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V/0778/2008

Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Münsteraner - Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im November 2007

Vorlagen 19.09.2008

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft, Sitzung am 29.10.2008, TOP 7.3

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

2692 Zeichen

V/0778/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Münsteraner - Ergebnisse einer 
Haushaltsbefragung im November 2007 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
29.10.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Anlass 
 
Mit dem Ratsbeschluss zur Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes Münster (VEP 2025) 
vom 10.05.2007 hat der Rat die Verwaltung unter anderem beauftragt, die Vergabe einer Haus-
haltsbefragung für 2007 vorzubereiten, in der die typischen Kennzahlen des Verkehrsverhaltens 
der Münsteraner Wohnbevölkerung erhoben wird. 
 
Nachdem die Verwaltung den Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirt-
schaft am 11.05.2007 über die eingeholten Angebote zur Durchführung einer Haushaltsbefra-
gung Münster informiert hatte, wurde das Ingenieurbüro Helmert aus Aachen mit der Durchfüh-
rung der „Haushaltsbefragung Münster 2007“ beauftragt. 
 
Nach 1982,1990,1994 und 2001 wurde damit in 2007 zum fünften Mal das Verkehrsverhalten der 
Münsteraner differenziert erhoben. 
 
Ergebnisse 
 
Die Ergebnisse dieser 
Haushaltsbefragung Münster 2007 liegen nun vor. In der Schriftenreihe  
„Beiträge zur Stadtforschung Stadtentwicklung Stadtplanung 1/2008“ sind die wesentlichen Er-
gebnisse der Befragung unter dem Titel „Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Münste-
raner – Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im November 2007“ dokumentiert (Anlage). 
 
Nach den vorliegenden Ergebnissen unternimmt jeder Einwohner 3,80 Wege/Tag und benötigt 
für diese Wege und Fahrten ca. 79 Minuten am Tag. Dies bedeutet, dass die Münsteraner an 
einem durchschnittlichen Werktag ca. 1.064 Millionen Wege und Fahrten unternehmen und hier-
für ca. 370.000 Stunden aufwenden. Von diesem Wegeaufkommen werden 37,6% mit dem Fahr-
rad abgewickelt und damit rutscht das Auto mit 36,3% bei der Verkehrsmittelwahl erstmals auf 
den zweiten Platz. Dies ist nur eins von vielen wichtigen Ergebnissen, dass die Haushaltsbefra-
gung den Planern liefert.  
Vorlagen-Nr.: 
V/0778/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Renkhoff 
Ruf: 
492 61 52 
E-Mail: 
Renkhoff@stadt-muenster.de 
Datum: 
23.09.2008 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0778/2008 
 
 
Die Ergebnisse helfen dabei, die Verkehrsinfrastruktur in der Stadt Münster weiter zu optimieren 
und bilden eine wesentliche Grundlage für die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans 
Münster 2025.  
 
 
i.V. 
 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
Anlage: 
 
Broschüre „Verkehrsverhalten und Verkehrsmi ttelwahl der Münsteraner – Ergebnisse einer 
Haushaltsbefragung im November 2007“

Anlage

35896 Zeichen

Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl
der Münsteraner
Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im November 2007
Beiträge zur Stadtforschung Stadtentwicklung Stadtplanung 1/2008

Impressum
Auftraggeber/Herausgeber: Stadt Münster
 Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
 Abteilung Verkehrsplanung
 48127 Münster
Auftragnehmer: Ingenieurbüro Helmert
 Malmedyer Str. 30
 52066 Aachen
Durchführung Befragung: V-KON KG, Ingenieurbüro für Verkehrsplanung
 Max-Planck-Str.10 
 54296 Trier
Bericht: Christoph Helmert 
 Kathrin Henninger
Text, Layout und Satz: yph, kreative
 Rheinstr. 2
 48145 Münster
Auflage: 1.500, September 2008

Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl
der Münsteraner
Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im November 2007

Einleitung
Nun ist es offiziell: Das Fahrrad ist nachweislich Münsters meistgenutztes 
Fortbewegungsmittel. 37,6% aller Fahrten erledigen die Münsteraner 
mit der Leeze, und damit rutscht das Auto bei der Verkehrsmittelwahl 
erstmals auf den zweiten Platz.
Das ist nur eines der spannenden Ergebnisse dieser Studie, mit der das 
Amt für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehrsplanung das Verkehrs-
verhalten der Münsteraner unter die Lupe genommen hat – nun schon 
zum fünften Mal seit 1982. Knapp 80 Minuten sind die Bürgerinnen und 
Bürger im Schnitt jeden Tag unterwegs: Womit, wohin, wie weit, wie 
lange und wie schnell, das wurde Ende 2007 bei einer repräsentativen 
Haushaltsbefragung genau erhoben und dokumentiert.
Die Ergebnisse helfen dabei, die Verkehrsinfrastruktur in der Stadt weiter 
zu optimieren; sie sind die Grundlage für die Verkehrsentwicklungspla -
nung. Doch auch für Nicht-Verkehrsplaner sind sie durchaus interessant 
zu lesen: Wie viele Haushalte haben ein Auto (oder sogar mehrere)? Wel-
che Strecken werden zu Fuß erledigt, ab welcher Entfernung steigt man 
lieber aufs Rad? Wie steht’s in Münster um den sogenannten Umwelt -
verbund – die Fortbewegung mittels Bahn, Bus, Fahrrad oder Füßen? 
Wohin sind die Menschen eigentlich unterwegs? Gibt es alters- oder 
geschlechtsspezifische Unterschiede? Wie lange dauern die Wege zur 
Arbeit, zum Einkaufen etc. im Schnitt? Und wie schneidet Münster im 
Vergleich zu anderen Städten ab?
Antworten auf diese Fragen finden sich auf den folgenden Seiten: 
Wir wünschen eine interessante Lektüre!
44 Einleitung
Inhalt
1. Wer wurde befragt – und wie? ........................................................ 5
 
