage und daraus resultierende Änderungen des Ausstellungskonzeptes wie im Haus Bardowiek - Budgetanpassung der Musealen Ersteinrichtung durch Baupreissteigerungen - Ergänzung der Barrierefreiheit im Bereich der inklusiven Ausstellung - Erstellen einer Schwerlastbrücke im Bereich der Bürgerstrasse, um von der Baumaßnahme Rotes Haus unabhängig zu sein - Kosten für ein Schwerlastgerüst durch geänderten Bauablauf für den Stahlbau MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 07.03.2021 (alle Angaben in € brutto) 07.03.2021 Stand 03/2021 (best case) Stand 03/2021 (real case) Stand 03/2021 (worst case) Baukosten Baunebenkosten Grabungskosten A) Projektbudget / Kostenberechnung Optimierung III (06/2015) Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Mehrkosten Projekt Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Kostenschätzung MPZ Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Restrisiko Grabung + Umplanungskosten Entscheidungsvorlagen (EVs) Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Risikozuschlag 5% B) Zwischensumme Erhöhung Projektbudget Ratsbeschluss 07/2017 Zwischensumme A + B Erhöhung - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) siehe Anlage 1 - Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) Zwischensumme A + B inkl. Erhöhung Anteil EVs Mehrkosten KGR 200 (VE 2000er) exkl. Risikoanteil Mehrkosten KGR 300 (VE 3000er) exkl. Risikoanteil Mehrkosten KGR 400 (VE 4000er) exkl. Risikoanteil Mehrkosten KGR 500 (VE 5000er) exkl. Risikoanteil Mehrkosten KGR 600 (VE 6000er) exkl. Risikoanteil Mehrkosten KGR 700 (VE 7000er) exkl. Risikoanteil Mehrkosten Grabung (VE 7901) Mehrkosten Teilprojekt MPZ (VE 9000) exkl. Risikoanteil C) Mehrkosten während der Projektdurchführung (03/2021) Zwischensumme A + B + C Risikoanteil aus den Mehrkosten KGR 200 bis 700 sowie Teilprojekt MPZ 7.008.000,00 € 11.571.000,00 € 21.040.000,00 € prozentualer Anteil Risiko an Gesamtprognose 03/2021 6,09% 10,06% 18,29% Gesamtprognose Gesamtmaßnahme 03/2021 122.000.000,00 € 127.000.000,00 € 136.000.000,00 € 1.922.000,00 € 34.374.000,00 € 115.048.000,00 € 18.780.000,00 € 666.000,00 € 841.000,00 € (im Risikobudget enthalten) 11.350.000,00 € (im Risikobudget enthalten) 815.000,00 € 37.777.135,25 € 16.622.838,24 € 7.178.997,44 € 61.578.970,91 € 2.631.800,00 € siehe Nachtragskostenberechnung zur Ratsvorlage 07/2017 7.039.000,00 € 1.750.000,00 € 400.000,00 € 3.670.000,00 € 15.490.800,00 € 77.000.000,00 € 3.673.900,00 € 80.674.000,00 € MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 07.03.2021 (alle Angaben in € brutto) 07.03.2021 Stand 03/2021 (best case) Stand 03/2021 (real case) Stand 03/2021 (worst case) Baukosten Baunebenkosten Grabungskosten A) Projektbudget / Kostenberechnung Optimierung III (06/2015) Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Mehrkosten Projekt Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Kostenschätzung MPZ Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Restrisiko Grabung + Umplanungskosten Entscheidungsvorlagen (EVs) Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Risikozuschlag 5% B) Zwischensumme Erhöhung Projektbudget Ratsbeschluss 07/2017 Zwischensumme A + B Erhöhung - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) siehe Anlage 1 - Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) Zwischensumme A + B inkl. Erhöhung Anteil EVs Mehrkosten KGR 200 (VE 2000er) Mehrkosten KGR 300 (VE 3000er) Mehrkosten KGR 400 (VE 4000er) Mehrkosten KGR 500 (VE 5000er) Mehrkosten KGR 600 (VE 6000er) (im Risikobudget enthalten) Wesentliche Ursachen: Vergabe über Budget, Diverse zusätzliche Leistungen, die nicht im Hauptvertrag enthalten waren 15.490.800,00 € 77.000.000,00 € 3.673.900,00 € 80.674.000,00 € 815.000,00 € Wesentliche Ursachen: Diverse Nachträge Fa. F.W. Müller Tiefbauarbeiten, Schwerlastbrücke, Mehrmengen im Tiefbau 18.780.000,00 € Wesentliche Ursachen: Nachträge bei Stahlbetonarbeiten u.a. wegen Bauablaufoptimierungen aufgrund von Altschäden im Bestand (Bronzewand, Betonblock Hansasaal), Aufwendige Unterfangungen archäologische Befunde (z.B. Inschrift Aufzug AE), komplizierte Verfahren für Durchbrüche + Unterfangungen, Mehraufwand Sandabsaugung, Beschleunigungsvereinbarung Stahlbau, Neuausschreibungen, Änderungen Bauablauf, Bauzeitverlängerung, Baustelleneinrichtung + Bauzaun wegen erhöhten Sicherheitsanforderungen) 666.000,00 € Wesentliche Ursachen: Baupreissteiegerung wegen späterer Ausschreibung + Vergabe, Trennung LVs in Neubau + Prätorium 841.000,00 € 37.777.135,25 € 16.622.838,24 € 7.178.997,44 € 61.578.970,91 € 2.631.800,00 € siehe Nachtragskostenberechnung zur Ratsvorlage 07/2017 7.039.000,00 € 1.750.000,00 € 400.000,00 € 3.670.000,00 € MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 07.03.2021 (alle Angaben in € brutto) 07.03.2021 Stand 03/2021 (best case) Stand 03/2021 (real case) Stand 03/2021 (worst case) Mehrkosten KGR 700 (VE 7000er) Mehrkosten Grabung (VE 7901) Mehrkosten Teilprojekt MPZ (VE 9000) C) Mehrkosten während der Projektdurchführung (03/2021) Zwischensumme A + B + C Risikoanteil aus den Mehrkosten KGR 200 bis MPZ 7.008.000,00 € 11.571.000,00 € 