V/0146/2019
Gewaltvorfälle bei der Stadtverwaltung Münster im Jahr 2018
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Anlage A
1220 Zeichen
Anlage A zur V/0146/2019 Kurzüberblick Es wird über die im Jahr 2018 gemeldeten Gewaltvorfälle gegenüber Mitarbeiter/-innen der Stadtverwaltung Münster berichtet. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Damit die größtmögliche Sicherheit am Arbeitsplatz für die Mitarbeiter/-innen erreicht werden kann, sind verschiedene Maßnahmen und Schritte zur Gewaltprävention und zur Aufarbeitung von Gewaltvorfällen für die Stadtverwaltung festgelegt. Im Ausschuss und im Verwaltungsvorstand wird jährlich über die Gewaltvorfälle berichtet. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig X überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Berichtsvorlage
4977 Zeichen
V/0146/2019
V/0146/2019
Öffentliche Berichtsvorlage
Betrifft
Gewaltvorfälle bei der Stadtverwaltung Münster im Jahr 2018
Beratungsfolge
02.04.2019 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E -
Government
Bericht
Bericht:
Der Ausschuss wird jährlich über die Entwicklung der Gewaltvorfälle gegenüber Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern der Stadtverwaltung Münster und den Einsatz von Sicherheitsdiensten informiert.
Die gemeldeten Gewaltvorfälle im Jahr 2018 bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Dazu
gehören Übergriffe lediglich durch Worte (verbale Gewalt) oder Übergriffe durch Gesten mit eindeut i-
gem herabwürdigenden oder bedrohlichen Charakter (nonverbale Gewalt), sowie körperliche Gewalt.
In ihrem Dienst für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster erleben Mitarbeiterinnen und Mitar-
beiter am häufigsten Beleidigungen, Beschimpfungen und Bedrohungen. Der Umgangston gegenüber
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist aggressiver und respektloser geworden. So werden bei Bera-
tungs- oder Informationsgesprächen im Büro oder im Außendienst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
mit allen erdenklichen, strafrechtlich relevanten Schimpfworten bezeichnet. Sie werden körperlich
angegriffen, auch unter Einsatz von Waffen, und erhalten Morddrohungen.
Die gemeldeten Gewaltvorfälle erstrecken sich auf viele unterschiedliche Aufgabenbereiche der
Stadtverwaltung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Leistungs – und Ordnungsverwaltung sowie
die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind nac h der Statistik am stärksten betroffen. Zu den gemeldeten
Gewaltvorfällen im Jahr 2018 ist auch die Amokfahrt am Kiepenkerl-Platz zu zählen. Einsatzkräfte der
Feuerwehr sind am 07.04.2018 schnell vor Ort, um zahlreiche Verletzte und Traumatisierte in einer
schwierigen unklaren Bedrohungssituation zu versorgen. Dieses Gewaltereignis hat bei der Bevölk e-
rung und den Einsatzkräften, die viele Not - und Gefahrenlagen aus ihrem Berufsalltag kennen, Sp u-
ren hinterlassen.
Personal- und
Organisationsamt
07.02.2019
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Dierkes
Telefon: 492-1185
Dierkes@stadt-muenster.de
- 2 -
V/0146/2019
Gewaltvorfälle *1
Hausverbote *2
2018 2017 2016 2015 2018 2017 2016 2015
20 Amt für Finanzen und
Beteiligungen
- 3 1 1 - 2 - 1
32 Ordnungsamt
10 10 5 3 2 - 2 -
33 Amt für Bürger- und
Ratsservice 5 2 - - 3 2 - -
36 Rechts- und Ausländeramt
- 1 - - 1 - 1 -
37 Feuerwehr
21 25 11 4 - - - -
40 Amt für Schule und
Weiterbildung - - - 1 - - - -
41 Kulturamt
- 1 - - - - - -
45 Stadtmuseum - 1
50 Sozialamt
24 9 5 1 11 6 7 6
51 Amt für Kinder,
Jugendliche u. Familien 4 2 - - 1 - - -
53 Gesundheits- und
Veterinäramt 1 1 1 2 - - - -
59 Jobcenter Münster
4 3 3 4 7 24 21 13
62 Vermessungs- und
Katasteramt - - 1 - - - - -
67 Amt für Grünflächen, Umwelt und
Nachhaltigkeit - -
1
- - -
-
-
AWM
1 2 2 4 - - - -
Dez. OB/1
- 1 - 1 1 - - -
Villa ten Hompel 1 - - - 1 - - -
Stadthaus 1
- - - - - - - 1
insgesamt 71 60 30 21 28 34 31 21
Anzahl Mitarbeiter/-innen
w / m
94 *3
36/58
95
24/71
47
12/35
22
7/15
*1 Gewaltvorfälle ab Stufe 3 entsprechend GA Gewalt
*2 Hausverbote, die neu im Jahr 2018 beantragt wurden. Bestehende Hausverbote aus dem Vorjahr sind nicht enthalten.
*3 Einsatzkräfte bei Amokfahrt 07.04.2018 sind nicht enthalten.
Damit die größtmögliche Sicherheit am Arbeitspla tz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht
werden kann, werden
alle gemeldeten Gewaltvorfälle analysiert, um auf der Grundlage von verlässlichen Daten An-
gebote und Maßnahmen zur Gewaltprävention anzupassen oder neu zu entwickeln.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert Gewaltvorfälle entsprechend der GA Gewalt zu
melden.
- 3 -
V/0146/2019
Hausverbote für Verwaltungsstandorte erteilt.
strafrelevante Vorfälle an die Polizei (Strafanzeige) bzw. Staatsanwaltschaft (Strafantrag) wei-
tergegeben.
Sicherheitsdienste in der Stadtbücherei, dem Rechts- und Ausländeramt, dem Sozialamt, dem
Jobcenter (Standorte Stadthaus 2, Nord, Hiltrup, Wolbeck) und im Stadthaus 1 eingesetzt als
Ansprechpartner für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch Kunden.
Nachsorgegespräche für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an ihrem Arbeitsplatz Gewalt er-
fahren haben, durch die Betriebliche Sozialberatung oder das PSU -Team (Psycho -Soziale-
Unterstützung) der Feuerwehr angeboten. Bei Bedarf ist eine weitergehende externe psych o-
logische Unterstützung oder eine Supervision möglich.
Das Personal- und Organisationsamt berichtet jährlich im Verwaltungsvorstand über die gemeldeten
Gewaltvorfälle bei der Stadtverwaltung.
Finanzielle Auswirkungen ergeben sich durch den Bericht nicht.
In Vertretung
gez. Wolfgang Heuer
Stadtrat
Anlagen:
Anlage A
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Kiepenkerl
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Details
- Aktenzeichen
- V/0146/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.02.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37