2. Die Mobilitätskennzahlen der Menschen in Münster ........................ 5
3. Welche Fahrzeuge stehen in den Haushalten zur Verfügung? ......... 6
4. Welche Verkehrsmittel nutzen die Münsteraner? ..............................7
5. Wie oft sind die Münsteraner unterwegs? ..................................... 12
6. Wie lange sind die Münsteraner unterwegs? ................................. 14
7. Welche Entfernungen legen die Münsteraner zurück? ....................17
8. Wohin sind die Münsteraner unterwegs? ...................................... 18
9. Zusammenfassung ....................................................................... 23

1. Wer wurde befragt – und wie? | 2. Die Mobilitätskennzahlen der Menschen in Münster
1. Wer wurde befragt – und wie? 
Die Daten für diese Studie sind im 
November und Dezember 2007 
im Rahmen einer telefonischen 
Befragung erhoben worden. Die 
Teilnahme war selbstverständlich 
freiwillig, ihre Bereitschaft hatten die 
Befragten zuvor schriftlich erklärt. 
In 826 Münsteraner  Haushalten 
haben die Menschen für die Daten -
sammler ihr Verkehrsverhalten 
während eines ganz gewöhnlichen 
Werktags dokumentiert: Insgesamt 
kamen so Informationen von 1.828 
Personen aller Altersgruppen zu -
sammen. Das entspricht einem 
 Mikrozensus von 0,65%, und da -
mit darf diese zufällige Stichprobe 
als repräsentatives Ergebnis gelten.  
Sie wurde außerdem so gezogen,  
dass sie eine Differenzierung nach 
Innenstadt und Außenstadtteilen 
erlaubt – hier sind beim Verkehrs -
verhalten schließlich Unterschiede 
zu erwarten.
Stichprobenumfang
Personendaten Wegedaten
Innenstadt 748 2.921
Außenstadt 1.080 4.026 
Münster 1.828 6.947
Ganz durchschnittlich betrachtet, 
erledigt der Münsteraner an einem 
Werktag 3,80 Wege bzw. Fahrten: 
 Jeder dieser Wege hat im Schnitt 
eine Länge von 6,9 km und dauert  
19 Minuten. Insgesamt ist man an 
2. Die Mobilitätskennzahlen der Menschen in Münster
Mobilitätskennzahlen
Mittlere Mobilität 3,80 Wege und Fahrten am Tag
KFZ 1,38 Fahrten am Tag
Bus und Bahn 0,40 Fahrten am Tag
Fahrrad 1,43 Fahrten am Tag
Fuß 0,59 Wege am Tag
Mittlere Reiseweite 6,9 Kilometer
Mittlere Wegedauer 19 Minuten
Zeitbudget 79,1 Minuten/Tag
einem ganz normalen Alltag gut 79 
Minuten unterwegs – immerhin gut 
5% des aktiven Zeitbudgets ver -
bringt man auf dem Weg von hier 
nach dort oder wieder zurück.
5

3. Welche Fahrzeuge stehen in den Haushalten zur Verfügung?
3. Welche Fahrzeuge stehen in den Haushalten zur Verfügung?
In Münster gibt es nur 4% fahrradlose 
Haushalte – gut 20% haben mindestens 
einen, über 30% gar vier oder mehr 
Drahtesel „im Stall“. Und angesichts der 
Tatsache, dass von 1.828 Personen ins -
gesamt 2.183 Leezen gemeldet wurden, 
darf ein Trend zum Zweitrad nun als „amt-
lich“ gelten.
Autos hingegen gibt es nur in ca. 82% aller 
Haushalte: Fast 18% kommen ohne eige-
nen PKW aus. Dafür verfügt ein weiteres  
Fünftel gleich über zwei Autos; mehr leis-
tet sich aber kaum jemand. Motorräder 
gibt es in 14% der Haushalte (o.Abb.).
Abb. 1  
Fahrradverfüg-
barkeit 
Abb. 2  
Kfz-Verfügbarkeit 
66

Fuß
15,7%
Kfz-Mitfahrer
6,7%
Bus und Bahn
10,4%
Kfz-Selbstfahrer
29,6%
Fahrrad
37,6%
74. Welche Verkehrsmittel nutzen die Münsteraner?
4. Welche Verkehrsmittel nutzen die Münsteraner?
Neben Fahrrad und Auto stehen den Bürgern natürlich noch weitere Optionen offen, 
von A nach B zu kommen: Die Verkehrsmittelwahl war deshalb ein Schwerpunkt der 
Befragung. Zusammenfassend betrachtet, kann man dabei den motorisierten Indivi -
dualverkehr – als Selbst- oder Mitfahrer im Auto – und den sogenannten Umweltver -
bund gegenüberstellen: Letzterer bezeichnet die Fortbewegung mit Bus, Bahn, Fahrrad 
oder Füßen.
Dass das Fahrrad in Münster ein sehr 
 beliebtes Fortbewegungsmittel ist, war 
klar. Die Zahlen belegen nun, dass es 
inzwischen definitiv das beliebteste ist: 
Denn es wird für 37,6% aller Wege ge -
nutzt – das Auto nur noch für 35,5%. 
Abb. 3  
Verkehrsmittelwahl
Abb. 4  
Verkehrsmittelwahl  
Männer/Frauen
Geschlechtsspezifische Unterschiede
Männer setzen sich für ein Drittel aller 
Strecken hinters Steuer, Frauen nur für 
ein Viertel: Stattdessen erledigen sie 
noch mehr Wege mit dem Rad – 39% im 
Gegensatz zu „nur“ 35,8% – und nutzen 
etwas öfter Bus und Bahn. Im PKW sitzen 
sie doppelt so oft auf dem Beifahrersitz 
wie Männer, trotzdem bleiben die Mit -
fahrer-Werte deutlich unter 10%: ein Indiz 
dafür, dass im Individualverkehr häufig nur 
eine Person im Auto sitzt.
Knapp 16% werden zu Fuß erledigt, ein 
Zehntel per Bus und Bahn zurückge -
legt: In der Summe ergibt das erfreuliche 
63,7% für den Umweltverbund – fast eine 
Zwei-Drittel-Mehrheit.

