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V/0398/2014

Jahresabschluss 2013 der Stadtwerke Münster GmbH

Vorlagen 11.06.2014

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Anlage 1a: AR Vorlage zum Jahresabschluss Anlage

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 2: AR Vorlage Bestellung Abschlussprüfer

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Ansehen

Anlage 1: AR Vorlage zum Jahresabschluss

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Ansehen

Anlage 1a: AR Vorlage zum Jahresabschluss Anlage

78904 Zeichen

2

Stadtwerke Münster GmbH

Jahresabschluss und
Lagebericht 2013

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Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2013 (01.01.-31.12.)

2013 2012
€ €
1. Umsatzeröse 493.429.847,73 502.679.563,60.
Energiesteuer -30.926.150,48 -30.580.380,76
462.503.897,25 472.099.182,84
00000000011
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 20.618,84 0,00
3. _Andere aktivierte Eigenleistungen 9.001.610,12 3.480.645,93
4,_Sonstige betriebliche Erg 72427 N 32059154 TTOIBORBE
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5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Beiriebsstoffe und
für bezogene Waren 239.577.524,11 263.235.325,93
bb) Aufwendungen für bezogene Leistungen 157.134.015,49 153.411.587,64

396.711.539,60 416.646.913,57

6. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 46.242.777,44 43.962.489,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 13.964.487 15 13.827.801,93
Davon für Altersversorgung 4.563.192,93 € 60.207.264,59 57.790.291,78

(i. Vj._4.791.440,97 €)

7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des

‚Antagevermögens und Sachanlagen 38.072.286,78 24.637.281,21

b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit
diese die in der Kapitalgeselischaft üblichen Abschreibungen überschreiten 2.326,45 0,00

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

a) Konzessionsabgaben 18.402.318,59 18.646.577 ,17
b) Übrige betriebliche Aufwendungen 38.654.285,11 34.231.167,33
57.056.603,70 52.877.744,50
9. Erträge aus Beteiligungen 5.696.962,88 4.604.095,72

Davon aus verbundenen Unternehmen 2.546.088,93 €
(.Vj.__4.032.270,00 €
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 24.831.567,10 5.770.597,68

11. Erträge aus anderen Wertpapieren

und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 112.895,68 86.997,34
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.774.418,19 2.486.297,35

Davon aus verbundenen Unternehmen 233.928,54 €

B (i.Vj.__190.866,60 €)

13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 72.480,00 1.825.475,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.290.723,74 4.653.247,82
Davon an verbundene Untemehmen 0,00€
i. Vj. 0,00 €)
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme 3.067.759,88 2.142.055,66
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14.740.439,18 4.996.506,15

17. Außerordentliche Aufwendungen =

‚Außerordentliches Ergebnis 0,00 -149.581,59
18. Steuem vom Einkommen und vom Ertrag 10.358.739,47 633.316,46
19. Sonstige Steuern 1.011.699,71 1.453.608,10
20. Jahresüberschuss 3.370.000,00 2.760.000,00
21. Gewinnvortrag 5.050.000,00 0,00
22. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00 29.962.342,98
23. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 1.920.000,00 0,00
24. Vorabgewinnausschüttung 6.060.000,00 26.222.342,98
25. Bilanzgewinn 440.000,00 6.500.000,00
Münster, am 23. Mai 2044
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Müller-Tengelmann ppa. Dr. Thomas Haiber

06 4503 029 Anlage 1.3

Anhang der Stadtwerke Münster GmbH

für das Geschäftsjahr 2013 (01.01. - 31.12.)

I. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung des Handelsgesetzbuches und des GmbH-
Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH (Stadt-
werke Münster oder SWMS), Münster, wurden nach den für große Kapitalgesellschaften
geltenden Vorschriften gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der Art des Betriebes
folgenden Besonderheiten wurde die Darstellung der Sachanlagen in der Bilanz (8 265
Abs. 5 HGB) um die Posten

-  Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasserversorgung)

- Fahrzeuge für Personenverkehr,

die Darstellung der Vorräte um den Posten

-  Emissionsrechte,

die Darstellung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um den Posten

- Forderungen gegen Gesellschafter

und die Darstellung der Verbindlichkeiten um den Posten

-  Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Il. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die münsterNETZ GmbH (münsterNETZ; vormals Stadtwerke Münster Netzgesellschaft
mbH), Münster, ist durch einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Teilbe-
herrschungsvertrag für den regulierten Bereich) mit der Stadtwerke Münster organschaft-
lich verbunden. Die Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserversorgungsnetze sind an die
münsterNETZ verpachtet. Für die Nutzung der Netze zur Versorgung der Kunden mit
Energie und Wasser berechnet die münsterNETZ entsprechende Netzentgelte. Zwischen
den Gesellschaften bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung, Bau, Betrieb und In-
standhaltung der Netze sowie zu verschiedenen, insbesondere kaufmännischen Dienst-
leistungen.

Das Ergebnis der münsterNETZ zum 31.12.2013 in Höhe von 24,8 Mio. EUR (im Vorjahr:

5,7 Mio. EUR) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der
Stadtwerke Münster übernommen.

06 4503 029 Anlage 1.4 /1

Die Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH (Neue Energie), Münster, ist durch einen
Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Münster GmbH verbunden. Zwischen den
Gesellschaften bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung, Bau, Betrieb und Instand-
haltung von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie sowie zu verschiedenen, ins-
besondere kaufmännischen Querschnittsdienstleistungen.

Das Ergebnis der Neue Energie zum 31.12.2013 in Höhe von -62 TEUR (Vorjahr:
104 TEUR) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der Stadt-
werke Münster übernommen.

Im Berichtsjahr hatte die Stadtwerke Münster als Kommanditistin des Gemeinschafts-
kraftwerks Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Hamm, anteilige Aufwendungen aus der
Verlustübernahme in der Errichtungsphase (3.006 TEUR; im Vorjahr 2.142 TEUR) zu tra-
gen.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der
Bilanz erläutert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanla-
gen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden.

Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten direkt zurechenbare Ein-
zelkosten und angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen und Verwaltungskos-
ten sind nicht einbezogen. Öffentliche Zuschüsse werden von den Anschaffungs- und
Herstellungskosten abgesetzt.

Die Stadtwerke Münster hat im Geschäftsjahr 2013 die Bilanzierungsrichtlinien zur Ak-
tivierung von Verteilungsanlagen in Anlehnung an das EnWG neu gefasst. Bei den
Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen wurden die Zuschläge für Lager- und
Regiegemeinkosten auf 20 % festgelegt. Insbesondere werden Erneuerungsmaßnah-
men im bestehenden Netz, die eine Länge von 200 Metern und mehr erreichen, akti-
viert. Diese Umstellung führte im Berichtsjahr zu um ca. 4 Mio. EUR gestiegenen akti-
vierten Eigenleistungen und einer Ergebnisbelastung von 0,4 Mio. EUR.

Bei den planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich die betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauern zu Grunde gelegt. Zugänge werden seit dem Geschäftsjahr 2011 Ii-
near (zuvor degressiv) abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei

Immateriellen Vermögensgegenständen 3 - 7 Jahre
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 1 - 50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 - 35 Jahre
Technischen Anlagen und Maschinen 5 - 22 Jahre
Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 14 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis 150 EUR werden als Auf-
wand gebucht.

Anlage 1.4/2 06 4503 029

Von den Finanzanlagen wurden die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um un-
verzinsliche oder niedrigverzinsliche Darlehn handelt, gemäß BFH-Urteil vom
30.11.1988 und dem BMF-Schreiben vom 17.01.1990 zum Nennwert bewertet. Die üb-
rigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wert-
berichtigungen ausgewiesen. Soweit die Gründe für die Wertberichtigungen zum Bi-
lanzstichtag nicht mehr bestehen, ist entsprechend $ 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben
worden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung von Abschreibungen
gemäß 8 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten
oder zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.

Die den Stadtwerke Münster unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach $ 9 TEHG
i.V. mit 8 8 i.V. mit $ 7 ZuG 2012 sind mit dem Wert von 1 EUR ausgewiesen. Erwor-
bene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizu-
legenden Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Die nicht abgerechneten
Aufträge an Dritte (unfertige Leistungen) in Höhe von 2.100 TEUR wurden im Vorjahr
unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Sie werden nun zutref-
fend unter den Vorräten bilanziert. Ihre Höhe beträgt 2.079 TEUR.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nenn-
wert oder - soweit erforderlich - unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos
bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind jeweils zu Anschaffungskosten
bzw. zu niedrigeren Börsenkursen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips
angesetzt. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Beteiligungs-
unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von insgesamt
77,0. Mio. EUR (Vorjahr: 73,3 Mio. EUR) wurden mit den jeweiligen Forderungen ver-
rechnet.

Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse
Netz) werden auf den Altbestand mit 5 % des Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr
nach Zugang wird der Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollstän-
dig aufgelöst. Die Zugänge werden ab dem 01.01.2003 direkt gegen die Positionen des
Anlagevermögens verrechnet und wirken sich entsprechend den dort geltenden Nut-
zungsdauern abschreibungsmindernd aus.

Für Anschlüsse an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden
Netze der Strom- und Gasversorgung von den Anschlussnehmern an den Netzbetrei-
ber gezahlte Ertragszuschüsse werden vom Netzbetreiber im Rahmen des bestehen-
den Pachtvertrages an die Stadtwerke Münster GmbH als Netzeigentümer weitergelei-
tet. Die Beträge werden nach den Regelungen des Energiewirtschaftsrechts und wei-
terführender Schreiben der Finanzverwaltung ab 2007 als Pachtvorauszahlungen be-
trachtet und in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, der über 20
Jahre aufgelöst wird.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem ver-
sicherungsmathematischen Verfahren der "projected unit credit method" (Methode der
laufenden Einmalprämie) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem
Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erarbeitet wird,
und bewertet jeden dieser Leistungsbausteine separat, um so die endgültige Verpflich-
tung aufzubauen. Als Rechnungszins wurde gemäß $ 253 Abs. 2 HGB in Verbindung
mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung der für Ende Dezember 2013 veröffent-
lichte Wert der Bundesbank in Höhe von 4,88 % einbezogen und somit das Wahlrecht
zur Abzinsung über eine Laufzeit von 15 Jahren genutzt. Als Rechnungsgrundlage
dienten weiterhin die Richttafeln 2005 G von Dr. K. Heubeck.

06 4503 029 Anlage 1.4/3

Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik von
1,50 % p. a. in die versicherungsmathematische Berechnungen einbezogen.

Bei der Rückstellung für Deputatverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von
2,50 % p.a. berücksichtigt sowie Fluktuationen von 2,00 % bei einem Alter von bis zu
30 Jahren bzw. 1,00 % bei einem Alter von bis zu 40 Jahren.

Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ebenfalls ein Rechnungszins von 4,88 % zu
Grunde, sowie eine Gehaltsdynamik von 2,00 % p.a. und eine BBG-Dynamik (BBG =
Beitragsbemessungsgrenze) von 2,00 % p.a.

Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der Kommu-
nalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe, Münster (KVW), resultierenden Ver-
pflichtungen wurde auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens zum
31.12.2011 (Rechnungszins 5,14 %, Rententrend 1,00 %) bewertet. Unter Berücksich-
tigung der durchschnittlich noch zu leistenden Arbeitszeiten bis zum Eintritt der Ver-
pflichtung wird die Rückstellung anteilig dotiert. Zum Stichtag 31.12.2013 betrug der
Umlagesatz 4,5 % zuzüglich eines Sanierungsgeldes in Höhe von 3%. Umlagesatz
und Sanierungsgeld werden von der Gesellschaft allein getragen. Die Summe der bei-
tragspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr 2013 beträgt 43,9 Mio. EUR (Vorjahr:
41,5 Mio. EUR).

Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und sind
grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Beschaffungsverträgen wer-
den umsatzmindernd gebucht.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
2. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gezeigt.

Auf die Vermögensgegenstände der stromerzeugenden Bestandteile der GuD-Anlage
Standort HKW Hafen wurde eine außerplanmäßige Abschreibung nach $ 253 Abs. 3
Satz 3 HGB in Höhe von 13,9 Mio. EUR vorgenommen.

Die Beteiligung der Stadtwerke Münster an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle
Hamm GmbH & Co. KG, Hamm, wurde im Geschäftsjahr 2010 aufgrund eines Bewer-
tungsgutachtens, das zur Vorbereitung des Verkaufsprozesses erstellt worden war,
außerplanmäßig auf 1 EUR abgeschrieben. Auf die an die Beteillgungsgesellschaft
ausgereichten Gesellschafterdarienen wurde ebenfalls in 2010 eine außerplanmäßige
Abschreibung von 220 TEUR vorgenommen. Beide Bewertungen wurden zum
31.12.2013 beibehalten. Die Verträge mit der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle
Hamm GmbH & Co. KG enthalten ein Strombezugsrecht zu mit Indizes fixierten Prei-
sen. Mit dem Strombezugsrecht korrespondiert eine Abnahmeverpflichtung. Der
Strombezug wurde über den Prognosezeitraum von vier Jahren zum Bilanzstichtag zu
aktuellen Marktpreisen bewertet und die bereits bestehende Rückstellung für den dar-
aus drohenden Verlust fortgeschrieben; diese beträgt zum Bilanzstichtag 16,2 Mio.
EUR.

Anlage 1.4 /4 06 4503 029

Auf die Beteiligung an der Westfälische Landeseisenbahn GmbH (WLE) wurde eine
außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 72 TEUR nach $ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB
vorgenommen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch der abgegrenzte Ver-
brauch der Kunden der Energie- und Wasserversorgung zwischen Ablese- und Bilanz-
stichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter wurden mit Verbindlichkeiten gegenüber
dem Gesellschafter zum Bilanzausweis zusammengefasst, soweit dieses von der Art
und Laufzeit zulässig ist.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten hauptsächlich (abgegrenzte)
Energie- und Wasserlieferungen, die mit Abschlagszahlungen verrechnet wurden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unter-
nehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen (mit
Überzahlungen verrechnete) Energie- und Wasserlieferungen, Kostenerstattungen und
die Gewinnübernahme der münsterNETZ. Auch hier wurden die Forderungen und Ver-
bindlichkeiten zum Bilanzausweis zusammengefasst.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr
nicht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen
aus Überzahlungen von Steuern in Höhe von 8.626 TEUR und nicht abziehbare Vor-
steuer auf Energielieferungen in Höhe von 1.162 TEUR.

Der FMO-Flughafen/Münster Osnabrück GmbH, Greven, wurde ein kurzfristiges eigen-
kapitalersetzendes Darlehen in Höhe von 1.907 TEUR gewährt. Dieses ist unter den
sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Auf das Darlehen wurde eine Wert-
berichtigung in voller Höhe gebildet.

Zur Absicherung von Bürgschaften wurden Wertpapiere in Höhe von Mio. EUR 5,5
verpfändet.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 51.200.000 EUR.
Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaftermitteln 22 TEUR zugeführt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013 weist einen Jahresüber-
schuss von 3,4 Mio. EUR aus. Aus dem Jahresüberschuss werden 1,9 Mio. EUR den
Gewinnrücklagen zugeführt. Unter Anrechnung der bereits im Dezember 2013 geleiste-
ten Vorabgewinnausschüttung von 6,1 Mio. EUR sowie des aus dem Geschäftsjahr
2012 vorgetragenen Gewinns von 5,0 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von
0,4 Mio. EUR.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen im Wesent-

lichen die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen einschließlich KVW (27,4 Mio.
EUR) und Rückstellungen für Deputatverpflichtungen (5,6 Mio. EUR).

06 4503 029 Anlage 1.4/5

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf die Drohverlustrückstel-
lungen (44,9 Mio. EUR), die ATZ-Rückstellung (7,7 Mio. EUR) die (mit Abschlagszah-
lungen saldierte) Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten des Verkehrsbetriebes
(8,5 Mio. EUR) und die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen (6,7 Mio.
EUR). Zur Absicherung der Vereinbarung zur Altersteilzeit wurde eine Bürgschaft ab-
geschlossen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren insbesondere aus dem zur
Finanzierung der Strategie 2020 aufgenommenen Schuldscheindarlehen (70,0 Mio.
EUR).

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Darlehen der Hamburger Sparkasse, Ham-
burg, in Höhe von nominal 5,9 Mio. EUR aufgenommen. Dieses wurde zum Erwerb der
Photovoltaik-Freiflächenanlage in Hassendorf verwendet. Durch Übertragung der PV-
Anlage ist das Darlehen abgesichert.

Zur Zinsabsicherung von variabel verzinslichen Darlehen werden folgende Zinsswaps

eingesetzt.
Nr. Produkt Laufzeit Betrag in TEUR | Marktwert in TEUR
| 1. Zinsswap 22.11.12 - 22.11.19 6.000| -55
2. Zinsswap 22.11.12 - 22.11.22 5.000 -52
I _
3. Zinsswap 22.11.12 - 22.11.14 3.000 -32
7
4. Zinsswap 22.10.17 - 22.10.27 2.550 -11
5. Zinsswap 30.03.12 - 30.12.26] 5.300 -156

Die Grundgeschäfte (Darlehen) und die Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) weisen ne-
ben der Betragsidentität auch die gleiche Laufzeit auf. Aufgrund der deckungsgleichen
Beziehung konnte auf eine bilanzielle Risikovorsorge für die nach bankinternen
Berechnungsmodellen errechneten negativen Zeitwerte von insgesamt 306 TEUR ver-
zichtet werden. Es wurde die Einfrierungsmethode verwendet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen hauptsächlich auf
Gasbezugsrechnungen und EEG-Umlagen an Übertragungsnetzbetreiber.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen im Wesentlichen Ver-
bindlichkeiten aus Überzahlungen und aus Konzessionsabgaben. Kreditorische Debito-
ren wurden verrechnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nach Saldierung mit den
Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Netzentgeltabrechnungen und erbrach-
ten Linienverkehrsleistungen der Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht, betreffen insbesondere (mit Überzahlungen verrechnete) Energielieferungen
und IT-Dienstleistungen.

Anlage 1.4/6 06 4503 029

Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen

in Höhe von 10.377 TEUR.

Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

31.12.2013 Bilanz bis 1Jahr 1bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 129.912 6.458 18.870 104.584

Erhaltene Anzahlungen 48 48 - ii

Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen 43.748 42.645 1.084 19

Verbindlichkeiten gegenüber dem ,

Gesellschafter 998 998 - -

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 496 496 - -

Verbindlichkeiten gegenüber Unterneh-

men, mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht 6.645 6.645 - -

Sonstige Verbindlichkeiten 13.449 13.449 - -

Summe 195.296 70.739 19.954 104.603

31.12.2012 Bilanz bis1Jahr 1bis5 Jahre über 5 Jahre

TEUR TEUR TEUR TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 129.463 6.075 21.108 102.280

Erhaltene Anzahlungen 32 32 - -

Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen 29.572 28.317 1.195 60

Verbindlichkeiten gegenüber dem

Gesellschafter 1.113 1.113 - -

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 387 387 - -

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.676 3.176 1.500 -

Sonstige Verbindlichkeiten 6.752 6.752 - -

Summe 171.995 45.852 23.803 102.340

06 4503 029 Anlage 1.4/7

Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf Steuern (11,4 Mio. EUR;

Vorjahr: 3,5 Mio. EUR).

Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die vom
Netzbetreiber durchgeleiteten Baukostenzuschüsse. Es sind Pachtvorauszahlungen
von 17,8 Mio. EUR für das Strom- und das Gasnetz passiv abgegrenzt.

Es besteht ein nicht zu bilanzierender Überhang der aktiven Steuerlatenzen, denen
Bewertungsunterschiede bei den Sach- und Finanzanlagen, bei den Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen sowie ge-
werbe- und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge zugrunde liegen. Diesen steht le-
diglich eine passive Steuerlatenz aus den Sonderposten mit Rücklageanteil gegen-
über. Der betriebsindividuelle Steuersatz beträgt 31,9 %.

[Steuerlatenzen SWMS per 31.12.2013 in TE B
| Buchwert-
Posten differenzen |Ertrag- latente
Latenzrechnung _ Steuersatz | Steuern |
Aktivlatenzen
Immaterielle Vermögensgegenstände 579 31,93 185
Sachanlagen Ta 31,93 5.548
Finanzanlagen
Beteiligungen an Kapitalgesellschaften 974 31,93 311
Beteiligungen an Personengesellschaften 4 7.545 15,83 1.194
Forderungen 672 31,93|_ 215
Wertpapiere 5.304 31,93 1.694
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 28.9807 | _ 9.256
| Sonstige Rückstellungen 52.460 31,93 16.750
Summe Aktivlatenzen aus Buchwertdifferenzen 113.897 35.153 |
Sonderposten mit Rücklageanteil -1.528 31,93 488 |
Summe Passivlatenzen aus Sopo mit Rücklageanteil -1.528 488
Saldo: 112.369 34.665
Anlage 1.4/8 06 4503 029

3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden vermindert um die darin enthaltene Strom- und Erdgassteuer
ausgewiesen. Sie betragen im Berichtsjahr TEUR 462.504. Davon entfallen (unter Be-
rücksichtigung von Installationsleistungen und sonstigen Nebengeschäften der Sparten)
TEUR 225.825 auf die Stromversorgung, TEUR 105.414 auf die Gasversorgung,
TEUR 41.229 auf die Wasserversorgung, TEUR 46.841 auf die Fernwärmeversorgung,
TEUR 33.000 auf den Verkehrsbetrieb und TEUR 10.195 auf die übrigen Aktivitäten.

Die aktivierten Eigenleistungen sind insbesondere aufgrund der neu gefassten Bilanzie-
rungsrichtlinien in Bezug auf die Aktivierung von Verteilungsanlagen um 5,5 Mio. EUR ge-
stiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Ver-
pachtung der Versorgungsnetze (30,1 Mio. EUR), die Erträge aus der Erstattung der Kon-
zessionsabgabe (13,8 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
(6,6 Mio. EUR) sowie Kostenerstattungen (5,9 Mio. EUR).

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind (wie
im Vorjahr) im Wesentlichen geprägt durch Bezugsaufwendungen für Energie- und Was-
serlieferungen (TEUR 168.872) und EEG-Zahlungen an Übertragungsnetzbetreiber
(TEUR 50.787). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen (wie im Vorjahr)
hauptsächlich die an die münsterNETZ abgeführten Netzentgelte (121,0 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben der Konzessionsabgabe
(18,4 Mio. EUR) im Wesentlichen IT-Dienstleistungen (9,2 Mio. EUR),Verluste aus dem
Abgang der Finanzbeteiligung EHW (6,2 Mio. EUR), Aufwendungen für Reparaturen u.Ä.
(4,9 Mio. EUR), Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit (2,3 Mio. EUR) sowie die Einzel-
wertberichtigung auf ein kurzfristiges Gesellschafterdarlehen an die FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH, Greven (1,9 Mio. EUR).

