V/0909/2018
Zentraldeponie Münster II
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Anlage 2
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Anlagx 2 awm Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster Zentraldeponie Il Änderung der Rekultivierungsplanung Planzustand - Maßnahmen Die Maßnahmen sind ausführlich im LBP im Kapitel 7 beschrieben. ae Extensives Grünland - Pflege durch Beweidung Mia 140.852 m? Extensives Grünland - Pflege durch 1-/ 2-schürige Mahd Mib 56.738 m? Anpflanzung von Gehölzen M2 645 m? onannnanm nn m mm Entwicklung vorhandener Gehölzpflanzungen M3 8.112 m? Flächen mit gelenkter Sukzession (22.089 m?) Maa 6.667 m? Mab 1.844 m? Mac 4.329 m? Mad 2,851 m? M4e 868 m? Mat 1.511. m? Mag 2.597 m? Mah 1.422. m? Entwicklung eines wechselfeuchten Plateaubereiches M5 10.676 m? Eingrünung der Photovoltaikmodultische (2.938 m?) M6a 290 m? M6b 598 m? M6c 618 m? M6d 680 m? M6e 752m? Weinanbaufläche M7 1.000 m? NN M8 Eidechsenlebensraum (optional) Sonstige Planzeichen ® Einzelbäume EEE | Genötztlächen | Erızeı | Gräben Schotter-/Kiesflächen CC] versiegelte Flächen (Wege, Gebäude) ran teilversiegelte Flächen ® Gasbrunnen L....J Deponiegrundtläche (ca. 25,6 ha) ‚Anmerkung: die Flächenermittlung berücksichtigt nur die (2-dimensionale) Grundfläche, eine Flächenzunahme durch Böschungen ist in der Aufstellung nicht inbegriffen. | geplante (Weide-) Zaunanlage mm event. Erweiterung der PV-Anlagen Nachrichtlich: der Deponielehrpfad befindet sich im südöstlichen Bereich und führt an den PV-Anlagen vorbei. (c) Gesamtlageplan zur Verfügung gestellt von den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster - verändert Maßstab 1:2.500 ö Karte 3 öKon Angewandte Ökologie und Landschaftsplanung GmbH Liboristr. 13 48 155 Münster Tel: 0251 / 13 30 28-12 Fax: 0251 / 13 30 28 -19 mail: info@oekon.de Münster, 17. Mai 2018
Anlage A
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Anlage A zur V/0909/2018 Kurzüberblick Mit der Vorlage soll die geplante Umgestaltung des Landschaftspflegerischen Begleitplanes für die Zentraldeponie Münster II dargestellt und erläutert werden. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Ziel der Änderungsplanung ist es, die Aufwendungen für Wartung und Pflege des rekultivierten Standortes langfristig zu verringern und einen unter artenschutzrechtlichen Gesichtspunkten op- timierten Standort zu schaffen. Dabei soll auch die geplante Erweiterung der PV-Anlage sowie der bereits realisierte abfallpädagogische Lehrpfad berücksichtigt werden. Finanzierung Produktgruppe: 11.02 Abfallwirtschaft Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? X Ja Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Die Aufwendungen sind in den Rekultivierungs-Rückstellungen der AWM enthalten. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Die Erstellung eines Landschaftspflegerischen Begleitplanes ist verpflichtend. Die beabsichtigte Umgestaltung ist ein Wunsch der AWM. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Vorlage hat keine Relevanz für die o.g. Themen.
Anlage 1
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Aula x A awm Ausführungsplanung durch: Abfallwirtschaftsbetriebe Münster G : Büro Umtec, Osnabrück Rösnerstraße 10 estaltungsplanung durch: iskerfenis SR 48155 Münster = Freiraumplanung en Greven L___—_ — mann : “ Zentraldeponie II 08.05.1998 m Änderung der Rekultivierungsplanung .— i N 2 - Ausgangszustand Biotoptypen Numerischen Bewertung von Biotoptypen für die Eingriffsregelung in NRW (LANUV NRW 2008) BE BBO0, 50 Gebüsch, Strauchgruppe mit lebensraumtypischen .„„Gehölzanteilen < 50 % BDO, 100,kb1 Hecke mit lebensraumtypischen Gehölzen > 70 %, . .„mehrreihig, kein regelmäßiger Formschnitt BDO, 100, kb1 Hecke mit lebensraumtypischen Gehölzen > 70 %, (tc) .„.mehrreihig, kein regelmäßiger Formschnitt, mit Überhältern \ - ® BF, 30, tai-2 Baumgruppe aus nicht lebensraumtyp. Baumarten, ! X 5 Wen bi \ ...geringes (ta2) — mittleres Baumholz (ta1) 7 I II\Y A — BB, 1 OONKb, 3 TH . ı:W N BF, 90, tal-2 Baumgruppe aus lebensraumtypischen Baumarten, | Y ED, veg! N L) BDO} 11.008 Kbjl ..geringes (ta2) — mittleres Baumholz (tat) ’ l 4 7 7 \ ’ EA, xd2 Intensivwiese, artenarm (RSM oder Schotterrasen) BDO! 100,jkb - | A ( 1 F I \ Fr] ED, vegi Magerwiese, mittel bis schlecht ausgeprägt Graben, bedingt naturfern versiegelte Flächen (Gebäude, Straßen, Wege, etc.) teilversiegelte Flächen (Schotterwege u.