Altersspezifische Unterschiede 
Als durchschnittlicher Jugendlicher und 
junger Erwachsener in Münster legt man 
die Hälfte aller Wege mit dem Fahrrad zu-
rück. Ab dem 25. Lebensjahr wird zwar 
nur noch ein Drittel aller Wege mit dem 
Rad erledigt – das bleibt dann aber auch 
bis ins hohe Alter so. 
Schon die bis 17jährigen fahren, wenn 
auch als Beifahrer, auf fast einem Fünftel 
aller Wege im PKW. In der Altersgruppe 
zwischen 18 und 24 Jahren geht die 
Zahl der Beifahrer dann jedoch deutlich 
zurück. Mit Erreichen des Führerscheinal-
ters sitzt der Münsteraner offenbar lieber 
selbst hinter dem Steuer – aber nicht je -
der frisch gebackene Autofahrer hat auch 
direkt ein eigenes Auto zur Verfügung. Die 
Konsequenz: Das Auto verliert in dieser 
Altersgruppe insgesamt an Bedeutung, 
sie nutzt dafür den ÖV deutlich intensiver 
für die Fortbewegung. 
In der Altersgruppe von 25 bis 65 Jahren 
wird das Auto für knapp 45% aller We -
ge genutzt und damit zum wichtigsten 
Verkehrsmittel. Mit Erreichen des Renten-
alters sinkt dieser Anteil um fast 10%, zu-
dem steigt man dann öfter als Beifahrer 
ein. Im Umweltverbund gewinnt der ÖV in 
dieser Altersgruppe, vor allem aber erledi-
gen Rentner 20,4% ihrer Wege zu Fuß.
Abb. 5  
Verkehrsmittelwahl 
Altersgruppen
88 4. Welche Verkehrsmittel nutzen die Münsteraner?

Unterschiede zwischen Innen- und Außenstadt
Die Haushalte im Innenstadtbereich 
nutzen das Auto für kaum mehr als ein 
Viertel der Wege: Entsprechend hoch ist 
der Anteil des Umweltverbundes, insbe -
sondere die zu Fuß und mit dem Fahrrad 
zurückgelegten Wege. Der Vergleich mit 
Abb. 6  
Mobilität und 
Verkehrsmittelwahl 
Stadtbezirke
den Außenstad tteilen zeigt da deutliche 
Unterschiede – die Autonutzung liegt hier 
um 15% höher, der Anteil der geradelten 
Strecken um 10% niedriger. Dennoch 
 dominiert auch hier der Umweltverbund 
die Verkehrsmittelwahl.
94. Welche Verkehrsmittel nutzen die Münsteraner?

Die Verkehrsmittelwahl im Vergleich
Der Vergleich mit der letzten Münsteraner Befragung aus 2001   
zeigt, dass der Anteil der Autonutzung um 4,2 Prozentpunkte gesunken 
ist. Gleichzeitig fährt man etwas häufiger als Beifahrer mit. Entsprechend 
gestiegen ist die Bedeutung des Umweltverbunds. (Siehe Tabelle „Zeit -
reihe der Verkehrsmittelwahl.“)
Beim Vergleich mit dem Ergebnis der bundesweiten Studie MID 
2002 punktet Münster natürlich als Fahrradstadt und in Sachen Um -
weltverbund, hat aber auch eine andere Infrastruktur als das Mittel des 
Bundesgebiets: Deutschlandweit ist nach wie vor der motorisierte In -
dividualverkehr das wichtigste Mittel, von A nach B zu kommen; über 
60% der Wege werden bundesweit als Selbst- oder Mitfahrer im PKW 
erledigt.
Der Blick auf Städte mit vergleichbarer Größe und Infrastruktur  
erlaubt ebenfalls nur eine Grobeinschätzung: Auf den ersten Blick hat 
Münster hier die geringste PKW-Nutzung und im Umweltverbund die 
Nase vorn – doch die aktuellsten Zahlen wurden 2002 in Karlsruhe  
erhoben; die Daten aus Freiburg und Bonn sind 10 Jahre alt. Zeiträume 
also, in denen sich gerade im Verkehrsverhalten einiges ändern kann. 
Um diese Zahlen besser beurteilen zu können, hilft der Vergleich. Dabei 
stehen drei Quellen zur Verfügung:
Abb. 7  
Verkehrsmittelwahl 
Vergleich
1010 4. Welche Verkehrsmittel nutzen die Münsteraner?

