1361/2017
Sachstandsbericht zur Archäologischen Zone
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MiQua_Projektstatusbericht_20170427_UA KuK
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MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Sachstandsbericht für den Ausschuss KuK am 02.05.2017 Stand: 27.04.2017 1. Kerndaten des Projektes Standort: Rathausplatz Bauherr: Dezernat für Kunst und Kultur Planungszeit: Juli 2008 bis heute Bauzeit: 2013 - 2019 2. Termine Meilensteine: Stand Ausschreibung + Vergabe: Baugenehmigung 10/2016 Baustelleneinrichtung Ausbaugewerke (LV-Erstellung) in Vorbereitung Kampfmittelsondierung (Abschluss) 03/2017 Gerüstbauarbeiten (LV Erstellung) in Vorbereitung Gründungsarbeiten (Abschluss) 04/2017 Platz- und Landschaftsbauarbeiten (LV-Erstellung) in Vorbereitung Interimsmaßnahme (Eröffnung) 05/2017 Dachdeckung- und Abdichtungsarbeiten (Veröffentlichung) 19.04.2017 Stahlbetonbauarbeiten (Start Bewehrung Gurt) 05/2017 Natursteinfassade (technisches Aufklärungsgespräch) 25.04.2017 Stahlbau (Montage Rautentragwerk) 08/2017 Gebäudeautomation (Submission) verschoben Ausbau Museum ab 06/2018 Zimmerer- und Holzarbeiten (fachtechnische Prüfung) in Erstellung Baudichtigkeit 04/2018 Raumlufttechik (Beauftragung) steht kurz bevor Einbauten + Ausstellung ab 10/2018 Elektro- und Nachrichtentechnik (Brauftragung) steht kurz bevor Übergabe an LVR 4Q 2019 Heizung/Kälte (Beauftragung) 04.04.2017 Auszug Steuerungsterminplan (Stand: 11.04.2017) 3. Kosten Letzter Sachstand Kosten gemäß Ratsbeschluss Juli 2011 (WHL): Verteilung Anteile 2011 Baukosten 35,417 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 37,473 Mio. € BGF: 13.966 m² Baunebenkosten, inkl. Grabungskosten 16,356 Mio. € Fördermittel des Landes 14,300 Mio. € BRI: 68.290 m³ Gesamtsumme (brutto) 51,773 Mio. € ∑ 51,773 Mio. € Kostenberechnung gemäß Optimierung III 2015: Sachstand Optimierung III 2015 (GW) Baukosten 37,777 Mio. € D Baunebenkosten 16,622 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 28,878 Mio. € -8,595 Mio. € BGF: 10.277 m² Grabungskosten 7,179 Mio. € Fördermittel des Landes 32,700 Mio. € 18,400 Mio. € BRI: 51.562 m³ Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € Kostenberechnung ∑ 61,578 Mio. € 9,805 Mio. € Prognose Gesamtkostensituation: 100,0% 61,578 Mio. € 4,6% 2,850 Mio. € ∑ 64,428 Mio. € Gesamtbudget inkl. Risikobudget 110,0% 67,736 Mio. € Projektbeschreibung: Vor dem historischem Rathaus befindet sich ein großes Ausgrabungsfeld mit Überresten aus der Römerzeit und einer alten jüdischen Gemeinde. Das Grabungsfeld erhält eine Betondecke, unter der die Ausstellung eingerichtet wird. Entlang Marspfortengasse und Unter Goldschmied, im Bereich der alten jüdischen Synagoge, ensteht der oberirdische Teil des "MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln". Kostenberechnung Optimierung III Mehrkosten Projektdurchführung gem. Präsentation weitere Kostenrisiken werden qualitativ erfasst, quantitative Bewertung erfolgt nach Definition der Anforderungen Empfehlung: Berücksichtigung eines Risikobudgets von insgesamt 10% (inkl. vorliegender Mehrkosten zur Berücksichtigung weiterer Projektentwicklungen) 61,578 € 23,976 € 10,126 € 67,736 € 0,000 € 10,000 € 20,000 € 30,000 € 40,000 € 50,000 € 60,000 € 70,000 € 80,000 € Kostenberechnung Opt. III Zahlungsstand Nachträge + Risiken Kostenprognose Kostenbericht (in Mio. €) - Stand 12.04.2017 MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Sachstandsbericht