2007/0058
Beleuchtungskonzept Innenstadt
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anlage 1
644 Zeichen
rund ums schlossdarmstadt Dipl.-Ing. Uwe Knappschneider BELEUCHTUNGSKONZEPT VORENTWURF BESTEHENDE PLANUNG TAGPLAN LAGEPLAN M 1:500 PRINZIPSCHNITT A-A FRIEDENSPLATZ M 1:200 PRINZIPSCHNITT B-B SCHLOSSGRABEN M 1:200 SCHEMAZEICHNUNGEN M 1:100 MULTIFUNKTIONSSTELE ASSOZIATIONSBILDER Legende Multifunktionsleuchten Lichtstelen historische Leuchte Lichtlinie rund ums schlossdarmstadt Dipl.-Ing. Uwe Knappschneider BELEUCHTUNGSKONZEPT VORENTWURF SCHEMAZEICHNUNGEN MULTIFUNKTIONSSTELE M1:50 NACHTPLAN M 1:500 FREIRAUMPLANUNG: WERKSTADT, ARCHITEKTEN STADTPLANER, DARMSTADT ASSOZIATIONSBILDER MULTIFUNKTIONSSTELE
anlage 2
19164 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
25.01.2007
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI
Amt: Stadtplanungsamt
Straßenverkehrs – und
Tiefbauamt
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Tagesordnung: I II
Verteiler:
II VI
20 61
66 Stvv
Vorlage-Nr. 2007/0058
Magistratsbeschluss-Nr.
113
Betreff: Beleuchtungskonzept Innenstadt
Vorlage vom: 22.01.2007
Beschlussvorschlag:
1. Das Beleuchtungskonzept Rund ums Schloss des Büros „licht raum stadt planung“ wird
zur Kenntnis genommen und als Rahmenplan für die weitere Entwicklung beschlossen.
2. Dem vorgeschlagenen Leuchtentyp „Stelen-Leuchte“ wird zugestimmt. Eine Entscheidung
für eines der beiden als Musterleuchte aufgestellten Modelle der Stelen-Leuchte wird im
Zuge der Planung getroffen.
3. Dem vorgeschlagenen Leuchtmittel mit einem Lichtspektrum mit erhöhter Farbwieder
gabe
(weißes Licht) wird für den Bereich rund ums Schloss zugestimmt.
4. Dem im Bericht vorgeschlagenen Verfahren wird zugestimmt.
Anlagen: Beleuchtungskonzept
Beschluss des Magistrats vom 14.02.2007
Der Vorlage wird mit dem Finanzierungsvorbehalt zugestimmt, dass weder im VWH noch im VMH
2007 sowie im MIP bis 2010 Mittel eingeplant sind.
3
...
Bericht zur Vorlage vom 22.01.2007:
Zu allen Zeiten spielte Licht in der Stadt eine wichtige, zentrale Rolle. Licht ist nicht
nur eine Frage der Technologie oder der Elektrizität, es ist auch mit einer großen
Symbolkraft und Wirkung verbunden.
Die Qualität der Beleuchtung gewinnt zunehmend an Bedeutung für das Image und für
die Aufenthaltsqualität der Städte. Die Beleuchtung der Innenstadt, das Stadtbild bei
Tag und bei Nacht, und die Inszenierung von Stadträumen kann ein wichtiges Instru-
ment des Stadtmarketings sein, da eine attraktive Innenstadt stets auch ein begehrtes
Ziel von Touristen, Besuchern und damit auch von besonderer Bedeutung für die Stadt
als Einzelhandels- und Wirtschaftsstandort ist. Licht fördert zudem die Lebensqualität
und die Lebensart der Bürgerinnen und Bürger sowie soziale Kontakte und die Kom-
munikation untereinander. Die Stadt wird zur Bühne.
Es gilt daher, die Attraktivität und den individuellen Charakter der Stadt herauszuar-
beiten, vorhandene Potentiale als Besonderheiten aufzuzeigen und zu stärken und ein
unverkennbares Erscheinungsbild mit einem hohen Identifikationswert zu bilden.
Ausgelöst durch den Neubau der Haltestelle Schloss und die anstehenden Projekte
„Neugestaltung Ernst-Ludwig-Platz und Friedensplatz“ wurde es notwendig, sich mit
dem Thema der technischen Möblierung speziell des Bereichs rund ums Schloss de-
tailliert zu befassen und für die Gestaltung dieses wichtigsten innerstädtischen Ge-
samtensembles grundlegende Entscheidungen zu treffen.
Dabei kommt der Beleuchtung besondere Bedeutung zu.
Die zuvor vom Büro Nieper für die Haltestelle am Schloss entwickelte Leuchte fand
aus verschiedenen Gründen keine Zustimmung. Es war daher zum einen ein Leuchten-
typ zu finden, der für den Bereich Haltestelle Schloss Verwendung finden kann und
zum anderen ein darauf aufbauendes Konzept für den Gesamtbereich „Rund ums
Schloss“ zu entwickeln.
Das Büro licht raum stadt planung aus Wuppertal wurde deshalb beauftragt, ein „Be-
leuchtungskonzept Rund ums Schloss“ zu erarbeiten. Dieses Konzept liegt zur Be-
schlussfassung vor.
Ein besonderer Umstand ist, dass die im direkten Umfeld liegenden privaten Eigentü-
mer, wie das Darmstadtium, das Kongresshotel, die Technische Universität Darmstadt
und das Hessische Landesmuseum derzeit ebenfalls bauliche Maßnahmen ergreifen
bzw. bereits ergriffen haben und in dem Zusammenhang ihre Außenanlagen neu ges-
talten werden.
Aus diesem Grund wurde der Vorentwurf des Konzeptes und der vorgeschlagene
Leuchtentyp den Anrainern vorgestellt. Der hier vorliegende Konzeptentwurf wurde
allgemein begrüßt und der Beleuchtungskörper wurde als gestalterisch ansprechend
bewertet.