Der Zinsaufwand besteht großenteils aus Zinsen für Fremddarlehen (TEUR 4.038; Vor-
jahr: TEUR 2.372) und wurde des Weiteren durch Aufzinsung von Rückstellungen gemäß
8 277 Abs. 5 HGB in Höhe von TEUR 1.931 (im Vorjahr TEUR 1.943) belastet. Letztere
entfallen im Wesentlichen auf Pensionsrückstellungen (124 TEUR, im Vorjahr 135 TEUR),
Rückstellung Unterdeckung ZKW (1.086 TEUR, im Vorjahr 1.021 TEUR), Rückstellungen
für Deputate (272 TEUR, im Vorjahr 258 TEUR), Rückstellungen für Altersteilzeit (418
TEUR, im Vorjahr 498 TEUR).

„Angaben zum Jahresergebnis

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013 weist einen Jahresüber-
schuss von 3,4 Mio. EUR aus. Aus dem Jahresüberschuss werden 1,9 Mio. EUR den
Gewinnrücklagen zugeführt. Unter Anrechnung der bereits im Dezember 2013 geleisteten
Vorabgewinnausschüttung von 6,1 Mio. EUR sowie des aus dem Geschäftsjahr 2012 vor-
getragenen Gewinns von 5,0 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 0,4 Mio. EUR.

06 4503 029 Anlage 1.4/9

IV.Vermerke

Der Bilanzvermerk betrifft siebzehn Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH, Greven, in Höhe von insgesamt 22.150 TEUR (Vorjahr:
21.030 TEUR), zwei Bürgschaften in Höhe von 24.984 TEUR (Vorjahr: 24.984 TEUR) so-
wie eine Patronatserklärung in Höhe von 2.000 TEUR (Vorjahr: 2.000 TEUR) zugunsten
der Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster, und eine Bürgschaft zugunsten der
Neue Energie in Höhe von 443 TEUR (Vorjahr: TEUR 496). Der Bilanzvermerk berück-
sichtigt in der Höhe die Bürgschaftsvaluta per 31.12.2013.

Bei der Neue Energie besteht ein Ergebnisübernahmevertrag, der das Risiko einer Inan-
spruchnahme hier nahezu ausschließt.

Bei der Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster, besteht aufgrund der bestehen-
den Verträge zum Energiehandelsgeschäft mit den Gesellschaftern nur ein sehr begrenz-
tes wirtschaftliches Risiko für die Gesellschaft. Daneben bestehen für das übrige Energie-
handelsgeschäft Vorgaben der Gesellschafter zum Umfang und zur Risikobegrenzung,
die eine Inanspruchnahme nahezu ausschließen.

Die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, wird zudem aufgrund eines Ge-
sellschafterbeschlusses in den kommenden fünf Jahren planmäßig durch Erhöhung des
Stammkapitals in ihrer Liquidität und Refinanzierungskraft gestärkt.

V. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Investitionen beliefen sich zum 31.12.2013
auf 15,1 Mio. EUR. Aus Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren
resultieren jährliche Verpflichtungen von 157 TEUR.

Die Gesellschafter des Beteiligungsunternehmens FMO Flughafen Münster/Osnabrück
GmbH, Greven hatten für die Jahre 2013 - 2017 jeweils eine Kapitalerhöhung von
5,3 Mio. EUR beschlossen. Diese wird aufgrund eines weiteren Gesellschafterbe-
schlusses auf die Jahre bis 2015 zusammengefasst. Für die Stadtwerke Münster ent-
steht daraus für die Jahre 2014 und 2015 eine jährliche Belastung von 3,8 Mio. EUR
(insgesamt 7,6 Mio. EUR), die in dem bestehenden mittelfristigen Wirtschaftsplan be-
rücksichtigt ist.

Aus der Beteiligung an der Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG kön-
nen sich durch die Investitionen in Projekte zur regenerativen Energieerzeugung finan-
zielle Verpflichtungen bis zur einer Höchstgrenze von 9,8 Mio. EUR ergeben. Die Höhe
der möglichen finanziellen Verpflichtungen ist von den jeweils erworbenen Projekten
abhängig.

Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sonderver-
trags- und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unter-
nehmerischer Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von
Energie im Wert von 230,4 Mio. EUR geschlossen worden.

Anlage 1.4 / 10 06 4503 029

Die Geschäftsführung besteht aus:

2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe

Dr. Henning Müller-Tengelmann (kaufmännischer Geschäftsführer)
Dr. Andreas Hoffknecht (technischer Geschäftsführer) (bis zum 30.04.2014)

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

Gerhard Joksch (ab 16.05.2013)
Vorsitzender des Aufsichtsrates

(ab 05.02.2014)

Ratsherr

Freiberuflicher Raumplaner und Berater

Stefan Weber

Vorsitzender des Aufsichtsrates
(bis 04.02.2014)

Ratsherr

Selbständiger EDV-Berater

Rolf Wischer

1. Stellvertretender Vorsitzender
(ab 20.09.2013)
Arbeitnehmervertreter
KFZ-Mechaniker

Heinz Röhricht (bis 06.06.2013)

1. Stellvertretender Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter

Freigestellter Betriebsratsvorsitzender
Heizungsbauer

Dr. Michael Jung

2. Stellvertretender Vorsitzender
Ratsherr

Historiker

Frank Baumann
Ratsherr
Online-Designer

Wilhelm Breitenbach
Sachkundiger Bürger
Schulleiter

Ludger Brockmeyer (01.01.-06.06.2013)
Arbeitnehmervertreter
Facharbeiter

06 4503 029

Günther Kronberg (bis 06.06.2013)
Arbeitnehmervertreter
Kaufm. Angestellter

Theodor Knetzger
Sachkundiger Bürger (bis 13.10.2013)
Ratsherr (ab 14.10.2013)

Dr. Thorsten Kornblum

(bis 07.04.2013)

Ratsmitglied

Dipl.-Jurist, Steuerwissenschaftler
(LL.M.)

Dieter Maager (bis 28.02.2014)
Sachkundiger Bürger
Heizungs- und Lüftungssanitärmeister

Antonio Machado
Arbeitnehmervertreter
Lagerist

Andreas Nicklas (bis 06.02.2013)
Ratsherr
Rechtsanwalt

Alfons Reinkemeier
Stadtkämmerer

Michael Spiekermann-Blankertz
(ab 07.06.2013)
Arbeitnehmervertreter
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Industriekaufmann

Anlage 14/11

Manfred Engelmann
Sachkundiger Bürger
Bezirksgeschäftsführer a.D.

Walter von Göwels (ab 07.02.2013)
Ratsherr
Selbst. Versicherungsfachmann

Guido Gringel (ab 07.06.2013)
Arbeitnehmervertreter
Abteilungsleiter Einkauf

Heribert Klas (bis 15.05.2013)
Ratsherr
Leiter Stadtmarketing

Marliese Kosmider (ab 02.04.2014)
Ratsfrau
Oberstudienrätin

Marcus Vorholt (ab 07.06.2013)
Arbeitnehmervertreter
Verkehrsmeister

Hans Varnhagen
Ratsherr
Dachdeckermeister

Michael Weidekamp
Arbeitnehmervertreter
Techn. Angestellter

Maria Winkel (ab 18.04.2013)

Ratsfrau

Kauffrau in der Grundstücks- und Woh-
nungswirtschaft

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 493 TEUR. Hierauf entfallen auf
Dr. Hoffknecht 225 TEUR und auf Dr. Müller-Tengelmann 268 TEUR.

Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden 134 TEUR an Pen-
sionen aufgewendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von

2.345 TEUR.

Die Bezüge für den Aufsichtsrat betrugen 4.063 EUR.

Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien
Darlehen erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als
Mitglieder des Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten;
deren Wert betrug zum 31.12.2013 16.678 EUR bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %.
Von den bestehenden Darlehen wurden 4.457 EUR getilgt. Aufgrund des Ausschei-
dens aus dem Aufsichtsrat sind 12.761 EUR in diesem Darlehensbestand nicht mehr
auszuweisen, werden aber weiterhin regelmäßig getilgt. Lohn- und Gehaltsvorschüsse
wurden nicht gewährt.

Anlage 1.4/12 06 4503 029

3. Belegschaft

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2013 beträgt 1.088 nach
1.071 im Vorjahr. Die Belegschaft bestand durchschnittlich aus 909 (Vorjahr 924) voll-
zeitbeschäftigten und 179 (Vorjahr 147) teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern.

Die Gesellschaft ist Mitglied der KVW. Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im
Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenver-
sorgung zu gewähren. Die Gesellschaft hat sich bei Begründung der Mitgliedschaft
verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag über die Ver-
sorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) zu
versichern sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % +3,0 % Sanierungsgeld und
wird von der Gesellschaft allein getragen. Die Summe der versicherungspflichtigen
Löhne und Gehälter für das Geschäftsjahr 2013 beträgt 43,9 Mio. EUR. Zur Abdeckung
der aus einer möglichen Unterdeckung der KVW folgenden Verpflichtungen von
52,8 Mio. EUR hat die Gesellschaft eine Rückstellung von 25,1 Mio. EUR gebildet.

4. Angaben zu Anteilsbesitz gemäß $& 285 Nr. 11 HGB:

Höhe des
Name und Sitz der Gesellschaft Anteils
am Kapital
am Eigenkapital
31.12.2013 am 31.12.2013 Ergebnis 2013

% TEUR TEUR
münsterNETZ GmbH,
Münster * 100 100 0
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH,
Münster 100 598 33
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH,
Münster * 100 200 0
Westfälische Bauindustrie GmbH,
Münster **** 9 26.805 2.825
items GmbH, Münster 32 4.687 506
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH,
Münster **** 50 2.798 506
smart optimo Verwaltungs-GmbH, 50 126 34
Osnabrück
smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 47 8.909 2.122
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V.,
Enschede, Niederlande 50 415 139

06 4503 029 Anlage 1.4/13

Höhe des

Name und Sitz der Gesellschaft Anteils
am Kapital Eigenkapital
am am Ergebnis
31.12.2013 31.12.2013 2013
% TEUR TEUR
Windkraft .
Nordseeheilbad Borkum GmbH,
Borkum */*** 49,9 110 0
FMO
Flughafen Münster / Osnabrück GmbH,
Greven *** 35 26.374 1.5.430

Lokalradio Münster
Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG,
Münster ** 25

Energiepark Detmold Verwaltungs GmbH, 100 21 1
Münster ****

Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG,
Münster **** 100 1.906 1.65

Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG,
Löningen **** 100 ..1.925 99

Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH,
Löningen **** 100 26 1

* Das Ergebnis der Gesellschaft wird aufgrund eines bestehenden Vertrages übernommen
bzw. ausgeglichen.

* Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses ist in Anwendung
der Ausnahmeregelung gemäß $ 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB unterblieben.

** Eigenkapital zum 31.12.2012 sowie Ergebnis 2012

“ yorläufiges Ergebnis (vor Prüfung und vor Gremienbeschluss).