Dennoch gibt es Auffälligkeiten: An -
derswo wird zwar viel weniger Rad ge -
fahren, dafür aber weitaus mehr zu Fuß 
gegangen – Fußwege machen in den 
Vergleichsstädten den größten Anteil im 
Umweltverbund aus. Zudem wird dort der 
ÖV meist häufiger genutzt als in Münster. 
Ebenfalls bemerkenswert: Der Anteil der 
Mitfahrten im Auto liegt überall deutlich 
höher als bei uns.
1982 1990 1994 2001 2007
Kfz-Selbstfahrer 39,2 38,3 28,3 38,4 29,6
Kfz-Mitfahrer - - 9,0 2,1 6,7
Fuß 25,0 21,2 21,5 13,4 15,7
Fahrrad 29,2 33,9 31,7 35,2 37,6
Bus + Bahn 6,6 6,6 9,5 10,9 10,4
Die Entwicklung in Münster seit 1982 
zeigt erstmals eine signifikante Verände -
rung in der Kfz-Nutzung: Der Anteil der 
Autonutzung hat sich meist um die 40% 
bewegt, 2007 ist er erstmals deutlicher 
gesunken. Interessant sind auch die  
allmählichen Verlagerungen innerhalb des 
Umweltverbunds: Zu Fuß werden heute 
10% weniger Wege zurückgelegt – statt -
dessen wird noch mehr Rad gefahren 
und für gut 4% mehr Wege Bus und 
Bahn genutzt.
Zeitreihe der Verkehrsmittelwahl
114. Welche Verkehrsmittel nutzen die Münsteraner?

5. Wie oft sind die Münsteraner unterwegs?
Nach den Verkehrsmitteln stehen nun die 
Wege im Fokus, die die Münsteraner zu -
rücklegen:
3,80 sind es im Durchschnitt an einem 
Werktag – das ist mehr als in anderen 
Städten vergleichbarer Größe. In Karls -
ruhe erledigten die Menschen 2002 nur  
2,9 Wege, in Aachen und Bonn 3,3. 
Auch bundesweit sind es nur 3,2 Wege. 
Wie der Zeitreihenvergleich zeigt, waren 
die Münsteraner allerdings immer schon 
recht mobil: Von 3,47 Wegen in 1982 ha-
ben sie sich stetig weiter gesteigert. Und 
im Innenstadtbereich liegt die Mobilität 
mit 3,9 Wegen noch höher als im Außen-
stadtbereich (3,7 Wege pro Tag).
Abb. 8 
Wegehäufigkeit 
im Zeitvergleich
1212 5. Wie oft sind die Münsteraner unterwegs?
Wegehäufigkeit nach Geschlecht und Alter
Die Münsteranerinnen legen im Schnitt fast 4, die Männern gut 3,6 Wege  
zurück: Weshalb und wohin Frauen häufiger unterwegs sind, darüber 
wird später die Reisezweck-Untersuchung Aufschluss geben. 
Abb. 9 
Einwohner-
mobilität

Der Blick auf die Altersgruppen zeigt  
zwischen 18 und 44 Jahren eine deutlich 
überdurchschnittliche Mobilität. Gut fünf 
Wege pro Tag legen die Menschen zwi -
schen 25 und 44 Jahren zurück, das sind 
noch mehr als in der unternehmungslu -
stigen Gruppe der jungen Erwachsenen 
bis 24. In den 20 Folgejahren bis zur Ren-
te wird man offensichtlich etwas ruhiger; 
der Ruhestand hingegen trägt seinen 
Namen zu Unrecht: Denn ab 65 Jahren 
steigt die Mobilität wieder und liegt dem 
Durchschnittswert am nächsten.
Knapp 80 Minuten Zeit kostet die Mobilität 
uns täglich. Das liegt unter dem Bundes-
durchschnitt von 85 Minuten – und oben-
drein schafft man in Münster in diesem 
Zeitraum mehr Wege. Der Zeitbedarf 
für die einzelne Strecke liegt in Münster 
bei 19 Minuten und damit in einem Rah -
men, der auch in Freiburg (19,4), Aachen 
(20) und Bonn (20,3) ähnlich gemessen  
wurde.
Abb. 10  
Mobilität nach 
Altersgruppen
Abb. 11  
Zeitbudget
135. Wie oft sind die Münsteraner unterwegs?
Zeitaufwand

6. Wie lange sind die Münsteraner unterwegs?
19 Minuten, das ist nur der gemittelte Zeitbedarf je  
Strecke: Aber wie sieht der Aufwand im Detail aus?
Verkehrsmittel und Zeitaufwand
67
33
14 14
19 21 19 19
66
31
14 14
20 19
27
19
67
35
16 18
23 20
15 15
0
10
20
30
40
50
60
70
Bahn Bus Fahrrad Fuß Kfz-Mitfahrer Kfz-
Selbstfahrer
Mot.
Zweirad
Gesamt
Minuten/Weg
Gesamt Frauen Männer
In der Bahn verbringt der Münsteraner 
im Schnitt knapp über eine Stunde; Bus -
fahrten schlagen im Durchschnitt mit ei -
ner guten halben Stunde zu Buche. (Bei 
beiden sind auch die Wege von und zur 
Haltestelle oder Bahnhof mit eingerech -
net.) Die durchschnittliche Fahrradstrek-
ke dauert 13,6 Minuten, zu Fuß ist man 
ähnlich lange unterwegs. Und für Wege 
mit Auto oder Motorrad sind um die 20 
Minuten zu veranschlagen – inklusive der 
Wege vom und zum Parkplatz.
Im Alter zwischen 25 und 65 Jahren ist 
man am längsten unterwegs, hier dauern 
die Wege fast eine halbe Stunde. Erstaunli-
cherweise schaffen die 25- bis 44jährigen 
in dieser Zeit nur 5,7 km, während die 
Altersklasse darüber deutlich effizienter 
unterwegs ist: Mit gut zwei Minuten weni-
ger Zeitaufwand kommen sie fast 10 km 
weit. Damit legen die 45- bis  65jährigen 
übrigens auch die mit Abstand weiteste 
Strecke zurück; alle anderen liegen näher 
am Schnitt von 6,9 km.
Abb. 12  
Wegedauer 
nach  
Verkehrsmitteln
1414 6. Wie lange sind die Münsteraner unterwegs?

