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4109/2021

Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2021/22

Mitteilung Ausschuss 02.12.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 20.01.2022, TOP 7.4

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Anlage 1 - Durchforstung Stadtgebiet

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Anlage 2 - Durchforstung Stadtbezirke

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Karte DF 2022 lrh Süd

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Mitteilung Ausschuss

8159 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/673/2 
 
Vorlagen-Nummer 02.12.2021 
 4109/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 20.01.2022 
 
Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2021/22 
 
Auswirkung der Dürre auf den städtischen Wald 
 
Der städtische Wald hat unter der 3 jährigen Dürre von 2018 bis 2020 sehr stark gelitten. Besonders 
betroffen waren die alten Buchenwälder im linksrheinischen Äußeren Grüngürtel und im Gremberger 
Wäldchen. Durch den Wassermangel wurde die Vitalität der Bäume geschwächt. Sie wurden anfällig 
für Pilz und Insektenbefall. Dies führte zu Kronenschäden  und zum Absterben einzelner Bäume. Im 
Gremberger Wäldchen starben auch alte, über 250 Jahre alte „Methusalembäume“. 
 
In den betroffenen Bereichen mussten Bäume zur Verkehrssicherung entlang der stark frequentierten 
Waldwege und entlang von Straßen und Bebauung gefällt werden. Um Altbuchen zu erhalten, bei 
denen nur ein Teil der Krone abgestorben war, wurden mit Hubsteigern trockene Äste herausge-
schnitten um eine Gefährdung der Waldbesucher durch abbrechende Kronenteile zu vermeiden. In 
Schadensschwerpunkten im Äußeren Grüngürtel wurden zur Erhaltung geschwächter Buchen Tram-
pelpfade gesperrt, um auf Fällungen zur Verkehrssicherung verzichten zu können. Bei der Eiche wur-
de der Befall mit Eichenprachtkäfern durch die Trockenheit gefördert. An sonnexponierten Bestandes-
rändern (Gremberger Wäldchen) starben einzelne Alteichen ab. In jüngeren und mittelalten Bestän-
den entwickelten die Eichen auf sehr trockenen Standorten nur eine schüttere Belaubung und verein-
zelt starben Teile der Krone oder ganze Bäume ab. Durch die warme, trockene Witterung der letzten 
Jahre wurde die Ausbreitung des Eichen-Prozessionsspinners gefördert. Der Befall beeinträchtigt die 
Vitalität der Eichen kaum, führt aber zu einer Gefährdung der Waldbesucher durch allergen wirkende 
Raupenhaare. In Bereichen mit Verkehrssicherheitsrelevanz wurden deshalb Nester abgesaugt. 
 
Beim Bergahorn führte die Trockenheit zur weiteren Ausbreitung des Befalls mit dem Rußrindenpilz. 
Im gesamten städtischen Wald ist Bergahorn, vor allem auf trockenen Standorten und an sonnenex-
ponierten Waldrändern, befallen. Die Bäume sterben sehr schnell ab. Dadurch entstehen erhebliche 
Verkehrssicherungsprobleme an Straßen und Bebauung. Die Esche hat unter der Trockenheit weni-
ger gelitten. Der Befall mit dem Eschentriebsterben ist zurückgegangen. Vermutlich hat die Trocken-
heit das Wachstum des Pilzes, der die Krankheit verursacht, gehemmt. 
 
Der städtische Wald besteht überwiegend aus Mischbeständen. Die Stabilität des Waldes gegenüber 
Witterungsextremen und Schädlingsbefall wird dadurch verbessert, da widerstandsfähigere Baumar-
ten (z.B. Linden, Kirschen, Spitzahorn, Hainbuche) die abgestorbenen Bäume ersetzen können. In 
den meisten Beständen ist natürliche Verjüngung vorhanden, sodass Lücken durch nachwachsende 
Bäume geschlossen werden. Die flächig abgestorbenen Fichtenbestände liegen eingebettet in Laub-
holzbestände, sodass sich von dort aus Laubholznaturverjüngung auf den Schadensflächen ausbrei-
ten kann. Positiv wirken sich jetzt auch die in der Vergangenheit durchgeführten Umbaumaßnahmen 
der Fichtenbestände aus. In den durch Borkenkäfern abgestorbenen Beständen sind oft Jungbäume 
aus natürlicher Verjüngung oder Aufforstung, vor allem von Buche, Eiche, Hainbuche und Birke, vor-
handen, sodass der natürlichen Waldentwicklung Raum geben werden kann und Pflanzungen zur

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Wiederaufforstung nur in geringem Maße erforderlich sind.  
 
