AN/0569/2025
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, betr.: Umgestaltung der Straße „Am Alten Güterbahnhof“ im Sinne einer lebenswerten und funktionalen Nachbarschaft
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Antrag nach § 3 (Grüne BV4)
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Herr Bezirksbürgermeister Volker Spelthann Bezirksrathaus Ehrenfeld 50825 Köln Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Stadt Köln 50667 Köln Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/0569/2025 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 19.05.2025 Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, betr.: Umgestaltung der Straße „Am Alten Güterbahnhof„ im Sinne einer lebenswerten und funktionalen Nachbarschaft Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt folgenden Antrag für die Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld am 19.05.2025: Beschluss: Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die aktuellen Planungen für die Straße „Am Alten Güterbahnhof“ im Stadtbezirk entsprechend der folgenden Punkte anzupassen: 1. Oberirdische Stellplätze sind vorrangig als Wirtschaftsparkzonen für Handwerker*innen, Liefer-, Pflege- und Paketdienste sowie als Behindertenparkplätze auszuweisen. 2. Die Planung soll ausreichende Sitzgelegenheiten entlang der Straße vorsehen, um die Aufenthaltsqualität und Erreichbarkeit für alle zu verbessern. 3. Gemäß dem Modellprojekt „Wasser muss zum Baum“ sollen die Baumscheiben entsiegelt und großzügig gestaltet werden - analog zum Beispiel am Ossendorfer Weg. Gleichzeitig soll den Anwohnenden die Möglichkeit gegeben werden, diese eigenständig zu bepflanzen. Die Verwaltung soll aktiv auf die engagierte Nachbarschaft zugehen, um Patenschaften für die Pflege und Gestaltung der Baumscheiben zu organisieren. GRÜNE Fraktion in der Bezirksvertretung 4 Ehrenfeld Venloer Straße 419-421 50825 Köln gruene-bv4@stadt-koeln.de - 2 - 4. Der Fußwegübergang im Bereich der Wohnkompanie ist barrierearm und sinnvoll zu gestalten, um eine durchgehende und gut nutzbare Wegeverbindung im Quartier zu schaffen. 5. Die Materialwahl für die Straße ist unter den Aspekt der Klimafolgenanpassung (z. B. hellere, hitzereduzierende Beläge, alternative Materialien) zu prüfen. Am Rand kann eine partielle Pflasterung in Erwägung gezogen werden, um bessere Versickerbarkeit zu gewährleisten. Eine enge Abstimmung mit dem Projekt Wohnliebe ist dabei sicherzustellen, sodass der Straßenraum ein einheitliches Bild ergibt. Begründung: Im Gebiet „Am Alten Güterbahnhof“ stehen durch vorhandene Tiefgaragen bereits ausreichend private Stellplätze für Anwohnende zur Verfügung. Die oberirdischen Stellflächen sollten daher gezielt dem Wirtschaftsverkehr und Personen mit Mobilitätseinschränkungen zur Verfügung stehen, um eine funktionierende Nahversorgung und Dienstleistung im Quartier zu gewährleisten. Aktuell fehlen zudem im öffentlichen Raum Sitzmöglichkeiten, die für ältere Menschen, Familien und mobilitätseingeschränkte Personen wichtige Zwischenstationen darstellen. Eine bedarfsgerechte Möblierung stärkt die soziale Nutzung des Raums und fördert das nachbarschaftliche Miteinander. Die Anwohnerschaft ist aktiv und gut vernetzt. Durch die Möglichkeit, die Baumscheiben zu bepflanzen und Pflegepatenschaften zu übernehmen, kann bürgerschaftliches Engagement sichtbar gefördert und das Quartier gemeinsam gestaltet werden. Ein sinnvoll geplanter, barrierefreier Übergang im Bereich der Wohnkompanie ist zudem notwendig, um das Gebiet fußläufig gut zu erschließen und den Alltagswegen der Bewohner*innen gerecht zu werden. Mit freundlichen Grüßen Luise Themann Fraktionsvorsitzende
Sachstandsbericht BV
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Dezernat, Dienststelle
I/02/02-4
Vorlagen-Nummer
AN/0569/2025
Stand: 09.12.2025
Sachstandsbericht
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, betr.: Umgestaltung der Straße „Am Alten
Güterbahnhof„ im Sinne einer lebenswerten und funktionalen Nachbarschaft
Beschluss:
Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die aktuellen Planungen für die Straße „Am Alten Güter-
bahnhof“ im Stadtbezirk entsprechend der folgenden Punkte anzupassen:
1. Oberirdische Stellplätze sind vorrangig als Wirtschaftsparkzonen für Handwerker*in-
nen, Liefer-, Pflege- und Paketdienste sowie als Behindertenparkplätze auszuweisen.
