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0620/2022

Sport in Metropolen

Mitteilung Ausschuss 25.02.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 8 (Kalk), Sitzung am 07.04.2022, TOP 10.2.12

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

9394 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IV/52/522 
 
Vorlagen-Nummer 24.02.2022 
 0620/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Sportausschuss 10.03.2022 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.04.2022 
 
Fortführung der Sportnetzwerkarbeit im Stadtbezirk Kalk 
Die Sportverwaltung teilt mit, dass die begonnene Sportnetzwerkarbeit im Rahmen von Sport in Met-
ropolen im Stadtbezirk Kalk bis September 2023 fortgesetzt wird, da derzeit die notwendigen selbst-
tragenden Strukturen noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind. Der Sportausschuss hatte 
am 06.11.2014 den Bezirk Kalk als nächsten Stadtbezirk nach Mülheim und Nippes ausgewählt. Die 
Aufbauarbeit wurde 2015 aufgenommen. 
Parallel läuft weiterhin die Netzwerkarbeit im Bezirk Chorweiler. 
Die Analyse und Sondierung eines Folgebezirkes und daran unmittelbar anschließende Aufbauarbeit 
wird ab September 2024 aufgenommen, da zuvor die personellen Ressourcen im Rahmen der UEFA 
EURO 2024 gebunden sind. 
 
Sport in Metropolen und seine Netzwerke "Sport und Bewegung" schaffen seit 2007 in ausgewählten 
Bezirken vielfältige Synergien für den Sport. Dadurch soll der Bevölkerung ein qualitativ und quantita-
tiv besseres Sportangebot ermöglicht werden. Damit dies gelingen kann, werden Potenziale im Bezirk 
erkannt, gefördert und ausgebaut. Elementar ist in diesem Zusammenhang die Förderung des ver-
einsorientierten Sports. In Kooperation mit Schulen, sozialen Einrichtungen, Kindertagesstätten, Se-
niorennetzwerken und weiteren Institutionen werden neue attraktive Sport- und Bewegungsangebote 
geschaffen.  
 
Zum Ende der Arbeitsperiode in Kalk kristallisiert sich heraus, dass der geplante Zeitraum zum Auf-
bau einer selbsttragenden und nachhaltigen Netzwerksituation und -struktur im Bezirk Kalk noch nicht 
ausreichend ist. Ein Grund liegt in dem bedingt durch die Corona-Pandemie entstandenen Stillstand, 
in dem die Anfang 2020 geplanten, guten Ansätze der Sportnetzwerkarbeit nicht weitergeführt oder 
ausgebaut werden konnten. Ein weiterer Grund ist eine hohe Personalfluktuation bei Sport in Metro-
polen in Kalk, die eine kontinuierliche Begleitung dieses Arbeitsbereiches erschwert haben. 
 
Seit 2015 hat Sport in Metropolen mit dem Netzwerk „Sport und Bewegung Kalk“ im gesamten Bezirk 
sehr erfolgreich Sportprojekte und Sportangebote für die verschiedenen Zielgruppen initiiert und un-
terstützt. Es hat sich ein enger Austausch mit den Akteuren vor Ort ergeben, sei es im Rahmen von 
Arbeitskreisen oder durch die Teilnahme bei verschiedenen Gremien und Konferenzen. Dies ermög-
licht gemeinsam konzipierte Angebote, die sich am tatsächlichen Bedarf orientierten und somit zur 
Weiterentwicklung der Sport- und Bewegungsstruktur in Kalk beitragen.  
 
Als Beispiel für die Arbeit von Sport in Metropolen in Kalk ist der Sportaktionstag „Kalk in Bewegung“ 
zu nennen, der 2019 zum ersten Mal dezentral durchgeführt wurde und im Jahr 2020 ins KalkFest 
integriert werden sollte, um den Sportvereinen in Kalk eine gute Plattform zu bieten, sich den 
Kalker*innen zu präsentieren. Dieses Vorhaben ist leider aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen. 
 