21.040.000,00 € prozentualer Anteil Risiko an Gesamtprognose 03/2021 6,09% 10,06% 18,29% Gesamtprognose Gesamtmaßnahme 03/2021 122.000.000,00 € 127.000.000,00 € 136.000.000,00 € 34.374.000,00 € 115.048.000,00 € Wesentliche Ursachen: Baupreissteigerungen bei noch nicht ausgeschriebenen Vergabeeinheiten, Risikobudgets bei Baukosten sowie bei Planern, sonstige Risiken 11.350.000,00 € Wesentliche Ursachen: Umplanungen wegen erhöhten Sicherheitsanforderungen, Wiederholung von LPHs, Aufsplittung LVs in Neubau + Prätorium, Laufzeitverlängerung Honorare sowie Baunebenkosten, Laufzeitverlängerung Bauleitungen, zus. Sachverständige (im Risikobudget enthalten) 1.922.000,00 € Wesentliche Ursachen: Vergaben über Budget, da zeitliche Differenz zwischen Erstellung Kostenberechnung und Ausschreibung + Vergabe, komplizierte Lastversuche, aufgrund mangelnder Planunterlagen Bestand, Differenzen Planung zum Bestand, Kostensteigerungen Verlegung Lüftungsschacht von Basement EG ins DG, Sicherheitsanforderungen Fenster MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 07.03.2021 Anlage 1 - Übersicht Entscheidungsvorlagen MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 07.03.2021 Anlage 1 - Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) (alle Angaben in € brutto) Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) bis 07/2017 - Reine Baukosten exkl. Planungskosten KGR 700 EV 16 - Neuer Parcoursverlauf -28.100,00 € EV 16.2 - Fortschreibung Parcoursverlauf 250.000,00 € EV 17 - Umbau WC-Anlage Spanischer Bau 104.200,00 € EV 18 - Hauptzugang Jüdisches Museum 55.600,00 € EV 19 - Müllraum Historisches Rathaus - Anteil Hauptmaßnahme 87.300,00 € EV 23 - Dachaufbau -260.600,00 € EV 24 - Planung nach Energieleitlinie 2010 - 2012 0,00 € EV 25.1 - Gebäudesicherheit (I) - Planänderungen wegen Sicherheitsempfehlungen in Abstimmung u.a. mit der Kriminalpolizei (z.B. Durchschusshemmung für Glasflächen + Eingangstüren in FB4, Poller zum Schutz gegen anfahrende PKW) 293.900,00 € EV 25.2 - Gebäudesicherheit (II) - Planänderungen wegen Sicherheitsempfehlungen in Abstimmung u.a. mit der Kriminalpolizei (z.B. Sicherheitszentrale im Historischen Rathaus, Erweiterung der Einbruchmeldeanlage, Ertüchtigung der Videoüberwachungsanlage) 752.400,00 € EV 25.3 - Gebäudesicherheit (III) - Planänderungen wegen Sicherheitsempfehlungen in Abstimmung u.a. mit der Kriminalpolizei (z.B. Schleuse Eingangsbereich inkl. Sicherheitsgeräte) 452.400,00 € EV 28 - Fahrradstellplätze 10.500,00 € EV 29 - Platzaufbau in gebundener Ausführung 44.500,00 € EV 30 - Ergänzung Kampfmittelsondierung 53.700,00 € EV 31 - Grabung vor der Laube (in Schätzkosten Grabung VII/3 enthalten) 0,00 € EV 32 - Verglasung durchschusshemmend (integriert in EV 25.1) 0,00 € EV 34 - Fassade Historisches Rathaus Judengasse 31.700,00 € EV 35 - Introraum E02 0,00 € EV 36 - Anpassung Bohrpfahlwand Laube und Rathausturm 33.500,00 € EV 37 - Änderung Lagerflächen 14.100,00 € EV 38 - Änderungen Schweißnähte (vom BH abgelehnt) 0,00 € EV 40 - Optimierung Raumanforderungen in E02 (Personalräume, Putzmaschinenraum, Hausmeisterlager, etc.) 131.700,00 € EV 41 - Evakuierungskonzept 155.000,00 € EV 56 - Römerkanal 50.000,00 € EV xx - Baustellensicherheit und -überwachung 400.000,00 € Zwischensumme Entscheidungsvorlagen (EVs) bis 05/2017 2.631.800,00 € MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 07.03.2021 Anlage 1 - Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) (alle Angaben in € brutto) Korrektursummen, da einige EVs 2017 nur als Kostenschätzung vorlagen und mittlerweile konkretisiert wurden -53.800,00 € EV 16.3 - Fortschreibung Parcoursverlauf 28.300,00 € EV 25.4 - Gebäudesicherheit (IV) - Verlegung der Sicherheitszentrale (siehe EV 25.2) aus dem Historischen Rathaus ins MPZ -155.500,00 € EV 42 - Halogenfreie Installationsmaterialien 205.300,00 € EV 45 - Fassadenpfosten -9.800,00 € EV 46 - Entspiegelung Innenverglasung (Empfehlung Gutachter) 123.800,00 € EV 47a - VdS- Klasse C (Sicherheitskonzept; Anforderung des Versicherers) 107.300,00 € EV 48 - Brandschutzbeschichtung (Optimierung, da Ausschreibungsprodukt nicht mehr zulässig) 586.100,00 € EV 49 - Überarbeitung Nebenräume Ebene 00 56.300,00 € EV 50 - Unterfangungen Archäologie 525.700,00 € EV 51 - Aufsplittung Gewerke Prät. / Neubau 204.200,00 € EV 52 - WLAN 78.500,00 € EV 53 - Anstrich Ausstellungskonzept 110.500,00 € EV 54 - Spolien 260.600,00 € EV 55 - Vorrüstung Videoüberwachung Dachhaut (Sicherheitskonzept) 60.500,00 € EV 57 - Sprechanlage MPZ 57.600,00 € EV 58 - Lichtkuppeln / NRAs aus Glas (Sicherheitskonzept) 60.200,00 € EV 59 - Durchgänge Archäologische Wände 1.083.300,00 € EV 60 - Wände Außenräume E03 als Sandwichpaneel - entfällt 0,00 € EV 61 - Museumstitel Fassade 17.500,00 € EV 62 - Zusätzliche Abdichtungslage Dach 66.100,00 € EV 63 - Ausführung Drainage mittels Lehmrinne und Rückstaupumpen 125.000,00 € EV 64 - Komponenten Klima-Monitoring 55.000,00 € EV 65 - Vitrinenfühler Klima-Monitoring 75.000,00 € EV 66 - Heizkörper Windfang MPZ 1.200,00 € EV 69 - Anbindung Drainagepumpen 5.000,00 € Zwischensumme Entscheidungsvorlagen (EVs) ab 05/2017 bis heute 3.673.900,00 € Gesamtsumme Entscheidungsvorlagen (EVs) 6.306.000,00 € Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) ab 07/2017 bis 03/2021 - Reine Baukosten exkl. Planungskosten KGR 700 - für technische notwendige Ergänzungen -
