V/0064/2012
Bürgerhaushalt 2011, Vorschlag Nr. 443 Gesundheitsförderung in Grundschulen
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Beschlussvorlage
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V/0064/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Gesundheitsamt Betrifft Bürgerhaushalt 2011, Vorschlag Nr. 443 Gesundheitsförderung in Grundschulen Beratungsfolge 29.02.2012 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung 13.03.2012 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Entscheidung 14.03.2012 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Dem vorliegenden Konzept zur Gesundheitsförderung in Grundschulen zur gesunden Ernä h- rung von Kindern wird vorbehaltlich der Zustimmung des Ausschusses für Kinder, Jugendliche und Familien zugestimmt. 2. Die im Rahmen des Bürgerhaushaltes vom Rat der Stadt Münster bereitgestellten Mittel von jeweils 25.000 Euro für die Jahre 2012 und 2013 werden entsperrt. II. Finanzielle Auswirkungen: Die Mittel sind wie folgt im Haushaltsplan veranschlagt: Teilergebnisplan Zeile 16 „Sonstige ordentliche Aufwendungen“ Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen 2012 25.000 Sperrvermerk wird aufgeho- ben Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen 2013 25.000 Sperrvermerk wird aufgeho- ben Die Bewirtschaftung der Mittel soll durch das Gesundheitsamt erfolgen. Vorlagen-Nr.: V/0064/2012 Auskunft erteilt: Frau Menke Ruf: 492-5388 E-Mail: MenkeChristine@stadt-muenster.de Datum: 15.02.2012 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0064/2012 Begründung: Der Vorschlag aus dem Bürgerhaushalt, im Rahmen der Gesundheitsförderung in Grundschulen Unterrichtsprojekte zur gesunden Ernährung weiter durchzuführen (Vorschlag Nr. 443), wurde vom Rat der Stadt Münster aufgegriffen. Für die Jahre 2012 und 2013 wurden im Haushalt jeweils 25.000 Euro bereitgestellt und mit einem Sperrvermerk versehen, dessen Aufhebung von der posi- tiven Beschluss fassung über ein vorzulegendes Umsetzungskonzept abhängt. Dieses Konzept wird hiermit vorgelegt. In der Beratung der Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt wurden hier die Mittel dem Amt für Sch u- le und Weiterbildung und die Entscheidung über die Aufhebung des Sperrvermerks dem Au s- schuss für Schule und Weiterbildung zugewiesen. Da die Zuständigkeit für Gesundheitsförderung beim Gesun dheitsamt liegt, wurde verwaltungsintern entschieden, dass die Bewirtschaftung der Mittel durch das Gesundheitsamt erfolgen soll. Aufgrund der Sitzungsterminierung der Ausschüsse kann eine Ber atung des Konzeptes durch den Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien erst nach der Beratung und Beschlussfassung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung erfolgen, da die Beratungsket te sich sonst bis Ende April ziehen würde und somit der Beginn der Umsetzung des Konzeptes sich noch weiter ve rzögern würde, möglicherweise bis in das nächste Schuljahr hinein. Daher soll die Entsperrung der Mittel vorbehaltlich der positiven Beratung durc h den Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien erfolgen. Das Gesundheitsamt hat sich in den letzten Jahren mit dem Thema „Gesundheitsförderung für Kinder“ intensiv befasst und verschiedene Projekte hierzu durchgeführt. Zu nennen sind vor allem das von 2006 bis 2010 durchgeführte Projekt „Gesund aufwachsen in … Münster“ zur Ernä hrung und Bewegung sowie einzelne Maßnahmen im Programm „Soziale Stadt“, das gemei nsam mit der VHS durchgeführten Angebot „aid -Ernährungsführerschein“ und „Schritt für Schritt“ . Aus den hie r- mit gemachten Erfahrungen heraus kann festgehalten