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0061/2021

MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln - Kostenerhöhung

Haushaltsrechtl. Unterrichtung d. Rates 30.03.2021

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Anlage 2 - Nachtragskostenberechnung DreesSommer 2021

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Ansehen

Haushaltsrechtliche Unterrichtung des Rates

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Ansehen

Anlage 1 - Ratsvorlage 1679-2017 vom 12.06.2017

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Ansehen

Anlage 4 - Folgekosten und Mittelabfluss

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Ansehen

Anlage 3 - Erläuterung der Kostenfaktoren

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 - Nachtragskostenberechnung DreesSommer 2021

17562 Zeichen

Anlage 2
Stand: 07.03.2021
Drees & Sommer
Projektmanagement und bautechnische Beratung GmbH
Habsburgerring 2
50674 Köln
Telefon +49 221 13050-0
Telefax +49 221 13050-155
info.koeln@dreso.com
www.dreso.com
Bearbeiter: Herr Könings
Herr Tepner
MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anlage zur Ratsvorlage

MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage
Stand: 07.03.2021
Mehrkosten Ratsvorlage 2017: 
Kostenfortschreibung 2021: 
Gründe für die Mehrkosten, die in der Kostenprognose 2021 enthalten sind: 
Mit Vorlage 1679/2017 vom 12.06.2017 wurde einer Erhöhung der Kosten von 61,578 Mio.
brutto auf 77 Mio. Euro brutto vom Rat am 11.07.2017 zugestimmt.
Diese Vorlage beinhaltet die Kostenfortschreibung seit 2017 bis zum voraussichtlichen
Fertigstellungstermin 2024 inkl. eines angepassten Risikobudgets.
Erläuterung der Gründe für die Kostenerhöhungen von 03/2020 zu 03/2021 (95 Mio. zu 
127 Mio. €) 
 - Im Frühjahr 2020 wurde in den Gremienterminen im Zusammenhang mit der 
Bekanntgabe des neuen Fertigstellungstermins 2024 mitgeteilt, dass sich die Kosten für 
das Projekt MiQua voraussichtlich auf 95 Mio. € erhöhen. Es wurde bereits damals 
darauf hingewiesen, dass es sich hierbei noch um eine vorläufige Prognose handelt und 
dass die konkreten Gesamtkosten im Herbst 2020 mitgeteilt werden, wenn die 
Neuausschreibungen der 7 Schlüsselgewerke für Dach, Fassade und TGA erfolgt sind. 
 - Die Prognose i.H.v. 95 Mio. € von 03/2020 stellte einen IST-Stand der Kostenprognose 
im Februar 2020 dar. Die Auswirkungen der Terminverschiebung der Fertigstellung auf 
03/2024 sind seinerzeit noch nicht in die Kostenprognose eingeflossen. 
 - Die monetäre Bewertung der Auswirkungen der Terminverschiebung 
(Baupreissteigerung in allen Gewerken) wurde erst im Laufe des Jahres 2020 
durchgeführt und floss in die aktuelle Prognose i.H.v. 127,0 Mio. € ein. 
 - Neue monetäre Erkenntnisse aus 2020 sind in der Kostenprognose 127 Mio. € 
enthalten: Auswirkungen der Coronapandemie, größere Kostensteigerungen als in den 
Vorjahren. 
 - Zusätzliche Erkenntnisse aus weiteren 12 Monaten Sandabsaugung und Freilegen der 
Archäologie wurden ebenfalls in der neue Kostenprognose 2021 berücksichtigt.
Durch die verzögerten Tiefbauarbeiten und längeren Kampfmittelsondierungen aufgrund
von fehlenden Freigaben, unzureichenden Bestandsplänen und neuen Befundsituationen
folgte eine Bauzeitenverschiebung von 2 Jahren. Die Verschiebungen der Tiefbauarbeiten
hatten zur Folge, dass die nachfolgenden Gewerke nach geltendem Baurecht nicht mehr an
die ursprünglich vertraglich vereinbarten Termine und Preise gebunden waren. Eine
Kostenerhöhung ist unvermeidbar gewesen.

MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage
Stand: 07.03.2021
Die Preissteigerungen bei den neu ausgeschriebenen Gewerken im Vergleich zu den alten
Submissionsergebnissen begründen sich in der langen Zeitspanne, die zwischen den ersten
Ausschreibungen im Jahr 2016/2017 und den zweiten Submissionen im Jahr 2020 liegt. Die
Preise sind aufgrund von Baupreissteigerungen, extremer Auslastung der Firmen und der
finanziellen Unsicherheit in Bezug auf die Corona-Pandemie gestiegen.
Abgesehen von Preissteigerungen aufgrund von Neuausschreibungen begründen sich die
Mehrkosten in den Kostengruppen 300/400/500 durch:
Im Jahr 2019 wurden intensive Verhandlungen mit den Firmen über die Bauzeitverschiebung
und daraus resultierende Nachtragsansprüche als auch über Beschleunigungszahlungen
geführt. Mit den beauftragten Firmen für die Stahlbetonarbeiten und Stahlbauarbeiten
konnte man sich einigen. Zusätzliche Leistungen waren durch mehrfache Änderungen zur
bereichsweisen Optimierung des Bauablaufs erforderlich, um einen Baustopp zu vermeiden.
Durch einvernehmliche Auflösungen von 5 Verträgen, einer Insolvenz und einer
Vergabeaufhebung mussten 7 Gewerke neu ausgeschrieben werden. Zusätzlich wurden 8
Ausschreibungen geteilt, um im Zuge einer Beschleunigungsmaßnahme die Arbeiten im
Praetorium vorzuziehen.
 - Nachträge im Bereich der Stahlbetonarbeiten aufgrund von geänderten 
Ausführungen als Reaktion auf neue Bestandssituationen und vorgefundene 
Altschäden der angrenzenden Bauteile sowie aufgrund dessen technisch angepasste 
Lösungen und ein mehrfach ange-passter Bauablauf (z.B. Sanierung Bestandswände 
Praetorium, Fundament Hansasaal)
 - Aufwendige Unterfangungen der archäologischen Befunde (z.B. durch Spezial-Pfähle / 
Fa. ERKA-Pfahl)
 - Höhere Kosten für die aufwendigen Durchbrüche des Parcours innerhalb der 
archäologischen Befunde; da der Aufwand erst nach Freilegung der Befunde ermittelt 
werden konnte (sensibles Vorgehen durch komplizierte Sägeschnitttechnik)
 - Interimslüftung im Prätorium zum konservatorischen Schutz der archäologischen 
Befunde
 - Mehraufwand bei der Sandabsaugung durch das Abschlagen der Sauberkeitsschicht 
unterhalb des Stahlbetondeckels 
 - erhöhten Sicherheitsanforderungen in den Räumlichkeiten der Museumspädagogik 
MPZ (Sicherheitsleitstelle, durchschusssichere Fenster, Lüftungsanlage, 
Schleusenausbildung des Eingangsbereiches und Gepäckkontrolle)
 - zusätzliche Sicherheitsanforderungen auf der Baustelle, um die archäologischen 
Befunde gegen Vandalismus zu schützen (Videoüberwachung, fester Holzbauzaun, 
Wachdienst mit Sicherheitsschleuse)

MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage
Stand: 07.03.2021
 - Stegstellung zur Entfluchtung des Historischen Rathauses bei Veranstaltungen 
 - Honorarkosten wegen der Anpassungen der Technik und Leitungsführungen im MPZ 
aufgrund von neuen Bestandssituationen, die erst nach Auszug der Büros festgestellt 
werden konnten
 - Honorarkosten für die Umplanung der technischen Anlagen im MPZ zur vorzeitigen 
Fertigstellung und möglichen Nutzung
 - Verlängerte Vorhaltezeit für die Messeinrichtungen und Betreuung der Alarmierung 
durch Bauwerksbewegungen und Schwingungen
 - Laufzeitverlängerung Planerhonorare aufgrund von Bauzeitverlängerung / 
Projektlaufzeitverlängerung
Den baulichen Mehrkosten gehen Honorarkosten in der Planung voraus: 
 - Honorarkosten wegen Zweiteilung der Ausschreibungen aufgrund des Vorziehens der 
Baumaßnahme Prätorium (Zeitersparnis)
 - zusätzliche Honorarkosten bei der Statik wegen erneuter statischer Berechnung der 
Wände zum Prätorium nach Freilegen der Bestandswände sowie geänderter 
Parcoursführung zwischen in archäologischen Befunden
 - Honorare für verschiedene Sachverständige (Barrierefreiheit, Stahlbau, 
Dachabdichtungen, Fassade, Sicherheitskonzept etc.)
 - Honorarkosten Ausstellungsplaner durch geänderte Befundlage und daraus 
resultierende Änderungen des Ausstellungskonzeptes wie im Haus Bardowiek
 - Budgetanpassung der Musealen Ersteinrichtung durch Baupreissteigerungen 
 - Ergänzung der Barrierefreiheit im Bereich der inklusiven Ausstellung
 - Erstellen einer Schwerlastbrücke im Bereich der Bürgerstrasse, um von der 
Baumaßnahme Rotes Haus unabhängig zu sein
 - Kosten für ein Schwerlastgerüst durch geänderten Bauablauf für den Stahlbau

MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage
Stand: 07.03.2021
(alle Angaben in € brutto) 07.03.2021
Stand 03/2021
(best case)
Stand 03/2021
(real case)
Stand 03/2021
(worst case)
Baukosten
Baunebenkosten
Grabungskosten
A) Projektbudget / Kostenberechnung Optimierung III (06/2015)
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) 
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Mehrkosten Projekt 
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Kostenschätzung MPZ 
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Restrisiko Grabung + 
Umplanungskosten Entscheidungsvorlagen (EVs)
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Risikozuschlag 5% 
B) Zwischensumme Erhöhung Projektbudget Ratsbeschluss 07/2017
Zwischensumme A + B 
Erhöhung - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) siehe Anlage 1 - Übersicht 
Entscheidungsvorlagen (EVs)
Zwischensumme A + B inkl. Erhöhung Anteil EVs
Mehrkosten KGR 200 (VE 2000er) exkl. Risikoanteil
Mehrkosten KGR 300 (VE 3000er) exkl. Risikoanteil
Mehrkosten KGR 400 (VE 4000er) exkl. Risikoanteil
Mehrkosten KGR 500 (VE 5000er) exkl. Risikoanteil
Mehrkosten KGR 600 (VE 6000er) exkl. Risikoanteil
Mehrkosten KGR 700 (VE 7000er) exkl. Risikoanteil
Mehrkosten Grabung (VE 7901)
Mehrkosten Teilprojekt MPZ (VE 9000) exkl. Risikoanteil
C) Mehrkosten während der Projektdurchführung (03/2021)
Zwischensumme A + B + C 
Risikoanteil aus den Mehrkosten 
KGR 200 bis 700 sowie Teilprojekt MPZ 7.008.000,00 € 11.571.000,00 € 21.040.000,00 €
prozentualer Anteil Risiko an Gesamtprognose 03/2021 6,09% 10,06% 18,29%
Gesamtprognose Gesamtmaßnahme 03/2021 122.000.000,00 € 127.000.000,00 € 136.000.000,00 €
1.922.000,00 €
34.374.000,00 €
115.048.000,00 €
18.780.000,00 €
666.000,00 €
841.000,00 €
(im Risikobudget enthalten)
11.350.000,00 €
(im Risikobudget enthalten)
815.000,00 €
37.777.135,25 €
16.622.838,24 €
7.178.997,44 €
61.578.970,91 €
2.631.800,00 €
siehe Nachtragskostenberechnung zur 
Ratsvorlage 07/2017
7.039.000,00 €
1.750.000,00 €
400.000,00 €
3.670.000,00 €
15.490.800,00 €
77.000.000,00 €
3.673.900,00 €
80.674.000,00 €

MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage
Stand: 07.03.2021
(alle Angaben in € brutto) 07.03.2021
Stand 03/2021
(best case)
Stand 03/2021
(real case)
Stand 03/2021
(worst case)
Baukosten
Baunebenkosten
Grabungskosten
A) Projektbudget / Kostenberechnung Optimierung III (06/2015)
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) 
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Mehrkosten Projekt 
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Kostenschätzung MPZ 
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Restrisiko Grabung + 
Umplanungskosten Entscheidungsvorlagen (EVs)
Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Risikozuschlag 5% 
B) Zwischensumme Erhöhung Projektbudget Ratsbeschluss 07/2017
Zwischensumme A + B 
Erhöhung - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) siehe Anlage 1 - Übersicht 
Entscheidungsvorlagen (EVs)
Zwischensumme A + B inkl. Erhöhung Anteil EVs
Mehrkosten KGR 200 (VE 2000er)
Mehrkosten KGR 300 (VE 3000er)
Mehrkosten KGR 400 (VE 4000er)
Mehrkosten KGR 500 (VE 5000er)
Mehrkosten KGR 600 (VE 6000er) (im Risikobudget enthalten)
Wesentliche Ursachen: Vergabe über Budget, Diverse zusätzliche 
Leistungen, die nicht im Hauptvertrag enthalten waren
15.490.800,00 €
77.000.000,00 €
3.673.900,00 €
80.674.000,00 €
815.000,00 €
Wesentliche Ursachen: Diverse Nachträge Fa. F.W. Müller 
Tiefbauarbeiten, Schwerlastbrücke, Mehrmengen im Tiefbau
18.780.000,00 €
Wesentliche Ursachen: Nachträge bei Stahlbetonarbeiten u.a. wegen 
Bauablaufoptimierungen aufgrund von Altschäden im Bestand 
(Bronzewand, Betonblock Hansasaal), Aufwendige Unterfangungen 
archäologische Befunde (z.B. Inschrift Aufzug AE), komplizierte 
Verfahren für Durchbrüche + Unterfangungen, Mehraufwand 
Sandabsaugung, Beschleunigungsvereinbarung Stahlbau, 
Neuausschreibungen, Änderungen Bauablauf, Bauzeitverlängerung, 
Baustelleneinrichtung + Bauzaun wegen erhöhten 
Sicherheitsanforderungen) 
666.000,00 €
Wesentliche Ursachen: Baupreissteiegerung wegen späterer 
Ausschreibung + Vergabe, Trennung LVs in Neubau + Prätorium 
841.000,00 €
37.777.135,25 €
16.622.838,24 €
7.178.997,44 €
61.578.970,91 €
2.631.800,00 €
siehe Nachtragskostenberechnung zur 
Ratsvorlage 07/2017
7.039.000,00 €
1.750.000,00 €
400.000,00 €
3.670.000,00 €

MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage
Stand: 07.03.2021
(alle Angaben in € brutto) 07.03.2021
Stand 03/2021
(best case)
Stand 03/2021
(real case)
Stand 03/2021
(worst case)
Mehrkosten KGR 700 (VE 7000er)
Mehrkosten Grabung (VE 7901)
Mehrkosten Teilprojekt MPZ (VE 9000)
C) Mehrkosten während der Projektdurchführung (03/2021)
Zwischensumme A + B + C 
Risikoanteil aus den Mehrkosten 
KGR 200 bis MPZ 7.008.000,00 € 11.571.000,00 € 21.040.000,00 €
prozentualer Anteil Risiko an Gesamtprognose 03/2021 6,09% 10,06% 18,29%
Gesamtprognose Gesamtmaßnahme 03/2021 122.000.000,00 € 127.000.000,00 € 136.000.000,00 €
34.374.000,00 €
115.048.000,00 €
Wesentliche Ursachen: Baupreissteigerungen bei noch nicht 
ausgeschriebenen Vergabeeinheiten, Risikobudgets bei Baukosten 
sowie bei Planern, sonstige Risiken
11.350.000,00 €
Wesentliche Ursachen: Umplanungen wegen erhöhten 
Sicherheitsanforderungen, Wiederholung von LPHs, Aufsplittung LVs in 
Neubau + Prätorium, Laufzeitverlängerung Honorare sowie 
Baunebenkosten, Laufzeitverlängerung Bauleitungen, zus. 
Sachverständige
(im Risikobudget enthalten)
1.922.000,00 €
Wesentliche Ursachen: Vergaben über Budget, da zeitliche Differenz 
zwischen Erstellung Kostenberechnung und Ausschreibung + Vergabe, 
komplizierte Lastversuche, aufgrund mangelnder Planunterlagen 
Bestand, Differenzen Planung zum Bestand, Kostensteigerungen 
Verlegung Lüftungsschacht von Basement EG ins DG, 
Sicherheitsanforderungen Fenster

MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage
Stand: 07.03.2021
Anlage 1 - Übersicht Entscheidungsvorlagen

MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage
Stand: 07.03.2021
Anlage 1 - Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs)
(alle Angaben in € brutto)
Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) bis 07/2017 - Reine Baukosten exkl. Planungskosten KGR 700
EV 16 - Neuer Parcoursverlauf -28.100,00 €
EV 16.2 - Fortschreibung Parcoursverlauf 250.000,00 €
EV 17 - Umbau WC-Anlage Spanischer Bau 104.200,00 €
EV 18 - Hauptzugang Jüdisches Museum 55.600,00 €
EV 19 - Müllraum Historisches Rathaus - Anteil Hauptmaßnahme 87.300,00 €
EV 23 - Dachaufbau -260.600,00 €
EV 24 - Planung nach Energieleitlinie 2010 - 2012 0,00 €
EV 25.1 - Gebäudesicherheit (I) - Planänderungen wegen Sicherheitsempfehlungen in 
Abstimmung u.a. mit der Kriminalpolizei (z.B. Durchschusshemmung für Glasflächen + 
Eingangstüren in FB4, Poller zum Schutz gegen anfahrende PKW)
293.900,00 €
EV 25.2 - Gebäudesicherheit (II) - Planänderungen wegen Sicherheitsempfehlungen in 
Abstimmung u.a. mit der Kriminalpolizei (z.B. Sicherheitszentrale im Historischen Rathaus, 
Erweiterung der Einbruchmeldeanlage, Ertüchtigung der Videoüberwachungsanlage) 
752.400,00 €
EV 25.3 - Gebäudesicherheit (III) - Planänderungen wegen Sicherheitsempfehlungen in 
Abstimmung u.a. mit der Kriminalpolizei (z.B. Schleuse Eingangsbereich inkl. Sicherheitsgeräte) 452.400,00 €
EV 28 - Fahrradstellplätze 10.500,00 €
EV 29 - Platzaufbau in gebundener Ausführung 44.500,00 €
EV 30 - Ergänzung Kampfmittelsondierung 53.700,00 €
EV 31 - Grabung vor der Laube (in Schätzkosten Grabung VII/3 enthalten) 0,00 €
EV 32 - Verglasung durchschusshemmend (integriert in EV 25.1) 0,00 €
EV 34 - Fassade Historisches Rathaus Judengasse 31.700,00 €
EV 35 - Introraum E02 0,00 €
EV 36 - Anpassung Bohrpfahlwand Laube und Rathausturm 33.500,00 €
EV 37 - Änderung Lagerflächen 14.100,00 €
EV 38 - Änderungen Schweißnähte (vom BH abgelehnt) 0,00 €
EV 40 - Optimierung Raumanforderungen in E02 (Personalräume, Putzmaschinenraum, 
Hausmeisterlager, etc.) 131.700,00 €
EV 41 - Evakuierungskonzept 155.000,00 €
EV 56 - Römerkanal 50.000,00 €
EV xx - Baustellensicherheit und -überwachung 400.000,00 €
Zwischensumme Entscheidungsvorlagen (EVs) 
bis 05/2017 2.631.800,00 €

MiQua
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage
Stand: 07.03.2021
Anlage 1 - Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs)
(alle Angaben in € brutto)
Korrektursummen, da einige EVs 2017 nur als Kostenschätzung vorlagen und mittlerweile 
konkretisiert wurden -53.800,00 €
EV 16.3 - Fortschreibung Parcoursverlauf 28.300,00 €
EV 25.4 - Gebäudesicherheit (IV) - Verlegung der Sicherheitszentrale (siehe EV 25.2) aus dem 
Historischen Rathaus ins MPZ -155.500,00 €
EV 42 - Halogenfreie Installationsmaterialien 205.300,00 €
EV 45 - Fassadenpfosten -9.800,00 €
EV 46 - Entspiegelung Innenverglasung (Empfehlung Gutachter) 123.800,00 €
EV 47a - VdS- Klasse C (Sicherheitskonzept; Anforderung des Versicherers) 107.300,00 €
EV 48 - Brandschutzbeschichtung (Optimierung, da Ausschreibungsprodukt nicht mehr zulässig) 586.100,00 €
EV 49 - Überarbeitung Nebenräume Ebene 00 56.300,00 €
EV 50 - Unterfangungen Archäologie 525.700,00 €
EV 51 - Aufsplittung Gewerke Prät. / Neubau 204.200,00 €
EV 52 - WLAN 78.500,00 €
EV 53 - Anstrich Ausstellungskonzept 110.500,00 €
EV 54 - Spolien 260.600,00 €
EV 55 - Vorrüstung Videoüberwachung Dachhaut (Sicherheitskonzept) 60.500,00 €
EV 57 - Sprechanlage MPZ 57.600,00 €
EV 58 - Lichtkuppeln / NRAs aus Glas (Sicherheitskonzept) 60.200,00 €
EV 59 - Durchgänge Archäologische Wände 1.083.300,00 €
EV 60 - Wände Außenräume E03 als Sandwichpaneel - entfällt 0,00 €
EV 61 - Museumstitel Fassade 17.500,00 €
EV 62 - Zusätzliche Abdichtungslage Dach 66.100,00 €
EV 63 - Ausführung Drainage mittels Lehmrinne und Rückstaupumpen 125.000,00 €
EV 64 - Komponenten Klima-Monitoring 55.000,00 €
EV 65 - Vitrinenfühler Klima-Monitoring 75.000,00 €
EV 66 - Heizkörper Windfang MPZ 1.200,00 €
EV 69 - Anbindung Drainagepumpen 5.000,00 €
Zwischensumme Entscheidungsvorlagen (EVs) 
ab 05/2017 bis heute 3.673.900,00 €
Gesamtsumme Entscheidungsvorlagen (EVs) 6.306.000,00 €
Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) ab 07/2017 bis 03/2021 - Reine Baukosten exkl. Planungskosten KGR 700 
 - für technische notwendige Ergänzungen -

Haushaltsrechtliche Unterrichtung des Rates

7952 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/VII/3 
 
Vorlagen-Nummer 
 0061/2021 
 Freigabe: 30.03.2021 
Haushaltsrechtliche Unterrichtung des Rates  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 22.04.2021 
Bauausschuss 26.04.2021 
Ausschuss Kunst und Kultur 27.04.2021 
Finanzausschuss 03.05.2021 
Rat 06.05.2021 
 
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln - Kostenerhöhung 
Der Rat nimmt die Aufwandserhöhung für die Baumaßnahme MiQua. LVR-Jüdisches Museum im 
Archäologischen Quartier Köln in Höhe von rund 50 Mio. Euro brutto vor Umsetzung zur Kenntnis. 
Die Gesamtaufwendungen betragen nun rund 127 Mio. Euro brutto. 
 