Haushaltsrechtliche Unterrichtung des Rates
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/3 Vorlagen-Nummer 0061/2021 Freigabe: 30.03.2021 Haushaltsrechtliche Unterrichtung des Rates öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 22.04.2021 Bauausschuss 26.04.2021 Ausschuss Kunst und Kultur 27.04.2021 Finanzausschuss 03.05.2021 Rat 06.05.2021 MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln - Kostenerhöhung Der Rat nimmt die Aufwandserhöhung für die Baumaßnahme MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln in Höhe von rund 50 Mio. Euro brutto vor Umsetzung zur Kenntnis. Die Gesamtaufwendungen betragen nun rund 127 Mio. Euro brutto. Mitteilung Das Projekt MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln besteht aus drei Komponenten. Der erste Bereich, die Archäologische Zone, befindet sich unterirdisch zwischen dem Rathaus, dem Spanischen Bau, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Teil der Archäologi- schen Zone ist auch das Prätorium, das sich unter dem Spanischen Bau befindet. Ein 600 m langer Ausstellungsparcours erstreckt sich auf eine rund 6000 m² große unterirdische Fläche. Den zweiten Bereich bildet das aufgehende Museumsgebäude. Weitere Räumlichkeiten für das Museum, wie die Museumspädagogik und die Sicherheitszentrale, werden im Spanischen Bau untergebracht und bilden den dritten Bereich. Im gesamten Projekt ist der Leitgedanke „Schutz der Archäologie“ die oberste Förderauflage der Be- zirksregierung Köln. Dies zieht sich als roter Faden durch alle Teilmaßnahmen des Gesamtprojektes. Die Kombination aus den baulichen Besonderheiten eines Museums, das auf einem Stahlbetondeckel oberhalb einer archäologischen Befundebene gebaut wird, die Tatsache, dass die Gesamtmaßnahme als innerstädtische Baustelle im Herzen Kölns liegt sowie der Auflage „Schutz der Archäologie“ macht die Komplexität eines solchen Projektes deutlich und zeigt auf, dass hier ein erhöhter Schwierigkeits- grad bei allen Planungs- und Ausführungsprozessen vorliegt. (Detaillierte Genese des Projekts siehe Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017) 2 Mehrkosten Ratsvorlage 2017 Mit Vorlage 1679/2017 nahm der Rat am 11.07.2017 die zu diesem Zeitpunkt bekannte Erhöhung der Kosten von 61,578 Mio. Euro brutto auf 77 Mio. Euro brutto zur Kenntnis. (siehe Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017) Kostenfortschreibung 2021 Diese haushaltsrechtliche Unterrichtung beinhaltet die Kostenfortschreibung seit 2017 bis zum vo- raussichtlichen Fertigstellungstermin 2024 inklusive eines angepassten Risikobudgets. (siehe Anlage 2 - Nachtragskostenberechnung Drees & Sommer 2021) Zusammenstellung der Gesamtaufwendungen Ratsbeschluss 2017 (gerundet) 77,000 Mio. Euro brutto Erhöhung- Anteil Entscheidungsvorlagen 3,674 Mio. Euro brutto Zwischensumme inkl. Entscheidungsvorlagen 80,674 Mio. Euro brutto Mehrkosten während der Projektdurchführung 34,374 Mio. Euro brutto Zwischensumme inkl. EV und Mehrkosten 115,048 Mio. Euro brutto Risikoanteil KG 200-700; Teilprojekt MPZ 11,571 Mio. Euro brutto Gesamtprognose 11/2020 (gerundet) 127,000 Mio. Euro brutto Die Mehrkosten in Höhe von 50 Mio. Euro können verschiedenen Kosten-Faktoren zugeordnet wer- den. (siehe ausführliche Darstellung in Anlage 3 - Erläuterungen zu den Kostenfaktoren) 1. Mehrkosten, die dem Bestand geschuldet sind 14.925.000 Euro 30 % 2. Geänderte Nutzeranforderungen 267.000 Euro 1 % 3. Auslagerung 0 % 4. Massenmehrungen 6.715.000 Euro 13 % 5. Zusätzliche (Fach-) Planerleistungen 4.297.000 Euro 9 % 6. verspäteter Baubeginn u. Bauzeitverzögerung 6.227.000 Euro 12 % 7. höhere Submissionsergebnisse 4.626.000 Euro 9 % 8. geänderte rechtliche Vorgaben 988.000 Euro 2 % 9. Nutzung von Synergieeffekten 0 % 10. Sonstiges / Risikozuschlag 11.571.000 Euro 23 % Gesamt 49.616.000 Euro 100% Gesamt (gerundet) 50.000.000 Euro Aufstellung Kostentragung Stadt Köln / Fördermittel des Landes NRW Die Stadt Köln hat in den Jahren 2010/11 Zuwendungen in Höhe von 14,3 Mio. Euro vom Land NRW erhalten. In den Jahren 2015, 2019 und 2020 folgten zusätzliche Bescheide über jeweils 4 Mio. Euro, die einen Teil des durch die Bezirksregierung in Aussicht gestellten Zuwendungsbescheids über 18,4 Mio. darstellen. gemäß Ratsbeschluss 14. Juli 2011 Finanzierung Stadt Köln 37,473 Mio. Euro Fördermittel des Landes 14,300 Mio. Euro Summe 51,773 Mio. Euro 3 nach Optimierung III Stand 2015 Finanzierung Stadt Köln 28,878 Mio. Euro Fördermittel des Landes 32,700 Mio. Euro Summe 61,578 Mio. Euro Nachtragskostenberechnung 2017 Finanzierung Stadt Köln 44,300 Mio. Euro Fördermittel des Landes 32,700 Mio. Euro Summe 77,000 Mio. Euro Nachtragskostenberechnung 2021 Finanzierung Stadt Köln 93,300 Mio. Euro Fördermittel des Landes 33,700 Mio. Euro Summe 127,000 Mio. Euro Im Zuge der Corona-Krise hat die Landesregierung am 23.06.2020 ein Investitionspaket zur Entlas- tung