1504/2019
Sachstandsbericht MiQua. LVR- Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, Stand 05.06.2019
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Anlage 1 - MiQua_Projektstatusbericht
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MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Stand: 05.06.2019 1. Kerndaten des Projektes Standort: Rathausplatz Bauherr: Dezernat für Kunst und Kultur Planungszeit: Juli 2008 bis heute Bauzeit: 2014 - 2020 2. Termine Meilensteine: Stand Ausschreibung + Vergabe: Planungsbeschluss 28.09.2008 Ausbau- und Ausstellungsgewerke (LV-Erstellung) fortlaufend in Bearbeitung Baubeschluss (51,773 Mio. €) 14.07.2011 Baubeschluss (77,0 Mio. €) 11.07.2017 Bodenbelagsarbeiten Maßnahme MPZ (Beauftragung) 25.02.2019 Baugenehmigung 14.01.2014 Maler- und Lackierarbeiten MPZ (Beauftragung) 29.03.2019 Baubeginn 23.07.2015 Dachdeckerarbeiten MPZ (fachtechnische Prüfung) in 06/2019 Stahlbetonarbeiten (Ende) bis 11/2019 Kältetechnik Maßnahme MPZ (Beauftragung) 25.03.2019 Stahlbau (Start Montage) ab 03/2019 Bauliche Übergabe des Gebäudes 4.Q / 2020 Nutzungsbeginn 2.Q / 2021 Auszug Steuerungsterminplan (Stand: 03/2019): Sachstandsbericht für den Unterausschuss Kulturbauten am 18.06.2019 / Ausschuss Kunst und Kultur am 25.06.2019 Projektbeschreibung: Vor dem historischem Rathaus befindet sich ein großes Ausgrabungsfeld mit Überresten aus der Römerzeit und einer alten jüdischen Gemeinde. Das Grabungsfeld erhält eine Betondecke, unter der die Ausstellung eingerichtet wird. Entlang Marspfortengasse und Unter Goldschmied, im Bereich der alten jüdischen Synagoge, ensteht der oberirdische Teil das "MiQua. LVR- Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln". MiQua_Projektstatusbericht_20190614.xlsx 14.06.2019 1 von 3 MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Stand: 05.06.2019 Sachstandsbericht für den Unterausschuss Kulturbauten am 18.06.2019 / Ausschuss Kunst und Kultur am 25.06.2019 3. Kosten Letzter Sachstand Kosten gemäß Ratsbeschluss Juli 2011: Verteilung Anteile 2011: Baukosten 35,417 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 37,473 Mio. € BGF: 13.966 m² Baunebenkosten, inkl. Grabungskosten 16,356 Mio. € Fördermittel des Landes 14,300 Mio. € BRI: 68.290 m³ Gesamtsumme (brutto) 51,773 Mio. € ∑ 51,773 Mio. € Kostenberechnung gemäß Optimierung III 2015: Sachstand Optimierung III 2015: Baukosten 37,777 Mio. € D Baunebenkosten 16,622 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 28,878 Mio. € BGF: 10.277 m² Grabungskosten 7,179 Mio. € Fördermittel des Landes 32,700 Mio. € BRI: 51.562 m³ Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € Kostenberechnung ∑ 61,578 Mio. € Nachtragskostenberechnung 2017: Sachstand Nachtragskostenberechnung 2017: Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € D Summe Entscheidungsvorlagen 1,138 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 44,300 Mio. € 7,039 Mio. € Fördermittel des Landes 32,700 Mio. € 1,750 Mio. € Kostenberechnung ∑ 77,000 Mio. € 1,890 Mio. € ∑ 73,395 Mio. € zzgl. Risikoaufschlag 5% 3,670 Mio. € ∑ 77,000 Mio. € Zahlungsstand (06/2019): 4. Risiken Grün Gelb Rot 1 Baugrund (Schadstoff, Denkmal, Kampfmittel, Ver- und Entsorgungsleitungen …) 2 Änderung der Planung durch Nutzer 3 Gesetzliche Änderungen 4 Insolvenzen 5 Mangelhafte Fremdleistungen 6 Genehmigungsverfahren 7 Ausschreibungs- Vergabeverfahren 8 Bauablauf 9 Erneuerung Abdichtung/Betonsanierung Decke Prätorium 35,171 Mio. € -8,595 Mio. € 18,400 Mio. € 9,805 Mio. € 6,827 Mio. € 18,400 Mio. € 15,422 Mio. € Mehrkosten während der Projektdurchführung (03/2017) Mehrkosten Spanischer Bau (Museumspädagogik + Sicherheitszentrale) Restabwicklung (Bereich OK Gelände/Böschungsbereiche) Weitere prognostizierte Mehrkosten (grobe Kostenschätzung) 61,578 Mio. € 11,817 Mio. € 3,670 Mio. € 0,000 Mio. € 10,000 Mio. € 20,000 Mio. € 30,000 Mio. € 40,000 Mio. € 50,000 Mio. € 60,000 Mio. € 70,000 Mio. € 80,000 Mio. € 90,000 Mio. € BUDGET MIQUA Kostenberechnung Opt. III 2015 Mehrkosten