Mitteilung  
 
Das Projekt MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln besteht aus drei 
Komponenten. Der erste Bereich, die Archäologische Zone, befindet sich unterirdisch zwischen 
dem Rathaus, dem Spanischen Bau, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Teil der Archäologi-
schen Zone ist auch das Prätorium, das sich unter dem Spanischen Bau befindet. Ein 600 m langer 
Ausstellungsparcours erstreckt sich auf eine rund 6000 m² große unterirdische Fläche. Den zweiten 
Bereich bildet das aufgehende Museumsgebäude.  
Weitere Räumlichkeiten für das Museum, wie die Museumspädagogik und die Sicherheitszentrale, 
werden im Spanischen Bau untergebracht und bilden den dritten Bereich. 
 
Im gesamten Projekt ist der Leitgedanke „Schutz der Archäologie“ die oberste Förderauflage der Be-
zirksregierung Köln. Dies zieht sich als roter Faden durch alle Teilmaßnahmen des Gesamtprojektes. 
Die Kombination aus den baulichen Besonderheiten eines Museums, das auf einem Stahlbetondeckel 
oberhalb einer archäologischen Befundebene gebaut wird, die Tatsache, dass die Gesamtmaßnahme 
als innerstädtische Baustelle im Herzen Kölns liegt sowie der Auflage „Schutz der Archäologie“ macht 
die Komplexität eines solchen Projektes deutlich und zeigt auf, dass hier ein erhöhter Schwierigkeits-
grad bei allen Planungs- und Ausführungsprozessen vorliegt.  
 
(Detaillierte Genese des Projekts siehe Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017)

2 
 
 
 
Mehrkosten Ratsvorlage 2017 
 
Mit Vorlage 1679/2017 nahm der Rat am 11.07.2017 die zu diesem Zeitpunkt bekannte Erhöhung der 
Kosten von 61,578 Mio. Euro brutto auf 77 Mio. Euro brutto zur Kenntnis.  
 
(siehe Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017) 
 
 
Kostenfortschreibung 2021 
 
Diese haushaltsrechtliche Unterrichtung beinhaltet die Kostenfortschreibung seit 2017 bis zum vo-
raussichtlichen Fertigstellungstermin 2024 inklusive eines angepassten Risikobudgets.  
 
(siehe Anlage 2 - Nachtragskostenberechnung Drees & Sommer 2021) 
 
 
Zusammenstellung der Gesamtaufwendungen  
Ratsbeschluss 2017 (gerundet)      77,000 Mio. Euro brutto 
Erhöhung- Anteil Entscheidungsvorlagen        3,674 Mio. Euro brutto 
Zwischensumme inkl. Entscheidungsvorlagen    80,674 Mio. Euro brutto 
Mehrkosten während der Projektdurchführung     34,374 Mio. Euro brutto 
Zwischensumme inkl. EV und Mehrkosten             115,048 Mio. Euro brutto 
Risikoanteil KG 200-700; Teilprojekt MPZ      11,571 Mio. Euro brutto 
Gesamtprognose 11/2020 (gerundet)               127,000 Mio. Euro brutto 
 
Die Mehrkosten in Höhe von 50 Mio. Euro können verschiedenen Kosten-Faktoren zugeordnet wer-
den. (siehe ausführliche Darstellung in Anlage 3 - Erläuterungen zu den Kostenfaktoren) 
 
1. Mehrkosten, die dem Bestand geschuldet sind  14.925.000 Euro   30 %  
2. Geänderte Nutzeranforderungen        267.000 Euro    1 %  
3. Auslagerung             0 %  
4. Massenmehrungen        6.715.000 Euro  13 %  
5. Zusätzliche (Fach-) Planerleistungen     4.297.000 Euro    9 %  
6. verspäteter Baubeginn u. Bauzeitverzögerung    6.227.000 Euro  12 %  
7. höhere Submissionsergebnisse      4.626.000 Euro    9 %  
8. geänderte rechtliche Vorgaben         988.000 Euro    2 %  
9. Nutzung von Synergieeffekten          0 %  
10. Sonstiges / Risikozuschlag     11.571.000 Euro  23 %  
Gesamt         49.616.000 Euro  100%  
Gesamt (gerundet)       50.000.000 Euro  
 
 
Aufstellung Kostentragung Stadt Köln / Fördermittel des Landes NRW  
 
Die Stadt Köln hat in den Jahren 2010/11 Zuwendungen in Höhe von 14,3 Mio. Euro vom Land NRW 
erhalten. In den Jahren 2015, 2019 und 2020 folgten zusätzliche Bescheide über jeweils 4 Mio. Euro, 
die einen Teil des durch die Bezirksregierung in Aussicht gestellten Zuwendungsbescheids über 18,4 
Mio. darstellen. 
  
gemäß Ratsbeschluss 14. Juli 2011   
Finanzierung Stadt Köln      37,473 Mio. Euro 
Fördermittel des Landes      14,300 Mio. Euro 
Summe         51,773 Mio. Euro

3 
 
 
 
nach Optimierung III Stand 2015 
Finanzierung Stadt Köln      28,878 Mio. Euro 
Fördermittel des Landes      32,700 Mio. Euro 
Summe         61,578 Mio. Euro 
 
Nachtragskostenberechnung 2017 
Finanzierung Stadt Köln      44,300 Mio. Euro 
Fördermittel des Landes      32,700 Mio. Euro 
Summe         77,000 Mio. Euro 
 
Nachtragskostenberechnung 2021 
Finanzierung Stadt Köln      93,300 Mio. Euro 
Fördermittel des Landes      33,700 Mio. Euro 
Summe                  127,000 Mio. Euro 
 
Im Zuge der Corona-Krise hat die Landesregierung am 23.06.2020 ein Investitionspaket zur Entlas-
tung der Kommunalen Haushalte beschlossen. Ein Kernpunkt des Beschlusses ist die vollständige 
Übernahme der Kommunalen Eigenanteile in der Städtebauförderung 2020. 
Damit erhöhen sich die Fördermittel um 1 Mio. Euro auf 33,7 Mio. Euro. 
 
Kosten und Finanzierung 
 
a) Kosten 
Gegenüber der Nachtragskostenberechnung 2017 liegt die Steigerung der Gesamtkosten der Maß-
nahme bei rd. 50 Mio. Euro, davon entfallen 49 Mio. Euro auf den städtischen Anteil, 1,0 Mio. umfasst 
der städtebauliche Zuschuss.  
 
