Mandari Insight

V/0198/2022

Masterplan Mobilität Münster 2035+ - Weiteres Vorgehen und Rahmenbedingungen für die Szenarienbetrachtung

Vorlagen 15.03.2022

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Verkehr und Mobilität, Sitzung am 30.03.2022, TOP 6.2

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

2267 Zeichen

Anlage A zur V/0198/2022
Kurzüberblick
Mit der Vorlage wird das Vorgehen zur Entwicklung von Szenarien im Erarbeitungsprozess für
den Masterplan Mobilität Münster 2035+ vorgeschlagen. In den zugrunde zu legenden
Rahmenbedingungen für die Ausarbeitung der Szenarien wird in sämtlichen zu erarbeitenden
Entwicklungsszenarien das Ziel einer vollständigen Klimaneutralität der Stadt Münster im Bereich
der Mobilität berücksichtigt.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Mit der Vorlage wird das Ziel „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und
Erlebnisqualität weiterentwickeln“ verfolgt. Insbesondere trägt der Masterplanprozess zum
Unterziel einer Verbesserung der Umwelt- und Naturqualität bei. Dieser Anspruch wird durch die
im Rahmen der Vorlage vorgeschlagenen Anpassungen nochmals gestärkt. Darüber hinaus ist
Mobilität immer auch eine soziale Frage und verkehrlich bedingte Emissionen wirken sich negativ
auf Wohnumgebungen aus. Insofern trägt die Vorlage außerdem dazu bei, das Unterziel eines
hohen Wohnwertes, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft zu
realisieren.
Finanzierung
Produktgruppe: 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und -anlagen
Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja x Nein teilw.
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja x Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja x Nein
Bereits veranschlagt? x Ja Nein
Die Leistungen des externen Auftragnehmers sind im bestehenden Auftrag zum Masterplan
Mobilität Münster 2035+ bereits enthalten. Durch die Vorlage ergeben sich keine darüber
hinausgehenden Aufwendungen.
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
x vollständig
freiwillig
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Die Vorlage greift bestehende klimapolitische Beschlüsse auf und schlägt vor, diese in den
Erarbeitungsprozess des Masterplans Mobilität Münster 2035+ einzubeziehen. Damit wird der
Prozess noch intensiver als bisher am Ziel der vollständigen Klimaneutralität im Mobilitätsbereich
ausgerichtet.

Beschlussvorlage

14500 Zeichen

V/0198/2022
V/0198/2022
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Masterplan Mobilität Münster 2035+
Weiteres Vorgehen und Rahmenbedingungen für die Szenarienbetrachtung
Beratungsfolge
30.03.2022 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Ausschuss für Verkehr und Mobilität beschließt das weitere Vorgehen, insbesondere die
Rahmenbedingungen für die auszuarbeitenden Szenarien, wie nachfolgend dargestellt.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Die durch den Gutachter zu erbringenden Leistungen sind durch den bestehenden Auftrag
(V/802/2017) vollständig abgedeckt.
Begründung:
Mit der Bestandsanalyse ist ein wichtiger Schritt zur Erarbeitung des Masterplans Mobilität Münster
2035+ abgeschlossen und in einem umfangreichen ersten Zwischenbericht dokumentiert worden (vgl.
V/0897/2021). An die Bestandsanalyse schließt sich nun entsprechend des Arbeitsplans die
Szenarienentwicklung an.
Geplantes Vorgehen
Für die Entwicklung der Szenarien ist vorgesehen, zunächst unter Fortschreibung der bisherigen und
Abschätzung zukünftig voraussichtlich eintretender Entwicklungen im Mobilitätsbereich einen
Prognose-Nullfall und ein Trendszenario als Referenzen für die anschließend zu entwickelnden
weiteren Szenarien aufzustellen.
Grundsätzlich sind in der Szenarienentwicklung unterschiedliche Vorgehensweisen denkbar:
a) Ausgestaltung der Szenarien als Entwicklungsszenarien, die sich hinsichtlich der Ausprägung
Amt für Mobilität und Tiefbau
18.03.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Kraehnke
T elefon:492-6505
Kraehnke@stadt-
muenster.de

