Mandari Insight

V/0350/2008

Jahresbericht 2007 des Familienbüros

Vorlagen 24.04.2008

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 04.06.2008, TOP 11

Jahresbericht2007

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Jahresbericht2007

23345 Zeichen

1 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jahresbericht 2007

2 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
- Familienbüro - 
 
Redaktion 
: 
Margret Lengemann 
Heidemarie Neumair-Otto 
 
 
April 2008

3 
 
















 
 
 
 
 
 
Vorwort..............................................................................4 
 
Kundenkontakte ................................................................4 
 
Themenschwerpunkte.......................................................6 
• Tagesbetreuung von Kindern in Einrichtungen……. 6 
• Betreuung von Kindern in Tagespflege…………….. 7 
• Ferienbetreuung von Kindergartenkindern…………. 8 
• Ferienbetreuung von Schulkindern………………….. 8 
 
Hotline Aktion..................................... ...............................9 
 
Familienbüro vor Ort .........................................................9 
 
Kooperation und Vernetzung ..........................................11 
 
Ausblick...........................................................................11 
 
Statistik auf eine Blick……………………………………… 12 
  
 
 
 
 
 
 
 
 

4 
 
1 Vorwort 
 
Im fünften Jahr seines Bestehens hat das Familienbü ro seine Rolle als wichtige 
Informations- und Beratungsstelle für Bürgerinnen u nd Bürger in Münster gefes- 
tigt. Die deutlich gestiegene Zahl der Kundenkontak te bestätigt, dass sich Ratsu- 
chende bei der Auswahl des richtigen Ansprechpartne rs, der richtigen Institution 
oder Beratungsstelle Orientierungshilfe wünschen. D er einfache Zugang zum Fa- 
milienbüro, das sofortige Gespräch ohne lange Wartezeit führen dazu, dass immer 
mehr Menschen das Familienbüro persönlich aufsuchen . Sie verbinden den Be- 
such im Stadthaus 2 oder im Sozialamt damit, ein la ng vorhandenes Anliegen mit 
den Beraterinnen anzusprechen oder eine lange offene Frage zu klären.  
 
Die enge Zusammenarbeit mit den Abteilungen und Fachstellen des Amtes hat zur 
konstruktiven Weiterentwicklung und unbürokratische n Lösung einiger Fragestel- 
lungen geführt. So konnten Informationswege verkürz t und Vernetzungen festge- 
schrieben werden. Diese Form der Kooperation hat si ch bewährt und wird deshalb 
auch in Zukunft das besondere Anliegen der Mitarbei terinnen des Familienbüros 
sein. 
 
Durch die Mitarbeit in Gremien und Arbeitskreisen f reier Träger hat das Familien- 
büro inzwischen einen Bekanntheitsgrad und eine Akz eptanz erreicht, die es zu 
einem oft angefragten Gesprächs und Kooperationspartner machen. 
 
 
 
2 Kundenkontakte 
 
Im Jahr 2007 nahmen 4.887 Bürgerinnen und Bürger Ko ntakt zum Familienbüro 
auf, das ist ein Plus von 18,2 % im Vergleich zum V orjahr. Davon suchten 1.385, 
also rund 28 %, das Familienbüro persönlich auf. Au ffallend ist der überproportio- 
nale Anstieg der telefonischen Beratungen mit unkla ren Problemlagen, die Zahl 
stieg auf 1.866, also um 48,8 %. Die Zahl der kurze n Beratungen ist um 15 % auf 
187 gesunken. Die vorgetragenen Anliegen sind viels chichtiger und komplexer 
geworden, geplante oder vollzogene Gesetzesänderung en und veränderte Zu- 
ständigkeiten haben zu völlig neuen Fragestellungen geführt. 
 