für den Ausschuss KuK am 02.05.2017 Stand: 27.04.2017 4. Erläuterung Sachstand / Risiken Planung / Ausschreibung / Vergabe: Ausführung: Kosten: Termine: Legende: planmäßig mittleres Risiko hohes Risiko Bewertung als "mittleres Risiko", aufgrund der zahlreichen Umplanungen bzgl. Parcoursführung, Sicherheit etc. mussten immer wieder Planungsgrundlagen angepasst und bearbeitet werden. Die Parcoursplanung ist zu einem Großteil abgeschlossen. Hier kann es im Laufe des Projektes immer wieder kleineren Anpassungsbedarf geben. Jedoch sind die größten Umplanungen der Parcoursplanung nunmehr abgeschlossen. Aufgrund der aktuellen Parcoursplanung ist es unumgänglich, dass an einigen Stellen die archäologischen Befunde (z.B. Mauerwerksteile) mittels statischer Unterfangungen abgestützt werden. Diese sind in enger Abstimmung mit den Archäologen zu planen. Die Entwurfsplanung der Ausstellungsarchitektur liegt seit dem 07.04.2017 vor. Diese wird derzeit von Bauherr und LVR überprüft. Zum 19.05.2017 soll diese Entwurfsplanung freigegeben vorliegen. Die Ausführungsplanung des Architekten wird derzeit noch einmal überarbeitet und im Anschluss finalisiert zur Verfügung gestellt. Die Ausführungsplanung der technischen Gebäudeausrüstung muss ebenfalls noch einmal aufgrund der zahlreichen Umplanungen im Projekt überarbeitet werden. Im Rahmen der Umplanung des Eingangsbereichs (Personenkontrolle, Körperscanner, Metalldetektor etc.) gab es weitere Abstimmungen zwischen den verschiedenen Projektbeteiligten und dem LVR. Derzeit liegt den Projektbeteiligten ein Vorentwurf eines Sicherheitskonzeptes vor. Auf dessen Grundlage erfolgten weitere finale Abstimmungen. Der Vorabzug des finalen Sicherheitskonzeptes liegt seit dem 27.04.2017 vor. Bewertung als "mittleres Risiko" aufgrund von Verzögerungen beim Tiefbau sowie des verzögerten Ausführungsbeginns der Stahlbetonbauarbeiten. Die Arbeiten der Kampfmittelsondierung und der Gründungsarbeiten sind abgeschlossen. Die Abstemmarbeiten der Bohrpfahlköpfe sind in den Bereichen Unter Goldschmied, Obenmarspforten, Judengasse sowie in der Portalsgasse abgeschlossen. Derzeit wird im Bereich Unter Goldschmied der Berliner Verbau als Vorarbeit für die Stahlbetonarbeiten (Bewehrungs- und Betonierarbeiten) hergestellt. Hier wird voraussichtlich Anfang Mai mit den ersten Bewehrungsarbeiten für den Stahlbetongurt begonnen. Im Bereich des Zugangs zum historischen Rathaus vom Alter Markt kommend, stellten sich die Ausführungen der Ausbaumaßnahmen in der Vergangenheit teilweise sehr zäh dar (Aufhebung wegen Unwirtschaftlichkeit und m.u. stark eingeschränkt möglichen Arbeitszeiten aufgrund der Vorgaben des Rathausbetriebs). Aktuell werden viele Arbeiten, Mängelbeseitigungen und Sachverständigen-Prüfungen ausgeführt und abgeschlossen. Aktuell ist von einer Eröffnung des Interimszugangs gegen Ende Mai 2017 auszugehen (siehe auch oben). Bewertung als „hohes Risiko" durch wiederholte, kostenpflichtige Optimierungen, Vergaben über Budget und zusätzliche Arbeiten im Rahmen der Ausführung (Nachträge, Behinderungen und Mehrkostenanzeigen). Auf Grundlage der Entwicklungen im Gesamtprojekt sind auch unvorhergesehene Mehrkosten im Projekt entstanden, die derzeit in Abstimmung zwischen Bauherr, Gebäudewirtschaft und Projektsteuerung zusammengestellt werden. Aktuell ist es das Ziel im Frühjahr diesen Jahres alle Kosten zusammen gestellt zu haben, um einen neuen Ratsbeschluss zu erreichen. Die großen, kostenintensiven