Aufgabe und Zielstellung des Konzeptes ist die Reduzierung der Anzahl der vielen un-
terschiedlichen Zwecken dienenden vertikalen Elemente und die Schaffung eines ein-
heitlichen Gestaltungsbildes. Diese angestrebte Ordnung soll erreicht werden durch
die Kombination der Abspannmaste mit den Fahroberleitungen und der Beleuchtungs-
körper.
4
...
Vorgeschlagen wird ein Stelensystem, das in seiner Grundfunktion sowohl der Ab-
spannmast der Fahroberleitungen als auch Träger der Beleuchtungskörper ist.
Bis zu einer Höhe von 7m über Schienenoberkante muss der Grundkörper als Ab-
spannmast benutzt werden können. Ab dieser Höhe können Module von Beleuch-
tungskörpern unterschiedlicher Anwendungsgebiete und Lichttechniken aufgesetzt
werden.
Die hohen Maste werden in bestimmten Bereichen durch niedrigere Maste desselben
Typs ergänzt, die sowohl Fußgängerbereiche als auch den Straßenraum ausleuchten.
Damit wird ein System gewählt, das multifunktional Fahroberleitungen trägt, die Funk-
tionalbeleuchtung im Fußgängerbereich und Straßenraum und die Anstrahlungen für
Architekturen übernehmen kann.
Zugleich ist die Lichtstele in ihrer unaufdringlichen Formensprache hervorragend für
den Einsatz in der baulich heterogenen und stadtgestalterisch anspruchsvollen Umge-
bung geeignet. Sie passt sowohl zu den historischen Gebäuden als auch zu den ent-
stehenden Neubauten im Umfeld des Schlosses. Die Leuchte dominiert weder tags
noch nachts das bauliche Ensemble.
In Abweichung zu dem in der Darmstädter Innenstadt verwendeten Lichtspektrum
(Natriumdampf-Hochdrucklampen) mit mäßiger Farbwiedergabe, wird im erweiterten
Umfeld des Schlosses ein Lichtspektrum mit erhöhter Farbwiedergabe (Cosmopolis
„white“) vorgeschlagen.
Damit hebt sich das „Herz“ Darmstadts als Insel aus dem Stadtmeer hervor.
Das neue Cosmopolis „white“-Lampensystem ist ein hocheffizientes System, welches
eine gute Farbwiedergabe und eine hohe Lichtausbeute pro eingesetzter Energieein-
heit vereint. Die Spiegeloptiken entsprechen dem Stand der Technik und begünstigen
den guten Gesamtwirkungsgrad der Beleuchtungsanlage.
Der notwendige Leuchtkörper erfordert voraussichtlich höhere Investitions- und Unter-
haltungskosten. Eine Aufstellung erfolgt weiter unten im Abschnitt Unterhaltungskos-
ten. Der erhöhte Aufwand erscheint jedoch für die besondere Situation angemessen.
Das Beleuchtungskonzept wurde durch den beauftragten Lichtplaner bereits im Pla-
nungs-, Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt. Diese Sitzung fand unter Beteiligung
von Vertretern des Denkmalbeirates und der Denkmalschutzbehörde statt. Das vorge-
stellte Konzept stieß allgemein auf Zustimmung.
Für die einzelnen Bereiche wird im Konzept Folgendes vorgeschlagen:
Abschnitt 1
Marktplatz Haltebereich
Die Multifunktionsstele soll im Bereich der Haltestelle vor dem Schlosseingang in ver-
dichteter Stellung stehen und die Bedeutung des Ortes (Eingang Schloss) markieren.
Die vorgeschlagene Anstrahlung des Schlosses, die derzeit im Schlossgraben instal-
liert ist, kann dann partiell aus den gebäudenahen Masten erfolgen.
Abschnitt 2
Schlossgraben/ Darmstadtium
Die Funktionalbeleuchtung der Straße Schlossgraben soll durch beidseitige Positionie-
rung der Stelen erreicht werden.
5
...
Die Möglichkeit zur Anstrahlung des Schloss ist aufgrund des relativ großen Abstan-
des im Rahmen der Realisierung zu prüfen.
Die Fußgängerachse auf der Ostseite des Schlossgrabens entlang des geplanten
Darmbachs bis östlich des hessischen Staatsarchivs soll soweit als möglich mit der
niedrigeren Stelenvariante betont werden. Da vor dem Darmstadtium in diesem Be-
reich Feuerwehraufstellflächen notwendig sind, ist die Möglichkeit hier nicht gegeben.
Der vorgeschlagene Lampentyp Leuchtstele ist mit der WKZ GmbH & Co KG abge-
stimmt. Um das Darmstadtium, auch im Bereich der Erich-Ollenhauer-Promenade,
wird nach Abstimmung mit dem Vorhabenträger aus Gründen der einheitlichen Gestal-
tung die vorgeschlagene Stelenleuchte allgemein Verwendung finden.
Abschnitt 3
Darmbach/ Kongresshotel/ TUD
Östlich wird der Karolinenplatz tangiert von der Fußgängerachse, die vom neuen Kon-
gress- und Wissenschaftszentrum entlang des Wasserlaufes des Darmbachs bis zum
Herrngarten verläuft, die mit niedrigen Stelen beleuchtet werden soll. Die vorgeschla-
gene Lage ist auf der Grundlage des Freiflächenkonzeptes für die Offenlegung des
Darmbachs und des Kongresshotels erarbeitet worden, wird im Zuge der Ausbaupla-
nung für diesen Bereich aber noch geringfügig verändert.
Die östliche Wegeachse (Fortführung der Fußwegeachse Schlossgraben) auf höherem
Geländeniveau wird über eine Treppenanlage erschlossen. Zur Betonung der Treppen-
anlage werden lineare Lichtbänder im Setzstufenbereich vorgeschlagen. Diese verdeut-
lichen den Geländeversprung und bieten ein hohes Maß an Gehsicherheit.
Aufgrund der Haushaltslage ist eine Realisierung derzeit nicht möglich. Ob im Zuge
des Ausbaus des Darmbachs mit relativ geringen Mitteln die technischen Vorkehrun-
gen für eine spätere Installation getroffen werden können, wird derzeit noch geprüft.