Verkehrsverteilung über den Tag nach Verkehrsmitteln
0
2
4
6
8
10
12
14
16
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
Häufigkeit in Prozent
Fuß Fahrrad Bahn und Bus Kfz Gesamt
Tageszeit
Um 5 Uhr morgens geht er los, der  
Berufsverkehr in Münster, und zwischen 
sieben und acht erreicht er seine Spitze: 
Dann finden 14% aller Bus- und Bahn -
fahrten statt und zwischen 8% und 10% 
allen übrigen Verkehrsaufkommens. 
Auch gegen Mittag gibt es einen leichten 
Peak, ab 15 Uhr dann eine breite Nach -
mittagsspitze. In Bussen und Bahnen 
bleiben die Höchstwerte jedoch deut -
lich unter den Morgenzahlen. Bei den 
Autos ist das anders, hier sind gegen 
18 Uhr wieder ähnlich viele unterwegs  
wie morgens zwischen sieben und  
acht Uhr – schon ab 15 Uhr wird es deut-
lich voller auf den Straßen. 
Wer zu Fuß unterwegs ist, scheint das  
vor allem mittags um kurz vor 12 Uhr und 
gegen 17 Uhr am Nachmittag zu sein: Mit 
jeweils um die 10% des gesamten Fuß -
verkehrs sind dies die „Rush-hours“ der 
Fußgänger – die tageszeitlichen Schwan -
kungen sind in dieser Kategorie am ex -
tremsten.
Nach 20 Uhr sind die meisten mit dem 
Auto unterwegs, Fahrten um diese Zeit 
machen etwa 3% des Tagesaufkommens 
aus. Der ÖV erlebt ab 22 Uhr noch einen 
kleinen Aufschwung. Und zwischen 23 
und 24 Uhr kehrt dann Nachtruhe ein auf 
Straßen, Schienen und Radwegen.
Abb. 13 Ta-
geszeitliche 
Verteilung nach 
Verkehrsmitteln
156. Wie lange sind die Münsteraner unterwegs?
67
33
14 14
19 21 19 19
66
31
14 14
20 19
27
19
67
35
16 18
23 20
15 15
0
10
20
30
40
50
60
70
Bahn Bus Fahrrad Fuß Kfz-Mitfahrer Kfz-
Selbstfahrer
Mot.
Zweirad
Gesamt
Minuten/Weg
Gesamt Frauen Männer

0
5
10
15
20
25
30
35
00
 01
 02
 03
 04
 05
 06
 07
 08
 09
 10
 11
 12
 13
 14
 15
 16
 17
 18
 19
 20
 21
 22
 23
Uhrzeit
Häufigkeit in [%]
Arbeit geschäftlich unterwegs Einkaufen
Besorgungen (Arzt,Bank) Studium+Ausbildung Besuch
Freizeit Bringen/Holen (zB Kinder)
Die Verkehrsverteilung über den Tag nach 
Reisezwecken erlaubt einen interessanten 
Einblick in den Tagesablauf der Bürge -
rinnen und Bürger. Erwartungsgemäß 
sind in den Morgenstunden zwischen  
6 und 9 Uhr die Strecken durch die Wege 
zu Schule oder Universität, Au sbildungs- 
oder Arbeitsplatz bestimmt; mehr als 
50% der Fahrten werden zu diesen bei -
den Zwecken unternommen. Die Bringe-
fahrten der Eltern erreichen zu Schul -
beginn um 8 Uhr ihren Höhepunkt, dann 
starten auch die geschäftlich bedingten 
Touren. Noch ein wenig später beginnen 
die Besorgungsfahrten der Bürger, um 
gemeinsam mit den Einkaufstouren ge -
gen 10 Uhr den dann größten Teil der 
Fahrten zu bestimmen – die Anderen 
sind dann schon bei der Arbeit oder im 
Unterricht. Um die Mittagszeit herum sind 
nochmals rund 7% des Verkehrsaufkom -
mens beruflich, 20% durch Studium und 
Ausbildung bedingt – während der letzt -
genannte Anteil im weiteren Verlauf des 
Nachmittags rapide und kontinuierlich 
sinkt, zieht der Berufsverkehr in diesen 
Stunden nochmals an. Einkaufs- und 
Besorgungsfahrten gehen um die Mit -
tagszeit zurück, um in den Nachmittags -
stunden einen neuerlichen Höhepunkt zu 
erreichen – Einkaufsfahrten sind auch am 
frühen Abend noch ein wichtiges Fahrt -
motiv. Die Hol- und Bringefahrten lassen 
einen Rückschluss auf den Aktivitäts -
rhythmus der Kinder zu: Um 8 zur Schule, 
mittags zurück, zwischen 15 und 16 Uhr 
wieder los, und ab 18 Uhr starten dann 
die Abholfahrten. Und auch das Besuchs- 
und Freizeitverhalten spiegelt sich in den 
Daten wieder: Zur klassischen „Kaffee -
zeit“ gegen 15 Uhr sind Besuchsfahrten 
häufige Reisezwecke. Die Freizeitfahrten 
beginnen verhalten bereits am frühen 
Nachmittag, um ab 19 Uhr gemeinsam 
mit den Besuchsfahrten das Verkehrsauf-
kommen zu bestimmen. Und in den spä -
teren Abendstunden gegen 22 Uhr enden 
dann auch die letzten Geschäftstermine.
Abb. 14 
Tageszeitliche 
Verteilung nach 
Reisezwecken
Verkehrsverteilung über den Tag nach Reisezwecken
1616 6. Wie lange sind die Münsteraner unterwegs?