5. Angaben gemäß $ 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Von der münsterNETZ wurden Leistungen in Höhe von 108.601 TEUR (Netzentgelte
108.145 TEUR, Stromeinspeisungen aus KWK-Anlagen 456 TEUR) bezogen, an die
münsterNETZ wurden Leistungen in Höhe von 80.722 TEUR (Netzdienstleistungen
von 30.645 TEUR, Netzpacht von 43.907 TEUR, KWK-Zuschlag von 287 TEUR, ver-
miedene Netzentgelte von 2.620 TEUR, Netzverluste von 1.786 TEUR, Energiebezug
der Netze von 425 TEUR und Dienstleistungen im Rahmen der Servicevereinbarung
von 1.052 TEUR) abgerechnet.

Anlage 1.4 / 14 06 4503 029

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Anhang zum Konzernabschluss der Stadt-
werke Münster benannt. Auf eine Angabe wird hier daher nach $ 285 Nr. 17 HGB ver-
zichtet.

7. Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen
zustande gekommen sind

Im Geschäftsjahr 2013 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahestehenden Perso-
nen abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen
sind.

8. Einbeziehung in Konzernabschluss
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke
Münster GmbH, Münster, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzern-
abschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Jahresabschluss der Gesell-

schaft wird in den Konzernabschluss der Stadt Münster einbezogen (größter Konsoli-
dierungskreis).

Münster, den 23. Mai 2014

Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Müller-Tengelmann ppa. Dr. Thomas Haiber
(kaufmännischer Geschäftsführer)

06 4503 029 Anlage 1.4 / 15

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|

Lagebericht
der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2013 (01.01.-31.12.)

Geschäftsmodell des Unternehmens

Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur

Die Stadtwerke Münster GmbH, Münster (Stadtwerke Münster), sind als 100-prozentige
Tochter der Stadt Münster in der Versorgung von Kunden mit Energie und Wasser, im öffent-
lichen Personennahverkehr und weiteren kommunalen Dienstleistungen für die Bürger und
Kunden in Münster und der Region tätig.

Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke Münster gliedert sich in die fünf Geschäftsfel-
der Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnetze, Erzeugung, Verkehr und Straßenbe-
leuchtung.

Der Lagebericht stellt die Geschäftsfelder entsprechend den betrieblichen Strukturen dar.
Die Tätigkeiten der Stadtwerke Münster als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des
8 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG werden in den Abschnitten "Ertragslage" sowie "Finanz- und Ver-
mögenslage" erläutert.

Unternehmensstrategie

Die mittelfristige Strategie mit den drei Säulen: "Ausbau der regenerativen und umwelt-
freundlichen Energieerzeugung", "Entwicklung kommunaler Mehrwertdienste" und "regionale
Geschäftsentwicklung" wurde im Geschäftsjahr 2013 weiter verfolgt und ausgebaut.

Angesichts der energiepolitischen Rahmenbedingungen ließ sich der Ausbau der regenerati-
ven Energieerzeugung nicht mit der ursprünglich erwarteten Geschwindigkeit umsetzen. Die
erforderliche Rentabilität von Investitionsprojekten ist in der aktuellen Marktlage und unter
den bestehenden energiepolitischen Rahmenbedingungen häufig nicht mehr gegeben. Wei-
tere Investitionen sind zudem nur möglich, wenn trotz der Ergebnisbelastungen aus der be-
stehenden konventionellen Erzeugung weiterhin eine angemessene Eigenkapitalquote dar-
gestellt werden kann.

Der Ausbau kommunaler Mehrwertdienste konnte durch den Ausbau der PlusCard mit der
Einführung des e-Tickets als elektronisches Busticket einen deutlichen Schritt vorangetrie-
ben werden. Alle PlusCard-Kunden, die das e-Ticket nutzen, erhalten seit diesem Jahr eine
übersichtliche monatliche Abrechnung ihrer Fahrten online.

Die Expansion in die Region Münsterland erreichte mit der Vermarktung unserer Strompro-
dukte die Marke von 10.000 Haushaltskunden.

06 4503 020 Anlage 1.1 /1

Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2013 um 0,5 % an, mit einer im Jahresverlauf verstärkten
positiven Entwicklung. Der kalte Winter führte im ersten Quartal 2013 und bis in den April
hinein zu höheren Absatzmengen im Wärmemarkt. Der Gesamtenergieverbrauch in
Deutschland stieg in Folge um ca. 2,6 %, der Anteil der erneuerbaren Energien daran betrug
11,8%.

Die stark steigenden finanziellen Belastungen für die Teilnehmer am Energiemarkt haben die
politische Diskussion um die zukünftige Marktgestaltung in Folge der Energiewende weiter
angefacht, aber noch nicht zu verlässlichen, belastbaren Rahmenbedingungen geführt. Die
durch Gesetze und Verordnungen definierten Strompreisbestandteile sind in 2013 für Letzt-
verbraucher spürbar erhöht worden und schränken die Möglichkeit einer angemessenen
Strompreisentwicklung weiter ein.

Die Termin-Preise für Strom sind auch in 2013 weiter gesunken, führen aber aufgrund des
langfristig vorlaufenden Stromeinkaufs erst in den folgenden Jahren zu Entlastungen. Wett-
bewerber ohne langfristige Lieferverpflichtungen können kurzfristig günstiger einkaufen und
preisaggressiv im Markt auftreten. Die Termin-Preise für Erdgas werden nach geringen
Schwankungen in 2013 für 2014 und die folgenden Jahre konstant bis leicht steigend erwar-
tet.

Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster ist stark vom Handels- und
Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Entwicklung wirkt
sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung aus. Ledig-
lich der Absatz an unsere Industriekunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von der Konjunk-
turentwicklung.

Geschäftsverlauf

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 erreicht mit einem Jahresüberschuss von 3,4 Mio.
EUR die Erwartungen des Wirtschaftsplans. Im operativen Geschäft konnten die Ergebnis-
ziele trotz der wirtschaftlichen Belastungen, die sich für die konventionelle Stromerzeugung
infolge der Energiewende ergeben haben, im Wesentlichen erreicht werden. Der Energie-
und Wasservertrieb zeigte sich 2013 insgesamt stabilisiert und erwirtschaftete vor allem
durch den witterungsbedingt hohen Wärme- und Gasabsatz einen zufriedenstellenden Er-
gebnisbeitrag. Dazu hat aber auch der durch das eigene Portfoliomanagement optimierte
Gasbezug beigetragen. Der für die konventionelle Stromerzeugung negativen Entwicklung
des Strommarktes wurde durch eine außerplanmäßige Abschreibung von 13,9 Mio. EUR der
stromerzeugenden Bestandteile der GuD-Anlage Rechnung getragen. Ein positiver Ergeb-
nisbeitrag ist auch durch periodenfremde Effekte der münsterNETZ GmbH entstanden und
führte zu einer im Vergleich zum Vorjahr um 19,2 Mio. EUR gestiegenen Ergebnisabführung.
Hierzu trugen neben der Auflösung einer Rückstellung auch die Abrechnungen von Umlagen
für Vorjahre bei. Die Risikovorsorge für die Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle
Hamm GmbH & Co. KG, Hamm, und der damit verbundene Strombezug wurde fortgeschrie-
ben. Die Beteiligung an der ehw, Energiehandelsgesellschaft West, Münster, wurde nach
fristgerechter Kündigung zum 31.12.2013 beendet. In 2013 haben sich die Stadtwerke Müns-
ter gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern der ehw noch an einer Kapitalerhöhung
beteiligt, mit der die in 2013 drohende Überschuldung der ehw aufgrund der aus einem noch
weiterhin schwebenden Steuerverfahren zu berücksichtigenden Belastungen abgewendet
wurde. Aus der Veräußerung der Anteile wurde unter Berücksichtigung dieser Kapitalerhö-

Anlage 1.1/2 06 4503 020

hung ein Verlust von 6,2 Mio. EUR verbucht. Die bei der Finanzbeteiligung FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH, Greven, zu realisierende Ergebnisbelastung betrug 1,9 Mio.
EUR. Die Entwicklung der Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr stellte sich hingegen
sehr positiv dar.

Folgende zentrale finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Darstel-
lung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft herangezogen:

rin Indika- Ist 2013 Plan 2013 | relative Verän- |
toren derung
Jahresüberschuss 3,4 Mio. EUR 3,4 Mio. EUR -0%
Umsatzerlöse 462,5 Mio. EUR | 451,1 Mio. EUR +2,5%
Investitionen B 56,3 Mio. EUR 73,6 Mio. Eur | -23,5 %
nicht-finanzielle | 15t2013 Plan 2013 relative Verän-
Indikatoren derung
Stromabsatz 1.019 Mio. kWh 999 Mio. kWh +2,0% |
Erdgasabsatz 2.206 Mio.kWh | 1.993 Mio. kWh +10,7 %
Wärmeabsatz 636 Mio. kWh 487 Mio. kWh +30,6 %
Wasserabsatz 16.2 Mio.m’ | 15,7 Mio.m? 732%
Stromerzeugung 380,3 Mio. kWh | 528,1 Mio. kWh -28,0 %
GuD-Anlage
Fahrgastzahlen 39,7 Mio. 37,7 Mio. +5,3%

Die Umsatzerlöse lagen vor allem aufgrund des witterungsbedingt hohen Wärme- und Gas-
absatzes über Plan.

Die wesentlichen positiven Ergebniseffekte aus den Umsatzerlösen und dem Beteiligungser-
gebnis wurden durch die außerplanmäßige Abschreibung der GuD-Anlage sowie den Verlust
aus dem Verkauf der ehw-Anteile nivelliert.

Investitionsprojekte boten in der aktuellen Marktlage und unter den bestehenden energiepoli-
tischen Rahmenbedingungen nicht die erforderliche Rentabilität.

Der Stromvertrieb in die Region Münsterland konnte die abgesetzten Mengen steigern.

Der Erdgas- und der Wärmeabsatz lag witterungsbedingt vor allem im ersten Quartal 2013
deutlich über Plan.

Die abgesetzte Menge Wasser konnte gegenüber der vorsichtigen Planung annähernd kon-
stant gehalten werden.

Die Stromerzeugung der GuD-Anlage wurde aufgrund der für die konventionelle Stromer-
zeugung negativen Entwicklung des Strommarktes unter Plan zurückgefahren.

Die Fahrgastzahlen lagen insbesondere durch die positive Entwicklung der Abos über Plan.

06 4503 020 Anlage 1.173

Angesichts der oben dargestellten Belastungen kann das Ergebnis 2013 als noch zufrieden-
stellend bezeichnet werden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Erhöhung des Personalbestandes auf im Jahresdurchschnitt 941 Stellen war erforder-
lich, um weiterhin den stetig steigenden gesetzlichen Anforderungen an die kaufmännischen
und technischen Prozesse in Energieversorgung und Verkehr gerecht zu werden.

Dabei legen die Stadtwerke Münster weiterhin hohen Wert auf kompetente, motivierte Mitar-
beiter, die das Basisgeschäft effizient beherrschen und die zur Erledigung der Aufgaben
notwendigen Prozesse stetig weiterentwickeln.

Der Austausch mit Schulen in Münster im Rahmen verschiedenster Projekte wird weiter ge-
pflegt. Die Schüler haben die Möglichkeit, sich allgemein über Berufsbilder oder spezielle
Ausbildungsberufe zu informieren.