- 4 -
V/0198/2022
bestehender verkehrspolitischer Ziele unterscheiden (z.B. konservativ, mittel, progressiv) oder
sich an konkreten Entwicklungszielen ausrichten
b) Ausgestaltung der Szenarien als Gestaltungsszenarien, bei denen eine Unterscheidung
anhand der in den jeweiligen Szenarien enthaltenen Gestaltungselemente erfolgt (z.B. ÖPNV-
Szenario, Radverkehrs-Szenario etc.)
Unter Berücksichtigung der im Zwischenbericht dargestellten Rahmenbedingungen und den
Vorberatungen mit Politik und prozessbegleitendem Beirat schlägt die Verwaltung ein mehrstufiges
Verfahren mit aufeinander aufbauenden Szenarien vor.
Die Entwicklung der Szenarien wird dabei an dem Ziel einer vollständigen Klimaneutralität der Stadt
Münster im Bereich der Mobilität ausgerichtet.
Definition Klimaneutralität
Unter Klimaneutralität wird im vorliegenden Fall verstanden, dass im Prognosejahr lokal keinerlei
verkehrsbedingte CO2-Emissionen mehr entstehen. Dabei werden ausschließlich Verkehre betrachtet,
auf welche die Stadt Münster unmittelbar Einfluss nehmen kann. Dies umfasst die Binnenverkehre auf
dem Gebiet der Stadt Münster, sowie die Quell- und Zielverkehre soweit sie auf das Gebiet der Stadt
Münster entfallen. Die vermutlich auch weiterhin bestehenden Durchgangsverkehre, auf welche die
Stadt Münster keinen unmittelbaren Einfluss hat (beispielsweise Fernverkehre über die das
Stadtgebiet durchquerenden Autobahnen und Bundesstraßen), können nur im Wege möglicher
Veränderungen von exogenen Faktoren (z.B. Dekarbonisierung der Flottenzusammenstellung)
berücksichtigt werden, da die Stadt Münster allenfalls auf die Routenführung, nicht aber auf die
Größenordnung oder Energieträger dieser Verkehre Einfluss nehmen kann.
Exogene Rahmenbedingungen
Um die Szenarien aufbauen und deren Auswirkungen bestimmen zu können, müssen zunächst die
exogenen Rahmenbedingungen abgeschätzt werden, denen das Mobilitätsgeschehen in Münster
voraussichtlich unterliegen wird. Darunter werden alle Faktoren verstanden, die von außen auf das
Mobilitätsgeschehen in der Stadt Münster einwirken, das heißt die nicht auf kommunaler Ebene
gestaltet oder entschieden werden können, sondern durch übergeordnete Verwaltungsebenen (Land
Nordrhein-Westfalen, Bund, EU) oder durch generelle technologische, wirtschaftliche, steuerliche und
gesellschaftliche Entwicklungen vorgegeben sind. Exogene Rahmenbedingungen bestimmen somit
nicht unwesentlich den Handlungsrahmen auf kommunaler Ebene.
Für eine valide Prognose des Verkehrsgeschehens wird insbesondere die Entwicklung der folgenden
exogenen Rahmenbedingungen abgeschätzt und berücksichtigt:
 Gestaltung der Arbeitswelt (T eilzeit,Arbeiten im Homeoffice / mobiles Arbeiten) mit
Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen in der Region
 Bewusstsein für die Notwendigkeit eines aktiven Klimaschutzes in der Bevölkerung und bei
den Unternehmen
 Bewusstsein der Bevölkerung für die eigene Gesundheit und für das Gesundheitsmanagement
in den Unternehmen
 Digitale Online-Dienste als Ersatz für Einkaufs-, Versorgungs- und Erledigungswege (u.a.
Online-Shopping)
 Anteil elektrifizierter Fahrzeuge an der Gesamtfahrzeugflotte
 Automatisierung des Fahrens (u.a. bedeutsam für fahrerlose ÖPNV-Angebote) und
resultierende zusätzliche Fahrzeugkosten bei privaten PKW (u.a. bedeutsam für privaten
PKW-Besitz)
 Rechtsrahmen im Mobilitätsbereich mit Auswirkungen auf die kommunalen
Handlungsspielräume (z.B. Möglichkeiten zur Bewirtschaftung von Parkraum und
Verkehrsinfrastruktur (City-Maut) oder für Geschwindigkeitsbeschränkungen)