2. Die Planung soll ausreichende Sitzgelegenheiten entlang der Straße vorsehen, um die
Aufenthaltsqualität und Erreichbarkeit für alle zu verbessern.
3. Gemäß dem Modellprojekt „Wasser muss zum Baum“ sollen die Baumscheiben ent-
siegelt und großzügig gestaltet werden - analog zum Beispiel am Ossendorfer Weg.
Gleichzeitig soll den Anwohnenden die Möglichkeit gegeben werden, diese eigenstän-
dig zu bepflanzen. Die Verwaltung soll aktiv auf die engagierte Nachbarschaft zuge-
hen, um Patenschaften für die Pflege und Gestaltung der Baumscheiben zu organisie-
ren.
4. Der Fußwegübergang im Bereich der Wohnkompanie ist barrierearm und sinnvoll zu
gestalten, um eine durchgehende und gut nutzbare Wegeverbindung im Quartier zu
schaffen.
5. Die Materialwahl für die Straße ist unter den Aspekt der Klimafolgenanpassung (z. B.
hellere, hitzereduzierende Beläge, alternative Materialien) zu prüfen. Am Rand kann
eine partielle Pflasterung in Erwägung gezogen werden, um bessere Versickerbarkeit
zu gewährleisten. Eine enge Abstimmung mit dem Projekt Wohnliebe ist dabei sicher-
zustellen, sodass der Straßenraum ein einheitliches Bild ergibt.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Zu 1: Es werden Liefer- und Ladezonen entlang der Straße Am Alten Güterbahnhof eingerich-
tet. Entsprechend der bisherigen Verwaltungspraxis werden 5 – 10 % der erforderlichen Park-
stände im öffentlichen Straßenland hergestellt. Da Parkstände und Liefer- und Ladezonen
baulich identisch hergestellt werden, ist eine spätere Umwandlung von Parkständen in Liefer-
und Ladebereiche durch Beschilderung einfach möglich.
Zu 2: In der Planung sind entlang der Straße Am alten Güterbahnhof 12 Sitzgelegenheiten zu-
2
sätzlich zu der Sitzkante um den bestehenden Baum im Kreuzungsbereich mit der Vogelsan-
ger Straße vorgesehen.
Zu 3: Nach dem Fachgespräch mit der BV wurden die Baumscheiben umgeplant. Die Planung
sieht nun größere, unversiegelte Baumscheiben vor. Baumpatenschaften können beim Amt
für Landschafspflege und Grünflächen beantragt werden. Eine Anleitung dazu befindet sich im
Internet.
Zu 4.: Die Planung der Straße Am alten Güterbahnhof sieht eine stufenfreie Gestaltung des
Straßenraums vor. Der Fußwegübergang im Bereich der Wohnkompanie wird barrierearm
ausgebaut.
Zu 5.: Die Materialwahl entspricht dem vom Stadtrat beschlossenen Gestaltungshandbuch.
Diese kann im Internet eingesehen werden.
Nächste Schritte:
Die Planung der Straße ist abgeschlossen. Der Ausbau der Straße Am alten Güterbahnhof
erfolgt derzeit durch den Vorhabenträger. Nach der Abnahme übernimmt die Stadt Köln die
Unterhaltung der Straße.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Kein weiterer Sachstandsbericht erforderlich
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Venloer Straße 419
- Ossendorfer Weg
- Am Alten Güterbahnhof 12
- Straße 4
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0569/2025
- Typ
- Antrag nach § 3 BV4 (Grüne)
- Datum
- 06.05.2025
- Erstellt
- 06.05.2025 07:52