51 Auszubildende waren im Geschäftsjahr 2013 bei den Stadtwerken Münster beschäftigt,
von denen 22 für kaufmännische Berufe, teilweise ergänzt durch ein duales Studium, und
29 für technische Berufe ausgebildet wurden.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sanken insgesamt von 502,7 Mio. EUR auf 493,4 Mio. EUR. Nach Abzug
der Energiesteuern von 30,9 Mio. EUR ergaben sich bereinigte Umsatzerlöse in Höhe von
462,5 Mio. EUR. Zur Entwicklung des Energie- und Wasservertriebs siehe die Ausführungen
im Absatz "Energie- und Wasservertrieb".

Die aktivierten Eigenleistungen sind insbesondere aufgrund der neu gefassten Bilanzie-
rungsrichtlinien in Bezug auf die Aktivierung von Verteilungsanlagen um 5,5 Mio.
EUR gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 71,3 Mio. EUR um 5,7 Mio. EUR unter dem
Wert des vergangenen Geschäftsjahres (77,0 Mio. EUR). Sie enthalten im Wesentlichen die
Erträge aus der Verpachtung der Versorgungsnetze (30,1 Mio. EUR), die Erträge aus der
Erstattung der Konzessionsabgabe (13,8 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Rück-
stellungen (6,6 Mio. EUR) sowie Kostenerstattungen (5,9 Mio. EUR).

Der Materialaufwand sank von 416,6 Mio. EUR auf 396,7 Mio. EUR. Dazu haben vor allem
die rückläufigen Bezugskosten (2013: 168,9 Mio. EUR; im Vorjahr 191,3 Mio. EUR) beige-
tragen.

Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2013 von 57,8 Mio. EUR auf 60,2 Mio.
EUR gestiegen. Die Steigerung der Löhne und Gehälter folgte im Wesentlichen aus der Tari-
fentwicklung 2013, zum Teil auch aus der gestiegenen Anzahl von Mitarbeitern.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagever-
mögens und Sachanlagen lagen mit 24,1 Mio. EUR um 0,5 Mio. EUR unter dem Wert des
Vorjahres von 24,6 Mio. EUR. Hinzu kamen die eingangs bereits erwähnten außerplanmäßi-
gen Abschreibungen auf die stromerzeugenden Bestandteile der GuD-Anlage in Höhe von
13,9 Mio. EUR.

Antage 1.1/4 06 4503 020

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 57,1 Mio. EUR (im Vorjahr 52,9 Mio.
EUR). Die darin enthaltene Konzessionsabgabe an die Stadt Münster sowie die Stadt Dren-
steinfurt in Höhe von zusammen 18,4 Mio. EUR wurde voll erwirtschaftet. Als wesentlicher
Posten ist in dieser Position der Verlust aus der Veräußerung der Beteiligung an der ehw,
Energiehandelsgesellschaft West, Münster, mit 6,2 Mio. EUR enthalten. Aufgrund der Bedin-
gungen des Veräußerungsvertrages können diesem Verlust in kommenden Geschäftsjahren
bei dem erwarteten positiven Ausgang der steuerlichen Prüfungen Erträge gegenüberstehen.
Ebenfalls enthalten ist hier die Wertberichtigung auf das kurzfristige Gesellschafterdarlehen
an die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, mit 1,9 Mio. EUR. Demgegen-
über sind die Aufwendungen für Dienstleistungen und die periodenfrernden Aufwendungen
zurückgegangen.

Das Finanzergebnis von 24,0 Mio. EUR kompensiert die in den sonstigen betrieblichen Auf-
wendungen enthaltenen, aus Beteiligungen resultierenden Belastungen sowie die erwähnte
außerplanmäßige Abschreibung auf die stromerzeugenden Bestandteile der GuD-Anlage
und trägt somit deutlich positiv zum Gesamtergebnis bei. Diese Entwicklung wurde wesent-
lich durch im Vergleich zum Vorjahr höhere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

(24,8 Mio. EUR, im Vorjahr 5,8 Mio. EUR.) und aus Beteiligungen (5,7 Mio. EUR, im Vorjahr
4,6 Mio. EUR) getragen. Demgegenüber stiegen die Aufwendungen für Zinsen und ähnliche
Aufwendungen von 4,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,3 Mio. EUR. Die hohe, über Plan liegen-
de Ergebnisabführung der münsterNETZ GmbH (Umfirmierung der Stadtwerke Münster
Netzgesellschaft mbH zum 01.01.2014) von 24,8 Mio. EUR, die sich im Wesentlichen aus
periodenfremden Effekten und den neu gefassten Bilanzierungsrichtlinien ergeben hat, prägt
das Finanzergebnis. Der Anstieg der Erträge aus Beteiligungen ergibt sich noch aus einem
Sonderbeitrag zur Haushaltskonsolidierung der Tochtergesellschaft Westfälische Bauindust-
rie GmbH, Münster, (WBl). Dieser Anteil der in 2012 vereinbarungsgemäß zu leistenden
Zahlungen war zunächst von den Stadtwerken Münster vorfinanziert worden und wurde in
2013 durch die WBi zurückerstattet.

Da die Belastungen aus der außerplanmäßigen Abschreibung auf die stromerzeugenden
Bestandteile der GuD-Anlage (13,9 Mio. EUR), aus der Veräußerung der Anteile an der ehw
(6,2 Mio. EUR) sowie aus der Wertberichtigung des Gesellschafterdarlehens an die FMO
(1,9 Mio. EUR) nicht steuermindernd zu berücksichtigen waren, ergeben sich Ertragsteuern
von 10,4 Mio. EUR.

Nach Abzug der Ertrags- und Betriebssteuern von insgesamt 11,4 Mio. EUR ergibt sich ein
Jahresüberschuss von 3,4 Mio. EUR.

Energie- und Wasservertrieb

Das Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb entwickelte sich im Geschäftsjahr 2013 ins-
gesamt zufriedenstellend. Im Strommarkt konnte der Absatz insgesamt gesteigert werden.
Zu der stabilen Entwicklung hat insbesondere der Stromvertrieb in die Region Münsterland
beigetragen, durch den Rückgänge in einzelnen Kundensegmenten im Stammmarkt Münster
mehr als kompensiert werden konnten. Die abgesetzte Menge im Berichtsjahr betrug 1.019,4
Mio. kWh (im Vorjahr 992,0 Mio. KWhj).

Im Gasvertrieb konnte die abgesetzte Menge (ohne GuD-Anlage) auf 2.206 Mio. kWh (im
Vorjahr 2.188 Mio. kWh) auf hohem Niveau nochmals leicht gesteigert werden. Wesentlich
hat dazu die kalte Witterung im ersten Quartal 2013 beigetragen.

Im Wärmevertrieb konnte die abgesetzte Menge bei leicht gesunkener Kundenzahl von

623,6 Mio. kWh auf 636,1 Mio. kWh leicht gesteigert werden. Auch im Wärmemarkt hat dazu
wesentlich die kalte Witterung im ersten Quartal 2013 beigetragen.

06 4503 020 Anlage 1.1/5

Im Wasservertrieb blieb die im Geschäftsjahr 2013 abgesetzte Menge mit 16,2 Mio. m’ nach
16,1 Mio. m? im Vorjahr nahezu konstant. Bei weiterhin unveränderten Preisen blieben die
Umsatzerlöse von 31,7 Mio. EUR ebenfalls nahezu konstant.

Versorgungsnetze

Im Geschäftsjahr 2013 wurde der Ausbau der Versorgungsnetze mit einem Schwerpunkt
beim Fernwärmenetz weiter vorangetrieben. Insgesamt wurden 16,4 Mio. EUR in die Lei-
tungsnetze, Hausanschlüsse und zugehörigen Anlagen investiert.

Die Erlöse im Geschäftsfeld Versorgungsnetze sind im Geschäftsjahr 2013 auf 32,5 Mio. EUR
zurückgegangen. Dieser Rückgang ist wesentlich auf die neu gefassten Bilanzierungsrichtli-
nien in Bezug auf die Aktivierung von Verteilungsanlagen zurückzuführen. Erneuerungsmaß-
nahmen im Netz, die eine Länge von 200 Metern oder mehr erreichen, werden aktiviert. Erlö-
se aus der Abrechnung von Dienstleistungen an die münsterNetz GmbH für diese Maßnah-
men entfallen als Folge daraus.

Erzeugung

Das Geschäftsfeld Erzeugung wurde im Geschäftsjahr 2013 durch die Belastungen in der
konventionellen Erzeugung geprägt, die aufgrund der unter den herrschenden energiewirt-
schaftlichen Rahmenbedingungen negativen Ertragsaussichten eine außerplanmäßige Ab-
schreibung auf die stromerzeugenden Bestandteile der GuD-Anlage von 13,9 Mio. EUR not-
wendig machten. Darüber hinaus bilanziert die Stadtwerke Münster im Zusammenhang mit
der Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG eine Rückstel-
lung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von 16,2 Mio. EUR.

Verkehr

Die sehr positive Entwicklung des Geschäftsfelds Verkehr zeigt sich in wiederholten Spit-
zenergebnissen bei der Kundenbefragung, aber auch in der Entwicklung der Fahrgastzah-
len, die mit fast 40 Millionen einen neuen Spitzenwert erreichte. Auch die Anzahl der Ver-
tragskunden, die die verschiedenen Abos bzw. das neu eingeführte e-ticket nutzen, konnte
um fast 40 % auf über 57.000 gesteigert werden.

Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebs stiegen im Geschäftsjahr 2012 um 8,9 % auf

34,1 Mio. EUR. Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse, die konstanten Kosten für
Treibstoffe sowie die um 17 % gestiegenen Kosten für angemietete Fahrleistungen sowie
die positiven Auswirkungen der fortgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen ergeben einen
operativen Kostendeckungsgrad von 74,0 %, der weiterhin als zufriedenstellend bezeichnet
werden kann.

Straßenbeleuchtung

Das Geschäftsfeld Straßenbeleuchtung umfasst die Aktivitäten der Stadtwerke Münster in
der öffentlichen Straßenbeleuchtung sowie Dienstleistungen gegenüber Dritten. Umwelt-
schutz, Ressourcenschonung und eine damit verbundene Kostenreduzierung stehen wei-
terhin im Fokus des Geschäftsfeldes.

Anlage 1.1/6 06 4503 020

Finanz- und Vermögenslage

Kapitalausstattung/Finanzierung

Aus dem Jahresüberschuss von 3,4 Mio. EUR werden 1,9 Mio. EUR in die Gewinnrücklagen
eingestellt. Nach Verrechnung des vorgetragenen Gewinns aus dem Geschäftsjahr 2012 von
5,0 Mio. EUR und der im Dezember 2013 geleisteten Vorabgewinnausschüttung von

6,1 Mio. EUR verbleibt ein Bilanzgewinn von 0,4 Mio. EUR.

Die schwankende Preisbildung an den Energiemärkten ermöglicht es aggressiven Wettbe-
werbern, sich unter Inkaufnahme höherer Risiken am kurzfristigen Markt zu günstigeren
Konditionen einzudecken, als dies die nachhaltige und längerfristig orientierte Beschaffungs-
politik der Stadtwerke Münster erlaubt. Dem daraus resultierenden latenten Wettbewerbsrisi-
ko bzw. den aus den mark-to-market bewerteten Preisrisiken haben die Stadtwerke Münster
durch Bilanzierung angemessener Drohverlustrückstellungen zum Bilanzstichtag (44,9 Mio.
EUR, im Vorjahr 40,8 Mio. EUR) gezielt Rechnung getragen.