- flächen, „„wassergebundene Decke, etc.) Sonstige Planzeichen Ru Deponiegrundfläche (ca. 25,6 ha) ı - Y 4 ‚Anmerkung: die Flächenermittlung berücksichtigt nur die (2-dimensionale) } ‚00! 1 K } J m Grundfläche, eine Flächenzunahme durch Böschungen 4 Yn T y ist in der Aufstellung nicht inbegriffen. EN 2 t ' T [e) + h [BD0.51008 kb1 \ | ER BARS KL N UI Füäche für Photovoltaik \ \ ver x R N 2 c NEN £ H CO Abgrenzungen der Ausführungsplanungen \ \ pr Ze \ \ N E - der Rekultivierungsabschnitte I-V und der Inertstoffdeponie FH SER m Dr mn IS Su (6) Gestallungsplan der Freiraumplanung Schürmann vom 08.05.1998 Fi Fr Zee . EDEVveg zur Verfügung gestellt von den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster - verändert Ausführungsplanung durch: ———n> — Fuge Büro Umtec, Osnabrück 18.03.2011 Van Planungssituation aus dem LBP öKon Angewandte Ökologie und Landschaftsplanung GmbH Ausführungsplanung durch: WWK, Warendorf 48 158 Münster Büro Roth / Umtec, Osnabrück 24.03.2010 Di 051103 TE Fax: 0251 / 13 30 28 -19 Ben 15.12.2006 3 mail: info@oekon.de
Berichtsvorlage
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V/0909/2018 V/0909/2018 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Zentraldeponie Münster II Landschaftspflegerischer Begleitplan zur Änderung der Gestaltung und Errichtung einer wechselfeuchten Senke im Plateaubereich Beratungsfolge 30.10.2018 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht Bericht: Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) betreiben am Standort Münster, Zum Heidehof, die Zentraldeponie Münster II. Die Rekultivierung der Deponie erfolgt in verschiedenen Abschnitten be- reits seit dem Jahr 2007. Als Grundlage der Rekultivierung dient die landschaftspflegerische Gestaltungsplanung der Freiraumplanung Schürmann aus dem Jahr 1998. Die bisherige Gestaltungsplanung umfasst überwiegend landschaftsgärtnerische Pflanzungen. Die Anpflanzungen sind zu großen Anteilen in bogenförmigen Arrangements geplant. Die Deponie soll als künstliches Bauwerk im Dialog zur westfälischen Landschaft gesehen werden. Im Rahmen der jeweiligen Genehmigungsverfahren für die Rekultivierungsabschnitte I/II, III und IV/V wurden entsprechende Pflanzpläne, basierend auf der Freiraumplanung Schürmann, bei der Bezirksregierung Münster eingereicht und genehmigt. Nach diesen konkreten Vorgaben wurden fachmännisch von Garten- und Landschaftsbauunternehmen mehrfach Pflanzungen durchgeführt. Die extremen Standortverhältnisse führten jedoch immer wieder zum Ausfall der Be- pflanzung. Nur eine Pflanzmaßnahme an der Westböschung der Deponie l ließ sich durch intensive Bewässerungsmaßnahmen etablieren. Aufgrund der bisherigen negativen Erfahrungen beabsichtigen die AWM eine Änderung der bisheri- gen Gestaltungsplanung. Für die beabsichtigte Neukonzeption haben die AWM das Planungsbüro öKon - Angewandte Ökologie und Landschaftsplanung GmbH, Münster, mit der Änderung der Rekul- tivierungsplanung beauftragt. Ziel der Änderungsplanung ist es, die Aufwendungen für Wartung und Pflege des rekultivierten Standortes langfristig zu verringern und einen unter artenschutzrechtlichen Gesichtspunkten optimier- ten Standort zu schaffen. Dabei soll auch die geplante Erweiterung der PV-Anlage sowie der bereits realisierte abfallpädagogische Lehrpfad berücksichtigt werden. Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 12.10.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Brügmann Telefon: 60 52 351 Bruegmann@awm.stadt- muenster.de - 2 - V/0909/2018 Die Änderung der Rekultivierungsplanung umfasst: • Reduzierung der Pflanzflächen und standorttypische Gehölzauswahl, • Überarbeitung des Rekultivierungskonzeptes unter naturschutzfachlichen Aspekten, • Entwicklung von artenschutzrechtlich hochwertigen Bereichen, • Landschaft- und standortgerechte Gestaltung und Einbindung des Deponiekörpers, • Berücksichtigung der erweiterten Nutzung der Deponie durch PV-Anlagen und den Deponie- Lehrpfad. Ziel der geänderten Rekultivierungsplanung ist, standortangepasste, möglichst ungestörte Zielbiotope mit einer hohen artenschutzfachlichen Bedeutung für u.a. planungsrelevante Offenlandarten herzu- stellen. Der angestrebte Zielbiotop wird großflächig einen hängigen, sonnenexponierten, extensiv bewirt- schafteten Extrembiotop darstellen, der sporadisch von Austrocknung und großer Wärmeentwicklung extrem beeinflusst wird. Arten, die von derartigen sonnenexponierten Standorten profitieren können, sind ggf. Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Neuntöter, Schwalben, Zauneidechse, thermo- phile Insekten usw. Der ursprünglich geplante Gehölzbewuchs wird zugunsten eines grasartig bewachsenen Offenland- charakters zurückgenommen und auf wesentliche landschaftsästhetisch wirksame Bereiche be- schränkt. Hierbei wird auch berücksichtigt, dass angepflanzte Gehölze auf den hängigen Extrem- standorten sehr schlecht anwachsen. Ergänzt wird die Planung durch die Anlage eines großflächigen, flachen, wechselfeuchten Deponie- plateaus, das insbesondere durchziehenden Watvögeln einen Lebensraum mit extrem weiten Sichtbeziehungen bieten soll. Nach Aussage der Planer zeigen Erfahrungen an anderen Deponie- standorten, dass gerade solche wechselfeuchte Toplagen von einer Vielzahl von Vogelarten aufge- sucht werden (z.B. Bekassine, Flussregenpfeifer, Feldlerche, Steinschmätzer). Den Stand der aktuellen und genehmigten Gestaltungsplanung, basierend auf der Freiraumplanung Schürmann, kann der Anlage 1 entnommen werden. Auffällig ist hier die betont andschaftsarchitekto- nische Gestaltung der Deponieoberfläche. In 2010 wurde eine Änderung der Gestaltung im Rahmen der Errichtung der PV-Anlage auf der Südböschung genehmigt. Demgegenüber ist der Anlage 2 die geplante Gestaltung der Deponieoberfläche zu entnehmen. Die überwiegend hellgrünen Flächen sollen als extensives Grünland (Pflege durch Beweidung) genutzt werden. Darin sind kleinere Flächen mit gelenkter Sukzession eingelagert, d.h. Flächen, die mehr oder weniger einer freien Entwicklung überlassen werden. Mit der Fläche M5 ist der wechselfeuchte Plateaubereich dargestellt. Die gesamte Fläche soll zwecks Beweidung eingezäunt werden. An der Ostböschung der Deponie sind Vorbehaltsflächen für eine Erweiterung der PV-Anlage darge- stellt. Die Stadtwerke Münster haben bereits ihr Interesse bekundet und wurden bei der Neugestal- tung mit eingebunden. Weitere Gestaltungselemente sind die Anlegung von Eidechsenlebensräumen sowie im südwestli- chen Bereich der Deponie die Anlegung einer Weinanbaufläche. Die gesamten Planungen wurden intensiv mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Oberen Landschaftsbehörde abgestimmt. Mit Schreiben vom 12.07.2018 haben die AWM der BezReg. Müns- ter den aktualisierten Landschaftspflegerischen Begleitplan zur Änderung der Gestaltungsplanung sowie einen Kurzbericht zur Erläuterung des Vorhabens zur Errichtung einer wechselfeuchten Senke im Plateaubereich der Deponie mit der Bitte um Prüfung vorgelegt, ob diese Unterlagen in der vorge- legten Form genehmigungsfähig sind. - 3 - V/0909/2018 Mit dieser Anfrage möchten die AWM Planungssicherheit für die Genehmigungsplanung der Rekulti- vierungsabschnitte VI/VII (Plateaubereich der Deponie) sowie für die Genehmigungsplanung zur ge- planten Erweiterung der PV-Anlage erhalten. Mit Schreiben vom 11.09.2018 hat die BezReg. Münster dem vorgelegten Landschaftspflegerischen Begleitplan grundsätzlich zugestimmt. Hinweise zur späteren Beachtung des Bundesnaturschutzge- setzes sowie zur geeigneten Materialauswahl bei der Errichtung der wechselfeuchten Senke stellen keine besonderen Einschränkungen dar. Eine finale Entscheidung über den vorgelegten Landschaftspflegerischen Begleitplan wird mit den geplanten Plangenehmigungsverfahren für die Herstellung der Oberflächenabdichtung in den Rekulti- vierungsabschnitten VI und VII sowie für die geplante Erweiterung der PV-Anlage herbeigeführt. I. V. gez. Peck Stadtrat Anlagen: Anlage A Anlage 1: Lageplan mit aktuellem Stand des Landschaftspflegerischen Begleitplanes Anlage 2: Lageplan mit geplantem Landschaftspflegerischen Begleitplan
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (3)
- Liboristraße 13
- Zum Heidehof
- Rösnerstraße 10
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0909/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 04.10.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37