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AFO/0021/2024

Beleuchtung auf der Kanalpromenade im Bereich Gelmer

Anfrage in der BV Ost 24.09.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Ost, Sitzung am 14.11.2024, TOP 7.5

Originalanfrage der CDU-Fraktion

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Stellunnahme zur Anfrage AFO/0021/2024

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Ergänzende Fragen der CDU-Fraktion zur Anfrage AFO/0021/2024

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Stellungnahme zu ergänzende Fragen Amt 67

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Abschlussbericht/Studie

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Originalanfrage der CDU-Fraktion

894 Zeichen

AF0/0021/2024

CDU-FRAKTION IN DER BV-OST

Kanalpromenade Gelmer

Münster, 19.09.2024

Anfrage an die Verwaltung
Beleuchtung der Kanalpromenade im Bereich Gelmer

Die CDU-Fraktion fordert von der Verwaltung eine Erklärung, warum ein zweites
Gutachten in Auftrag gegeben wurde. Bei jeder größeren und kostenintensiven
Baumaßnahme werden entsprechende Gutachten (z. B. Umweltverträglichkeitsprüfung
etc.) im Vorfeld eingeholt.

Warum wurde das 1. Gutachten nicht so beauftragt, dass alle Thematiken berücksichtigt
und beantwortet wurden?

Mit welchen Kosten ist für das zweite Gutachten zu rechnen?

Wann liegt das Ergebnis vor?

Für die Fraktion

Kreisvorsitzender Telefon 0251 41842-0 CDU-SPENDENKONTO:
Dr. Stefan Nacke MdB Telefax 0251 41842-44 Sparkasse Münsterland Ost
Mauritzstraße 4-6 post@cdu-muenster.de IBAN DE96 4005 0150 0000 1313 18

48143 Münster www.cdu-muenster.de BIC WELADEDIMST

Stellunnahme zur Anfrage AFO/0021/2024

3390 Zeichen

67 20 0001 i 22.10.2024
Frau Schumann 67 20

Bezirksvertretung Münster-Ost,
über Herrn Stadtbaurat Minas

Anfrage der CDU - Fraktion BV MS-Ost an die Verwaltung zur Beleuchtung der Kanalpromenade
im Bereich Gelmer AFO/0021/2024

Begründung:
Hintergrund:

Der Dortmund-Ems-Kanal (DEK) mit seinen radwegbegleitenden Gehölzstrukturen ist ein wichtiger
Lebensraum für Vögel und insbesondere für Fledermäuse. Für diesen Bereich lagen im Vorfeld der
Baumaßnahme zur Kanalpromenade keine faunistischen Untersuchungen vor.

Aufgrund der Länge der Kanalpromenade (27. km) und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand ist die
Erfassung der Artengruppen der Vögel und Fledermäuse auf zwei repräsentativen Teilstrecken
durchgeführt (Abschnitt 5 und 6) worden.

Auf Grundlage der Artenschutzgutachten sowie einer von Seiten der Stadt Münster durchgeführten
Strukturkartierung u.a. zur Erfassung der Dunkelräume entlang des DEKs wurde die Übertragbarkeit der
Untersuchungsergebnisse für die Abschnitte 5 und 6 auf die weiteren Abschnitte 1, 2 und 4 der
Kanalpromenade überprüft.

Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die Abschaltzeiten, die zur Vermeidung artenschutzrechtlicher
Verbotstatbestände nach 844 BNatSchG festgelegt wurden, auf die anderen Teilabschnitte übertragbar
sind. Eine Ausnahme bildete die Teilstrecke im Abschnitt 1 von der Königsberger Straße bis nach Gelmer.

Aufgrund der festgestellten Strukturen und des gesicherten Nachweises von Vorkommen der
Mopsfledermaus stellt die Teilstrecke entlang des Vogelschutzgebietes (VSG) eine Besonderheit dar und
muss hinsichtlich der Beleuchtung zur Vermeidung artenschutzrechtlicher Konflikte auch besonders
betrachtet werden.

Der Einfluss von Beleuchtung auf Fledermäuse und ihre Lebensräume ist sehr vielschichtig und u.a,
abhängig von den verwendeten Beleuchtungssystemen, den vorhandenen Lebensräumen, den
Vorbelastungen sowie dem vorhandenen Artenspektrum.

Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung von Beleuchtung und Beleuchtungssystemen und den damit
verbundenen Veränderungen müssen auch die Auswirkungen u.a. auf Fledermausvorkommen
kontinuierlich mit betrachtet werden.

Nachfolgend die Beantwortung der in der Anfrage gestellten Fragen:

zu 1) Warum wurde das 1. Gutachten nicht so beauftragt, dass alle Thematiken berücksichtigt und
beantwortet wurden?

Aufgrund der Länge der Kanalpromenade (27 km) und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand ist die
Erfassung der Artengruppen der Vögel und Fledermäuse auf zwei repräsentative Teilstrecken (Abschnitt 5
und 6) beschränkt worden.

zu 2) Mit welchen Kosten ist für das zweite Gutachten zu rechnen?
Für den Abschnitt 1 der Kanalpromenade liegen keine Artenschutzgutachten vor und es sind auch keine

beauftragt worden. Es gibt gesicherte Nachweise der Naturschutzverbände und der Biologischen Station
Rieselfelder, dass im Bereich des Abschnitts 1 die vom Aussterben bedrohte Mopsfledermaus vorkommt.

Aktuell wird eine wissenschaftliche Studie zum bedarfsgerechten Beleuchtungsmanagement vom Leibniz-
Institut erstellt. Ziel ist die Weiterentwicklung des fledermausfreundlichen Beleuchtungskonzeptes unter
Berücksichtigung der Einschaltzeiten für Rad- und Fußverkehr.

Die Kosten für die wissenschaftliche Studie betragen 47.280,00.€.

3) Wann liegt das Ergebnis vor?

Die Ergebnisse der Studie liegen Ende des Jahres vor.

Driesch

Anlage: Übersicht der Abschnitte der Kanalpromenade

Ergänzende Fragen der CDU-Fraktion zur Anfrage AFO/0021/2024

1264 Zeichen

Lebensräume der Mopsfledermaus in MS-Ost „CD U

KREISVERBAND MÜNSTER E.V.
CDU-FRAKTION IN DER BV-OST

Münster, 30. 01. 2025

Betr.: Beantwortung der Anfrage AFO/0021/2024 v. 22. 10. 24

Anfrage

1) In der Beantwortung zu 2) wird u. a. aufgeführt:

"Es gibt gesicherte Nachweise der Naturschutzverbände und der
Biologischen Station Rieselfelder, dass im Bereich des Abschnitts 1 die vom
Aussterben bedrohte Mopsfledermaus vorkommt."

Zur Verdeutlichung und einer Verstärkung der Akzeptanz in der Bevölkerung
zur Einschränkung der Beleuchtung an der Kanalpromenade wird um
Beantwortung folgender Fragen gebeten:

- Durch wen und wann wurden die gesicherten Nachweise erstellt?

- Wem liegen diese Nachweise vor?

- Können sie veröffentlicht werden?

2) In der Beantwortung zu 3) #wissenschaftliche Studie zum bedarfsgerechten
Beleuchtungsmanagement wird aufgeführt:

"Die Ergebnisse der Studie liegen Ende des Jahres vor." (2024)

Die Verwaltung wird gebeten, diese Ergebnisse der BV Ost vorzulegen.

Für die Fraktion

Kreisvorsitzender Telefon 0251 41842-0 CDU-SPENDENKONTO:
Dr. Stefan Nacke MdB Telefax 0251 41842-44 Sparkasse Münsterland Ost
Mauritzstraße 46 post@cdu-muenster.de IBAN DE$6 4005 0150 0000 1313 18

48143 Münster www.cdu-muenster.de BIC WELADED1MST

Stellungnahme zu ergänzende Fragen Amt 67

1801 Zeichen

Stadt Münster
Amt für Bürger- und Ratsservice
Bezirksverwaltung Ost

29% Juli 2025

j

29.07.2025
6863

67 23.0007
Frau Specht

An die Bezirksvertretung Münster-Ost
über
Herrn Stadtrat Minas

Anfrage der CDU - Fraktion der Bezirksvertretung Münster-Ost zur Beantwortung der
Anfrage AFO/0021/2024 v.22.10.24

55

Beantwortung der in der Anfrage gestellten Fragen:

1. „Es gibt gesicherte Nachweise der Naturschutzverbände und der Biologischen
Station Rieselfelder, dass im Bereich des Abschnitts 1 die vom Aussterben bedrohte
Mopsfledermaus vorkommt.“

1.1 Durch wen und wann wurden die gesicherten Nachweise erstellt?

Der NABU Stadtverband (AG Fledertierschutz) hat das Vorkommen der Mopsfledermaus in
den Rieselfeldern nachgewiesen.