Ratsbeschluss 07/2017 zzgl. Risikoaufschlag 5% Σ 77 Mio. € MiQua_Projektstatusbericht_20190614.xlsx 14.06.2019 2 von 3 MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Stand: 05.06.2019 Sachstandsbericht für den Unterausschuss Kulturbauten am 18.06.2019 / Ausschuss Kunst und Kultur am 25.06.2019 5. Erläuterung Sachstand Planung / Ausschreibung / Vergabe: Ausführung: Kosten: Termine: Legende: planmäßig mittleres Risiko hohes Risiko Bewertung als "hohes Risiko" aufgrund von Stillständen durch den Stahlbetonbauer sowie Verspätungen bei der Eintaktung der nachfolgenden Gewerke. Auf Grundlage der Entwicklungen im Gesamtprojekt werden fortlaufend die Auswirkungen verschiedener Themen auf den Gesamtablauf intensiv überprüft und die gesamte Terminplanung überarbeitet und angepasst. Bei Beachtung aller bisherigen Projekterfahrungen konnte im Winter 2017 ein Zeitrahmen präsentiert werden, der alle bis dato bekannten Verzögerungen und Risiken berücksichtigt hat. Die bauliche Fertigstellung und Übergabe des MiQua an den LVR war demnach für das vierte Quartal 2020 terminiert. Anschließend ist ein Zeitraum von ca. 6 Monaten vorgesehen, in dem die Themen Klima-Einregulierung/-Monitoring, Probeläufe für den späteren Betrieb, etc. durchgeführt werden. Aktuell liegen die Arbeiten des Stahlbetons sowie des Stahlbauers hinter dem ursprünglich geplanten Zeitplan zurück. Eine Optimierung des Bauablaufes Rohbau, Stahlbau sowie der Folgegwerke wird derzeit in Abstimmung mit den Firmen erarbeitet (z.B. paralleles Arbeiten mehrerer Gewerke, Optimierung Bauablauf, etc.). Aufgrund der mehrfach verschobenen Fertigstellungstermine des MiQua sind die ausführenden Firmen, vor allem der Stahlbetonarbeiten sowie des Stahlbaus derzeit nicht mehr an die vertraglich vereinbarten Termine des damals gültigen Terminsplans gebunden. Aktuell laufen Gespräche und Verhandlungen mit den Firmen über Beschleunigungsvereinbarungen, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind. Es ist jedoch schon jetzt mit weiteren Terminverschiebungen zu rechnen. Es besteht darüber hinaus durch die o.a. Thematik auch ein Risiko für 11 noch nicht auf der Baustelle befindliche Folgegewerke. Eine genaue Terminierung ist aufgrund der laufenden Verhandlungen derzeit nicht möglich. Bewertung als „ hohes Risiko" da durch evtl. berechtigte Nachtragsansprüche seitens der Firmen das freigegebene Kostenbudget belastet werden könnte. Mit Stand vom 29.03.2017 wurde eine Nachtragskostenberechnung als Kostenaufstellung/-prognose zur Vorlage beim Rat sowie Rechnungsprüfungsamt erstellt. Die Kostenprognose dieser Nachtragskostenberechnung beläuft sich auf ca. 77,0 Mio. €. Am 11.07.2017 wurden in der Ratssitzung der Stadt Köln die Mehrkosten i.H.v. 15,42 Mio. € beschlossen, sodass die Gesamtaufwendungen des Projektes MiQua sich auf 77,0 Mio. € belaufen. Es haben seit Beginn des Jahres 2018 mit allen bereits beauftragten Firmen entsprechende Abstimmungen und Firmengespräche stattgefunden, in denen über die Thematik der Bauzeitverschiebung und daraus resultierenden Nachtragsansprüchen gesprochen wurde. Derzeit werden die vorliegenden Nachtragsforderungen in Abstimmung mit den Bauleitungen, der Projektleitung der Stadt Köln, der Projektsteuerung sowie externen Gutachtern intensiv geprüft. Der unter dem Punkt Termine beschriebene Sachverhalt bei den Firmen Stahlbetonarbeiten + Stahlbau sowie bei den 11 Folgegewerken kann sich noch negativ auf die Kosten auswirken. Eine genaue Prognose der zu erwartenden Kostenauswirkungen ist aufgrund der laufenden Verhandlungen derzeit nicht möglich. Bewertung als "planmäßiges Risiko" aufgrund der Tatsache, dass die Umplanungen bzgl. Parcoursführung, Sicherheit etc. mittlerweile in fast allen Planungsdisziplinen eingearbeitet und berücksichtigt wurden bzw. aktuell in die Planungsgrundlagen eingearbeitet werden. Nach Durchführung der Sandentnahme in den ersten Bereichen werden die Archäologen mit dem Entpacken und Restaurieren der Befunde beginnen. Im Rahmen dieser Maßnahmen müssen an