Die Investitionen - insbesondere in Verteilungsanlagen - betrugen im Geschäftsjahr 56,3 Mio.
EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind weiterhin wesentlich geprägt durch das
2012 aufgenommene Schuldscheindarlehen in Höhe von 70 Mio. EUR, das der langfristigen
Finanzierung der strategischen Projekte, insbesondere in der regenerativen Energieerzeu-
gung, dient.

Demgegenüber stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 29,6 Mio.
EUR um 14,1 Mio. EUR auf 43,7 Mio. EUR.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie gegenüber
verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
wurden im Bilanzausweis wiederum soweit zulässig zusammengefasst. Sie stiegen um

20,8 Mio. EUR auf zusammen 30,8 Mio. EUR an, wesentlich bedingt durch Forderungen aus
Leistungen an die münsterNETZ GmbH.

Die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr um 8,0 Mio. EUR auf 68,9 Mio. EUR erhöht.

Vermögen
Das Sachanlagevermögen erreichte im Berichtsjahr nach einem Anstieg um 4,2 Mio. EUR auf
239,5 Mio. EUR einen Anteil von 47,2 % an der Bilanzsumme.

Der Anstieg des Sachanlagermögens ist auch durch die neu gefasste Bilanzierungsrichtlinie
in Bezug auf die Aktivierung von Verteilungsanlagen bedingt.

Die Finanzanlagen gingen im Geschäftsjahr 2013 um 1,6 Mio. EUR auf 92,9 Mio. EUR zu-
rück. Prägend war hier insbesondere die Veräußerung der Anteile an der ehw.

Die Vorräte erhöhten sich um 2,2 Mio. EUR auf 8,3 Mio. EUR. Die Erhöhung ergibt sich aus

dem Bestand der hier ausgewiesenen unfertigen, noch zur Abrechnung anstehenden Kun-
denaufträge.

06 4503 020 Anlage 1.1/7

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 13,0 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR zurück-
gegangen. Enthalten ist hier u.a. das eingangs bereits genannte kurzfristige Darlehen an die
FMO, das in voller Höhe wertberichtigt wurde. Der Kapitalbedarf der FMO wird bis zum Vor-
liegen der angefragten beihilferechtlichen Zustimmung der EU-Kommission als Darlehen von
den Gesellschaftern gewährt statt der primär intendierten Erhöhung der Kapitalrücklage der
FMO.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens haben insgesamt einen Stand von unverändert
6,0 Mio. EUR.

Die liquiden Mittel stiegen auf 68,9 Mio. EUR (im Vorjahr 60,9 Mio. EUR.). Sie ergeben sich
im Wesentlichen aus dem in 2012 aufgenommenen Schuldscheindarlehen. Die Liquidität
wird zur Finanzierung des Bestandsgeschäfts und der Erweiterungsinvestitionen vorgehal-
ten.

Die Vermögens- und Finanzlage bildet weiterhin eine valide wirtschaftliche Basis für die weite-
re Strategie- und Geschäftsentwicklung der Stadtwerke Münster. Zur Sicherung der Eigenka-

pitalquote werden allerdings Investitionsprojekte sehr kritisch bewertet und ggf. über Bürger-
beteiligungen, also ohne Eigenmittel der Stadtwerke Münster, realisiert.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres 2013 sind bis heute keine Ereignisse von wesentlicher Be-
deutung für die Stadtwerke Münster eingetreten.

Anlage 1.1/8 06 4503 020

Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der zu-
künftigen Entwicklung

Konjunkturelle Entwicklung

Das Absatzvolumen der Stadtwerke Münster ist aufgrund des ausgewogenen Verhältnisses
von Privat- und überwiegend im Dienstleistungssektor tätigen Geschäftskunden verhältnis-
mäßig unabhängig von der unmittelbaren konjunkturellen Entwicklung. Dennoch sind kon-
junkturelle Einflüsse für die Stadtwerke Münster in Form von Preiseffekten bei den Primär-
energieträgern von signifikanter Bedeutung für die Geschäftsentwicklung.

Deutschland wird nach der Prognose der IKB Deutsche Industriebank aus Februar 2014 mit
einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von ca. 2 % in 2014 erneut die Konjunk-
turentwicklung in der Eurozone anführen. Auch die Eurozone selbst befindet sich mit einer
BIP-Prognose von 1 % wieder auf einem vorsichtigen wirtschaftlichen Erholungskurs. Zentra-
ler Wachstumstreiber für die Weltkonjunktur bleibt China trotz einer im Verhältnis zu früheren
Jahren abgeschwächten BIP-Prognose für 2014 von 7,2 %.

Für die Entwicklung der relevanten Weltmarktpreise für Erdöl, Erdgas und Kohle leiten die
Stadtwerke Münster aufgrund dieser fundamentalen Daten die Erwartung ab, dass 2014 ten-
denziell von seitwärts laufenden bis leicht ansteigenden Großhandelspreisen geprägt sein
wird. Inwieweit sich die politische Krise zwischen Russland und der Ukraine nachhaltig ins-
besondere auf die Preise für russisches Erdgas und Erdöl auswirken wird, bleibt abzuwarten.
Kurzfristige starke Preisanstiege können aber nicht ausgeschlossen werden.

Energiepolitische Rahmenbedingungen

Ganz anders als die eher positiven Zeichen der konjunkturellen Entwicklungen in Deutsch-
land und Europa für 2014 zeigt sich die Situation der deutschen Energiebranche. Der
Strommarkt in Deutschland ist auf der Erzeugerebene inzwischen überwiegend von nationa-
len energiepolitischen Einflüssen geprägt. Der erhebliche Zuwachs an regenerativer Ener-
gieerzeugung, insbesondere durch Onshore-Windenergieanlagen, hat in Verbindung mit
dem vorhandenen konventioneilen Kraftwerkspark zu massiven Überkapazitäten im deut-
schen Erzeugungsmarkt geführt. Während die regenerativen Kapazitäten nach dem Erneu-
erbare Energien Gesetz (EEG) mit einer festen Einspeisevergütung über die gesamte Lauf-
zeit versehen sind, sind die Börsenhandelspreise für konventionell erzeugten Strom so stark
abgesunken, dass viele Kraftwerke augenblicklich nicht mehr rentabel zu betreiben sind.
Insbesondere neue, moderne Gaskraftwerke, die durch ihre Umweltfreundlichkeit und hohe
Flexibilität einen Beitrag zur Energiewende leisten sollten, aber auch neue Steinkohlekraft-
werke, sind von dieser Entwicklung betroffen.

Die anstehende Novellierung des EEG soll Zuwachs und Einspeisevergütung neuer Anlagen
reduzieren. Es ist offen, ob dieses Ziel mit dem vorliegenden Gesetzentwurf gelingen wird.
Unabhängig davon wird dies aber nichts daran ändern, dass die vorhandenen Kapazitäten
noch auf Jahre im Markt verbleiben und preisbeeinflussend sein werden.

Unterstützend für moderne, umweltfreundliche Gaskraftwerke — wie die in Kraft-Wärme-
Kopplung betriebene GuD-Anlage der Stadtwerke Münster am Hafen — könnte grundsätzlich
ein angemessener Preis für CO,-Zertifikate wirken. Ein solcher ist aber mittelfristig nicht zu
erwarten, da vom EU-Parlament keine ernsthaften Impulse ausgehen, den bestehenden gra-
vierenden Mengenüberhang an Zertifikaten zu beseitigen.

06 4503 020 Anlage 1.1/9

Aktuelle Preisentwicklungen

Aus dieser Situation ergeben sich signifikante Risiken insbesondere für die Margensituation
der GuD-Anlage der Stadtwerke Münster. Während bspw. der börsennotierte Base-Strom-
preis für das Kalenderjahr 2015 zwischen Februar 2013 und Februar 2014 um über 14 %
zurückgegangen ist, ist der entsprechende Preis für die Einsatzenergie Erdgas nahezu un-
verändert geblieben. Die Erzeugungsmarge reduziert sich dadurch um rd. 35 % gegenüber
dem Vorjahreszeitraum.

Im Energievertrieb wurden zum 01.01.2014 lediglich die Absatzpreise für Strom und Fern-
wärme angepasst. Der Strompreisanstieg um ca. 3,5 % beinhaltete ausschließlich die Erhö-
hung der staatlichen EEG-Umlage. Der Fernwärmepreis erhöhte sich formelbasiert um

0,9 %. Das effektive Portfoliomanagement der Stadtwerke Münster machte es möglich, den
Absatzpreis für Erdgas seit dem 01.07.2012 für die Kunden konstant zu halten. Auch der
Wasserpreis der Stadtwerke Münster blieb zum 01.01.2014 im nunmehr 6. Jahr in Folge
nochmals unverändert.

Die Preise für den öffentlichen Personennahverkehr werden zum 01.08.2014 infolge der
Kostenentwicklung, insbesondere wegen tarifbedingt steigender Personalkosten, um 2,4 %
angehoben. Aus dem jüngsten Tarifabschluss der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für den
relevanten Tarifvertrag Nahverkehr werden weitere Kostensteigerungen in 2014 resultieren,
die ggf. noch eine weitere Preismaßnahme erforderlich machen werden.

Entwicklung der Absatzmengen

Die Monate Januar und Februar 2014 waren von für die Jahreszeit außergewöhnlich hohen
Temperaturen geprägt. Die Gradtagszahlen, welche maßgeblich für den Absatz in den Spar-
ten Gas und Wärme sind, lagen im 1. Quartal 2014 kumuliert um ca. 18 % unter der Planung
auf Basis des langfristigen Temperaturmittelwertes. In der Prognose ist davon auszugehen,
dass dies zu entsprechenden Ergebniseinbußen für 2014 führen wird.

Die Absatzprognosen für Strom und Wasser hingegen liegen nach dem 1.Quartal im Bereich
der Planung.

Strategie, Chancen und Risiken

Die mittelfristige Strategie mit den drei Säulen "Ausbau der regenerativen und umweltfreund-
lichen Energieerzeugung", "Entwicklung kommunaler Mehrwertdienste" und "regionale Ge-
schäftsentwicklung" wird grundsätzlich auch im Jahr 2014 weiterverfolgt werden.

Allerdings werden die Stadtwerke Münster in Anbetracht der beschriebenen energiepoliti-
schen Rahmenbedingungen die ursprünglich vorgesehene Ausbaugeschwindigkeit für die
regenerativen Erzeugungskapazitäten voraussichtlich reduzieren müssen, da die erforderli-
che Rentabilität der entsprechenden Investitionen infolge der anstehenden EEG-Novellie-
rung zurückgehen wird. Zudem gilt es, trotz der Ergebnisbelastungen im Erzeugungsbereich
eine adäquate Eigenkapitalquote sicherzustellen. Dies wiederum reduziert den Spielraum für
klassische Fremdfinanzierungen. Um dennoch ein angemessenes Ausbauvolumen realisie-
ren zu können, planen die Stadtwerke Münster, Bürgerbeteiligungsmodelle aufzulegen, mit
denen die Finanzierung auf eine breite Basis gestellt wird.