Die Weiterführung des Leuchtenkonzeptes auf dem Campus ist möglich.
Abschnitt 4
Karolinenplatz
Der Karolinenplatz bildet den Vorplatz des hessischen Staatsarchivs.
Die Grundausleuchtung südlich des Gebäudes soll durch die Straßenbeleuchtung (Ste-
len) gewährleistet werden.
Vor den Eingängen sowie auf dem Vorplatz werden die historischen Leuchten (im di-
rekten Umfeld des Gebäudes) als zum Gebäude zugehöriges Gestaltungselement bei-
behalten.
Abschnitt 5
Landesmuseum
Die Grundausleuchtung südlich des Gebäudes wird durch die Straßenbeleuchtung
(Stelen) gewährleistet.
Auf dem Gelände des Landesmuseums selbst wird eine Stelenachse als Verbindung in
den Park zwischen Alt- und Neubau des Museums vorgeschlagen.
Die unterirdische Verbindung zwischen Alt- und Neubau soll symbolisch durch „Licht-
schlitze“, in den Belag eingelassene Lichtlinien, nachgezeichnet werden. Beide Maß-
nahmen müssten im Rahmen der Hochbaumaßnahme durch den Bauherrn realisiert
werden.
6
...
Für das Konzept ist diese Umsetzung allerdings nicht zwingend, wenn auch wün-
schenswert.
Abschnitt 6
Friedensplatz/Ernst-Ludwigsplatz
Der vorgeschlagene Leuchtentyp soll auch den neu zu gestaltenden Friedensplatz so-
wie den Ernst-Ludwig-Platz beleuchten. Unabhängig von der noch abschließend zu
treffenden Entscheidung über die Gestaltung des Friedensplatzes und des Ernst-
Ludwigs-Platzes fügt sich die Leuchtstele in die Gestaltung ein.
Abschnitt 7
Zeughausstraße
Die Funktionalbeleuchtung der Zeughausstraße wird wie in der Straße Schlossgraben
durch eine beidseitige Positionierung der Stelen erreicht.
Abschnitt 8
Erich-Ollenhauer-Promenade
Für den Verlauf der Erich-Ollenhauer-Promenade ist ebenfalls der Einsatz der Fußgän-
gerstele des ausgewählten Leuchtensystems vorgeschlagen.
Wie bereits oben erwähnt, sollte zumindest um das Darmstadtium aus Gründen der
einheitlichen Gestaltung die vorgeschlagene Stelenleuchte Verwendung finden. Die
Weiterführung ist nicht zwingender Bestandteil des Konzepts, da es sich um einen
Randbereich handelt. Sie ist aber auf längere Sicht wünschenswert.
Zusammenfassende Betrachtung und Kosten
Das vorliegende Konzept ist als Plan zu betrachten, der den Rahmen für die weitere
Entwicklung vorgibt. Im Einzelnen sind die Standorte der Leuchten im Rahmen von
Entwurfsplanungen der jeweiligen Teilbereiche genau zu bestimmen sowie mit dem
zuständigen Leitungsträger abzustimmen.
Zum Beispiel bedürfen die Verankerung und die statische Gründung der Masten im
Bereich der Stützmauer zum Schlossgraben auf der Marktplatzseite sowie wegen der
Tiefgarage die einzelnen Standorte auf dem Friedensplatz noch einer genauen Unter-
suchung.
Insbesondere die vorgeschlagenen Maßnahmen auf privaten Grundstücken (Landes-
museum, Darmstadtium, TUD) sind mit den jeweiligen Eigentümern abzustimmen.
Unabhängig von ggf. noch notwendigen Änderungen im Detail wird mit dem Konzept
ein Lampentyp für den Innenstadtbereich rund ums Schloss vorgeschlagen, der wie
dargestellt vielseitig einsetzbar ist und sich gestalterisch in die Umgebung einfügt,
ohne selbst zum dominanten Gestaltungselement zu werden.
Der vorgeschlagene Leuchtentyp wird in ähnlicher Form und gestalterischer Qualität
von zwei etablierten Leuchtenherstellern angeboten, den Firmen A+G Schreder GmbH
und Hess Form+Licht.
7
...
Investitionskosten
Gegenübergestellt werden abschnittsweise die Anschaffungskosten für die verschiede-
nen Ausführungsmöglichkeiten der Leuchtentypen. In den Erst-Investitionen sind der
Mast, das Straßenbeleuchtungsmodul einschließlich des Leuchtmittels (weißes oder
gelbes Licht) und zwei Leermodule enthalten.
Die Kosten für die Leuchten der beiden unterschiedlichen Hersteller sind ähnlich gela-
gert. Der Kostenschätzung liegt ein detailliertes Angebot der Fa. A+G zugrunde, wel-
ches durch die HSE eingeholt wurde.
Plan: Abschnittsbildung
8
...
Tab: Abschnittsbildung und Zuordnung der Investitionskosten der Leuchten-
Abschnitte
5m Leuchte 9m Leuchte
ohne Ab-
spannmast
9m Leuchte
als Abspann-
mast
Anzahl Leuch-
ten Gesamt
Abschnitt 1
Marktplatz Halte-
bereich
2 18 20
Kosten Gesamt 12.800,00 □ 239.400,00 □ 252.200,00 □
dav. Stadt 12.800,00 □ 219.600,00 □ 232.400,00 □
dav. Heag mobilo 19.800,00 □ 19.800,00 □
Abschnitt 2
Schlossgraben/
Darmstadtium
9 8 7 Ausleger 24
Kosten Gesamt 38.250,00 □ 51.200,00 □ 93.100,00 □ 182.550,00 □
dav. Stadt 51.200,00 □ 85.400,00 □ 136.600,00 □
dav. Heag mobilo 7.700,00 □ 7.700,00 □
dav. Darmstadti-
um
21.250,00 □ 21.250,00 □
dav. TU 17.000,00 □ 17.000,00 □
Abschnitt 3
Darmbach/ Kon-
gresshotel/ TUD
11 11
Kosten Gesamt 46.750,00 □ 46.750,00 □
dav. Stadt 46.750,00 □ 46.750,00 □
Abschnitt 4
Karolinenplatz
8 8
Kosten Gesamt 34.000,00 □ 34.000,00 □
dav. Stadt 34.000,00 □ 34.000,00 □
Abschnitt 5
Landesmuseum
6 6
Kosten Gesamt 25.500,00 □ 25.500,00 □
dav. Stadt 25.500,00 □ 25.500,00 □
Abschnitt 6
Friedensplatz/
Ernst-Ludwig-Pl.