In der Folge nehmen Beratungsgespräche mehr Zeit in  Anspruch, wenn sie zufrie- 
denstellende Antworten zum Ziel haben. Die Mitarbei terinnen des Familienbüros 
haben auf diese veränderte Situation mit der punktu ellen Ausweitung der Service- 
zeiten reagiert, damit möglichst viele Ratsuchende ihre Anliegen zeitnah vorbrin- 
gen konnten und in der Belastungssituation Beratung  und Hilfe erfuhren. Sollte 
sich der kontinuierliche Aufwärtstrend der Kundenko ntakte in diesem Umfang fort- 
setzen, würden die Mitarbeiterinnen des Familienbür os an ihre Leistungsgrenzen 
stoßen. Der Umfang und die Qualität der Beratung so ll auf jeden Fall gehalten 
werden.

5 
 
Der deutliche Anstieg der Kundenkontakte in den Mon aten März und April liegt in 
der Tatsache begründet, dass die Kindertageseinrich tungen in Münster zu diesem 
Zeitpunkt die Zu- bzw. Absagen für das Kindergartenjahr 2007 verschickten. Eltern 
die eine Absage erhielten, wandten sich wegen eines anderen Einrichtungsplatzes 
oder einer alternativen Lösung zu einem Einrichtungsplatz an das Familienbüro.   
 
Die gestiegene Zahl der Kontakte in den Monaten Apr il, Juni und Oktober hat ihre 
Ursache darin, dass sich in den Zeiten vor den Oste r-, Sommer- und Herbstferien 
die Eltern vieler Schulkinder auch nach den Ferienb etreuungsangeboten für 
Schulkinder erkundigten.  
 
Im Oktober, November und Dezember hatten viele Anfr agen das Thema Eltern- 
geld und Elternzeit zum Inhalt. Die Berichterstattu ng über die Auflösung der Ver- 
sorgungsämter und die neue Zuständigkeit der Kommun en hatte bei vielen wer- 
denden Eltern Fragen aufgeworfen. Ebenso riefen vie le Eltern an, weil sie Aus- 
künfte zu den Auswirkungen des Kinderbildungsgesetz es (Kibiz) haben wollten. 
Ein Anliegen, das die Mitarbeiterinnen des Kinderbü ros zu diesem Zeitpunkt nicht 
zufriedenstellend erfüllen konnten. 
  
 
316 
380 
490 
458 
396 
454 
399 415 406 
435 
401 
337 
0
50 
100 
150 
200 
250 
300 
350 
400 
450 
500 
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Okt ober November Dezember 
Kontakte im Familienbüro 2007 im Jahresverlauf

6 
 
3 Themenschwerpunkte 
 
Nachfolgend werden die Themenschwerpunkte kommentie rt, die entweder im Be- 
richtszeitraum einen zahlenmäßig starken Anstieg od er nachhaltige inhaltliche 
Veränderungen zum Vorjahr zu verzeichnen hatten.  
 
 
Tagesbetreuung von Kindern in Einrichtungen 
 
Mit insgesamt 61 % ist die Tagesbetreuung von Kinde rn nach wie vor das Thema, 
das im Familienbüro den breitesten Raum einnimmt.  
 
44 % der Anfragen hatten die Suche nach einem Einri chtungsplatz zum Gegen-
stand. Immer mehr Eltern wünschen sich für ihr Kind  mit Vollendung des dritten 
Lebensjahres einen Einrichtungsplatz. Der gesetzlic he Anspruch auf einen Kin- 
dergartenplatz zu diesem Zeitpunkt hat sich in der Elternschaft so etabliert, dass 
das Warten auf den Beginn des Kindergartenjahres im  August nur in Ausnahme- 
fällen vorgezogen wird. Der Rechtsanspruch auf eine n Kindergartenplatz und die 
Vermittlung von Einrichtungsplätzen für Drei- bis S echsjährige konnte in enger 
Zusammenarbeit mit der Fachabteilung in allen Fälle n sichergestellt werden. Die 
Vermittlung von Ganztagsplätzen im laufenden Kinder gartenjahr konnte nur dann 
erfolgen, wenn Einrichtungen in Münster der Platzbö rse freie Plätze gemeldet hat- 
ten. 
 
