Mandari Insight

AN/1278/2024

Abriss-Moratorium

Gem. Änderungsantrag (Linke) 17.09.2024

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bauausschuss, Sitzung am 04.11.2024

Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Linke)

· application/pdf

Ansehen

Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Linke)

4169 Zeichen

Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Köln 
Gruppe KlimaFreunde & GUT im Rat der Stadt Köln 
 
 
An die Oberbürgermeisterin 
Frau Henriette Reker 
An die Ausschussvorsitzende  
Frau Stefanie Ruffen 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 17.09.2024 
 
AN/1278/2024 
 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bauausschuss 04.11.2024 
 
Abriss-Moratorium 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, 
sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende Ruffen, 
die Fraktion DIE LINKE und die Gruppe KlimaFreunde & GUT bittet Sie, folgenden Ände-
rungsantrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Bauausschusses zu nehmen: 
„Abriss Moratorium“  
 
… In dieser Situation unterstützt der Rat der Stadt Köln das von der Initiative „Abriss-Mora-
torium“ (Erstunterzeichner: Architects for Future, Bund Deutscher Architektinnen und Archi-
tekten BDA, Deutsche Umwelthilfe u.a.) geforderte Abriss-Moratorium:  
Statt Abriss und Neubau stehen wir für Erhalt, Sanierung, Umbau und Weiter-bauen 
im Bestand. Jeder Abriss bedarf einer Genehmigung unter der Maßgabe des Gemein-
wohls, also der Prüfung der sozialen und ökologischen Umweltwirkungen.  
 
Der Rat der Stadt Köln  
1. fordert Bundes- und Landesregierung NRW auf, klare regulatorische Rahmenbedin-
gungen für ein klima- und umweltgerechtes Bauen zu schaffen.  
Das umfasst beispielsweise Vorgaben, die den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden in die 
wirtschaftliche, soziale und ökologische Bewertung verbindlich einbeziehen und zum Stan-
dard in Genehmigungsprozessen machen, oder die Förderung von Re -Use-Konzepten.  
2. begrüßt das Engagement der Gebäudewirtschaft und der städtischen Unternehmen für 
Ressourceneffizienz und die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft (Beispiel: Planung 
des Deutzer Hafens durch moderne stadt) und erwartet von der Gebäudewirtschaft und 
den städtischen Unternehmen, ihr diesbezügliches Engagement auszuweiten und zu 
intensivieren.  
ÄA streichen:

- 2 - 
 
3. beauftragt die Verwaltung, eine öffentliche Fachtagung „Den Bestand erhalten!“ zu 
organisieren und bei der Vorbereitung und Durchführung die Kölner Fachöffentlich-
keit zu beteiligen.  
ÄA einfügen: 
3. beauftragt die Verwaltung, bei der Entscheidung über den Umgang mit Bestandsge-
bäuden die Wirtschaftlichkeitsbewertung an die Anforderungen für nachhaltiges Bauen 
anzupassen. 
Hierbei beachtet sie die vom Deutschen Städtetag vorgeschlagene Entscheidungs-
kaskade1: 
Diese sieht in der 1. Stufe Bestandserhalt und -erneuerung vor. Erst wenn die objektiv 
nachgewiesenen funktionalen, energetischen und gestalterischen Anforderungen nicht 
mehr im erneuerten Bestand erfüllt werden können, wird es in einer 2. Stufe um eine Be-
standserweiterung gehen können. Und erst, wenn auch eine Bestandserweiterung den ge-
nannten Anforderungen nicht genügen sollte, kann in einer 3. Stufe in Zukunft ein Neubau 
als „ultima ratio“ stehen. 
 
Als wichtige Kriterien sind zu beachten: 
 CO2-Minderungen durch suffizientes Planen und Bauen, 
 Flächeneinsparungen, 
 Energieeinträge und -verbräuche beim Bau, des Bauwerks und des Bauwerks über sei-
nen Lebenszyklus hinweg, 
 Nutzungsgewinne, bspw. durch Mehrfachnutzung, Multifunktionalität und 
 Gestaltungs- und Nutzungsqualität durch entsprechende Zertifizierung oder qualitative 
Kriterien. 
 
Begründung: 
Die Verwaltung hat am 11.12.2023 und am 08.04.2024 unter Beteiligung der schul- und bau-
politischen Sprecher sowie externer Fachleute zwei Workshops zum Thema „Abriss-Morato-
rium“ durchgeführt.  
Im zweiten Workshop wurden insbesondere die unterschiedlichen Perspektiven reflektiert und 
basierend hierauf mögliche Kriterien für die Entscheidung „Abriss oder Neubau“ entwickelt.  
Als Ergebnis aus den Erkenntnissen dieser Workshops stellen wir diesen Änderungsantrag. 
 
gez.       gez.  
Michael Weisenstein     Karina Syndicus 
Fraktionsgeschäftsführer   Ratsgruppenvorsitzende 
Die Linke im Rat der Stadt Köln  Gruppe KlimaFreunde & GUT im Rat der Stadt 
Köln 
 
                                                 
1 Deutscher Städtetag: Nachhaltiges und suffizientes Bauen in den Städten, 2021.

Beratungsverlauf (1)

04.11.2024 Bauausschuss
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1278/2024
Typ
Gem. Änderungsantrag (Linke)
Datum
17.09.2024
Erstellt
17.09.2024 10:18