7. Welche Entfernungen legen die Münsteraner zurück?
Verkehrsmittel Entfernung in [km]
Bahn 33,67
Bus 7,46
Kfz 11,17
Mot. Zweirad 8,85
Fahrrad 3,4
Fuß 0,93
Gesamt 6,89
Wer mit der Bahn fährt, legt im Schnitt 
33,7 km zurück, mit dem Auto sind es gut 
11 km und mit dem Bus immerhin 7,5 km. 
Die durchschnittliche Distanz einer Rad -
strecke in Münster liegt bei 3,4 km – und 
zu Fuß geht der Münsteraner im Mittel 
weniger als einen Kilometer. 
Verkehrsmittelwahl nach Entfernung
Sieht man etwas genauer hin, zeigt sich, 
welche Verkehrsmittel in welchen Ent -
fernungsklassen bevorzugt werden. Bis 
6 km sind es die des Umweltverbunds, 
wobei mit jedem Kilometer die Bedeu -
tung von Bus und Bahn steigt. Vom 
dritten bis zum zehnten Kilometer ver -
liert das Fahrrad zwar kontinuierlich an 
Attraktivität, das allerdings auf hohem 
60,8
12,7 8,0 5,2 3,9
26,7
58,5 61,7
44,6
38,9
31,1 29,5 29,0 25,8 20,7 16,2
2,4
7,3 9,2
11,0
13,6
18,6 17,9 20,6
20,0
8,4
8,3
19,9
10,1
21,5 21,2
39,2 43,6 49,1 50,8 50,4 54,2
70,4 75,5 78,3
1,91,1 0,5 1,7
0 - 1 1 - 2 2 - 3 3 - 4 4 - 5 5 - 6 6 - 7 7 - 8 8 - 9 9 - 10 10 - 20 > 20
km
Prozent
Fuß Fahrrad Bus und Bahn Kfz
Niveau: Auf Strecken bis 20 km bleibt 
es stets wichtiger als der ÖV. Der wie -
derum verzeichnet bei Entfernungen von 
9 bis 20 km einen echten „Einbruch“ –  
erst ab 20 km konsolidiert er sich wieder 
auf 20%. Statt mit Bus und Bahn fahren 
die Münsteraner in der Mitteldistanz  
offenbar lieber Auto.
Abb. 15 
Verkehrsmittel 
nach Entfernungs-
klassen
177. Welche Entfernungen legen die Münsteraner zurück?

Schule/Ausbildung
4,4%
Arbeit
20,8%
Einkaufen/Bummeln
20,7%Besorgungen
10,1%
Studium
9,1%
Freizeit
15,6%
Bringen/Holen
7,4%Besuch
8,7%
geschäftlich
unterwegs
2,4%
 
Reisegeschwindigkeiten
Verkehrsmittel Geschwindigkeit 
in [km/h]
Bahn 37,3
Bus 12,5
Kfz 32,7
Mot. Zweirad 27,1
Fahrrad 16,3
Fuß 4,8
Gesamt 21,0
Innerorts Tempo 50? Von wegen: 21 km/h 
beträgt das durchschnittliche Reisetempo –  
und am schnellsten reist man mit der 
Bahn, die 37 km/h erreicht. Mit dem Auto 
schafft man 32,7 km/h, und mit dem Rad 
ist man ziemlich genau halb so schnell. 
Wegen der häufigen Stopps erreicht der 
Bus im Schnitt nur 12,5 km/h. 
8. Wohin sind die Münsteraner unterwegs?
Abschließend stellt sich die Frage, weshalb die Münsteraner 3,8 Fahrten 
am Tag unternehmen: Wohin geht die Fahrt, und wie wirkt sich das auf 
die Verkehrsmittelnutzung aus? 
Neun Reisezwecke wurden abgefragt: 
Arbeiten und Einkaufen sind mit jeweils 
gut 20% die wichtigsten Gründe, sich 
auf den Weg zu machen. Insgesamt die -
nen 34,3% des Verkehrs der Ausbildung, 
dem Studium oder der Arbeit. Einkaufen, 
Bummeln und Besorgungen machen 
weitere 30,8% aus. Und das letzte, knap-
pe Drittel verbringt man mit der Fahrt zu 
Besuchen oder Freizeitvergnügen bzw. 
mit Hol- und Bringefahrten – deren Anteil 
ist mit 7% erstaunlich hoch. Geschäftlich 
veranlasste Wege hingegen machen nur 
3,2% der Fahrten aus. 
Abb. 16 
Reisezweck-
verteilung 
insgesamt
1818 8. Wohin sind die Münsteraner unterwegs?

198. Wohin sind die Münsteraner unterwegs?
Zur Arbeit kommen fast genauso viele 
Münsteraner mit Bus, Bahn und Fahrrad 
wie mit dem Auto. Zum Einkaufen geht 
jeder Fünfte zu Fuß. Für Besorgungen, 
Besuche und Bringefahrten ist das Auto 
recht wichtig, für den Weg zu Schule, Uni 
oder Ausbildungsstelle erwartungsgemäß 
Abb. 17  
Verkehrsmittel 
nach Reise-
zwecken
Welche Verkehrsmittel für welchen Zweck bevorzugt werden
jedoch kaum ein Thema – hier liegt der 
Anteil des Umweltverbunds bei über 90%. 
Das Fahrrad ist für alle Reisezwecke ein 
ähnlich beliebtes Fortbewegungsmittel –  
einzig zum Geschäftstermin dominiert die 
Autonutzung.
6,9 6,4
21,0 16,7
6,0
18,3 22,7
13,0 14,5
33,2
19,0
38,1
31,8
62,6
51,7 39,8
32,8 32,4
12,4
8,2
9,3
12,9
22,6 18,6
5,6
10,0
47,5
66,4
31,6
38,5
8,8 11,5
31,8
44,3 50,6
2,6
Arbeit    geschäftl.
unterwegs
Einkaufen Besorgen Schule Studium  Freizeit   Besuch Bringen/
Holen
Prozent
Fuß Fahrrad Bus und Bahn Kfz
Schule/Ausbildung
4,4%
Arbeit
20,8%
Einkaufen/Bummeln
20,7%Besorgungen
10,1%
Studium
9,1%
Freizeit
15,6%
Bringen/Holen
7,4%Besuch
8,7%
geschäftlich
unterwegs
2,4%