Der Ausbau der kommunalen Mehrwerte, insbesondere über die elektronische PlusCard als
intelligente Kundenkarte der Stadtwerke Münster, wird konsequent weiterbetrieben. Nach-
dem in 2013 das e-Ticket, ein elektronisches Busticket, mit großem Erfolg bei den Stadtwer-
kekunden mit der PlusCard eingeführt wurde, wird im Laufe des Jahres 2014 ein elektroni-
sches Parkticket aufgespielt werden, mit dem bequemes und bargeldloses Parken in einer
Vielzahl von Parkhäusern in Münster möglich wird. Auch die bargeldiose Taxinutzung ist in
Vorbereitung. Transparente und übersichtliche Abrechnungen für die PlusCard-Services

Anlage 1.1/10 06 4503 020

werden die Kunden monatlich bequem online erhalten. Die elektronische PlusCard entwickelt
sich damit zu einem zentralen Kundenbindungsinstrument der Stadtwerke Münster weiter.

Auch die Expansionsstrategie in die Region Münsterland wird in 2014 mit einem regionalen
Vermarktungskonzept fortgeführt. Nachdem in 2013 die Marke von 10.000 Strom-Privat-
kunden in der Region Münsterland erreicht wurde, rechnen die Stadtwerke Münster für 2014
mit einem weiteren, aber moderateren Wachstum.

Angesichts der branchenweit angespannten Ergebnissituation werden die Stadtwerke Müns-
ter zudem Optimierungsmöglichkeiten in den internen Prozessabläufen prüfen. Optionen
werden u.a. in der noch stärkeren Automatisierung von Standardprozessen gesehen, z.B.
durch den Ausbau der Online-Services im Energievertrieb.

Signifikante Risiken werden weiterhin im Bereich der konventionellen wie auch der regene-
rativen Energieerzeugung gesehen. Der Margendruck aus niedrigen Strompreisen und nur
wenig sinkenden Gaseinsatzkosten birgt weiterhin hohe Risiken. Zudem werden zusätzliche
Kostenbelastungen aus den jüngsten Tarifabschlüssen mit der Dienstleistungsgewerkschaft
Verdi entstehen.

Den üblichen Wettbewerbsrisiken im Energievertrieb begegnen die Stadtwerke Münster mit
der Weiterentwicklung des eigenen Portfoliomanagements, begleitet von einem professionel-
len Controlling von Handelsrisiken. Nachdem bereits in 2012 die Gasbeschaffung von lang-
fristiger Ölpreisbindung auf eine börsenorientierte, strukturierte Beschaffung umgestellt wur-
de, vollziehen die Stadtwerke Münster ab 01.01.2014 auch die strukturierte Strombeschaf-
fung über das unternehmenseigene Portfoliomanagement. Die erforderlichen Software-
Tools, wie ein integriertes Energiedatenmanagementsystem und ein System zur kurzfristigen
Angebotskalkulation auf der Basis von Portfoliodaten, stehen seit Anfang 2014 zur Verfü-
gung. Eine entsprechende Limitsteuerung stellt sicher, dass sich ergebende Marktchancen in
der Energiebeschaffung im Rahmen der definierten Risikostrategie genutzt werden können.

Positive Sondereffekte für das Ergebnis 2014 können im Immobilienbereich aus diversen
Grundstücksverkäufen am Hafen erwartet werden. Darüber hinaus ist die weitere Entwick-
lung des schwebenden Steuerverfahrens bei der ehw abzuwarten. Ggf. können hier positive
Rückflüsse aus einem Besserungsschein fließen.

06 4503 020 Anlage 1.1/ 11

Leistungsindikatoren

Infolge der zu erwartenden hohen Belastungen im Bereich der konventionellen Erzeugung
liegt der für das Geschäftsjahr 2014 geplante Jahresüberschuss nach Verrechnung prognos-
tizierter Verluste im Verkehrsbereich lediglich bei ca. 1,4 Mio. EUR. Für die finanziellen und
nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Stadtwerke Münster wird folgende Entwicklung
erwartet:

finanzielle Ist 2013 Plan 2014 | relative

Indikatoren Veränderung
Jahresüberschuss 3,4 Mio. EUR 1,4 Mio. EUR - 58,8%
Umsatzerlöse 462,5 Mio. EUR 4742Mio.EER| DO +25%
Investitionen 56,3 Mio. EUR 67,3 Mio. EUR + 19,5 %

nicht-finanzielle Ist 2013 Plan 2014 relative Verän-

Indikatoren derung
Stromabsatz 1.019 Mio. kWh 1.150 Mio. kWh +12,9%
Erdgasabsatz 2.206 Mio. kWh 2.180 Mio. kWh -12%
Wärmeabsatz 636 Mio. kWh 605 Mio. kWh -49%
Wasserabsatz 16,2 Mio. m?’ Women | 2]
Stromerzeugung 380,3 Mio. kWh 270,6 Mio. kWh - 28,8 %
GuD-Anlage
Fahrgastzahlen 39,7 Mio. 39,9 Mio. +0,5%

Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist insbesondere geprägt vom Absatzwachstum im
Stromvertrieb sowie von der Weitergabe der zum 1.1.2014 erhöhten gesetzlichen EEG-
Umlage in den Strompreisen. Maßgeblich für die Veränderung der Investitionen sind neben
den üblichen Erhaltungsinvestitionen im Bereich der Versorgungsnetze auch weiterhin die
Ausbaustrategie im Bereich der regenerativen Erzeugung mit dem Fokus "Onshore-
Windenergie" sowie Sondereffekte im Immobilienbereich.

Das Absatzwachstum im Stromvertrieb unterstellt die Weiterverfolgung der regionalen Ex-
pansionsstrategie sowie eine erfolgreiche Kundenrückgewinnung im Stammgebiet Münster.
Die leichten relativen Absatzrückgänge im Gas- und Wärmesegment gegenüber dem Jahr
2013 sind auf die extrem kühlen Temperaturen der ersten vier Monate des Jahres 2013 zu-
rückzuführen, die bei den Stadtwerken für das Geschäftsjahr 2013 trotz der wiederum relativ
warmen Monate Oktober und Dezember 2013 insgesamt zu hohen Wärmeabsätzen geführt
haben.

Der massive Rückgang der geplanten Stromerzeugung in der GuD-Anlage am Hafen ist Fol-
ge des hohen Margeneinbruchs für moderne, gasbetriebene Kraftwerke; noch 2012 lag die
Ausbringung der Anlage bei ca. 450 Mio. kWh. Die Stromproduktion in der Mittellast ist au-
genblicklich unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen selbst im Winter nicht mehr möglich.
Lediglich in Peak-Zeiten lassen sich mit der Eigenerzeugung zumindest noch Deckungsbei-
träge zur Entlastung der fixen Kraftwerkskosten erwirtschaften. Diese Effekte verdeutlichen
nachdrücklich das momentane Kernproblem der Energieversorgungsbranche und stellen
somit auch die wesentlichen Risiken für das geplante Ergebnis 2014 dar.

Anlage 1.1/12 06 4503 020

Nach wie vor erfreulich ist die voraussichtliche Entwicklung der Fahrgastzahlen in der Ver-
kehrssparte. Ziel ist es, das in den letzten Jahren konsequent gesteigerte Niveau der Fahr-
gastzahlen auch in 2014 insbesondere durch verbesserte Auslastung des bestehenden Ver-
kehrsangebotes in Verbindung mit dem weiteren Ausbau des elektronischen Tickets noch-
mals zu erhöhen.

Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung aber weiterhin schwierige Rahmenbedingungen für
die Stadtwerke Münster. Das vor diesem Hintergrund auf niedrigem Niveau für das Ge-
schäftsjahr 2014 geplante Ergebnis erreicht mit 1,4 Mio. EUR nur noch 40% des geplanten
Vorjahresergebnisses.

Öffentliche Zwecksetzung nach der Gemeindeordnung NRW

Über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und Zweckerreichung der Stadtwerke
Münster im Geschäftsjahr 2013 gemäß $ 108 Abs. 3 Nr. 2 der Gemeindeordnung Nordrhein-
Westfalen wird gleichzeitig mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht an den Gesell-
schafter getrennt berichtet. Die öffentliche Zwecksetzung und Zweckerreichung wurden ein-
gehalten.

Die Stadtwerke Münster GmbH stellt für das Geschäftsjahr 2013 einen Konzernabschluss
sowie einen Konzernlagebericht auf.

Münster, den 23.05.2014

Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Müller-Tengelmann ppa. Dr. Thomas Haiber
(kaufmännischer Geschäftsführer)

Durch Rundungen können sich bei den Zahlen Abweichungen ergeben.

06 4503 020 \ Anlage 1.1/ 13

=
Deloitte. Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

6 WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 der Stadtwerke
Münster GmbH, Münster, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden unter dem 23. Mai 2014 unter-
zeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -
unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Nach $ 6b Abs. 5 EnWG umfass-
te die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG, wo-
nach für die Tätigkeiten nach $ 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse
aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach
den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesell-
schaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach $ 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwor-
tung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchfüh-
rung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach
8 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß 8 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorge-
nommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ord-
nungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hin-
reichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3
EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen wer-
den die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung
werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise
für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der
Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben
beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung, die Würdigung der Gesamtdarstellung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung
der Konten nach & 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz
der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere
Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

06 4503 029 29

=
Deloitte. Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat
zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, den gesetzlichen Vorschriften und den er-
gänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermö-
gens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahres-
abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG, wonach für

die Tätigkeiten nach $ 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzu-
stellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt."

30 06 4503 029

=
De lo ) tte . Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

7 SCHLUSSBEMERKUNG

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das
Geschäftsjahr 2013 der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, erstatten wir in Übereinstimmung mit
den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei
Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450).

Zu dem von uns erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 6
"Wiedergabe des Bestätigungsvermerks".

Düsseldorf, den 23. Mai 2014

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Harnacke) (Jahn)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der testierten Fas-
sung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellung-
nahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung
erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des $ 328 HGB hin.

06 4503 029 SNR2014109065 31

Beschlussvorlage

4783 Zeichen

V/0398/2014 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
Jahresabschluss 2013 der Stadtwerke Münster GmbH 
Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2014 
 
Beratungsfolge  
02.07.2014 Rat Entscheidung 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtw erke Münster 
GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: 
 
1. Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn - und Verlustrechnung und Anhang) 
zum 31.12.2013 in der vorliegenden, vom Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wir t-
schaftsprüfergesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk 
testierten Fassung, wird festgestellt.  
 
2. Aus dem Jahresüberschuss von 3.370 .000 € werden 1.920.000 € in die anderen Gewin n-
rücklagen eingestellt. Unter Anrechnung der bereits im Dezember  2013 geleisteten Vora b-
gewinnausschüttungen von 6.060.000 € sowie  des aus dem Geschäftsjahr vorgetragenen 
Gewinns von 5.050.000 € ergibt sich de r Bilanzgewinn von 440.000 €, der wiederum auf 
neue Rechnung vorgetragen wird.  
 
3. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 wird zur Kenntnis genommen. 
 
4. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das G e-
schäftsjahr 2013 Entlastung erteilt. 
 
5. Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel - und Konzernabschlusses der Stadt-
werke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2014 wird die Deloitte & Touche GmbH Wir t-
schaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt. 
Der Auftrag wird erteilt durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft.  
 
Begründung: 
Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß 
§ 12 des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlu ssfas-
sung über 
 
 die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses, 
 die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates und 
 die Auswahl des Abschlussprüfers. 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0398/2014 
Auskunft erteilt: 
Herr Deppe 
Ruf: 
492 20 20 
E-Mail: 
Deppe@stadt-muenster.de  
Datum: 
11.06.2014 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0398/2014 
Die Zuständigkeit für die Beschlussfassung liegt nor malerweise beim Ausschuss für Finanzen, 
Beteiligungen und Liegenschaften. Da jedoch der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH 
den Banken termingerecht vorgelegt werden muss, ist es erforderlich, dass eine Beschlussfassung 
durch den Rat und anschließend zeitnah durch die Gesellschafterversammlung erfolgt. 
 