8 8 16
Kosten Gesamt 51.200,00 □ 106.400,00 □ 157.600,00 □
dav. Stadt 51.200,00 □ 97.600,00 □ 148.800,00 □
dav. Heag mobilo 8.800,00 □ 8.800,00 □
Abschnitt 7
Zeughausstraße
9 1
6 Ausleger
16
Kosten Gesamt 57.600,00 □ 93.100,00 □ 150.700,00 □
dav. Stadt 57.600,00 □ 85.400,00 □ 143.000,00 □
dav. Heag mobilo 7.700,00 □ 7.700,00 □
9
...
Abschnitte 5m Leuchte 9m Leuchte
ohne Ab-
spannmast
9m Leuchte
als Abspann-
mast
Anzahl Leuch-
ten Gesamt
Abschnitt 8
Erich-Ollenhauer-
Promenade
20 20
Kosten Gesamt 85.000,00 □ 85.000,00 □
dav. Stadt 68.000,00 □ 68.000,00 □
dav. Darmstadti-
um
17.000,00 □ 17.000,00 □
GESAMT 54 27 27
13 Ausleger
121
Kosten Gesamt 229.500,00 □ 172.800,00
□
532.000,00 □ 934.300,00 □
dav. Stadt 174.250,00 □ 172.800,00
□
488.000,00 □ 835.050,00 □
dav. Heag mobilo 44.000,00 □ 44.000,00 □
dav. Darmstadti-
um
38.250,00 □ 38.250,00 □
dav. TU 17.000,00 □ 17.000,00 □
Sofern Anstrahlungen, wie z.B. das Schloss, realisiert werden sollen, erhöhen sich die
Kosten für jedes Anstrahlungsmodul um ca. 1.200,00 □. Derzeit ist davon auszuge-
hen, dass etwa 40 – 50 Module erforderlich wären, um die vorhandene Anstrahlung
der Gebäude (Schloss/ Museum/ Staatsarchiv) zu verändern.
Die Gesamtkosten würden sich dadurch um ca. 60.000,00 □ erhöhen.
Unterhaltskosten
Vergleichende Kostenaufstellung je Leuchte:
Wechselhäufigkeit
im 4 Jahreszyklus
Lampenwechsel
Lohnkosten
Materialpreis
Einzelpreis
Gesamtpreis
Cosmopolis
60W
2 15,00 □
65,00 □ 160,00 □
Cosmopolis
140W
2 15,00 □
108,00 □ 246,00 □
NAV T 70 W 1 15,00 □ 6,00 □ 21,00 □
NAV T 150 W 1 15,00 □ 11,00 □ 26,00 □
Den Lohnkosten liegt ein Stundensatz von 60,00 □ zugrunde.
Für die Gesamtzahl der im Konzept vorgesehenen Leuchten ergibt sich gegenüber den
Natriumdampf-Hochdrucklampen (NAV T) für die vorgeschlagenen Leuchtmittel (Cos-
mopolis) ein Mehrbedarf für die Wartungskosten von ca. 4.000 □ im Jahr.
10
...
Weiteres Verfahren
Mit dem Beleuchtungskonzept und dem darin vorgeschlagenen Leuchtentyp der „Ste-
len-Leuchte“ soll ein städtisches Ziel als Rahmen der weiteren Entwicklung definiert
und beschlossen werden. Maßnahmen können somit langfristig koordinierter und ziel-
gerichteter angegangen und umgesetzt werden.
Das Gesamtkonzept kann und soll in Abschnitten umgesetzt werden. Die Leuchtenkos-
ten fallen entsprechend bei der Realisierung der einzelnen Abschnitte an.
Dabei gibt es zwei Realisierungsmöglichkeiten:
a) Finanzierung in voller Höhe über die Maßnahme
b) Finanzierung über den Kapitaldienst nach Rahmenvertrag mit der HSE. Hierbei
finanziert die HSE im Rahmen eines Contracting- bzw. Leasingmodells die Be-
leuchtung vor. In Abhängigkeit vom Kapitalmarktzins wäre derzeit für die Gesamt-
maßnahme mit ca. 70.000 □/ Jahr zu rechnen.
Es wird vorgeschlagen, aus Gründen der nur geringen Refinanzierung über Straßenbei-
träge, die Beleuchtung über den Kapitaldienst, ein seit langem bewährtes Modell zur
Finanzierung der Straßenbeleuchtung, zu realisieren.
Als erste Abschnitte sollen noch in diesem Jahr der Abschnitt 1 „Beleuchtung der Hal-
testelle Schloss“ sowie im Rahmen der Umsetzung von Hochbaumaßnahmen und der
Neugestaltung der angrenzenden Freiflächen die Abschnitte 2 „Schlossgraben/
Darmstadtium“, Abschnitt 8 „Erich-Ollenhauer-Promenade“ und Abschnitt 3 „Darm-
bach/ Kongresshotel“ und umgesetzt werden.
Zudem ist nach derzeitiger Zeitplanung im Jahr 2008 die Neugestaltung des Frie-
densplatzes /Ernst-Ludwigplatzes abgeschlossen und somit mit der Umsetzung des
Abschnitts 6 „Friedensplatz/ Ernst-Ludwig-Platz“ zu rechnen.
Zu allen Abschnitten haben nach Beschlussfassung noch Abstimmungen mit den pri-
vaten Bauherren statt zu finden, in denen konkret die einzelnen Leuchten-Standorte
sowie eine eventuelle Anstrahlung der Gebäude besprochen werden müssen.