der Kommunalen Haushalte beschlossen. Ein Kernpunkt des Beschlusses ist die vollständige Übernahme der Kommunalen Eigenanteile in der Städtebauförderung 2020. Damit erhöhen sich die Fördermittel um 1 Mio. Euro auf 33,7 Mio. Euro. Kosten und Finanzierung a) Kosten Gegenüber der Nachtragskostenberechnung 2017 liegt die Steigerung der Gesamtkosten der Maß- nahme bei rd. 50 Mio. Euro, davon entfallen 49 Mio. Euro auf den städtischen Anteil, 1,0 Mio. umfasst der städtebauliche Zuschuss. Der Betrag von 50 Mio. € setzt sich zusammen aus ca. 48 Mio. Euro investiven Auszahlungen sowie 2 Mio. Euro für konsumtive Aufwendungen. b) Finanzierung Aufgrund zeitlicher Verzögerungen aus Vorjahren wurden die bisher eingeplanten Mittel noch nicht vollständig in Anspruch genommen. Sie werden ebenfalls innerhalb der neuen Mittelabflussplanung berücksichtigt. b1) investive Auszahlungen Die noch offenen investiven Auszahlungen mit einem prognostizierten Mittelabfluss in den Jahren 2021-2027 belaufen sich auf ca. 75,6 Mio. Euro. Hiervon entfallen auf das Haushaltsjahr 2021 27,8 Mio. Euro. Die Deckung der investiven Auszahlungen im Haushaltsjahr 2021 erfolgt aus nicht verausgabten in- vestiven Ermächtigungen aus dem Haushaltsjahr 2020 im Teilfinanzplan 0413- Archäologische Zone und Jüdisches Museum, Finanzstelle 9073-0413-0-0001 sowie dem im Haushaltsjahr 2021 angesetz- ten Planwert. Eine verbleibende Differenz in Höhe von 64.232,39 Euro wird aus Mitteln zur Beschaf- fung eines Bibliothekbusses aus dem Teilplan 0418- Stadtbibliothek, Finanzstelle 4300-0418-0-0500 gedeckt. Die eingeplante Beschaffung verzögert sich. Die verbleibenden investiven Mittel in Höhe von 47,8 Mio. Euro werden im Rahmen des Haushalts- planaufstellungsverfahrens 2022 ff. in den Jahren 2022- 2027 im Teilfinanzplan 0413- Archäologische Zone und Jüdisches Museum jeweils bedarfsgerecht veranschlagt. b2) konsumtive Aufwendungen Die konsumtiven Aufwendungen während der Bauphase (2021-2024) belaufen sich zusätzlich auf 0,5 Mio. Euro p.a. Für das Haushaltsjahr 2021 stehen die Mittel im Teilergebnisplan 0413- Archäologi- sche Zone und Jüdisches Museum zur Verfügung. Die konsumtiven Aufwendungen für die Jahre 2022 bis 2024 werden im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsverfahrens 2022 ff. innerhalb des dann zugewiesenen Budgets des Dezernat für Kunst und Kultur berücksichtigt. 4 Folgekosten und Mittelabfluss (Detaillierte Aufstellung siehe Anlage 4 Folgekosten und Mittelabfluss) Anlagen Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017 Anlage 2 - Nachtragskostenberechnung Drees & Sommer 2021 Anlage 3 - Erläuterungen zu den Kostenfaktoren Anlage 4 - Aufstellung Folgekosten und Mittelabfluss
Anlage 1 - Ratsvorlage 1679-2017 vom 12.06.2017
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/2 Vorlagen-Nummer 1679/2017 Freigabedatum 19.06.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln. Nachtragskostenberechnung Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat nimmt die Aufwandserhöhung für die Baumaßnahme MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln in Höhe von rd. 15,42 Mio. Euro brutto vor Umsetzung zur Kenntnis. Die Gesamtaufwendungen betragen nun rd. 77 Mio. Euro brutto. 2. Der Rat beauftragt die Verwaltung mit der Landesregierung in Kontakt zu treten, um die Mög- lichkeit einer finanziellen Förderung für die zusätzlichen baulichen und technischen Maßnah- men des Sicherheitskonzeptes zu erörtern. 3. Der Rat beschließt überplanmäßige Auszahlungen in Höhe von 4,4 Mio. € im Teilplan 0413 – Archäologische Zone und Jüdisches Museum, Teilplanzeile 8 – Auszahlungen für Baumaß- nahmen. Die Refinanzierung in entsprechender Höhe erfolgt aus Mitteln zur Sanierung des Kölnischen Stadtmuseums im Teilplan 0408 – Kölnisches Stadtmuseum, Teilplanzeile 8 – Auszahlungen für Baumaßnahmen, Hj. 2017. 4. Der Rat beschließt überplanmäßige Aufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. € im Teilplan 0413, Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Die Refinanzierung in ent- sprechender Höhe erfolgt aus Wenigeraufwendungen bei der Maßnahme Sanierung Halle Kalk, Teilplan 0402 – Museum Ludwig, Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, Hj. 2017. Ausschuss Kunst und Kultur 27.06.2017 Finanzausschuss 10.07.2017 Rat 11.07.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen 13,42 Mio.€ Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 2 Mio € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 a) Personalaufwendungen 694.180 € b) Sachaufwendungen etc. 911.200 € c) bilanzielle Abschreibungen 850.000 € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten 388.235 € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Das Projekt MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln besteht aus drei Komponenten. Der erste Bereich, die Archäologische Zone, befindet sich unterirdisch zwischen dem Rathaus, dem Spanischen Bau, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Hier erstreckt sich ein 600 m langer Ausstellungsparcours. Den zweiten Bereich bildet das aufgehende Museumsgebäude. Weitere Räumlichkeiten für das Museum, wie die Museumspädagogik