V/0350/2008
Jahresbericht 2007 des Familienbüros
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Jahresbericht2007
23345 Zeichen
1 Jahresbericht 2007 2 Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Familienbüro - Redaktion : Margret Lengemann Heidemarie Neumair-Otto April 2008 3 Vorwort..............................................................................4 Kundenkontakte ................................................................4 Themenschwerpunkte.......................................................6 • Tagesbetreuung von Kindern in Einrichtungen……. 6 • Betreuung von Kindern in Tagespflege…………….. 7 • Ferienbetreuung von Kindergartenkindern…………. 8 • Ferienbetreuung von Schulkindern………………….. 8 Hotline Aktion..................................... ...............................9 Familienbüro vor Ort .........................................................9 Kooperation und Vernetzung ..........................................11 Ausblick...........................................................................11 Statistik auf eine Blick……………………………………… 12 4 1 Vorwort Im fünften Jahr seines Bestehens hat das Familienbü ro seine Rolle als wichtige Informations- und Beratungsstelle für Bürgerinnen u nd Bürger in Münster gefes- tigt. Die deutlich gestiegene Zahl der Kundenkontak te bestätigt, dass sich Ratsu- chende bei der Auswahl des richtigen Ansprechpartne rs, der richtigen Institution oder Beratungsstelle Orientierungshilfe wünschen. D er einfache Zugang zum Fa- milienbüro, das sofortige Gespräch ohne lange Wartezeit führen dazu, dass immer mehr Menschen das Familienbüro persönlich aufsuchen . Sie verbinden den Be- such im Stadthaus 2 oder im Sozialamt damit, ein la ng vorhandenes Anliegen mit den Beraterinnen anzusprechen oder eine lange offene Frage zu klären. Die enge Zusammenarbeit mit den Abteilungen und Fachstellen des Amtes hat zur konstruktiven Weiterentwicklung und unbürokratische n Lösung einiger Fragestel- lungen geführt. So konnten Informationswege verkürz t und Vernetzungen festge- schrieben werden. Diese Form der Kooperation hat si ch bewährt und wird deshalb auch in Zukunft das besondere Anliegen der Mitarbei terinnen des Familienbüros sein. Durch die Mitarbeit in Gremien und Arbeitskreisen f reier Träger hat das Familien- büro inzwischen einen Bekanntheitsgrad und eine Akz eptanz erreicht, die es zu einem oft angefragten Gesprächs und Kooperationspartner machen. 2 Kundenkontakte Im Jahr 2007 nahmen 4.887 Bürgerinnen und Bürger Ko ntakt zum Familienbüro auf, das ist ein Plus von 18,2 % im Vergleich zum V orjahr. Davon suchten 1.385, also rund 28 %, das Familienbüro persönlich auf. Au ffallend ist der überproportio- nale Anstieg der telefonischen Beratungen mit unkla ren Problemlagen, die Zahl stieg auf 1.866, also um 48,8 %. Die Zahl der kurze n Beratungen ist um 15 % auf 187 gesunken. Die vorgetragenen Anliegen sind viels chichtiger und komplexer geworden, geplante oder vollzogene Gesetzesänderung en und veränderte Zu- ständigkeiten haben zu völlig neuen Fragestellungen geführt. In der Folge nehmen Beratungsgespräche mehr Zeit in Anspruch, wenn sie zufrie- denstellende Antworten zum Ziel haben. Die Mitarbei terinnen des Familienbüros haben auf diese veränderte Situation mit der punktu ellen Ausweitung der Service- zeiten reagiert, damit möglichst viele Ratsuchende ihre Anliegen zeitnah vorbrin- gen konnten und in der Belastungssituation Beratung und Hilfe erfuhren. Sollte sich der kontinuierliche Aufwärtstrend der Kundenko ntakte in diesem Umfang fort- setzen, würden die Mitarbeiterinnen des Familienbür os an ihre Leistungsgrenzen stoßen. Der Umfang und die Qualität der Beratung so ll auf jeden Fall gehalten werden. 