Wohin geht’s mit dem Bus?
 Freizeit   
9,7%
Studium 
18,6%
Einkaufen 
14,5%
Arbeit     
20,9%
Besorgungen 
13,5%
Schule/Ausbildung 
9,0%
Bringen/Holen
1,8%Besuch 
9,7%
geschäftlich
unterwegs
2,4%
Auch mit dem Bus ist man eher selten 
zu geschäftlichen Zwecken unterwegs: 
Dafür aber sehr häufig zur Arbeit, fast 
ebenso oft zur Uni – und in 9% der Fälle 
geht’s in die Schule. Für Einkäufe und  
Der Vergleich zeigt geschlechtsspezifische 
Unterschiede: Frauen sind öfter mit Ein -
kaufsfahrten beschäftigt, sie chauffieren 
häufiger die Kinder und sind seltener  
geschäftlich unterwegs. Vor allem aber 
bezieht sich bei ihnen nur jeder fünfte Weg 
auf die Arbeitsstelle. Bei den Männern ist 
es dagegen ein Drittel aller Fahrten. Für 
Freizeit-, Ausbildungs- und Besorgungs -
fahrten sind beide Geschlechter ähnlich 
häufig unterwegs.
Besorgungsfahrten nutzen ihn jeweils 
knapp 15%, für Besuche und Freizeitziele 
knapp 10%. Hol- und Bringedienste wer -
den nur gelegentlich mit dem ÖV erledigt.
Abb. 18 
Reisezwecke 
im ÖV
Abb. 19 
Reisezweck-
verteilung 
Frauen und 
Männer
2020 8. Wohin sind die Münsteraner unterwegs?
Geschlechtsspezifische Unterschiede

218. Wohin sind die Münsteraner unterwegs?
Abb. 20 
Tages-
aktivitäten
Wohnen
68,3%
Einkaufen
2,4%
Arbeit
14,0%
Ausbildung
5,2%
Verkehr
5,3%Freizeit
4,8%
Was macht man in Münster überhaupt 
im Laufe des Tages? In erster Linie: 
Wohnen, und weil das Schlafen direkt 
mit eingerechnet wurde, nimmt beides 
gut zwei Drittel der Zeit in Anspruch. Die 
14% des Tages, die bei der Arbeit ver -
bracht werden, nehmen sich dagegen 
recht überschaubar aus. Die Teilnahme 
am Verkehr beansprucht etwa ebenso 
viel Zeit, wie für Ausbildung oder Freizeit 
aufgebracht wird (um die 5%), und das ist 
durchaus erstaunlich. Einkaufen hingegen 
geht mit 2,4% deutlich schneller.
 Freizeit   
9,7%
Studium 
18,6%
Einkaufen 
14,5%
Arbeit     
20,9%
Besorgungen 
13,5%
Schule/Ausbildung 
9,0%
Bringen/Holen
1,8%Besuch 
9,7%
geschäftlich
unterwegs
2,4%
Wie lange welche Wege dauern
25
13
17
13
19 21
17 19
31
Arbeit geschäftl.
unterwegs
Einkaufen/
Bummeln
Besorgungen Schule/
Ausbildung/
Studium
Freizeit Besuch Bringen/
Holen
Gesamt
Minuten
Der Weg zur Arbeit dauert im Schnitt 25 
Minuten, und wenn man geschäftlich 
unterwegs ist, kostet das im Mittel eine 
halbe Stunde Zeit. Zum Ausbildungsort 
und zum Einkaufen kommt man deutlich 
schneller; beides dauert nur 13 Minuten. 
Die Dauer der anderen Wege – Besorgun-
gen, Bringe- und Holfahrten, Besuche, 
Freizeitfahrten – bleiben recht nah am 
Mittelwert von 19 Minuten.
Abb. 21 
Wegedauer 
nach Reise-
zwecken

Wie weit fährt man wofür?
Die weitesten Strecken werden zur Arbeit 
zurückgelegt: Bei den Strecken über  
20 km dominiert der beruflich motivierte 
Verkehr mit über 61%. Die Ausbildung 
hingegen erfordert selten Anfahrten über 
10 km, noch seltener über 20 km Länge. 
Und Einkaufsfahrten haben bei Entfer -
nungen über 20 km nur noch eine sehr 
untergeordnete Bedeutung.
Abb. 22 
Reisezwecke 
nach Entfer-
nungen
2222 8. Wohin sind die Münsteraner unterwegs?