und die Sicherheitszentrale, werden im Spanischen Bau untergebracht und bilden den dritten Bereich. Zur Genese des Projekts: Im Rahmen der „Regionale 2010“ plante die Stadt Köln eine Archäologische Zone als denkmalhaften Bereich und archäologisch-historisches Museum als Erweiterung der bisherigen unterirdischen Aus- stellung zum Praetorium zu schaffen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Mu- seumslandschaft in Köln sollte somit über bauliche Maßnahmen im historischen Kontext wichtige Im- pulse erhalten. In zentraler Lage, im Bereich des Historischen Rathauses, sollten zwei Baumaßnah- men von unterschiedlichen Bauherren realisiert werden, welche für die Innenstadtentwicklung von weitreichender Bedeutung sind. Beide Bausteine, die Archäologische Zone und das Jüdische Muse- um Köln, sollten von verschiedenen Bauherren realisiert und in getrennter Trägerschaft geführt wer- den. Ausloberin des Wettbewerbs für die „Archäologische Zone“ war die Stadt Köln, vertreten durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, und Ausloberin für das Jüdische Museum Köln war die „Stif- tung Haus und Museum der Jüdischen Kultur Köln e.V.“ „Mit der Durchführung des Wettbewerbs soll eine dem Ort und der Nutzung angemessene Lösung gefunden werden, die gestalterisch überzeugt und nachhaltig ist. Dabei sollen beide Bausteine städ- 3 tebaulich und architektonisch aufeinander abgestimmt sein“, so der Auslobungstext. Die Preisgerichtssitzung fand 2008 statt und fand mit dem Entwurf des Büros Wandel, Hoefer und Lorch (WHL) einen anerkannten und erfahrenen Preisträger. International bekannt wurden WHL durch ihren Entwurf zur neuen Dresdner Synagoge. Dieser wurde 2002 auf dem XXI. Architektur- Weltkongress UIA mit dem World Architecture Award für das beste Gebäude Europas ausgezeichnet. Beim 2001 ausgelobten, zweistufigen städtebaulichen Architekturwettbewerb für das Jüdische Zent- rum Münchens, an dem über 300 Architekturbüros aus ganz Europa ihre Arbeiten eingereicht hatten, erhielten sie ebenfalls den Zuschlag und übernahmen sowohl Planung als auch Bauleitung. Das Jüdi- sche Zentrum München erhielt den Deutschen Städtebaupreis 2008 und eine Auszeichnung des Deutschen Architekturpreises 2011. Der Siegerentwurf von WHL wurde von der Jury mit nur wenigen Auflagen versehen, die konsequent umgesetzt wurden. Dazu gehörte eine Veränderung der Eingangssituationen zum Alter Markt im Sin- ne eines stärkeren öffentlichen Auftritts hin, der Schaffung einer Raumsituation gegenüber dem Wall- raf-Richartz Museum & Fondation Corboud und respektvoller Umgang mit den archäologischen Fun- den, der zum Beispiel Durchbrüche für unzulässig erklärte. Der Schutz der Archäologie ist auch die wichtigste Förderauflage der Bezirksregierung Köln. Die Kombination aus den baulichen Besonderheiten eines Museums, den Schutzzielen für die Archäolo- gie und der Tatsache, dass sich die Baustelle in unmittelbarer Nähe des Rathauses befindet, macht die Komplexität und Einmaligkeit eines solchen Projektes deutlich. Es zeigt auf, dass hier ein erhöhter Schwierigkeitsgrad bei allen Planungs- und Ausführungsprozessen vorliegt. In dem vergangenen Jahrzehnt hat das Projekt sowohl in finanzieller sowie in baulicher Hinsicht di- verse Veränderungen erfahren. Nach der Erklärung des Vereins zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur in Köln, für den Bau und Betrieb des Museums nicht mehr zur Verfü- gung zu stehen, entschied sich der Rat der Stadt Köln in Sitzungen 2009 und 2010 das Projekt den- noch fortzusetzen. In dem Ratsbeschluss heißt es unter anderem: “Nach dem Rückzug der Gesell- schaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur aus Betrieb, Finanzierung und Bauherrenschaft wird die bisherige Planung in folgender Weise überbearbeitet: der Baukörper wird zu Gunsten eines großzügigen Platzes vor dem WRM reduziert und die Ausstellung der kölnisch- jüdischen Geschichte wird organisatorisch in die Archäologische Zone integriert. Es entfiel der sepa- rate Eingang in das Jüdische Museum auf dem Rathausplatz. Diese Änderung war insofern kurzfristig realisierbar, da der Eingang zur Archäologischen Zone vom Alter Markt aus mit seiner Infrastruktur wie etwa Garderobe, Sozialräumen, Lager und Toilettenanla- gen erhalten blieb. In dem Entwurf waren im Bereich des Ratskellers auch ein Buchladen mit 36 m² Größe sowie ein fensterloses Café mit 50 m² vorgesehen. Während die Einrichtung eines Cafés auf- grund der Reduzierung der Flächen im Hinblick auf eine ausreichende Gastronomie rund um den Alter Markt sowie eine potentielle Kooperation mit dem Museumscafé des Wallraf- Richartz-Museums & Fondation Corboud entfallen ist, wird es in den aktuellen Planungen im Bereich der Kasse weiterhin die Möglichkeit geben, Museumsartikel und Kataloge zu erwerben. Der Vollständigkeit halber ist erwähnt, dass der Originalentwurf keinerlei Einrichtungen zur Muse- umspädagogik vorgesehen hat. Diese wurden erst im Zuge des Planungsprozesses als unabdingbar in das Raumprogramm aufgenommen. Obwohl seit 1953 Ausgrabungen in diesem Bereich stattgefunden haben, waren alle Beteiligten Archi- tekten