AN/0063/2021
Änderungsantrag Steigerung der Aufenthaltsqualität und Nahmobilität durch Neuordnung der Verkehre im Bereich Breite Straße / Ehrenstraße, Änderungsantrag CDU
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Änderungsantrag (CDU BV1)
9813 Zeichen
CDU -Fraktion in der Bezirksvertretung 1 · Innenstadt/Deutz Bezirksrat haus · Ludwigstraß e 8 · 50667 Köln CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 1 Ralf Uerlich · Vorsitzender Bezirksrathaus Ludwigstraße 8 50667 Köln Tel.: 0221 / 221 -91305 Mob: 0172 / 2951 497 Fax: 0221 / 221 -6569702 E-Mail: f raktion -bv 1@cdu-koeln-innenstadt.de Mehr Inf ormationen im Internet: www.cdu-koeln-innenstadt.de www.cdu-koeln.de Twitter: CDUKoeln1 Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/0063/2021 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 21.01.2021 Änderungsantrag Steigerung der Aufenthaltsqualität und Nahmobilität durch Neuordnung der Verkehre im Bereich Breite Straße / Ehrenstraße AN/1336/2020, Änderungsantrag CDU Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Herren, die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt bittet Sie, folgenden Antrag / folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt am 21.01.2021 aufzunehmen. Die Bezirksvertretung beschließt den Antrag AN/1336/2020 wie folgt zu ersetzen: Die Bezirksvertretung Innenstadt/Deutz beschließt folgende Maßnahmen: 1. Das Apostel-Quartier mit den Straßen Apostelstraße, Ehrenstraße, Pfeilstraße, Palmstraße, Benesisstraße, Große Brinkgasse, Albertusstraße, Alte Wallgasse, Friesenwall und Apostelnkloster wird als „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“ im Sinne der Straßenverkehrsordnung festgelegt. Zur entsprechenden Kennzeichnung einer Tempo 20-Zone wird die Verwaltung den Bereich mit den Verkehrszeichen 274.1-20 bei Einfahrt und 274.2-20 bei Ausfahrt beschildern. 2. In der Ehrenstraße wird die Fahrbahn auf ganzer Straßenlänge auf das Niveau der Bürgersteige angehoben, die Straße wird zur Gemeinschaftsstraße („shared space“). Der Ausbau wird durch das Leitbild für die Zukunft der Handelslagen der Kölner Innenstadt geprägt und nach den Vorgaben des „Gestaltungshandbuchs der Stadt Köln“ durchgeführt. 3. Es sind Quartiers-Plätze anzulegen, die als Ruhe- und Erlebnisort dienen können. Hierzu ist die Platzfläche der Kreuzung Ehrenstraße/Benesisstraße/Pfeilstraße zu vergrößern und durch einen Brunnen bzw. eine Brunnenskulptur aufzuwerten. Für den derzeitigen „Durchgangsraum“ der Mittelstraße am Konrad-Adenauer-Denkmal ist Platzqualität zu schaffen. Rudolfplatz und Willy-Millowitsch-Platz sind entsprechend qualitativ zu überarbeiten. Hierbei sind die Vorgaben des „Gestaltungshandbuchs der Stadt Köln“ sind zu beachten. 4. Auf Grundlage der Planungen Ehrenstraße, Apostelnstraße und Quartiers-Plätze ist sodann ein einheitliches Gestaltungskonzept für das Quartiers zu entwickeln. 5. Teil der Quartiersplanung soll ein Grünkonzept sein, dass durch weitere Anpflanzungen, Gebäudebegründungen und Flächenentsiegelungen Wohn-, Aufenthaltsqualität und Klimasituation deutlich verbessert. 6. Der Verkehrsraum des Aposteln-Quartiers zwischen Apostelnstraße, Magnusstraße, Hohenzollernring, Rudolfplatz und Hahnenstraße ist durch ein ganzheitliches Verkehrskonzept zu entwickeln, um Nutzungen und Verkehrsführungen für Bewohner, Anlieger und Besucher zu optimieren. 