AN/0149/2024
Wiedereinführung der Bezirksbeigeordneten
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FDP Antrag nach § 3
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www.FDP-Koeln.de An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rathaus · 50667 Köln Fon 0221. 221-23830 Fax 0221. 221-23833 fdp-fraktion@stadt-koeln.de www.fdp-koeln.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 25.01.2024 AN/0149/2024 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 06.02.2024 Wiedereinführung der Bezirksbeigeordneten Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie darum, folgenden Antrag auf die Tagesord- nung der kommenden Sitzung des Rates zu setzen. Beschluss: Der Rat der Stadt Köln bittet die Oberbürgermeisterin und den Stadtvorstand, das Modell der Bezirksbeigeordneten wiedereinzuführen. Dafür sollen die neun Wahlbeamtinnen und Wahl- beamten auf der Ebene der Fachdezernate jeweils einen Stadtbezirk bzw. eine Bezirksver- tretung zur Betreuung und Schnittstelle zwischen Bezirksebene und Stadtspitze überneh- men. Die Oberbürgermeisterin soll dabei nach Möglichkeit sicherstellen, dass die Beigeord- neten mit allen Kompetenzen ausgestattet sind, die für einen effizienten und effektiven Sit- zungsverlauf notwendig sind, so dass beispielsweise auch Vorlagen der Verwaltung im Laufe der Sitzung ggf. verändert oder zurückgezogen werden können. Begründung: Bis zum 30.6.2000 waren die Bezirksämter auf die Dezernate verteilt. Damit gab es Bezirks- beigeordnete, die auch für die jeweiligen Bezirksvertretungen zuständig waren. Sie nahmen in der Regel an den Sitzungen teil, so dass immer eine kompetente Ansprechpartnerin bzw. ein kompetenter Ansprechpartner aus der Stadtspitze anwesend war, die die Bezirksvertre- tungen bei ihren Beschlüssen informieren und beraten konnte und z.B. auch schon mal die „Prokura“ hatte, um Vorlagen zurückzuziehen oder Sachverhalte zur Klärung auf höchster Ebene nochmals mitzunehmen. Während die damaligen Ziele der Zentralisierung der Leistungen der ursprünglichen Bezirks- ämter durch deren Bündelung in jeweils einem Dezernat zum 1.7.2000 in Sachen Synergien, FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln - 2 - www.FDP-Koeln.de Leistungsfähigkeit und Effizienz erfüllt wurden, hat sich die Präsenz der Mitglieder des Stadt- vorstandes in den Sitzungen der Bezirksvertretung und damit der direkte Draht von der un- tersten Ebene kommunaler Vertretungen zur Stadtspitze massiv verschlechtert. Manche Be- zirksvertretungen bekamen in der Vergangenheit in ihren Sitzungen monate- oder sogar jah- relang kein Mitglied des Stadtvorstandes zu sehen. Was das für die Qualität der Beratungen ausmacht, können sich die Mitglieder der Ratsausschüsse ausmalen, wenn sie sich vorstel- len, sie würden regelmäßig ohne ihre Dezernentinnen bzw. ihren Dezernenten tagen… Durch die vorgeschlagene feste Betreuung und Sitzungsteilnahme der Mitglieder des Stadt- vorstandes sollen die Beratungen und Beschlüsse der Bezirksvertretungen und der Kontakt zum Rathaus und zur Stadtspitze verbessert werden. Dies trägt auch dazu bei, die Rekrutie- rung für diese wichtige politische Ebene für alle politischen Parteien zu erleichtern. Die Bezirksvertretungen haben sich in den vergangenen anderthalb Jahren in verschiedenen Konstellationen mit diesem Thema befasst. Dabei hat sich eine Mehrheit der Bezirksvertre- tungen für dieses Instrument ausgesprochen. Diesem mehrheitlichen Votum der Bezirke sollte der Rat folgen, denn auch wenn sich parallel zu dieser Initiative die Präsenz der Stadt- vorstandsmitglieder in den Bezirken verbessert hat, so ist es noch „Lichtjahre“ von der dama- ligen Verknüpfung von Stadtspitze zu den Bezirken entfernt. Bezirksvertretung Beschluss 1 – Innenstadt, 01.12.2022, nicht beschlossen: SPD und FDP dafür, Grüne, CDU, Die Partei und Klima Freunde dagegen, Linke enthalten - 2 – Rodenkirchen, 05.12.2022, be- schlossen: Vier Stimmen Grüne, SPD, FDP und Frau Becker dafür, CDU dagegen, eine Stimme Grüne ent- halten Die Bezirksvertretung Rodenkirchen bittet die Oberbürgermeisterin, eine Prüfung des Modells der Wiedereinführung der Bezirksbeige- ordneten vorzunehmen. Dafür mögen die neun Wahlbeamtinnen und Wahlbeamten auf der Ebene der Fachdezernate jeweils einen Stadtbezirk bzw. eine Bezirksvertretung zur Betreuung und Schnitt- stelle zwischen Bezirksebene und Stadtspitze übernehmen. 