und Fachplaner sowohl während der Planung als auch bei der Ausführung vor Ort, um auf ver- schiedene Situationen zu reagieren. Kontinuierlich wurden die Belange der Architektur, die Einlas- sungen aus den Lenkungskreisen und Ausschüssen, Wünsche des späteren Betreibers und alle Not- wendigkeiten, die sich aus geänderten Anforderungen an die Architektur ergaben, von der Verwaltung berücksichtigt und kommuniziert. Mit dem neu gefundenen Partner und zukünftigen Betreiber des Museums, dem Landschaftsverband 4 Rheinland, wurde zwischen 2011 und 2015 eine Planung weiter entwickelt, die dem Rat im Jahre 2015 als so genannte Optimierung III präsentiert wurde und aufgrund der Kostensteigerung auch be- schlossen wurde. So konnte etwa im fortlaufenden Planungsprozess erreicht werden, dass die archäologischen Funde nunmehr auf einer Länge von 600 m, einer Größe von 6000 m² und 16 Themenstationen barrierefrei erlebbar werden. Auch wurde nach einer breiten Diskussion, dass das aufgehende Museumsgebäude auch einen eigenen Eingang auf dem Rathausplatz haben müsste, dieser wieder in das Gebäude eingefügt. Dieser Planungsprozess führte im Verlauf zu einer Lösung mit zwei Eingängen und Ende des dritten Quartals 2016 zu einer Reduzierung wieder zurück auf einen Eingang, welcher auf Grund der notwendigen Sicherheitsarchitektur, nunmehr nur noch zum Rathausplatz hin, realisiert werden kann. Die externe Projektsteuerung Drees & Sommer hat eine umfangreiche Nachtragskostenberechnung erstellt, die als Anlage beigefügt ist und die wichtigsten Kostenpositionen aufführt. So hatte die Pro- jektsteuerung diverse Entscheidungsvorlagen erarbeitet, die letztlich zu einer Steigerung von 1,137 Millionen € geführt haben. Darin wird erkennbar, dass vielfach tagesaktuell auf die Ereignisse auf der Baustelle reagiert werden musste. Es entsprach beispielsweise der Bestand von Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen in den Plänen nicht der tatsächlichen Situation vor Ort. Archäologische Funde führten nicht nur zu statischen Umplanungen sondern auch zu Änderungswünschen und Er- gänzungen, die mit dem Kooperationspartner Landschaftsverband Rheinland entwickelt wurden. Bei- spielsweise konnte der gesamte Rundgang durch die Archäologische Zone final barrierefrei gestaltet werden. Dazu war eine regelmäßige Anpassung des Raumprogramms, wie auch die Umplanung der Personalräume im Obergeschoss oder die barrierefreie Umgestaltung des Eingangsbereiches not- wendig. Auch die neue Sicherheitseinschätzung der Kriminalpolizei hinsichtlich der jüngsten terroristischen Ereignisse haben Planungsänderungen verursacht. Neben dem Intrusionsschutz mit der ihm beige- stellten Technik, wie zum Beispiel der Türschleuse am Ein- und Ausgang, musste auch schusssiche- re Verglasung am aufgehenden Gebäude vorgesehen und die Sicherheitszentrale im Spanischen Bau neu geplant werden. Da die Baumaßnahme parallel zum laufenden Rathausbetrieb durchgeführt wurde, musste auf Ver- anstaltungen im Rathaus und den Betrieb des Standesamtes Rücksicht genommen werden. Dies hat zu Stillstandsaufwendungen geführt. Die Vorlage wird zum jetzigen Zeitpunkt erstellt, da zwischenzeitlich 75% der Gewerke ausgeschrie- ben und submittiert sind. Die wichtigen Submissionsergebnisse, gerade die der Technischen Ausbau Gewerke (TGA), konnten so mit den Vergabeverlusten oder Vergabegewinnen in die Vorlage einflie- ßen und eine genauere Prognose liefern. Finanzen Zusammenstellung der Gesamtaufwendungen: Kostenberechnung Optimierung III 06/2015 61.578.970,91 Euro brutto Mehraufwendung durch unabdingbare Entscheidungsvorlagen 1.137.550,18 Euro brutto (Gebäudesicherheit) Summe der Kostenberechnung Optimierung III inkl. EVs 62.716.521,09 Euro brutto Mehraufwendung während der Ausführung 7.039.323,30 Euro brutto 5 (Medienplaner, Anpassung Bohrpfahlwände, Kampfmittelsondierung, etc.) Die Summe der Aufwendungen beläuft sich gerundet auf 69.760.000,00 Euro brutto Hinzu kommen: Kostenprognose Herrichten Spanischer Bau 1.750.000,00 Euro brutto (Museumspädagogik und Sicherheitszentrale) Kostenprognose Grabung im Böschungsbereich 100.000,00 Euro brutto (Randbereiche an der Bohrpfahlwand) Kostenprognose Planerhonorare durch Umplanungen 300.000,00 Euro brutto (statische Änderungen, architektonische Umplanungen) Kostenprognose weiterer Entscheidungsvorlagen 1.491.028,45 Euro brutto (Baustellensicherheit, Evakuierungskonzept, etc.) Die Summe der Kostenprognosen beläuft sich gerundet auf 3.640.000,00 Euro brutto Kosten inklusiv aller Mehraufwendung und Prognosen 73.400.000,00 Euro brutto Gesamtkosten zuzüglich 5 % Risikoaufschlag 77.000.000,00 Euro brutto Aufstellung Kostentragung Stadt Köln / Fördermittel des Landes NW Die Stadt Köln hat in den Jahren 2010/11 Zuwendungen in Höhe von 14,3 Mio. Euro vom Land NW erhalten. Ende des Jahres 2015 folgte ein zusätzlicher Bescheid über 4 Mio. Euro, der einen Teil des durch die Bezirksregierung in Aussicht gestellten Zuwendungsbescheids über 18,4 Mio. darstellt. gemäß Ratsbeschluss 14. Juli 2011 Finanzierung Stadt Köln 37,473 Mio. Euro Fördermittel des Landes 14,300 Mio. Euro Summe 51,773 Mio. Euro