Der erste Nachweis der Art erfolgte im Jahr 2023. Im Jahr 2024 wurde nachgewiesen, dass
die Art erfolgreich in den Rieselfeldern reproduziert (Wochenstube mit Jungtieren).

1.2 Wem liegen diese Nachweise. vor?

Die Nachweise liegen den Mitarbeitenden des AG Fledertierschutz, der Biologischen Station
Rieselfelder e.V. sowie der Stadt Münster vor.

1.3 Können Sie veröffentlicht werden?
Bei dem nachgewiesenen Vorkommen handelt es sich um den einzigen Nachweis im
Stadtgebiet von Münster. Zum Schutz der Art werden die Daten mit den konkreten Standorten
nicht veröffentlicht.
Fledermauskartierungen im Vogelschutzgebiet Rieselfelder werden in regelmäßigen
Abständen innerhalb des Gebietes durchgeführt. Die wichtigsten Informationen zu der

Fledermauserfassung und den Nachweisen werden Sie dem Jahresbericht 2024 der
Biologischen Station „Rieselfelder Münster“ entnehmen können.

2. Die Verwaltung wird gebeten, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie zum
bedarfsgerechten Beleuchtungsmanagement der BV Ost vorzulegen.

Die Studie ist beigefügt.
gez.

Driesch

Abschlussbericht/Studie

52597 Zeichen

1 
 
Abschlussbericht 
 
Erfassung und Bewertung des akustischen Antwortverhaltens von Fledermäusen auf ein variables 
bedarfsgerechtes Beleuchtungsmanagement in zwei Zonen (Zone 1 = Siedlungsnah, Zone 2 = 
siedlungsfern) entlang des regionalen Fahrradwegs am Dortmund-Ems Kanal (Stadt Münster, Nord-
Rhein Westfalen) 
 
 
Dr. Christine Reusch und Prof. Dr. Christian C. Voigt 
Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Alfred-Kowalke-Str. 17, 10315 Berlin 
 
 
Zusammenfassung 
Wir untersuchten den Einfluss bewegungs gesteuerter (adaptiver) Beleuchtung auf Fledermäuse an 
einem Radweg nahe Münster. Beim siedlungsnahen Standort (Zone 1; Osttor) wurde der Effekt des 
Beleuchtungsintervalls (20s vs. 40s) und beim siedlungsfernen Standort ( Zone 2; Rieselfelder) der 
Effekt von bernsteinfarbenem Licht auf die Aktivität der Fledermäuse untersucht . Die Reaktion der 
Fledermäuse wurde über ein akustisches Monitoring erfasst, wobei die Analyse zwischen drei 
funktionellen Gilden, den Offenraumjägern (Gattungen Nyctalus, Eptesicus und Vespertilio), den 
Randstrukturjägern (Gattung Pipistrellus) sowie den Engraumjägern (Gattungen Myotis und Plecotus) 
differenzierte.  Mopsfledermäuse (Barbastella barbastellus) konnten an keinem der Standorte in den 
Untersuchungsnächten akustisch nachgewiesen werden. Am Standort Osttor (Zone 1) konnten wir 
keinen Effekt verschiedener Beleuchtungsintervalle (20s und 40s) auf die Fledermausaktivität 
nachweisen. Beide Beleuchtungsweisen führten zu einer tendenziell geringeren Fledermausaktiv ität, 
die jedoch basierend auf unserer Stichprobe statistisch nicht signifikant war. Eine frühere 
Untersuchung am selben Standort mit größerer Stichprobe zeigte eine signifikante Meidung der 
adaptiven Beleuchtung (40s Beleuchtungsintervall) durch Randstrukturjäger und Engraumjäger. Dies 
lässt darauf schließen, dass der in Zone 1 praktizierte Abschaltzeitraum plausibel ist . Wir empfehlen 
auf eine wirksame seitliche Abblendung und eine Fokussierung des Lichtstrahls auf den Radweg zu 
achten. Des Weiteren sollte die Reflektionswirkung der Laternenmasten weiter reduziert werden. Am 
siedlungsfernen Standort (Zone 2; Rieselfelder) konnten wir keinen Effekt der bernsteinfarbenen 
Beleuchtung auf die Gilde der Offenra umjäger und nur einen geringen Effekt der bernsteinfarbenen 
Beleuchtung auf die Randstrukturjäger feststellen.  Für die Engraumjäger (Gattungen Myotis und 
Plectous) konnten wir eine geringere Fledermausaktivität bei eingeschalteter Beleuchtung in den 
Abendstunden nachweisen. Die geringe Frequentierung des Radwegs durch Radfahrer am Standort 
Rieselfelder könnte den negativen Einfluss der Beleuchtung auf die Engraumjäger eingrenzen. Bei einer 
stärkeren Frequentierung des Radwegs durch Radfahrer würde sich vermutlich das Meidungsverhalten 
der engraumjagenden Fledermäuse verstärken.  In der Summe erscheint daher eine vollständige 
Abschaltung der adaptiven Beleuchtung in der Zone 2 ratsam.  Für beide Zonen empfehlen wir 
Maßnahmen zur weiteren Reduzierung der Lichtverschmutzung durch Lichtquellen jenseits des 
Radwegs.

2 
 
Einleitung 
Weltweit nimmt künstliches Licht in der Nacht jährlich um 7 -10 % zu (Kyba et al., 2023). Hält dieser 
Trend an, werden in Zukunft immer mehr Organismen und Ökosysteme von Lichtverschmutzung 
betroffen sein (Bennie et al., 2015; Falchi et al., 2016). Lichtsensible Tiere können dadurch 
Lebensräume verlieren oder unter der Fragmentierung ihrer Lebensräume leiden (Hölker et al., 2010; 
Korpach et al., 2022). Fledermäuse sind unmittelbar von Lichtverschmutzung betroffen, da sie sich im 
Laufe der Evolution in einer nächtlichen Nische entwickelt haben (Speakman, 2001). Dies mach t sie 
gegenüber künstlichem Licht besonders anfällig  (Rowse et al., 2016; Stone et al., 2015). Alle 
Fledermäuse sind in der Lage, Licht bei niedrigen Intensitäten wahrzunehmen (Childs & Buchler, 1981). 
Die spezifische Reaktion von Fledermäusen auf künstliches Licht variiert jedoch in Abhängigkeit davon, 
welcher funktionellen Gruppe eine Fledermausart angehört  (Voigt et al., 2021). In den gemäßigten 
Breiten meiden Fledermäuse, die in dichter Vegetation nach Insekten jagen  (z.B. Arten der Gattung 
Myotis), kün stliches Licht unter fast allen Umständen (Voigt et al., 2021). Relativ schnell fliegende 
Fledermäuse, die ihre Nahrung an Randstrukturen wie Waldrändern  (Gattung Pipistrellus) oder im 
offenen Luftraum (z.B. Gattung Nyctalus) suchen , jagen gelegentlich Insekten an Straßenlaternen 
(Rydell, 1992). Obwohl die beiden letztgenannten Gruppen oftmals als lichttolerant beschrieben 
werden, meiden auch diese Arten künstliche Lichtquellen mit hoher Beleuchtungsstärke oder wenn 
sich die Lichtquellen in der Nähe ihrer Quartiere befinden (Hale et al., 2015; Mariton et al., 2023; Voigt 
et al., 2020). 
In Europa wurden Handlungsempfehlungen zur Berücksichtigung des Fledermausschutzes bei 
Beleuchtungsvorhaben entwickelt, die auf der Hierarchie ‚Vermeiden-Mindern-Kompensieren‘ 
basieren (Arlidge et al., 2018; Voigt et al., 2018). Eine allgemeine Empfehlung lautet, künstliche 
Lichtquellen nur dann einzusetzen, wenn es für die menschliche Sicherheit unbedingt erforderlich ist. 
Ein vielversprechender Ansatz, um die negativen Aus wirkungen von künstlichen Lichtquellen auf 
Fledermäuse zu reduzieren, ist das Abschalten der Straßenbeleuchtung in einem mehrstündigen 
Zeitraum in der Mitte der Nacht. Die akustische Erfassung von Fledermäusen an Straßen, die nur am 
Anfang und am Ende der Nacht beleuchtet wurden, zeigen, dass Fledermäuse artspezifisch auf diese 
Beleuchtungsregelung reagieren. Die meisten lichtempfindlichen Fledermausarten mi eden weiterhin 
die beleuchteten Bereiche in den Abend - und Morgenstunden (Azam et al., 2015; Day et a l., 2015). 
Aktuelle technische Entwicklungen wie die Verwendung einer Beleuchtung, die bewegungsgesteuert 
durch Spaziergänger oder fahrende Autos und Radfahrer ausgelöst wird  (nachfolgend adaptive 
Beleuchtung genannt), könnten das Ausmaß der Lichtverschmut zung weiter reduzieren (Gagliardi et 
al., 2020). Kürzlich konnte gezeigt werden, dass eine adaptive Beleuchtung im Vergleich zu 
Dauerbeleuchtung zwar weniger Insekten anlockt, aber die Fledermausaktivität nur geringfügig 
beeinflusst (Bolliger et al., 2020). Um den Fledermausschutz zu verbessern, ist es daher notwendig, die 
adaptive Beleuchtung an das Antwortverhalten der Fledermäuse anzupassen. Hierzu sind detaillierte 
Untersuchungen nötig. 
Die Stadt Münster hat entlang eines Radweges am Dortm und-Ems-Kanal eine bedarfsgerechte 
Beleuchtung eingeführt. In einer früheren Pilotstudie wurde untersucht, wie sich die bedarfsgerechte 
Beleuchtung auf die Aktivität der lokalen Fledermäuse auswirkt. Die Ergebnisse dieser Pilotstudie 
zeigten eine g ildenspezifische Meidungsreaktion der Fledermäuse auf die adaptive Beleuchtung mit 
Licht Emittierenden Dioden (LED; Heim et al., 2024). Fledermausarten der Gattung Pipistrellus mieden 
die adaptive LED -Beleuchtung, wobei die Reaktion in den frühen und späten Nachts tunden weniger 
ausgeprägt war als in der Mitte der Nacht (Heim et al., 2024). Fledermausarten, die im offenen 
Luftraum (Gattung Nyctalus) oder ab in dichter Vegetation nach Nahrung suchen  (Gattung Myotis), 
mieden die adaptive Beleuchtung besonders spät in der Nacht (Heim et al., 2024). Die AutorInnen der