Ein steigender Bedarf war bei den Nachfragen für Ei nrichtungsplätze für unter 
dreijährige Kinder zu verzeichnen. Im letzten Quart al des Berichtszeitraumes ka- 
men viele Eltern mit diesem Anliegen in das Familie nbüro, weil mit Beginn des 
Jahres 2008 die zwölf- oder vierzehnmonatige Eltern zeit endete und die Rückkehr 
in den Beruf anstand. Für die persönliche Planung u nd die notwendigen Abspra- 
chen mit dem Arbeitgeber wünschten sich diese Elter n eine möglichst frühe Zusa- 
ge für einen Einrichtungsplatz. Trotz des zahlenmäß igen Ausbaues von Plätzen 
für unter Dreijährige wird es auch in Zukunft schwi erig bleiben, für unter Dreijähri- 
ge im laufenden Kindergartenjahr Einrichtungsplätze zu vermitteln.  
 
Wenn der gewünschte Einrichtungsplatz nicht vermitt elt werden kann, werden die 
Eltern auf die Möglichkeit der Betreuung des Kindes  in einer Tagespflegefamilie 
hingewiesen.

7 
 
Betreuung von Kindern in Tagespflege 
 
Die Betreuung des Kindes bei einer Tagespflegefamil ie als 
Alternative zu einem Einrichtungsplatz war in 17 % der 
Kundenkontakte Gegenstand des Gespräches. Dieser 
überproportionale Anstieg um 39,2 %, der besonders in 
den Monaten März und April zu verzeichnen war, ist auf 
personelle Engpässe in der Beratungsstelle für 
Kindertagespflege zurückzuführen, die durch die 
Mitarbeiterinnen des Familienbüros aufgefangen werd en 
konnten. Die Nachfrage nach Betreuungsmöglichkeiten  für 
unter dreijährige Kinder im laufenden Kindergartenj ahr 
nimmt kontinuierlich zu. Kurzfristig vermittelte 
Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen durch die  
Arbeitsgemeinschaft Münster und der frühe Wunsch na ch 
Rückkehr in den Beruf sind Gründe hierfür. Im Jahr 2008 werden zusätzlich noch 
die Eltern um Betreuungsmöglichkeiten für ihr Kind nachsuchen, bei denen die 
Elternzeit endet und die Rückkehr in die Berufstäti gkeit geplant ist. Oft ist diese 
nicht mit dem Beginn des Kindergartenjahres kompati bel. Hier kann Eltern in der 
Regel nur über die Möglichkeiten der Tagespflege ei n Hilfsangebot unterbreitet 
werden. Im Vorfeld der intensiven Beratung und Verm ittlung durch die Beratungs- 
stelle für Kindertagespflege hat das Gespräch im Fa milienbüro das Ziel, Eltern für 
diese neue Überlegung zu öffnen. Wenn sie den klare n Wunsch nach einem Ein- 
richtungsplatz im Kopf haben und sich erst wenig üb er die Bedingungen und Mög- 
lichkeiten von Tagespflege informiert haben, ist es wichtig, ihnen diese Information 
zu vermitteln und gemeinsam mit ihnen die alternati ve Betreuungsform vor dem 
Hintergrund ihrer ganz persönlichen Situation gedan klich durchzuspielen. Die Tat- 
sache, dass beide Beraterinnen vor ihrer Tätigkeit im Familienbüro in der Bera- 
tungsstelle für Kindertagespflege gearbeitet haben ist hier von großem Nutzen. 
 
Die Möglichkeiten von Kindertagespflege sind immer auch dann Gegenstand des 
Gespräches, wenn es sich um die Abdeckung sogenannt er „Randzeiten“ handelt. 
Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, die im Einze lhandel wechselnde oder lange 
Arbeitszeiten haben, oder die sehr früh den Weg zur  Arbeitsstelle antreten müs- 
sen, benötigen oft zusätzlich zur Betreuung in eine r Einrichtung eine Tagespflege- 
person. Hier erfüllt das Familienbüro die Funktion des Türöffners für die Bera- 
tungsstelle für Kindertagespflege.