einigen Stellen die archäologischen Befunde (z.B. Mauerwerksteile) mittels statischer Unterfangungen abgestützt werden. Diese sind in enger Abstimmung mit den Archäologen zu planen. Der genaue Umfang dieser Maßnahmen ergibt sich erst nach der Entfernung der Sandverfüllung und Fertigstellung des Betondeckels. Die Ausführungsplanung der technischen Gebäudeausrüstung wurde zu Beginn des Jahres 2019 an die bereits beauftragten Baufirmen verteilt, damit diese auf dieser Basis die Werk- und Montageplanungen erstellen können. Im Bereich der Maßnahme Museumpädagogisches Zentrum (MPZ) lag mit Ende des Jahres 2018 die Baugenehmigung vor. Aufgrund von unvorhersehbaren Abweichungen des Bestandes im Zuge der ersten Rohbauarbeiten, mussten noch einmal statische sowie technische Planungsunterlagen angepasst werden. Dies erforderte eine Anpassung der Werk- und Montageplanung bei der Firma der Raumlufttechnik. Die Lüftungsleitungen im Bereich Basement bis zum 2. OG können somit erst verspätet beginnen. Die Leistungsverzeichnisse aller Gewerke liegen vor und wurden fast alle bereits veröffentlicht bzw. sogar schon submittiert. Bewertung als "hohes Risiko" aufgrund von Verzögerungen bei den Stahlbetonarbeiten sowie bei der Eintaktung des Stahlbaus und der nachfolgenden Gewerke. Zuletzt wurde am 22.05.2019 das Deckenfeld 8 betoniert. Parallel hierzu sollte bereits im April mit der Herstellug des Aufzuges Achse AE begonnen werden. In diesem Bereich kommt es aufgrund einer geänderten Befundsituation einer zu erhaltenen archäologischen Mauer zu Verzögerungen, da diese Mauer aufwendig unterfangen und gesichert werden muss. Stattdessen wird ab ca. Anfang Juli zunächst mit der Herstellung des Aufzuges Achse AA begonnen. Die Sandentnahme in den Deckenfelder 2 - 4 läuft derzeit. In allen Bereich ist die Sandabsaugung auf -2m vorangeschritten. Aktuell werden diese Bereiche bis auf -4m abgesaugt. Die kommenden Arbeiten im Bereich der Stahlbetonarbeiten sind die Herstellung der beiden Aufzüge sowie der Deckenfelder 5 + 6. und paralell die Herstellung der Deckenfelder 9 - 11. Parallel zur Herstellung dieser Arbeiten sollten derzeit bereits die Bautätigkeiten des aufgehenden Museumsbaus laufen. Hierfür sollte ab März 2019 der Stahlbauer mit dem Aufstellen der Rautentragwerke beginnen. Die verzögert sich derzeit auf voraussichtlich August 2019, da im Zuge der Herstellung der ersten Rauten noch Mängel beseitigt und Ausführungsdefizite korrigiert werden mussten. Die Arbeiten im Bereich des Innenhofes des Spanischen Baus (Rückbau des Pflasters und Sanierung der Abdichtungslage, gglfs. Betonsanierungsmaßnahmen) haben, als notwendige Maßnahme im Vorfeld der Sanierung des Prätoriums, im Juli 2018 begonnen. Die Spannbetondecke im Innenhof weist keine großen Schädigungen auf. Es waren jedoch umfangreiche Untersuchungen für die notwendigen, wiederkehrenden Prüfungen erforderlich. Die Abdichtung muss nun mit Hilfe von Gutachtern als Sonderkonstruktion ausgebildet werden. Diese Arbeiten dauer voraussichtlich bis Ende 2019 an. Die Finanzierung dieser Maßnahme läuft nicht über das Budget MiQua, sondern wird über die Bauunterhaltung der Gebäudewirtschaft finanziert. Der Start der Bauausführung der Maßnahme MPZ hat sich, wie unter dem Punkt Planung erläutert, verzögert. MiQua_Projektstatusbericht_20190614.xlsx 14.06.2019 3 von 3
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 17.06.2019 1504/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Unterausschuss Kulturbauten 18.06.2019 Ausschuss Kunst und Kultur 25.06.2019 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 01.07.2019 Sachstandsbericht MiQua. LVR- Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, Stand 05.06.2019 Der Sachstandsbericht zum „MiQua. LVR- Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“, Stand: 5. März 2019, wird zur Kenntnisnahme vorgelegt. gez. Greitemann
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1504/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 17.06.2019
- Erstellt
- 26.04.2019 08:35