5 Der deutliche Anstieg der Kundenkontakte in den Mon aten März und April liegt in der Tatsache begründet, dass die Kindertageseinrich tungen in Münster zu diesem Zeitpunkt die Zu- bzw. Absagen für das Kindergartenjahr 2007 verschickten. Eltern die eine Absage erhielten, wandten sich wegen eines anderen Einrichtungsplatzes oder einer alternativen Lösung zu einem Einrichtungsplatz an das Familienbüro. Die gestiegene Zahl der Kontakte in den Monaten Apr il, Juni und Oktober hat ihre Ursache darin, dass sich in den Zeiten vor den Oste r-, Sommer- und Herbstferien die Eltern vieler Schulkinder auch nach den Ferienb etreuungsangeboten für Schulkinder erkundigten. Im Oktober, November und Dezember hatten viele Anfr agen das Thema Eltern- geld und Elternzeit zum Inhalt. Die Berichterstattu ng über die Auflösung der Ver- sorgungsämter und die neue Zuständigkeit der Kommun en hatte bei vielen wer- denden Eltern Fragen aufgeworfen. Ebenso riefen vie le Eltern an, weil sie Aus- künfte zu den Auswirkungen des Kinderbildungsgesetz es (Kibiz) haben wollten. Ein Anliegen, das die Mitarbeiterinnen des Kinderbü ros zu diesem Zeitpunkt nicht zufriedenstellend erfüllen konnten. 316 380 490 458 396 454 399 415 406 435 401 337 0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Okt ober November Dezember Kontakte im Familienbüro 2007 im Jahresverlauf 6 3 Themenschwerpunkte Nachfolgend werden die Themenschwerpunkte kommentie rt, die entweder im Be- richtszeitraum einen zahlenmäßig starken Anstieg od er nachhaltige inhaltliche Veränderungen zum Vorjahr zu verzeichnen hatten. Tagesbetreuung von Kindern in Einrichtungen Mit insgesamt 61 % ist die Tagesbetreuung von Kinde rn nach wie vor das Thema, das im Familienbüro den breitesten Raum einnimmt. 44 % der Anfragen hatten die Suche nach einem Einri chtungsplatz zum Gegen- stand. Immer mehr Eltern wünschen sich für ihr Kind mit Vollendung des dritten Lebensjahres einen Einrichtungsplatz. Der gesetzlic he Anspruch auf einen Kin- dergartenplatz zu diesem Zeitpunkt hat sich in der Elternschaft so etabliert, dass das Warten auf den Beginn des Kindergartenjahres im August nur in Ausnahme- fällen vorgezogen wird. Der Rechtsanspruch auf eine n Kindergartenplatz und die Vermittlung von Einrichtungsplätzen für Drei- bis S echsjährige konnte in enger Zusammenarbeit mit der Fachabteilung in allen Fälle n sichergestellt werden. Die Vermittlung von Ganztagsplätzen im laufenden Kinder gartenjahr konnte nur dann erfolgen, wenn Einrichtungen in Münster der Platzbö rse freie Plätze gemeldet hat- ten. Ein steigender Bedarf war bei den Nachfragen für Ei nrichtungsplätze für unter dreijährige Kinder zu verzeichnen. Im letzten Quart al des Berichtszeitraumes ka- men viele Eltern mit diesem Anliegen in das Familie nbüro, weil mit Beginn des Jahres 2008 die zwölf- oder vierzehnmonatige Eltern zeit endete und die Rückkehr in den Beruf anstand. Für die persönliche Planung u nd die notwendigen Abspra- chen mit dem Arbeitgeber wünschten sich diese Elter n eine möglichst frühe Zusa- ge für einen Einrichtungsplatz. Trotz des zahlenmäß igen Ausbaues von Plätzen für unter Dreijährige wird es auch in Zukunft schwi erig bleiben, für unter Dreijähri- ge im laufenden Kindergartenjahr Einrichtungsplätze zu vermitteln. Wenn der gewünschte Einrichtungsplatz nicht vermitt elt werden kann, werden die Eltern auf die Möglichkeit der Betreuung des Kindes in einer Tagespflegefamilie hingewiesen. 