Eine abschließende Entscheidung über die einzusetzende Leuchte Modulum der Fa.
A+G Schreder oder Night-Elements der Fa. Hess Form+Licht findet im Rahmen der
weiteren Planung statt. Eine weitere Beschlussvorlage wird hierzu nicht mehr vorge-
legt.
Der Dezernent VI:
Dipl.-Ing. Dieter Wenzel
Stadtrat
Zu den Sitzungen wird ausgelegt bzw. aufgehängt:
- Beleuchtungskonzept
11
...
Darmstadt, den 22.01.2007
VI/61.3 mi-th Nst. 2590
2007/0058
18839 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
25.01.2007
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI
Amt: Stadtplanungsamt
Straßenverkehrs – und
Tiefbauamt
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat
Tagesordnung: I II
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2007/0058
Magistratsbeschluss-Nr.
Betreff: Beleuchtungskonzept Innenstadt
Vorlage vom: 22.01.2007
Beschlussvorschlag:
1. Das Beleuchtungskonzept Rund ums Schloss des Büros „licht raum stadt planung“ wird zur
Kenntnis genommen und als Rahmenplan für die weitere Entwicklung beschlossen.
2. Dem vorgeschlagenen Leuchtentyp „Stelen-Leuchte“ wird zugestimmt. Eine Entscheidung für ei-
nes der beiden als Musterleuchte aufgestellten Modelle der Stelen-Leuchte wird im Zuge der
Planung getroffen.
3. Dem vorgeschlagenen Leuchtmittel mit einem Lichtspektrum mit erhöhter Farbwiedergabe (wei-
ßes Licht) wird für den Bereich rund ums Schloss zugestimmt.
4. Dem im Bericht vorgeschlagenen Verfahren wird zugestimmt.
Anlagen: Beleuchtungskonzept
Beschluss des Magistrats vom
2
...
Bericht zur Vorlage vom 22.01.2007:
Zu allen Zeiten spielte Licht in der Stadt eine wichtige, zentrale Rolle. Licht ist nicht nur eine
Frage der Technologie oder der Elektrizität, es ist auch mit einer großen Symbolkraft und
Wirkung verbunden.
Die Qualität der Beleuchtung gewinnt zunehmend an Bedeutung für das Image und für die
Aufenthaltsqualität der Städte. Die Beleuchtung der Innenstadt, das Stadtbild bei Tag und bei
Nacht, und die Inszenierung von Stadträumen kann ein wichtiges Instrument des Stadtmar-
ketings sein, da eine attraktive Innenstadt stets auch ein begehrtes Ziel von Touristen, Besu-
chern und damit auch von besonderer Bedeutung für die Stadt als Einzelhandels- und Wirt-
schaftsstandort ist. Licht fördert zudem die Lebensqualität und die Lebensart der Bürgerin-
nen und Bürger sowie soziale Kontakte und die Kommunikation untereinander. Die Stadt
wird zur Bühne.
Es gilt daher, die Attraktivität und den individuellen Charakter der Stadt herauszuarbeiten,
vorhandene Potentiale als Besonderheiten aufzuzeigen und zu stärken und ein unverkenn-
bares Erscheinungsbild mit einem hohen Identifikationswert zu bilden.
Ausgelöst durch den Neubau der Haltestelle Schloss und die anstehenden Projekte „Neu-
gestaltung Ernst-Ludwig-Platz und Friedensplatz“ wurde es notwendig, sich mit dem Thema
der technischen Möblierung speziell des Bereichs rund ums Schloss detailliert zu befassen
und für die Gestaltung dieses wichtigsten innerstädtischen Gesamtensembles grundlegende
Entscheidungen zu treffen.
Dabei kommt der Beleuchtung besondere Bedeutung zu.
Die zuvor vom Büro Nieper für die Haltestelle am Schloss entwickelte Leuchte fand aus ver-
schiedenen Gründen keine Zustimmung. Es war daher zum einen ein Leuchtentyp zu finden,
der für den Bereich Haltestelle Schloss Verwendung finden kann und zum anderen ein dar-
auf aufbauendes Konzept für den Gesamtbereich „Rund ums Schloss“ zu entwickeln.
Das Büro licht raum stadt planung aus Wuppertal wurde deshalb beauftragt, ein „Beleuch-
tungskonzept Rund ums Schloss“ zu erarbeiten. Dieses Konzept liegt zur Beschlussfassung
vor.
Ein besonderer Umstand ist, dass die im direkten Umfeld liegenden privaten Eigentümer, wie
das Darmstadtium, das Kongresshotel, die Technische Universität Darmstadt und das Hes-
sische Landesmuseum derzeit ebenfalls bauliche Maßnahmen ergreifen bzw. bereits ergrif-
fen haben und in dem Zusammenhang ihre Außenanlagen neu gestalten werden.
Aus diesem Grund wurde der Vorentwurf des Konzeptes und der vorgeschlagene Leuchten-
typ den Anrainern vorgestellt. Der hier vorliegende Konzeptentwurf wurde allgemein begrüßt
und der Beleuchtungskörper wurde als gestalterisch ansprechend bewertet.
Aufgabe und Zielstellung des Konzeptes ist die Reduzierung der Anzahl der vielen unter-
schiedlichen Zwecken dienenden vertikalen Elemente und die Schaffung eines einheitlichen
Gestaltungsbildes. Diese angestrebte Ordnung soll erreicht werden durch die Kombination
der Abspannmaste mit den Fahroberleitungen und der Beleuchtungskörper.
Vorgeschlagen wird ein Stelensystem, das in seiner Grundfunktion sowohl der Abspannmast
der Fahroberleitungen als auch Träger der Beleuchtungskörper ist.
Bis zu einer Höhe von 7m über Schienenoberkante muss der Grundkörper als Abspannmast
benutzt werden können. Ab dieser Höhe können Module von Beleuchtungskörpern unter-
schiedlicher Anwendungsgebiete und Lichttechniken aufgesetzt werden.
3
...
Die hohen Maste werden in bestimmten Bereichen durch niedrigere Maste desselben Typs
ergänzt, die sowohl Fußgängerbereiche als auch den Straßenraum ausleuchten.