7. Hierzu sind als Planungsgrundlage aktuelle Daten zur Quartiersstruktur und zum Verkehr zu ermitteln (Bewohner, Anlieger und Nutzer, Besucher, Einzelhandel, Büroflächen, Eventräume, Gastronomie und Märkte, Verkehrsflüsse, Verkehrsdichte, Stellplätze, Parkhäuser, etc.). Bestehende verkehrliche, wirtschaftliche und städtebauliche Regelungen sind der Planung zu Grunde zu legen (insbesondere: Fahrradkonzept Innenstadt, Einzelhandelskonzept/Märkte). 8. Die Planungen des Verkehrskonzepts und des Grünkonzepts soll in einem Werkstattverfahren erfolgen, an dem Eigentümer, Bewohner, Anlieger, Wirtschaft. Institutionen und Interessenverbände des Quartiers gestaltend mitwirken. 9. Verkehrskonzept und Grünkonzept sollen nach vorheriger Offenlegung unter Bürgerbeteiligung sodann durch die Bezirksvertretung beschlossen werden. Begründung Die CDU begrüßt das Ziel der Initiative von Bündnis90/Die Grünen, Die Linke, KlimaFreunde, DIE PARTEI zur „Steigerung der Aufenthaltsqualität und Nahmobilität durch Neuordnung der Verkehre im Bereich Breite Straße/Ehrenstraße“, zumal der Verwaltung hierfür bereits ältere, von der CDU initiierte, bisher jedoch nicht realisierte Beschlüsse der Bezirksvertretung vorliegen. Der Antrag von Bündnis90/Die Grünen, Die Linke, KlimaFreunde, DIE PARTEI lässt in der vorliegenden Form allerdings wesentliche Aspekte außer Acht: So werden weder die Interessen von Bewohnern, Anliegern und Eigentümern berücksichtigt, noch die wirtschaftliche Bedeutung der Ehrenstraße und des Apostelnquartiers für die Stadt Köln gewahrt. Die Gesamtperspektive fehlt gänzlich. Die CDU schlägt deshalb die o.g. Maßnahmen vor, die wie folgt begründet werden. Kurzfristig umzusetzende Maßnahmen: Die Festlegung des Apostelnquartiers als „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ ist eine kurzfristig umzusetzende und wirksame Maßnahme für eine weitgehende Verkehrsberuhigung im Aposteln Quartier. Der Fahrzeugverkehr wird auf maximal 20 km/h reduziert, der gesamte Straßenraum als Verkehrsfläche den Fußgängern zugänglich gemacht. Die Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer wird gefördert, das Unfallrisiko vermindert, ruhender Verkehr wird vermieden. Gleichzeitig bleibt es möglich, dass Eigentümer, Bewohner und Gewerbetreibende die Straße weiterhin bedarfsgerecht nutzen können; Besucher können die öffentlichen Parkhäuser in der Apostelnstraße oder Große Brinkgasse anfahren. Auch die Anhebung der Ehrenstraße auf das Niveau der Fußgängerwege sollte möglichst schnell umgesetzt werden, denn die Beeinträchtigungen durch die Baumaßnahme sindin der gegenwärtigen Situation des Lockdowns minimal. Die anschließende Nutzung der Straße als Gemeinschaftsstraße macht diese allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt zugänglich. Das mittlerweile in vielen Städten erfolgreich erprobte Shared Space-Konzept ist hier der richtige Ansatz für eine gleichberechtigte, gemeinsame und dynamische Nutzung des Lebensraums. Es zeigt (entgegen vielfach anzutreffender anfänglicher Skepsis), dass sich weniger Unfälle ereignen und die Lebensqualität im dementsprechend genutzten Raum insgesamt verbessert wird. Dazu trägt auch die Schaffung von Quartiers-Plätzen bei, von denen der vorgeschlagene Brunnen- bzw. Brunnenskulptur-Platz an der Kreuzung Ehrenstraße/Benesisstraße/Pfeilstraße ebenfalls zeitnah zu realisieren ist und ein entsprechend sichtbares Zeichen