3 
 
Pilotstudie wiesen darauf hin , dass kürzere Beleuchtungszeiten oder eine wärmere Lichtfarbe den 
negativen Effekt der Beleuchtung auf Fledermäuse abmildern könnten (Heim et al., 2024).  
Im vorliegenden Folgeprojekt wurde im Auftrag der Stadt Münster am selben regionalen Fahrradweg 
untersucht, ob kürzere Beleuchtungs intervalle der  bewegungsgesteuerten LED-Beleuchtung dazu 
beitragen k önnen, die negativen Auswirkungen von künstlichen Lichtquellen auf Fledermäuse  zu 
reduzieren. Die Fledermausaktivität wurde über ein passives akustisches Monitoring quantifiziert. Wir 
erwarteten, dass bei einer kürzeren Beleuchtungsdauer eine geringere Meidungsreaktion auftritt . 
Zusätzlich untersuchten wir in einem weiteren Abschnit t des Radweges, der ein ökologisch sensibles 
Gebiet tangiert, den Einfluss der Lichtfarbe einer adaptiven Beleuchtung auf die Fledermausaktivität. 
Aufgrund der Lichtfarbe und des geringeren Streuwerts des verwendeten bernsteinfarbenen Lichts 
erwarteten wir eine geringe Meidungsreaktion der Fledermäuse.  
 
Methodik 
Studiengebiet 
Die Untersuchungen fanden in zwei Abschnitten entlang eines Fahrradweges  in der Nähe der Stadt 
Münster (Nordrhein-Westfalen) statt (Kanalpromenade: Zone 1, Osttor; Zone 2 Rieselfelder; Abb. 1). 
Die Kanalpromenade besteht aus einer vier Meter breiten Asphaltstraße, die entlang des Dortmund-
Ems-Kanals verläuft. Der Bereich zwischen dem Weg und dem Kanal ist  mit Wiesen, Sträuchern 
und/oder Bäumen bewachsen.  Die Zone 1  (im Folgenden Osttor genannt)  liegt siedlungsnah und 
schließt an Wohn - und Industriegebiete an.  Die Zone 2 (im Folgenden Rieselfelder genannt) liegt 
siedlungsfern und verläuft entlang der Rieselfelder, einem Vogelschutzgebiet. Innerhalb der gewählten 
Abschnitte lagen ähnliche Habitattypen vor, so dass der Einfluss des Habitats auf die Ergebnisse 
minimiert wurde. 
 
 
Abbildung 1 Foto der Beleuchtung des Radweges in Zone 1  am Osttor (warm -weiß, 2700K ; links) und Zone 2  an den 
Rieselfeldern (Bernstein 20s; rechts) 
 
Studiendesign 
Zur Erfassung und Bewertung des akustischen Antwortverhaltens von Fledermäusen auf eine 
bedarfsgerechte variable Lichtsteuerung in den beiden Abschnitten entlang des regionalen Radweges 
wurde ein  passives akustisches Monitoring sowie zeitgleich eine Lichtmessung durchgeführt. Die

4 
 
Datenerfassung erfolgte von Juli bis Anfang Oktober 2024 in zwei direkt aufeinanderfolgenden 
Nächten pro Monat, sofern dies wetterbedingt möglich war (Juli - 06. und 07.0 7.; August - 02. und 
04.08.; Mitte September - 18. und 19.09.; Ende September - 28. und 29.09. (nur Rieselfelder); Anfang 
Oktober - 03. und 04.10. ). Die akustischen Aufnahmen wurden um den Neumondzeitraum 
durchgeführt, um den möglichen Einfluss des Mondlichts auf die Fledermausaktivität minimal zu 
halten. Lediglich im September war dies aufgrund einer längeren Regenperiode nicht möglich. Um 
vergleichbare Bedingungen zu schaffen und den Einsatz der Technik zu optimieren, wurde darauf 
geachtet, dass in beiden Nächten ähnliche Wetterbedingungen herrschten und es nicht regnete. In der 
ersten Nacht waren die Straßenlaternen an allen Standorten ausgeschaltet (dunkel) und in der darauf 
folgenden Nacht wurden sie entsprechend der unterschiedlichen Beleuchtungsmodi eingeschaltet, um 
einen Vorher-Nachher-Vergleich durchführen zu können. In der Zeit von 23:00 bis 05:00 Uhr war die 
Radwegbeleuchtung immer ausgeschaltet. 
 
Nahe den Rieselfeldern ( Zone 2; Abb. A1, nachfolgend Rieselfelder genannt) wurden in der zweit en 
Untersuchungsnacht zwei unterschiedliche Beleuchtungsmodi (inkl. Dunkelkontrolle) untersucht. Die 
Beleuchtungsmodi basierten auf einer Streulichtminimierung sowie einem gleitenden Auf- und Abstieg 
des Beleuchtungsintervalls. Die zu prüfenden Beleuchtungsmodi wurden wie folgt definiert: 
1) kurze Beleuchtungsdauer: 20 s, Lichtfarbe bernstein (1800 K) 
2) Kontrolle (aus) 
Am Osttor (Zone 1; Abb. A2, nachfolgend Osttor genannt) wurden in der zweiten Versuchsnacht jeweils 
drei unterschiedliche Beleuchtungsmodi (inkl. Dunkelkontrolle) untersucht. Alle Beleuchtungsmodi 
basieren auf warmweißen LED (2700 K) und einem sanften Auf - und Abschwellen des 
Beleuchtungsintervalls. Die zu prüfenden Beleuchtungsmodi wurden wie folgt definiert: 
3) Lange Beleuchtungsdauer: 40 s 
4) Kurze Beleuchtungsdauer: 20 s 
5) Kontrolle (aus) 
In beiden Abschnitten wurden jeweils 2 Replikate der 3 bzw. 2 Beleuchtungsarten auf Teilstrecken von 
je 100 m Länge untersucht. An den Rieselfeldern bestand die gesamte zu untersuchende Strecke aus 
zwei je 200 m langen Replikaten mit den Beleuchtungsweisen 1) und 2) auf je 100 m Länge je 
Teilabschnitt (Bild 2). Am Osttor bestand die Strecke aus zwei Replikaten von je 300 m Länge mit den 
Beleuchtungsmodi 3), 4) und 5) mit je 100 m Länge pro Teilabschnitt ( Abbildung 2). Der Abstand 
zwischen den beiden Replikaten betrug knapp 1 km. Jeder Teilabschnitt umfasste fünf Laternen 
(nachfolgend Straßenleuchten genannt), wobei die Messungen jeweils an der mittleren 
Straßenleuchte durchgeführt wurden. Die Beleuchtungsmodi der Teilabschnitte wurden zwischen den 
Untersuchungszeiträumen (Juli, August, Mitte September und Ende September oder Oktober) 
abgewechselt (Tab. A1 und A2), um den Einfluss von Standortfaktoren und Beleuchtungsmodus zu 
trennen. Die Habitattypen wurden  möglichst konstant gewählt und es wurde auf die Entfernung zu 
potentiellen Leitstrukturen (z.B. Brücken) geachtet. Pro Nacht wurden an zehn Straßenlaternen (sechs 
am Osttor und vier in den Rieselfeldern) ein akustisches Monitoring und gleichzeitig Lichtme ssungen 
durchgeführt.