Gewerke der TGA werden zu diesem Zeitpunkt submittiert sein, sodass hier eine höhere Kostensicherheit bzgl. der Ausschreibung und Vergabe erzielt werden kann. Die Grabungskosten wurden durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln geprüft und ein Prüfbericht vorgelegt. Gemäß den Empfehlungen dieses Prüfberichts wurden die Grabungskosten beleghaft geprüft und zugeordnet. Dies erfolgte durch den externen Projektsteuerer Drees & Sommer. Auf Grundlage der Kostenberechnung wurden sämtliche Vergabebudgets als Grundlage der Ausschreibungen und Beauftragungen definiert. Kostenrisiken aus Umplanungsleistungen, z.B. aufgrund von Integration von Auswertungsergebnissen der Grabung sowie entsprechender Optimierungen und der Integration der Anforderungen der Gebäudesicherheit gemäß Empfehlung der Kriminalpolizei, sind eingetreten. Darüber hinaus entstehen Kosten aus Vergaben über Budget, zusätzlichen Ausführungsleistungen wie Tiefkellerverfüllung, zusätzliche Erdarbeiten für Grabung und zum Schutz der Archäologie, Erschütterungs-Monitoring umliegender Bebauung, Betonverlust und Einsatz von Betonagestrümpfen, Kampfmittelverdachtsfälle inkl. Stillstände, Kontaktbohrungen zur Minimierung von Ausschachtungsarbeiten und Aushub. Hieraus resultieren zum aktuellen Kenntnisstand unvermeidbare Mehrkosten in Höhe von 2,85 Millionen Euro brutto (Kostensteigerung = 4,6 % bezogen auf die Kostenberechnung). Darüber hinaus ergeben sich Mehrkosten durch die Vergabe der Abdichtungsarbeiten i.H.v. ca. 432.000 Euro. Des Weiteren bestehen Kostenrisiken, wie geänderte Planungsanforderungen, archäologische Grabung im Böschungsbereich unter Deckel, Baustellensicherheit und -überwachung, Brandschutz, Entrauchung, Evakuierung, aber auch unvorhersehbaren Vergaberisiken, Firmeninsolvenzen, etc. Diese werden qualitativ im Projektfortschritt erfasst und im Monitoring überwacht. Eine quantitative Bewertung erfolgt nach Definition der Anforderungen. Empfehlung zur Berücksichtigung der weiteren Risiken und Projektentwicklungen: Einstellen eines Risikobudgets von insgesamt 10% (inkl. vorliegender Mehrkosten). Bewertung als "mittleres Risiko", da die Abstimmungen zum neu erstellten Steuerungsterminplan zwar keine Auswirkungen auf den Fertigstellungstermin haben, jedoch die vorher vorhandenen Zeitpuffer sehr stark reduziert haben. Auf Grundlage der Entwicklungen im Gesamtprojekt - vor allem aufgrund der Verzögerungen im Bereich der tiefbaulichen Erschließung - wurde eine Überarbeitung des Terminplans notwendig. Diese wurde seit Februar in Abstimmung zwischen der Bauleitung WL, ZWP sowie der Projektsteuerung durchgeführt. Mit Stand vom 11.04.2017 liegt ein aktueller, überarbeiteter Terminplan im Sinne eines Steuerungsterminplans dem Bauherr, der Gebäudewirtschaft sowie den Planern zur Durchsicht und Rückmeldung vor. Der Übergabetermin an den Nutzer wird sich gegenüber dem aktuellen Rahmenterminplan nicht ändern (4. Quartal 2019).
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 02.05.2017 1361/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 02.05.2017 Finanzausschuss 15.05.2017 Sachstandsbericht zur Archäologischen Zone Die Verwaltung gibt den aktuellen Sachstandsbericht zur Archäologischen Zone mit Stand vom 27.04.2017 zur Kenntnis (Anlage). gez. Höing
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1361/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 02.05.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27