239. Zusammenfassung
3,8 Wege legen die Menschen in Münster durchschnittlich am Tag zu -
rück – mehr als in vergleichbaren Städten und im Bundesdurchschnitt. 
Der gesamte Zeitaufwand für Wege ist mit 80 Minuten allerdings trotz -
dem nicht höher als anderswo. Die einzelne Strecke kostet im Schnitt 
19 Minuten Zeit. 
Fast 20% der Haushalte in Münster kommen ohne Auto aus, ohne Fahr-
rad hingegen nur 4%: Kein Wunder, ist doch das Rad auf durchschnitt-
lich 37,6% aller Wege das Verkehrsmittel der Wahl. Am häufigsten wird 
es für Strecken bis 3 km genutzt, doch auch von den längeren Strecken 
werden bis 8 km gut 30%, bis 20 km immer noch 16,2% per Leeze 
bewältigt. Der Nahverkehr erreicht trotz des hohen Fahrradanteils ein 
beachtliches und konstantes Niveau – bei den 18- bis 24jährigen fast 
20%, sonst um die 10%. Nur zu Fuß geht man in Münster deutlich we -
niger als anderswo. Insgesamt werden zwei Drittel der Wege in Münster 
mit den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes zurückgelegt: ein auch 
im Vergleich durchaus vorbildlicher Wert. 
Natürlich ist das Auto trotz einer durchschnittlichen Nutzung für „nur“ 
36,3% aller Fahrten nach wie vor ein wichtiges Verkehrsmittel; für die  
25- bis 65jährigen sogar mit Abstand das Wichtigste: 45% ihrer  
Strecken fahren sie im PKW, und sie sind auch am längsten und  
weitesten unterwegs. Dazu tragen die Fahrten zur Arbeitsstelle bei, die 
im Schnitt 25 Minuten dauern und zudem das Gros der Touren über 20 
km ausmachen. Seinen Höhepunkt erreicht der motorisierte Verkehr in 
der Morgen- und Nachmittagsspitze, zwischen sieben und acht sind 
ähnlich viele Autos unterwegs wie gegen 18 Uhr. Die Busse sind zwi -
schen sieben und neun Uhr am vollsten, nachmittags entzerrt sich die 
Auslastung.
Der Vergleich zwischen Männern und Frauen zeigt keine unerwarteten 
Auffälligkeiten; Frauen nutzen etwas häufiger die Verkehrsmittel des Um-
weltverbundes, machen weniger berufsbedingte und dafür mehr Ein -
kaufs-, Hol- und Bringefahrten. Interessanter ist da der Altersvergleich, 
der eine erstaunliche Mobilität bei den Seniorinnen und Senioren belegt –  
sie sind häufiger „auf Achse“ als die Altersklasse der 45- bis 65jährigen,  
viel zu Fuß (20,4%) und noch mehr mit dem Fahrrad unterwegs (32,3%). 
9. Zusammenfassung

2424

25
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung
ISSN 0933-9078
TITEL Heft Nr.
Verkehrsuntersuchung Roxel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/90
Gutachten Hauptbahnhof / Ostseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/90
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1990. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/90
Der Grundstücksmarkt in Münster im Jahre 1989 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4/90
Städtebaulicher Rahmenplan Hafen / Halle Münsterland, Vorentwurf. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/91
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1991. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/91
Strukturverbesserungen am Hauptbahnhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/91
ÖPNV – Förderprogramm Münster 1991 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4/91
Programm fahrradfreundliche Stadt Münster / Begleituntersuchungen:
 Radfahrer in unechten Einbahnstraßen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/92
 Verkehrsmittelwahl im Berufsverkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/92
 Zeitbudget und Verkehrsteilnahme. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/92
 Verkehrsmittelwahl im Einkaufsverkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4/92
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1992. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5/92
Zentrumsplanung Mecklenbeck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/93
Fahrradstraße Schillerstraße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/93
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1993. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/93
Parkraumuntersuchung Altstadt / Hauptbahnhof Münster/Westf. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/94
Werkstattbericht Stadtentwicklung Münster 2010, Materialien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/94
Dokumentation Kongress „Neue Wege für das Rad“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/94
Radverkehr in Fußgängerzonen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4/94
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1994. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5/94
Verkehrsbericht Münster 1993. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6/94
Verkehrsmittelwahl und ÖPNV-Akzeptanz der Studierenden in Münster. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7/94
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1995. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/95
Programm fahrradfreundliche Stadt Münster / Begleituntersuchung:
 Gemeinsame Benutzung von Sonderfahrstreifen durch Bus- und Radverkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/95
Haushaltsbefragung Münster 1994, Zeitbudget und Verkehrsteilnahme. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/95
Wohnungsbau und Eigenheimbau Wohnwünsche von Wohnungssuchenden und Bauwilligen. . . . . . . . . . . . . . 4/95
Parkraumuntersuchung im Universitätssektor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster . . . . . . . . . . . . . 1/96
Optimierung für den Radverkehr an Lichtsignalanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/96
Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur im Universitätsbereich/Innenstadtbereich Münster . . . . . . . . . . . . . 3/96
mensch.mobil ´96 Forum für humane Mobilität. Kongressdokumentation  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/97
Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung – von Rio über Istanbul zur lokalen Agenda . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/97
Zeitstrukturen und Stadt. Das Zeitprofil von Münster – Chance für eine nachhaltige Entwicklung!?. . . . . . . . . . . 1/98
Untersuchung zu Bündelungspotentialen im Wirtschaftsverkehr des Dienstleistungssektors 
zum Aufbau einer Branchenlogistik in Münster. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/98
Erster Nahverkehrsplan Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/98
Entwicklungskorridor Hauptbahnhof / Albersloher Weg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/99
Funktionale Stärkung von Stadtteilzentren in Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/99
Neues Wohnen im Bestand  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/2000 
Regionaler Wohnungsmarkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/2000
Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung von mobilé – 
Wahrnehmung und Bewertung der Mobilitätszentrale Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3/2000
Großflächiger Einzelhandel in Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4/2000
Wohnbaulandentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/2001
Verkehrsbild Münster 2001 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/2003
Lokale Agenda – Nachhaltigkeitsbericht 2001 / 2002 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/2003
Einzelhandelskonzept Münster – Leitlinien der räumlichen Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/2004
Betriebliches Mobilitätsmanagement der Stadtverwaltung Münster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/2005
Wohnbaulandentwicklung 2005. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2/2005
2. Nahverkehrsplan Stadt Münster. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/2006
Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Münsteraner –
Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im November 2007. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1/2008

Beratungsverlauf (1)

29.10.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 7.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Rheinstraße 2
  • Albersloher Weg
  • Schillerstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0778/2008
Typ
Vorlagen
Datum
19.09.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37