Aufgrund dieser Waldsituation wird seit Beginn der Dürre im städtischen Wald nach folgenden Maß-
gaben verfahren: 
 
 
Durchforstungsplanung 2021/22 
Durch die überdurchschnittlichen Niederschläge im Frühjahr und Sommer wurde das Wasserdefizit, 
das noch im Frühjahr in tieferen Bodenschichten bestand, vollständig ausgeglichen. Die Bäume wa-
ren daher während der gesamten Vegetationsperiode gut mit Wasser versorgt. Der Kronenzustand 
verbesserte sich. Es ist aber auch festzustellen, dass Altbuchen, die einen sehr schlechten Kronen-
zustand haben, weiterhin deutliche Vitalitätsschwächen zeigen und trotz guter Wachstumsverhältnis-
se die Kronenschäden nicht ausheilen konnten, sodass auch in diesem Sommer Bäume abstarben. 
Sehr positiv hat sich die kühl feuchte Witterung auf das Wachstum von jungen Bäumen aus natürli-
cher Verjüngung ausgewirkt, sodass sich auf Waldlichtungen und Kahlflächen eine neue Waldgenera-
tion etablieren konnte. Obwohl zum Aufbau klimastabiler Wälder eine regelmäßige Waldpflege zur 
Förderung der Baumartenvielfalt, Waldstruktur und Stabilität des Waldes geboten ist, ist es noch nicht 
zu vertreten Durchforstungsmaßnahmen auf der gesamten Waldfläche zu planen, da auch nach ei-
Maßnahmenkonzept Dürre (seit 2018)  
Altwald im Äußerer Grüngürtel und rrh. Wald  
 keine Durchforstung, nur noch Fällungen zur Verkehrssicherung an Wegen/Straßen und Be-
bauung.  
 geschädigte und abgestorbene Bäume bleiben stehen, wenn es die Verkehrssicherheit zulässt 
(Erhalt des Waldgefüges, Schutz der Naturverjüngung, mögliche Verbesserung des Zustandes, 
Totholz zur Förderung der Biodiversität) 
 Natürliche Waldentwicklu ng nutzen, Naturverjüngung hat Vorrang (Zulassen natürlicher Wald-
dynamik ermöglicht die Anpassung an geänderte Umweltbedingungen, Nachpflanzungen nur 
bei fehlendem natürlichen Verjüngungspotential)  
 Jungwuchspflege in Naturverjüngung zur Förderung von Buche  und klimastabilen Mischbaumar-
ten  
Laubholzmischbestände (junge und mittelalte -ca. 60 j. Bestände aus Nachkriegsaufforstung )  
 Fällungen abgestorbener und stark geschädigter Bäume (v.a. Rußrinden -Ahorn) zur Verkehrssi-
cherung an Wegen und Bebauung  
 abgestorbene Bäume in den Beständen bleiben stehen, wenn es die Verkehrssicherheit zulässt 
(Totholz zur Förderung der Biodiversität)  
 Natürliche Waldentwicklung nutzen: keine Nachpflanzungen (Bestandeslücken schließen sich 
durch Naturverjüngung oder Kronenzuwachs d er Nachbarbäume) 
 Durchforstungen nach Vitalitätsbeurteilung zur Förderung von Mischbaumarten, Stabilisierung 
und Kronenpflege  
Fichtenbestände rrh. Wald (durch Borkenkäfer abgestorben)   
 Fällung von trockenen Fichten nur zur Verkehrssicherung an Wegen/Stra ßen und Bebauung 
 abgestorbene Fichten bleiben stehen (Totholz, Schutz der Naturverjüngung)  
 Natürliche Waldentwicklung zulassen: vorhandene Laubholz -Naturverjüngung (Buche, Eiche, 
Hainbuche, Birke , Vogelbeere u.a ) wird übernommen 
 Ergänzung der Naturverjüngung mit klimastabilen Mischbaumarten: Eiche, Vogelkirsche, Linde, 
Esskastanie und Buche (Weitverband- oder Trupp-Pflanzung)

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nem Jahr mit günstiger Witterung große Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der  
Vitalität des Waldes bestehen. 
 