Damit wird ein System gewählt, das multifunktional Fahroberleitungen trägt, die Funktional-
beleuchtung im Fußgängerbereich und Straßenraum und die Anstrahlungen für Architekturen
übernehmen kann.
Zugleich ist die Lichtstele in ihrer unaufdringlichen Formensprache hervorragend für den
Einsatz in der baulich heterogenen und stadtgestalterisch anspruchsvollen Umgebung ge-
eignet. Sie passt sowohl zu den historischen Gebäuden als auch zu den entstehenden Neu-
bauten im Umfeld des Schlosses. Die Leuchte dominiert weder tags noch nachts das bauli-
che Ensemble.
In Abweichung zu dem in der Darmstädter Innenstadt verwendeten Lichtspektrum (Natrium-
dampf-Hochdrucklampen) mit mäßiger Farbwiedergabe, wird im erweiterten Umfeld des
Schlosses ein Lichtspektrum mit erhöhter Farbwiedergabe (Cosmopolis „white“) vorgeschla-
gen.
Damit hebt sich das „Herz“ Darmstadts als Insel aus dem Stadtmeer hervor.
Das neue Cosmopolis „white“-Lampensystem ist ein hocheffizientes System, welches eine
gute Farbwiedergabe und eine hohe Lichtausbeute pro eingesetzter Energieeinheit vereint.
Die Spiegeloptiken entsprechen dem Stand der Technik und begünstigen den guten Ge-
samtwirkungsgrad der Beleuchtungsanlage.
Der notwendige Leuchtkörper erfordert voraussichtlich höhere Investitions- und Unterhal-
tungskosten. Eine Aufstellung erfolgt weiter unten im Abschnitt Unterhaltungskosten. Der
erhöhte Aufwand erscheint jedoch für die besondere Situation angemessen.
Das Beleuchtungskonzept wurde durch den beauftragten Lichtplaner bereits im Planungs-,
Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt. Diese Sitzung fand unter Beteiligung von Vertre-
tern des Denkmalbeirates und der Denkmalschutzbehörde statt. Das vorgestellte Konzept
stieß allgemein auf Zustimmung.
Für die einzelnen Bereiche wird im Konzept Folgendes vorgeschlagen:
Abschnitt 1
Marktplatz Haltebereich
Die Multifunktionsstele soll im Bereich der Haltestelle vor dem Schlosseingang in verdichte-
ter Stellung stehen und die Bedeutung des Ortes (Eingang Schloss) markieren.
Die vorgeschlagene Anstrahlung des Schlosses, die derzeit im Schlossgraben installiert ist,
kann dann partiell aus den gebäudenahen Masten erfolgen.
Abschnitt 2
Schlossgraben/ Darmstadtium
Die Funktionalbeleuchtung der Straße Schlossgraben soll durch beidseitige Positionierung
der Stelen erreicht werden.
Die Möglichkeit zur Anstrahlung des Schloss ist aufgrund des relativ großen Abstandes im
Rahmen der Realisierung zu prüfen.
Die Fußgängerachse auf der Ostseite des Schlossgrabens entlang des geplanten Darm-
bachs bis östlich des hessischen Staatsarchivs soll soweit als möglich mit der niedrigeren
Stelenvariante betont werden. Da vor dem Darmstadtium in diesem Bereich Feuerwehrauf-
stellflächen notwendig sind, ist die Möglichkeit hier nicht gegeben.
4
...
Der vorgeschlagene Lampentyp Leuchtstele ist mit der WKZ GmbH & Co KG abgestimmt.
Um das Darmstadtium, auch im Bereich der Erich-Ollenhauer-Promenade, wird nach Ab-
stimmung mit dem Vorhabenträger aus Gründen der einheitlichen Gestaltung die vorge-
schlagene Stelenleuchte allgemein Verwendung finden.
Abschnitt 3
Darmbach/ Kongresshotel/ TUD
Östlich wird der Karolinenplatz tangiert von der Fußgängerachse, die vom neuen Kongress-
und Wissenschaftszentrum entlang des Wasserlaufes des Darmbachs bis zum Herrngarten
verläuft, die mit niedrigen Stelen beleuchtet werden soll. Die vorgeschlagene Lage ist auf der
Grundlage des Freiflächenkonzeptes für die Offenlegung des Darmbachs und des Kon-
gresshotels erarbeitet worden, wird im Zuge der Ausbauplanung für diesen Bereich aber
noch geringfügig verändert.
Die östliche Wegeachse (Fortführung der Fußwegeachse Schlossgraben) auf höherem Ge-
ländeniveau wird über eine Treppenanlage erschlossen. Zur Betonung der Treppenanlage
werden lineare Lichtbänder im Setzstufenbereich vorgeschlagen. Diese verdeutlichen den
Geländeversprung und bieten ein hohes Maß an Gehsicherheit.
Aufgrund der Haushaltslage ist eine Realisierung derzeit nicht möglich. Ob im Zuge des
Ausbaus des Darmbachs mit relativ geringen Mitteln die technischen Vorkehrungen für eine
spätere Installation getroffen werden können, wird derzeit noch geprüft.
Die Weiterführung des Leuchtenkonzeptes auf dem Campus ist möglich.
Abschnitt 4
Karolinenplatz
Der Karolinenplatz bildet den Vorplatz des hessischen Staatsarchivs.
Die Grundausleuchtung südlich des Gebäudes soll durch die Straßenbeleuchtung (Stelen)
gewährleistet werden.
Vor den Eingängen sowie auf dem Vorplatz werden die historischen Leuchten (im direkten
Umfeld des Gebäudes) als zum Gebäude zugehöriges Gestaltungselement beibehalten.
Abschnitt 5
Landesmuseum
Die Grundausleuchtung südlich des Gebäudes wird durch die Straßenbeleuchtung (Stelen)
gewährleistet.
Auf dem Gelände des Landesmuseums selbst wird eine Stelenachse als Verbindung in den
Park zwischen Alt- und Neubau des Museums vorgeschlagen.