5 
 
 
Abbildung 2 Schematische Darstellung des Versuchsdesigns für die zwei Abschnitte 1 (Zone 2) und 5 (Zone 1) des regionalen 
Radweges entlang des Dortmund-Ems-Kanals. Die Teststrecken mit den verschiedenen Beleuchtungsweisen ( 20s – 
warmweißes Licht (2700 K) für 20s bei Auslösung durch Bewegung auf dem Radweg (hellgelb); 40s – warmweißes Licht (2700 
K) für 40s bei Auslösung durch Bewegung auf dem Radweg (dunkelgelb); Bernstein – bernsteinfarbenes Licht (1800 K) für 20s 
bei Auslösung durch Bewegung auf dem Radweg ( orange); aus und dunkel – ausgeschaltet während der gesamten Nacht 
(grau)). Alle Laternen waren im Zeitraum von 23:00 bis 05:00 Uhr ausgeschaltet. 
Echoortungsrufaufnahmen, Artidentifikation und Messung von Fledermausaktivität 
Das passive akustische Monitoring wurde mit Batloggern A+ (Elekon AG, Luzern, Schweiz)  
durchgeführt, die in 3,5 m Höhe a m jeweiligen  Straßenlaternenpfahl befestigt wurden, wobei die 
omnidirektionalen Mikrofone ungefähr 25 cm über dem Batlogger -Gehäuse angebracht und dem 
Dortmund-Ems-Kanal zugewandt war. Während aller Aufzeichnungsnächte wurde an jedem Standort 
zusätzlich die Umgebungstemperatur mit einem Logger (siehe unten) aufgezeichnet. 
 
Eine erste automatische Analyse der Fledermausrufe erfolgte mit der Software BatExplorer (Version 
2.2.6.0, Elekon AG, Luzern, Schweiz) anhand der Echoortungsrufe, nachdem die Artenbibliothek 
„Europäische Fledermäuse DE“ des BatExplorers an die lokale Fledermausfauna angepasst wurde 
(Tabelle A3). Anschließend wurden alle aufgenommenen Dateien manuell überprüft und die Rufe 
endgültig zugeordnet. Soweit möglich wurden die Rufe bis auf Artniveau bestimmt. Rufe, die aufgrund 
ähnlicher Rufcharakteristika nicht einer Art zugeordnet werden konnten, wurden der nächstmöglichen 
Ebene, z. B. der Gattung, zugeordnet. Aufgrund der sehr ähnlichen  Echoortungsrufe von Arten der 
Gattungen Nyctalus, Eptesicus und Vespertilio wurden alle Aufnahmen dieser Arten der Gruppe „NEV“ 
zugeordnet. Dateien mit weniger als drei aufgezeichneten Rufen wurden im Detail betrachtet und 
dann entschieden, ob sie zugeordnet werden konnten. Die identifizierten Rufe wurden dann den 
entsprechenden Funktionsgruppen zugeordnet: Im Offenraum jagende Fledermäuse (OSF ; Engl. 
‚Open-Space Forager‘), an Randstrukturen jagende Fledermäuse (ESF; Engl. ‚Edge-Space Forager‘) und 
in engen Räumen jagende Fledermäuse (NSF; Narrow-Space Forager‘) (Tab. A3). Myotis-Rufe wurden 
im Gesamten der NSF Gruppe zugeordnet, obschon Teichfledermaus ( Myotis dasycneme ) und 
Wasserfledermaus (Myotis daubentoni) einer anderen Gilde angehören.

6 
 
Lichtmessungen 
An jedem Aufnahmeort befestigten wir wenige Zentimeter über dem Batlogger einen Lichts ensor-
Logger (HOBO-Lichtsensor; 1 Lux Genauigkeit; Datenlogger-Store, Eichstetten, Deutschland) an einem 
Straßenlaternenpfahl (im Folgenden Standort genannt). In einer Untersuchungsnacht zeichneten wir 
mit diesem Lichtsensor-Logger von Sonnenuntergang bis -aufgang die relative Beleuchtungsstärke auf. 
Die von den Lichtsensoren erfasste Beleuchtungsstärke erfasst sowohl das natürlich e als auch das 
künstliche Licht. Die Lichtintensität [lux] wurde jede Sekunde durch die Lichtsensoren erfasst. Hierüber 
ließ sic h für jede jede Aufnahmenacht und für jeden Standort ein Lichtprofil erstellen (siehe 
beispielhaft Abb. A3). 
 
Statistische Analysen 
Für jede Sekunde einer Untersuchungsnacht wurde dokumentiert, ob ein Mitglied der jeweiligen 
Fledermausgilde am jeweiligen Standort aktiv war oder nicht. Diese Aktivitätsdaten wurden dann mit 
den Lichtsensordaten kombiniert, so dass jeder Sekunde, in der eine Fledermaus aktiv war oder nicht, 
auch ein Wert für die Lichtintensität zugeordnet werden konnte. Alle Zei tpunkte, an denen die 
Beleuchtung eindeutig auf voller Leistung oder ausgeschaltet war (n = 2.083.043), wurden beibehalten, 
wobei die volle Leistung erreicht war, sobald die Beleuchtung für mehrere Sekunden (~ 20s oder 40s) 
ein Plateau erreichte. Zeitpunkt e, die entweder mit Dämmerung oder mit einem Übergangszustand 
zwischen voller Leistung und ausgeschalteter Beleuchtung verbunden waren, wurden nicht in die 
Analysen einbezogen (n = 367.357 (15%)). Somit wurde nur der Zeitraum von Dämmerungsbeginn bis 
23:00 Uhr und von 5:00 Uhr bis Dämmerungsende betrachtet (n=780.631; siehe Tabelle A5), um den 
Einfluss des Lichts auf die Fledermausaktivität zu beurteilen. 
Für die statistische Auswertung wurde das Programm R (R Core Team, 2022, Version 4.2.2) 
verwendet. Zuerst wurde die Anzahl der Sekunden mit gildenspezifischer Flugaktivität pro 30-Minuten-
Intervall gezählt und mit Hilfe von ggplot2 (Version 3.4.0; Wickham, 2016) dargestellt. Zweitens 
analysierten wir die Effekte von Lichtstatus, Beleuchtungsmodus, Standort,  Nachtzeitintervallen (30-
Minuten-Intervalle) und verschiedenen Interaktionen auf die gildenspezifische An - und 
Abwesenheitsaktivität mit linearen Mixed -Effects-Modellen, die mit dem Programmpaket spaMM 
(Version 4.1.0; Rousset & Ferdy, 2014) erstellt und getestet wurden. Diese Analysen wurden nach der 
Aggregation der Daten zu einer halbstündlichen An -/Abwesenheit für jede gegebene Nacht, jeden 
Standort, jede Beleuchtungsart und jeden Beleuchtungszustand (an oder aus) durchgeführt und 
berücksichtigten den Ef fekt der zeitlichen Autokorrelation. Die Formel des vollständigen Modells 
lautete wie folgt und wurde für jede Gilde und jeden Abschnitt (Osttor und Rieselfelder) separat 
erstellt:  
 