nach Optimierung III Stand 2015 Finanzierung Stadt Köln 28,878 Mio. Euro Fördermittel des Landes 32,700 Mio. Euro Summe 61,578 Mio. Euro Nachtragskostenberechnung 2017 Finanzierung Stadt Köln 44,300 Mio. Euro Fördermittel des Landes 32,700 Mio. Euro Summe 77,000 Mio. Euro 6 Verglichen mit der Kostenberechnung 2015 liegt die Steigerung der Gesamtaufwendungen und so auch der städtischen Aufwendungen bei 15,42 Mio. Euro brutto. Davon entfallen auf das Haushalts- jahr 2017 5,0 Mio. €, hiervon 600.000 € konsumtiv und 4,4 Mio. € investiv. Die Refinanzierung der konsumtiven Aufwendungen erfolgt durch Mittel der Maßnahme Sanierung Halle Kalk. Die zukünftige Finanzierung der Halle Kalk erfolgt durch Mittel des Konjunkturprogrammes III. Die Refinanzierung der investiven Auszahlungen erfolgt durch Mittel der Maßnahme Sanierung des Kölnisches Stadtmuseums. Aufgrund zeitlicher Verzögerung werden die Mittel im Haushaltsjahr 2017 nicht benötigt. Die verbleibenden Mittel in Höhe von 10,42 Mio. € für die Folgejahre ab 2018 werden im endgültigen Haushaltsplan 2018 incl. Mittfristplanung 2019-2021 veranschlagt. Folgekosten Der Rahmenvertrag zwischen der Stadt Köln und dem Landschaftsverband sieht vor, dass der LVR das Museum betreibt und die Stadt für den Unterhalt des Bodendenkmals und des Baus verantwort- lich ist. Die Stadt Köln beteiligt sich mit einer jährlichen Pauschale an der Anmietung für externe Räumlichkeiten des Landschaftsverbandes. Der Bedarf für das Personal, das für die Instandhaltung des Baus und der Bodendenkmäler zuständig sein wird, wurde bereits beim Personalamt angemel- det. Ebenfalls im Rahmenvertrag festgehalten ist die Notwendigkeit der Ausarbeitung eines Nut- zungsvertrages in dem die Regelungen zu den Kosten für die Bewachung getroffen werden sollen. Prüfung durch Rechnungsprüfungsamt Die Nachtragskostenberechnung wurde dem RPA zur Prüfung vorgelegt. Das Rechnungsprüfungs- amt hat die Kostenberechnungen unter der RPA-Nr. KOB 2017/0670 geprüft und anerkannt. Die Zu- stimmung ist als Anlage beigefügt Anlage 1: Nachtragskostenberechnung von Drees & Sommer Anlage 2: Stellungnahmen des RPA vom 18.05.2017 Anlage 3: Aufstellung Folgekosten und Mittelabfluss Mehrkosten
Anlage 4 - Folgekosten und Mittelabfluss
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Anlage 4
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Folgekosten und Mittelabfluss
Der Nutzungsvertrag zwischen der Stadt Köln und dem Landschaftsverband sieht vor, dass
der LVR das Museum betreibt und die Stadt für den Unterhalt des Bodendenkmals und des
Baus verantwortlich ist. Die Stadt Köln beteiligt sich mit einer jährlichen Pauschale an der
Anmietung für externe Räumlichkeiten des Landschaftsverbandes und zu 50% an den
Kosten der Bewachung.
Der Bedarf für das Personal, das für die Wartung und Instandhaltung des Baus und der
Bodendenkmäler zuständig sein wird, wurde bereits beim Personalamt angemeldet.
Konsumtive Folgekosten (Euro brutto) ab 2024
Unterhaltung des Bodendenkmals 162.000
Investitionen Maschinen / Werkzeug 50.000
Mietzuschuss LVR Gürzenich / MPZ 211.200
Miete plus Nebenkosten MPZ Restliche Fläche 31.320
Betriebskosten Museum und MPZ 5.760
Instandhaltung Museum je Folgejahr 1.000.000
Wartung Museum 200.000
Winterdienst 12.000
Bewachung Museum / MPZ 537.500
Versicherung Museum 30.000
Gesamt 2.239.780
Personalkosten 26 (Bauunterhaltung / Wartung) 484.399
Personalkosten VII-3 (Bodendenkmal) 670.000
Gesamt 1.154.399
Gesamt 3.394.179 Euro
Die Instandhaltungskosten des Museum / MPZ belaufen sich im ersten Jahr auf die
prognostizierte Summe von 500.000 Euro brutto. Die gesamten Folgekosten im ersten Jahr
belaufen sich dementsprechend nur auf 2.894.179 Euro brutto.
Mittelabfluss 2021-2027
Bisherige erfolgte Zahlungen (Stand Dez.2020): 49.400.000 Euro
Gesamt Jahr 2021 Jahr 2022 Jahr 2023
konsumtive Kosten 2.000.000 500.000 500.000 500.000
investive Kosten 75.600.000 27.800.000 14.700.000 11.700.000
gesamte Kosten 77.600.000 28.300.000 15.200.000 12.200.000
Jahr 2024 Jahr 2025 Jahr 2026 Jahr 2027
konsumtive Kosten 500.000
investive Kosten 8.300.000 5.900.000 5.800.000 1.400.000
gesamte Kosten 8.800.000 5.900.000 5.800.000 1.400.000
Anlage 3 - Erläuterung der Kostenfaktoren
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Anlage 3 – Erläuterung der Kostenfaktoren MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Zuordnung der Mehrkosten zu den 10 Kosten-Faktoren 1. Mehrkosten, die dem Bestand geschuldet sind 14.925.000 Euro 30 % (= nicht vorhersehbare Mängel der Bausubstanz, Beseitigung von Altlasten u. andere zusätzliche Maßnahmen) Durch die verzögerten Tiefbauarbeiten und längeren Kampfmittelsondierungen aufgrund von fehlenden Freigaben, unvollständigen Bestandsplänen und neuen Befundsituationen folgte eine Bauzeitverschiebung von 2 Jahren. Die Verschiebungen der Tiefbauarbeiten hatten zur Folge, dass die nachfolgenden Gewerke nach geltendem Baurecht nicht mehr an die ursprünglich vertraglich vereinbarten Termine und Preise gebunden waren. Im Jahr 2019 wurden intensive Verhandlungen mit den Firmen über die Bauzeitverschiebung und daraus resultierende Nachtragsansprüche