- 4 -
V/0198/2022
 Finanzrahmen zur Förderung von kommunalen (und regionalen) Mobilitätsangeboten
Die Abschätzung der voraussichtlichen Entwicklungen erfolgt für das Prognosejahr 2030. Sie
beeinflussen unmittelbar
a) die räumliche Verteilung von Bevölkerung, Arbeitsplätzen und Zielen der Daseinsvorsorge in
der Stadt und der Region (Mobilitätsbedarf),
b) die Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln (u.a. Motorisierungsquote und Mobilitätsoptionen) sowie
c) die Entwicklung des Mobilitätsverhaltens (u.a. Verkehrsmittelwahl) und damit insgesamt die
resultierende Verkehrsentwicklung (u.a. Verkehrsmengen und Verkehrsleistung).
Für alle zu erarbeitenden Szenarien werden dabei identische exogene Rahmenbedingungen
unterstellt, damit die konkreten Auswirkungen der kommunal zu beeinflussenden Maßnahmen
deutlich herausgearbeitet werden können und zwischen den Szenarien miteinander vergleichbar sind.
Szenarienbetrachtung
Es sollen insgesamt vier Szenarien entwickelt werden, die aufeinander aufbauen und auf das Ziel
einer vollständigen Klimaneutralität im Bereich der Mobilität einzahlen.
In einem ersten Schritt wird hierzu ein Prognose-Nullfall (Szenario 1) gebildet. Dieser beantwortet
die Frage: „Was passiert, wenn wir die bisherigen Entwicklungen unverändert fortschreiben?“ In
diesem Szenario werden ausschließlich die bestehenden und abschätzbaren exogenen
Rahmenbedingungen sowie strukturelle Entwicklungen der Stadt Münster und des unmittelbaren
Umlands, die den Mobilitätsbedarf beeinflussen, einbezogen und auf das Jahr 2030 fortgeschrieben.
Keine Berücksichtigung in diesem Szenario finden bislang nicht umgesetzte Maßnahmen zur
Verkehrsinfrastruktur oder zur Verkehrsorganisation. Diese sind in den weiteren Szenarien zu
betrachten. Der Prognose-Nullfall bildet insofern den vergleichenden Bezugspunkt für alle weiteren zu
entwickelnden Szenarien. Der Prognose-Nullfall ist ein übliches Instrument in der Verkehrsplanung,
mit dem ein Bezugs- bzw. Referenzfall geschaffen wird. Der Vergleich der jeweiligen Szenarien mit
dem Bezugsfall ermöglicht somit. Die Wirkungen der Maßnahmen, die in den Szenarien hinterlegt
sind, aufzuzeigen. Auch wenn die Annahme, dass in den nächsten Jahren keine Maßnahme
umgesetzt wird, nur theoretischer Natur ist, ist diese Basis dennoch wichtig, um auch die Wirkung der
bereits geplanten und im Trendszenario enthaltenen Maßnahmen aufzuzeigen.
Parallel dazu wird ein Trendszenario (Szenario 2) aufgestellt. Mit diesem wird die Fragestellung
„Was passiert, wenn die bereits verbindlich beschlossenen Maßnahmen bis 2030 umgesetzt sind?“
untersucht. Sowohl die exogenen Rahmenbedingungen als auch die für den Prognose-Nullfall
erarbeiteten strukturellen Entwicklungen werden auch diesem Szenario zugrunde gelegt. Darüber
hinaus werden in diesem Szenario jedoch alle politisch beschlossenen und bis zum Prognosejahr
2030 realistisch umsetzbaren Maßnahmen berücksichtigt. Dazu gehören u.a.
 Erweiterung und vierstreifiger Ausbau der Umgehungsstraße (B51)
 Realisierte Velorouten und Fahrradstraßen, Kanalpromenade
 Inbetriebnahme der WLE-Strecke zwischen Münster und Sendenhorst
 …
Ziel dieses Szenarios ist es, zu ermitteln, welchen Beitrag die bereits auf den Weg gebrachten
Konzepte und Maßnahmen zur Erreichung des Ziels einer lokal klimaneutralen Mobilität im Jahr 2030
leisten. Dies geschieht durch Abgleich der Ergebnisse des Trendszenarios mit den Ergebnissen des
Prognose-Nullfalls. Zu erwarten ist, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen nicht ausreichen
werden, das Ziel einer lokal klimaneutralen Mobilität bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Als wesentliches
begrenzendes Kriterium für die Umsetzbarkeit ist der Prognosehorizont bis 2030 zu sehen. Nur die
realistische Realisierungsabschätzung ermöglicht die zielgerichtete Arbeit hin zur Klimaneutralität.