8 
 
Ferienbetreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen 
 
Kindertageseinrichtungen legen den größten Teil der vorgesehenen Schließtage in 
die Schulferien. Für Eltern, besonders Alleinerzieh ende, die an vorgegebene Be- 
triebsurlaube gebunden sind oder die sich in Ausbil dungsmaßnahmen befinden, 
ist es nicht immer möglich, den eigenen Urlaub in d iese Zeit zu legen. Ein großer 
Teil der Anfragen, besonders im Juni 2007, hatte di e Suche nach alternativen 
Betreuungsmöglichkeiten für diese Zeit zum Gegensta nd. In enger Zusammenar- 
beit mit der Fachabteilung konnte mit den Einrichtu ngen in Münster eine Regelung 
vereinbart werden, nach der die Einrichtungen in de n Stadtteilen sich in Bezug auf 
die Schließungstage abstimmen und gemeinsame Vertre tungsregelungen schaf- 
fen. Eltern können zukünftig direkt in ihrer Einric htung erfahren, welche andere 
Einrichtung für eine mögliche Betreuung in der Schl ießungszeit zur Verfügung 
steht. 
 
 
Ferienbetreuung von Schulkindern 
 
Im Herbst 2006 erhielten Eltern von Grundschulkinde rn erstmals eine Information 
über Ferienbetreuungsangebote. Für das Schuljahr 20 07/2008 wurde ein umfang- 
reicher Informationsbrief am 13. August 2007 versan dt. Nach Erhalt dieser Infor- 
mation sind Eltern selbst dafür verantwortlich, mög lichst frühzeitig entsprechende 
Ferienangebote bei den jeweiligen Anbietern zu buch en. Bei Fragen zu diesem 
Themenkomplex ist in dem Anschreiben das Familienbü ro als erster Ansprech- 
partner benannt. In 244 Kundenkontakten lieferten d ie Mitarbeiterinnen des Fami- 
lienbüros Zusatzinformationen. Sie halfen, wenn die  Wunschveranstaltung ausge- 
bucht war, bei der Suche nach einem Alternativangebot.  
 
Kontakte im Familienbüro 2007 nach Themenschwerpunkten 
Kindertagesbetreuung in 
Einrichtungen; 2.193; 44% 
Wirtschaftliche Hilfen; 301; 6% Freizeitbeschäftigung, 
Ferienbetreuung; 436; 9% 
Schwangerschaft, 
Erziehungszeit, Elterngeld; 377; 
8% 
Erziehungsfragen; 324; 7% 
Familienkrisen; 428; 9% 
Kindertagesbetreuung in 
Tagespflege; 828; 17%

9 
 
4 Hotline Aktion 
 
Am 17. Januar 2007 boten die Mitarbeiterinnen des F amilienbüros zusammen mit 
dem Münsteraner Tageselternverein und dem Verein Eltern helfen Eltern eine kos- 
tenlose Hotline an. Das Thema „Die richtige Betreuungsform für mein Kind“ stellte 
einen besonderen Service für die Eltern da, die sic h vor der Anmeldung ihres Kin- 
des in einer Kindertageseinrichtung Informationen u nd Entscheidungshilfe 
wünschten. Dieses Angebot wurde von 21 Eltern genut zt. Gleichwohl stieg im ge- 
samten Kalenderjahr die Zahl der Nachfragen zu dies em Thema überproportional. 
Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros schließen da raus, dass Münsteraner El- 
tern ganzjährig die Möglichkeit nutzen, ihre Fragen  direkt im Familienbüro zu stel- 
len. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5 Familienbüro vor Ort 
 
Viele Institutionen regional und überregional nehme n die Möglichkeit wahr, die 
Mitarbeiterinnen des Familienbüros einzuladen. Sie lassen sich vor Ort über die 
Angebotspalette des Amtes für Kinder, Jugendliche u nd Familie im Allgemeinen 
und die Möglichkeiten der Kindertagesbetreuung in M ünster im Speziellen infor- 
mieren. 
 