Der dringende Handlungsbedarf für die Fortführung der Netzwerkarbeit von Sport in Metropolen wird

2 
 
durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie aktuell noch verstärkt. Die letzten zwei Jahre haben 
gezeigt, dass der Sport wie auch alle anderen gesellschaftlichen Bereiche massiv unter der derzeiti-
gen Situation leidet. Mit den sukzessiven Lockerungen müssen nunmehr vermehrt Wege und Mög-
lichkeiten angeboten werden, um die Rückkehr zur Normalität, gerade auch im Bereich von Sport und 
Bewegung, zu ermöglichen. Hier gilt es Aufbauarbeit zu leisten, einerseits für die Sportvereine, ande-
rerseits aber auch für Menschen, die sich die Mitgliedschaft im Sportverein nicht leisten können. Es 
zeigt sich, dass gerade die Bewohner*innen in einem Sozialraum enorm unter der Pandemie leiden. 
Hier muss der Sport als Werkzeug dienen, um ein soziales Gefüge wieder aufzubauen und die Men-
schen herauszulocken und zu Bewegung und Aktivität zu motivieren. 
 
Hier kann Sport in Metropolen unterstützen, nicht nur durch Fördergelder, sondern auch durch Initiati-
ven und Know-How, im analogen Bereich vor Ort oder auch im digitalen Bereich, nah an den Sport-
vereinen und Institutionen, aber auch nah am Bürger. Auch das Netzwerk „Sport und Bewegung“ ist 
in Zeiten wie diesen von besonderer Bedeutung, da so die Kräfte für den Sport gebündelt und zielge-
richtet eingesetzt werden können. 
 
Insgesamt lässt sich feststellen, dass neben der erforderlichen Unterstützung bei den Vernetzungs- 
und Angebotsprozessen die Verlängerung von Sport in Metropolen im Stadtbezirk Kalk die dringend 
erforderliche zeitliche Dimension schafft, um den Aufbau einer personellen und strukturellen Nachhal-
tigkeit zu gewährleisten. 
 
Ergänzende Stellungnahme Bürgeramtsleitung und Sozialraumkoordinator*innen 
 
Aus Sicht der Sozialraumkoordinationen Kalk, Humboldt/Gremberg, Ostheim/Neubrück, Höhenberg/ 
Vingst und dem Bürgeramt Kalk wurde die Verlängerung des Projektes Sport in Metropolen als zwin-
gend erforderlich bewertet.  
Das Ziel, selbstragende Netzwerke zu installieren, die auch über den Projektzeitraum hinaus aktiv 
sind, konnte bisher nicht erreicht werden. Mit einer Beendigung dieses Projektes besteht die Gefahr, 
dass gute und für den Bezirk immens wichtige Ansätze leerlaufen. Insbesondere durch die Auswir-
kungen der Pandemie auf die in den vier Sozialräumen lebenden Menschen, ist das Projekt notwen-
diger denn je. 
Im Einzelnen: 
Die Ziele des Projektes, vor allem beständige, tragfähige Netzwerkstrukturen mit verschiedenen Akt-
euren, die sich dem Thema Sport widmen, aufzubauen, konnten noch nicht erreicht werden. Gründe 
hierfür sind neben der Pandemie, dass die Projektumsetzung von Beginn an durch mehrfache Wech-
sel im Aufgabengebiet einhergehend mit längeren Stellenvakanzen geprägt war. Anfängliche Struktu-
ren brachen wieder weg und mussten neu belebt werden. Mitten in der Pandemiezeit übernahm der 
sehr engagierte jetzige Stelleninhaber die Aufgabe. Er hatte somit das nicht lösbare Problem, dass 
die Netzwerke nicht reaktiviert werden und nur sehr bedingt vernetzte Sport- und Bewegungsangebo-
te geplant werden konnten. Es ist ihm dennoch gelungen, stadtteilübergreifende Aktionen anzusto-
ßen. 
 