Der Betrag von 50 Mio. € setzt sich zusammen aus ca. 48 Mio. Euro investiven Auszahlungen sowie 
2 Mio. Euro für konsumtive Aufwendungen. 
 
b) Finanzierung 
Aufgrund zeitlicher Verzögerungen aus Vorjahren wurden die bisher eingeplanten Mittel noch nicht 
vollständig in Anspruch genommen. Sie werden ebenfalls innerhalb der neuen Mittelabflussplanung 
berücksichtigt.  
 
b1) investive Auszahlungen 
Die noch offenen investiven Auszahlungen mit einem prognostizierten Mittelabfluss in den Jahren 
2021-2027 belaufen sich auf ca. 75,6 Mio. Euro. Hiervon entfallen auf das Haushaltsjahr 2021 27,8 
Mio. Euro.  
Die Deckung der investiven Auszahlungen im Haushaltsjahr 2021 erfolgt aus nicht verausgabten in-
vestiven Ermächtigungen aus dem Haushaltsjahr 2020 im Teilfinanzplan 0413- Archäologische Zone 
und Jüdisches Museum, Finanzstelle 9073-0413-0-0001 sowie dem im Haushaltsjahr 2021 angesetz-
ten Planwert. Eine verbleibende Differenz in Höhe von 64.232,39 Euro wird aus Mitteln zur Beschaf-
fung eines Bibliothekbusses aus dem Teilplan 0418- Stadtbibliothek, Finanzstelle 4300-0418-0-0500 
gedeckt. Die eingeplante Beschaffung verzögert sich. 
Die verbleibenden investiven Mittel in Höhe von 47,8 Mio. Euro werden im Rahmen des Haushalts-
planaufstellungsverfahrens 2022 ff. in den Jahren 2022- 2027 im Teilfinanzplan 0413- Archäologische 
Zone und Jüdisches Museum jeweils bedarfsgerecht veranschlagt. 
 
b2) konsumtive Aufwendungen 
Die konsumtiven Aufwendungen während der Bauphase (2021-2024) belaufen sich zusätzlich auf 0,5 
Mio. Euro p.a. Für das Haushaltsjahr 2021 stehen die Mittel im Teilergebnisplan 0413- Archäologi-
sche Zone und Jüdisches Museum zur Verfügung. Die konsumtiven Aufwendungen für die Jahre 
2022 bis 2024 werden im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsverfahrens 2022 ff. innerhalb des 
dann zugewiesenen Budgets des Dezernat für Kunst und Kultur berücksichtigt.

4 
 
 
 
Folgekosten und Mittelabfluss 
(Detaillierte Aufstellung siehe Anlage 4 Folgekosten und Mittelabfluss) 
 
Anlagen 
Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017  
Anlage 2 - Nachtragskostenberechnung Drees & Sommer 2021  
Anlage 3 - Erläuterungen zu den Kostenfaktoren  
Anlage 4 - Aufstellung Folgekosten und Mittelabfluss

Anlage 1 - Ratsvorlage 1679-2017 vom 12.06.2017

15592 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/VII/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 1679/2017 
Freigabedatum 
19.06.2017 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln. 
Nachtragskostenberechnung 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Rat nimmt die Aufwandserhöhung für die Baumaßnahme MiQua. LVR-Jüdisches Museum 
im Archäologischen Quartier Köln in Höhe von rd. 15,42 Mio. Euro brutto vor Umsetzung zur 
Kenntnis. Die Gesamtaufwendungen betragen nun rd. 77 Mio. Euro brutto. 
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung mit der Landesregierung in Kontakt zu treten, um die Mög-
lichkeit einer finanziellen Förderung für die zusätzlichen baulichen und technischen Maßnah-
men des Sicherheitskonzeptes zu erörtern. 
3. Der Rat beschließt überplanmäßige Auszahlungen in Höhe von 4,4 Mio. € im Teilplan 0413 – 
Archäologische Zone und Jüdisches Museum, Teilplanzeile 8 – Auszahlungen für Baumaß-
nahmen. Die Refinanzierung in entsprechender Höhe erfolgt aus Mitteln zur Sanierung des 
Kölnischen Stadtmuseums im Teilplan 0408 – Kölnisches Stadtmuseum, Teilplanzeile 8 – 
Auszahlungen für Baumaßnahmen, Hj. 2017.  
4. Der Rat beschließt überplanmäßige Aufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. € im Teilplan 0413, 
Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Die Refinanzierung in ent-
sprechender Höhe erfolgt aus Wenigeraufwendungen bei der Maßnahme Sanierung Halle 
Kalk, Teilplan 0402 – Museum Ludwig, Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und 
Dienstleistungen, Hj. 2017.  
 
Ausschuss Kunst und Kultur 27.06.2017 
Finanzausschuss 10.07.2017 
Rat 11.07.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen   13,42 Mio.€ 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  2 Mio € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 
a) Personalaufwendungen    694.180 € 
b) Sachaufwendungen etc.    911.200 € 
c) bilanzielle Abschreibungen   850.000 € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten   388.235 € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung 
Das Projekt MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln besteht aus drei 
Komponenten.  
Der erste Bereich, die Archäologische Zone, befindet sich unterirdisch zwischen dem Rathaus, dem 
Spanischen Bau, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Hier erstreckt sich ein 600 m langer 
Ausstellungsparcours.  
Den zweiten Bereich bildet das aufgehende Museumsgebäude.  
Weitere Räumlichkeiten für das Museum, wie die Museumspädagogik und die Sicherheitszentrale, 
werden im Spanischen Bau untergebracht und bilden den dritten Bereich. 
 
Zur Genese des Projekts: 
Im Rahmen der „Regionale 2010“ plante die Stadt Köln eine Archäologische Zone als denkmalhaften 
Bereich und archäologisch-historisches Museum als Erweiterung der bisherigen unterirdischen Aus-
stellung zum Praetorium zu schaffen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Mu-
seumslandschaft in Köln sollte somit über bauliche Maßnahmen im historischen Kontext wichtige Im-
pulse erhalten. In zentraler Lage, im Bereich des Historischen Rathauses, sollten zwei Baumaßnah-
men von unterschiedlichen Bauherren realisiert werden, welche für die Innenstadtentwicklung von 
weitreichender Bedeutung sind. Beide Bausteine, die Archäologische Zone und das Jüdische Muse-
um Köln, sollten von verschiedenen Bauherren realisiert und in getrennter Trägerschaft geführt wer-
den. Ausloberin des Wettbewerbs für die „Archäologische Zone“ war die Stadt Köln, vertreten durch 
die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, und Ausloberin für das Jüdische Museum Köln war die „Stif-
tung Haus und Museum der Jüdischen Kultur Köln e.V.“ 
„Mit der Durchführung des Wettbewerbs soll eine dem Ort und der Nutzung angemessene Lösung 
gefunden werden, die gestalterisch überzeugt und nachhaltig ist. Dabei sollen beide Bausteine städ-

3 
tebaulich und architektonisch aufeinander abgestimmt sein“, so der Auslobungstext. 
 
Die Preisgerichtssitzung fand 2008 statt und fand mit dem Entwurf des Büros Wandel, Hoefer und 
Lorch (WHL) einen anerkannten und erfahrenen Preisträger. International bekannt wurden WHL 
durch ihren Entwurf zur neuen Dresdner Synagoge. Dieser wurde 2002 auf dem XXI. Architektur-
Weltkongress UIA mit dem World Architecture Award für das beste Gebäude Europas ausgezeichnet.  
Beim 2001 ausgelobten, zweistufigen städtebaulichen Architekturwettbewerb für das Jüdische Zent-
rum Münchens, an dem über 300 Architekturbüros aus ganz Europa ihre Arbeiten eingereicht hatten, 
erhielten sie ebenfalls den Zuschlag und übernahmen sowohl Planung als auch Bauleitung. Das Jüdi-
sche Zentrum München erhielt den Deutschen Städtebaupreis 2008 und eine Auszeichnung des 
Deutschen Architekturpreises 2011. 
 