7 Betreuung von Kindern in Tagespflege Die Betreuung des Kindes bei einer Tagespflegefamil ie als Alternative zu einem Einrichtungsplatz war in 17 % der Kundenkontakte Gegenstand des Gespräches. Dieser überproportionale Anstieg um 39,2 %, der besonders in den Monaten März und April zu verzeichnen war, ist auf personelle Engpässe in der Beratungsstelle für Kindertagespflege zurückzuführen, die durch die Mitarbeiterinnen des Familienbüros aufgefangen werd en konnten. Die Nachfrage nach Betreuungsmöglichkeiten für unter dreijährige Kinder im laufenden Kindergartenj ahr nimmt kontinuierlich zu. Kurzfristig vermittelte Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen durch die Arbeitsgemeinschaft Münster und der frühe Wunsch na ch Rückkehr in den Beruf sind Gründe hierfür. Im Jahr 2008 werden zusätzlich noch die Eltern um Betreuungsmöglichkeiten für ihr Kind nachsuchen, bei denen die Elternzeit endet und die Rückkehr in die Berufstäti gkeit geplant ist. Oft ist diese nicht mit dem Beginn des Kindergartenjahres kompati bel. Hier kann Eltern in der Regel nur über die Möglichkeiten der Tagespflege ei n Hilfsangebot unterbreitet werden. Im Vorfeld der intensiven Beratung und Verm ittlung durch die Beratungs- stelle für Kindertagespflege hat das Gespräch im Fa milienbüro das Ziel, Eltern für diese neue Überlegung zu öffnen. Wenn sie den klare n Wunsch nach einem Ein- richtungsplatz im Kopf haben und sich erst wenig üb er die Bedingungen und Mög- lichkeiten von Tagespflege informiert haben, ist es wichtig, ihnen diese Information zu vermitteln und gemeinsam mit ihnen die alternati ve Betreuungsform vor dem Hintergrund ihrer ganz persönlichen Situation gedan klich durchzuspielen. Die Tat- sache, dass beide Beraterinnen vor ihrer Tätigkeit im Familienbüro in der Bera- tungsstelle für Kindertagespflege gearbeitet haben ist hier von großem Nutzen. Die Möglichkeiten von Kindertagespflege sind immer auch dann Gegenstand des Gespräches, wenn es sich um die Abdeckung sogenannt er „Randzeiten“ handelt. Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, die im Einze lhandel wechselnde oder lange Arbeitszeiten haben, oder die sehr früh den Weg zur Arbeitsstelle antreten müs- sen, benötigen oft zusätzlich zur Betreuung in eine r Einrichtung eine Tagespflege- person. Hier erfüllt das Familienbüro die Funktion des Türöffners für die Bera- tungsstelle für Kindertagespflege. 8 Ferienbetreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen Kindertageseinrichtungen legen den größten Teil der vorgesehenen Schließtage in die Schulferien. Für Eltern, besonders Alleinerzieh ende, die an vorgegebene Be- triebsurlaube gebunden sind oder die sich in Ausbil dungsmaßnahmen befinden, ist es nicht immer möglich, den eigenen Urlaub in d iese Zeit zu legen. Ein großer Teil der Anfragen, besonders im Juni 2007, hatte di e Suche nach alternativen Betreuungsmöglichkeiten für diese Zeit zum Gegensta nd. In enger Zusammenar- beit mit der Fachabteilung konnte mit den Einrichtu ngen in Münster eine Regelung vereinbart werden, nach der die Einrichtungen in de n Stadtteilen sich in Bezug auf die Schließungstage abstimmen und gemeinsame Vertre tungsregelungen schaf- fen. Eltern können zukünftig direkt in ihrer Einric htung erfahren, welche andere Einrichtung für eine mögliche Betreuung in der Schl ießungszeit zur Verfügung steht. Ferienbetreuung von Schulkindern Im Herbst 2006 erhielten Eltern von Grundschulkinde rn erstmals eine Information über Ferienbetreuungsangebote. Für das Schuljahr 20 07/2008 wurde ein umfang- reicher Informationsbrief am 13. August 2007 versan dt. Nach Erhalt dieser Infor- mation sind Eltern selbst dafür verantwortlich, mög lichst frühzeitig entsprechende Ferienangebote bei den jeweiligen Anbietern zu buch en. Bei Fragen zu diesem Themenkomplex ist in dem Anschreiben das Familienbü ro als erster Ansprech- partner benannt. In 244 Kundenkontakten lieferten d ie Mitarbeiterinnen des Fami- lienbüros