Deshalb sind auch im Winter 2021/22 keine Durchforstungen in den Altwäldern des Äußeren Grün-
gürtels und im rechtrheinischen Wald vorgesehen. In den jüngeren Waldbeständen (Nachkriegsauf-
forstungen) sind nur wenige Durchforstungen zur Waldpflege in vitalen Beständen geplant. Diese 
dienen der Kronenpflege in zu dicht stehenden Waldteilen und der Entwicklung von Mischwäldern. 
Forstbetriebliche Schwerpunkte der Waldpflegearbeiten werden auch in 2022, die aufgrund der Tro-
ckenschäden notwendigen Fällungen zur Verkehrssicherung entlang von Wegen, Bebauung und 
Straßen sein. Diese verteilen sich auf den Wald im ganzen Stadtgebiet. 
 
Die Durchforstungen finden in den Stadtbezirken Rodenkirchen, Nippes und Chorweiler statt.  
Zur weiteren Information wird auf die Anlagen 1 und 2 verwiesen. 
 
Das Holz, das bei den Fällarbeiten anfällt, wird an die Holz verarbeitende Industrie verkauft. Die Erlö-
se decken einen Teil der Kosten. An die Bürger werden Holzlesescheine gegen Entgelt vergeben.  
 
Die jeweiligen Bezirksvertretungen und der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde werden über 
die anstehenden Maßnahmen durch entsprechende Mitteilungen informiert. 
 
Zur Information der Bürger wird der Durchforstungsplan im Internet veröffentlicht (www.stadt-
koeln.de). 
 
 
Gez. Wolfgramm

Anlage 1 - Durchforstung Stadtgebiet

628 Zeichen

Anlage 1 22.11.2021
Durchforstungsplanung 2022
städtischer Waldbesitz
Stadtbezirk Fläche Menge Forstbetriebsbezirk
(Hektar = ha) (Festmeter = fm)
1 - Innenstadt 0,00 ha 0 fm linksrheinisch
2 -  Rodenkirchen 4,08 ha 84 fm linksrheinisch
3 - Lindenthal 0,00 ha 0 fm linksrheinisch
4  - Ehrenfeld 0,00 ha 0 fm linksrheinisch
5 - Nippes 3,00 ha 60 fm linksrheinisch
6 - Chorweiler 9,48 ha 190 fm linksrheinisch
7 - Porz 0,00 ha 0 fm rechtsrheinisch
8 - Kalk 0,00 ha 0 fm rechtsrheinisch
9 - Mülheim 0,00 ha 0 fm rechtsrheinisch
Gesamtsumme 16,56 ha 334 fm
davon linksrheinisch 16,56 ha 334 fm
davon rechtsrheinisch 0 0
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Anlage 2 - Durchforstung Stadtbezirke

1118 Zeichen

Anlage 2
Durchforstungsplanung 2021 Gesamtübersicht Stadtbezirke
Hauptbaumart
Abt. Forstort Fläche Nutzungsart
Bezirk: Rodenkirchen
Forstbetriebsbezirk linksrheinisch
städtischer Wald
304 B Uferstr./Leinpfad 2,20 ha Ahorn, Esche, Pappel
Durchforstung
305 A Uferstr./Triftweg 1,08 ha Ahorn,Linde,Vogelkirsche,Roteiche
Durchforstung
309 F Schillingsrotter Str./Römerstr. 0,80 ha Roteiche, Esche, Hainbuche
Durchforstung
Summe für Rodenkirchen: 4,08 ha
Einschlagmenge: 84 fm (20 Festmeter pro Hektar)
Bezirk: Nippes
Forstbetriebsbezirk linksrheinisch
städt. Wald
452 E Longerich, Kaserne 3,00 ha Buche, Hainbuche, Pappel, Esche, Linde
Durchforstung
Summe für Nippes: 3,00 ha
Einschlagmenge: 60 fm (20 Festmeter pro Hektar)
Bezirk: Chorweiler
Forstbetriebsbezirk linksrheinisch
städt. Wald
415 L Lindweiler, im Autobahnzubringer 5,05 ha Ahorn, Hainbuche, Erle, Birke
Durchforstung
417 D Neußer Landstr./ Fühlinger See 1,43 ha Roteiche, Linde
Durchforstung
417 D Neußer Landstr./ Fühlinger See 3,00 ha Roteiche,Linde
Durchforstung
Summe für Chorweiler: 9,48 ha
Einschlagmenge: 190 fm (20 Festmeter pro Hektar)
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Karte DF 2022 lrh Süd

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Beratungsverlauf (1)

20.01.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4109/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
02.12.2021
Erstellt
22.11.2021 19:07