Der Siegerentwurf von WHL wurde von der Jury mit nur wenigen Auflagen versehen, die konsequent 
umgesetzt wurden. Dazu gehörte eine Veränderung der Eingangssituationen zum Alter Markt im Sin-
ne eines stärkeren öffentlichen Auftritts hin, der Schaffung einer Raumsituation gegenüber dem Wall-
raf-Richartz Museum & Fondation Corboud und respektvoller Umgang mit den archäologischen Fun-
den, der zum Beispiel Durchbrüche für unzulässig erklärte. 
Der Schutz der Archäologie ist auch die wichtigste Förderauflage der Bezirksregierung Köln. Die 
Kombination aus den baulichen Besonderheiten eines Museums, den Schutzzielen für die Archäolo-
gie und der Tatsache, dass sich die Baustelle in unmittelbarer Nähe des Rathauses befindet, macht 
die Komplexität und Einmaligkeit eines solchen Projektes deutlich. Es zeigt auf, dass hier ein erhöhter 
Schwierigkeitsgrad bei allen Planungs- und Ausführungsprozessen vorliegt. 
 
In dem vergangenen Jahrzehnt hat das Projekt sowohl in finanzieller sowie in baulicher Hinsicht di-
verse Veränderungen erfahren. Nach der Erklärung des Vereins zur Förderung eines Hauses und 
Museums der jüdischen Kultur in Köln, für den Bau und Betrieb des Museums nicht mehr zur Verfü-
gung zu stehen, entschied sich der Rat der Stadt Köln in Sitzungen 2009 und 2010 das Projekt den-
noch fortzusetzen. In dem Ratsbeschluss heißt es unter anderem: “Nach dem Rückzug der Gesell-
schaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur aus Betrieb, Finanzierung und 
Bauherrenschaft wird die bisherige Planung in folgender Weise überbearbeitet: der Baukörper wird zu 
Gunsten eines großzügigen Platzes vor dem WRM reduziert und die Ausstellung der kölnisch-
jüdischen Geschichte wird organisatorisch in die Archäologische Zone integriert. Es entfiel der sepa-
rate Eingang in das Jüdische Museum auf dem Rathausplatz.  
Diese Änderung war insofern kurzfristig realisierbar, da der Eingang zur Archäologischen Zone vom 
Alter Markt aus mit seiner Infrastruktur wie etwa Garderobe, Sozialräumen, Lager und Toilettenanla-
gen erhalten blieb. In dem Entwurf waren im Bereich des Ratskellers auch ein Buchladen mit 36 m² 
Größe sowie ein fensterloses Café mit 50 m² vorgesehen. Während die Einrichtung eines Cafés auf-
grund der Reduzierung der Flächen im Hinblick auf eine ausreichende Gastronomie rund um den 
Alter Markt sowie eine potentielle Kooperation mit dem Museumscafé des Wallraf- Richartz-Museums 
& Fondation Corboud entfallen ist, wird es in den aktuellen Planungen im Bereich der Kasse weiterhin 
die Möglichkeit geben, Museumsartikel und Kataloge zu erwerben. 
Der Vollständigkeit halber ist erwähnt, dass der Originalentwurf keinerlei Einrichtungen zur Muse-
umspädagogik vorgesehen hat. Diese wurden erst im Zuge des Planungsprozesses als unabdingbar 
in das Raumprogramm aufgenommen. 
 
Obwohl seit 1953 Ausgrabungen in diesem Bereich stattgefunden haben, waren alle Beteiligten Archi-
tekten und Fachplaner sowohl während der Planung als auch bei der Ausführung vor Ort, um auf ver-
schiedene Situationen zu reagieren. Kontinuierlich wurden die Belange der Architektur, die Einlas-
sungen aus den Lenkungskreisen und Ausschüssen, Wünsche des späteren Betreibers und alle Not-
wendigkeiten, die sich aus geänderten Anforderungen an die Architektur ergaben, von der Verwaltung 
berücksichtigt und kommuniziert. 
Mit dem neu gefundenen Partner und zukünftigen Betreiber des Museums, dem Landschaftsverband

4 
Rheinland, wurde zwischen 2011 und 2015 eine Planung weiter entwickelt, die dem Rat im Jahre 
2015 als so genannte Optimierung III präsentiert wurde und aufgrund der Kostensteigerung auch be-
schlossen wurde.  
So konnte etwa im fortlaufenden Planungsprozess erreicht werden, dass die archäologischen Funde 
nunmehr auf einer Länge von 600 m, einer Größe von 6000 m² und 16 Themenstationen barrierefrei 
erlebbar werden. Auch wurde nach einer breiten Diskussion, dass das aufgehende Museumsgebäude 
auch einen eigenen Eingang auf dem Rathausplatz haben müsste, dieser wieder in das Gebäude 
eingefügt. Dieser Planungsprozess führte im Verlauf zu einer Lösung mit zwei Eingängen und Ende 
des dritten Quartals 2016 zu einer Reduzierung wieder zurück auf einen Eingang, welcher auf Grund 
der notwendigen Sicherheitsarchitektur, nunmehr nur noch zum Rathausplatz hin, realisiert werden 
kann. 
 
Die externe Projektsteuerung Drees & Sommer hat eine umfangreiche Nachtragskostenberechnung 
erstellt, die als Anlage beigefügt ist und die wichtigsten Kostenpositionen aufführt. So hatte die Pro-
jektsteuerung diverse Entscheidungsvorlagen erarbeitet, die letztlich zu einer Steigerung von 1,137 
Millionen € geführt haben. Darin wird erkennbar, dass vielfach tagesaktuell auf die Ereignisse auf der 
Baustelle reagiert werden musste. Es entsprach beispielsweise der Bestand von Versorgungs- und 
Telekommunikationsleitungen in den Plänen nicht der tatsächlichen Situation vor Ort. Archäologische 
Funde führten nicht nur zu statischen Umplanungen sondern auch zu Änderungswünschen und Er-
gänzungen, die mit dem Kooperationspartner Landschaftsverband Rheinland entwickelt wurden. Bei-
spielsweise konnte der gesamte Rundgang durch die Archäologische Zone final barrierefrei gestaltet 
werden. Dazu war eine regelmäßige Anpassung des Raumprogramms, wie auch die Umplanung der 
Personalräume im Obergeschoss oder die barrierefreie Umgestaltung des Eingangsbereiches not-
wendig. 
Auch die neue Sicherheitseinschätzung der Kriminalpolizei hinsichtlich der jüngsten terroristischen 
Ereignisse haben Planungsänderungen verursacht. Neben dem Intrusionsschutz mit der ihm beige-
stellten Technik, wie zum Beispiel der Türschleuse am Ein- und Ausgang, musste auch schusssiche-
re Verglasung am aufgehenden Gebäude vorgesehen und die Sicherheitszentrale im Spanischen 
Bau neu geplant werden. 
Da die Baumaßnahme parallel zum laufenden Rathausbetrieb durchgeführt wurde, musste auf Ver-
anstaltungen im Rathaus und den Betrieb des Standesamtes Rücksicht genommen werden. Dies hat 
zu Stillstandsaufwendungen geführt.  
 
Die Vorlage wird zum jetzigen Zeitpunkt erstellt, da zwischenzeitlich 75% der Gewerke ausgeschrie-
ben und submittiert sind. Die wichtigen Submissionsergebnisse, gerade die der Technischen Ausbau 
Gewerke (TGA), konnten so mit den Vergabeverlusten oder Vergabegewinnen in die Vorlage einflie-
ßen und eine genauere Prognose liefern.  
 
 
Finanzen 
 
Zusammenstellung der Gesamtaufwendungen: 
 
Kostenberechnung Optimierung III 06/2015    61.578.970,91 Euro brutto 
Mehraufwendung durch unabdingbare Entscheidungsvorlagen   1.137.550,18 Euro brutto 
(Gebäudesicherheit) 
Summe der Kostenberechnung Optimierung III inkl. EVs  62.716.521,09 Euro brutto 
 
Mehraufwendung während der Ausführung      7.039.323,30 Euro brutto

5 
(Medienplaner, Anpassung  Bohrpfahlwände, Kampfmittelsondierung, etc.) 
 