An dem Aktionstag „Kalk in Bewegung“ 2019 konnten aus terminlichen Gründen einige Stadtteile 
nicht teilnehmen, so dass alle auf eine Neuauflage im Folgejahr gehofft hatten. Dieser Aktionstag 
sollte dringend ausgebaut, der jeweiligen Lage angepasst und verstetigt werden. Gerade solche wie-
derkehrenden Aktionstage fördern den Austausch und die Festigung einer vor allem durch Ehrenamt-
liche getragenen Struktur.  
 
Sport in Metropolen passt heute mehr denn je als präventives Projekt zu den derzeit bestehenden 
Bedarfen und bringt die erforderliche sportwissenschaftliche Fachlichkeit mit. Die Projekte werden in 
Kooperation mit pädagogischer Fachlichkeit und den Akteuren, die die Bedarfe im Sozialraum ken-
nen, entwickelt. Der Lebenslagenbericht und der Kinder- und Jugendgesundheitsbericht legen dar, 
wie hoch die Bedarfe an Projekten und Initiativen zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesund-
heit in den Sozialraumgebieten insbesondere im Bezirk Kalk sind (Lebenslagenbericht Seite 59ff). 
 
Es ist zudem bekannt, dass die Pandemie Menschen unterschiedlich hoch belastet. Menschen, die 
von prekären Lebenslagen betroffen sind, haben besonders schwer unter der Pandemie und den

3 
 
Pandemie-bedingten Einschränkungen gelitten und noch zu leiden. Viele Familien sind von mehreren 
Problemen gleichzeitig belastet, Wegfall eines Einkommens, hohe Mietbelastungen, enge Wohnver-
hältnisse. Sie haben keine finanziellen Ressourcen, die Einschränkungen der Pandemie durch Aus-
flüge in die Umgebung zu kompensieren. Familien in prekären Lebensverhältnissen haben gleichzei-
tig weniger Bewältigungsstrategien und Resilienzen, um die Krise psychisch und emotional zu bewäl-
tigen. Sie haben in allen Altersgruppen ein erhöhtes Risiko zu erkranken, das durch die Pandemie 
verstärkt wurde und wird. Die Stadt hat es sich aktuell zur Aufgabe gemacht, die Kinder- und Jugend-
gesundheit in den Sozialraumgebieten zu verbessern. Bewegung fördert das seelische Wohlbefinden 
und die psychische Gesundheit von Kindern und Erwachsenen. Welche Bedeutung Bewegungsange-
bote hinsichtlich der Vorbeugung von Übergewicht und chronischen Erkrankungen haben, ist hinläng-
lich bekannt.  
 
Durch die Pandemie verlieren zudem mehr und mehr Vereine ihre Mitglieder. Sport in Metropolen 
kann in Kooperation mit anderen Netzwerkpartner*innen als wichtige Schnittstelle dienen, um ein 
strukturelles Problem zukünftig abzufedern. 
 
Zudem bietet u.a. die Eröffnung des Grünzugs Westerwaldstraße im letzten Sommer in den nächsten 
Jahren eine neue Fläche mit breit gefächerten Sport- und Bewegungsangebot. Hier bieten sich gute 
Möglichkeiten, die bereits vorhandenen Netzwerkstrukturen zwischen SRK Humboldt-Gremberg und 
Sport in Metropolen weiter auszubauen und zu verfestigen - und idealerweise neue Sportgruppierun-
gen zu aktivieren, die sich langfristig selbstständig um einzelne Teilbereiche des Grünzugs "küm-
mern", diesen aktiv nutzen und zugleich auf einen sorgfältigen Umgang achten.  
 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (2)

10.03.2022 Sportausschuss
TOP 6.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.04.2022 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 10.2.12 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0620/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
25.02.2022
Erstellt
20.02.2022 23:07