- 4 -
V/0198/2022
Das Szenario Klimaneutralität 2030 (Szenario 3) verfolgt dementsprechend die Fragestellung
„Unter welchen Voraussetzungen ist eine vollständige lokale Klimaneutralität im Bereich der Mobilität
bis zum Jahr 2030 möglich?“. Dieses Szenario beinhaltet alle Annahmen und Maßnahmen der
vorgenannten Szenarien. Darüber hinaus werden in das Szenario alle konzeptionell denkbaren und
im Rahmen des Masterplans Mobilität Münster 2035+ kommunal beeinflussbaren Maßnahmen zur
Erreichung einer lokalen Klimaneutralität im Mobilitätsbereich integriert. Diese umfassen u.a.
 vollständige Realisierung eines Fahrradnetzes 2.0
 umfassende Priorisierung von ÖPNV und Radverkehr
 Realisierung eines Metrobussystems auf allen Hauptachsen des ÖPNV
 Attraktivitätssteigerung des ÖPNV durch Anpassung der T arifstruktur
 Ausweitung von LOOPmünster auf das gesamte Stadtgebiet in den Zwischenräumen der
ÖPNV-Hauptachsen
 Realisierung eines hochverdichteten (über den Ansatz des bisherigen S-Bahn-Münsterland-
Konzeptes hinausgehenden) SPNV-Angebots
 umfassender Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
 Förderung von Angeboten der Sharing-Economy (Car-, Bike- und Scooter-Sharing)
 umfassende Verknüpfung der Angebote des Umweltverbundes an Mobilstationen
 deutliche Reduzierung des MIV-Parkraumangebotes im Innenstadtbereich
 Bewirtschaftung von MIV-Parkraum und Verkehrsinfrastruktur
Dabei werden die möglichen Maßnahmen in einem iterativen Prozess quantitativ erarbeitet, im
Verkehrsmodell hinterlegt und hinsichtlich ihrer Gesamtwirkung bewertet. Im Ergebnis kann aus der
Bewertung des in diesem Szenario enthaltenen Maßnahmenbündels abgeleitet werden, inwieweit
eine Klimaneutralität unter Heranziehung aller denkbarer Maßnahmen erreichbar wäre – unter grober
Einordnung der Umsetzungszeiten und Kosten. Das Szenario Klimaneutralität 2030 dient insofern
dazu, die Wirkung aller Maßnahmen, die im Einflussbereich der Stadt liegen, abzubilden und Wege
zur Zielerreichung einer Klimaneutralität aufzuzeigen. Gleichzeitig werden mit dem Szenario das
Ambitionsniveau und der Kostenumfang deutlich.
Im Anschluss an die Entwicklung der ersten drei Szenarien wird ein hierarchisches Zielsystem
aufgebaut (vgl. nachfolgende exemplarische Abbildung). Das Zielsystem beinhaltet ein Leitbild und
abgestuft hiervon Oberziele aus den Themenfeldern Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft sowie diese
Oberziele weiter ausdifferenzierende T eilziele.
Abbildung: Beispiel für den Aufbau eines Zielsystems (exemplarische Maßnahmen).
Die Ziele generieren sich hierbei mindestens aus übergeordneten mobilitätsbezogenen Zielsetzungen
der EU, des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Münster. Darüber hinaus werden