Die Summe der Aufwendungen beläuft sich gerundet auf  69.760.000,00 Euro brutto 
 
Hinzu kommen: 
Kostenprognose Herrichten Spanischer Bau      1.750.000,00 Euro brutto 
(Museumspädagogik und Sicherheitszentrale) 
Kostenprognose Grabung im Böschungsbereich         100.000,00 Euro brutto 
(Randbereiche an der Bohrpfahlwand) 
Kostenprognose Planerhonorare durch Umplanungen       300.000,00 Euro brutto 
(statische Änderungen, architektonische Umplanungen) 
Kostenprognose weiterer Entscheidungsvorlagen     1.491.028,45 Euro brutto 
(Baustellensicherheit, Evakuierungskonzept, etc.) 
Die Summe der Kostenprognosen beläuft sich gerundet auf    3.640.000,00 Euro brutto 
 
Kosten inklusiv aller Mehraufwendung und Prognosen  73.400.000,00 Euro brutto 
Gesamtkosten zuzüglich 5 % Risikoaufschlag   77.000.000,00 Euro brutto 
 
 
Aufstellung Kostentragung Stadt Köln / Fördermittel des Landes NW 
 
Die Stadt Köln hat in den Jahren 2010/11 Zuwendungen in Höhe von 14,3 Mio. Euro vom Land NW 
erhalten. Ende des Jahres 2015 folgte ein zusätzlicher Bescheid über 4 Mio. Euro, der einen Teil des 
durch die Bezirksregierung in Aussicht gestellten Zuwendungsbescheids über 18,4 Mio. darstellt.  
 
gemäß Ratsbeschluss 14. Juli 2011   
Finanzierung Stadt Köln      37,473 Mio. Euro 
Fördermittel des Landes      14,300 Mio. Euro  
Summe         51,773 Mio. Euro  
 
nach Optimierung III Stand 2015 
Finanzierung Stadt Köln      28,878 Mio. Euro 
Fördermittel des Landes      32,700 Mio. Euro 
Summe         61,578 Mio. Euro 
 
Nachtragskostenberechnung 2017 
Finanzierung Stadt Köln      44,300 Mio. Euro 
Fördermittel des Landes      32,700 Mio. Euro 
Summe         77,000 Mio. Euro

6 
Verglichen mit der Kostenberechnung 2015 liegt die Steigerung der Gesamtaufwendungen und so 
auch der städtischen Aufwendungen bei 15,42 Mio. Euro brutto. Davon entfallen auf das Haushalts-
jahr 2017 5,0 Mio. €, hiervon 600.000 € konsumtiv und 4,4 Mio. € investiv.  
Die Refinanzierung der konsumtiven Aufwendungen erfolgt durch Mittel der Maßnahme Sanierung 
Halle Kalk. Die zukünftige Finanzierung der Halle Kalk erfolgt durch Mittel des Konjunkturprogrammes 
III. 
Die Refinanzierung der investiven Auszahlungen erfolgt durch Mittel der Maßnahme Sanierung des 
Kölnisches Stadtmuseums. Aufgrund zeitlicher Verzögerung werden die Mittel im Haushaltsjahr 2017 
nicht benötigt. 
Die verbleibenden Mittel in Höhe von 10,42 Mio. € für die Folgejahre ab 2018 werden im endgültigen 
Haushaltsplan 2018 incl. Mittfristplanung 2019-2021 veranschlagt. 
 
Folgekosten 
Der Rahmenvertrag zwischen der Stadt Köln und dem Landschaftsverband sieht vor, dass der LVR 
das Museum betreibt und die Stadt für den Unterhalt des Bodendenkmals und des Baus verantwort-
lich ist. Die Stadt Köln beteiligt sich mit einer jährlichen Pauschale an der Anmietung für externe 
Räumlichkeiten des Landschaftsverbandes. Der Bedarf für das Personal, das für die Instandhaltung 
des Baus und der Bodendenkmäler zuständig sein wird, wurde bereits beim Personalamt angemel-
det. Ebenfalls im Rahmenvertrag festgehalten ist die Notwendigkeit der Ausarbeitung eines Nut-
zungsvertrages in dem die Regelungen zu den Kosten für die Bewachung getroffen werden sollen. 
 
Prüfung durch Rechnungsprüfungsamt  
Die Nachtragskostenberechnung wurde dem RPA zur Prüfung vorgelegt. Das Rechnungsprüfungs-
amt hat die Kostenberechnungen unter der RPA-Nr. KOB 2017/0670 geprüft und anerkannt. Die Zu-
stimmung ist als Anlage beigefügt 
 
Anlage 1: Nachtragskostenberechnung von Drees & Sommer  
Anlage 2: Stellungnahmen des RPA vom 18.05.2017 
Anlage 3: Aufstellung Folgekosten und Mittelabfluss Mehrkosten

Anlage 4 - Folgekosten und Mittelabfluss

2213 Zeichen

Anlage 4 
 
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln 
Folgekosten und Mittelabfluss  
 
Der Nutzungsvertrag zwischen der Stadt Köln und dem Landschaftsverband sieht vor, dass 
der LVR das Museum betreibt und die Stadt für den Unterhalt des Bodendenkmals und des 
Baus verantwortlich ist. Die Stadt Köln beteiligt sich mit einer jährlichen Pauschale an der 
Anmietung für externe Räumlichkeiten des Landschaftsverbandes und zu 50% an den 
Kosten der Bewachung. 
Der Bedarf für das Personal, das für die Wartung und Instandhaltung des Baus und der 
Bodendenkmäler zuständig sein wird, wurde bereits beim Personalamt angemeldet.  
 
Konsumtive Folgekosten (Euro brutto) ab 2024 
 
Unterhaltung des Bodendenkmals        162.000 
Investitionen Maschinen / Werkzeug          50.000 
Mietzuschuss LVR Gürzenich / MPZ        211.200 
Miete plus Nebenkosten MPZ Restliche Fläche        31.320 
Betriebskosten Museum und MPZ            5.760 
Instandhaltung Museum je Folgejahr               1.000.000 
Wartung Museum           200.000 
Winterdienst              12.000 
Bewachung Museum / MPZ          537.500 
Versicherung Museum            30.000 
Gesamt         2.239.780 
 
Personalkosten 26 (Bauunterhaltung / Wartung)        484.399 
Personalkosten VII-3 (Bodendenkmal)          670.000 
Gesamt           1.154.399 
 
Gesamt           3.394.179 Euro 
 
Die Instandhaltungskosten des Museum / MPZ belaufen sich im ersten Jahr auf die 
prognostizierte Summe von 500.000 Euro brutto. Die gesamten Folgekosten im ersten Jahr 
belaufen sich dementsprechend nur auf 2.894.179 Euro brutto. 
 