Die Stadtwerke Münster GmbH hat im Geschäftsjahr 2013 einen Jahresübe rschuss in Höhe von 
3,37 Mio. € (Vorjahr 2,76 Mio. €) erzielt.  
Die Umsatzerlöse (ohne Energiesteuer) verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 9,3  Mio. € 
auf 493 Mio. €. 
Auf der Aufwandsseite erhöhen sich die wesentlichen Aufwandspositionen (Personal, Abschre i-
bungen). Der Materialaufwand verminderte sich um Mio. 19,9 € auf 396,7  Mio. €. Die Persona l-
kosten steigen um rd. 2,4 Mio. € auf rd. 60,2 Mio. €. Die Abschreibungen auf immaterielle Verm ö-
gensgegenstände und Sachanlagen steigen um rd. 13,4 Mio. € auf rd. 38,1 Mio. €. Die Abschre i-
bungen auf Finanzanlagen hingegen vermindern sich um rd. 1,75 Mio. €.  
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um rd. 4,2 Mio. € auf 57,1 Mio. €.  
 
Vermögenslage: 
Wesentliche Erhöhungen auf der Aktivseite ergeben sich bei den Forderungen und sonstigen 
Vermögensgegenständen mit einem Zuwachs von rd. 25 Mio. € auf insgesamt 90,2 Mio. €. Dag e-
gen sanken die Finanzanlagen um rd. 1,6 Mio. € (Vj. 94,6 Mio. €) auf 92,9 Mio. €. 
Der Kassenbestand (rd. 68,9 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr (60,9 Mio. €) um 8  Mio. € 
erhöht. 
Insgesamt erhöht sich das Bilanzvermögen um rd. 37,6 Mio. €. 
Auf der Passivseite hat sich der Wert der Rückstellungen um rd. 20,8 Mio. € auf nu nmehr 134,8 
Mio. € erhöht. 
Die Verbindlichkeiten steigen um rd. 23,3 Mio. € auf 195 Mio. €. 
Die Geschäftsführung schlägt vor 1,92 Mio. € des Bilanzgewinns (3,37 Mio. €)  in die anderen 
Gewinnrücklagen einzustellen. Der ausgewiesene Gewinn beträgt demnach 1,43 Mio. €. 
Der Wirtschaftsprüfer hat der Stadtwerke Münster GmbH den uneingeschränkten Bestätigung s-
vermerk am 23.05.2013 erteilt. 
 
Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss sind sowohl d em Geschäftsbericht 2013 als auch der 
als Anlage 1 beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 03/2014 der Stadtwerke Münster GmbH zu en t-
nehmen.  
 
I. V. 
 
 
 
gez. 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
Anlage1: Vorlage des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2013 mit Jahresabsc hluss und Lag e-
bericht 
 
Anlage 2: Vorlage des Aufsichtsrates  zur Bestellung des Abschlussprüfers

Anlage 2: AR Vorlage Bestellung Abschlussprüfer

2164 Zeichen

\/

DD

Stadtwerke Münster

Münster, 20.05.2014
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 70/2014

Betreff
Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2014 der Stadtwerke Münster
GmbH

Berichterstatter
Herr Dr. Müller-Tengelmann

Antrag
Der Aufsichtsrat wolle beschließen:

Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfohlen:

Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses
der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2014 wird die Deloitte & Tou-
che GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt.

Der Auftrag wird erteilt durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft.

Begründung

Die Deloitte & Touche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf hat nach unserer
Auffassung gewissenhaft und umsichtig ihre Prüfungstätigkeiten zu den Jahresab-
schlüssen 2011, 2012 und 2013 im Hause der Stadtwerke vorgenommen. Der Prüfer
verfügt über die bei der Jahresabschlussprüfung erforderliche Branchenkompetenz.
Gleiches gilt für die Durchführung der Schwerpunktprüfungen entsprechend den Vorga-
ben des Aufsichtsrates.

Es wird daher empfohlen, Deloitte & Touche auch für das Geschäftsjahr 2014 mit der
Abschlussprüfung für den Einzel- und Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH
zu beauftragen.

Neben der Stadtwerke Münster GmbH werden voraussichtlich auch mehrere
mandantenbetreute Beteiligungsgesellschaften der Stadtwerke Deloitte & Touche mit
der Prüfung ihrer Einzelabschlüsse beauftragen.

Gemäß $ 12 des Gesellschaftsvertrages der Stadtwerke Münster GmbH wird die Bestel-
lung des Abschlussprüfers nach Beschlussfassung durch die Gesellschafterversamm-
lung durch die Geschäftsführung des Unternehmens vorgenommen.

D

Stadtwerke Münster

Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG) soll der
Prüfungsauftrag durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft erteilt werden. Diese Regelung
ist seit mehreren Jahren Praxis im Haus der Stadtwerke.

Die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte durch den Abschlussprüfer für das Ge-
schäftsjahr 2014 erfolgt mit einer besonderen Vorlage an den Aufsichtsrat.

Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Müller-Tengelmann

Anlage 1: AR Vorlage zum Jahresabschluss

6262 Zeichen

Nv.

N

Stadtwerke Münster

Münster, 20.05.2014

Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 03/2014

Betreff
Jahresabschluss 2013 der Stadtwerke Münster GmbH

Gremienfolge

10.06.2014 Aufsichtsrat Stadtwerke Münster GmbH

Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
Hauptausschuss, Rat

(Die Termine werden abhängig von der konstituierenden Sitzung des
am 25. Mai gewählten Rates festgelegt.)

Berichterstatter
Herr Dr. Müller-Tengelmann

Anlagen

Geschäftsbericht 2013, enthaltend:

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013, bestehend aus:
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang sowie den

Lagebericht,

Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit Bestätigungsvermerk

Antrag
Der Aufsichtsrat wolle beschließen:

Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen:

1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2013 in der vor-
liegenden, vom Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk tes-
tierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der
Stadtwerke Münster festgestellt.

2. Aus dem Jahresüberschuss von 3.370.000,00 € werden 1.920.000,00 € in die
anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Unter Anrechnung der bereits im Dezem-
ber 2013 geleisteten Vorabgewinnausschüttung von 6.060.000,00 € sowie des
aus dem Geschäftsjahr 2012 vorgetragenen Gewinns von 5.050.000,00 € ergibt
sich ein Bilanzgewinn von 440.000,00 €, der wiederum auf neue Rechnung vor-
getragen wird.

Seite 1

\/

N

Stadtwerke Münster

3. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 wird zur Kenntnis genommen.

4. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für
das Geschäftsjahr 2013 Entlastung erteilt.

Begründung

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 erreicht mit einem Jahresüberschuss von

3,4 Mio. Euro die Erwartungen des Wirtschaftsplans. Im operativen Geschäft konnten
die Ergebnisziele trotz der wirtschaftlichen Belastungen, die sich für die konventionelle
Stromerzeugung infolge der Energiewende ergeben haben, im Wesentlichen erreicht
werden. Der Energie- und Wasservertrieb zeigte sich 2013 insgesamt stabilisiert und
erwirtschaftete vor allem durch den witterungsbedingt hohen Wärme- und Gasabsatz
einen zufriedenstellenden Ergebnisbeitrag. Dazu hat aber auch der durch das eigene
Portfoliomanagement optimierte Gasbezug beigetragen. Der für die konventionelle
Stromerzeugung negativen Entwicklung des Strommarktes wurde durch eine außer-
planmäßige Abschreibung von 13,9 Mio. € der stromerzeugenden Bestandteile der
GuD-Anlage Rechnung getragen. Ein positiver Ergebnisbeitrag ist auch durch perioden-
fremde Effekte der münsterNETZ GmbH entstanden und führte zur einer im Vergleich
zum Vorjahr um 19,2 Mio. € gestiegenen Ergebnisabführung. Hierzu trugen neben der
Auflösung einer Rückstellung auch die Abrechnungen von Umlagen für Vorjahre bei.
Die Risikovorsorge für die Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH
& Co. KG, Hamm, und den damit verbundenen Strombezug wurde fortgeschrieben. Die
Beteiligung an der ehw, Energiehandelsgesellschaft West, Münster, wurde nach fristge-
rechter Kündigung zum 31.12.2013 beendet. In 2013 haben sich die Stadtwerke Müns-
ter gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern der ehw noch an einer Kapitalerhöhung
beteiligt, mit der die in 2013 drohende Überschuldung der ehw aufgrund der aus einem
noch weiterhin schwebenden Steuerverfahren zu berücksichtigenden Belastungen ab-
gewendet wurde. Aus der Veräußerung der Anteile wurde unter Berücksichtigung dieser
Kapitalerhöhung ein Verlust von 6,2 Mio. € verbucht. Die bei der Finanzbeteiligung FMO
Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, zu realisierende Ergebnisbelastung be-
trug 1,9 Mio. Euro. Die Entwicklung der Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr stellte
sich hingegen sehr positiv dar.

Weitere Erläuterungen der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im
Einzelnen sowie der Geschäftsfelder finden sich im beigefügten Geschäftsbericht sowie
dem darin enthaltenen Lagebericht.

Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung

Zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung nehmen wir
gemäß $ 108 Abs. 3 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen für unsere wichtigsten
Geschäftsbereiche wie folgt Stellung:

In der Strom- und Erdgasversorgung haben wir gemäß & 1 des Energiewirtschaftsgeset-
zes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und um-
weltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit anzustreben. Dieses Ziel wurde im Ge-
schäftsjahr 2013 in allen Punkten erreicht.

Seite 2

SD

Stadtwerke Münster

In der Wasserversorgung haben die Stadtwerke gemäß $ 47 a Landeswassergesetz
NW eine dem Gemeinwohl entsprechende öffentliche Wasserversorgung sicherzustel-
len. Darüber hinaus haben die Stadtwerke als mit der Wasserversorgung verpflichtetes
Unternehmen auf einen haushälterischen Umgang mit dem Wasser hingewirkt. Eben-
falls haben’ die Stadtwerke gemäß $ 1 der Trinkwasserverordnung Wasser geliefert, das
die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreini-
gung von Wasser ergeben können, schützt.

Im Verkehrsbereich haben die Stadtwerke Münster im Auftrag der Stadt Münster als
Aufgabenträger des öffentlichen Nahverkehrs jederzeit sichere, effiziente und hochwer-
tige Verkehrsleistungen angeboten. Die Vorgaben der Stadt Münster nach dem aktuel-
len Nahverkehrsplan wurden jederzeit erfüllt.

Die Stadtwerke Münster haben auch im Geschäftsjahr 2013 entsprechend ihrer Satzung
die Kunden und die Bevölkerung beraten mit dem Ziel, den Verbrauch von Energie und
Wasser zu reduzieren. Ebenfalls ist die Bereitschaft zum Einsatz regenerativer Energie-
träger durch das Unternehmen gefördert worden.

Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung
NW wurde in allen Fällen erfüllt.

Der Jahresabschluss 2013 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sind von
der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft wor-
den. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungs-
vermerk wurde erteilt.

Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Müller-Tengelmann

Seite 3

Beratungsverlauf (1)

02.07.2014 Rat
TOP 6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0398/2014
Typ
Vorlagen
Datum
11.06.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37