Zusatzinformationen. Sie halfen, wenn die Wunschveranstaltung ausge- bucht war, bei der Suche nach einem Alternativangebot. Kontakte im Familienbüro 2007 nach Themenschwerpunkten Kindertagesbetreuung in Einrichtungen; 2.193; 44% Wirtschaftliche Hilfen; 301; 6% Freizeitbeschäftigung, Ferienbetreuung; 436; 9% Schwangerschaft, Erziehungszeit, Elterngeld; 377; 8% Erziehungsfragen; 324; 7% Familienkrisen; 428; 9% Kindertagesbetreuung in Tagespflege; 828; 17% 9 4 Hotline Aktion Am 17. Januar 2007 boten die Mitarbeiterinnen des F amilienbüros zusammen mit dem Münsteraner Tageselternverein und dem Verein Eltern helfen Eltern eine kos- tenlose Hotline an. Das Thema „Die richtige Betreuungsform für mein Kind“ stellte einen besonderen Service für die Eltern da, die sic h vor der Anmeldung ihres Kin- des in einer Kindertageseinrichtung Informationen u nd Entscheidungshilfe wünschten. Dieses Angebot wurde von 21 Eltern genut zt. Gleichwohl stieg im ge- samten Kalenderjahr die Zahl der Nachfragen zu dies em Thema überproportional. Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros schließen da raus, dass Münsteraner El- tern ganzjährig die Möglichkeit nutzen, ihre Fragen direkt im Familienbüro zu stel- len. 5 Familienbüro vor Ort Viele Institutionen regional und überregional nehme n die Möglichkeit wahr, die Mitarbeiterinnen des Familienbüros einzuladen. Sie lassen sich vor Ort über die Angebotspalette des Amtes für Kinder, Jugendliche u nd Familie im Allgemeinen und die Möglichkeiten der Kindertagesbetreuung in M ünster im Speziellen infor- mieren. Ebenfalls im Januar 2007 präsentierten die Mitarbei terinnen des Familienbüros ihre Arbeit und die Angebote des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familie bei einer Fachtagung im Stadtweinhaus zum Thema „Flexible Kindertagesbetreuung“. Neben den Fachvorträgen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ta- gung, Fachleute aus unterschiedlichsten Einrichtung en in Münster, so die Mög- lichkeit auf konkrete Fragen direkt vor Ort eine Antwort zu erhalten. 10 Im Januar 2007 vertrat das Familienbüro die Stadt M ünster bei dem Markt der Möglichkeiten im Rahmen des Fachkongresses „Kommuna les Management für Familien - Strategien und Konzepte für eine zukunft sorientierte Familienpolitik in Nordrhein-Westfalen“ in Gelsenkirchen. Hier konnten die Angebote und Projekte des Netzwerkes für Familien in Münster einem größer en Fachpublikum vorgestellt und mit Besuchern aus Kommunen in NRW diskutiert werden. Im November nahm eine Mitarbeiterin des Familienbür os im Rahmen des Projek- tes „Brücken bauen für Migrantinnen“ an einem Workshop zum Thema „Sozialisa- tion und Erziehung“ teil. Ziel des Workshops war es , Studentinnen mit Migrations- vorgeschichte als Multiplikatorinnen für Frauen gle icher Nationalität zu gewinnen. Die Themen „Kindertagesbetreuung“ und „Passgenaue Hilfen für Familien“ stan- den im Vordergrund. Bei dieser Veranstaltung konnte n wichtige Kontakte für die zukünftige Beratung von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationsvorgeschichte geknüpft werden. Im April und Dezember fanden in den Räumen des Fami lienbüros Informations- veranstaltungen für jeweils 20 Studenten der Sozial pädagogik von der Staatlichen Fachhochschule in Münster statt. Im Rahmen ihres Se minars „Methoden der So- zialen Arbeit“ suchten sie das Gespräch mit Praktik ern, um den Bogen von der Theorie zur Praxis leichter schlagen zu können. Die Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen am Ort ist ein besonderes Anliegen aller Abteilungen und Fach- stellen des Amtes, so auch des Familienbüros. In de r Ausbildung der Fachleute von morgen ist die enge Kooperation mit Handlungsfe ldern in der Praxis ein wich- tiger Baustein. 