 
Mittelabfluss 2021-2027 
Bisherige erfolgte Zahlungen (Stand Dez.2020): 49.400.000 Euro 
 
      Gesamt Jahr 2021 Jahr 2022 Jahr 2023      
 
konsumtive Kosten        2.000.000      500.000      500.000          500.000           
investive Kosten    75.600.000 27.800.000 14.700.000 11.700.000           
gesamte Kosten    77.600.000 28.300.000 15.200.000 12.200.000       
 
 
    Jahr 2024 Jahr 2025 Jahr 2026 Jahr 2027      
 
konsumtive Kosten     500.000 
investive Kosten  8.300.000 5.900.000       5.800.000      1.400.000           
gesamte Kosten  8.800.000 5.900.000       5.800.000      1.400.000

Anlage 3 - Erläuterung der Kostenfaktoren

5904 Zeichen

Anlage 3 – Erläuterung der Kostenfaktoren 
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln 
Zuordnung der Mehrkosten zu den 10 Kosten-Faktoren  
1. Mehrkosten, die dem Bestand geschuldet sind 14.925.000 Euro 30 % 
(= nicht vorhersehbare Mängel der Bausubstanz,
Beseitigung von Altlasten u. andere zusätzliche Maßnahmen)
Durch die verzögerten Tiefbauarbeiten und längeren Kampfmittelsondierungen aufgrund von 
fehlenden Freigaben, unvollständigen Bestandsplänen und neuen Befundsituationen folgte 
eine Bauzeitverschiebung von 2 Jahren. Die Verschiebungen der Tiefbauarbeiten hatten zur 
Folge, dass die nachfolgenden Gewerke nach geltendem Baurecht nicht mehr an die 
ursprünglich vertraglich vereinbarten Termine und Preise gebunden waren.  
Im Jahr 2019 wurden intensive Verhandlungen mit den Firmen über die Bauzeitverschiebung 
und daraus resultierende Nachtragsansprüche sowie über Beschleunigungszahlungen ge-
führt. Mit den beauftragten Firmen für die Stahlbetonarbeiten und Stahlbauarbeiten konnte 
man sich einigen. Durch die bestandsgeschuldeten Verzögerungen waren außerdem mehr-
fache Änderungen zur bereichsweisen Optimierung des Bauablaufs erforderlich, um einen 
Baustopp zu vermeiden.  
Beispielhaft: 
- Kosten für ein Schwerlastgerüst durch geänderten Bauablauf für den Stahlbau
- Nachträge im Bereich der Stahlbetonarbeiten aufgrund von geänderten Ausführungen als 
Reaktion auf neue Bestandssituationen und vorgefundene Altschäden der angrenzenden 
Bauteile sowie aufgrund dessen technisch angepasste Lösungen
- Verlängerte Vorhaltezeit für die Messeinrichtungen und Betreuung der Alarmierung durch 
Bauwerksbewegungen und Schwingungen
- Laufzeitverlängerung Planungshonorare aufgrund von Bauzeitverlängerungen
- Honorarkosten wegen Zweiteilung der Ausschreibungen aufgrund des Vorziehens der 
Baumaßnahme Praetorium, um weitere Verzögerungen in diesem Bereich zu vermeiden
- Honorarkosten Ausstellungsplan ung durch geänderte Befundlage und daraus 
resultierende Änderungen des Ausstellungskonzeptes, wie z.B. im Haus Bardowiek

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2. Geänderte Nutzeranforderungen 267.000 Euro   1 % 
(inklusive Neuplanung der Inneneinrichtung)
3. Auslagerung nicht relevant 
4. Massenmehrungen 6.715.000 Euro 13 % 
(inklusive notwendige Änderung der Bauausführung)
Beispielhaft: 
- Nachträge im Bereich der Stahlbetonarbeiten aufgrund von geänderten Ausführungen als
Reaktion auf neue Bestandssituationen und ein mehrfach angepasster Bauablauf (z.B. Sa-
nierung Bestandswände Praetorium, Fundament Hansasaal)
- Mehraufwand bei der Sandabsaugung durch das Abschlagen der Sauberkeitsschicht
unterhalb des Stahlbetondeckels
- zusätzliche Sicherheitsanforderungen auf der Baustelle, um die archäologischen Befunde
gegen Vandalismus zu schützen (Videoüberwachung, fester Holzbauzaun, Wachdienst mit
Sicherheitsschleuse)
- Erstellen einer Schwerlastbrücke im Bereich der Bürgerstraße, um von der Baumaßnahme
Rotes Haus unabhängig zu sein
- Stegstellung zur Entfluchtung des Historischen Rathauses bei Veranstaltungen
5. Zusätzliche (Fach-) Planerleistungen 4.297.000 Euro   9 % 
Beispielhaft: 
- zusätzliche Honorarkosten bei der Statik wegen erneuter statischer Berechnung der Wände
zum Praetorium nach Freilegen der Bestandswände sowie geänderter Parcoursführung zwi-
schen den archäologischen Befunden
- Honorare für verschiedene Sachverständige (Barrierefreiheit, Stahlbau, Dachabdichtungen,
Fassade, Sicherheitskonzept etc.)
- Honorarkosten wegen der Anpassungen der Technik und Leitungsführungen im MPZ
aufgrund von neuen Bestandssituationen, die erst nach Auszug der Büros festgestellt wer-
den konnten
- Honorarkosten für die Umplanung der technischen Anlagen im MPZ zur vorzeitigen Fertig-
stellung und möglichen Nutzung
6. verspäteter Baubeginn u. Bauzeitverzögerung   6.227.000 Euro 12 % 
(inklusive Steigerung des Baupreisindexes, erhöhter
Personal- und Gerätebedarf zur rechtzeitigen Fertigstellung)
Beispielhaft: 
- zusätzliche Provisorien
- Verlängerung Gerüststandzeiten
- Verlängerung Wachpersonal
7. höhere Submissionsergebnisse 4.626.000 Euro 9 % 
(inklusive Abweichungen zwischen Kostenberechnung
und Auftragssummen nach Submission)
Durch einvernehmliche Auflösungen von 5 Verträgen, einer Insolvenz und einer Vergabeauf-
hebung mussten 7 Gewerke neu ausgeschrieben werden. Zusätzlich wurden 8 Ausschrei-
bungen geteilt, um im Zuge einer Beschleunigungsmaßnahme die Arbeiten im Praetorium 
vorzuziehen.

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Die Preissteigerungen bei den neu ausgeschriebenen Gewerken im Vergleich zu den alten 
Submissionsergebnissen sowie den noch nicht ausgeschriebenen Gewerken begründen sich 
in der langen Zeitspanne, die zwischen den ersten Ausschreibungen im Jahr 2016/2017 und 
den zweiten Submissionen im Jahr 2020 liegt. Die Preise sind aufgrund von Baupreissteige-
rungen (Kostenberechnung von 2015; Ausschreibungen teilweise erst im Jahr 2020 ff.), ext-
remer Auslastung der Firmen und der finanziellen Unsicherheit in Bezug auf die Corona-
Pandemie gestiegen.  
8. geänderte rechtliche Vorgaben 988.000 Euro   2 % 
(inklusive nicht vorhersehbare Brandschutzauflagen 
 und Gründe des Baum- und Denkmalschutzes, Änderung der HOAI) 
9. Nutzung von Synergieeffekten nicht relevant 
10. Sonstiges / Risikozuschlag 11.571.000 Euro 23 % 
Beispielhaft: 
- Zusätzliche Leistungen bei der Freilegung und Sicherung der Archäologischen Befunde
- Nachtragsbudgets für Schlüssel-Gewerke (Dach, Fassade, TGA) und Ausbaugewerke, die  
im Bereich der unterirdischen Ausstellung tätig sind (Annahme 10-30% der jeweiligen HA-
Summe)
- Budget für Baupreissteigerung bei bereits beauftragten Firmen, falls diese die gestiegenen  
Kosten gegenüber dem AG geltend machen
- Baupreissteigerungen bei noch auszuschreibenden Gewerken
- Erhöhung KG 600 wegen Baupreissteigerung
- Budget für Honorarnachträge der Planer, wenn z.B. auf neue Befundsituationen oder 
Bauzeitverzögerungen reagiert werden muss

Beratungsverlauf (5)

22.04.2021 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.04.2021 Bauausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.04.2021 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.05.2021 Finanzausschuss
TOP 6.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.05.2021 Rat
TOP 7.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0061/2021
Typ
Haushaltsrechtl. Unterrichtung d. Rates
Datum
30.03.2021
Erstellt
11.01.2021 08:48