Anwesenheit/Abwesenheit ~ Licht + Beleuchtungsweise +  Standort +  Interaktion Licht -Standort + 
Interaktion Beleuchtungsweise -Standort + 3-fach-Polynom des Zeitintervalls + Interaktion 3 -fach-
Polynom des Zeitintervalls  – Licht + Interaktion 3 -fach-Polynom des Zeitintervalls  – Standort + 
Interaktion 3 -fach-Polynom des Zeitinterval ls – Beleuchtungsweise + Interaktion Licht -
Beleuchtungsweise + (1|Nacht) + (1|Saison) + AR1(1|Zeitintervall %in% Standort-Zeitabschnitt)

7 
 
Ergebnisse 
Licht- und Temperaturdaten 
Der prozentuale Anteil der Sekunden mit eingeschaltetem Licht variierte zwischen den 
Aufnahmezeiträumen und den Standorten (Abb . 3 und 4). Das mit den Lichtsensoren erfasste 
Beleuchtungsprofile war für die Standorte innerhalb einer Aufnahmeperiode ähnlich. Zu Beginn der 
Dämmerung und gegen Ende der Dämmerung wurden die Straßen lampen durch die Bewegung von 
Radfahrern oder Fußgängern am häufigsten eingeschaltet. Am Osttor wurde Mitte September und im 
August ein relativ hoher Anteil eines 30 -Minuten-Intervalls mit eingeschaltetem Licht (bis zu 96%) 
beobachtet (Abb. 3). Dagegen lag der Anteil eines 30 -Minuten-Intervalls mit eingeschaltetem Licht 
nahe den Rieselfeldern meist unter 20%, mit Ausnahme des Standorts der Straßenleuchte 165, die 
insbesondere Ende September vergleichsweise häufig ausgelöst wurde (Abb . 4). Im Juli umfasste der 
Überschneidungszeitraum von Dämmerungsbeginn bis 23 Uhr in beiden Abschnitten nur ein 
halbstündiges Intervall, von 5 Uhr morgens bis Dämmerungsende gab es keine Überschneidungen 
(Tabelle A5, Abb. 3 und 4). 
 
 
Abbildung 3 Darstellung der Be leuchtungsdauer für die einzelnen Standorte (Laternenmasten) am Standort Osttor in der 
jeweils zweiten Aufnahmenacht, in der die Laternengruppen entsprechend der Lichtschemata (aus, 20s und 40 s) geschaltet 
waren. Jeder Standort ist farblich unterschiedlich gekennzeichnet (siehe Legende). Auf der x -Achse sind die Zeitschritte in 
Stunden der Nacht angegeben, um einen Eindruck der Nachtlänge erkennen zu lassen. Die Beleuchtungsdauer wurde für den 
Zeitraum von Dämmerungsbeginn bis -ende bestimmt. Von 23 Uhr abends bis 05 Uhr morgens waren die Laternen an allen 
Standorten abgeschaltet und daher liegt die Beleuchtungsdauer dort konstant bei null Prozent. Jede Grafik stellt einen 
Aufnahmezeitraum dar (Juli – 07. Juli, August –04. August, Mitte September – 19. September, Oktober – 04. Oktober).

8 
 
 
Abbildung 4 Darstellung der Beleuchtungsdauer für die einzelnen Standorte (Laternenmasten) am Standort Rieselfelder in 
der jeweils zweiten Aufnahmenacht, in der die Laternengruppen entsprech end der Lichtsch emata (aus, 20s ) geschaltet 
waren. Jeder Standort ist farblich unterschiedlich gekennzeichnet (siehe Legende). Auf der x -Achse sind die Zeitschritte in 
Stunden der Nacht angegeben, um einen Eindruck der Nachtlänge erkennen zu lassen. Die Beleuchtungsdauer wurde für den 
Zeitraum von Dämmerungsbeginn bis -ende bestimmt. Von 23 Uhr abends bis 05 Uhr morgens waren die Laternen an allen 
Standorten abgeschaltet und daher liegt die Beleuchtungsdauer dort konstant bei null Prozent. Jede Grafik stellt einen 
Aufnahmezeitraum im Jahr 2024 dar (Juli – 07. Juli, August – 04. August, Mitte September – 19. September, Ende September 
– 29. September).  
 
Gildenspezifische Aktivität der Fledermäuse 
Insgesamt wurden im Zeitraum Juli bis Anfang Oktober unter Berücksichtigung der  Abschaltzeiten 
30.413 Fledermausrufe erfasst (nOsttor=18.601; n Rieselfelder=11.812).Die Zuordnung der Rufe zu den 
funktionalen Gilden der Fledermäuse zeigte in den beiden Abschnitten unterschiedliche 
Verteilungsmuster. A m Osttor wurde ein Großteil der Rufe den Randstrukturjägern (~80%; 
insbesondere Pipistrellus pipistrellus (~70%)) zugeordnet. Am Standort Rieselfelder wurde hingegen 
ein ausgeglicheneres Muster beobachtet (Tab. 1). Ein ähnliches Muster zeigte sich bei der Zuordnung 
zur niedrigstmöglichen taxonomischen Ebene (Art-, Gattungs- oder Rufgruppenebene). Dieses Muster 
war über alle Aufnahmeperioden zwischen den beiden Abschnitten konstant . Es lassen sich jedoch 
visuell leichte Unterschiede in den Anteilen der funktionalen Gilden innerhalb der Abschnitte 
erkennen, wenn man die Aufnahmeperioden vergleicht (Abb . 5). Die Art Barbastella barbastellus  
konnte im betrachteten Zeitraum nicht nachgewiesen werden.

9 
 
Tabelle 1 Anzahl und prozentuale Verteilung  der Rufaufzeichnungen auf  die funktionalen Gilden sowie niedrigsten 
identifizierbaren Niveaus an den Standorten Osttor und Rieselfelder der Kanalpromenade über den gesamten Zeitraum von 
Juli bis Anfang Oktober 2024. 
 Zone 1 – Osttor Zone 2 - Rieselfelder 
 Anzahl Prozent Anzahl Prozent 
Gesamt 18.601 100 11.812 100 
Offenraumjäger (OSF = ‚Open Space 
Forager‘) 
1.432 7,7 4.029 34,1 
NEV 1.396 7,5 2.322 19,7 
Nyctalus noctula 36 0,2 1.707 14,5 
Randstrukturjäger (ESF = ‚Edge-Space 
Forager‘) 
14.796 79,5 5.986 50,7 
Pipistrellus spec 1.534 8,2 853 7,2 
Pipistrellus pipistrellus 12.959 69,7 4.778 40,5 
Pipistrellus nathusii 297 1,6 349 3,0 
Pipistrellus pygmaeus 6 0,0 6 0,1 
Engraumjäger (NSF = ‘Narrow Space 
Forager’) 
2.373 12,8 1.797 15,2 
Myotis spec 1.865 10,0 1.431 12,1 
Myotis dasycneme 492 2,6 352 3,0 
Plecotus spec 16 0,1 14 0,1 
 
 
 
Abbildung 5 Vergleich des prozentualen Anteils der funktionalen Gilden  (ESF = Randstrukturjäger (Engl. „E dge-Space 
Forager“), NSF = Engraumjäger (Engl. „ Narrow-Space Forager“), OSF = Offenraumjäger (Engl. „Open-Space Forager) an den 
gesamten Rufaufnahmen zwischen den jeweiligen Aufnahmezeiträumen (Jul – 06. und 07. Juli (nOsttor= 1617; nRieselfelder=1400), 
Aug – 02. und 04. August  (nOsttor=6179; nRieselfelder=3143), Mitte Sep – 18. und 19. September  (nOsttor=7046; nRieselfelder=3743), 
Ende Sep – 28. und 29. September  (nRieselfelder=3183), Okt – 03. und 04. Oktober  (nOsttor=3492)) im Jahr 2024. Die Anteile 
ergeben insgesamt jeweils 100% pro Zeitraum. Nebengeräusche und nicht zuord enbare Rufe wurden in dieser Darstellung 
nicht berücksichtigt. Ebenso wurde der Zeitraum von 23 Uhr bis 5 Uhr nicht berücksichtigt.