werden, dass für ein nachhaltig wirke ndes Angebot folgende Aspekte berücksichtigt werden müssen: - die Lehrkräfte müssen in das Angebot einbezogen werden und sollten zu den Themen Er- nährung und Bewegung zuvor geschult werden, - eine besondere Herausforderung stellt die gezielte Elternansprache dar, - bestehende Angebote im Stadtteil sollten einbezogen werden (für die Sicherstellung der Nachhaltigkeit), - wünschenswert ist eine intensivere Auseinandersetzung mit den Themen Ernährung und Bewegung an der Schule und auch eine Festschreibung im Schulkonzept. Am wirkungsvollsten haben sich Angebote mit praktischen Einheiten, in denen kleine Gerichte von den Kindern selber hergestellt werden, herausgestellt. Basierend auf den Erfahrungen sollen daher die geplanten Angebote primär mit den 3. und 4. Klassen der Grundschulen durchgeführt we rden. Auf die ebenfalls wichtige Bewegung wird inhaltlich in der geplanten LehrerInnenfor tbildung, Schulberatung und auch a m Gesundheitstag (siehe unten) eingegangen. So soll im Ra hmen der Schulberatung auf mögliche weitere Aktivitäten zu den Themen Ernährung und Bewegung hing e- wiesen werden (Netzwerk Bildung und Gesundheit, Förderprogramme der Krankenkassen, Einbin- dung von Bew egung im Alltag wie z.B. mit Walking Bus, Messung von Bewegungsa nteilen mit Schrittmessern u. a.) Im Einzelnen sollen folgende Maßnahmen durchgeführt werden: - einmal Schulung für die LehrerInnen der Schule zum Thema Ernährung und Bewegung - zweimal theoretischer Unterricht für die Schulklassen (u. a. Ernährungspyramide, Nah- rungsbestandteile, Schlappmacher - Fittmacher) - einmal Einkaufstraining mit Eltern - fünfmal praktischer Unterricht, Herstellen (Kochen) kleiner Gerichte für die Klasse - 3 - V/0064/2012 Ergänzt werden soll d as Angebot um einen Gesundheitstag, an dem die Eltern Informationen zu den Themen Ernährung und Bewegung erhalten können. Hier stellen sich neben dem Angebot (Kinder stellen Erlerntes vor) auch die Beratungsstelle Frühe Hilfen, die Kinder - und Jugendärzte und der Zahnarzt des Gesundheitsamtes, Sportvereine aus dem Stadtteil und im Stadtteil aktive Familienbildungsstätten vor. Sollte dieses Angebot nur von einzelnen Klassen der Stufen 3 und 4 einer Grundschule durchg e- führt werden, so wird dennoch die Durchführung des kompletten Angebotes für die Schule erwartet (also Schulung aller LehrerInnen), um eine nachhaltige Wirkung zu erreichen. Für die Umsetzung eines Angebotes werden 40 Arbeitsstunden zu Grunde gelegt: LehrerInnenfortbildung plus Vorbereitung 4 Std. Zwei Unterrichtsstunden Theorie plus Vorbereitung 4 Std. Fünfmal Kochen je 5 Stunden (Vorbereitung, Einkauf, Umsetzung) 25 Std. Einkaufstraining mit Eltern 2 Std. Gesundheitstag 5 Std. Gesamt 40 Std. Kalkulatorisch kann das Angebot in jedem Jahr m it 4 – 5 Schulen für 18 – 20 Schulklassen durch- geführt werden. Um eine nachhaltige Wirkung zu erreichen, sollen die Schulen aus 2012 im Jahr 2013 wieder am Programm teilnehmen, ggf. können andere Schulen ausscheidende Schulen e r- setzen. Aus vielen Studien und auch den Schuleingangsuntersuchungen ist bekannt, dass sozial benac h- teiligte Kinder auch gesundheitlich benachteiligt sind und sich schon früh vermehrt Übergewicht und Adipositas, Kariesbefunde und motorische Defizite feststellen lassen. Daher soll da s Angebot primär an Schulen mit hohem Anteil an sozial benachteiligten Kindern durchgeführt werden. In Vertretung gez. Thomas Paal Stadtrat
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0064/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 30.01.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37