Ebenfalls im Januar 2007 präsentierten die Mitarbei terinnen des Familienbüros 
ihre Arbeit und die Angebote des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familie bei 
einer Fachtagung im Stadtweinhaus zum Thema „Flexible Kindertagesbetreuung“. 
Neben den Fachvorträgen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ta- 
gung, Fachleute aus unterschiedlichsten Einrichtung en in Münster, so die Mög- 
lichkeit auf konkrete Fragen direkt vor Ort eine Antwort zu erhalten.

10  
 
Im Januar 2007 vertrat das Familienbüro die Stadt M ünster bei dem Markt der 
Möglichkeiten im Rahmen des Fachkongresses „Kommuna les Management für 
Familien - Strategien und Konzepte für eine zukunft sorientierte Familienpolitik in 
Nordrhein-Westfalen“ in Gelsenkirchen. Hier konnten  die Angebote und Projekte 
des Netzwerkes für Familien in Münster einem größer en Fachpublikum vorgestellt 
und mit Besuchern aus Kommunen in NRW diskutiert werden. 
 
 
 
 
 
Im November nahm eine Mitarbeiterin des Familienbür os im Rahmen des Projek- 
tes „Brücken bauen für Migrantinnen“ an einem Workshop zum Thema „Sozialisa- 
tion und Erziehung“ teil. Ziel des Workshops war es , Studentinnen mit Migrations- 
vorgeschichte als Multiplikatorinnen für Frauen gle icher Nationalität zu gewinnen. 
Die Themen „Kindertagesbetreuung“ und „Passgenaue Hilfen für Familien“ stan- 
den im Vordergrund. Bei dieser Veranstaltung konnte n wichtige Kontakte für die 
zukünftige Beratung von Bürgerinnen und Bürgern mit  Migrationsvorgeschichte 
geknüpft werden. 
 
Im April und Dezember fanden in den Räumen des Fami lienbüros Informations- 
veranstaltungen für jeweils 20 Studenten der Sozial pädagogik von der Staatlichen 
Fachhochschule in Münster statt. Im Rahmen ihres Se minars „Methoden der So- 
zialen Arbeit“ suchten sie das Gespräch mit Praktik ern, um den Bogen von der 
Theorie zur Praxis leichter schlagen zu können. Die  Zusammenarbeit mit den 
Fachhochschulen am Ort ist ein besonderes Anliegen aller Abteilungen und Fach- 
stellen des Amtes, so auch des Familienbüros. In de r Ausbildung der Fachleute 
von morgen ist die enge Kooperation mit Handlungsfe ldern in der Praxis ein wich- 
tiger Baustein.

11  
 
6 Kooperation und Vernetzung 
 
Die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften nach § 7 8 SGB VIII wurde kontinu- 
ierlich fortgesetzt.  
 
Das Familienbüro nimmt regelmäßig an den Sitzungen der AG „Kindertages- 
betreuung“ teil. Besonders in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraumes nahm das 
Kinderbildungsgesetz (Kibiz) einen breiten Raum der  Diskussionen ein, zu diesem 
Thema nahm die Mitarbeiterin auch an unterschiedlic hen Fachstellenrunden und 
Arbeitskreisen der Fachabteilung Kindertagesbetreuu ng teil. Durch diese enge 
Verzahnung ist gewährleistet, dass die Erfahrungen und Erkenntnisse des Famili- 
enbüros bei Planungen Berücksichtigung finden. 
 
Auch die Mitarbeit in der AG „Familienförderung“ wu rde durch das Familienbüro 
fortgeführt. Der kontinuierliche Austausch mit Vert reterinnen und Vertretern von 
Beratungsstellen und Familienbildungsstätten in Mün ster schafft kurze Informati- 
onswege und leichte Zugänge zum Nutzen von ratsuchenden Menschen. 
 
Auch die Mitarbeit im Arbeitskreis „Alleinerziehende in Münster“ wurde fortgesetzt. 
Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss von derzei t 25 Institutionen in Münster, 
die in kirchlicher, freier oder öffentlicher Träger schaft Beratung, Bildung und Un- 
terstützung für Ein-Eltern-Familien anbieten. Ein g roßer Teil der ratsuchenden 
Menschen im Familienbüro sind alleinerziehend. Durc h die enge Kooperation mit 
anderen Beratungsstellen und Hilfsorganisationen au s diesem Bereich kann 
schnell die passgenaue Hilfe gefunden und vermittelt werden. 
 