10 
 
Auswirkung unterschiedlicher Beleuchtungsdauern auf die Fledermausaktivität 
Am Osttor wurde an sechs Straßenlaternen die Auswirkung unterschiedlicher Beleuchtungsdauern  
getestet. Für die multivariaten Analysen  konnten die zwei Aufnahmenächte im Juli  (06. und 07.07.)  
nicht herangezogen werden, da  zum einen in einer Nacht an zwei Standorten (Straßenlaternen) im 
Überschneidungszeitraum von Beleuchtung und Fledermausaktivität keine Fledermausrufe 
aufgenommen wurden  und zum anderen der Überschneidungszeitraum zwischen eingeschalteter 
Beleuchtungsweise sowie potentieller Fledermausaktivität zu gering war, um Fledermausaktivität bei 
ein- und ausgeschaltetem Licht vergleichen zu können (Tabelle A5, Abb. A4). Die halbstündliche 
Echoortungsrufaktivität der funktionalen Gilden war am Osttor über den betrachteten Zeitraum der 
Nacht relativ ähnlich (Abb. A4). Die Aktivität der Offenraumjäger und der Randstrukturjäger nahm von 
etwa 21:30 bis 23:00 Uhr geringfügig zu (Abb. A4A und A4B). 
 Das Modell zum Testen des Effekts der Beleuchtungsdauer umfasste die Aufnahmenächte im 
August, Mitte September und Anfang Oktober (2 Nächte je Aufnahmezeitraum). Für jede Gilde wurde 
ein separates Modell berechnet. Es zeigten sich standortspezifische Unterschiede zwischen den 
Modellen in allen Gilden . Um den Einfluss von Beleuchtungsweise  (aus, 20s, 40s , dunkel ) und 
Lichtstatus (an/aus) unabhängig vom Standort bestimmen zu können, wurde zusätzlich ein Modell 
ohne Standort als Variable erstellt. Die Ergebnisse zeigen unabhängig von den Standorten keinen 
signifikanten Unterschied zwischen den Beleuchtungsweisen für die drei untersuchten funktionalen 
Gilden in dem betrachteten Zeitraum (Abb. 6). Es zeigte sich eine geringere Aktivität der Fledermäuse 
bei eingeschaltetem Licht . Dies  war jedoch aufgrund der großen Konfidenzintervalle für die 
betrachteten Zeiträume der Nacht nicht signifikant (Abb. 6). 
 
Abbildung 6 Darstellung des Einflusses von Beleuchtungsweise sowie ein- oder ausgeschaltetem Licht (gelb - „Licht an“; grau 
- „Licht aus“) auf die geschätzte halbstündliche Fledermausaktivität am Standort Osttor. Jede Reihe ist einer funktionalen 
Gilde zugeordnet: A) Offenraumjäger, B) Randstrukturjäger und C) Engraumjäger. Die Linien beschreiben die geschätzte 
Aktivität, während farblich hinterlegte Bänder das 95% -Konfidenzintervall angeben. Kreuze in der entsprechenden Farbe 
(siehe Legende) charakterisieren die gemittelten Rohdaten zur halbstündlichen Aktivität. Rote, gestrichelte Linien markieren 
den Beginn (23 Uhr) und das Ende (5 Uhr) des Abschaltzeitraums aller Laternen. Die Beleuchtungsweisen (20s -
Beleuchtungsintervall, 40s-Beleuchtungsintervall, Aus; Dunkel) sin d in einzelnen Plots dargestellt. Gemischte Modelle, die

11 
 
ohne den Faktor „Standort“ angepasst wurden, wurden verwendet, um eine standortunabhängige Darstellung des 
interaktiven Effekts zwischen Licht und Nachtzeit zu erhalten. 
 
Auswirkung bernsteinfarbener Beleuchtung auf die Fledermausaktivität 
Die halbstündliche Echoortungsrufaktivität der Randstrukturjäger an den Rieselfeldern war über den 
betrachteten Zeitraum der Nacht relativ ähnlich (Abb. A5B). Die Offenraumjäger zeigten einen 
deutlichen Anstieg an aktiven Sekunden je 30-Minuten-Intervall von etwa 21:30 bis 23:00 Uhr und in 
einem geringeren Ausmaß galt das Muster auch für die in engen Räumen jagenden Fledermausarten 
(Abb. A5A und A5C).  
Am Standort Rieselfelder  wurde an vier Straßenlaternen die Auswi rkung bernsteinfarbener 
Beleuchtung getestet. Die Beleuchtungsdauer bei Auslösung betrug 20 s. Für die multivariaten 
Analysen konnten erneut die zwei Aufnahmenächte im Juli (06. und 07.07.) nicht herangezogen 
werden (siehe Abschnitt 5 – Auswirkung von Beleuchtungsdauern; Tabelle A5, Abb. 4). Daher umfasste 
das Modell lediglich die Aufnahmenächte im August, September und Oktober (2 Nächte je 
Aufnahmezeitraum). Für jede funktionale Gilde wurde ein separates Modell berechnet. Die Validierung 
der Modelle zeigte  insbesondere für Offenraumjäger ein Muster in den Residuen, was auf einen 
potentiellen unbekannten Effekt hindeuten kann. Trotz dieses Faktors zeigten sich standortspezifische 
Unterschiede in den Modellen für alle Gilden. Um den Einfluss von Beleuchtungsweise (aus, bernstein 
(20s) sowie dunkel) und Lichtstatus (an/aus) unabhängig vom Standort bestimmen zu können, wurde 
zusätzlich ein Modell ohne Standort als Variable erstellt. Der Einfluss des Lichtstatus konnte nur für die 
Beleuchtungsweise mit dem bernst einfarbenen Licht verglichen werden, da dieser bei den beiden 
Beleuchtungsweisen „aus“ und „dunkel“ nur „aus“ sein konnte . Es zeigte sich eine geringere 
Fledermausaktivität bei eingeschaltetem Licht, diese war jedoch aufgrund der großen 
Konfidenzintervalle im Falle von Offenraumjägern nicht signifikant für die betrachteten Zeiträume der 
Nacht (Abb. 7A). Fledermäuse, die in engen Räumen jagen,  und Randstrukturjäger zeigten hingegen 
einen signifikanten Effekt des Lichtstatus (Abb . 7B-7C). Insbesondere Fledermäuse, die der Gilde der 
Engraumjäger (Gattung Myotis) zuzuordnen waren, zeigten eine deutlich geringere Aktivität bei 
eingeschaltetem Bernsteinlicht in den Abendstunden bis 23 Uhr (Abb. 7C).

12 
 
 
Abbildung 7 Darstellung des Einflusses von Beleuchtungsweise sowie ein- oder ausgeschaltetem Licht (gelb - „Licht an“; grau 
- „Licht aus“) auf die geschätzte halbstündliche Fledermausaktivität am Standort Rieselfelder. Jede Reihe ist einer 
funktionalen Gilde zugeordnet: A) Offenraumjäger, B) Randstrukturjäger und C) Engraumjäger. Die Linien beschreiben die 
geschätzte Aktivität, während farblich hinterlegte Bänder das 95%-Konfidenzintervall angeben. Kreuze in der entsprechenden 
Farbe (siehe Legende) charakterisieren die gemittelten Rohdaten zur halbstündlichen Aktivität. Rote, gestrichelte Linien 
markieren den Beginn (23 Uhr) und das Ende (5 Uhr) des Abschaltzeitraums aller Laternen. Die Beleuchtungsweisen (20s -
Beleuchtungsintervall, Aus; Dunkel) sind in einzelnen Plots dargestellt. Gemischte Modelle, die ohne den Faktor „Standort“ 
angepasst wurden, wurden verwendet, um eine standortunabhängige Darstellung des interaktiven Effekts zwischen 
Beleuchtungsweise, Licht und Nachtzeit zu erhalten. 
 
Diskussion 
Wir untersuchten an einem regionalen Radweg mit adaptivem Beleuchtungskonzept, ob die 
Beleuchtungsdauer und das bernsteinfarbene Licht einen Einfluss auf die Fledermausaktivität haben. 
Am siedlungsnahen St andort Osttor konnten wir im Untersuchungszeitraum keinen signifikanten 
Effekt von Licht und Beleuchtungsdauer auf die Fledermausaktivität feststellen. Dies galt für alle drei 
Gilden und widerspricht der Ausgangshypothese einer geringeren Meidungsreaktion mit 
abnehmender Beleuchtungsdauer. Heim et al. (2024) stellten bei Offenraumjägern (Gattungen 
Nyctalus, Eptesicus und Vespertilio) und Engraumjägern (Gattungen Myotis und Plecotus) in den frühen 
Abend- und späten Morgenstunden keine oder nur ei ne geringe Meidungsreaktion fest (Heim et al., 
2024), was dem in dieser Studie betrachteten Zeitraum bis 23 Uhr und ab 5 Uhr entspricht. Als 
mögliche Erklärung wurde eine hohe Bedeutung der Nahrungssuche und eine damit verbundene 
potenziell höhere Lichttoleranz währen d der Nahrungssuche angeführt (Heim et al., 2024).  Andere 
Studien beobachteten eine relativ hohe Lichttoleranz von Zwergfledermäusen (Pipistrellus pipistrellus) 
während der Nahrungssuche (Hale et al., 2012; Lacoeuilhe et al., 2014; Laforge et al., 2019), aber nicht 
während der Transferflüge vom Quartier um Jagdlebensraum (Hale et al., 2015).