3 – Lindenthal, 05.12.2022, be- schlossen: CDU, SPD, FDP, Linke und AfD dafür, Grüne dagegen Die Bezirksvertretung Lindenthal (BV3) bittet die Oberbürgermeiste- rin und den Stadtvorstand, das Modell der Bezirksbeigeordneten wiedereinzuführen. Dafür sollen die neun Wahlbeamtinnen und Wahlbeamten auf der Ebene der Fachdezernate jeweils einen Stadtbezirk bzw. eine Bezirksvertretung zur Betreuung und Schnitt- stelle zwischen Bezirksebene und Stadtspitze übernehmen. Die Oberbürgermeisterin soll dabei nach Möglichkeit sicherstellen, dass die Beigeordneten mit allen Kompetenzen ausgestattet sind, die für einen effizienten und effektiven Sitzungsverlauf notwendig sind, so dass beispielsweise auch Vorlagen der Verwaltung im Laufe der Sit- zung ggf. verändert oder zurückgezogen werden können. 4 – Ehrenfeld, 05.02.2022, nicht beschlossen: CDU und FDP dafür, - - 3 - www.FDP-Koeln.de Grüne, zwei Stim- men SPD, Linke/Die Partei und Klima Freunde dagegen, zwei Stimmen SPD enthalten 5 – Nippes, vorab von Mehrheit abge- lehnt, Antrag nicht eingebracht - 6 – Chorweiler, 27.09.2022, be- schlossen: CDU, SPD, Grüne und FDP dafür, AfD, Linke und Frau Heinrich dagegen Die Bezirksvertretung Chorweiler bittet die Oberbürgermeisterin und den Stadtvorstand, das Modell der Bezirksbeigeordneten wiederein- zuführen. Dafür sollen die neun Wahlbeamtinnen und Wahlbeamten auf der Ebene der Fachdezernate jeweils einen Stadtbezirk bzw. eine Bezirksvertretung zur Betreuung und Schnittstelle zwischen Bezirksebene und Stadtspitze übernehmen. Die Oberbürgermeiste- rin soll dabei nach Möglichkeit sicherstellen, dass die Beigeordneten mit allen Kompetenzen ausgestattet sind, die für einen effizienten und effektiven Sitzungsverlauf notwendig sind, so dass beispiels- weise auch Vorlagen der Verwaltung im Laufe der Sitzung ggf. ver- ändert oder zurückgezogen werden können. 7 – Porz, 03.11.2022, be- schlossen: CDU, SPD, Grüne, Linke/Die Partei und FDP dafür (…) Darüber hinaus wird die Oberbürgermeisterin gebeten zu prü- fen, ob die Einführung eines für die Bezirksvertretung Porz zuständi- gen Beigeordneten nicht wesentlich zur Verbesserung der schwieri- gen Situation zwischen Bezirksvertretung und Teilen der Verwaltung beitragen könnte. 8 – Kalk, 24.08.2023, nicht beschlossen: FDP dafür, CDU, SPD und AfD dagegen, Grüne und Die Par- tei enthalten - 9 – Mülheim, 19.09.2022, be- schlossen: SPD, CDU, FDP und AfD dafür, Die Partei da- gegen, Grüne und Linke enthalten Die Bezirksvertretung Mülheim bittet die Oberbürgermeisterin und den Verwaltungsvorstand, das Modell der Bezirksbeigeordneten wiedereinzuführen. Dafür sollen die neun Wahlbeamtinnen und Wahlbeamten auf der Ebene der Fachdezernate jeweils einen Stadtbezirk bzw. eine Bezirksvertretung zur Betreuung und Schnitt- stelle zwischen Bezirksebene und Stadtspitze übernehmen. Die Oberbürgermeisterin soll dabei nach Möglichkeit sicherstellen, dass die Beigeordneten mit allen Kompetenzen ausgestattet sind, die für einen effizienten und effektiven Sitzungsverlauf notwendig sind, so dass beispielsweise auch Vorlagen der Verwaltung im Laufe der Sit- zung ggf. verändert oder zurückgezogen werden können. In diesem Sinne bitten wir, unserem Antrag zuzustimmen. Mit freundlichen Grüßen Gez. Ralph Sterck Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0149/2024
- Typ
- FDP/KSG Antrag nach § 3
- Datum
- 25.01.2024
- Erstellt
- 25.01.2024 10:07