 
7 Ausblick 
 
Durch das Kinderbildungsgesetz (Kibiz), das am 01.0 8.2008 in Kraft treten wird, 
verändert sich die Tagesbetreuungslandschaft in Nor drhein-Westfalen, also auch 
in Münster grundlegend. Einrichtungen werden ihre A ngebote in Bezug auf Grup- 
penstrukturen und Betreuungszeiten verändern. Eltern, die ein Betreuungsangebot 
für ihr Kind suchen, werden deshalb zukünftig noch intensiver um Beratung und 
Entscheidungshilfe im Familienbüro nachsuchen. Es g ilt Alternativlösungen zu 
finden, wenn die gewünschte Betreuungszeit nicht in  Wohnungsnähe angeboten 
wird.

12  
 
Auch im nächsten Jahr wird die Nachfrage nach Betre uungsangeboten für unter 
Dreijährige einen breiten Raum einnehmen. Nach dem Ende des Anspruchs auf  
Elterngeld möchte der Elternteil, der die Elternzei t in Anspruch genommen hat, 
oftmals die Berufstätigkeit in Teilzeit oder Vollze it wieder aufnehmen. Das lässt 
sich nur realisieren, wenn die Betreuung des Kindes durch einen Einrichtungsplatz 
oder eine kompetente Tagespflegeperson sichergestel lt ist. Die Mitarbeiterinnen 
des Familienbüros werden diese Bedarfe in enger Koo peration mit der Abteilung 
Kindertagesbetreuung, hier besonders mit der Beratu ngsstelle für Kindertages- 
pflege erfassen und dokumentieren. 
 
 
Seit dem 01.01.2008 befindet sich die Elterngeld- 
stelle, die zuvor Teil des Versorgungsamtes war, 
im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. Der 
Umstand, dass nun nahezu alle jungen Eltern ih- 
ren Antrag auf Elterngeld hier stellen, soll dazu 
genutzt werden, unter Wahrung des Datenschut- 
zes offensiv die Elternbriefe bekannt zu machen. 
Es ist beabsichtigt, dass Eltern direkt bei der An-
tragstellung auf Elterngeld die Aufnahme in den 
Verteiler der Elternbriefe veranlassen können. Ziel  
ist es, möglichst alle Eltern erstgeborener Kinder 
passend zum jeweiligen Lebensalter oder dem 
jeweiligen Entwicklungsschritt mit den Elternbrie- 
fen zu versorgen. Dies wäre ein wichtiger Beitrag 
zur Stärkung der Eltern in ihrer Erziehungskompe- 
tenz und könnte ein früher Brückenschlag zu den 
Angeboten des Amtes für Kinder, Jugendliche und 
Familien sein.