13 
 
 
Am siedlungsfernen Standort (Rieselfelder) konnten wir für Engraumjäger (Gattungen Myotis 
und Plecotus) eine Meidung gegenüber bernsteinfarbenem Licht in den Abendstunden  nachweisen. 
Randstrukturjäger, im Wesentlichen Pipistrellus-Arten, zeigten eine geringfügige Meidung gegenüber 
bernsteinfarbenen Lichts  kurz vor 23 Uhr , während hingegen Offenraumjäger keine signifikante  
Meidung zeigten. Jonker et al. (2022) fanden ebenfalls keinen klaren Effekt von Bernsteinlicht auf das 
Verhalten von Zwergfledermäusen ( Pipistrellus pipistrellus ). Die geringere Frequentierung des 
Radwegabschnittes an den Rieselfeldern durch Radfahrer könnte beitragen, den negativen Effekt der 
bernsteinfarbenen Beleuchtung auf Fledermäuse gering zu halten. 
Unsere Erhebungen lieferten wichtige Hinweise darauf, inwieweit sich eine adaptive 
Beleuchtung auf die Aktivität der Fledermäuse auswirkt. Entgegen unseren Erwartungen konnten wir 
keinen Effekt der Beleuchtungsdauer auf die Fledermausaktivität feststellen. Wir können jedoch nicht 
ausschließen, dass ein solcher Effekt bei einer größeren Anzahl von Untersuchungsnächten 
nachweisbar gewesen wäre. Insgesamt konnten deutlich weniger E ngraumjäger (Gattungen Myotis 
und Plecotus) als Offenraum- und Randstrukturjäger nachgewiesen werden. Dies könnte zum einen an 
der geringeren Aktivität von Engraumjägern vor Ort liegen, zum anderen aber auch daran, dass die 
hochfrequenten und relativ leise n Echoortungsrufe von Engraumjägern nur über kurze Distanzen 
erfassbar sind (Voigt et al., 2021). Fledermäuse der beiden anderen Gilden rufen deutlich lauter und 
sind daher über größere Distanzen erfassbar  (Voigt et al., 2021) . Trotz der geringeren 
Erfassungswahrscheinlichkeit der Engraumjäger konnten wir nachweisen, dass sich bernsteinfarbenes 
Licht in den frühen Abendstunden negativ auf ihre Aktivität auswirkt. In unseren Analysen konnten wir 
aufgrund der ähnlichen Rufcharakteristika der Myotis-Arten nich t zwischen Teich - und 
Wasserfledermäusen sowie anderen Myotis-Arten unterscheiden. Einige Aufnahmen konnten wir 
allerdings zweifelsfrei der Teichfledermaus zuordnen. Wir gehen davon aus, dass sowohl Teich - als 
auch Wasserfledermäuse am Dortmund-Ems-Kanal relativ häufig vorkommen. Möglicherweise zeigen 
diese beiden Arten ein anderes Reaktionsverhalten auf Licht als die anderen, eher 
vegetationsgebundenen Myotis-Arten. Die statistische Analyse der Daten der NSF Gilde könnte somit 
durch die fehlende Differenzi erung zwischen den wassergebundenen und vegetationsgebunden en 
Myotis-Arten beeinflusst worden sein. Mopsfledermäuse (Barbastella barbastellus) konnten wir an 
den Standorten nicht akustisch dokumentieren. Wir weisen aber darauf hin, dass die Echoortungsrufe 
dieser Art eine geringe Schallamplitude aufweisen und daher mit automatischen 
Fledermausdetektoren schwer zu erfassen sind. Ein Vorkommen der Mopsfledermaus und somit die 
Betroffenheit dieser Art kann daher nicht ausgeschlossen werden. 
 
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16 
 
 
Anhang 
Tabellen 
 
Tabelle A 1 Schaltplan der Zone 2 ( Rieselfelder) der Kanalpromenade in Münster. Die Laternen wurden in Gruppen von 5 
Laternen eingeteilt und den jeweiligen Lichtschaltungen zugeordnet: 20s – Bernsteinfarbenes Licht (1800 K) für 20s bei 
Auslösung durch Bewegung auf d em Radweg (gelb hinterlegt); aus – ausgeschaltet während der gesamten Nacht (grau 
hinterlegt). Zwischen 23:00 – 05:00 waren alle Laternen ausgeschaltet (Abschaltungen). Laternen, an denen passives 
akustisches Monitoring sowie Lichtmessungen unterhalb des Laternenkopfes durchgeführt wurden, befanden sich zentral in 
den einzelnen Schaltungsgruppen und sind in der Tabelle mit einem * gekennzeichnet sowie in einem dunkleren Farbton 
hinterlegt. 
Mastnummer Einschaltungen Abschaltungen 
 
06.07. 07.07. 02.08. 04.08. 18.09. 19.09. 28.09. 29.09. 
 
132 aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
133 aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
134* aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
135 aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
136 aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
137 aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00 
138 aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00 
139* aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00 
140 aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00 
141 aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00 
163 aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
164 aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
165* aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
166 aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
167 aus aus  aus 20s aus Aus aus 20s 23:00-05:00 
168 aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00 
169 aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00 
170* aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00 
171 aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00 
172 aus 20s aus aus aus 20s aus aus 23:00-05:00

17 
 
Tabelle A 2 Schaltplan der Zone 1 (Osttor) der Kanalpromenade in Münster. Die Laternen wurden in Gruppen von 5 Laternen 
eingeteilt und den jeweiligen Lichtschaltungen zugeordnet: 20s – Warmweißes Licht (2700 K) fü r 20s bei Auslösung durch 
Bewegung auf dem Radweg (gelb hinterlegt); 40s – Warmweißes Licht (2700 K) für 40s bei Auslösung durch Bewegung auf 
dem Radweg (dunkelgelb hinterlegt); aus – ausgeschaltet während der gesamten Nacht (grau hinterlegt). Zwischen 23: 00 – 
05:00 waren alle Laternen ausgeschaltet (Abschaltungen). Laternen, an denen passives akustisches Monitoring sowie 
Lichtmessungen unterhalb des Laternenkopfes durchgeführt wurden, befanden sich zentral in den einzelnen 
Schaltungsgruppen und sind in der Tabelle mit einem * gekennzeichnet sowie in einem dunkleren Farbton hinterlegt. 
Mastnummer Einschaltungen Abschaltungen 
 
06.07. 07.07. 02.08. 04.08. 18.09. 19.09. 03.10. 04.10. 
 
7 aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
8 aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
9* aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
10 aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
11 aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
12 aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00 
13 aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00 
14* aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00 
15 aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00 
16 aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00 
17 aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
18 aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
19* aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
20 aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
21 aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
46 aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
47 aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
48* aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
49 aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
50 aus 40s aus aus aus 20s aus 20s 23:00-05:00 
51 aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00 
52 aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00 
53* aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00 
54 aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00 
55 aus 20s aus 40s aus Aus aus 40s 23:00-05:00

18 
 
56 aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
57 aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
58* aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
59 aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
65 aus aus aus 20s aus 40s aus aus 23:00-05:00 
 