setzt. Indem hierbei, wie für alle weiteren baulichen Maßnahmen das Gestaltungshandbuchs der Stadt Köln zugrunde gelegt wird, ist sichergestellt, dass die Aufwertung des Quartiers in das Gesamtbild der Stadt integriert wird. Mittelfristige Perspektive Nicht nur die Ehrenstraße als eine der Top-Einkaufsstraßen Deutschlands, sondern das gesamte Aposteln Quartier hat für die Stadt Köln eine große wirtschaftliche Bedeutung – zu den hier ansässigen Firmen gehören neben dem Einzelhandel u. a. alteingesessene Kölner Handwerksbetriebe, Handel, Dienstleistungsfirmen und Freiberufler. Hinzu kommt die Bedeutung als sozialer Raum in der Innenstadt. Deshalb muss das Quartier insgesamt nachhaltig aufgewertet werden: Lokale Geschäfte behaupten sich dort gegen den Onlinehandel, wo sie in einen Erlebnisraum eingebettet sind, und Innenstädte verkommen nicht zu Einkaufs- und Arbeitsstädten ohne Wohnbevölkerung, wenn eine flexible Nutzung gewährleistet ist und Wohnen dort weiterhin attraktiv bleibt. Die CDU achtet und fördert die Interessen der Bewohner, Anlieger und Eigentümer im Quartier und will deshalb einen konstruktiven Dialog der Betroffenen mit Verwaltung und Politik über die weitere Entwicklung des Quartiers durch Werkstattverfahren und Bürgerbeteiligung sicherstellen. Die Beteiligung aller Interessengruppen aus dem Quartier im Werkstattverfahren bzw. im Rahmen der Bürgerbeteiligung erhöht Breite und Tiefe des planerischen Ansatzes, optimiert Ergebnisse in ihrer Praktikabilität und sichert die notwendige Akzeptanz. Ökologische Aspekte sind für das ganze Quartier intensiver zu berücksichtigen: Über die Begrünung der Ehrenstraße hinaus ist durch die Entsiegelung unnötig versiegelter Bodenflächen wie durch die Begrünung von Dach- und Wandflächen die Lebensqualität vor Ort zu erhöhen und einen Beitrag zum Klimaschutz sowie zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Es ist im Rahmen des Grünkonzepts zu prüfen, inwieweit entsprechende private Initiativen öffentlich gefördert werden können. Das Grünkonzept soll deshalb Bestandteil des zu erstellenden Quartierskonzepts sein, wobei gesamtstädtische Planungen etwa zur Verkehrsführung inklusive Radverkehr, zum Handel oder zur Gestaltung zu berücksichtigen sind. So wird nicht nur übergeordneten Anforderungen Rechnung getragen. Auch wird Zeit gewonnen, die planerisch da zu investieren ist, wo spezielle örtliche Gegebenheiten, die den Charakter des Quartiers prägen, berücksichtigen werden müssen. Als Grundlage einer sachgerechten, fundierten Planung für die Entwicklung des Quartierskonzeptes sind schließlich gesicherte Planungsdaten erforderlichen, die die aktuellen sozioökonomischen Strukturen sowie die Verkehrsbewegungen im Aposteln Quartier darlegen. Ihre Erhebung bzw. Bereitstellung ist schnellstmöglich in die Wege zu leiten. Mit freundlichen Grüßen Ralf Uerlich Günter Leitner Fraktionsvorsitzender 2. stellv. Bezirksbürgermeister
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungOrte (16)
- Ehrenstraße
- Ludwigstraße 8
- Pfeilstraße
- Palmstraße
- Benesisstraße
- Große Brinkgasse
- Albertusstraße
- Alte Wallgasse
- Mittelstraße
- Apostelnstraße
- Magnusstraße
- Hohenzollernring
- Rudolfplatz
- Apostelnkloster
- Breite Straße
- Hahnenstraße
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0063/2021
- Typ
- Änderungsantrag BV1 (CDU)
- Datum
- 14.01.2021
- Erstellt
- 12.01.2021 17:53