Die unterirdische Verbindung zwischen Alt- und Neubau soll symbolisch durch „Lichtschlit-
ze“, in den Belag eingelassene Lichtlinien, nachgezeichnet werden. Beide Maßnahmen
müssten im Rahmen der Hochbaumaßnahme durch den Bauherrn realisiert werden.
Für das Konzept ist diese Umsetzung allerdings nicht zwingend, wenn auch wünschenswert.
Abschnitt 6
Friedensplatz/Ernst-Ludwigsplatz
Der vorgeschlagene Leuchtentyp soll auch den neu zu gestaltenden Friedensplatz sowie den
Ernst-Ludwig-Platz beleuchten. Unabhängig von der noch abschließend zu treffenden Ent-
scheidung über die Gestaltung des Friedensplatzes und des Ernst-Ludwigs-Platzes fügt sich
die Leuchtstele in die Gestaltung ein.
Abschnitt 7
Zeughausstraße
5
...
Die Funktionalbeleuchtung der Zeughausstraße wird wie in der Straße Schlossgraben durch
eine beidseitige Positionierung der Stelen erreicht.
Abschnitt 8
Erich-Ollenhauer-Promenade
Für den Verlauf der Erich-Ollenhauer-Promenade ist ebenfalls der Einsatz der Fußgänger-
stele des ausgewählten Leuchtensystems vorgeschlagen.
Wie bereits oben erwähnt, sollte zumindest um das Darmstadtium aus Gründen der einheitli-
chen Gestaltung die vorgeschlagene Stelenleuchte Verwendung finden. Die Weiterführung
ist nicht zwingender Bestandteil des Konzepts, da es sich um einen Randbereich handelt.
Sie ist aber auf längere Sicht wünschenswert.
Zusammenfassende Betrachtung und Kosten
Das vorliegende Konzept ist als Plan zu betrachten, der den Rahmen für die weitere Ent-
wicklung vorgibt. Im Einzelnen sind die Standorte der Leuchten im Rahmen von Entwurfs-
planungen der jeweiligen Teilbereiche genau zu bestimmen sowie mit dem zuständigen Lei-
tungsträger abzustimmen.
Zum Beispiel bedürfen die Verankerung und die statische Gründung der Masten im Bereich
der Stützmauer zum Schlossgraben auf der Marktplatzseite sowie wegen der Tiefgarage die
einzelnen Standorte auf dem Friedensplatz noch einer genauen Untersuchung.
Insbesondere die vorgeschlagenen Maßnahmen auf privaten Grundstücken (Landesmuse-
um, Darmstadtium, TUD) sind mit den jeweiligen Eigentümern abzustimmen.
Unabhängig von ggf. noch notwendigen Änderungen im Detail wird mit dem Konzept ein
Lampentyp für den Innenstadtbereich rund ums Schloss vorgeschlagen, der wie dargestellt
vielseitig einsetzbar ist und sich gestalterisch in die Umgebung einfügt, ohne selbst zum do-
minanten Gestaltungselement zu werden.
Der vorgeschlagene Leuchtentyp wird in ähnlicher Form und gestalterischer Qualität von
zwei etablierten Leuchtenherstellern angeboten, den Firmen A+G Schreder GmbH und Hess
Form+Licht.
Investitionskosten
Gegenübergestellt werden abschnittsweise die Anschaffungskosten für die verschiedenen
Ausführungsmöglichkeiten der Leuchtentypen. In den Erst-Investitionen sind der Mast, das
Straßenbeleuchtungsmodul einschließlich des Leuchtmittels (weißes oder gelbes Licht) und
zwei Leermodule enthalten.
Die Kosten für die Leuchten der beiden unterschiedlichen Hersteller sind ähnlich gelagert.
Der Kostenschätzung liegt ein detailliertes Angebot der Fa. A+G zugrunde, welches durch
die HSE eingeholt wurde.
Plan: Abschnittsbildung
6
...
Tab: Abschnittsbildung und Zuordnung der Investitionskosten der Leuchten-
Abschnitte 5m Leuchte 9m Leuchte
ohne Ab-
spannmast
9m Leuchte
als Abspann-
mast
Anzahl Leuch-
ten Gesamt
Abschnitt 1
Marktplatz Halte-
bereich
2 18 20
Kosten Gesamt 12.800,00 € 239.400,00 € 252.200,00 €
dav. Stadt 12.800,00 € 219.600,00 € 232.400,00 €
7
...
Abschnitte 5m Leuchte 9m Leuchte
ohne Ab-
spannmast
9m Leuchte
als Abspann-
mast
Anzahl Leuch-
ten Gesamt
dav. Heag mobilo 19.800,00 € 19.800,00 €
Abschnitt 2
Schlossgraben/
Darmstadtium
9 8 7 Ausleger 24
Kosten Gesamt 38.250,00 € 51.200,00 € 93.100,00 € 182.550,00 €
dav. Stadt 51.200,00 € 85.400,00 € 136.600,00 €
dav. Heag mobilo 7.700,00 € 7.700,00 €
dav. Darmstadtium 21.250,00 € 21.250,00 €
dav. TU 17.000,00 € 17.000,00 €
Abschnitt 3
Darmbach/ Kon-
gresshotel/ TUD
11
11
Kosten Gesamt 46.750,00 € 46.750,00 €
dav. Stadt 46.750,00 € 46.750,00 €
Abschnitt 4
Karolinenplatz
8 8
Kosten Gesamt 34.000,00 € 34.000,00 €
dav. Stadt 34.000,00 € 34.000,00 €
Abschnitt 5
Landesmuseum
6 6
Kosten Gesamt 25.500,00 € 25.500,00 €
dav. Stadt 25.500,00 € 25.500,00 €
Abschnitt 6
Friedensplatz/
Ernst-Ludwig-Pl.