8 Statistik auf einen Blick 
Familienbüro 2007 gesamt  Adresse und 
kurze Beratung gezielte Frage Beratung: unklare 
Problemlage 
persönliche 
Beratung: gezielte 
Frage 
persönliche 
Beratung: unklare 
Problemlage 
Suche zum Sommer 637                 9                     174                 307                 94                   53                   
Suche zum 3. Geburtstag 650                 3                     161                 325                 93                   68                   
Suche für Kinder unter 3 Jahre 575                 3                     158                 253                 95                   66                   
Probleme in der KiTa 77                   1                     18                   37                   11                   10                   
Elternbeiträge / ÜMB / Verpflegungskosten 254                 13                   104                 70                   40                   27                   
Kindertagesbetreuung in Einrichtungen 2.193              29                   615                 992                 333                 224                 
Alternative (fehlender Einrichtungsplatz) 304                 7                     105                 107                 48                   37                   
Suche nach Tagesmutter 323                 70                   83                   100                 43                   27                   
Spielgruppen 201                 25                   61                   59                   32                   24                   
Kindertagesbetreuung in Tagespflege 828                 102                 249                 266                 123                 88                   
Familienkrisen 187                 -                   51                   64                   28                   44                   
Sorgerecht / Umgangsrecht 140                 4                     38                   49                   19                   30                   
Trennung / Scheidung 101                 3                     19                   36                   20                   23                   
Familienkrisen 428                 7                     108                 149                 67                   97                   
Erziehungsfragen Kinder 154                 -                   38                   65                   22                   29                   
Erziehungsfragen Jugendliche 108                 -                   21                   40                   24                   23                   
Probleme in der Schule 62                   -                   11                   35                   8                     8                     
Erziehungsfragen 324                 -                   70                   140                 54                   60                   
Schwangerschaft, Erziehungszeit, Elterngeld 377                 3                     130                 101                 74                   69                   
Freizeitbeschäftigung 69                   6                     33                   11                   14                   5                     
Ferienbetreuung 123                 2                     51                   50                   12                   8                     
Ganztagsbetreuung von Schulkindern in den Ferien 244                 12                   87                   88                   28                   29                   
Freizeitbeschäftigung, Ferienbetreuung 436                 20                   171                 149                 54                   42                   
Kosten / wirtschaftliche Hilfe allgemein 174                 17                   66                   39                   32                   20                   
Unterhalt 127                 9                     40                   30                   32                   16                   
Wirtschaftliche Hilfen 301                 26                   106                 69                   64                   36                   
Kontakte insgesamt 4.887              187                 1.449              1.866              769                 616                 
davon persönlich im Familienbüro 1.385                                           
13

Berichtsvorlage

2063 Zeichen

V/0350/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
Jahresbericht 2007 des Familienbüros 
 
 
 
Beratungsfolge  
04.06.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
 
Bericht: 
 
Im fünften Jahr des Bestehens legt das Familienbüro mit dieser Vorlage seinen dritten Jahresbe-
richt vor. Im Berichtszeitraum nahmen 4.887 Bürgerinnen und Bürger Kontakt zum Familienbüro 
auf. Dies stellt eine Erhöhung der Kundenkontakte um 18,2 % dar und setzt den Trend der Vor-
jahre hiermit kontinuierlich fort. 
 
Die Beratung zu Fragen der Tagesbetreuung von Kindern sowohl in Einrichtungen als auch in 
Tagespflegefamilien bildete mit 61 % den größten Themenschwerpunkt im Familienbüro. Die 
Betreuung unter Dreijähriger nahm hier einen breiten Raum ein. Auch zukünftig werden viele 
Eltern mit diesem Anliegen das Familienbüro aufsuchen, da der Bedarf für unter Dreijährige hö-
her ist als die Zahl der der zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze. Das Aufzeigen von alter-
nativen Lösungen wird hier eine wichtige Aufgabe des Familienbüros bleiben. 
 
Im Schuljahr 2007/2008 hat das Familienbüro erstmals für ein komplettes Schuljahr, also für die 
drei großen Ferienblöcke, Hilfe bei der Vermittlung von Ferienbetreuungen für Grundschulkinder 
angeboten. Hierdurch wurde der Aufgabenpalette des Familienbüros ein neuer Beratungsinhalt 
hinzugefügt, der auf Anhieb mit 244 Anfragen genutzt wurde. 
 
Ein Schwerpunkt für die Arbeit 2008 wird die intensive Beratung von Eltern sein, die im veränder-
ten Betreuungsangebot nach dem Kinderbildungsgesetz (Kibiz) das richtige Betreuungsangebot 
für ihr Kind suchen. Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass diese Beratung in vielen Fällen kom-
plexer und zeitaufwendiger ist als die Beratung in der Vergangenheit. 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
 
 
  
Vorlagen-Nr.: 
V/0350/2008 
Auskunft erteilt: 
Frau Neumair-Otto, Frau Lengemann 
Ruf: 
492 51 07 / 492 51 61 
E-Mail: 
Familienbuero@stadt-muenster.de 
Datum: 
24.04.2008 
Öffentliche Berichtsvorlage

Beratungsverlauf (1)

04.06.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 11 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0350/2008
Typ
Vorlagen
Datum
24.04.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37