sowie über Beschleunigungszahlungen ge- führt. Mit den beauftragten Firmen für die Stahlbetonarbeiten und Stahlbauarbeiten konnte man sich einigen. Durch die bestandsgeschuldeten Verzögerungen waren außerdem mehr- fache Änderungen zur bereichsweisen Optimierung des Bauablaufs erforderlich, um einen Baustopp zu vermeiden. Beispielhaft: - Kosten für ein Schwerlastgerüst durch geänderten Bauablauf für den Stahlbau - Nachträge im Bereich der Stahlbetonarbeiten aufgrund von geänderten Ausführungen als Reaktion auf neue Bestandssituationen und vorgefundene Altschäden der angrenzenden Bauteile sowie aufgrund dessen technisch angepasste Lösungen - Verlängerte Vorhaltezeit für die Messeinrichtungen und Betreuung der Alarmierung durch Bauwerksbewegungen und Schwingungen - Laufzeitverlängerung Planungshonorare aufgrund von Bauzeitverlängerungen - Honorarkosten wegen Zweiteilung der Ausschreibungen aufgrund des Vorziehens der Baumaßnahme Praetorium, um weitere Verzögerungen in diesem Bereich zu vermeiden - Honorarkosten Ausstellungsplan ung durch geänderte Befundlage und daraus resultierende Änderungen des Ausstellungskonzeptes, wie z.B. im Haus Bardowiek 2 2. Geänderte Nutzeranforderungen 267.000 Euro 1 % (inklusive Neuplanung der Inneneinrichtung) 3. Auslagerung nicht relevant 4. Massenmehrungen 6.715.000 Euro 13 % (inklusive notwendige Änderung der Bauausführung) Beispielhaft: - Nachträge im Bereich der Stahlbetonarbeiten aufgrund von geänderten Ausführungen als Reaktion auf neue Bestandssituationen und ein mehrfach angepasster Bauablauf (z.B. Sa- nierung Bestandswände Praetorium, Fundament Hansasaal) - Mehraufwand bei der Sandabsaugung durch das Abschlagen der Sauberkeitsschicht unterhalb des Stahlbetondeckels - zusätzliche Sicherheitsanforderungen auf der Baustelle, um die archäologischen Befunde gegen Vandalismus zu schützen (Videoüberwachung, fester Holzbauzaun, Wachdienst mit Sicherheitsschleuse) - Erstellen einer Schwerlastbrücke im Bereich der Bürgerstraße, um von der Baumaßnahme Rotes Haus unabhängig zu sein - Stegstellung zur Entfluchtung des Historischen Rathauses bei Veranstaltungen 5. Zusätzliche (Fach-) Planerleistungen 4.297.000 Euro 9 % Beispielhaft: - zusätzliche Honorarkosten bei der Statik wegen erneuter statischer Berechnung der Wände zum Praetorium nach Freilegen der Bestandswände sowie geänderter Parcoursführung zwi- schen den archäologischen Befunden - Honorare für verschiedene Sachverständige (Barrierefreiheit, Stahlbau, Dachabdichtungen, Fassade, Sicherheitskonzept etc.) - Honorarkosten wegen der Anpassungen der Technik und Leitungsführungen im MPZ aufgrund von neuen Bestandssituationen, die erst nach Auszug der Büros festgestellt wer- den konnten - Honorarkosten für die Umplanung der technischen Anlagen im MPZ zur vorzeitigen Fertig- stellung und möglichen Nutzung 6. verspäteter Baubeginn u. Bauzeitverzögerung 6.227.000 Euro 12 % (inklusive Steigerung des Baupreisindexes, erhöhter Personal- und Gerätebedarf zur rechtzeitigen Fertigstellung) Beispielhaft: - zusätzliche Provisorien - Verlängerung Gerüststandzeiten - Verlängerung Wachpersonal 7. höhere Submissionsergebnisse 4.626.000 Euro 9 % (inklusive Abweichungen zwischen Kostenberechnung und Auftragssummen nach Submission) Durch einvernehmliche Auflösungen von 5 Verträgen, einer Insolvenz und einer Vergabeauf- hebung mussten 7 Gewerke neu ausgeschrieben werden. Zusätzlich wurden 8 Ausschrei- bungen geteilt, um im Zuge einer Beschleunigungsmaßnahme die Arbeiten im Praetorium vorzuziehen. 3 Die Preissteigerungen bei den neu ausgeschriebenen Gewerken im Vergleich zu den alten Submissionsergebnissen sowie den noch nicht ausgeschriebenen Gewerken begründen sich in der langen Zeitspanne, die zwischen den ersten Ausschreibungen im Jahr 2016/2017 und den zweiten Submissionen im Jahr 2020 liegt. Die Preise sind aufgrund von Baupreissteige- rungen (Kostenberechnung von 2015; Ausschreibungen teilweise erst im Jahr 2020 ff.), ext- remer Auslastung der Firmen und der finanziellen Unsicherheit in Bezug auf die Corona- Pandemie gestiegen. 8. geänderte rechtliche Vorgaben 988.000 Euro 2 % (inklusive nicht vorhersehbare Brandschutzauflagen und Gründe des Baum- und Denkmalschutzes, Änderung der HOAI) 9. Nutzung von Synergieeffekten nicht relevant 10. Sonstiges / Risikozuschlag 11.571.000 Euro 23 % Beispielhaft: - Zusätzliche Leistungen bei der Freilegung und Sicherung der Archäologischen Befunde - Nachtragsbudgets für Schlüssel-Gewerke (Dach, Fassade, TGA) und Ausbaugewerke, die im Bereich der unterirdischen Ausstellung tätig sind (Annahme 10-30% der jeweiligen HA- Summe) - Budget für Baupreissteigerung bei bereits beauftragten Firmen, falls diese die gestiegenen Kosten gegenüber dem AG geltend machen - Baupreissteigerungen bei noch auszuschreibenden Gewerken - Erhöhung KG 600 wegen Baupreissteigerung - Budget für Honorarnachträge der Planer, wenn z.B. auf neue Befundsituationen oder Bauzeitverzögerungen reagiert werden muss
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0061/2021
- Typ
- Haushaltsrechtl. Unterrichtung d. Rates
- Datum
- 30.03.2021
- Erstellt
- 11.01.2021 08:48