8 8 16
Kosten Gesamt 51.200,00 € 106.400,00 € 157.600,00 €
dav. Stadt 51.200,00 € 97.600,00 € 148.800,00 €
dav. Heag mobilo 8.800,00 € 8.800,00 €
Abschnitt 7
Zeughausstraße
9 1
6 Ausleger
16
Kosten Gesamt 57.600,00 € 93.100,00 € 150.700,00 €
dav. Stadt 57.600,00 € 85.400,00 € 143.000,00 €
dav. Heag mobilo 7.700,00 € 7.700,00 €
Abschnitt 8
Erich-Ollenhauer-
Promenade
20 20
Kosten Gesamt 85.000,00 € 85.000,00 €
dav. Stadt 68.000,00 € 68.000,00 €
dav. Darmstadtium 17.000,00 € 17.000,00 €
GESAMT 54 27 27
13 Ausleger
121
Kosten Gesamt 229.500,00 € 172.800,00 € 532.000,00 € 934.300,00 €
dav. Stadt 174.250,00 € 172.800,00 € 488.000,00 € 835.050,00 €
dav. Heag mobilo 44.000,00 € 44.000,00 €
8
...
Abschnitte 5m Leuchte 9m Leuchte
ohne Ab-
spannmast
9m Leuchte
als Abspann-
mast
Anzahl Leuch-
ten Gesamt
dav. Darmstadtium 38.250,00 € 38.250,00 €
dav. TU 17.000,00 € 17.000,00 €
Sofern Anstrahlungen, wie z.B. das Schloss, realisiert werden sollen, erhöhen sich die Kos-
ten für jedes Anstrahlungsmodul um ca. 1.200,00 €. Derzeit ist davon auszugehen, dass
etwa 40 – 50 Module erforderlich wären, um die vorhandene Anstrahlung der Gebäude
(Schloss/ Museum/ Staatsarchiv) zu verändern.
Die Gesamtkosten würden sich dadurch um ca. 60.000,00 € erhöhen.
Unterhaltskosten
Vergleichende Kostenaufstellung je Leuchte:
Wechselhäufigkeit
im 4 Jahreszyklus
Lampenwechsel
Lohnkosten
Materialpreis
Einzelpreis
Gesamtpreis
Cosmopolis
60W
2 15,00 € 65,00 € 160,00 €
Cosmopolis
140W
2 15,00 € 108,00 € 246,00 €
NAV T 70 W 1 15,00 € 6,00 € 21,00 €
NAV T 150 W 1 15,00 € 11,00 € 26,00 €
Den Lohnkosten liegt ein Stundensatz von 60,00 € zugrunde.
Für die Gesamtzahl der im Konzept vorgesehenen Leuchten ergibt sich gegenüber den Nat-
riumdampf-Hochdrucklampen (NAV T) für die vorgeschlagenen Leuchtmittel (Cosmopolis)
ein Mehrbedarf für die Wartungskosten von ca. 4.000 € im Jahr.
Weiteres Verfahren
Mit dem Beleuchtungskonzept und dem darin vorgeschlagenen Leuchtentyp der „Stelen-
Leuchte“ soll ein städtisches Ziel als Rahmen der weiteren Entwicklung definiert und be-
schlossen werden. Maßnahmen können somit langfristig koordinierter und zielgerichteter
angegangen und umgesetzt werden.
Das Gesamtkonzept kann und soll in Abschnitten umgesetzt werden. Die Leuchtenkosten
fallen entsprechend bei der Realisierung der einzelnen Abschnitte an.
Dabei gibt es zwei Realisierungsmöglichkeiten:
a) Finanzierung in voller Höhe über die Maßnahme
b) Finanzierung über den Kapitaldienst nach Rahmenvertrag mit der HSE. Hierbei finanziert
die HSE im Rahmen eines Contracting- bzw. Leasingmodells die Beleuchtung vor. In Ab-
hängigkeit vom Kapitalmarktzins wäre derzeit für die Gesamtmaßnahme mit ca. 70.000
€/ Jahr zu rechnen.
9
...
Es wird vorgeschlagen, aus Gründen der nur geringen Refinanzierung über Straßenbeiträge,
die Beleuchtung über den Kapitaldienst, ein seit langem bewährtes Modell zur Finanzierung
der Straßenbeleuchtung, zu realisieren.
Als erste Abschnitte sollen noch in diesem Jahr der Abschnitt 1 „Beleuchtung der Haltestelle
Schloss“ sowie im Rahmen der Umsetzung von Hochbaumaßnahmen und der Neugestal-
tung der angrenzenden Freiflächen die Abschnitte 2 „Schlossgraben/ Darmstadtium“, Ab-
schnitt 8 „Erich-Ollenhauer-Promenade“ und Abschnitt 3 „Darmbach/ Kongresshotel“ und
umgesetzt werden.
Zudem ist nach derzeitiger Zeitplanung im Jahr 2008 die Neugestaltung des Friedensplatzes
/Ernst-Ludwigplatzes abgeschlossen und somit mit der Umsetzung des Abschnitts 6 „Frie-
densplatz/ Ernst-Ludwig-Platz“ zu rechnen.
Zu allen Abschnitten haben nach Beschlussfassung noch Abstimmungen mit den privaten
Bauherren statt zu finden, in denen konkret die einzelnen Leuchten-Standorte sowie eine
eventuelle Anstrahlung der Gebäude besprochen werden müssen.
Eine abschließende Entscheidung über die einzusetzende Leuchte Modulum der Fa. A+G
Schreder oder Night-Elements der Fa. Hess Form+Licht findet im Rahmen der weiteren Pla-
nung statt. Eine weitere Beschlussvorlage wird hierzu nicht mehr vorgelegt.
Der Dezernent VI:
Dipl.-Ing. Dieter Wenzel
Stadtrat
Zu den Sitzungen wird ausgelegt bzw. aufgehängt:
- Beleuchtungskonzept
Darmstadt, den 22.01.2007
VI/61.3 mi-th Nst. 2590
Beratungsverlauf (5)
Orte (7)
- Zeughausstraße 9
- Friedensplatz
- Marktplatz
- Schlossgraben
- Karolinenplatz 8
- Ludwigsplatz
- Erich-Ollenhauer-Promenade 20
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2007/0058
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 18.01.2007
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00