11 6 Kooperation und Vernetzung Die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften nach § 7 8 SGB VIII wurde kontinu- ierlich fortgesetzt. Das Familienbüro nimmt regelmäßig an den Sitzungen der AG „Kindertages- betreuung“ teil. Besonders in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraumes nahm das Kinderbildungsgesetz (Kibiz) einen breiten Raum der Diskussionen ein, zu diesem Thema nahm die Mitarbeiterin auch an unterschiedlic hen Fachstellenrunden und Arbeitskreisen der Fachabteilung Kindertagesbetreuu ng teil. Durch diese enge Verzahnung ist gewährleistet, dass die Erfahrungen und Erkenntnisse des Famili- enbüros bei Planungen Berücksichtigung finden. Auch die Mitarbeit in der AG „Familienförderung“ wu rde durch das Familienbüro fortgeführt. Der kontinuierliche Austausch mit Vert reterinnen und Vertretern von Beratungsstellen und Familienbildungsstätten in Mün ster schafft kurze Informati- onswege und leichte Zugänge zum Nutzen von ratsuchenden Menschen. Auch die Mitarbeit im Arbeitskreis „Alleinerziehende in Münster“ wurde fortgesetzt. Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss von derzei t 25 Institutionen in Münster, die in kirchlicher, freier oder öffentlicher Träger schaft Beratung, Bildung und Un- terstützung für Ein-Eltern-Familien anbieten. Ein g roßer Teil der ratsuchenden Menschen im Familienbüro sind alleinerziehend. Durc h die enge Kooperation mit anderen Beratungsstellen und Hilfsorganisationen au s diesem Bereich kann schnell die passgenaue Hilfe gefunden und vermittelt werden. 7 Ausblick Durch das Kinderbildungsgesetz (Kibiz), das am 01.0 8.2008 in Kraft treten wird, verändert sich die Tagesbetreuungslandschaft in Nor drhein-Westfalen, also auch in Münster grundlegend. Einrichtungen werden ihre A ngebote in Bezug auf Grup- penstrukturen und Betreuungszeiten verändern. Eltern, die ein Betreuungsangebot für ihr Kind suchen, werden deshalb zukünftig noch intensiver um Beratung und Entscheidungshilfe im Familienbüro nachsuchen. Es g ilt Alternativlösungen zu finden, wenn die gewünschte Betreuungszeit nicht in Wohnungsnähe angeboten wird. 12 Auch im nächsten Jahr wird die Nachfrage nach Betre uungsangeboten für unter Dreijährige einen breiten Raum einnehmen. Nach dem Ende des Anspruchs auf Elterngeld möchte der Elternteil, der die Elternzei t in Anspruch genommen hat, oftmals die Berufstätigkeit in Teilzeit oder Vollze it wieder aufnehmen. Das lässt sich nur realisieren, wenn die Betreuung des Kindes durch einen Einrichtungsplatz oder eine kompetente Tagespflegeperson sichergestel lt ist. Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros werden diese Bedarfe in enger Koo peration mit der Abteilung Kindertagesbetreuung, hier besonders mit der Beratu ngsstelle für Kindertages- pflege erfassen und dokumentieren. Seit dem 01.01.2008 befindet sich die Elterngeld- stelle, die zuvor Teil des Versorgungsamtes war, im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. Der Umstand, dass nun nahezu alle jungen Eltern ih- ren Antrag auf Elterngeld hier stellen, soll dazu genutzt werden, unter Wahrung des Datenschut- zes offensiv die Elternbriefe bekannt zu machen. Es ist beabsichtigt, dass Eltern direkt bei der An- tragstellung auf Elterngeld die Aufnahme in den Verteiler der Elternbriefe veranlassen können. Ziel ist es, möglichst alle Eltern erstgeborener Kinder passend zum jeweiligen Lebensalter oder dem jeweiligen Entwicklungsschritt mit den Elternbrie- fen zu versorgen. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Eltern in ihrer Erziehungskompe- tenz und könnte ein früher Brückenschlag zu den Angeboten des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien sein. 8 Statistik auf einen Blick Familienbüro 2007 gesamt Adresse und kurze Beratung gezielte Frage Beratung: unklare Problemlage persönliche Beratung: gezielte Frage persönliche Beratung: unklare Problemlage Suche zum Sommer 637 9 174 307 94 53 Suche zum 3. Geburtstag 650 3 161 325 93 68 Suche für Kinder unter 3 Jahre 575 3 158 253 95 66 Probleme in der KiTa 77 1 18 37 11 10 Elternbeiträge / ÜMB / Verpflegungskosten 254 13 104 70 40 27 Kindertagesbetreuung in Einrichtungen 2.193 29 615 992 333 224 Alternative (fehlender Einrichtungsplatz) 304 7 105 107 48 37 Suche nach Tagesmutter 323 70 83 100 43 27 Spielgruppen 201 25 61 59 32 24 Kindertagesbetreuung in Tagespflege 828 102 249 266 123 88 Familienkrisen 187 - 51 64 28 44 Sorgerecht / Umgangsrecht 140 4 38 49 19 30 Trennung / Scheidung 101 3 19 36 20 23 Familienkrisen 428 7 108 149 67 97 Erziehungsfragen Kinder 154 - 38 65 22 29 Erziehungsfragen Jugendliche 108 - 21 40 24 23 Probleme in der Schule 62 - 11 35 8 8 Erziehungsfragen 324 - 70 140 54 60 Schwangerschaft, Erziehungszeit, Elterngeld 377 3 130 101 74 69 Freizeitbeschäftigung 69 6 33 11 14 5 Ferienbetreuung 123 2 51 50 12 8 Ganztagsbetreuung von Schulkindern in den Ferien 244 12 87 88 28 29 Freizeitbeschäftigung, Ferienbetreuung 436 20 171 149 54 42 Kosten / wirtschaftliche Hilfe allgemein 174 17 66 39 32 20 Unterhalt 127 9 40 30 32 16 Wirtschaftliche Hilfen 301 26 106 69 64 36 Kontakte insgesamt 4.887 187 1.449 1.866 769 616 davon persönlich im Familienbüro 1.385 13
Berichtsvorlage
2063 Zeichen
V/0350/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Jahresbericht 2007 des Familienbüros Beratungsfolge 04.06.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht Bericht: Im fünften Jahr des Bestehens legt das Familienbüro mit dieser Vorlage seinen dritten Jahresbe- richt vor. Im Berichtszeitraum nahmen 4.887 Bürgerinnen und Bürger Kontakt zum Familienbüro auf. Dies stellt eine Erhöhung der Kundenkontakte um 18,2 % dar und setzt den Trend der Vor- jahre hiermit kontinuierlich fort. Die Beratung zu Fragen der Tagesbetreuung von Kindern sowohl in Einrichtungen als auch in Tagespflegefamilien bildete mit 61 % den größten Themenschwerpunkt im Familienbüro. Die Betreuung unter Dreijähriger nahm hier einen breiten Raum ein. Auch zukünftig werden viele Eltern mit diesem Anliegen das Familienbüro aufsuchen, da der Bedarf für unter Dreijährige hö- her ist als die Zahl der der zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze. Das Aufzeigen von alter- nativen Lösungen wird hier eine wichtige Aufgabe des Familienbüros bleiben. Im Schuljahr 2007/2008 hat das Familienbüro erstmals für ein komplettes Schuljahr, also für die drei großen Ferienblöcke, Hilfe bei der Vermittlung von Ferienbetreuungen für Grundschulkinder angeboten. Hierdurch wurde der Aufgabenpalette des Familienbüros ein neuer Beratungsinhalt hinzugefügt, der auf Anhieb mit 244 Anfragen genutzt wurde. Ein Schwerpunkt für die Arbeit 2008 wird die intensive Beratung von Eltern sein, die im veränder- ten Betreuungsangebot nach dem Kinderbildungsgesetz (Kibiz) das richtige Betreuungsangebot für ihr Kind suchen. Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass diese Beratung in vielen Fällen kom- plexer und zeitaufwendiger ist als die Beratung in der Vergangenheit. I.V. gez. Dr. Hanke Stadträtin Vorlagen-Nr.: V/0350/2008 Auskunft erteilt: Frau Neumair-Otto, Frau Lengemann Ruf: 492 51 07 / 492 51 61 E-Mail: Familienbuero@stadt-muenster.de Datum: 24.04.2008 Öffentliche Berichtsvorlage
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0350/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 24.04.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37