 
Tabelle A 3 Liste der Fledermausarten in der Bibliothek „European bats DE“ und Klassifizierung auf der Grundlage der lokalen 
Häufigkeit und der allgemeinen Biologie (übernommen aus Heim et al., 2024) . Abkürzungen: ESF = Randstrukturjäger (Engl. 
„Edge-Space Forager“), NSF = Engraumjäger (Engl. „Narrow -Space Forager“), OSF = O ffenraumjäger (Engl. „Open -Space 
Forager) 
Gattung Art Abkürzungen Verbreitet Weniger 
verbreitet Abwesend Gilde 
Barbastella barbastellus BarBar  X  ESF 
Eptesicus serotinus EptSer X   OSF 
 nilssonii    X OSF 
Hypsugo Savii    X ESF 
Miniopterus schreibersii    X OSF 
Myotis alcathoe    X NSF 
 bechsteinii MyoBec X   NSF 
 blythii    X NSF 
 brandtii MyoBra X   NSF 
 capaccinii    X ESF 
 dasycneme MyoDas X   ESF 
 daubentonii MyoDau X   ESF 
 emarginatus MyoEma  X  NSF 
 myotis MyoMyo X   NSF 
 mystacinus MyoMys X   NSF 
 nattereri MyoNat X   NSF 
Nyctalus lasiopterus    X OSF 
 leisleri NycLei  X  OSF 
 noctula NycNoc X   OSF 
Pipistrellus kuhlii    X ESF 
 nathusii PipNat X   ESF 
 pipistrellus PipPip X   ESF 
 pygmaeus PipPyg  X  ESF 
Plecotus auritus PleAur X   NSF 
 austriacus    X NSF 
 kolombatovici    X NSF 
 macrobullaris    X NSF 
Rhinolophus euryale    X NSF 
 ferrumequinum    X NSF 
 hipposideros    X NSF 
Tadarida teniotis    X OSF 
Vespertilio murinus VesMur  X  OSF

19 
 
Tabelle A 4 Metadaten der Aufnahmenächten: Mindesttemperatur (Min Temp), Durchschnittstemperatur (Durchschnitt 
Temp), Maximaltemperatur (Max Temp), Datum Neumond, Abstand zum Neumond. 
Zeitraum Nacht Min 
Temp [°C] 
Durchschnitt 
Temp [°C] 
Max 
Temp [°C] 
Datum 
Neumond 
Abstand zum 
Neumond [Tage] 
Juli 06.07./07.07. 13,2 14,9 15,7 06.07.2024 0 
 07.07./08.07. 14,3 15,5 16,3 06.07.2024 +1 
August 02.08./03.08. 13,9 17,1 18,8 04.08.2024 -2 
 04.08./05.08. 13,9 15,3 16,4 04.08.2024 0 
Mitte 
September 
18.09./19.09. 12,5 15,7 18,1 03.09.2024 +15 
 19.09./20.09. 11,8 14,2 16,6 03.09.2024 +16 
Ende 
September 
28.09./29.09. 4,7 7,0 9,7 02.10.2024 -4 
 29.09./30.09. 8,5 9,8 11,4 02.10.2024 -3 
Oktober 03.10./04.10. 6,7 9,8 11,8 02.10.2024 +1 
 04.10./05.10. 2,7 6,4 11,2 02.10.2024 +2 
 
 
Tabelle A 5 Auflistung der Dämmerungszeiten (Dämmerungsbeginn und -ende) der Aufnahmenächte im Jahr 2024. Der 
Abschaltzeitraum charakterisiert den Zeitraum, indem die Straßenlaternen stets ausgeschaltet waren. „Aufnahmezeit 
abends“ beschreibt den Überschneidungszeitr aum von Dämmerungsbeginn bis 23:00 Uhr, in der das passive akustische 
Monitoring lief und die Beleuchtungsweisen angeschaltet waren. „Aufnahmezeit morgens“ charakterisiert hingegen den 
Überschneidungszeitraum von 05:00 Uhr bis Dämmerungsende, in der das pa ssive akustische Monitoring lief und die 
Beleuchtungsweisen angeschaltet waren. 
Aufnahmenacht Dämmerungs- 
beginn 
Dämmerungs- 
ende 
Abschaltzeit-
raum 
Aufnahmezeit 
abends 
Aufnahmezeit 
morgens 
06.07./07.07.24 22:38:30 04:33:15 23:00-05:00 21 min 30 s 0 min 
07.07./08.07.24 22:37:42 04:34:24 23:00-05:00 22 min 18 s 0 min 
02.08./03.08.24 22:00:07 05:15:31 23:00-05:00 59 min 53 s 15 min 31 s 
04.08./05.08.24 21:56:13 05:19:08 23:00-05:00 63 min 47 s 19 min 8 s 
18.09./19.09.24 20:13:00 06:38:25 23:00-05:00 167 min 98 min 25 s 
19.09./20.09.24 20:10:36 06:40:05 23:00-05:00 169 min 24 s 100 min 5 s 
28.09./29.09.24 19:49:13 06:54:57 23:00-05:00 190 min 47 s 114 min 57 s 
29.09./30.09.24 19:46:53 06:56:35 23:00-05:00 193 min 7 s 116 min 35 s 
03.10./04.10.24 19:37:38 07:03:11 23:00-05:00 202 min 22 s 123 min 11 s 
04.10./05.10.24 19:35:20 07:04:50 23:00-05:00 204 min 40 s 124 min 50 s

20 
 
 
Abbildungen 
 
 
Abbildung A 1 Plan der Zone 2 (Rieselfelder) an der Kanalpromenade in Münster. Der Plan wurde durch die Stadt Münster 
erstellt und zeigt den Versuchsaufbau sowie die integrierten Straßenlaternen. Die akustischen Aufnahmen erfolgten jeweils 
an den Straßenlaternen mit den Mastnummern 134, 139, 165 und 170.

21 
 
 
 
Abbildung A 2 Plan der Zone 1  (Osttor, siedlungsfern) an der Kanalpromenade in Münster. Der Plan wurde durch die Stadt 
Münster erstellt und zeigt den Versuchsaufbau sowie die integrierten Straßenlaternen. Die akustischen Aufnahmen erfolgten 
jeweils an den Straßenlaternen mit den Mastnummern 9, 14, 19, 48, 53 und 58.

22 
 
 
 
 
 
Abbildung A 3 Darstellung der Lichtintensität in Lux am Beispiel der Laterne 9 in Zone 1 (Osttor, Münster) am 19.09.2024. 
Der Laternen wurden in dieser Nacht für 20s angeschaltet, sobald sie ausgelöst wurden. Die y-Achse zeigt die Stunden der 
Nacht von Dämmerungsbeginn bis -ende. Der Lichtsensor (Nummer 997) nahm jede Sekunde einen Lux -Wert auf. Diese 
wurden jeweils einer der Kategorien unbestimmt (grau - Lampe wird hoch - oder runtergefahren), aus (schwarz - 
ausgeschaltet) und an (gelb - maximale Lichtintensität der Lampe) zugeordnet. Die graue Box kennzeichnet den Zeitraum von 
23:00 bis 05:00, in dem die Laterne ausgeschaltet war.  Der vergleichbar hohe Peak von etwa 88 Lux charakterisiert die 
Synchronisierung der Geräte mit einem Licht- und akustischen Signal.

23 
 
 
Abbildung A 4 Echoortungsaktivität von Fledermäusen (log -transformierte Anzahl aktiver Sekunden pro 30 -Minuten-
Zeitintervall (Zeitschritte; nOSF = 169, nESF = 574 und nNSF = 288) während der Nacht in Zone 1 (Osttor) der Kanalpromenade in 
Münster. Die blaue Linie in zeigt eine Lößfunktion (als y ~ x), die an die Daten angepasst wurde, während das graue Band die 
95%-Konfidenzintervalle darstellt. Bitte beachten Sie, dass die Fledermausaktivität in (a -c) aufgrund der halbstündlichen 
Aggregation gepulst erscheint, aber kontinuierlich war. Jede Reihe ist einer funktionalen Gilde zugeordnet: A) Offenraumjäger 
(OSF), B) Randstrukturjäger (ESF) und C) Engraumjäger (NSF).

24 
 
 
Abbildung A 5 Echoortungsaktivität von Fledermäusen (log -transformierte Anzahl aktiver Sekunden pro 30 -Minuten-
Zeitintervall (Zeitschritte; n OSF = 130, n ESF = 357 und n NSF = 2 90) während der Nacht in Zone 2  (Rieselfelder) der 
Kanalpromenade in Münster. Die blaue Linie in zeigt eine Lößfunktion (als y ~ x), die an die Daten angepasst wurde, während 
das graue Band die 95% -Konfidenzintervalle darstellt. Bitte beachten Sie, dass die Fledermausaktivität in (a -c) aufgrund der 
halbstündlichen Aggregation gepulst erscheint, aber kontinuierl ich war. Jede Reihe ist einer funktionalen Gilde zugeordnet: 
A) Offenraumjäger (OSF), B) Randstrukturjäger (ESF) und C) Engraumjäger (NSF).

Beratungsverlauf (1)

14.11.2024 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 7.5 Anfrage Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Königsberger Straße
  • Kanalpromenade
  • Mauritzstraße 46
  • Osttor

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
AFO/0021/2024
Typ
Anfrage in der BV Ost
Datum
24.09.2024
Erstellt
24.09.2024 12:24