- 4 -
V/0198/2022
weitere lokal getroffene Festlegungen und Ziele, beispielsweise zur Barrierefreiheit oder Sicherheit
von Mobilitätsangeboten, berücksichtigt (vgl. auch Zwischenbericht Bestandsanalyse Masterplan
Mobilität Münster 2035+, S. 103 ff).
Die Ergebnisse der Szenarienbetrachtung und –berechnung sowie das aufgebaute Zielsystem
werden der Politik in einem zweiten Zwischenbericht vorgelegt. Sobald ein verbindliches Zielsystem
politisch beschlossen ist, werden die hierauf einzahlenden Maßnahmen detaillierter ausgearbeitet. Im
Ergebnis werden konkrete Maßnahmensteckbriefe vorliegen, die eine Priorisierung der Maßnahmen
und einen Umsetzungsfahrplan enthalten.
Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, die detailliert ausgearbeiteten Maßnahmen in einem
abschließenden Umsetzungsszenario (Szenario 4) zusammenzuführen und hinsichtlich ihrer
klimabezogenen und finanziellen Auswirkungen in einer Gesamtschau zu bewerten. Die
einbezogenen Maßnahmen können baulicher, betrieblicher und informatorischer Natur sein.
Hinsichtlich ihrer Wirkungen können die entwickelten Maßnahmen ein oder mehrere T eilziele
unterstützen. Genauso ist denkbar, dass einzelne Maßnahmen ein T eilzielunterstützen, gleichzeitig
aber im Widerspruch zu einem anderen T eilzielstehen. Dies wird im Rahmen des Szenarios detailliert
aufgearbeitet und bewertet. Das Umsetzungsszenario dient somit dazu, einerseits die weiteren Ziele
neben der Klimaneutralität aufzunehmen und andererseits die konkretisierten Maßnahmen in einem
Szenario zu bündeln, um die Phase der Umsetzung des Masterplans Mobilität Münster 2035+
vorzubereiten.
Während die ersten drei Szenarien zeitgleich erarbeitet werden können, setzt dieses letzte Szenario
die o.g. Zwischenschritte voraus und kann daher erst nachlaufend zu den anderen Szenarien
umsetzungsorientiert erarbeitet werden. Konkret liegt dies daran, dass alle im vierten Szenario
enthaltenen Maßnahmen unter Berücksichtigung eines konkreten Realisierungsfahrplans erarbeitet
werden. So wird eine noch präzisere Abschätzung der verkehrlichen und finanziellen Auswirkungen
einzelner Maßnahmen ermöglicht.
Nächste Schritte
Auf Grundlage des skizzierten Vorgehens wird das Büro PTV Transport Consult GmbH die konkreten
Eingangsdaten erarbeiten, die der anschließend folgenden Szenarienberechnung zugrunde gelegt
werden. Dies betriff zunächst einmal vor allem die exogenen Faktoren. Hier gilt es die oben
genannten Entwicklungen in quantitative Eingangsgrößen für die Berechnung der Szenarien zu
übersetzen. Gleiches gilt im nächsten Schritt für den Prognose-Nullfall, das Trendszenario sowie das
Szenario Klimaneutralität 2030. Die so konkretisierten Szenarien mit den Eingangsgrößen werden
dem Ausschuss für Verkehr und Mobilität in der Sitzung am 01.06.2022 vorgestellt.
In Vertretung
gez.
Robin Denstorff
Stadtbaurat
Anlagen: Anlage A

Beratungsverlauf (1)

30.03.2022 Ausschuss für Verkehr und Mobilität
TOP 6.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Umgehungsstraße
  • Kanalpromenade

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0198/2022
Typ
Vorlagen
Datum
15.03.2022
Erstellt
14.03.2022 10:12